-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Halbleiterbauteil der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art und insbesondere auf ein neuartiges
epitaxiales Substrat zur Aufnahme der Grenzschichten eines Hochspannungs-Halbleiterbauteils.
-
Hochspannungs-Halbleiterbauteile
verwenden häufig
einen Resurf-Bereich,
der ein Bereich niedriger Konzentration zwischen Bereichen von hoher
Potentialdifferenz ist. Der Resurf-Bereich wird verarmt, wenn die
Spannungsdifferenz ansteigt und er ist vollständig verarmt, bevor die maximale
Spannungsdifferenz angelegt ist. In der Doppel-Resurf-Technik werden
zwei Resurf-Bereiche
mit entgegengesetzten Polaritäten
verwendet, die beide verarmen, wenn die angelegte Potentialdifferenz
ansteigt. Ein derartiges Bauteil und die Vorteile der Verwendung
der Doppel-Resurf-Technik sind in der
US 4 866 495 beschrieben.
-
Bei
Hochspannungsbauteilen, die die Doppel-Resurf-Technik verwenden,
wird der Resurf-Bereich einer Polarität durch die Implantation und
Diffusion von geeigneten Dotierungsmitteln in eine epitaxial aufgewachsene
Schicht mit entgegengesetzter Polarität geschaffen. Der Epitaxialbereich,
der durch den diffundierten Resurf-Bereich eingeschnürt ist, dient
als der zweite Resurf-Bereich. Eine hohe Durchbruchspannung wird
erzielt, wenn die Ladung in der oberen (diffundierten) Resurf-Schicht in gesteuerter
Weise auf ungefähr
1 × 1012 cm2 gehalten wird
und die Ladung in dem unteren (eingeschnürten Epitaxial-) Resurf-Bereich
in gesteuerter Weise auf ungefähr
1,5 bis 2 × 1012cm2 gehalten wird.
Ein Ergebnis einer derartigen Konstruktion besteht darin, daß, wenn
sich die Tiefe der diffundierten Resurf-Schicht geringfügig ändert, die
Ladung in dem eingeschnürten
Epitaxialbereich sich erheblich ändert,
so daß eine
Kontrolle der Durchbruchspannung verlorengeht. Diese Wirkung muß durch
die Verwendung einer dickeren Epitaxial schicht ausgeglichen werden.
Die dickere Epitaxialschicht hat mehrere Nachteile:
- 1. Es werden tiefere Isolationsdiffusionen benötigt, um
unterschiedliche Teile der Schaltung auf einer integrierten Schaltung
elektrisch voneinander zu isolieren, wodurch längere Diffusionszeiten bei
Temperaturen bei oder oberhalb von 1200°C erforderlich werden, was zu
einem niedrigeren Durchsatz führt.
- 2. Sehr lange Diffusionszeiten bei 1200°C oder mehr rufen eine größere Anzahl
von Fehlern hervor, was zu einer geringeren Ausbeute führt.
- 3. Die langen Diffusionszeiten bei 1200°C oder mehr führen weiterhin
zu einer breiteren Isolationsdiffusion aufgrund der größeren lateralen
Diffusion, wodurch die Größe der Nutzfläche auf
einem Halbleiterplättchen
verringert wird.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Halbleiterbauteil der
eingangs genannten Art zu schaffen, das eine vergrößerte Durchbruchspannung bei
gleichzeitig verringerter Dicke der Epitaxialschicht aufweist und
damit eine Vergrößerung der Nutzfläche auf
einem Halbleiterplättchen
und verkürzte
Diffusionszeiten ermöglicht.
Weiterhin soll ein Verfahren zur Herstellung dieses Halbleiterbauteils geschaffen
werden.
