DE19700817C2 - Verfahren und Verwirbelungsdüse zur Herstellung von spinntexturierten Filamentgarnen - Google Patents
Verfahren und Verwirbelungsdüse zur Herstellung von spinntexturierten FilamentgarnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von spinn
texturierten Filamentgarnen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1
und eine Verwirbelungsdüse für die Herstellung eines
verwirbelten Garnes nach dem Oberbegriff des Anspruches 7.
Die Erfindung betrifft die Luftverwirbelung und geht aus von der Gattung von
Verwirbelungsdüsen, wie sie z. B. in der EP 564 400 B1 beschrieben ist. Bei
Garnen mit groben Einzelfilamenten (z. B. dtex 20) ist es bei höheren
Verarbeitungsgeschwindigkeiten von 2000 bis 3000 m/min oft schwierig eine
genügend große Verwirbelungsdichte bei genügend guter Regelmässigkeit zu
erzielen. Die Verwirbelungsdichte wird gemessen als Zahl der Verwirbelungsknoten
bzw. Fixpunkte pro Meter Garnlänge (FP/m). Es wird üblicherweise eine hohe
Verwirbelungsdichte bei hoher Regelmässigkeit der Fixpunktabstände angestrebt,
jedoch ohne Auftreten von einzelnen größeren Fixpunktabständen bzw.
Öffnungslängen zwischen Verwirbelungsknoten. Verwirbelungsvorrichtungen mit
vorwiegend runden Garnkanälen sind für niedrige bis mittlere Verwirbelungsdichten
geeignet. Für höhere Verwirbelungsdichten kommen Verwirbelungsvorrichtungen mit
Garnkanälen zum Einsatz, die in der Regel eine ebene Aufprallfläche aufweisen. Die
EP 465 407 B1 schlägt vor, daß die Wandflächen des Garnkanals wenigstens
zwei ebene Teilflächen enthalten müssen und das Garn innerhalb der
Verwirbelungsvorrichtung geführt wird. Zu diesem Zweck werden in dem Körper der
Vorrichtung an beiden Enden des Garnkanals Fadenführer eingesetzt.
Es ist ferner eine Praxisforderung, dass die Verwirbelungsdüsen einen Einfädelschlitz
aufweisen, der zwischen einem oberen Verwirbelungsdüsenteil mit der Aufprallfläche
sowie einem unteren Verwirbelungsdüsenteil mit einer Druckluftzufuhrbohrung für die
Einführung der Blasluft in den Garnkanal liegt. Die Prozeßgeschwindigkeit besonders
bei der Herstellung von spinntexturierten Teppichgarnen hat sich in den letzten Jahren
von ca. 2000 m/min. auf 3500 m/min erhöht. Das nächste Ziel für Spinn
texturiermaschinen wird in einem Geschwindigkeitsbereich von 4000 bis 6000 m/min.
gesehen. Da die Verwirbelung "in line" nach der Texturierung und vor dem Aufspulen
erfolgt, gilt auch für die Wirbeldüsen die Zielsetzung, ohne Qualitätseinbußen mit
einer Garntransportgeschwindigkeit von 3000 bis 6000 m/min. optimal zu arbeiten.
