DE19702462C1 - Verfahren und Reinigungsanlage zum Reinigen von Tanks zur Lagerung von Ölprodukten - Google Patents
Verfahren und Reinigungsanlage zum Reinigen von Tanks zur Lagerung von ÖlproduktenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Tanks
zur Lagerung von Ölprodukten unter Rückgewinnung von nicht
pumpfähigem Öl, welches in dem Tank auf einem Boden eine
Rückstandschicht vorgegebener Schichtdicke bildet, wobei der
Tank eine Heizeinrichtung zur Erwärmung und Pumpbarmachung
des Öls aufweist, welche in einer die Schichtdicke der
darunter befindlichen Rückstandschicht vorgebenden Höhe
oberhalb des Bodens angeordnet ist, wonach zur Verflüssigung
der Rückstandschicht eine Spülflüssigkeit, z. B. Gasöl in den
Tank eingefüllt und die verflüssigte Rückstandschicht im Zuge
der Rückgewinnung des Öls abgepumpt sowie einer Destil
lationsanlage zugeführt wird. - Bei den Tanks handelt es sich
im Rahmen der Erfindung im allgemeinen um Schwimmdachtanks
oder Festdachtanks. Unter Ölprodukten sind beispielsweise
Dieselöl, Heizöl usw. zu verstehen.
Aus der DE-PS 41 01 184 ist ein Verfahren zum Reinigen von
Schwimmdachtanks mit einem auf Dachstützen höhenbeweglich
geführten Schwimmdach zur Lagerung von Öl unter Rückgewinnung
von sedimentierten Rückständen bekannt. Hierbei wird zunächst
restliches oberhalb des Rückstandes befindliches Öl über eine
gegen eine Dachstütze ausgetauschte Saugstütze aus dem
Schwimmdachtank abgesaugt und anschließend über als
Reinigungsstützen ausgebildete Reinigungsgeräte unter
Verwirbelung des verbliebenen Rückstandes in den Rückstand
mit vorgegebenem Druck eingepumpt. Dies erfolgt solange, bis
der gesamte Rückstand verflüssigt und über zumindest eine
Pumpenstütze aus dem Tank abgepumpt wird. Hierdurch soll eine
besonders rationelle und effektive Verflüssigung der
Rückstände erreicht werden.
Darüber hinaus ist es aus der Praxis bekannt, bei Tanks,
insbesondere Schwimmdachtanks, in welchen Mineralölprodukte
mit hohen Stockpunkten gelagert werden, die Rückstandschicht
vorgegebener Schichtdicke manuell zu entfernen. Bei dem
Stockpunkt handelt es sich bekanntermaßen um die Temperatur,
bei der das Mineralölprodukt unter Einwirkung der Schwerkraft
nicht mehr fließt. Folglich ist Öl mit hohem Stockpunkt
unterhalb der hiermit verbundenen Temperatur nicht pumpfähig,
so daß für eine Vorwärmung im Tank gesorgt werden muß.
Hierfür dient die bereits angesprochene Heizeinrichtung,
welche regelmäßig als Heizschlangen ausgebildet ist. Werden
nun derartige Tanks mit Heizeinrichtung für Reparaturzwecke
entleert, so erstarrt der restliche Tankinhalt unterhalb der
Heizschlangen, da in diesem Bereich die Temperatur des Öls
regelmäßig unterhalb des Stockpunktes liegt. Dieser beträgt
beispielsweise bei Heizöl (aus Braunkohlenschwelung) ca. 40°C.
Das heißt, derartiges Heizöl muß zur Pumpbarmachung über
den angegebenen Wert erwärmt werden.
Da die sich bildende Rückstandschicht keinen Wärmekontakt mit
den regelmäßig vorgesehenen Heizschlangen nach Abpumpen des
Öls besitzt, ist eine Wärmeübertragung nicht mehr möglich.
Diese Rückstandschicht kann manuell entfernt werden, was
jedoch einerseits besonders gefährlich ist durch die sich
eventuell bildenden explosionsgefährdeten Gase und anderer
seits äußerst mühsam unter Atemschutz für die hier arbeiten
den Personen zu bewerkstelligen ist.
Darüber hinaus hat man versucht, speziell aufgeheiztes Gasöl
durch im Tankdach montierte Düsen auf die Rückstandschicht
aufzusprühen. Diese Vorgehensweise hat sich jedoch nicht
bewährt, da eine genügende Auflösung der Rückstandschicht
bzw. Verflüssigung hierdurch nicht erreicht wird. Außerdem
muß bei einer solchen Vorgehensweise berücksichtigt werden,
daß das Aufsprühen der speziell aufgeheizten Gasöle zu
statischen Aufladungen in der Tankatmosphäre führen kann, so
daß insgesamt Explosionen des brennbaren Gasöls zu befürchten
sind. Aus diesem Grund muß regelmäßig der gesamte Tankinhalt
mit einem Inertgas gefüllt werden. Abgesehen davon, daß
hierzu eine außerordentlich große Menge (bis zu 50 000 bis
60 000 m3) erforderlich ist, muß die Inertgasfüllung
beispielsweise mit Stickstoff während des gesamten
vorbeschriebenen Verflüssigungsvorganges überwacht und das
Gasvolumen gegebenenfalls ergänzt werden. Dies ist aufwendig
und teuer.