-
Diese
Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 bzw. 6 angegebenen Merkmale
gelöst.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
-
Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung des
Halbleiterbauteils bzw. des Verfahrens zu seiner Herstellung wird
die Dicke der Epitaxialschicht beträchtlich verringert und die
Ladungsverteilung modifiziert. Hierbei ist der größte Teil
(mehr als ungefähr 75%
und vorzugsweise mehr als 80%) der Ladung des unteren Resurf-Bereiches
(eingeschnürter
Epitaxialbereich) in den unteren 1 bis 4 μm der Epitaxialschicht oder
in ungefähr
den unteren 25% oder vorzugsweise 20% der Epitaxialschicht enthalten.
Der obere Teil der Epitaxialschicht ist wesentlich schwächer dotiert
und enthält
einen sehr kleinen Teil der Ladung der unteren Resurf-Schicht. Damit
ergibt sich eine abgestufte oder gradierte Konzentration des Epitaxialbereiches.
-
Die
vergrößerte Ladung
in dem unteren Epitaxialbereich kann zu Beginn der Halbleiterplättchenherstellung
durch eine von zwei Möglichkeiten
eingeführt
werden:
- 1. Durch Implantation geeigneter Dotierungsmittel in
die Substrat-Halbleiterplättchen,
gefolgt von einer Diffusion, vor dem epitaxialen Aufwachsen des
schwach dotierten Bereiches.
- 2. Durch einen epitaxialen Wachstumsvorgang, bei dem eine dünne, stark
dotierte Epitaxialschicht zunächst
aufgewachsen wird, worauf ein Aufwachsen einer dickeren, leicht
dotierten Epitaxialschicht folgt.
-
Bei
der resultierenden Struktur hat eine Änderung der Tiefe des oberen
(diffundierten) Resurf-Bereiches eine wesentlich geringere Auswirkung auf
die Ladung, die in dem eingeschnürten
Bereich unter diesem Resurf-Bereich enthalten ist. Dies führt zu einer
besseren Kontrolle über
die Durchbruchspannung mit einer wesentlich dünneren Epitaxialschicht für eine vorgegebene
Durchbruchspannung. Die dünnere
Epitaxialschicht verringert andererseits die Diffusionsprozeßzeit, die
zur Ausbildung von Isolationsdiffusionen erforderlich ist, und die
Isolationsdiffusionen haben eine kleinere laterale Erstreckung und
nehmen damit eine geringere Halbleiterplättchen-Fläche ein.
-
Als
weiteres Merkmal der Erfindung werden die Hochtemperatur-Sperrspannungseigenschaften eines
fertigen Bauteils durch die Verwendung von mit seitlichem Abstand
angeordneten Polysilizium-Ringen
in dem Isolationsoxyd der Bauteiloberfläche und durch die Verwendung
einer Metallisierung über
dem Oxyd verbessert, das die Gateelektrode bedeckt, um Verunreinigungs-Ionen
aus dem Kunststoffgehäuse daran
zu hindern, daß sie
in den Kanalbereich eindriften.
-
Eine
Stabilität
des fertigen Bauteils wird durch die Verwendung von mit Abstand
voneinander angeordneten Kurzschlußstäben verbessert, die teilweise
ein NMOS-Bauteil in einem N-Kanal-Pegelschieberbauteil kurzschließen.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.
-
In
der Zeichnung zeigen:
-
1 einen
Querschnitt eines Teils eines Halbleiterplättchens, das eine Hochspannungsdiode in
einer isolierten Senke in einer üblichen
bekannten Epitaxialschicht enthält,
-
2 die
Art und Weise, wie die vorliegende Erfindung die Ladung in der Epitaxialschicht
nach 1 umverteilt wodurch die Verwendung einer dünneren Epitaxialschicht
und eine bessere Kontrolle über
die Durchbruchspannung ermöglicht
wird,
-
3 die
Verwendung der Erfindung für
einen mit lateraler Leitung arbeitenden N-Kanal-MOSFET, der sich
in einer anderen Senke des Halbleiterplättchens nach 2 befinden
kann,
-
4 die
Art und Weise, wie die Erfindung in einem Hochspannungs-P-Kanal-MOSFET
ausgeführt
werden kann,
-
5 eine
Polysilizium-Ringstruktur, von der einige Ringe schwimmend sind,
um die Hochspannungsbereiche des Bauteils nach 3 abzuschließen, wobei
weiterhin periodische Kurzschlüsse
des NMOSFET gezeigt sind,
-
5a eine
Draufsicht auf das Bauteil nach 5,
-
6 eine
Querschnittsansicht einer Source-Kontaktbrücke, die dazu dient, Ionen-Verunreinigungen
an einem Erreichen eines Kanalbereiches zu hindern.
