DE19702022C1 - Vorrichtung zum Abschießen eines Balls - Google Patents
Vorrichtung zum Abschießen eines BallsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschießen eines Balls, ins
besondere eines Fußballs, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-T-692 01 685 bekannt. Hierbei wird ein
Wurfarm mittels eines Antriebsarmes gegen die Kraft einer Feder gespannt. Nach
Freikommen des Wurfarmes vom Antriebsarm wird der Wurfarm durch die Feder in
Stoßrichtung beschleunigt und trifft schließlich auf einen abzuschießenden Ball. Es
ist einstellbar, wie stark der Wurfarm bzw. dessen Feder durch den Antriebsarm ge
spannt wird, um die auf den abzuschießenden Ball übertragene Energie einstellen zu
können. Außerdem ist der Auftreffpunkt des Wurfarms auf den abzuschießenden Ball
durch vertikale und horizontale Verschiebung der Position des Balls einstellbar.
Die bekannte Vorrichtung weist eine relativ aufwendige Hebelmechanik zum Span
nen des Wurfarms auf. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß zum Erreichen großer
Schußweiten bzw. hoher Schußstärken eine sehr stark dimensionierte Feder und
dementsprechend stark dimensionierte Spanneinrichtung vorgesehen werden müs
sen.
Die DE-A-26 51 335 offenbart eine Vorrichtung zum Beschleunigen von Bällen,
insbesondere Fußbällen, bei der eine rotierende Nocke einen Schlagarm gegen die
Kraft einer Rückholfeder in Stoßrichtung beschleunigen kann, so daß ein am freien
Ende des Schlagarms angeordnetes Stoßelement auf einen abzuschießenden Ball tref
fen und diesen beschleunigen kann.
Die DE-A-24 60 866 offenbart eine Vorrichtung zum Abschießen eines Fußballs
durch Druckluft. Hierzu ist eine mit Druckluft beaufschlagbare Kammer mit einer ver
schließbaren Öffnung zum abzuschießenden Ball hin vorgesehen.
Die WO 86/05109 offenbart eine Vorrichtung zum Abschießen von Fußbällen. Hier
bei rotiert ein Schwungarm in einer horizontalen Ebene. Der Schwungarm trägt an
einem Ende eine in vertikaler Richtung aufstellbare Schlagleiste, die im aufgestellten
Zustand auf einen sich in einer Abschußposition befindlichen Fußball trifft.
Die CH-A-685 980 offenbart eine Ballschußvorrichtung, bei der ein doppelt wir
kender pneumatischer Zylinder mit einem Auswerfteller unmittelbar auf einen abzu
schießenden Ball einwirken und diesen beschleunigen kann.
Der Prospekt "Kickomat" der Firma Hugentobler Maschinen- und Modellbau, Algets
hausen, Schweiz, von 1977 offenbart eine Vorrichtung zum Verschießen von Fußbäl
len, bei der die Schußstärke, die Schußweite, die Schußhöhe und die Schußrichtung
einstellbar sind. Die Vorrichtung weist ein Reservoir für vierzig Bälle auf und kann
die Fußbälle einzeln oder in Serien mit einstellbaren Intervallen abschießen.
Außerdem ist bereits eine Vorrichtung zum Abschießen von Tennisbällen bekannt, bei
der die Bälle zwischen zwei rotierenden Elementen eingeklemmt und von diesen
Elementen weggeschleudert werden. Eine derartige Vorrichtung ist jedoch für
schwerere Bälle ungeeignet bzw. erreicht nur unzureichende Schußweiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die beson
ders zum Abschießen eines schweren Balls, wie eines Fußballs, Volleyballs, Handballs,
Basketballs oder Rugbyballs, geeignet ist bzw. mit der große Schußweiten, insbeson
dere über 20 m, erreichbar sind, wobei die Vorrichtung insbesondere bei einfachem
und entsprechend preiswertem Aufbau sehr leistungsfähig ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung mit den eingangs genann
ten Merkmalen dadurch gelöst, daß die Betätigungseinrichtung so ausgebildet ist, daß
das Stoßelement sowohl durch die Federkraft des Federelements als auch durch eine
vom Betätigungsmittel erzeugte Kraft in Stoßrichtung beschleunigbar ist.
Durch die vorschlagsgemäße Lösung werden die Federkraft des Federelements und
die vom Betätigungsmittel bereitgestellte Kraft überlagert, wodurch eine besonders
starke Beschleunigung des Stoßelements erreichbar ist. Auf diese Weise kann die
durch das Betätigungsmittel zur Verfügung gestellte und zum Spannen des Feder
elements ohnehin erforderliche Kraft zum Beschleunigen des Stoßelements
verwendet und hierdurch nahezu verdoppelt werden. So ist eine Stoßeinrichtung
realisierbar, die bei einfachem und entsprechend preiswertem Aufbau sehr leistungs
fähig ist.
Ein wesentlicher Aspekt ist auch, daß die Vorrichtung eine Stoßeinrichtung mit einem
Stoßelement zum Beschleunigen des Balls durch zumindest kurzzeitiges Anschieben
aufweist. Dies bietet den Vorteil, daß sehr effektiv Energie und Impuls vom Stoßele
ment auf den abzuschießenden Ball übertragen werden, da das Stoßelement beim
Vortreiben des Balls unmittelbar an diesem anliegt und so eine formschlüssige Über
tragung auf den Ball realisiert werden kann. Hierbei kann sich das Stoßelement über
einen großen Teil seines Beschleunigungsweges unabhängig vom Ball bewegen und
erst nach Zurücklegen einer bestimmten Strecke auf den Ball auftreffen, um diesen
dann in ähnlicher Weise abzuschießen, wie dies beispielsweise durch einen Fußball
spieler erfolgt. Es ist aber auch möglich, daß das Stoßelement den Ball über eine län
gere Strecke oder gar über seinen gesamten Beschleunigungsweg hinweg vor sich
her treibt, bis sich der Ball von dem Stoßelement trennt und sich von da ab aufgrund
seiner eigenen kinetischen Energie fortbewegt.