Die DE-OS 32 40 186 beschäftigt sich mit einem Verfahren und
einer Vorrichtung zum Entfernen von Schlamm aus einem
Schwimmdachöltank. Im einzelnen wird so vorgegangen, daß eine
Spritzvorrichtung durch eine Öffnung im Schwimmdach
eingeführt wird, und zwar so weit, bis eine zugehörige
Spritzdüse innerhalb des Schwimmdachöltanks positioniert ist.
Anschließend wird eine unter Druck stehende Flüssigkeit der
Spritzvorrichtung zugeführt. Diese unter Druck stehende
Flüssigkeit tritt aus der Spritzdüse aus, welche um die
Spritzvorrichtung verschwenkt wird. Insgesamt wird hierdurch
der Schlamm zersetzt und verflüssigt. Dieser verflüssigte
Schlamm kann abschließend einfach aus dem Schwimmdachöltank
entfernt werden. Insofern wird noch nicht einmal ein
gattungsgemäßes Verfahren angesprochen, zumal eine
Heizeinrichtung zur Erwärmung und Pumpbarmachung des Öls
unerwähnt bleibt. Vorliegend hat man sich zum Ziel gesetzt,
schlicht und einfach ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
wirksamen Entfernen von Schlamm anzugeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
anzugeben, mit welchem sich die in einem Tank zur Lagerung
von Ölprodukten mit hohen Stockpunkten regelmäßig bildende
Rückstandschicht auf einfache und kostengünstige Weise
entfernen läßt. Außerdem soll eine hierzu besonders geeignete
Reinigungsanlage geschaffen werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung bei einem
gattungsgemäßen Verfahren zum Reinigen von Tanks zur Lagerung
von Öl mit hohem Stockpunkt unter Rückgewinnung von nicht
pumpfähigem Öl vor, daß zunächst die Spülflüssigkeit auf die
Rückstandschicht in einer zumindest zur Überdeckung der
Heizeinrichtung ausreichenden Menge zugeführt wird, wobei
sich die Spülflüssigkeit oberhalb der Rückstandschicht
befindet und ihr Flüssigkeitsspiegel oberhalb der
Heizeinrichtung angeordnet ist, daß anschließend die
Spülflüssigkeit mittels der hierin eingetauchten Heiz
einrichtung erwärmt wird, und daß abschließend die
Spülflüssigkeit und/oder eine aus der Spülflüssigkeit und der
sich verflüssigenden Rückstandschicht entstehende Spül
mischung abgesaugt und im Sinne eines Kreislaufs unter
zunehmender Verflüssigung der Rückstandschicht unterhalb des
Flüssigkeitsspiegels zurückgepumpt wird. - Durch diese
Maßnahmen der Erfindung wird zunächst einmal eine einfache
und kostengünstige Reinigung eines Tanks erreicht. Denn die
Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine
Wärmeübertragung auf die Rückstandschicht in der Weise
möglich ist, daß eine Spülflüssigkeit, z. B. Gasöl, auf diese
Rückstandschicht in einer zumindest zur Überdeckung der
Heizeinrichtung ausreichenden Menge zugeführt wird. Dies kann
in anlagentechnisch einfacher Weise dadurch geschehen, daß
nach bevorzugter Ausführungsform die Spülflüssigkeit - von
der Seite her - über zumindest eine im Mantel des Tanks
befindliche Öffnung auf die Rückstandschicht zugeführt wird,
wobei die Öffnung im Bereich der Heizeinrichtung angeordnet
ist. Jedenfalls läßt sich hierdurch erreichen, daß die
eingebrachte bzw. zugeführte Spülflüssigkeit den Wärmekontakt
zwischen der Heizeinrichtung und der Rückstandschicht wieder
herstellt. Insofern wirkt die Spülflüssigkeit praktisch als
Wärmebrücke. Bei dieser Spülflüssigkeit handelt es sich
regelmäßig um Gasöl, d. h. ein Produkt, welches im Zuge einer
fraktionierten Destillation von Öl gewonnen wird und
Siedebereiche zwischen 200°C bis 250°C (leichtes Gasöl)
sowie 250°C bis 380°C (schweres Gasöl) abdeckt. Zu schwerem
Gasöl gehören bekanntlich Heizöl und Dieselöl. Jedenfalls
sorgt die Spülflüssigkeit für einen optimalen Wärmeübergang
zwischen der Heizeinrichtung und der Rückstandschicht.
Folglich wird bereits dadurch, daß das Gasöl mittels der
hierin eingetauchten Heizeinrichtung erwärmt wird, eine
zunehmende Verflüssigung der Rückstandschicht erreicht.