-
In 1 ist
eine bekannte Diode mit horizontaler Leitung gezeigt, deren Grenzschichten
in einer N–-Senke 10 einer
N–-Epitaxialschicht
aus monokristallinem Silizium gebildet sind, die oberhalb eines Substrats 11 vom
P-Leitungstyp abgeschieden ist. Eine N+-Diffusion
ergibt einen einen niedrigen Widerstand aufweisenden Kontakt zur
Anodenelektrode 12, die einen Anschluß "A" aufweist.
Die ringförmige Elektrode 13 ist
die Kathode "K" des Bauteils.
-
Die
Epitaxialschicht 10 (die in manchen Fällen als "epi" bezeichnet
wird) ist in eine Vielzahl von voneinander isolierten Senken 20, 21 und 22 unterteilt,
beispielsweise durch ein oder mehrere Isolationsdiffusionen vom
P-Leitungstyp, wie z.B. durch die Diffusion 23, die eine
ringförmige
Topologie aufweisen kann, die jedoch auch irgendeine andere Topologie
haben kann. Der Kathodenkontakt 13 ist oberhalb des P+-Bereiches 23 abgeschieden. Die
Diffusion 23 muß tief
genug sein, um die P/N-Grenzfläche
zwischen den Bereichen 10 und 11 zu durchqueren,
damit die Bereiche oder Senken 20, 21 und 22 voneinander
isoliert werden. Die Senken 21 und 22 können irgendwelche
gewünschten
Grenzschichtmuster enthalten, die Dioden, Bauteile mit MOS-Gate-Steuerung und/oder
bipolare Bauteile in irgendeiner gewünschten diskreten oder integrierten
Schaltungskonfiguration enthalten.
-
Wenn
das Bauteil nach 1 ein Hochspannungsbauteil ist,
beispielsweise für
eine Spannung von mehr als 600 Volt, so kann ein ringförmiger P–-Resurf-Bereich 30 vorgesehen
sein, der eine Gesamtladung von ungefähr 1 × 1012 Atomen/cm2 aufweist, und dazu neigt, vollständig zu
verarmen, wenn die maximale Sperrspannung zwischen den Elektroden 12 und 13 der
Diode angelegt wird. Um einen Durchschlag unter Sperrspannungsbedingungen
zu verhindern, wurde die bekannte Epitaxialschicht 10 für Hochspannungsanwendungen,
beispielsweise bei 600 Volt oder mehr, mit einer Dicke von ungefähr 20 μm ausgebildet,
und sie hatte einen gleichförmigen,
an ihrer Oberfläche
gemessenen spezifischen N–-Widerstand von ungefähr 3 Ohm-cm.
-
Als
Ergebnis der relativ dicken Epitaxialschicht 10 wird die
Isolationsschicht 23 vom P-Leitungstyp ebenfalls aufgrund
einer lateralen Diffusion relativ breit. Dies führt dazu, daß die Diffusion 23 einen
relativ großen
Teil der gesamten Halbleiterplättchen-Fläche einnimmt,
wodurch die Nutzfläche
der verschiedenen, die Grenzschichten enthaltenden Senken verringert
wird. Weiterhin vergrößert die
dickere Epitaxialschicht 10 die Kosten der Halbleiterscheibe,
aus der die einzelnen Halbleiterplättchen oder Halbleiterchips
gebildet werden, sie vergrößert die
Verarbeitungszeit und ruft zusätzliche
Schäden aufgrund
der Notwendigkeit für
eine längere
Hochtemperatur-Verarbeitungszeit hervor.