Wenn das Stoßelement zuerst beschleunigt wird und dann auf den Ball auftrifft, um
diesen abzuschießen, also Energie auf diesen zu übertragen, überlagern sich ver
schiedene Effekte. So wird bei einem elastischen Ball ein im wesentlichen elastischer
Stoß mit einer entsprechenden Energie- und Impulsübertragung vom Stoßelement auf
den Ball erhalten. Weiter kann auf den Ball während des Stoßvorgangs, also während
der gemeinsamen Bewegung von Stoßelement und Ball, zusätzliche Energie vom
Stoßelement auf den Ball übertragen werden, wenn währenddessen eine äußere Kraft
auf das Stoßelement in Stoßrichtung wirkt.
Es hat sich gezeigt, daß beispielsweise ein üblicher Fußball etwa 50 m oder sogar
noch weiter von der Vorrichtung geschossen werden kann. So ist die vorschlagsge
mäße Vorrichtung beispielsweise dafür prädestiniert, beim Fußballspiel sehr weite
Eckbälle zu simulieren, um das Abwehrverhalten vor dem Tor trainieren zu können.
Aufgrund der hohen Schußkraft, die mit der vorschlagsgemäßen Vorrichtung erreich
bar ist, eignet sich die Vorrichtung auch hervorragend für das Training eines Torwarts
beim Elfmeterschießen.
Sehr große Schußweiten und/oder Schußstärken werden bei einem üblichen Fußball
vorzugsweise dadurch erreicht, daß das Stoßelement auf mindestens 10 m/s, vorzugs
weise auf mehr als 20 m/s, bei einem Gewicht von mindestens 100 g, vorzugsweise
200 g oder mehr, beschleunigbar ist.
In bevorzugter Ausführung ist das Stoßelement im wesentlichen der Spitze eines
Fußballschuhs od. dgl. nachgebildet, um das beim normalen Spielen erfolgende Ab
schießen des Balls weitgehend nachzuempfinden. So weist das Stoßelement vor
zugsweise eine auf den Ball auftreffende Stirnfläche auf, die gewölbt ist. Beispiels
weise ist hierzu das Stoßelement halbkugelförmig ausgebildet.
Ein sehr einfacher und robuster Aufbau der Stoßeinrichtung ergibt sich dadurch, daß
vorzugsweise eine Betätigungseinrichtung zur Bewegung des Stoßelements vorge
sehen ist, die pneumatisch betreibbar ist.
Wenn das Federelement, beispielsweise eine Schraubenfeder, in vorgespanntem Zu
stand in die Betätigungseinrichtung eingebaut ist, ergibt sich eine über den gesamten
Beschleunigungsweg des Stoßelements in Stoßrichtung wirkende Federkraft, die den
Beschleunigungsvorgang unterstützt, so daß eine dementsprechend hohe Leistungs
fähigkeit der Stoßeinrichtung erreichbar ist.
Durch Variation der Vorspannung ist es dabei möglich, die von der Betätigungsein
richtung auf das Stoßelement und damit auf den abzuschießenden Ball erfolgende
Energie- und Impulsübertragung zu variieren.
Entsprechend ist die auf den Ball erfolgende Energie- und Impulsübertragung auch
dadurch variierbar, daß die von dem Betätigungsmittel bereitgestellte und in Stoßrich
tung des Stoßelements wirkende Kraft einstellbar ist. Dies kann besonders einfach bei
Verwendung eines Pneumatikzylinders als Betätigungsmittel dadurch erfolgen, daß
der auf den Pneumatikzylinder einwirkende Gasdruck einstellbar ist.
Bei Verwendung eines doppelt wirkenden Pneumatikzylinders, der in einer Wir
kungsrichtung das Federelement spannt und gleichzeitig das Stoßelement in seine
bezüglich der Stoßrichtung rückwärtige Lage bewegt und in der anderen Wirkungs
richtung das Stoßelement zusammen mit dem Federelement in Stoßrichtung be
schleunigt, oder bei Verwendung zweier jeweils nur in einer Richtung wirkender
Pneumatikzylinder in entsprechender Weise ist es auch möglich, die Beschleuni
gungsenergie des Stoßelements und damit die auf den Ball zu übertragende Energie
und die Ballgeschwindigkeit zu variieren, indem ein Drosselventil mit einstellbarer
Drosselwirkung der beim Beschleunigen des Stoßelements zu entlüftenden Seite des
doppelt wirkenden Pneumatikzylinders bzw. dem in entgegengesetzter Richtung
wirkenden Pneumatikzylinder zugeordnet wird.
Gemäß einer sehr einfach zu realisierenden Ausgestaltung weist die Stoßeinrichtung
einen verschwenkbaren Arm auf, der an seinem freien Ende das Stoßelement trägt.
Hierbei kann das Stoßelement am Schwenkarm befestigt oder von diesem gebildet
sein.
Um eine sehr hohe Genauigkeit der Schußrichtung in horizontaler Richtung zu errei
chen, ist die Schwenkachse des Arms vorzugsweise im wesentlichen horizontal aus
gerichtet.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß die
Stoßeinrichtung eine Sicherungseinrichtung umfaßt, so daß das Stoßelement in einer
bezüglich der Stoßrichtung rückwärtigen Lage festlegbar ist. Diese beispielsweise
einen durch einen Elektromagneten lösbaren Fanghaken aufweisende Sicherungs
einrichtung ermöglicht es, das Stoßelement unter Spannen des Federelements der Be
tätigungseinrichtung durch beispielsweise pneumatische Betätigungsmittel in seine
rückwärtige Lage zu bringen und dort durch die Sicherungseinrichtung zumindest so
lange festzulegen, bis das Betätigungsmittel durch entsprechende Beaufschlagung
mit Druckluft eine in Stoßrichtung wirkende Kraft bereitstellt, so daß dann nach Lö
sen der Sicherungseinrichtung das Stoßelement unter der Einwirkung sowohl der Fe
derkraft des Federelements als auch der Beschleunigungskraft des Betätigungsmittels
in Stoßrichtung beschleunigt wird, um den abzuschießenden Ball mit entsprechend
hoher Energie und entsprechend hohem Impuls anzuschieben. Das Lösen der Siche
rungseinrichtung kann beispielsweise auf ein von einem Zufallsgenerator erzeugtes
Auslösesignal hin, ferngesteuert oder nach Ablauf einer vorgebbaren Zeitspanne er
folgen.