Diese Verflüssigung wird insgesamt noch dadurch intensiviert,
daß die Spülflüssigkeit und/oder eine aus der Spülflüssigkeit
und der sich verflüssigenden Rückstandschicht entstehende
Spülmischung abgesaugt und im Sinne eines Kreislaufs unter
zunehmender Verflüssigung der Rückstandschicht unterhalb des
Flüssigkeitsspiegels zurückgepumpt wird. Denn auf diese Weise
läßt sich die Rückstandschicht über ihre gesamte Schichtdicke
abtragen bzw. verflüssigen. Darüber hinaus sorgt der
Kreislauf für eine homogene Vermischung von Spülflüssigkeit
und Rückstandschicht als Spülmischung.
Dadurch, daß die Spülflüssigkeit bzw. die Spülmischung
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels zurückgepumpt wird, kann
auf die Beschickung des Tanks mit einem Inertgas verzichtet
werden. Denn eine statische Aufladung des Tankinhalts, wie
beim Aufsprühen des aufgeheizten Gasöls auf die Rückstand
schicht, erfolgt nicht. Nach Verflüssigung der Rückstand
schicht läßt sich die solchermaßen gewonnene Spülmischung
wieder direkt in den Raffineriekreislauf zurückführen. Das Öl
sowie das regelmäßig als Spülflüssigkeit eingesetzte Gasöl
können in einer Destillationsanlage wieder voneinander
getrennt und der weiteren Verarbeitung zugeführt werden. Dies
alles gelingt, ohne daß in anlagentechnischer Hinsicht
aufwendige Arbeiten am Tank vorgenommen werden müssen. Denn
es ist lediglich erforderlich, für eine Zufuhr bzw. ein
Absaugen der Spülflüssigkeit und/oder der Spülmischung zu
sorgen. Das Zurückpumpen unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
kann einfach durch ein entsprechendes Rohr erfolgen, welches
im Dach des Tanks montiert wird. Für diese Montage lassen
sich insgesamt bereits vorhandene Dachöffnungen bzw.
Mantelöffnungen nutzen. Eine spezielle Anpassung des Tanks
zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens ist nicht
erforderlich.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden
aufgeführt. So wird die Spülflüssigkeit bevorzugt von der
Seite her über zumindest eine im Mantel des Tanks befindliche
Öffnung auf die Verfestigungsschicht bzw. Rückstandschicht
zugeführt, wobei die Öffnung im Bereich der Heizeinrichtung
angeordnet ist. Auf diese Weise läßt sich nicht nur die
Spülflüssigkeit zweckmäßig zuführen, sondern auch der
erreichte Flüssigkeitsspiegel ermitteln. Das heißt, das
Zuführen der Spülflüssigkeit kann mit einer gleichzeitigen
Messung des Flüssigkeitsspiegels verbunden werden, weil es im
Bereich der Heizeinrichtung von der Seite her erfolgt.
Außerdem kann die Menge an zugeführter Spülflüssigkeit in
Abhängigkeit von der Viskosität der Spülmischung gesteuert
werden. Das heißt, je nach Zusammensetzung der Rückstand
schicht und der Art der verwendeten Spülflüssigkeit,
beispielsweise leichtes oder schweres Gasöl, stellt sich die
Viskosität der Spülmischung entsprechend ein. Durch Steuerung
der Zugabe bzw. Menge an zugeführter Spülflüssigkeit wird
erreicht, daß die Viskosität der Spülmischung in Werte
bereichen liegt, die ein einwandfreies Pumpen und Absaugen
der Spülmischung zur Weiterverarbeitung gewährleisten. In
diesem Zusammenhang kommt es insbesondere auf die für die
Pumpen- und Rohrleitungsauslegung wichtige kinematische
Viskosität an. Die Rückstandschicht ist hinsichtlich ihrer
Zusammensetzung insofern variabel, als es sich bei den
Ölprodukten bzw. Öl um ein Naturprodukt handelt, welches je
nach Provenienz eine stark verschiedene Zusammensetzung
aufweist. Jedenfalls läßt sich die Viskosität der
Spülmischung durch die Menge an zugeführter Spülflüssigkeit
so steuern, daß eine einwandfreie Weiterverarbeitung dieser
Spülmischung insbesondere in der anschließenden Destilla
tionsanlage möglich ist. Dabei läßt sich die Viskosität auch
so beeinflussen bzw. einstellen, daß der gesamte Tankinhalt
nach Beendigung der Spülung auch bei Temperaturen unter 0°C
ohne Probleme abgepumpt und der Raffinierung zugeführt werden
kann. Hierzu wird die Spülflüssigkeit und/oder die
Spülmischung bevorzugt mittels unterhalb des Flüssigkeits
spiegels angeordneter Rohre abgesaugt.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Spülflüssigkeit und/oder die Spülmischung mittels
- von oben her - zumindest eines in die Rückstandschicht
eintauchenden Düsenrohres unter Überdruck und gleichzeitiger
Verwirbelung der Rückstandschicht zurückgepumpt wird und als
Strahl aus dem Düsenrohr in die Rückstandschicht austritt.
Hierbei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß die
Verflüssigung der Rückstandschicht nicht nur dadurch
gefördert wird, daß der in die feste Phase eingedüste Strahl
hydrodynamische Energie überträgt, sondern darüber hinaus für
eine Erwärmung der Rückstandschicht über den Stockpunkt
gleichsam von innen her sorgt. Es wird also zusätzlich zu
hydrodynamischer Energie auch Wärmeenergie übertragen.