-
Der
Bereich 30 weist typischerweise eine Tiefe von ungefähr 5 μm auf. Wenn
sich diese Tiefe aufgrund von sich ändernden Herstellungsfaktoren ändert, hat
die Einschnürung
der Epitaxialschicht unterhalb des Bereiches 30 eine größere Auswirkung auf
die darunterliegende Ladung, sofern nicht diese Ladungskonzentration
verringert wird, beispielsweise durch die Verwendung eines großen Epitaxialvolumens
unterhalb des Bereiches 30.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung und wie in 2 gezeigt, in der gleiche Bezugsziffern
wie in 2 vergleichbare Elemente bezeichnen, wird die gleiche
Gesamtkonzentration von N-Trägern
in der Schicht 10 nach 1 auch in 2 verwendet, doch
wird sie dadurch umverteilt, daß ein
größerer prozentualer
Anteil der Gesamtkonzentration in einen eine geringe Dicke aufweisenden
Abschnitt 40 am Boden der Epitaxialschicht 10 gebracht
wird. Beispielsweise kann der Bereich 40 eine Dicke von
10 bis 40% der Gesamtdicke der Schicht 10 haben, doch weist
er die 2- bis 4-fache Konzentration der Schicht 10 auf.
Die Kombination der Dicke und Konzentration des Bereiches 40 sollte
jedoch zu einer Gesamtladung von 1,2 bis 1,5 × 1012cm–2 führen. Bei der
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist der Bereich 40 2 μm dick, und er hat eine Dotierungskonzentration
von ungefähr
7 × 1015cm–3.
-
Durch
Umverteilen der Gesamtladung in dem Bereich 10 in der vorstehend
beschriebenen Weise wird die Dicke der Epitaxialschicht oder des Bereiches 10 beträchtlich
verringert, beispielsweise von 20 μm auf 10 μm für eine Durchbruchsspannung von
600 Volt. Hierdurch wird dann die für die Isolationsdiffusion 23 erforderliche
Tiefe und damit deren laterale Fläche erheblich verringert. Entsprechend steht
eine größere Fläche auf
den Halbleiterplättchen für aktive
Schaltungen oder Bauteile zur Verfügung. Weiterhin wird die zum
Eintreiben der Diffusion 23 erforderliche Zeit beträchtlich
verringert, beispielsweise von 24 Stunden für eine 20 μm dicke Epitaxialschicht auf
6 Stunden für
eine 10 μm
dicke Epitaxialschicht.
-
Schließlich hat,
weil lediglich ein kleiner Teil der Gesamtladung in dem eingeschnürten Epitaxialbereich
unter dem Resurf-Bereich 30 von
dem oberen Teil des Epitaxialbereiches stammt (Bereich 10), eine Änderung
der Tiefe des Bereiches 30 eine geringere Auswirkung auf
die Ladung in dem eingeschnürten
Epitaxialbereich.
-
Das
Substrat 11 kann irgendein übliches Substrat vom P-Leitungstyp
sein und eine Dicke von 0,127 bis 0,635 mm (5 bis 25 Tausendstel
Zoll) haben. Der spezifische Widerstand des Substrates wird auf
der Grundlage der Durchbruchsspannungsanforderungen ausgewählt. Beispielsweise
beträgt
der spezifische Widerstand des Substrates 11 für eine Durchbruchsspannung
von 600 Volt ungefähr
60 Ohm-cm, während
sein spezifischer Widerstand für 1200
Volt ungefähr
150 Ohm-cm beträgt.
-
Der
Epitaxialschicht-Teil 40 für ein 600 Volt-Bauteil wird
zunächst
mit einem relativ niedrigen spezifischen Widerstand von beispielsweise
0,5 bis 1 Ohm-cm und mit einer Dicke von 1 bis 4 μm aufgewachsen.
