DE19702032A1 - Einlegesohle für Schuhe - Google Patents
Einlegesohle für SchuheInfo
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Classifications
-
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-
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- A43B17/12—Insoles for insertion, e.g. footbeds or inlays, for attachment to the shoe after the upper has been joined made of wood
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einlegesohle für Schuhe
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Einlegesohlen für Schuhe sollen unterschiedlichen,
teilweise einander widersprechenden, Anforderungen
gerecht werden. So erwartet der Benutzer unter anderem,
daß sich der Tragekomfort der damit ausgerüsteten
Schuhe verbessert. Außerdem sollen Einlegesohlen wenig
auftragen, damit bei der Wahl der Schuhgröße und
Innengestaltung des Schuhs nicht schon auf die mögliche
Verwendung einer Einlegesohle Rücksicht genommen werden
muß. Schließlich sollen sie zumindest im Ballen- und
Zehenbereich flexibel sein.
Eine der Grundanforderungen an Einlegesohlen betrifft
die feuchtigkeitsregulierende Wirkung im Schuh. So soll
die während des Tragens vom Fuß abgegebene
Körperfeuchtigkeit aufgenommen und nach dem Ablegen des
Schuhs wieder an die Umgebung abgegeben werden. Die
bisher verwendeten Werkstoffe mit schlechter
Wärmeleitung, also mit isolierenden Eigenschaften, sind
zwar dazu in der Lage. Sie erreichen die angestrebten
Wirkungen allerdings nur mit einer Gewissen
Materialstärke, so daß der für die Verwendung der
Einlegesohle bestimmte Schuh mit Rücksicht darauf oft
von vorneherein größer gewählt werden muß. Dies mag für
Sonderfälle, wie Arbeitsschuhe oder Gummistiefel,
akzeptabel sein, für Straßenschuhe wird dies als
nachteilig empfunden. Außerdem neigen sie zur
Faltenbildung.
Es sind daher bereits Einlegesohlen für Schuhe
vorgeschlagen worden, bei denen eine dünne Lage eines
Holzwerkstoffs die Decksohle darstellt, die in
Verbindung mit anderen Werkstoffen eine
gebrauchstüchtige Konstruktion ergibt (DE-U 91 05 615,
DE-U 91 11 752).
In jüngerer Zeit wird ein Zusammenhang zwischen
bestimmten Bereichen, den sogenannten Reflexzonen, der
menschlichen Fußsohle und einzelnen Organen und dem
allgemeinen Wohlbefinden des Menschen gesehen und der
gezielten therapeutischen Behandlung (Massage) dieser
Reflexzonen eine positive Wirkung auf einzelne
Körperbereiche zugeschrieben. Aus diesem Grund
verspüren Personen mit stehenden Berufen, wie
Verkäuferinnen, Friseure, oft den Wunsch, bereits
vorbeugend, und zwar während der Berufsausübung, etwas
gegen die sich häufig einstellenden Beschwerden, unter
anderem des Bewegungsapparates, zu tun.
Es sind daher bereits verschiedene Einlegesohlen für
Schuhe bekannt, deren Oberflächen während des Tragens
eine gewisse Massage der Fußsohlen bewirken. So ist
eine Einlegesohle auf dem Markt, die einstückig mit dem
Sohlenkörper ein Noppenprofil aufweist. Der Benutzer
dieser Sohle schreitet oder steht ständig auf den
Kuppen der Noppen, wodurch die Fußsohlen im Sinne einer
Massage bearbeitet werden sollen. Nachteilig bei diesen
Sohlen ist, daß die Massagewirkung schlecht zu dosieren
ist. Dadurch kann es bei längerem Tragen zu einer
Überreizung durch zu starke Massage der Fußsohlen und
zum Unwohlsein kommen. Ein Hersteller empfiehlt daher,
die Benutzung auf nur wenige Stunden am Tag zu
begrenzen. Häufig besteht aber für den Benutzer der
Einlegesohlen nicht die Möglichkeit, während seiner
beruflichen Tätigkeit das Schuhwerk oder Teile davon zu
wechseln. Außerdem bestehen diese Einlegesohlen aus
synthetischem Kautschuk oder Kunststoff mit der Folge,
daß anfallende Feuchtigkeit nicht aufgenommen wird und
ein unangenehmes Tragegefühl entsteht. Dies wird auch
durch die am Grund der Noppen vorhandenen
Belüftungskanäle nicht wesentlich verbessert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Einlegesohle für Schuhe anzugeben, die zur Erzielung
eines angenehmem Tragegefühls hochflexibel ist und eine
lange Lebensdauer und auch in feuchter Umgebung eine
gute Wärmeisolation aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Maßnahmen.