Außerdem wird eine optimale Durchmischung der sich
verflüssigenden Rückstandschicht mit der Spülflüssigkeit zu
einer homogenen Spülmischung erreicht. Dieser Effekt wird
zusätzlich dadurch verstärkt, daß zur Verwirbelung der
Rückstandschicht der aus dem Düsenrohr austretende Strahl
eine ebene oder wendelförmige Kreisscheibe oder einen
Strahlkegel beschreibt. In der Regel wird man mehrere
Düsenrohre - je nach Flächenausbreitung der Rückstandschicht -
im Tank vorsehen. Wenn dann die aus den jeweiligen
Düsenrohren austretenden Strahlen eine wendelförmige
Kreisscheibe beschreiben, läßt sich hierdurch eine
Durcharbeitung der gesamten Rückstandschicht erreichen. Denn
die von dem Strahl beschreibbare wendelförmige Kreisscheibe
läßt sich an die Schichtdicke der Rückstandschicht anpassen.
Dies geschieht im einfachsten Fall dadurch, daß die
regelmäßig rotierende Düse gegenüber der Horizontalen geneigt
wird und gleichzeitig das Düsenrohr linear, d. h.
höhenvariabel, bewegt wird. Durch diese überlagerte Linear-
und Kreisbewegung entsteht insgesamt eine von dem Strahl
überstrichene (schrauben-) wendelförmige Fläche.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Reinigungsanlage,
welche insbesondere zur Durchführung des vorbeschriebenen
Verfahrens geeignet ist. Diese Reinigungsanlage weist einen
Tank zur Lagerung von Öl bzw. Ölprodukten mit hohem
Stockpunkt unter Rückgewinnung von nicht pumpfähigem Öl auf,
welches in dem Tank auf einem Boden eine Rückstandschicht
vorgegebener Schichtdicke bildet, wobei der Tank eine
Heizeinrichtung zur Erwärmung und Pumpbarmachung des Öls
aufweist, welche in einer die Schichtdicke der darunter
befindlichen Rückstandschicht vorgebenden Höhe oberhalb des
Bodens angeordnet ist, weiter eine Zuführeinrichtung für eine
Spülflüssigkeit, z. B. Gasöl, zur Verflüssigung der Rück
standschicht, wobei die Spülflüssigkeit in den Tank auf die
Rückstandschicht in einer zur Überdeckung der Heizeinrichtung
ausreichenden Menge aufbringbar ist, und wobei die Spül
flüssigkeit oberhalb der Rückstandschicht und ihr Flüssig
keitsspiegel oberhalb der Heizeinrichtung angeordnet sind,
sowie eine Saugeinrichtung zum Absaugen der mittels der in
die Spülflüssigkeit eintauchenden Heizeinrichtung erwärmten
Spülflüssigkeit und/oder einer aus der Spülflüssigkeit und
der sich auflösenden bzw. verflüssigenden Rückstandschicht
entstehenden Spülmischung und eine Pumpeinrichtung zum
Zurückpumpen der angesaugten Spülflüssigkeit und/oder der
angesaugten Spülmischung unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
im Sinne eines Kreislaufs unter zunehmender Verflüssigung der
Rückstandschicht.
Dabei ist vorzugsweise zumindest eine mit einem Deckel mit
angeschlossenem Rohr verschließbare Öffnung im Mantel des
Tanks vorgesehen, welche zur Zuführung und/oder Absaugung der
Spülflüssigkeit und/oder der Spülmischung eingerichtet und im
Bereich der Heizeinrichtung angeordnet ist. Das heißt, es ist
ausreichend, vorliegend mit einer einzigen mit einem Deckel
mit angeschlossenem Rohr verschließbaren Öffnung zu arbeiten.
Diese kann wahlweise als Zuführeinrichtung und als
Saugeinrichtung verwendet werden. Dies ist möglich, weil die
einzelnen Verfahrensschritte, einerseits das Zuführen von
Spülflüssigkeit, andererseits das Absaugen von
Spülflüssigkeit und/oder der sich bildenden Spülmischung
getrennt voneinander durchgeführt werden können.
Selbstverständlich ist es auch möglich, während des Umpumpens
der Spülflüssigkeit und/oder der Spülmischung im Sinne eines
Kreislaufs zusätzlich Spülflüssigkeit zuzuführen. Dies kann
gesteuert in Abhängigkeit von der Viskosität der Spülmischung
erfolgen. Jedenfalls wird die Zuführeinrichtung zumeist zu
Anfang des Reinigungsvorgangs dafür eingesetzt, Spülflüssig
keit in ausreichender Menge auf die Rückstandschicht
aufzubringen. Im Anschluß hieran kann die einzige Öffnung als
Saugeinrichtung im Kreislauf arbeiten.