Eine Kombination der Dicke und des spezifischen Widerstandes für den Bereich 40 wird
derart gewählt,
daß die Gesamtladung
in dieser Schicht 1,2 bis 1,5 × 1012cm–2 beträgt, was
zu einem epitaxialen Flächenwiderstand
von 3000 bis 4000 Ohm pro Quadrat führt.
-
Der
(verglichen mit dem Bereich 10) relativ stark dotierte
Bereich 40 kann außerdem
durch Implantieren von Phosphor- oder Arsen-Ionen direkt in das
Substrat 11 vom P-Leitungstyp, gefolgt von einer Diffusion
zum Eintreiben der Dotierungsmittel auf eine Tiefe von 1 bis 2 μm geschaffen
werden. Die Implantationsdosis und die Eintreibdiffusionsbedingungen
sind so gewählt,
daß ein
Flächenwiderstand
von 3000 bis 4000 Ohm pro Quadrat erzielt wird. Die Epitaxialschicht 10 wird
dann oberhalb der Diffusion 40 aufgewachsen.
-
Die
Dicke der oberen Epitaxialschicht (Bereich 10) wird in
Abhängigkeit
von der Tiefe des P–-Resurf-Bereiches 30 und
der Dotierungsmittelart in dem stark dotierten Bereich 40 gewählt. Beispielsweise
wird eine Dicke von ungefähr
8 μm für den Bereich 10 gewählt, wenn
der P–-Resurf-Bereich 30 angenähert 5 μm tief ist
und ein Arsen-Dotierungsmittel im Bereich 40 verwendet
wird.
-
Es
ist möglich,
die Dicke des oberen Epitaxialbereiches (Bereich 10) weiter
dadurch zu verringern, daß die
Dicke des P–-Resurf-Bereiches 30 verringert
wird.
-
Der
spezifische Widerstand des Bereiches 10 kann zwischen 2
bis 4 Ohm-cm liegen, und zwar in Abhängigkeit von den Forderungen,
die sich aus anderen Teilen der integrierten Schaltung ergeben. Je
niedriger der spezifische Widerstand des Bereiches 10 ist,
desto schwieriger ist es, die Ladung in dem P–-Resurf-Bereich 30 zu
kontrollieren. Die Auswahl der Dicke und des spezifischen Widerstandes des
unteren Epitaxialbereiches 40 und des oberen Epitaxialbereiches 10 muß eine Ladung
des eingeschnürten
Epitaxialbereiches (unter dem P–-Resurf-Bereich 30)
von 1,5 bis 2,0 × 1012cm–2 oder einen Flächenwiderstand
des eingeschnürten
Epitaxialbereiches von 2800 bis 3500 Ohm pro Quadrat am Ende aller
Verarbeitungsschritte hervorrufen. Der Bereich 10 und sein
Teilbereich 40 können
entweder mit Phosphor oder Arsen dotiert sein. Arsen wird bevorzugt,
wenn dünnere
Bereich erwünscht
sind, weil Arsen einen niedrigeren Diffusionskoeffizienten als Phosphor
aufweist und daher eine geringere Selbstdotierung von dem stark
dotierten Bereich 40 in den schwach dotierten Bereich 10 aufweist.
-
3 zeigt,
wie die vorliegende Erfindung verwendet werden kann, wenn ein MOSFET
mit lateraler Leitung in der Senke 21 nach 2 ausgebildet wird.