Um eine hohe Beschleunigung des Balls sicherzustellen, ist vorgesehen, daß das Stoß
element einen bestimmten Weg, vorzugsweise mindestens 5 cm, gemeinsam mit dem
Ball zurücklegt. Dabei ist es günstig, wenn ein den Ball bei dieser Bewegung führen
des Führungselement sich im wesentlichen nur in dieser Stoßrichtung erstreckende
Führungsschienen aufweist, um eine möglichst effektive und verlustfreie
Energie- und Impulsübertragung vom Stoßelement auf den Ball zu ermöglichen.
Dementsprechend ist zur Einstellung bzw. Verstellung der Schußrichtung vorgese
hen, daß der Auftreffpunkt des Stoßelements auf den Ball in der Abschußposition
verstellbar ist, wobei das Führungselement relativ zum Stoßelement im wesentlichen
nur parallel zur Bewegungsrichtung oder -ebene des Stoßelements, insbesondere ho
rizontal und/oder vertikal, verstellbar ausgebildet ist. So genügt eine bereits geringe
vertikale Verstellung des Auftreffpunkts in vertikaler Richtung, um die Steigung der
Flugbahn des Balls zu verändern. Entsprechendes gilt bei einer Veränderung des
Auftreffpunkts in horizontaler Richtung bezüglich der Festlegung der Flugrichtung
in horizontaler Richtung.
Um nacheinander mehrere Bälle bei Bedarf auch selbsttätig nacheinander abschießen
zu können, weist die Vorrichtung vorzugsweise eine mehrere Bälle aufnehmende
Ballzuführeinrichtung auf.
Hierbei ist es günstig, wenn die Stoßeinrichtung einen Sensor umfaßt, der detektiert,
ob sich ein Ball in der Abschußposition befindet, wobei die Stoßeinrichtung dann
idealerweise so ausgebildet ist, daß ein neuer Stoß des Stoßelements nur dann erfol
gen kann, wenn der Sensor erkannt hat, daß sich ein Ball in der Abschußposition be
findet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand der Zeichnung eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung
zum Abschießen eines Balls;
Fig. 2 eine schematisierte Ausschnittsvergrößerung von Fig. 1 mit teilweise ent
fernter Seitenwand zur Illustration des Aufbaus einer Stoßeinrichtung
der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung von Fig. 2, die die gemeinsame Bewe
gung eines Stoßelements der Stoßeinrichtung nach Fig. 2 und eines Balls
während des Stoßvorgangs illustriert; und
Fig. 4 eine vereinfachte Vorderansicht, die einen Ball in Abschußposition zeigt.
In den Fig. 1 bis 4 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer vorschlagsgemäßen
Vorrichtung 10 zum Abschießen eines Balls 12, wie eines Fußballs, Volleyballs, Bas
ketballs, Handballs, Rugbyballs oder eines sonstigen im wesentlichen rotationssym
metrischen Wurfelements, dargestellt.
Die Vorrichtung 10 umfaßt eine Stoßeinrichtung 14 mit einem Stoßelement 16 zum
Beschleunigen des Balls 12 durch zumindest kurzzeitiges Anschieben desselben, wie
beispielhaft in Fig. 3 dargestellt.
Das Stoßelement 16 ist beim Darstellungsbeispiel halbkugelförmig ausgebildet und
weist dementsprechend eine gewölbte Stirnfläche 18 auf, die auf den Ball 12 auftrifft,
wie in Fig. 3 dargestellt. Das Stoßelement 16 ist hier aus einem gummielastischen Ma
terial, wie Gummi oder synthetischem Kautschuk, mit einer Shore-Härte von vor
zugsweise etwa 60 hergestellt.
Die Stoßeinrichtung 14 weist zum Bewegen des Stoßelements 16 eine Betätigungs
einrichtung 20 auf, die ein Federelement 22, welches hier durch eine Schraubenfeder
gebildet ist, und ein Betätigungsmittel 24, das hier durch einen doppelt wirkenden
Pneumatikzylinder gebildet ist, umfaßt. Mittels der Betätigungseinrichtung 20 ist das
Stoßelement 16 alternierend bewegbar, wie durch Doppelpfeil 26 in Fig. 2 angedeu
tet.
Beim Darstellungsbeispiel wird der Pneumatikzylinder von einem Druckluftbehälter
28, der von einem elektromotorisch angetriebenen Kompressor 30 nachfüllbar ist, mit
Druckluft versorgt. Der Pneumatikzylinder greift beim Darstellungsbeispiel nicht di
rekt am Stoßelement 16 sondern an einem um eine im wesentlichen horizontale Achse
verschwenkbaren Arm 32 an, der an seinem freien Ende das Stoßelement 16 trägt. Die
Betätigungseinrichtung 20 bzw. das hier durch den Pneumatikzylinder gebildete Be
tätigungsmittel 24 dient einem Verschwenken des Arms 32.
Das Federelement 22 ist so angeordnet, daß seine Federkraft ein Verschwenken des
Arms 32 in Stoßrichtung 27 bewirkt. Dementsprechend hat das Betätigungsmittel 24
beim Zurückbewegen des Stoßelements 16 entgegen der Stoßrichtung 27 die Feder
kraft des Federelements 22 zu überwinden und spannt dabei dieses. Beim Vorbewe
gen des Stoßelements 16 wirken dann sowohl die Federkraft des Federelements 24
als auch die Kraft des Betätigungsmittels 24 in Stoßrichtung 27, sie addieren sich
also. Bei entsprechender Auslegung des Federelements 22 ist es daher möglich, die
von dem Betätigungsmittel 24 bereitgestellte Kraft zum Beschleunigen des Stoßele
ments 16 in Stoßrichtung 27 nahezu zu verdoppeln.