Regelmäßig wird man jedoch zumindest eine als
Zuführeinrichtung ausgebildete verschließbare Öffnung mit
Deckel und Rohr und eine als Saugeinrichtung ausgebildete
verschließbare Öffnung mit Deckel und Rohr im Mantel
vorsehen, wobei dem Rohr in der Zuführeinrichtung eine
Steuereinrichtung zur Steuerung der Menge an zugeführter
Spülflüssigkeit - im allgemeinen in Abhängigkeit von der
Viskosität der Spülmischung - vorgeschaltet ist. Selbstver
ständlich kann die Steuereinrichtung zur Steuerung der Menge
an zugeführter Spülflüssigkeit auch dazu dienen, zu Anfang
des Reinigungsvorgangs die zur Überdeckung der Heizein
richtung ausreichende Menge an Spülflüssigkeit auf die
Rückstandschicht aufzubringen. Weiter weist die Pumpein
richtung zumindest ein an die Saugeinrichtung saugseitig
angeschlossenes Pumpaggregat und zumindest ein hieran
förderseitig angeschlossenes Düsenrohr für die hieraus als
Strahl austretende Spülflüssigkeit und/oder die Spülmischung
auf. Dabei ist das Düsenrohr regelmäßig kopfseitig im Dach
des Tanks höhenvariabel befestigt und taucht fußseitig - von
oben her - in die Rückstandschicht ein. Sofern das Düsenrohr
zusätzlich zumindest eine drehbar gelagerte Düse für den
hieraus austretenden Strahl aufweist, läßt sich in Verbindung
mit der höhenvariablen Befestigung des Düsenrohres insgesamt
erreichen, daß der austretende Strahl die bereits
angesprochene wendelförmige Kreisfläche in der Rückstand
schicht überstreicht. Auf diese Weise wird eine besonders
effiziente Übertragung an hydrodynamischer Energie und
Wärmeenergie erreicht.
Endlich weist das Düsenrohr nach weiter bevorzugter Aus
führungsform am oberen Rohrende einen Spülflüssigkeits
leitungsanschluß und einen Antriebsmotor für eine in dem
Düsenrohr gelagerte Antriebswelle auf, wobei am unterem
Rohrende ein Rohrmantelabschnitt mit über seinen Umfang
angeordneten Düsen drehbar gelagert und an die Antriebswelle
angeschlossen ist, und wobei das Düsenrohr einen Rohrfuß mit
einem Drehlager, z. B. Wälzlager, für die Antriebswelle
aufweist. Der Antrieb kann von Hand, elektrisch, hydraulisch
oder mit Luftdruck erfolgen. Dies hängt von den jeweiligen
Gegebenheiten im Bereich des Tanks ab. Die am unteren
Rohrende im Rohrmantelabschnitt über seinen Umfang
angeordneten Düsen lassen sich austauschen und
beispielsweise hinsichtlich ihrer Neigung gegenüber der
Horizontalen einstellen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert;
es zeigen:
Fig. 1 einen Tank mit einer erfindungsgemäßen Reinigungs
anlage und
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt durch ein Düsenrohr nach
Fig. 1.
In den Figuren ist eine Reinigungsanlage zum Reinigen von
Tanks 1 zur Lagerung von Öl mit hohem Stockpunkt unter
Rückgewinnung von nicht pumpfähigem Öl gezeigt. Das hierin
gelagerte Öl weist einen hohen Stockpunkt auf, d. h.,
unterhalb der durch den Stockpunkt vorgegebenen Temperatur
fließt das Öl unter Einwirkung der Schwerkraft nicht mehr.
Folglich ist es unterhalb des Stockpunktes auch nicht
pumpfähig. Um die Rückgewinnung dieses nicht pumpfähigen Öls,
welches in dem Tank 1 auf einen Boden 2 eine Rückstandschicht
3 vorgegebener Schichtdicke H bildet, geht es bei der
vorliegenden Erfindung.
Der Tank 1 weist zur Erwärmung und Pumpbarmachung des Öls
eine Heizeinrichtung 4 auf, welche im Ausführungsbeispiel als
Heizschlangen ausgebildet ist. Diese Heizeinrichtung 4 ist in
einer die Schichtdicke H der darunter befindlichen Rück
standschicht 3 vorgebenden bzw. bestimmenden Höhe oberhalb
des Bodens 2 angeordnet. Das heißt, zur Pumpbarmachung des im
Tank 1 befindlichen Öls dient die Heizeinrichtung 4, wobei
beim Leerpumpen des Tanks 1 die vorbeschriebene Rückstand
schicht 3 auf dem Boden 2 verbleibt. Dies deshalb, weil in
dem Bereich unterhalb der Heizeinrichtung 4 regelmäßig
Temperaturen herrschen, die unterhalb des Stockpunktes
liegen. Folglich wird irgendwann während des Leerpumpens der
Wärmekontakt zwischen dem Öl und der Heizeinrichtung 4
unterbrochen, so daß sich die dargestellte Rückstandschicht 3
bildet. Zur Verflüssigung dieser Rückstandschicht 3 wird eine
Spülflüssigkeit 5, im Ausführungsbeispiel Gasöl 5, in den
Tank 1 zugeführt. Die solchermaßen verflüssigte Rückstand
schicht 3 kann anschließend im Zuge der Rückgewinnung des Öls
abgepumpt sowie einer Destillationsanlage zugeführt werden.
