DE19701972A1 - Klappe für ein Blasinstrument und Verfahren zu ihrer Montage - Google Patents
Klappe für ein Blasinstrument und Verfahren zu ihrer MontageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klappe nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1 sowie ein Verfahren zur Montage einer derartigen
Klappe.
Aus der GB-PS 717 902, der EP 240 426 A1 oder aus der
WO96/21923 sind gattungsgemäße Klappen bekannt. Reflexions
flächen sind dort als zusätzliche Bauelemente vorgesehen,
die zum Tonloch gerichtet vor der Dichtungsfläche montiert sind.
Grundsätzlich sollte die Klappe möglichst leicht ausgebildet
sein, da ein hohes Gewicht der Klappe nach längerer Spiel
dauer zu Ermüdungs- oder Verkrampfungserscheinungen führen
kann: Um die geöffnete Klappenstellung sicher beizubehalten,
ist bei hohem Klappengewicht eine starke Feder erforderlich.
Nur unter Überwindung dieser Federkraft kann der Musiker die
Klappe schließen.
Bei den gattungsgemäßen Klappen führt eine Vergrößerung der
Reflexionsfläche zu einem größeren Klappengewicht, da hierzu
die als zusätzliche Bauelemente vorgesehenen Reflexionsflä
chen größer und damit schwerer werden müßten. Zudem sind
durch den Tonlochdurchmesser die Vergrößerungsmöglichkei
ten eingeschränkt.
Die Montage gattungsgemäßer Klappen ist aufwendig, da jede
Klappe exakt auf den abdichtenden Sitz am Tonlochrand einge
stellt werden muß. Die stets konzentrische Ausgestaltung von
Reflexions- und Dichtungsflächen führt bei größeren Reflexions
flächen zu minimal schmal bemessenen Dichtungsflächen,
so daß die Montage- und Justierungstoleranzen minimal sind
und zeitaufwendige Montage- und Anpassungsarbeiten be
dingen.
Kleinere Reflexionsflächen sind klanglich unerwünscht wegen
einer starken Dämpfung sowohl bei geschlossener Klappe, da
innerhalb des Tonlochdurchmessers der Anteil der schalldämp
fenden Dichtungsfläche groß ist, als auch bei geöffneter Klappe,
da von der zum Tonloch gerichteten Klappenoberfläche der
Anteil der schalldämpfenden Dichtungsfläche ebenfalls groß ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Klappe dahingehend zu verbessern, daß diese eine preiswerte
Herstellung und einen guten Klang der Musikinstruments er
möglicht.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Ausgestaltung einer Klappe mit den Merkmalen des Anspruches
1 sowie durch ein Montageverfahren mit den Verfahrensschrit
ten des Anspruchs 13 gelöst.
Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, anstelle der im
Querschnitt U-förmigen Klappen, deren Rand einen abgewinkel
ten Kragen ausbildet, den neben der ringförmigen Dichtungsflä
che äußeren Randbereich der Klappe als Reflexionsfläche aus
zugestalten. Hieraus ergeben sich mehrere Vorteile:
- 1. Die Montage der Klappen kann schnell und einfach erfolgen. Durch die große zum Tonloch gerichtete Klappenoberfläche kann ein Dichtring in einem vergleichsweise weiten Bereich exzentrisch angeordnet werden und die Klappe muß nicht langwierig exakt zentrisch zum Tonloch ausgerichtet werden. Insbesondere kann zunächst der Dichtring lagerichtig auf den Tonlochrand aufgelegt werden. Durch eine Klebeschicht wird bei nun folgendem Schließen der Klappe die korrekte Positi on des Dichtrings an der Klappe erzielt. Die Breite des Dicht rings kann daher schmal bemessen sein, da sie nicht Tole ranzen bei der Ausrichtung der Klappe ausgleichen muß.
- 2. Die Dämpfung bei geschlossener Klappe kann somit verrin gert werden, da innerhalb des Tonlochdurchmessers der An teil der schalldämpfenden Dichtungsfläche minimiert werden kann.
- 3. Aus demselben Grund kann auch bei geöffneter Klappe die zum Tonloch gerichtete Klappenoberfläche einen minimalen Anteil schalldämpfender Dichtungsfläche aufweisen, wobei zusätzlich der gegenüber anderen Klappen größere reflexie rende Klappendurchmesser wirkt.
- 4. Da die Klappe aus lediglich einer Platte und einem darauf befestigten Dichtring bestehen kann, ist die Vergrößerung der Reflexionsfläche bei einem Klappengewicht möglich, das unter dem Gewicht gattungsgemäßer Klappen liegt.
