DE19702138A1 - Preßmantel - Google Patents
PreßmantelInfo
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- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/0209—Wet presses with extended press nip
- D21F3/0218—Shoe presses
- D21F3/0227—Belts or sleeves therefor
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B9/00—Presses specially adapted for particular purposes
- B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
- B30B9/24—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using an endless pressing band
- B30B9/247—Pressing band constructions
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B13/00—Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
- F26B13/24—Arrangements of devices using drying processes not involving heating
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Description
Die Erfindung betrifft einen Preßmantel für eine Preßvorrich
tung zur Bearbeitung von Stoffbahnen, insbesondere zur Ent
wässerung einer Papierbahn in einem Preßspalt einer Papierma
schine, mit einem ein- oder mehrschichtigen Band aus einem
elastomeren Matrix-Grundmaterial.
Ein derartiger Preßmantel ist aus der DE 44 11 620 A1 be
kannt. Dort wird der Preßmantel in einer Preßeinrichtung
einer Papiermaschine verwendet, um eine durch die Papierma
schine laufende Papierbahn zu entwässern. Zwischen zwei
einen Preßspalt bildenden Preßelementen dieser Preßeinrich
tung läuft die zu entwässernde Papierbahn zusammen mit dem
Preßmantel und mindestens einem weiteren Band zur Aufnahme
der beim Preßvorgang anfallenden Preßflüssigkeit. Der Preß
mantel ist in der Regel endlos und ist außerhalb des Preß
spaltes über Leitwalzen geführt. Zur Verringerung des Ab
riebs weist der Preßmantel nach der DE 44 11 620 A1 eine
Trägerschicht und eine abriebsfeste Schicht auf. Die Träger
schicht besteht aus einem elastomeren Matrix-Grundmaterial
in das Verstärkungsfäden eingebettet sind. Diese Träger
schicht ist mit der verschleißfesten Schicht verbunden. Die
verschleißfeste Schicht weist neben gleichem oder ähnlichem
Matrix-Grundmaterial wie bei der Trägerschicht zusätzlich
darin eingelagerte Partikel aus Gesteinsmehl, keramischem
Pulver oder Glasfritte auf. Durch die Einlagerung von ver
schleißfesten Partikeln in die verschleißfeste Schicht wird
die Verschleißfestigkeit des durch die Trägerschicht und ver
schleißfeste Schicht gebildeten Verbundkörpers erhöht.
Preßmäntel werden auch bei Kalandersystemen zur Papier
glättung und Erhöhung der Papiergüte bei der Papierherstel
lung eingesetzt, um Papiere mit höherer Oberflächenqualität
zu erhalten. Solche Preßmäntel sind im Betrieb hohen Bela
stungen ausgesetzt. Im Preßspalt ergibt sich eine hohe
Druck- und Walkbeanspruchung, die in Verbindung mit immer
schneller laufenden Maschinen und höheren Papierbahntempera
turen zu zunehmend höheren thermischen Belastungen des Preß
mantels führt. Höhere Temperaturen führen bei elastomeren
Werkstoffen, wie sie für das Matrixmaterial verwendet wer
den, zur Erweichung und zu verstärktem Abrieb bis hin zur
chemischen Zersetzung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Preßmantel
zur Verfügung zu stellen, der sich durch seine verbesserten
physikalischen Eigenschaften auch bei schnell laufenden Ma
schinen wie Papiermaschinen und Kalandersystemen einsetzen
läßt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ma
trix-Grundmaterial vollvolumig mit Partikeln durchsetzt ist,
die das physikalische Verhalten des Matrix-Grundmaterials
beeinflussen.
Im Gegensatz zu Preßmänteln nach dem Stand der Technik be
steht das Matrix-Grundmaterial des aus einer Schicht oder
aus mehreren Schichten bestehenden Bandes nicht ausschließ
lich aus elastomerem Matrix-Grundmaterial, sondern es wird
durch die Beimischung von Partikeln und die Verbindung der
Partikel mit der Matrix zu einer zusammenhängenden Masse
eine Mischmatrix geschaffen, deren gesamtes physikalisches
Verhalten gezielt beeinflußt und verändert werden kann.