Dies ist im einzelnen nicht dargestellt.
Zusätzlich ist eine Zuführeinrichtung 6 für die Spül
flüssigkeit 5 bzw. das Gasöl 5 zur Verflüssigung der
Rückstandschicht 3 vorgesehen, wobei die Spülflüssigkeit 5 in
den Tank 1 auf die Rückstandschicht 3 in einer zur
Überdeckung der Heizeinrichtung 4 ausreichenden Menge
aufbringbar ist. Diese Menge ist so bemessen, daß die
Spülflüssigkeit 5 bzw. das Gasöl 5 oberhalb der Rückstand
schicht 3 und ihr Flüssigkeitsspiegel S oberhalb der
Heizeinrichtung 4 angeordnet sind. Auf diese Weise bildet das
Gasöl 5 eine Wärmebrücke zwischen der Heizeinrichtung 4 und
der Rückstandschicht 3. Das Gasöl 5 läßt sich mittels der
hierin eingetauchten Heizeinrichtung 4 erwärmen und mit einer
Saugeinrichtung 7 absaugen. Diese Saugeinrichtung 7 saugt
dabei nicht nur die erwärmte Spülflüssigkeit 5 sondern auch
eine aus der Spülflüssigkeit und der sich auflösenden bzw.
verflüssigenden Rückstandschicht 3 entstehende Spülmischung
ab. Endlich ist eine Pumpeinrichtung 8 zum Zurückpumpen des
angesaugten Gasöls 5 und/oder der angesaugten Spülmischung
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels S im Sinne eines Kreis
laufs unter zunehmender Verflüssigung der Rückstandschicht 3
verwirklicht.
Als Zuführeinrichtung 6 und als Saugeinrichtung 7 ist
zumindest eine mit einem Deckel 9 mit angeschlossenem Rohr 9a
verschließbare Öffnung 10 im Mantel 11 des Tanks 1 vorge
sehen, welche wahlweise oder gemeinsam zur Zuführung und
Absaugung der Spülflüssigkeit 5 und/oder der Spülmischung
eingerichtet und im Bereich der Heizeinrichtung 4 angeordnet
ist. Im Ausführungsbeispiel sind folglich Zuführeinrichtung 6
und Saugeinrichtung 7 als gemeinsame, mit einem Deckel 9 mit
angeschlossenem Rohr 9a verschließbare Öffnung 10 verwirk
licht. Es können aber auch zumindest eine als Zuführein
richtung 6 ausgebildete verschließbare Öffnung 10 mit Deckel
9 und Rohr 9a und eine als Saugeinrichtung 7 ausgebildete
verschließbare Öffnung 10 mit Deckel 9 und Rohr 9a im Mantel
11 vorgesehen sein. Jedenfalls ist dem Rohr 9a in der
Zuführeinrichtung 6 eine Steuereinrichtung zur Steuerung der
Menge an zugeführter Spülflüssigkeit 5 vorgeschaltet. Dies
ist im einzelnen nicht dargestellt.
Die Steuerung der Menge an zugeführter Spülflüssigkeit 5 kann
in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsspiegel S zu Anfang des
Reinigungsvorganges erfolgen. Im Zuge der Reinigung und
während des Kreislaufs der Spülflüssigkeit 5 und/oder der
Spülmischung kann zusätzlich eine gesteuerte Menge an
Spülflüssigkeit 5 in Abhängigkeit von der Viskosität der
Spülmischung zugeführt werden. Die Pumpeinrichtung 8 weist
zumindest ein an die Saugeinrichtung 7 saugseitig ange
schlossenes Pumpaggregat 12 und zumindest ein hieran
förderseitig angeschlossenes Düsenrohr 13 für die hieraus als
Strahl austretende Spülflüssigkeit 5 und/oder die Spül
mischung auf. Dieses Düsenrohr 13 ist kopfseitig im Dach 14
des Tanks 1 höhenvariabel befestigt und taucht fußseitig von
oben her in die Rückstandschicht 3 ein.
Im einzelnen weist das Düsenrohr 13 zumindest eine drehbar
gelagerte Düse 15 für den hieraus austretenden Strahl auf.
Weitere Einzelheiten des Düsenrohres 13 sind in Fig. 2
gezeigt. So besitzt das Düsenrohr 13 am oberen Rohrende einen
Spülflüssigkeitsleitungsanschluß 16 und einen Antriebsmotor
17 für eine in dem Düsenrohr 13 gelagerte Antriebswelle 18.