Die erfindungsgemäße Einlegesohle für Schuhe aus
mehreren miteinander verbundenen Lagen aus Holz und
Textilmaterial, wobei die Mittellage aus einem dünnen
Holzblatt besteht, dessen Faserrichtung in
Längsrichtung der Einlegesohle verläuft und die obere
Decklage und die untere Decklage jeweils aus textilem
Werkstoff bestehen, ist im einzelnen dadurch
gekennzeichnet, daß die obere Decklage ein Gittergewebe
darstellt.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergibt sich der
Vorteil, daß die Massagewirkung auf die Fußsohle des
Benutzers fein abstimmbar ist. Außerdem rutscht der Fuß
nicht auf dem Holz der Mittellage bei Gebrauch in
Sport- oder Wanderschuhen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß
daß das Gittergewebe aus naturbelassenen Textilfasern
besteht. Die Verbindung des Gittergewebes mit dem
Holzblatt der Mittellage ergibt eine gesunde Belüftung
der Fußsohle, so daß Schweißbildung unterdrückt wird.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
daß das Gittergewebe aus einem Gewebe in Leinenbindung
besteht. Dieser Gewebeaufbau erlaubt: in vorteilhafter
Weise die nahezu freie Wahl der Materialien und
Materialstärken für die Kett- und Schußfäden, wodurch
sich die Massagewirkung der fertigen Einlegesohle in
weiten Grenzen einstellen läßt.
Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung besteht
das Gittergewebe aus fest gezwirnten Fäden aus
unbehandelter Baumwolle. Dadurch wird in vorteilhafter
Weise der Tragekomfort der fertigen Einlegesohle weiter
verbessert.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß
Holz mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen für die
Mittellage verwendet wird. Dies sichert eine besonders
gute Widerstandsfähigkeit gegen Fußschweiß und
verlängert die Gebrauchsdauer der Einlegesohle.
Vorteilhaft besteht die obere Decklage aus Zedernholz.
Dieses Holz ist besonders reich an ätherischen Ölen und
daher geruchshemmend und außerdem desinfizierend.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die Einlegesohle in Draufsichtdarstellung,
Fig. 2 die gleiche Einlegesohle in einer vergrößerten
ausschnittsweisen Längsschnittdarstellung, gesehen aus
Richtung des Pfeils "A" in Fig. 1.
Die Einlegesohle besteht aus einem dünnen Holzblatt 1
als Mittellage, einer oberen Decklage 2 aus einem
textilen Werkstoff und aus einer unteren Decklage 3,
die ebenfalls aus einem textilen Werkstoff besteht.
Alle drei Lagen sind im Endzustand der Einlegesohle
miteinander verklebt. Als Holzart für die Mittellage 1
hat sich Buche sehr bewährt, da dieses Holz sehr
dauerhaft und strapazierfähig ist. Eine obere Decklage 2
erstreckt sich, wie die übrigen Einzellagen der
Einlegesohle auch, über die gesamte Länge der
Einlegesohle und die Faserrichtung des verwendeten
Holzblatts 1 verläuft in Richtung der Längsachse von
der Spitze bis zur Ferse. Die untere Decklage 3 besteht
zweckmäßig aus einem dünnen, aber wenig dehnbaren
Gewebe in Leinenbindung, das so geschnitten ist, daß
zumindest die quer zur Sohlenlängsrichtung verlaufenden
Fäden die gewünschte hohe Festigkeit aufweisen. Das
Gewebe der Zwischenlage 2 soll eine gute Affinität zu
dem verwendeten Leim oder Kleber aufweisen, damit die
Klebung genügend widerstandsfähig und dauerhaft
ausfällt. Hier hat sich unbehandelte Baumwolle bestens
bewährt.
Die obere Deckschicht 2 besteht aus einem Gitterstoff
in Leinenbindung, vorzugsweise aus einem
naturbelassenen Werkstoff, wie Baumwolle oder Leinen.