Beispielsweise kann die Abriebfestigkeit und/oder die Wärme
leitfähigkeit erhöht und/oder das Bahnabgabeverhalten verbes
sert werden.
Die Wahl der Teilchengröße der Partikel ist von wesentlicher
Bedeutung, um zum einen die gewünschten Eigenschaften des
elastomeren Matrix-Grundmaterials beizubehalten und zum ande
ren das physikalische Verhalten zu verbessern. Die Partikel
besitzen eine Teilchengröße kleiner als 100 µm, und vorzugs
weise ist der Hauptanteil der Partikel kleiner als 10 µm.
Um sicherzustellen, daß das elastomere Material im Betrieb
nicht auf Temperaturen erwärmt wird, die zur Erweichung und
damit auch zu verstärktem Abrieb führen können, werden vor
zugsweise Partikel beigegeben, deren Wärmeleitfähigkeit grö
ßer ist als die des sie umschließenden Matrixmaterials.
Durch eine effektive, sowohl innen als auch ggf. außen er
folgende Kühlung kann aufgrund der verbesserten Wärmeleitfä
higkeit des Gesamtmantels eine störende Überhitzung vermie
den werden.
Die verwendeten Partikel können auf metallischer, kerami
scher oder Kohlenstoff-Basis beruhen, wobei in Abhängigkeit
von den angestrebten Eigenschaften des Preßmantel 5 eine ent
sprechende Auswahl und/oder Mischung erfolgen und auch eine
bestimmte Sieblinienwahl zur Erreichung der angestrebten Ei
genschaften zweckmäßig sein kann.
Bei papierberührter Außenseite des Preßmantels kann durch
Beigabe entsprechender Partikel das Bahnabgabeverhalten ein
gestellt und vor allem die Haftung der Papierbahn an der Au
ßenseite des Preßmantels verringert werden.
Ferner ist es von Vorteil, daß durch die Partikelbeimischung
die elektrostatische Aufladung des Preßmantels vermieden wer
den kann, wie sie vor allem bei Kontakt mit einer bereits
trockenen Papierbahn, z. B. in Kalandersystemen, auftritt.
Im Regelfall sind die Partikel im Matrix-Grundmaterial homo
gen eingebettet, aber es kann in Abhängigkeit von den an den
Preßmantel gestellten Forderungen auch von Vorteil sein, die
Konzentration der Partikel, die Mischungsverhältnisse unter
schiedlicher Partikel oder auch die Partikelgröße in Rich
tung zur Mantelaußenseite zu variieren.
Weitere Merkmale und Vorteil der Erfindung werden anhand des
nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiels unter Bezugnah
me auf die Zeichnung beschrieben.
Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch einen Abschnitt
eines erfindungsgemäßen Preßmantels.
Der Preßmantel 10 weist ein einschichtiges Band 11 aus einem
elastomeren Matrix-Grundmaterial 12 auf, das mit Partikeln
13 durchsetzt ist und beispielsweise aus Polyurethan, Gummi
oder Material auf Kautschuk-Basis besteht. Die Partikel 13
sind in das elastomere Matrix-Grundmaterial 12 eingebettet
und besitzen einen mittleren Durchmesser kleiner als 10 µm.
In das Matrix-Grundmaterial 12 sind bis zu etwa 10 Vol.-%
metallische Partikel 13 eingebettet und mit diesen zu einer
zusammenhängenden Masse verbunden. Die Wärmeleitfähigkeit
der Partikel 13 ist dabei größer als die des elastomeren
Matrix-Grundmaterials 12.
Zur Verstärkung des Matrix-Grundmaterials 12 sind zur durch
den Pfeil 16 gekennzeichneten Laufrichtung des Preßmantels
10 parallel verlaufende Fadenverstarkungen 17 in das Ma
trix-Grundmaterial 12 eingebracht. Senkrecht zur Laufrich
tung 16 sind äquidistante Fadenverstärkungen 18 zur Stabili
sierung des Bandes 11 eingebettet.