Bezugsziffern, die gleich denen nach 2 sind,
bezeichnen vergleichbare Teile. In 3 schließt das Grenzschichtmuster
eine Steuer-Draindiffusion 50 ein, die von einer ringförmigen Resurf-Diffusion 51 umgeben
ist. Eine ringförmige
Basis 55 vom P-Leitungstyp, die einen Sourcering 56 enthält, ist
in die obere Oberfläche
des Bereiches 10 eindiffundiert. Ein geeignetes Gateoxyd 60 wird
unter dem Polysilzium-Gatering 61 ausgebildet, und die gesamte
Oberfläche
der Senke 10 wird durch ein Passivierungsoxyd 62 abgedeckt.
Die Sourceelektrode 65, die ringförmig ist, ist mit der Source 56 und
der Basis 55 verbunden, und eine Drainelektrode 66 ist mit
dem Drainbereich 50 verbunden. Eine Gateelektrode 57 ist
mit dem Polysilizium-Gate 61 verbunden.
-
Im
Betrieb wiedersteht die Struktur nach 3 einer
hohen Sperrspannung zwischen der Sourceelektrode 65 und
der Drainelektrode 66, beispielsweise 600 Volt und mehr.
Um das Bauteil einzuschalten, wird eine Spannung an das Gate 61 angelegt,
was eine Inversion des Kanalbereiches innerhalb der Basis 55 hervorruft.
Ein Elektronenstrom kann dann von der Sourceelektrode 65 durch
den invertierten Kanal unter die Resurf-Diffusion 61 und
zur Drainelektrode 66 fließen.
-
Es
sei bemerkt, daß das
in 3 gezeigte Grenzschichtmuster irgendein anderes
gewünschtes und
bekanntes Grenzschichtmuster sein könnte und eine zellenförmige, eine
fingerartig verschränkte
oder andere Form aufweisen könnte.
-
Bei
einer Ausführugnsform
für 600
Volt würde
der seitliche Abstand von der Außenkante des Gateringes 61 zur
Kante der Isolationsdiffusion 23 ungefähr 25 μm betragen. Der Gatering 61 hat
eine Breite von ungefähr
10 μm. Der
laterale Abstand zwischen der Innenkante des Ringes 61 zur
Außenkante der
Grenzschicht 50 beträgt
für ein
600 Volt-Bauteil ungefähr
70 μm und
für ein
1200 Volt-Bauteil ungefähr
140 μm.
-
Das
Substrat 11 ist ein einen spezifischen Widerstand von 60
Ohm-cm aufweisender, mit Bor dotierter Körper, der eine Dicke von 0,127
bis 0,635 mm (5 bis 25 Tausendstel Zoll) aufweist. Die Epitaxialschicht 10 (gemessen
von ihrer oberen Oberfläche bis
zur Oberseite des Bereiches 40) weist eine Dicke vn 8 μm und einen
spezifischen Widerstand von ungefähr 3 Ohm-cm plus oder minus
ungefähr
10% auf. Der Bereich 40 weist eine Dicke von ungefähr 2 μm und einen
Flächenwiderstand
von 3000 bis 4000 Ohm pro Quadrat auf. Die Bereiche 10 und 40 können entweder
mit Phosphor oder mit Arsen dotiert sein. Der P–-Resurf-Bereich 51 kann
eine Tiefe von ungefähr
5 μm aufweisen.
Es sei bemerkt, daß Herstellungsvariationen
der Tiefe von 5 μm
nur eine geringe Auswirkung auf die "Epitaxialeinschnürung" unterhalb des Bereiches 51 haben,
weil lediglich ein relativ geringer prozentualer Anteil der Gesamtladung in
dem eingeschnürten
Bereich vorliegt.
-
Im
Fall eines 1200 Volt-Bauteils können
die vorstehenden Abmessungen beibehalten werden. Der spezifische
Widerstand des Substrates wird dann jedoch von 60 auf 150 Ohm-cm
erhöht.