Vorteilhaft kann die Klappe an einem beweglichen Halter über
ein konisch, kegelähnlich, pyramidenähnlich od. dgl. ausgebilde
tes elastisches Zwischenstück befestigt werden. Die breite Basis
ermöglicht eine gute Befestigung am Halter und schützt das
Zwischenstück weitgehend gegen seitliche Verschiebungen
oder Verformungen. Die zur Spitze dieses Zwischenstückes zu
nehmend geringere Materialstärke ermöglicht die hochflexible
Befestigung der Klappe am Zwischenstück, da für eine Verfor
mung nur geringe Materialmengen verformt werden müssen, so
daß automatisch eine optimale Feinjustierung der Klappe bei ih
rer Anlage am Tonlochrand bewirkt wird und dadurch eine opti
male Abdichtung des Tonloches möglich wird.
Gegenüber der aus der WO96/21923 bekannten Verwendung
einer vergleichsweise steifen, pendelstützenartigen Achse, um
die herum eine dämpfende Scheibe angeordnet ist, wird zudem
ein besseres Dämpfungsverhalten erzielt. Klappengeräusche,
die beim Anschlagen der Klappe an das Tonloch auftreten kön
nen, werden gedämpft und können sich nicht in unerwünschter
Weise von der Klappe aus auf weitere Bauteile des Musikin
strumentes übertragen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteran
sprüchen entnehmbar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1-3 Drei Ausführungsbeispiele mit unterschiedlichen Zwi
schenstücken und Klappen, und
Fig. 4 das Ausführungsbeispiel von Fig. 1, jedoch mit einem
zu Fig. 1 unterschiedlich positionierten Dichtring.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Klappe bezeichnet, die an einem Musik
instrument, beispielsweise an einem Saxophon, Verwendung
finden kann, die in ähnlicher Ausgestaltung jedoch auch an allen
anderen Blasmusikinstrumenten mit Tonlöchern bzw Tonloch
kaminen Verwendung finden kann, beispielsweise an Oboen,
Klarinetten, Querflöten, Fagotten od. dgl.
Die Klappe 1 weist als Dichtfläche einen Dichtring 2 auf, der
dem Tonlochrand anliegt und so das Tonloch luftdicht ver
schließt. Die Klappe 1 kann einen erheblich größeren Durch
messer als der Dichtring 2 aufweisen. Dies kann aus produk
tionstechnischen Gründen wünschenswert sein, um bei lediglich
geringen Unterschieden des Tonlochdurchmessers nicht eine
Unzahl unterschiedlicher Klappengrößen herstellen zu müssen.
Zudem ergibt sich hierdurch neben einer ersten Reflexionsflä
che 8 radial innerhalb des Dichtrings 2 eine zweite Reflexions
fläche 9 radial außerhalb des Dichtrings 2.
Die Klappe 1 ist mit einem Halter 3 verbunden, wobei der Halter
über ein nicht dargestelltes Hebelgestänge schwenkbeweglich
am Musikinstrument gelagert ist und die Schwenkbewegung der
Klappe zwischen ihrer offenen und ihrer geschlossenen Stellung
ermöglicht. Gegebenenfalls kann er durch weitere Hebelgestän
ge mit einer Tastatur verbunden sein, die eine Betätigung der
Klappe 1 in einem erheblichen Abstand von der Klappe 1 er
möglicht.
Die Klappe 1 ist mit dem Halter 3 über ein Zwischenstück 4 ver
bunden. Das Zwischenstück 4 verläuft konisch von seiner Basis
am Halter 3 zu seinem spitzeren Ende an der Klappe 1. Das
Zwischenstück 1 ermöglicht durch seine breite Anlagefläche an
dem Halter 3 eine verschiebesichere Halterung der Klappe 1, so
daß parallele Verschiebungen zwischen der Klappe 1 und dem
Halter 3 bei den in der Praxis auftretenden Bedingungen ausge
schlossen werden können. Auf diese Weise wird eine sichere
Anlage des Dichtringes 2 am Tonlochrand gewährleistet.
