DE19701106A1 - Verstärkte Abdeckkappe für eine Airbaganordnung - Google Patents
Verstärkte Abdeckkappe für eine AirbaganordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdeckkappe für eine
Airbaganordnung, insbesondere in Kraftfahrzeugen, wobei die
Abdeckkappe wenigstens eine durch eine Materialschwächung
gebildete Aufreißlinie aufweist, und wobei zur
Stabilisierung des die Aufreißlinie enthaltenden
Kappenbereichs innenseitig quer zur Aufreißlinie verlaufende
Verstärkungsrippen angeordnet sind.
Eine Abdeckkappe mit den vorgenannten Merkmalen ist in der
EP 0 623 493 A1 beschrieben; bei derartigen, mit einer
Aufreißlinie versehenen Abdeckkappen besteht das Problem,
daß aufgrund der quer über die Abdeckkappe verlaufenden
Aufreißlinie und der damit einhergehenden Materialschwächung
die Abdeckkappe in dem betreffenden Bereich vergleichsweise
weich ist und aufgrund des von dem in die Airbaganordnung
eingefalteten Gassack ausgehenden Packdruckes zum Ausbeulen
neigt. Zur Vermeidung dieses Problems ist in der
EP 0 623 493 A1 schon vorgeschlagen, beiderseits der Auf
reißlinie zur Versteifung der Abdeckkappe jeweils quer zur
Aufreißlinie verlaufende Verstärkungsrippen einzubringen.
Diese Anordnung von Verstärkungsrippen reicht jedoch zur
Beseitigung des vorgenannten Problems noch nicht aus.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer
Abdeckkappe der eingangs genannten Art für eine weitere
Stabilisierung der Abdeckkappe zu sorgen.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich
vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser
Beschreibung nachgestellt sind.
Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, daß die quer
zur Aufreißlinie verlaufenden Verstärkungsrippen über die
Aufreißlinie der Abdeckklappe hinweggeführt und in ihrem die
Aufreißlinie kreuzenden Bereich eine Materialschwächung als
Sollbruchstelle aufweisen.
Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß einerseits
die Versteifung der Abdeckkappe mittels der über die
Aufreißlinie hinweggeführten Verstärkungsrippen verbessert
ist, andererseits aber die Öffnung der Abdeckkappe längs der
in ihr verlaufenden Aufreißlinie aufgrund der in den
Verstärkungsrippen ausgebildeten Sollbruchstellen nicht
behindert ist. Durch die quasi biegesteife Verbindung der
durch die Aufreißlinie definierten Kappenhälften über die
besagte Aufreißlinie hinweg wird eine außerordentlich
wirksame Versteifung der Abdeckkappe erreicht.
Nach einem ersten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß
die Materialschwächung der Verstärkungsrippen durch
wenigstens einen quer zur Längsrichtung der
Verstärkungsrippe eingebrachten V-förmigen Einschnitt
gebildet ist. Alternativ kann vorgesehen sein, daß die
Materialschwächung der Verstärkungsrippe durch beidseitig
der Verstärkungsrippe jeweils quer zu deren Verlauf
ausgebildete und aufeinander zu gerichtete V-förmige
Einschnitte gebildet ist.
Zur Bemessung der Restwandstärke der Verstärkungsrippe im
Bereich ihrer Materialschwächung schlägt die Erfindung in
einem Ausführungsbeispiel vor, daß die Restwandstärke der
Verstärkungsrippe im Bereich ihrer Materialschwächung der
Restwandstärke der Abdeckkappe an der Aufreißlinie
entspricht.
Es kann vorgesehen sein, daß die Höhe der Verstärkungsrippen
dem Vielfachen der Wanddicke der Abdeckkappe entspricht.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung schlägt die
Erfindung vor, daß die quer zur Aufreißlinie verlaufenden
Verstärkungsrippen mit Abstand zu der zugeordneten Außenwand
der topfförmigen Abdeckkappe enden; dabei unterstützt der
durch das Auslaufen der Verstärkungsrippen erzeugte
Steifigkeitssprung in der Abdeckkappe die Scharnierfunktion
der jeweiligen Endbereiche der beiden Hälften der
Abdeckkappe bei deren Öffnung.
Zur weiteren Versteifung der Abdeckkappe ist nach einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, daß
beiderseits der Aufreißlinie und parallel dazu zusätzliche
Verstärkungsrippen angeordnet sind, welche die mit der
Materialschwächung versehenen Verstärkungsrippen kreuzen;
hiermit ist eine fachwerkähnliche Versteifung erreicht.
Mit der erfindungsgemäßen Versteifung der Abdeckkappe ist in
vorteilhafter Weise eine gleichmäßige Oberfläche der
Abdeckkappe gegeben, da sich Schwankungen in dem Packdruck
des Luftsackes deutlich geringer auf die Form der
Abdeckkappe auswirken; so muß auch die Luftsackpackung nicht
mehr zur Unterstützung beziehungsweise Definition der Lage
der Abdeckkappe ausgelegt werden. Aufgrund der Steifigkeit
der Abdeckkappe werden die erforderlichen Hupbetätigungswege
geringer, da eine Komprimierung der Abdeckkappe wegfällt;
somit ist eine Integration der Hupfunktion in die Airbag
einrichtung möglich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist; die
einzige Figur zeigt eine schaubildliche Innenansicht auf
eine Abdeckkappe mit Verstärkungsrippen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Abdeckkappe 10 topfförmig mit von Außenwänden 12
umschlossener Ausnehmung 11 zum Übergreifen eines in der
Airbageinrichtung eingepackten beziehungsweise eingefalteten
Luftsackes ausgebildet. Der Boden 13 der topfförmigen
Abdeckkappe bildet die nach außen gerichtete Abdeckung für
die Airbageinrichtung, die in an sich bekannter Weise in
eine Fahrzeugstruktur wie Armaturenbrett oder Lenkrad
eingepaßt ist.