Die für Texturgarne eingesetzten Wirbeldüsen haben zumeist einen zu der
Förderrichtung des Garnes leicht geneigten Blasluftkanal. Die Neigung aus der
Senkrechten liegt etwa zwischen 4° und 15° und ergibt für das durchlaufende Garn
eine leichte Förderwirkung, welche jedoch geringer ist als die Summe der dem Garn
entgegengesetzten Widerstandskräfte in der Düse. Bei höheren Neigungswerten der
Blasdüse, also bei höherer Förderwirkung, nimmt die Verwirbelungsleistung jedoch
entsprechend ab und die Schlaufigkeit des Garnes zu. Eine weitere Konsequenz der
Verwirbelung bei höheren Geschwindigkeiten ist die notwendige Erhöhung des
Luftdrucks. Dies bewirkt eine höhere Dichte der Luft im Garnkanal. Man möchte bei
hohen Prozeßgeschwindigkeiten eine möglichst ähnliche Verwirbelungsdichte und
Verwirbelungsqualität erreichen wie bei niedrigen Prozeßgeschwindigkeiten, um die
Weiterverarbeitung des Garnes gleichermaßen sicherzustellen. Versuche haben
gezeigt, daß die Fadenspannung am Düsenausgang mit steigender
Garngeschwindigkeit und bei gleichzeitig höherem Luftdruck der Blasdüse einen immer
höheren prozentualen Steigerungswert gegenüber der Eingangsfadenspannung
erreicht. Bei 4000 m/min. ergibt sich bei einer Eingangsfadenspannung mit dem Wert
100 eine Ausgangsfadenspannung mit dem Wert 250 bis 350. Eine über 200%ige
Erhöhung ist aber sehr schädlich für das Garn.
Im Stand der Technik wurde für dieses Problem bisher keine Lösung gefunden: Die
DE 27 01 053 A1 schlägt einen Block mit Garnkanal vor, der über einen
Lufteinlaßkanal mit Blasluft beaufschlagt wird, welche dann über einen
Luftauslaßkanal abgeführt wird. Am Garnauslaß befindet sich eine Einrichtung, die mit
dem geführten Garn in Kontakt tritt und einen Widerstand für die Garnbewegung
bildet. Im Block strömt die Luft im wesentlichen gegen die Garnlaufrichtung. Dabei
wird das Garn verdrillt, jedoch nicht wie bei der oben beschriebenen, durch die
Erfindung zu verbessernden Verwirbelung unter Bildung von Verwirbelungsknoten
verwirbelt. Außerdem steigert sowohl die Einrichtung, die dem Garnlauf am Ausgang
einen Widerstand entgegensetzt, als auch die im wesentlichen entgegen der
Garnlaufrichtung gerichtete Luftströmung die Fadenspannung; was bei der Herstellung
der oben beschriebenen spinntexturierten Filamentgarne schädlich wäre.
Aus der DE 20 06 022 B2 ist eine Vorrichtung zum Kräuseln von Fäden durch
Einwirkung eines erhitzten strömenden Mediums auf das Garn bekannt. Dieses
Medium wird allseitig auf den Faden gerichtet und durchwandert mit diesem einen
Fadenführungskanal in dem die Fäden auf eine Temperatur erwärmt werden, bei der
Umorientierungs- und Umkristallisationsvorgänge stattfinden. Danach kommt der
Faden in eine Behandlungszone in der durch allseitig nach außen gerichtete Schlitze
ein Austausch des Mediums mit der Umgebungsluft stattfindet und aufgrund der
dabei entstehenden Turbulenzwirbel die Kräuselung der Fäden hervorgerufen wird. Die
Vorrichtung erzeugt keine zwei Wirbelabschnitte der Blasluft und bewirkt keine
Knotenbildung im Garn.
Aus der US 4 125 922 ist eine Verwirbelungsdüse der eingangs genannten Art
bekannt, die nach dem eingangs genannten Verfahren arbeitet. Bei dieser Verwirbe
lungsdüse wird der in Garnlaufrichtung störmende Blasluftanteil durch einen abge
winkelten Garnausgangskanal mit dem Garn abgeführt. Durch die Abwinkelung sowie
den Durchmesser dieses Garnausgangskanals, der bei schwächerer Abwinkelung
reduziert wird, wird der Luftabstrom durch den Garnausgangskanal reduziert und
damit die Garnspannung mittels der Erhöhung des Luftstromes entgegen der
Garnlaufrichtung reguliert. Durch diese Maßnahme wird eine den Vorwärtswirbel
(zweiter Wirbelabschnitt) behindernde Stauwirkung erzeugt, die einer Erhöhung der
Prozeßgeschwindigkeit entgegensteht. Außerdem muß bei einer Erhöhung der
Prozeßgeschwindigkeit auch der Luftdruck der Blasluft erhöht werden, um die
geforderte Qualität beizubehalten. Die beschriebene Stauwirkung steht jedoch auch
einer solchen Erhöhung des Luftdrucks entgegen. Wirbelausbildungen und Störmungs
verhältnisse, durch die bei höchsten Geschwindigkeiten optimal gearbeitet werden
kann, sind bei der von der US 4 125 922 vorgeschlagenen Düse nicht möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Verwirbelungs
düse der eingangs genannten Art verfügbar zu machen, bei denen ohne
Qualitätseinbußen auch bei höchsten Geschwindigkeiten, insbesondere bei
Geschwindigkeiten über 3000 m/min. gearbeitet werden kann.
Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in
dem Verwirbelungskanal zwei ungleich stark wirkende Wirbel erzeugt werden, wobei
der Vorwärtswirbel stärker wirkend ausgebildet ist, als der Rückwärtswirbel und
wobei die Abluft des Vorwärtswirbels in Richtung des Düsenaustritts etwa axial zu
einer gedachten Achse des Garnkanals abgelassen wird. Bevorzugte Weiterbildungen
des Verfahrens sind den Unteransprüchen 2 bis 6 zu entnehmen.
Die Aufgabe wird bezüglich der Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
die Verwirbelungsabschnitte vor und nach der Blasluftzufuhr asymmetrisch mit einem
stärker wirkenden zweiten Wirbelabschnitt ausgebildet sind, wobei die Abluft des
zweiten Wirbelabschnitts in Richtung des Düsenaustritts etwa axial zu einer
gedachten Achse des Garnkanals abgelassen wird. Bevorzugte Ausführungsformen
sind den Unteransprüchen 8 bis 10 zu entnehmen. Auf eine bevorzugte Verwendung
verweist Anspruch 11.
Erfindungsgemäß ist nun erkannt worden, daß eigentlich die Fadenspannugen
bedingt durch die wirkenden Luftkräfte auf das Garn in erster Linie der begrenzende
Faktor ist. Darum schlägt die Erfindung Maßnahmen vor, durch die die
Fadenspannung während der Verwirbelung reduziert wird, insbesondere auch bei
Prozessgeschwindigkeiten im Bereich von 3000 bis 6000 m/min. und mehr. Durch die
Erfindung werden im Verwirbelungskanal zwei ungleich starke Wirbel erzeugt, wobei
der Vorwärtswirbel stärker ausgebildet ist, als der Rückwärtswirbel. Die Verwirbelung
ist ein Arbeitsprozess der besonders die nachfolgende Verarbeitung erleichtern soll
und den Zusammenhalt der Filamente z. B. beim Spulenabzug und Tuften verbessert.
Den Verwirbelungsvorgang als solchen stellt man sich wie folgt vor. Über dem
Luftstrom der Druckluftzufuhrbohrung öffnet sich der Filamentverband des laufenden
Fadens in dem Garnkanal blasenförmig. Aufgrund einer Aufteilung des Blasluftstromes
quer zum Garnkanal werden die Filamente beidseits der Querbohrung in eine
gegenläufige Rotation innerhalb des Garnkanales versetzt. Dabei wird der Luftstrom in
einen Vorwärtswirbel sowie einen Rückwärtswirbel aufgeteilt. 'Vorwärts' und
'rückwärts' definieren sich durch die Garnlaufrichtung. Durch den Dralleffekt von
Vorwärts- und Rückwärtswirbel werden in der Folge die Verwirbelungsknoten am
Garn gebildet. Durch den Weitertransport des Fadens tritt wieder unverflochtenes
Garn in die Düse ein. Dadurch beginnt der Vorgang von vorne. Die Verwirbelung als
solche ist ein diskontinuierlicher Prozess, wohingegen die Garndurchführung
kontinuierlich ist. Die eigentliche Schwierigkeit für den Fachmann liegt darin, dass der
Vorgang mit einer extrem hohen Frequenz für die Bildung von z. B. 1000 bis 3000
Punkten pro Sekunden abläuft. Dabei soll auch noch auf die Knotenqualität, z. B.