Beim Darstellungsbeispiel ist das Federelement 22 durch eine Schraubenfeder gebil
det. Um eine möglichst hohe Federkraft über den gesamten Bewegungsweg des
Stoßelements 16 hinweg zu erreichen, ist die Schraubenfeder in vorgespanntem Zu
stand eingebaut. Dies bedeutet, daß die Schraubenfeder selbst bei am Bewegungsen
de in Stoßrichtung befindlichem Stoßelement 16 - also bei nach vorne bzw. vollstän
dig in Stoßrichtung 27 geschwenktem Arm 32 - die Schraubenfeder nicht vollständig
entspannt ist.
Um einen kompakten und einfachen Aufbau der Betätigungseinrichtung 20 zu errei
chen, umgibt hier die Schraubenfeder eine Kolbenstange des Pneumatikzylinders und
stützt sich einerseits an einem Gehäuse des Pneumatikzylinders und andererseits an
der Kolbenstange ab.
Der Arm 32 bildet beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine Übersetzung zwi
schen dem Arbeitsweg der Betätigungseinrichtung 20 und der Bewegung des Stoße
lements 16. Selbstverständlich kommen hier auch andere konstruktive Lösungen in
Betracht, und je nach Ausbildung und Auslegung der Betätigungseinrichtung 20
kann diese auch unmittelbar am Stoßelement 16 angreifen.
Die Stoßeinrichtung 14 umfaßt weiter eine Sicherungseinrichtung 34, die einen von
einem Elektromagneten 36 wieder lösbaren Fanghaken 38 aufweist. Die Sicherungs
einrichtung 34 dient einem zeitweise Festlegen des Stoßelements 16 bzw. des Arms
32 in einer rückwärtigen Lage bei gespanntem Federelement 22. Hierzu ist der Fang
haken 38 so ausgebildet, daß der von dem Betätigungsmittel 24 zurückbewegte -
also entgegengesetzt der Stoßrichtung 27 bewegte - Arm 32 in einer rückwärtigen
Lage selbsttätig gefangen und dort festgehalten wird, bis der Elektromagnet 36 den
Eingriff zwischen dem Fanghaken 38 und dem Arm 32, beispielsweise durch Anhe
ben des Fanghakens 38, wieder löst.
Die Stoßeinrichtung 14 umfaßt des weiteren eine Steuereinheit 40, die u. a. die Siche
rungseinrichtung 34 und die Betätigungseinrichtung 20 steuert. Die Steuerung der
Sicherungseinrichtung 34 erfolgt hier dadurch, daß die Steuereinheit 40 den Elektro
magneten 36 je nach Bedarf mit Strom versorgt. Die Steuerung der Betätigungsein
richtung 20 durch die Steuereinheit 40 erfolgt beim Darstellungsbeispiel über eine
von der Steuereinheit 40 elektrisch betätigbare Ventilanordnung 42, die dem Pneu
matikzylinder zugeordnet ist, so daß Druckluft aus dem Druckluftbehälter 28 dem
doppelt wirkenden Pneumatikzylinder zum wählweisen Bewegen des Arms 32 bzw.
des Stoßelements 16 in oder entgegen der Stoßrichtung 27 zuführbar ist.
Die Vorrichtung 10 weist ein Führungselement 44 auf, das den abzuschießenden Ball
12 in einer Abschußposition hält und eine Führung für den Ball 12 zumindest für den
Beschleunigungsweg, bei dem sich der Ball 12 und das Stoßelement 16 gemeinsam
bewegen, wie in Fig. 3 dargestellt, bildet. Das Führungselement 44 ist hier durch zwei
parallele, voneinander beabstandete Führungsschienen 46 gebildet, auf denen der
Ball 12 aufliegt. Das Führungselement 44 führt den Ball 12 im wesentlichen in Rich
tung der Stoßrichtung 27 des Stoßelements 16. Hierzu verlaufen die Führungsschie
nen 44 im wesentlichen in Stoßrichtung 27 und im wesentlichen horizontal.
Das Führungselement 44 ist sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung
quer zur Stoßrichtung 27 mittels nicht dargestellter Gewindespindeltriebe parallel
verstellbar gelagert.
Die Vorrichtung 10 weist weiter eine Ballzuführeinrichtung 48 auf, die eine Aufnah
me von mehreren abzuschießenden Bällen 12 dient und hier in Form einer wendel
förmigen Schrägbahn ausgebildet ist, auf der aufgelegte Bälle 12 nacheinander zur
Abschußposition rollen.
An der Vorrichtung 10 ist ein Sensor 50 angebracht, der detektiert, ob sich ein Ball 12
in der Abschußposition auf dem Führungselement 44 befindet. Der Sensor 50 kann
beispielweise in Form eines Tasters, eines berührungslosen Näherungsschalters od. dgl.
ausgebildet sein. Der Sensor 50 ist an die Steuereinheit 40 angeschlossen, so daß
die Stoßeinrichtung 14 nur dann einen Stoß ausführt, wenn sich tatsächlich ein Ball
12 in der Abschußposition auf dem Führungselement 44 befindet.
Nachfolgend werden der Einsatz und die Funktionsweise der vorschlagsgemäßen
Vorrichtung 10 näher erläutert.
Ausgehend von einer vorderen Lage des Stoßelements 16, wie in Fig. 2 mit durchge
zogenen Linien dargestellt, wird der Arm 32 durch eine entsprechende Beaufschla
gung des Pneumatikzylinders mit Druckluft gegen die Kraft des Federelements 22 in
eine rückwärtige Lage entgegen der Stoßrichtung 27 bewegt, bis der Fanghaken 38
der Sicherungseinrichtung 34 am Arm 32 zum Eingriff kommt, was mittels eines nicht
dargestellten Sensors von der Steuereinheit 40 detektierbar ist. Anschließend wird
der Pneumatikzylinder der Betätigungsmittel 24 in entgegengesetzter Richtung mit
Druckluft durch eine entsprechende Ansteuerung der Ventilanordnung 42 von der
Steuereinheit 40 beaufschlagt, um eine in Stoßrichtung 27 wirkende Beschleuni
gungskraft der Betätigungsmittel 24 zur Verfügung zu stellen. Zur Einstellung dieser
Kraft ist der auf den Pneumatikzylinder wirkende Luftdruck vorzugsweise beispiel
weise mittels eines nicht dargestellten und von der Steuereinheit 40 angesteuerten
Druckreglers oder Druckminderers vorgebbar. Wichtig ist, daß die Ventilanordnung
42 dabei den entgegen der Stoßbewegung wirkenden Teil des Pneumatikzylinders
entlüftet.