Am Boden 13 der Abdeckkappe 10 ist eine geradlinig
verlaufende Aufreißlinie 14 ausgebildet, die die Abdeckkappe
10 in zwei Kappenhälften 19, 20 trennt, wobei sich jeweils
an den parallel zur Aufreißlinie 14 verlaufenden äußeren
Wänden 12 Scharnierbereiche 18 ergeben, an denen nach
Öffnung der Aufreißlinie 14 durch den sich entfalteten
Gassack die Kappenhälfte 19, 20 derart aufschwenken, daß
sich die Kappenhälfte 19, 20 von der Abdeckkappe 10 nicht
lösen können.
Quer zur Aufreißlinie 14 sind die Kappenhälften 19, 20 durch
jeweils außen und quer zu den Scharnierbereichen 18
verlaufende zusätzliche Aufreißlinien 21 definiert, so daß
eine entsprechende Breite der Kappenhälften 19, 20
vorgegeben ist.
Zur Versteifung der Abdeckkappe 10 sind quer über die
Aufreißlinie 14 hinweggeführte und damit die Kappenhälften
19, 20 miteinander verbindende Verstärkungsrippen 15
vorgesehen, die in ihrem Kreuzungsbereich mit der
Aufreißlinie 14 jeweils beidseitig aufeinander zu gerichtete
V-förmige Einschnitte 16 aufweisen, so daß sich im Bereich
der Kreuzungspunkte von Verstärkungsrippen 15 und
Aufreißlinie 14 jeweils eine Materialschwächung der
Verstärkungsrippen 15 ergibt, die als Sollbruchstellen
wirken. Die Verstärkungsrippen 15 laufen jeweils mit Abstand
zu den Scharnierbereichen 18 aus, da die Scharnierfunktion
der Scharnierbereiche 18 eine in diesen Bereichen weiche
Form der Abdeckkappe voraussetzt, so daß in diesem Bereich
eine Verstärkung nicht erwünscht ist. Der durch das Ende der
Verstärkungsrippen 15 erzeugte Steifigkeitssprung in der
Abdeckkappe unterstützt also die Scharnierfunktion für die
Kappenhälften 19, 20.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zusätzlich
noch parallel zur Aufreißlinie 14 beziehungsweise den
Scharnierbereichen 18 verlaufende Verstärkungsrippen 17
vorgesehen, die die mit der Materialschwächung versehenen
Verstärkungsrippen 15 kreuzen und so für eine
fachwerkähnliche Versteifung sorgen.
Die Rippenhöhe der Versteifungsrippen 15, 17 beträgt bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ein Vielfaches der
Wandstärke der Abdeckkappe und beträgt beispielsweise einige
Millimeter, während die Restwandstärke der Abdeckkappe längs
ihrer Aufreißlinie nur einige 10tel Millimeter beträgt.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen,
der Zusammenfassung und der Zeichnung offenbarten Merkmale
des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch
in beliebigen Kombinationen untereinander für die
Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen
Ausführungsformen wesentlich sein.
Claims (7)
1. Abdeckkappe für eine Airbaganordnung, insbesondere in
Kraftfahrzeugen, wobei die Abdeckkappe wenigstens eine
durch eine Materialschwächung gebildete Aufreißlinie
aufweist, und wobei zur Stabilisierung des die Aufreiß
linie enthaltenden Kappenbereichs innenseitig quer zur
Aufreißlinie verlaufende Verstärkungsrippen angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur
Aufreißlinie (14) verlaufenden Verstärkungsrippen (15)
über die Aufreißlinie (14) der Abdeckklappe (10)
hinweggeführt sind und in ihrem die Aufreißlinie (14)
kreuzenden Bereich eine Materialschwächung (16) als
Sollbruchstelle aufweisen.
2. Abdeckkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Materialschwächung der Verstärkungsrippen (15) durch
wenigstens einen quer zur Längsrichtung der
Verstärkungsrippe (15) eingebrachten V-förmigen
Einschnitt (16) gebildet ist.
3. Abdeckkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Materialschwächung der Verstärkungsrippe (15) durch
beidseitig der Verstärkungsrippe (15) jeweils quer zu
deren Verlauf ausgebildete und aufeinander zu gerichtete
V-förmige Einschnitte (16) gebildet ist.
4. Abdeckkappe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Restwandstärke der
Verstärkungsrippe (15) im Bereich ihrer
Materialschwächung (16) der Restwandstärke der Abdeck
kappe (10) an der Aufreißlinie (14) entspricht.
5. Abdeckkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Höhe der Verstärkungsrippen (15)
dem Vielfachen der Wandstärke der Abdeckkappe (10)
entspricht.
6. Abdeckkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die quer zur Aufreißlinie (14)
verlaufenden Verstärkungsrippen (15) mit Abstand zu der
zugeordneten Außenwand (12) der topfförmigen Abdeckkappe
(10) enden.
7. Abdeckkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß beiderseits der Aufreißlinie (14)
und parallel dazu zusätzliche Verstärkungsrippen (17)
angeordnet sind, welche die mit der Materialschwächung
(16) versehenen Verstärkungsrippen (15) kreuzen.
Priority Applications (1)
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| DE1997101106 DE19701106B4 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Verstärkte Abdeckkappe für eine Airbaganordnung |
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Publications (2)
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