Dieser Antriebsmotor 17 kann elektrisch, hydraulisch oder mit
Druckluft betrieben werden. Es ist auch eine manuelle
Betätigung der Antriebswelle 18 unter Verzicht auf den
Antriebsmotor 17 möglich. Am unteren Rohrende ist ein
Rohrmantelabschnitt 19 mit über seinen Umfang angeordneten
Düsen 15 drehbar gelagert und an die Antriebswelle 18
angeschlossen. Das Düsenrohr 13 weist einen Rohrfuß mit einem
Drehlager 20, im Ausführungsbeispiel Wälzlager 20, für die
Antriebswelle 18 auf. Die Düsen 15 lassen sich austauschen
und hinsichtlich ihrer Neigung gegenüber der Horizontalen
einstellen. In Verbindung mit der Tatsache, daß das Düsenrohr
13 im Dach 14 des Tanks 1 höhenvariabel befestigt ist, läßt
sich hierdurch erreichen, daß der austretende Strahl
insgesamt eine ebene oder insbesondere wendelförmige
Kreisfläche beschreiben kann. Auf diese Weise wird eine
besonders effektive Verwirbelung der Rückstandschicht 3
erreicht. Denn die Rückstandschicht 3 läßt sich auf diese
Weise über ihre gesamte Schichtdicke H durcharbeiten. Es ist
aber auch möglich, die Düse 15 bzw. die Düsen 15 so
auszubilden, daß hieraus ein kegelförmiger Düsenstrahl
austritt, wobei der Öffnungswinkel α des Strahlkegels so
gewählt ist, daß eine Verwirbelung der Rückstandschicht 3
über die gesamte Schichtdicke H erfolgt. Das heißt, der Druck
der zurückgepumpten Spülflüssigkeit 5 und/oder der Spül
mischung wird mittels der Pumpeinrichtung 8 so eingestellt,
daß auch am Boden 21 des Strahlkegels die hydrodynamische
Energie ausreichend ist, um für eine Verwirbelung der
Rückstandschicht 3 sorgen zu können. Hierfür ist eine
Umwälzpumpe als Pumpeinrichtung 8 vorgesehen. In der Regel
wird man mehrere Düsenrohre 13 - flächig über die Rück
standschicht 3 verteilt - vorsehen.
Claims (13)
1. Verfahren zum Reinigen von Tanks (1) zur Lagerung von
Ölprodukten unter Rückgewinnung von nicht pumpfähigem Öl,
welches in dem Tank (1) auf einem Boden (2) eine
Rückstandschicht (3) vorgegebener Schichtdicke (H) bildet,
wobei der Tank (1) eine Heizeinrichtung (4) zur Erwärmung und
Pumpbarmachung des Öls aufweist, welche in einer die
Schichtdicke (H) der darunter befindlichen Rückstandschicht
(3) vorgebenden Höhe oberhalb des Bodens (2) angeordnet ist,
wonach zur Verflüssigung der Rückstandschicht (3) eine
Spülflüssigkeit (5) in den Tank (1) eingefüllt und die
verflüssigte Rückstandschicht (3) im Zuge der Rückgewinnung
des Öls abgepumpt sowie einer Destillationsanlage zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die
Spülflüssigkeit (5) auf die Rückstandschicht (3) in einer
zumindest zur Überdeckung der Heizeinrichtung (4) ausreichen
den Menge zugeführt wird, wobei sich die Spülflüssigkeit (5)
oberhalb der Rückstandschicht (3) befindet und ihr
Flüssigkeitsspiegel (S) oberhalb der Heizeinrichtung (4)
angeordnet ist, daß anschließend die Spülflüssigkeit (5)
mittels der hierin eingetauchten Heizeinrichtung (4) erwärmt
wird, und daß abschließend die Spülflüssigkeit (5) und/oder
eine aus der Spülflüssigkeit (5) und der sich verflüssigenden
Rückstandschicht (3) entstehende Spülmischung abgesaugt und
im Sinne eines Kreislaufs unter zunehmender Verflüssigung der
Rückstandschicht (3) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (S)
zurückgepumpt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spülflüssigkeit (5) über zumindest eine im Mantel (11) des
Tanks (1) befindliche Öffnung (10) auf die Rückstandschicht
(3) zugeführt wird, wobei die Öffnung (10) im Bereich der
Heizeinrichtung (4) angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge an zugeführter Spülflüssigkeit (5) in
Abhängigkeit von der Viskosität der Spülmischung gesteuert
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spülflüssigkeit (5) und/oder die
Spülmischung mittels unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (S)
angeordneter Rohre (9a) abgesaugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spülflüssigkeit (5) und/oder die
Spülmischung mittels zumindest eines in die Rückstandschicht
(3) eintauchenden Düsenrohres (13) unter Überdruck und
gleichzeitiger Verwirbelung der Rückstandschicht (3) zurück
gepumpt wird und als Strahl aus dem Düsenrohr (13) in die
Rückstandschicht (3) austritt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Verwirbelung der Rückstandschicht (3) der aus dem Düsenrohr
(13) austretende Strahl eine ebene oder wendelförmige
Kreisfläche oder einen Strahlkegel beschreibt.
7. Reinigungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Tank (1) zur Lagerung
von Ölprodukten, welche in dem Tank (1) auf einem Boden (2)
eine Rückstandschicht (3) vorgegebener Schichtdicke (H)
bilden, wobei der Tank (1) eine Heizeinrichtung (4) zur
Erwärmung und Pumpbarmachung des Öls aufweist, welche in
einer die Schichtdicke (H) der darunter befindlichen
Rückstandschicht (3) vorgebenden Höhe oberhalb des Bodens (2)
angeordnet ist, mit einer Zuführeinrichtung (6) für eine
Spülflüssigkeit (5) zur Verflüssigung der Rückstandschicht
(3), wobei die Spülflüssigkeit (5) in den Tank (1) auf die
Rückstandschicht (3) in einer zur Überdeckung der
Heizeinrichtung (4) ausreichenden Menge aufbringbar ist, und
wobei die Spülflüssigkeit (5) oberhalb der Rückstandschicht
(3) und ihr Flüssigkeitsspiegel (S) oberhalb der
Heizeinrichtung (4) angeordnet sind, mit einer
Saugeinrichtung (7) zum Absaugen der mittels der in die
Spülflüssigkeit (5) eintauchenden Heizeinrichtung (4)
erwärmten Spülflüssigkeit (5) und/oder einer aus der
Spülflüssigkeit (5) und der sich verflüssigenden Rückstand
schicht (3) entstehenden Spülmischung, und mit einer
Pumpeinrichtung (8) zum Zurückpumpen der angesaugten
Spülflüssigkeit (5) und/oder der angesaugten Spülmischung
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (S) im Sinne eines
Kreislaufs unter zunehmender Verflüssigung der Rückstand
schicht (3)
8. Reinigungsanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine mit einem Deckel (9) mit angeschlossenem
Rohr (9a) verschließbare Öffnung (10) im Mantel (11) des
Tanks (1) vorgesehen ist, welche zur Zuführung und/oder
Absaugung der Spülflüssigkeit (5) und/oder der Spülmischung
eingerichtet und im Bereich der Heizeinrichtung (4)
angeordnet ist.
9. Reinigungsanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine als Zuführeinrichtung (6) ausgebildete
verschließbare Öffnung (10) mit Deckel (9) und Rohr (9a) und
eine als Saugeinrichtung (7) ausgebildete verschließbare
Öffnung (10) mit Deckel (9) und Rohr (9a) im Mantel (11)
vorgesehen sind, und daß dem Rohr (9a) in der Zuführ
einrichtung (6) eine Steuereinrichtung zur Steuerung der
Menge an zugeführter Spülflüssigkeit (5) vorgeschaltet ist.
10. Reinigungsanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpeinrichtung (8) zumindest
ein an die Saugeinrichtung (7) saugseitig angeschlossenes
Pumpaggregat (12) und zumindest ein hieran förderseitig
angeschlossenes Düsenrohr (13) für die hieraus als Strahl
austretende Spülflüssigkeit (5) und/oder die Spülmischung
aufweist.
11. Reinigungsanlage nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Düsenrohr (13) kopfseitig im Dach (14) des
Tanks (1) höhenvariabel befestigt ist und fußseitig in die
Rückstandschicht (3) eintaucht.
12. Reinigungsanlage nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Düsenrohr (13) zumindest eine drehbar
gelagerte Düse (15) für den hieraus austretenden Strahl
aufweist.
13. Reinigungsanlage nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Düsenrohr (13) am oberen
Rohrende einen Spülflüssigkeitsleitungsanschluß (16) und
einen Antriebsmotor (17) für eine in dem Düsenrohr (13)
gelagerte Antriebswelle (18) aufweist, daß am unteren
Rohrende ein Rohrmantelabschnitt (19) mit über seinen Umfang
angeordneten Düsen (15) drehbar gelagert und an die
Antriebswelle (18) angeschlossen ist, und daß das Düsenrohr
(13) einen Rohrfuß mit einem Drehlager (20) für die
Antriebswelle (18) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102462 DE19702462C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Verfahren und Reinigungsanlage zum Reinigen von Tanks zur Lagerung von Ölprodukten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102462 DE19702462C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Verfahren und Reinigungsanlage zum Reinigen von Tanks zur Lagerung von Ölprodukten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19702462C1 true DE19702462C1 (de) | 1998-04-16 |
Family
ID=7818239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997102462 Expired - Fee Related DE19702462C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Verfahren und Reinigungsanlage zum Reinigen von Tanks zur Lagerung von Ölprodukten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19702462C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1232804A3 (de) * | 2001-02-20 | 2003-01-15 | SK Corporation | Verfahren zum Entfernen von Schlamm in einem Rohölbehälter und zum Rückgewinnen von Öl aus diesem Schlamm |
| CN113666000A (zh) * | 2021-07-09 | 2021-11-19 | 安徽江淮扬天汽车股份有限公司 | 一种多段承载式液罐车 |
| CN118166608A (zh) * | 2024-03-18 | 2024-06-11 | 绍兴市城投工程材料科技有限公司 | 一种再生沥青混凝土生产工艺及混合设备 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3240186A1 (de) * | 1981-12-28 | 1983-07-07 | Taiho Industries Co., Ltd., Tokyo | Verfahren und vorrichtung zum entfernen von schlamm aus einem schwimmdachoeltank |
| DE4101184C2 (de) * | 1991-01-17 | 1994-07-14 | Sobinger Dietrich | Verfahren und Anlage zum Reinigen von Schwimmdachtanks zum Lagern von Rohöl |
-
1997
- 1997-01-24 DE DE1997102462 patent/DE19702462C1/de not_active Expired - Fee Related
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