Trotz Beaufschlagung des Arms 32 mit der von dem gespannten Federelement 22 be
reitgestellten Federkraft und der in Beschleunigungsrichtung wirkenden Kraft des
Betätigungsmittels 24 in Form des Pneumatikzylinders wird der Arm 32 und damit
auch das Stoßelement 16 so lange in der rückwärtigen Lage gehalten, bis die Siche
rungseinrichtung 34 den Arm 32 freigibt. Dies ermöglicht, daß der Pneumatikzylinder
mit einem sehr hohen, die Stoßbewegung des Stoßelements 16 bewirkenden bzw. un
terstützenden Luftdruck beaufschlagbar ist, bevor sich der Arm 32 mit dem Stoßele
ment 16 tatsächlich in Stoßrichtung 27 bewegt.
Weiter wird der Arm 32 zumindest so lange in seiner rückwärtigen gesicherten Lage
von der Sicherungseinrichtung 34 gehalten, bis der Sensor 50 festgestellt hat, daß
sich ein Ball 12 in der Abschußposition, also auf dem Führungselement 44 befindet.
Frühestens ab diesem Zeitpunkt gibt die Steuereinheit 40 den Arm dadurch frei, daß
der Elektromagnet 36 den Fanghaken 38 aus dem Eingriff mit dem Arm 32 löst. Vor
zugsweise erfolgt die Auslösung - also das Abschießen des Balls 12 - jedoch nicht
unmittelbar nachdem die Vorrichtung 10 schußbereit ist. Vielmehr sieht das erfin
dungsgemäße Ausführungsbeispiel verschiedene Betriebsmodi vor, die später näher
erläutert werden.
Nach Freigabe des Arms 32 durch die Sicherungseinrichtung 34 erfolgt eine Be
schleunigung zum Ball 12 hin in Stoßrichtung 27 entsprechend den auf den Arm 32
einwirkenden Kräften, nämlich der Federkraft des Federelements 22 und der von dem
Betätigungsmittel 24 bzw. dem Pneumatikzylinder bereitgestellten Beschleuni
gungskraft. Kurz vor dem Ende des Beschleunigungsweges trifft dann das Stoßele
ment 16 mit seiner gewölbten Stirnfläche 18 auf den in der Abschußposition befindli
chen Ball 12, wie in der Ausschnittsvergrößerung gemäß Fig. 3 strichpunktiert darge
stellt. Anschließend bewegt sich das Stoßelement 16 gemeinsam mit dem Ball 12 unter
entsprechender Impuls- und Energieübertragung auf den Ball 12 in Stoßrichtung 27
um eine Wegstrecke L weiter, bis der Arm 32 am Ende seines begrenzten Bewe
gungsspielraums ankommt. Hierbei kann sich der Arm 32 ggf. auch zwischen die be
abstandeten Führungsschienen 46 des Führungselementes 44 bewegen. Beim Dar
stellungsbeispiel trifft der Arm 32 am Ende seiner Bewegung in Stoßrichtung 27 auf
nicht näher gekennzeichnete Gummipuffer und/oder einen Stoßdämpfer, die die Rest
energie des Stoßelements 16 und des Arms 32 aufnehmen. Von da ab bewegt sich der
durch das Stoßelement 16 angeschobene Ball 12 aufgrund seiner eigenen kinetischen
Energie selbständig weiter, wobei das Führungselement 44 so ausgebildet ist, daß der
Ball 12 nahezu unmittelbar, nachdem das Stoßelement 16 seine vordere Endlage er
reicht hat, die Führung des Führungselements 44 verläßt und frei fliegt.
Nachdem das Stoßelement 16 anschließend wieder durch Zurückschwenken des
Arms 32 aus der Abschußposition herausbewegt worden ist, der voranstehend be
schriebene Ablauf also von neuem beginnt, kann der nächste von der Ballzuführein
richtung 48 gehaltene Ball 12 in die Abschußposition auf dem Führungselement 44
nachrücken, was durch den Sensor 50 detektiert wird.
Die Schußrichtung sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung wird durch
den Auftreffpunkt des Stoßelements 16 auf den Ball 12 bestimmt. Durch entspre
chende Parallelverschiebung des Führungselements 44 in horizontaler und/oder ver
tikaler Richtung quer zu der im wesentlichen horizontal verlaufenden Stoßrichtung
27 erfolgt beim Darstellungsbeispiel die Variierung der Schußrichtung der Vorrich
tung 10. Hierbei hat es sich gezeigt, daß beispielsweise eine Verschiebung um ± 20 mm
sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung genügt, um beispielsweise
die gesamte Fläche eines Fußballtors bei am Elfmeterpunkt aufgestellter Vorrichtung
10 überstreichen zu können. Die Parallelverstellung des Führungselements 44 hat
zudem die Vorteile, daß für Spieler nicht erkennbar ist, in welche Richtung der näch
ste Schuß erfolgt und daß auch bei verhältnismäßig schräg verlaufenden Schüssen
eine äußerst effektive Energieübertragung vom Stoßelement 16 auf den Ball 12 er
reicht wird. Die Verstellung des Auftreffpunkts des Stoßelements 16 auf den Ball 12
wird vorzugsweise durch am Führungselement 44 angreifende Kugelumlaufspindeln
erreicht, die von Schrittmotoren betätigt werden, so daß der Auftreffpunkt sehr genau
und mit guter Wiederholbarkeit einstellbar ist. Beim Darstellungsbeispiel wird die Ver
schiebung des Führungselements 44 in horizontaler und vertikaler Richtung auch
von der Steuereinheit 40 gesteuert.