Das Zwischenstück 4 trifft mit seiner nahezu punktförmig kleinen
Spitze auf die Klappe 1. Hierdurch wird eine große Elastizität
und ein gutes Dämpfungsverhalten beim Auftreffen der Klappe 1
auf den Tonlochrand erzielt. Eine sichere Verbindung zwischen
dem Zwischenstück 4 und der Klappe 1 wird durch einen das
Zwischenstück 4 umgebenden Dämpfungskörper 5 ermöglicht:
Der Dämpfungskörper 5 besteht aus einem gegenüber dem Zwi
schenstück 4 nachgiebigeren Material und ermöglicht die Pen
delbewegung der Klappe 1 um die Spitze des Zwischenstückes
4, so daß sich die Klappe 1 stets optimal an das Tonloch anle
gen kann. Der Dämpfungskörper 5 kann mit dem Zwischenstück
4 verklebt sein. Es kann auch in einem gleichzeitigen Herstel
lungsprozeß, in welchem das Zwischenstück 4 und der Dämp
fungskörper 5 gleichzeitig gespritzt bzw. gegossen werden, eine
innige Verbindung zwischen dem Dämpfungskörper 5 und dem
Zwischenstück 4 sichergestellt werden.
Der Dämpfungskörper 5 weist zur Klappe 1 hin eine große Anla
gefläche auf, so daß eine sichere Verbindung der Klappe 1 mit
dem Halter 3 über die große Anlagefläche des Dämpfungskör
pers 5, die Verbindungsfläche zwischen Dämpfungskörper 5 und
Zwischenstück 4 und schließlich über die große Basisfläche des
Zwischenstückes 4 erzielt wird, mit der dieses dem Halter 3 an
liegt.
Zwischenstück 4 und Dämpfungskörper 5 bilden gemeinsam
einen Zwischenkörper 6, der beispielsweise scheibenförmig
oder zylinderförmig ausgestaltet sein kann. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel wird die äußere Kontur des Zwischenkör
pers 6 durch die äußere Kontur des Dämpfungskörpers 5 be
stimmt.
Die Klappe 1 gemäß Fig. 1 weist an ihrer zum Tonloch gerichte
ten Seite einen sehr großen schallharten Flächenanteil auf, da
an dieser Seite der Klappe 1 lediglich der Dichtring 2 die Ober
fläche der Klappe 1 verdeckt. Die Klappe 1 benötigt daher keine
zusätzlichen zum Tonloch gerichteten Resonatoren, Reflektoren
od. dgl., die sowohl bei geschlossener als auch bei geöffneter
Klappe den Klang des Instruments beeinflussen.
Die Klappe 1 stellt vielmehr selbst einen optimalen Schallreflek
tor mit einer großen Reflexionsfläche dar, so daß insgesamt die
Konstruktion gemäß Fig. 1 sehr leicht gehalten werden kann
und entsprechend geringe Federkräfte zum Offenhalten der
Klappe 1 erforderlich sind. Dementsprechend leicht ist die Betä
tigung zum Schließen der Klappe, da lediglich die geringen
Federkräfte überwunden werden müssen.
Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 kann vor
gesehen sein, das spitzere Ende des Zwischenstück 4 kegel
stumpfförmig auszugestalten, so daß das Zwischenstück 4 sei
ner Basis gegenüberliegend eine Spitze aufweist, die nicht
punktförmig klein ist, sondern eine gewisse Fläche aufweist. Mit
dieser Fläche kann eine Befestigung an der Klappe 1 möglich
sein, beispielsweise durch Verklebung. Der Dämpfungskörper 5,
der im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 die Verklebbarkeit des
gesamten Zwischenkörpers 6 an der Klappe 1 ermöglicht, kann
dann eventuell entfallen, so daß die gesamte Klappenanord
nung noch leichter wird.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Klappe 1 in
ihrer Mitte eine Bohrung aufweist, durch die sich die Spitze des
Zwischenstückes 4 erstreckt. Die Spitze ist dabei pfeilförmig und
widerhakenartig ausgestaltet, so daß die Klappe 1 zwischen
zwei Flächen festgelegt wird: Einerseits der kleineren Fläche
des kegelstumpfförmigen Zwischenstückes 4 und andererseits
der widerhakenartigen Fläche der Spitze dieses Zwischenstüc
kes 4 Eine an die Spitze angeformte Zughilfe 7 kann vorgese
hen sein, um das Durchziehen der Spitze des Zwischenstückes
4 durch die Klappe 1 zu erleichtern, wobei die Zughilfe 7 später
abgeschnitten oder auf andere Weise entfernt werden kann
Auch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 weist eine sehr große freie Oberfläche der Klappe 1 auf, die zum Tonloch ge richtet ist, so daß auch bei diesem Ausführungsbeispiel auf zu sätzliche Resonatoren oder Reflektoren an der Klappe 1 ver zichtet werden kann, da die Klappe 1 selbst als ein solcher Re flektor wirkt.