-
4 zeigt
die Erfindung in einer Ausgestaltung in Form eines Hochspannungs-PMOS-Bauteils. In 4 haben
Bauteile, die mit denen nach den 2 und 3 vergleichbar
sind, die gleichen Bezugsziffern. Somit sind die Strukturen nach
den 2 und 3 miteinander kombiniert, und
das Gate 61 liegt über
dem invertierbaren Kanal zwischen dem P+-Bereich 100 und
einem zentralen P–-Bereich 101.
Ein zentraler P+-Kontaktbereich 102 ist
für einen
Kontakt mit dem Drainkontakt 66 vorgesehen. Ein N+-Kontaktbereich 103 ist ebenfalls
in Kontakt mit der Kante des Bereiches 100 vorgesehen.
Ein Erdkontakt 13 ist mit dem P+-Bereich 23 verbunden.
-
Ein
Passivierungs-Isolationsbereich 62a kann mit Abstand angeordnete
Polysiliziumplatten enthalten, die zum Abschluß des lateralen elektrischen
Feldes längs
der darunterliegenden Siliziumoberfläche beitragen. 5 zeigt
die Hälfte
der 3 zusammen mit dem zusätzlichen Merkmal von sich überlappenden,
kapazitiv gekoppelten Polysilizium-Ringen, die als eine Einrichtung
zum Abschluß der
Hochspannung zwischen den Source- und Drain-Elektroden 65 und 66 wirken.
-
Wie
dies in 5 gezeigt ist, war es bereits bekannt,
kapazitiv gekoppelte Polysilizium-Ringe 200 zu verwenden
(es kann irgendeine gewünschte Anzahl
von Ringen verwendet werden). Die drei mit 201, 203 und 205 bezeichneten
Ringe werden auf die erste Polysilizium-Höhenlage gebracht, und die anderen
vier Ringe, die mit 200, 202, 204 und 206 bezeichnet
sind, werden auf der zweiten Polysilizium-Höhenlage mit einem Muster versehen.
Beide Polysiliziumschichten sind so dotiert, daß sie leitend gemacht werden.
Eine Isolierschicht 62a von ungefähr 500 Nanometern ist zwischen
den beiden Polysiliziumschichten vorgesehen, um sie elektrisch voneinander
zu isolieren. Jeder aufeinanderfolgende Ring auf der zweiten Polysilizium-Höhenlage überlappt
die nächstgelegenen
Ringe auf der ersten Polysilizium-Höhenlage um 2 bis 5 μm, wie dies
in 5 gezeigt ist, um die Ringe kapazitiv miteinander
zu koppeln. Die Isolierschicht 62a kann durch thermische
Oxidation der ersten Polysiliziumschicht geschaffen werden, oder
sie kann durch abgeschiedenes Siliziumodyd oder irgendein anderes
Isoliermaterial, wie z.B. Siliziumnitrid gebildet sein. Dieses Isoliermaterial
muß einer
Spannung von ungefähr
100 Volt pro einzelnem Spalt widerstehen können. Schließlich wird
die gesamte Struktur mit einem Passivierungsoxyd 62 abgedeckt.
-
Der
erste Ring 200 ist mit der Source 65 oder dem
niedrigsten Potential längs
des Bauteils verbunden, während
der letzte Ring 206 mit dem höchsten Potential des Bauteils
oder der Drainelek trode 66 verbunden ist. Die Reihe von
kapazitiv gekoppelten Polysilizium-Ringen unterteilt den Potentialabfall längs des
Bauteils in kleinere diskrete Werte, wodurch die Neigung zu einer
Konzentration des elektrischen Feldes in der Nähe der Oberfläche des
Hochspannungsbauteils verringert wird. Dies verbessert die Durchbruchsspannung
des Bauteils. Zusätzlich schirmt
die vorgeschlagene Struktur die Oberfläche des Hochspannungsbauteils
gegenüber
elektrostatischen Streuladungen ab, die häufig in integrierten Schaltungen
aufgrund von Ionenverunreinigungen auftreten, die sich aus dem darüberliegenden
(nicht gezeigten) Kunststoffgehäuse
ergeben, das mit der oberen Oberfläche des Bauteils nach 5 in
Berührung
steht. Die Ringe 200 bis 206 verbessern in dramatischer
Weise die Zuverlässigkeit
des Hochspannungsbauteils, insbesondere dann, wenn es unter Hochtemperatur-Vorspannungs-(HTB-)Bedingungen
geprüft
wird.