Die Steuereinheit 40 kann verschiedene Betriebsarten aufweisen. So erfolgt in einer
ersten Betriebsart jeweils eine Einzelauslösung eines Schusses durch eine Bedienper
son. Diese Auslösung kann beispielsweise ferngesteuert mittels eines nicht dargestell
ten Infrarotsenders od. dgl. erfolgen. Hierbei gibt die Steuereinheit 40 dann jeweils
den Arm 32 durch Lösen des Fanghakens 38 frei, wenn ein entsprechendes Auslöse
signal empfangen worden ist. Vorzugsweise sind hierbei die weiteren Schußparame
ter, wie Schußrichtung und Schußstärke bzw. Schußweite, durch entsprechende Ein
stellung des Auftreffpunktes des Stoßelements 16 auf den Ball 12 und durch Einstel
lung der von dem Betätigungsmittel 24 bereitgestellten Beschleunigungskraft von
der Bedienperson idealerweise auch ferngesteuert vorgebbar und bei Bedarf verän
derbar.
In einem zweiten Betriebsmodus erfolgt der Ablauf programmgesteuert, wobei die
Steuereinheit 40 durch Abarbeitung eines entsprechenden Programms dann bei
spielsweise zufallsgesteuert oder in vorgegebenen Abläufen Schußrichtung, Schuß
folge und Schußweite bzw. Schußstärke variiert, wobei die Auslösung eines neuen
Schusses ggf. auch erst nach Eingabe eines externen Auslösesignals durch eine Be
dienperson erfolgen kann.
Bei Bedarf kann die Vorrichtung 10 eine vorzugsweise rückwärtig angebrachte An
zeige 52 aufweisen, die einer Bedienperson den Zustand der Vorrichtung 10 und bei
spielsweise die Schußrichtung und -weite des nächsten Schusses im voraus anzeigt.
Dies hat den Vorteil, daß beispielsweise die Bedienperson oder Zuschauer im Gegen
satz zu Spielern sehen können, wohin der nächste Schuß geht.
Beim Darstellungsbeispiel ist die Vorrichtung 10 auf einem Pkw-Anhänger aufgebaut,
so daß die Vorrichtung 10 einerseits auf einem Spielfeld sehr leicht verfahrbar und
andererseits auch über weitere Strecken sehr gut transportabel ist. Somit ergibt sich
eine universelle Einsetzbarkeit der Vorrichtung 10. Alternativ kann die Vorrichtung
10 aber auch beispielsweise tragbar oder in sonstiger Weise verfahrbar ausgebildet
sein.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß die im einzelnen nicht bezeichneten Transporträder
der Vorrichtung 10 versenkbar bzw. anhebbar sind, so daß die Vorrichtung 10 unmit
telbar auf dem Boden aufsetzbar ist, wodurch beim Betrieb der Vorrichtung 10 ein
sehr stabiler Stand und dementsprechend eine hohe Schußgenauigkeit ermöglicht
werden. Die Anhebbarkeit der Transporträder wird insbesondere dadurch realisiert,
daß die Transporträder mittels eines Schwenkarms bzw. eines Exzenters in ihrer Lage
verstellbar sind.
Ein einfaches Transportieren kann dadurch erleichtert werden, daß die beim Darstel
lungsbeispiel oben angeordnete Ballzuführeinrichtung 48 zu Transportzwecken de
montierbar ist.
Weiterhin weist die Vorrichtung 10 vorzugsweise ein Ballreservoir zur Aufnahme ei
ner Vielzahl von Bällen 12 auf, so daß diese sehr einfach zusammen mit der Vorrich
tung 10 transportierbar sind.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung umfaßt die Vorrichtung 10 eine Einrichtung
zum Aufblasen von Bällen 12. Dies ist hier besonders einfach realisierbar, da die Vor
richtung 10 ohnehin einen Druckluftbehälter 28 aufweist, an den die genannte Ein
richtung dann anschließbar ist.
Aufgrund der Verfahrbarkeit der Vorrichtung 10 ist es außerdem vorteilhaft, wenn die
Vorrichtung 10 eine zusätzliche Einrichtung aufweist, um die Neigung der Vorrich
tung 10, des Führungselements 44 und/oder der Ballzuführeinrichtung 48 unabhän
gig von der Bodenneigung einstellen zu können.
Die dargestellte Vorrichtung 10 benötigt lediglich eine Stromversorgung, da der elek
trisch betriebene Kompressor 30 die hier erforderliche Druckluft zur Verfügung stellt.
Bei Bedarf kann die Vorrichtung 10 auch ein eigenes Stromaggregat umfassen, so daß
die Vorrichtung 10 völlig unabhängig von einer Fremdenergieversorgung ist.
Mit der dargestellten Vorrichtung 10 ist es möglich, übliche Fußbälle zwischen 10 und
60 m weit bei Abschußgeschwindigkeiten von bis zu etwa 22 m/s zu schießen. Hier
bei hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Gewicht des Stoßelements mindestens
etwa 200 g beträgt und die Auftreffgeschwindigkeit des Stoßelements 16 auf den
Ball 12 mehr als 20 m/s erreichen kann.
In einer Ausführungsvariante ist die Vorrichtung 10 so ausgebildet, daß das Stoßele
ment 16 auswechselbar ist. Hierzu ist das Stoßelement 16 beim Darstellungsbeispiel
lösbar am Arm 32 befestigt, beispielsweise durch Anschrauben. Diese Austauschbar
keit des Stoßelements 16 ermöglicht es, bei auftretendem Verschleiß ein neues Stoß
element 16 einzusetzen. Weiter ergibt sich die Möglichkeit, ein beispielsweise in
seiner Form, seinem Gewicht und/oder seinem Material optimal an die Eigenschaften
eines abzuschießenden Balls 12 und/oder an das gewünschte Schußverhalten, wie
Geschwindigkeit, Drall oder dgl., angepaßtes Stoßelement 16 bei minimalem Aufwand
vor Ort in die Vorrichtung 10 einzubauen.
Die Stoßeinrichtung 14 und andere, Personen evtl. gefährdende und/oder empfindli
che Einrichtungen und Komponenten sind zur Verhinderung von Unfällen und Be
schädigungen zumindest weitgehend von einem Gehäuse der Vorrichtung 10 umge
ben.