Knotenlänge, Knotendichte und Knotengleichmässigkeit geachtet werden, was zum
grossen Teil nur empirisch möglich ist: Die Luftgeschwindigkeit im Garnkanal kann
erfahrungsgemäß nicht mehr wesentlich gesteigert werden. Um die Eingriffskräfte
der Luft zu erhöhen, steht vor allem die Erhöhung des Luftddruckes und damit die
Erhöhung der Luftdichte zur Verfügung. Die Erhöhung der Luftdichte bringt jedoch
einen Zielkonflikt. Der erste Vorgang der Verwirbelung ist das Öffnen des
Filamentverbundes. Wird der Filamentverbund unter eine zu grosse Zugspannung
gebracht, so wird bereits das Öffnen erschwert. Innerhalb des Garnkanals wirken die
beiden genau entgegengesetzen Luftströme - in Richtung auf den Eintritt des Garnes
in den Garnkanal und in Richtung des Austrittes des Garnes aus dem Garnkanal. Der
rückwärts gerichtete Blasluftstrom hat somit eine enorme Steigerung der
Rückstosskraft und daraus eine Vergrösserung der Fadenspannung zur Folge, dies im
Verhältnis der Zunahme der Strömungskräfte der Blasluft. Ein ebenso wichtiger Faktor
liegt in den einzelnen Filamenten, die die Zugkraft zwischen den beiden Wirbeln
ausgleichen. Die Zugkraft wirkt über die Einzelfilamente von vorne nach hinten und
umgekehrt. Versuche haben bestätigt, daß trotz der Asymmetrie der
Verwirbelungsabschnitte symmetrische Knoten gebidet werden. Die Luftkräfte greifen
als Stoss- und Reibkräfte an. Dadurch dass der Luftdruck in dem Bereich des
Rückwärtswirbels rascher abgesenkt wird, werden die an dem Garn angreifenden
Luftkräfte insgesamt kleiner. Dies ermöglicht die Produktionsgeschwindigkeit des
Garnes wesentlich zu erhöhen z. B. bis in den Bereich von 4000 bis 6000 m/min.
und mehr zu steigern unter Beibehaltung aller qualitativen Parameter. Es war
insbesondere, möglich den Luftdruck z. B. auf 5 bis 14 bar und darüber zu steigern
ohne nachteilige Wirkung auf die Qualität der Verwirbelung bzw. auf das Garn.
Die Erfindung erlaubt eine ganze Anzahl weiterer sehr vorteilhafter Aasgestaltungen.
Ist die Einwirkung des Rückwärtswirbels auf etwa 2/3 reduziert, tritt bereits eine
starke Reduzierung der Fadenspannung auf. Die bisherigen Versuche haben beste
Resultate ergeben, wenn die volle Wirkung des Rückwärtswirbels etwa 30 bis 50%
der Wirkung des Vorwärtswirbels beträgt. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
wird der Garnkanal in zwei etwa gleich lange Abschnitte aufgeteilt, einen ersten
Abschnitt von der Blasluftzufuhr zu dem Düseneintritt sowie einem zweiten Abschnitt
von der Blasluftzufuhr zu dem Düsenaustritt, wobei die rückwärts zum Düseneintritt
gerichtete Abluft im mittleren Bereich zwischen der Blasluftzufuhr und dem
Düseneintritt bereits abströmen kann (Anspruch 2). Es ist aber auch möglich,
zumindest bei einzelnen Anwendungen, dass ein hinteres Teilstück der
Verwirbelungsdüse gleichsam abgeschnitten wird. Ferner wird vorgeschlagen, daß
kurz vor dem Düseneintritt oder aber schon innerhalb der Düse ein Führungsstift für
das Garn angeordnet wird.