Dabei können die Kettfäden 4 durchaus aus einem anderen
Werkstoff bestehen als die Schußfäden 5. Wesentlich
ist, daß die einzelnen Garne beim Verweben eine solche
Stärke und Formstabilität aufweisen, daß entweder die
Kette oder der Schuß oder beide beim Tragen der
Einlegesohle die erwünschte Massagewirkung auf die Füße
ausüben. Die Maschenweite des Gitterstoffs liegt
zwischen fünf und 15 Millimetern, vorzugsweise bei acht
Millimetern.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Einlegesohle
erfolgt zweckmäßig, indem aus einem dreischichtigen
Nutzen mit auf das Holzblatt 1 beidseitig aufgebrachten
Deckschichten 2 und 3 die Sohle ausgestanzt wird. Dabei
kann durch die Wahl der Orientierung beim Stanzen die
Massagewirkung der fertigen Einlegesohle in Längs- oder
Querrichtung beeinflußt werden, auch ist eine diagonale
Ausrichtung des Gitterstoffs ohne Schwierigkeiten
erzielbar. Durch das anschließende Umnähen mit einem
Einfaßband 6 ergibt sich ein sauberer seitlicher
Abschluß, der zudem das Aufspleißen einzelner Fäden der
Deckschichten 2 und 3 zuverlässig verhindert.
Durch den weitgehend symmetrischen Aufbau der
Einlegesohle aus einem Holzblatt 1 mit beidseitig
aufgeleimten Deckschichten 2 und 3 entsteht ein
abgesperrtes Werkstück, dessen Widerstandsfähigkeit
gegen mechanische Beanspruchung bei gleichzeitiger
Flexibilität in Querrichtung erheblich ist. Ähnliche
Eigenschaften wie Holz beim Quellen und Trocknen der
Deckschichten 2, 3 unterdrücken den Verzug der
Einlegesohle in Querrichtung.
In den vorderen Teil der Einlegesohle können in
bekannter Weise im zentralen Bereich des Ballens zur
Verbesserung der Ventilation rasterartig angeordnete,
durch alle Lagen hindurchgehende Löcher 7 eingebracht
sein. Bei einer ausgeführten Einlegesohle weisen diese
Löcher einen Durchmesser von ca. 2 mm auf.
Claims (6)
1. Einlegesohle für Schuhe aus mehreren miteinander
verbundenen Lagen aus Holz und Textilmaterial, wobei
die Mittellage aus einem dünnen Holzblatt besteht,
dessen Faserrichtung in Längsrichtung der Einlegesohle
verläuft und die obere Decklage (2) und die untere
Decklage (3) jeweils aus textilem Werkstoff bestehen,
dadurch gekennzeichnet, daß die obere Decklage ein
Gittergewebe (2) darstellt.
2. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gittergewebe (2) aus
naturbelassenen Textilfasern besteht.
3. Einlegesohle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gittergewebe (2) aus einem
Gewebe in Leinenbindung besteht.
4. Einlegesohle nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gittergewebe (2) aus
fest gezwirnten Fäden aus unbehandelter Baumwolle
besteht.
5. Einlegesohle nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die
Verwendung eines Holzes mit einem hohen Gehalt an
ätherischen Ölen für die Mittellage (1).
6. Einlegesohle nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittellage (1) aus Zedernholz
besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102032 DE19702032A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Einlegesohle für Schuhe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102032 DE19702032A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Einlegesohle für Schuhe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19702032A1 true DE19702032A1 (de) | 1998-07-23 |
Family
ID=7817957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997102032 Withdrawn DE19702032A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Einlegesohle für Schuhe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19702032A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2808427A1 (fr) * | 2000-05-02 | 2001-11-09 | George Paul John Oxley | Premiere pour article chaussant destinee a diffuser des substances aromatiques pour etre portee sous la plante des pieds dans une chaussure ou directement sans chaussure |
| WO2009005370A1 (en) * | 2007-07-04 | 2009-01-08 | Thorstein Oppegaard | Insole |
-
1997
- 1997-01-22 DE DE1997102032 patent/DE19702032A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2808427A1 (fr) * | 2000-05-02 | 2001-11-09 | George Paul John Oxley | Premiere pour article chaussant destinee a diffuser des substances aromatiques pour etre portee sous la plante des pieds dans une chaussure ou directement sans chaussure |
| WO2009005370A1 (en) * | 2007-07-04 | 2009-01-08 | Thorstein Oppegaard | Insole |
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