In einer Ausführungsvariante umfaßt die Ballzuführeinrichtung 48 ein Fangnetz, das
beispielsweise an der Vorrichtung 10 angebracht und derartig ausgebildet ist, daß von
der Vorrichtung 10 zu verschießende Bälle 12 von Spielern in das Fangnetz geschos
sen oder geworfen werden können, die sich dann in der Schrägbahn oder einem son
stigen Magazin sammeln und nacheinander in die Abschußposition auf das Füh
rungselement 44 rollen. So wird eine besonders einfache Beschickung der Vorrich
tung 10 mit Bällen 12 ermöglicht.
Abweichend vom dargestellten und voranstehend beschriebenen Ausführungsbei
spiel ist es auch möglich, die Vorrichtung 10 so auszubilden, daß die Abschußposition
für Bälle 12 möglichst weit unten, also möglichst nahe am Boden liegt. Hierbei ist der
verschwenkbare Arm 32 dann beispielsweise an seinem obenliegenden Ende gela
gert. Die untenliegende Abschußposition hat den Vorteil, daß Schüsse, wie sie bei
spielsweise beim Fußballspielen auftreten, besonders realitätsnah nachempfunden
werden können.
Eine Weiterbildung, die eine besonders komfortable Bedienung ermöglicht, sieht vor,
daß die Steuerung über einen durch Berührung oder Annäherung Schaltfunktionen
ausführenden Bildschirm, also einen sog. Touch-Screen, erfolgt. Auf dem Bildschirm
ist dann beispielsweise ein Tor dargestellt und durch Antippen eines gewünschten
Zielbereichs innerhalb des Tores kann festgelegt werden, wohin der nächste Schuß
der Vorrichtung 10 gerichtet wird. Die Umsetzung erfolgt beispielsweise mittels einer
speicherprogrammierbaren Steuerung, die eine entsprechende Verstellung des Auf
treffpunkts des Stoßelements 16 auf den Ball 12 und eine ggf. erforderliche Einstel
lung der vom Stoßelement 16 auf den Ball 12 zu übertragenden Beschleunigungs
energie bewirkt. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders einfache, intuitive Be
dienbarkeit der Vorrichtung 10.
Anstelle eines druckluftbetriebenen Betätigungsmittels 24 sieht eine Ausführungsal
ternative ein hydraulisches Betätigungsmittel in Form eines Hydraulikzylinders vor.
Hierbei dient der Hydraulikzylinder vorzugsweise nur einem Spannen des Federele
ments 22, das, um eine entsprechend große Beschleunigungskraft bereitstellen zu
können, vorzugsweise durch ein Federpaket oder dergl. gebildet ist. Dementspre
chend genügt hier ein einfach wirkender Hydraulikzylinder. Der zur Betätigung des
Hydraulikzylinders erforderliche Hydraulikdruck wird bei dieser Ausführungsalter
native durch eine vorzugsweise batteriebetriebene Hydraulikpumpe bereitgestellt. So
ist die Vorrichtung 10 von einer Fremdenergieversorgung zumindest für eine gewisse
Zeit völlig unabhängig. Die Batterie kann beispielsweise nachts mit Hilfe eines ggf.
eingebauten Ladegerats wieder aufgeladen werden.
Da ein hohes Gewicht für die Standsicherheit der Vorrichtung 10 vorteilhaft ist, kann
eine Batterie sehr großer Kapazität mit einem dementsprechend großen Gewicht ver
wendet werden.
Bezugszeichenliste
10 Vorrichtung
12 Ball
14 Stoßeinrichtung
16 Stoßelement
18 Stirnfläche
20 Betätigungseinrichtung
22 Federelement
24 Betätigungsmittel
26 Doppelpfeil
27 Stoßrichtung
28 Druckluftbehälter
30 Kompressor
32 Arm
34 Sicherungseinrichtung
36 Elektromagnet
38 Fanghaken
40 Steuereinheit
42 Ventilanordnung
44 Führungselement
46 Führungsschiene
48 Ballzuführeinrichtung
50 Sensor
52 Anzeige
12 Ball
14 Stoßeinrichtung
16 Stoßelement
18 Stirnfläche
20 Betätigungseinrichtung
22 Federelement
24 Betätigungsmittel
26 Doppelpfeil
27 Stoßrichtung
28 Druckluftbehälter
30 Kompressor
32 Arm
34 Sicherungseinrichtung
36 Elektromagnet
38 Fanghaken
40 Steuereinheit
42 Ventilanordnung
44 Führungselement
46 Führungsschiene
48 Ballzuführeinrichtung
50 Sensor
52 Anzeige
Claims (35)
1. Vorrichtung (10) zum Abschießen eines Balls (12), insbesondere eines Fußballs,
mit einer Stoßeinrichtung (14) mit einem Stoßelement (16) zum Beschleunigen
des Balls (12) durch zumindest kurzzeitiges Anschieben, wobei die Stoßeinrich
tung (14) eine Betätigungseinrichtung (20) zum Bewegen des Stoßelements
(16) umfaßt, wobei die Betätigungseinrichtung (20) ein Federelement (22) und
ein Betätigungsmittel (24) umfaßt und so ausgebildet ist, daß einerseits das Fe
derelement (22) gegen seine Federkraft mittels des Betätigungsmittels (24)
spannbar und andererseits das Stoßelement (16) durch die Federkraft des Fe
derelements (22) in Stoßrichtung (27) beschleunigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (20) so ausgebildet ist, daß das Stoßelement (16)
sowohl durch die Federkraft des Federelements (22) als auch durch eine vom
Betätigungsmittel (24) erzeugte Kraft in Stoßrichtung (27) beschleunigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
(10) so ausgebildet ist, daß ein Ball (12) mit einer Masse von mindestens 500 g
mindestens 30 m, vorzugsweise etwa 50 m, weit schießbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Stoßeinrichtung (14) so ausgebildet ist, daß das Stoßelement (16) auf
mindestens 10 m/s, vorzugsweise mehr als 20 m/s, beschleunigbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Stoßelement (16) mindestens 100 g, vorzugsweise im wesentlichen
200 g, wiegt.