Die neue Verwirbelungsdüse wird in asymmetrischer Weise ausgeführt. Die Form ist
derart gestaltet, daß der grösste Teil des in Richtung des Garneintritts austretenden
Luftstroms im Garnkanal so schnell wie möglich aus dem Garnkanal abgeführt und
entsprechend der wirksame Luftdruck bzw. Luftdichte abgesenkt wird, um dem .
hereinkommenden Garn möglichst wenig Widerstand bzw. einen reduzierten
Widerstand entgegenzusetzen (Anspruch 31). Das in den Garnkanal eintretende Garn
wird bevorzugt durch einen Führungsstift nahe dem oberen Ende, aber noch in dem
Garnkanal geführt. Die Wirbeldüse selbst wird derart zum bestehenden Fadenlauf
geneigt, daß der Abspannwinkel am Düseneintritt (a) wesentlich verkleinert wird.
Dadurch wird am Düseneintritt dem Faden weniger Widerstand durch Reibung am
Fadenführer entgegengesetzt. Gleichzeitig wird in der Düse durch dieses neue
Fadenführungskonzept die Reibung durch Verkleinerung der möglichen Kontaktfläche
der Garnkanalwände bezüglich des Garnes herabgesetzt.
Ein wesentlicher Aspekt des erfindungsgemässen Verfahrens liegt ferner darin, daß
die Abluft aus dem Verwirbelungskanal in Transportrichtung des Garnes etwa axial,
und die Abluft gegen die Förderrichtung des Garnes etwa in Gegenrichtung zu dem
Blasluftstrom aus dem Garneinführbereich abgelassen wird. Diese Massnahme erlaubt
die Wirkung der Verwirbelung in Laufrichtung des Garnes zu erhöhen und umgekehrt
den rückwärtsliegenden Teil der Verwirbelung zu reduzieren, was sich positiv auf die
Knotenbildung und günstig auf die Fadenspannung auswirkt. Ganz besonders
vorteilhaft ist nun, wenn das Filamentgarn in dem Garnkanal etwa axial auf die
Prallfläche zu und weggeführt wird, wobei die gegen die Förderrichtung des Garnes
gerichtete Abluft zwischen der Luftzuführungsbohrung und dem Düseneintritt aus
dem Fadenlauf quer abgeführt und das Garn in dem Bereich des Düsenaustrittes durch
den Abluftstrom quer abgezogen wird (Anspruch 4). Das Garn wird im Bereich des
Düseneintrittes durch einen Führungsstift und im Abstand vor dem Düseneintritt
durch einen Fadenführer derart geführt, daß der Abspannwinkel (a) klein,
vorzugsweise gegen 0° ist. Anderseits wird im Abstand nach dem Düsenaustritt ein
Fadenführer derart angeordnet, daß auch ohne Luftzufuhr ein Abspannwinkel (b)
grösser 15° vorzugsweise im Bereich von etwa 30° gebildet wird (Anspruch 5).
Vorteilhafterweise wird der Blasluftstrom in Förderrichtung des Garnes geneigt,
derart, daß eine stärkere Strömung in Förderrichtung des Garnes erzeugt wird
(Anspruch 6). Das in den Garnkanal eintretende Garn wird durch einen Führungsstift
nahe dem oberen Ende des Garnkanals geführt und die Wirbeldüse selbst wird
bevorzugt derart zum bestehenden Fadenlauf geneigt, daß der Abspannwinkel am
Düseneintritt (a) wesentlich verkleinert und der Abspannwinkel am Düsenaustritt (b)
wesentlich vergrössert wird. Es wird somit auf einfachste Weise erreicht, daß am
Düseneintritt der Faden einer geringeren Widerstandskraft unterworfen und am
Düsenaustritt die Garnförderwirkung durch die dahin ausströmende Luft erhöht wird.
Gleichzeitig wird in der Düse durch dieses neue Fadenführungskonzept auch die
Wandreibung durch Verkleinerung der möglichen Kontaktfläche der Garnkanalwände
bezüglich des Garnes herabgesetzt.