Auch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 weist eine sehr große freie Oberfläche der Klappe 1 auf, die zum Tonloch ge richtet ist, so daß auch bei diesem Ausführungsbeispiel auf zu sätzliche Resonatoren oder Reflektoren an der Klappe 1 ver zichtet werden kann, da die Klappe 1 selbst als ein solcher Re flektor wirkt.
Bei beiden Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und Fig. 2 ist die
Klappe 1 spielfrei, aber pendelbeweglich an der Spitze des
Zwischenstückes 4 angeordnet. Auf diese Weise wird ein unge
wolltes, beliebiges Pendeln der Klappe 1 verhindert. Die Klappe
1 steht vielmehr in einer Vorzugsausrichtung vor dem Tonloch,
wenn sie sich in ihrer geöffneten Stellung befindet. Dies ist für
die gewünschte Verteilung des aus dem Tonloch austretenden
Schalls vorteilhaft. Aus diesem Grunde kann auch abweichend
von den dargestellten geradlinigen Querschnittsverläufen der
Klappe 1 abgewichen werden. So können beispielsweise Klap
pen mit konvexem oder konkaven Querschnittsverlauf und
dementsprechender Schallverteilung Verwendung finden:
Fig. 3 zeigt eine konvexe Klappe 1 und einen Halter 3, wobei
der Zwischenkörper 6 ein Zwischenstück 4 aufweist, welches in
der Mitte tailliert ist und daher doppelkegelförmig ausgestaltet
ist. Hierzu kann ein speziell ausgestalteter Zwischenkörper 6
Verwendung finden oder der Zwischenkörper 6 gemäß Fig. 3
kann durch Verwendung von zwei Zwischenkörpern 6 gemäß
Fig. 1 hergestellt werden, in dem zwei derartige Zwischenkörper
6 miteinander verbunden werden, beispielsweise verklebt.
Die Kippachse für die Klappe 1 befindet sich bei dem Zwischen
körper 6 gemäß Fig. 3 von der Plattenoberfläche entfernt im Be
reich der Taille des Zwischenstücks 4, also in der Ebene an der
Außenseite des umlaufenden, den Dichtungsring 2 tragenden
Randes der Klappe 1.
Vorteilhaft kann die Kippachse einer Klappe 1 in der Ebene lie
gen, in der sich die Unterkante des Dichtringes 2 befindet, so
daß durch die erzielten Kippbewegungen eine optimal gleich
mäßige Anlage des Dichtringes 2 am Tonlochrand unterstützt
wird und geringfügige Schrägstellungen vermieden werden
können, die ansonsten durch die Elastizität des für den Dichtring
2 verwendeten Materials kompensiert werden müßten. Zu
diesem Zweck kann die Klappe 1 einen konkav nach innen ein
gezogenen Verlauf aufweisen, ähnlich wie bei dem Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 3. Es kann jedoch auch unabhängig
von der grundsätzlichen Klappenform vorgesehen sein, dort, wo
der Zwischenkörper 4 an die Klappe 1 anstößt, eine Vertiefung
in der Klappe vorzusehen, so daß die Befestigung des Zwi
schenstückes 4 an der Klappe 1 gegenüber dem außen umlau
fenden Klappenrand derart vertieft angeordnet ist, daß sich die
Kippachse in der gewünschten Ebene am Dichtring 2 ergibt. Die
Ausnehmungen können in hölzerne Klappen eingefräst werden,
wobei unter der hauptsächlichen Klappenebene eine Mate
rialanhäufung vorgesehen sein kann, in die sich die Ausneh
mung erstreckt, so daß die Ausnehmung tiefer sein kann als es
der Materialstärke der Klappe entspricht. Bei metallischen
Klappen können entsprechende Vertiefungen eingeprägt sein.
Vorteilhaft weisen die Vertiefungen eine größere Durchschnitts
fläche auf als das Zwischenstück 4, welches sich in die Vertie
fung erstreckt. Auf diese Weise ist eine freie Beweglichkeit und
Verformbarkeit des Zwischenstückes 4 in diesem Bereich ge
währleistet, so daß die Kippachse in diesen Bereich verlagert
werden kann.
Die Halter 3 der Fig. 1 und 3 weisen jeweils einen umlaufenden
Kragen 8 auf, der den Zwischenkörper 6 zusätzlich zur Verkle
bung auch durch Formschluß gegen seitliche Verschiebungen
fixiert.