5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Stoßelement (16) eine auf den Ball (12) auftreffende gewölbte, vor
zugsweise einen Kugeloberflächenabschnitt bildende Stirnfläche (18) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Stoßelement (16) aus einem gummielastischen Material hergestellt
ist und vorzugsweise eine Shore-Härte von 30 bis 100, insbesondere von im we
sentlichen 60, aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Stoßeinrichtung (14) so ausgebildet ist, daß das Stoßelement (16) al
ternierend bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die von der Betätigungseinrichtung (20) auf das Stoßelement (16) über
tragbare Beschleunigungsenergie einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die von dem Betätigungsmittel (24) erzeugbare Beschleunigungsener
gie einstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Betätigungseinrichtung (20) einen vorzugsweise doppelt wirken
den Pneumatikzylinder als Betätigungsmittel (24) umfaßt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den
Pneumatikzylinder wirkende, das Stoßelement (15) beschleunigende Gasdruck
einstellbar und/oder begrenzbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
richtung einen Druckluftbehälter (28) und/oder einen Kompressor (30) zur Ver
sorgung des Pneumatikzylinders mit Druckluft und vorzugsweise zum Aufbla
sen des Balls (12) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Betätigungsmittel (24) einen Hydraulikzylinder zum Spannen des
Federelements (22) umfaßt und daß der Hydraulikzylinder durch eine vorzugs
weise batteriebetriebene Hydraulikpumpe mit dem erforderlichen Hydraulik
druck beaufschlagbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Federelement (22) durch mindestens eine Schraubenfeder gebildet
ist.
15. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Federelement (22) vorgespannt eingebaut ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungs
einrichtung (20) so ausgebildet ist, daß die Vorspannung des Federelements (22)
verstellbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Stoßeinrichtung (14) einen verschwenkbaren Arm (32) umfaßt, der
an seinem freien Ende das Stoßelement (16) trägt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenk
achse des Arms (32) im wesentlichen horizontal ausgerichtet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Betä
tigungseinrichtung (20) am Arm (32) zum Verschwenken desselben angreift.
20. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Stoßeinrichtung (14) eine Sicherungseinrichtung (34) umfaßt, so daß
das Stoßelement (16) in einer bezüglich der Stoßrichtung (27) rückwärtigen
Lage festlegbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungs
einrichtung (34) einen durch einen Elektromagneten (36) lösbaren Fanghaken
(38) aufweist, der bei einer bezüglich der Stoßrichtung (27) rückwärtigen Lage
des Stoßelements (16) eine Bewegung des Stoßelements (16) in Stoßrichtung
(27) selbsttätig sperrt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoß
einrichtung (14) eine Steuereinheit (40) umfaßt und so ausgebildet ist, daß die
Sicherungseinrichtung (34) nach dem Spannen des Federelements (22) das
Stoßelement (16) in seiner rückwärtigen Lage festlegt, bis das Betätigungsmittel
(24) eine das Stoßelement (16) in Stoßrichtung (27) beschleunigende Kraft be
reitstellt und/oder bis eine vorgebbare Zeitspanne abgelaufen und/oder bis ein
Auslösesignal eingegeben worden ist.
23. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) ein Führungselement (44) zum Halten des Balls
(12) in einer Abschußposition aufweist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungs
element (44) und die Stoßeinrichtung (14) so ausgebildet sind, daß das Stoßele
ment (16) beim Anschieben mindestens 5 cm, vorzugsweise im wesentlichen 5
bis 15 cm, weit gemeinsam mit dem Ball (12) bewegbar ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Füh
rungselement (44) im wesentlichen horizontal verlaufende Führungsschienen
(46) aufweist, die im wesentlichen parallel zu oder in der Bewegungsrichtung
oder -ebene des Stoßelements (16) verlaufen.
26. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) so ausgebildet ist, daß der Auftreffpunkt des Stoße
lements (16) auf den Ball (12) in der Abschußposition verstellbar ist.
27. Vorrichtung nach den Ansprüchen 23 und 26, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungselement (44) relativ zum Stoßelement (16) im wesentlichen nur parallel
zur Bewegungsrichtung oder -ebene des Stoßelements (16), insbesondere hori
zontal und/oder vertikal, verstellbar ausgebildet ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung
des Führungselements (44) mindestens eine Kugelumlaufspindel mit zugeordne
tem Schrittmotor vorgesehen ist.
29. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) eine mehrere Bälle (12) aufnehmende Ballzuführ
einrichtung (48) aufweist und so ausgebildet ist, daß mehrere Bälle (12) nach
einander abschießbar sind.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballzuführ
einrichtung (48) eine vorzugsweise gewendelte Schrägbahn umfaßt.
31. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) transportabel, insbesondere verfahrbar ausgebildet
ist.
32. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Stoßeinrichtung (14) einen Sensor (50) zur Detektion, ob sich ein
Ball (12) in der Abschußposition befindet, umfaßt.
33. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) so ausgebildet ist, daß die Schußrichtung, die
Schußfolge, die Schußweite und/oder die auf den Ball (12) übertragbare Energie
einstellbar sind.
34. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10) fernsteuerbar ist.
35. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung (10), insbesondere deren Steuereinheit (40), so ausge
bildet ist, daß die Schußweite, -richtung und/oder -folge programmgesteuert, zu
fallsgesteuert und/oder ferngesteuert variierbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702022A DE19702022C1 (de) | 1996-11-12 | 1997-01-22 | Vorrichtung zum Abschießen eines Balls |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29619573 | 1996-11-12 | ||
| DE29620484U DE29620484U1 (de) | 1996-11-12 | 1996-11-25 | Vorrichtung zum Abschießen eines Balls |
| DE19702022A DE19702022C1 (de) | 1996-11-12 | 1997-01-22 | Vorrichtung zum Abschießen eines Balls |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19702022C1 true DE19702022C1 (de) | 1998-04-09 |
Family
ID=26059614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702022A Expired - Fee Related DE19702022C1 (de) | 1996-11-12 | 1997-01-22 | Vorrichtung zum Abschießen eines Balls |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19702022C1 (de) |
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| WO1986005109A1 (fr) * | 1985-03-01 | 1986-09-12 | Kurt Scheiwiller | Procede et dispositif permettant le tir ajuste de ballons de football |
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- 1997-01-22 DE DE19702022A patent/DE19702022C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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