Die Erfindung betrifft ferner eine Verwirbelungsdüse für die Herstellung eines
verwirbelten Garnes mit einem durchgehenden Garnkanal in den ein, quer zu einer
Prallfläche gerichteter Blasluftstrom einführbar ist, wobei der Garnkanal einen ersten
Wirbelabschnitt von der Blasluftzufuhr in Richtung des Düseneintrittes sowie einen
zweiten Wirbelabschnitt von der Blasluftzufuhr in Richtung des Düsenaustrittes
aufweist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Einführungsstift zur Einführung
des Garnes nahe dem oberen Ende des Garnkanales bzw. nahe und parallel zu der
Prallfläche angeordnet wird, so daß der Abspannwinkel beim Düseneintritt etwa 0°
beträgt. Zweckmässigerweise wird die Verwirbelungsdüse zweiteilig ausgebildet, aus
einem oberen im wesentlichen symmetrischen Prallteil, sowie einer unteren
asymmetrischen Düsenplatte mit der Blasluftzufuhr bzw. der Blasluftzufuhrbohrung
(Anspruch 8). Im Abstand vor und nach der Verwirbelungsdüse wird bevorzugt je ein
Garnführer angeordnet, derart, daß die Garneinführung angenähert 0° und der
Garnabzug in einem Winkel vorzugsweise größer als 15° vorzugsweise im Bereich
von etwa 30° beträgt (Anspruch 9 und 10).
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der Verwirbelungsdüse für die Her
stellung von spinntexturiertem Teppichgarn insbesondere mit Produktionsge
schwindigkeiten im Bereich von 3000 bis 6000 m/min. und mehr (Anspruch 11).
Die Erfindung wird nun an Hand einiger Ausführungsbeispiele mit weiteren
Einzelheiten erläutert. Es zeigen:
die Fig. 1 und 2 zeigen rein schematisch die Verwirbelungstechnik, wobei die Fig. 2
ein Schnitt I-I der Fig. 1 ist;
die Fig. 3 schematisch die erfindungsgemässe Erzeugung von Verwirbelungsknoten
mit asymmetrischen Verwirbelungszonen;
die Fig. 4 eine konkrete Ausgestaltung einer Verwirbelungsdüse;
die Fig. 5 eine Betriebsposition der Verwirbelungsdüse mit Blasluft;
die Fig. 6 die Fig. 5, jedoch mit Fadenführungen;
die Fig. 7 ein Querschnitt durch eine Verwirbelungsdüse (Schnitt A-A der Fig. 8);
die Fig. 8 ist ein Grundriss der Fig. 7;
die Fig. 9 zeigt eine Ansicht einer Verwirbelungsdüse in grösserem Maßstab.
In der Folge wird nun auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Dabei sind sowohl
die Verwirbelungsdüse 1 wie auch die Verwirbelung an dem Garn 2 dargestellt. Die
Fig. 2 ist ein Schnitt I-I der Fig. 1. In dem Düsenkörper der Verwirbelungsdüse 1
ist ein durchgehender Garnkanal 3 und im mittleren Bereich senkrecht zum Garnkanal
3 eine Druckluftzufuhrbohrung 4 angebracht. Die Druckluft (Blasluft BL) wird, wie mit
Pfeil 5 angedeutet ist, mit einem Druck von ca. 5 bis 14 und mehr bar über die
Druckluftzufuhrbohrung 4 in den Garnkanal 3 eingespeist. Aus dem Garn, das als
glattes oder texturiertes Garn 2 durch den Garnkanal 3 geführt wird, bildet sich ein
verwirbeltes Garn 2' mit Knoten K resp. mit der typischen Knotenstruktur, die auch
vom Auge an dem Garn sichtbar gemacht werden kann. Die Druckluft 5 teilt sich in
dem Garnkanal 3 in zwei Teilstromwirbel 6, welche die eigentlichen Auslöser für die
Öffnung/Vermischung bzw. Verwirbelung und Knotenbildung sind. Das Garn 2 wird
mit einer konstanten Geschwindigkeit, in den Garnkanal 3 geliefert, was mit einem
Pfeil 7 angedeutet ist, sowie einer vorzugsweise geregelten Abzugsgeschwindigkeit
des verwirbelten Garnes 2', Pfeil 8.