In den Zeichnungen ist rein beispielhaft dargestellt, daß die
Klappen einen größeren Durchmesser aufweisen können als die
Dichtringe 2. Fig. 4 verdeutlicht, daß dieser Überstand außer zur
Vergößerung der Reflexionsfläche zu einer vorteilhaften Mon
tageart der Klappen verwendet werden kann: Zunächst wird da
bei ein lose vorliegender Dichtring 2 bei geöffneter Klappenstel
lung optimal auf dem Tonlochrand positioniert. An seiner Rück
seite ist der Dichtring 2 selbstklebend beschichtet. Nun wird die
Klappe 1 geschlossen. Dadurch werden zwei Vorteile erzielt:
Ohne aufwendige Justage der Klappe, also auch bei nicht exakt
zentrisch über dem Tonloch angeordneter Klappe, wird so ein
perfekter Sitz des Dichtrings sichergestellt. Angesichts der An
zahl von Klappen z. B. an einem Saxophon kann preislich vor
teilhaft ein sehr langwieriger und lohnkostenintensiver Produk
tions- oder Wartungsschritt erheblich verkürzt werden.
Der Dichtring 2 kann zudem entsprechend schmal ausgestaltet
werden und entsprechend große Anteile der Klappenoberfläche
als Schallreflexionsfläche verfügbar machen, was klanglich vor
teilhaft ist. Eine größere Breite des Dichtrings zum Ausgleich
von Toleranzen bei nicht genau zentrisch justierter Klappe ist
nämlich nicht erforderlich.
Claims (13)
1. Klappe für ein Tonlöcher aufweisende Musik-Blasinstrument,
mit einer zum Tonloch gerichteten Reflexionsfläche für den
Schall,
und mit einer dem Tonlochrand anliegenden Dichtungsfläche,
wobei die Dichtungsfläche ringförmig die Reflexionsfläche um
gibt,
gekennzeichnet durch eine zweite Reflexionsfläche (9), die radial
außerhalb der Dichtungsfläche angeordnet ist.
2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtungsfläche aus einem auf die Klappe (1) aufgeklebten Mate
rial besteht.
3. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klap
pe (1) mittels eines elastisch verformbaren Zwischenstücks (4) an
einem beweglich gelagerten Halter (3) befestigt ist, der die Klappe
(1) zwischen einer das Tonloch verschließenden und einer Of
fenstellung führt.
4. Klappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich das
Zwischenstück (4) von einem ersten, eine Basis ausbildenden, zu
einem zweiten, spitzeren Ende verjüngt, wobei das Zwischenstück
(4) mit einem dieser beiden Enden an der Klappe (1) und mit dem
anderen Ende am Halter (3) befestigt ist.
5. Klappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwi
schenstück (4) mit seiner Basis zu dem Halter (3) und mit seiner
Spitze zu der Klappe (1) gerichtet ist.
6. Klappe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zwischenstück (4) mit dem Halter (3) und der Klappe (1) ver
klebt ist.
7. Klappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwi
schenstück (4) mit einem pilz- oder pfeilförmigen Kopfteil an sei
ner Spitze in einer Bohrung der Klappe (1) festgelegt ist.
8. Klappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klap
pe (1) im Bereich der Spitze des Zwischenstückes (4) spielfrei an
dem Zwischenstück (4) festgelegt ist.
9. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwi
schenstück (4) von einem im Vergleich zu dem Zwischenstück (4)
weicheren, schwingungsdämpfenden Dämpfungskörper (5) um
geben ist.
10. Klappe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwi
schenstück (4) mit dem Dämpfungskörper (5) unlösbar verbun
den ist und zusammen mit diesem einen Zwischenkörper (6)
ausbildet.
11. Klappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Halter (3) einen umlaufenden Kragen (8)
aufweist und daß die Basis des Zwischenstückes (4) oder des
Zwischenkörpers (6) sich bis an den Kragen (8) erstreckt.
12. Klappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dichtungsfläche als Dichtring (2) ausge
staltet ist.
13. Verfahren zur Montage einer Klappe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst bei geöffneter Klappe (1) ein
Dichtring (2) auf dem Tonlochrand positioniert wird, wobei der
Dichtring (2) an seiner dem Tonlochrand abgewandten Seite kle
bend beschichtet ist, und daß anschließend die Klappe (1) ge
schlossen wird.
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