Durch das Einbringen der Partikel 13 in das Matrix-Grundmate
rial 12 und die dadurch erzielte Erhöhung der Wärmeleitfähig
keit des Gesamtmaterials lassen sich derartige Preßmäntel we
sentlich besser kühlen, so daß Temperaturen, die für das Ma
trixmaterial gefährlich werden könnten, vermeidbar sind.
Die Beimengung anderer Partikelarten, z. B. die Beimengung
von keramischem Pulver mit Eigenschaften einer Granitwalze,
verbessert wiederum die Bahnabgabe bei gleichzeitiger Gewähr
leistung der Beschabbarkeit, und es ist ersichtlich, daß
durch gezielte Kombination von Partikelarten, Partikelgrößen
und Partikelverteilungen innerhalb der Matrix jeweils dem
betreffenden Anwendungsfall angepaßte Manteleigenschaften
erzielt werden können.
Es ist auch möglich, an der papierbahnnahen Mantelaußenseite
19 andere physikalische Eigenschaften als an der Mantelinnen
seite 20 einzustellen, wobei sich durch einen Mehrschichtauf
bau die Erzielung bestimmter, sich über die Manteldicke
ändernder Eigenschaften besonders gut erreichen läßt und
keine Gefahr einer Schichtentrennung besteht, da das gleiche
bzw. gleichartige Matrixmaterial unabhängig von der jeweili
gen Partikelbeimischung nach der Zusammenführung der einzel
nen Schichten zu einem einheitlichen, zusammenhängenden Ge
bilde führt.
Bevorzugt werden Partikel mit einer offenporigen Oberfläche
verwendet, da sich auf diese Weise eine besonders gute
Verkrallung im Matrixmaterial erzielen läßt.
Claims (10)
1. Preßmantel für eine Preßvorrichtung zur Bearbeitung von
Stoffbahnen, insbesondere zur Entwässerung einer Papier
bahn in einem Preßspalt einer Papiermaschine, mit einem
ein- oder mehrschichtigen Band (11) aus einem elasto
meren Matrix-Grundmaterial (12),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Matrix-Grundmaterial (12) vollvolumig mit Parti
keln (13) durchsetzt ist, die das physikalische Verhal
ten des Matrix-Grundmaterials (12) beeinflussen.
2. Preßmantel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilchengröße der Partikel (13) kleiner als
100 µm und vorzugsweise kleiner als 10 µm ist.
3. Preßmantel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Partikel (13) aus metallischem, keramischem oder
einem Werkstoff auf Kohlenstoff-Basis bestehen.
4. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeleitfähigkeit der Partikel (13) größer als
die Wärmeleitfähigkeit des elastomeren Matrix-Grund
materials (12) ist.
5. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Partikel (13) im Matrix-Grundmaterial (12) homo
gen eingebettet sind.
6. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Konzentration der Partikel (13) im Matrix-Grund
material (12) in Richtung zur Mantelaußenseite (19)
hin linear oder nichtlinear zu- oder abnimmt.
7. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Konzentration und/oder Art der Partikel in einzelnen
Schichten eines mehrschichtigen Matrix-Grundmaterials
(12) unterschiedlich gewählt sind.
8. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Matrix-Grundmaterial (12) des Preßmantels (10)
faden- oder gewebeförmige Verstärkungsmittel (17, 18)
eingebettet sind.
9. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elastomere Matrix-Grundmaterial (12) Polyurethan
ist, Gummi oder Material auf Kautschuk-Basis ist.
10. Preßmantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Partikel (13) eine offenporige Oberfläche
besitzen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102138 DE19702138A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Preßmantel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102138 DE19702138A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Preßmantel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19702138A1 true DE19702138A1 (de) | 1998-07-23 |
Family
ID=7818028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997102138 Withdrawn DE19702138A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Preßmantel |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19702138A1 (de) |
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