-
Die
Vielfachringstruktur kann bei Hochspannungsbauteilen mit lateraler
oder vertikaler Leitung verwendet werden, wie z.B. Dioden, MMOSFET's, IGBT's, BJT's und dergleichen,
und sowohl für
traditionelle Bauteile als auch für Bauteile von Resurf-Typ. Die Polysilizium-Ringe
können
durch andere Leiter, wie z.B. Metalle oder Silizide ersetzt werden.
-
Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung, wie es in 5 gezeigt
ist, wird die schwimmende Ringe einschließende Abschlußstruktur
in Kombination mit einem Doppel-Resuf-Bauteil der Art verwendet,
wie sie in den 3 und 4 gezeigt ist.
-
5 enthält weiterhin
eine neuartige Struktur, um eine Pegelschieberschaltung, die in
dem Halbleiterplättchen
verwendet werden kann "robuster" zu machen. Im einzelnen
ist ein P-Leitungstyp-Körperring 255 konzentrisch
zu dem P-Leitungstyp-Körper 55 eindiffundiert
und stößt an den P–-Resurf-Bereich 51 an.
Hierdurch wird ein NMOSFET unter dem Gate 61 gebildet.
Eine Vielzahl von mit Abstand voneinander angeordneten P-Leitungstyp-Körper-Kurzschlüssen 256 wird
dann zum periodischen Kurzschließen des P-Körpers 55 und des P-Körpers 255 verwendet,
wie dies in 5a gezeigt ist.
-
Die
Bereiche 256 schließen
den N-Kanal-DMOSFET kurz, wodurch dessen Gesamt-Kanalbreite verringert
wird. Dies verringert den Sättigungsstrom
des Bauteils und kann die Robustheit des Bauteils beträchtlich
vergrößern.
-
6 zeigt
ein weiteres Merkmal der Erfindung zur Erzielung einer verbesserten
Abschirmung gegen Ionenverunreinigungen in der Kunststoffgehäusekappe 300. 6 zeigt
ebenfalls einen kleinen Teil der 5, doch
fügt dieser
ein neuartiges Sourcemetall 65 hinzu, das kontinuierlich über der
Oberseite des Niedrigtemperaturoxydes 62 abgeschieden ist,
das oberhalb des Gates 61 liegt. Im einzelnen wurde bei
bekannten Bauteilen mit lateraler Leitung das Sourcematerial in
der in 5 gezeigten Weise abgeschnitten oder abgeschieden
und erstreckte sich nicht über
die Oberseite des Niedrigtemperaturoxyds 62 über dem
Gate 61. Der Kanalbereich zwischen dem P-Körper 55 und
der Source 56 ist gegenüber
Ionenverunreinigungen sehr empfindlich. Gemäß einem Merkmal der Erfindung
erstreckt sich das Sourcemetall 62 über den empfindlichen Kanalbereich,
um eine physikalische Metall-(Aluminium-) Abschirmung gegen die
Wanderung von Ionenverunreinigungen zu schaffen, die in dem Kunststoffgehäuse 300,
insbesondere bei hohen Temperaturen, gebildet werden. Somit verbessert
die neuartige Metallabschirmung nach 6 die Bauteileigenschaften unter
Hochtemperatur-Sperrspannungsbedingungen (HTB) beträchtlich.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung bezüglich spezieller
Ausführungsformen
hiervon beschrieben wurde, sind viele andere Abänderungen und Modifikationen
und andere Anwendungen für
den Fachmann ohne weiteres ersichtlich.