Die Grundfunktionen der Erfindung sind in der Fig. 3 schematisch dargestellt.
Mit GT ist die Garntransportrichtung des unverwirbelten Garnes 2 bezeichnet, wel
ches über einen Führungsstift 12 eingeführt, und über einen Fadenführer 13 abge
zogen wird. Zwischen dem Führungsstift 12 sowie der Stelle 16 ist die Verwirbe
lungszone 14. Die Blasluft (BL) wird quer in die Verwirbelungszone 14 zugeführt. Der
Blasluftstrom 5 ist auf eine Prallfläche 9 (Pr) gerichtet. An der Prallfläche teilt sich der
Blasluftstrom 5 in zwei entgegengesetzte Luftwirbel. Der in Bezug auf die Garn
transporteinrichtung rückwärts gerichteten Abluftstrom ALR tritt etwa entgegen
gesetzt zu dem Blasluftstrom 5 aus der Verwirbelungsdüse aus. In der Transport
richtung GT tritt der vorwärtsgerichtete Abluftstrom ALv aus der Verwirbelungsdüse
1 aus. Innerhalb der Verwirbelungszone 14 bildet sich ein Rückwärtswirbel 10 sowie
ein Vorwärtswirbel 11, welche je mit strichpunktierten Linien markiert sind. Die Fig.
3 zeigt bildlich mehrere funktionswesentliche Wirkungen. Der Rückwärtswirbel 10 ist
kleiner dargestellt als der Vorwärtswirbel 11. Insbesondere aber durch die rasche
Druckabsenkung ist der Rückwärtswirbel in seiner Wirkung reduziert. An der Stelle 15
bewegt sich das unverwirbelte Garn etwa geradlinig in die Verwirbelungszone 14
resp. in die Zone des Rückwärtswirbels 10. Der Haupteil des Abluftstromes ALR wird
nahezu quer dazu aus dem Garnlauf abgelenkt. Auf diese Weise kann der Einwirk
ungskraft bzw. die Einwirkzeit und dadurch die Angreifkraft des Rückwärtswirbels 10
auf das in die Verwirbelungsdüse eintretende Garn verkleinert werden. Gerade
umgekehrt sind die Verältnisse in dem Bereich des Düsenaustrittes, der mit Pfeil 16
bezeichnet ist. Das verwirbelte Garn 2' wird in einem Winkel b (Fig. 4) aus dem
Wirkbereich des Vorwärtswirbels 11 gezogen. Die starke Wirbelströmung hat jedoch
eine so grosse Stosskraft, dass das Garn in ausgebauchter Stellung Pfeil 16, gleich
sam in der Luft gehalten wird. Dass Garn 2 ist über die ganze Verwirbelungszone 14
nur als Strich mit Doppelpunkt dargestellt. Es werden gleichzeitig jeweils zwei
Verwirbelungsknoten K zwischen dem Führungsstift 12 sowie der Stelle 16 gebildet.
Versuche haben ergeben, dass sich trotz des asymmetrischen Garnkanales
gleichmäßige Knoten bilden. Vor und nach der Verwirbelungszone ist zusätzlich je ein
Lieferwerk 17 resp. 18 angedeutet, welche aber auch stellvertretend für die
vorangehende bzw. nachfolgende Prozeßstufe gelten können.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen eine Verwirbelungsdüse 1 in verschiedenen Situationen.
Dabei ist der Vorwärtswirbel auf der linken und der Rückwärtswirbel auf der rechten
Seite. Entsprechend dem Garntransport ist rechts in den Figuren der Düseneintritt 20
und links der Düsenaustritt 21, was dem Eintritt sowie dem Austritt des Garnes
entspricht. Der Düsenaustritt 21 ist gleichzeitig Austritt für den vorwärts gerichteten
Abluftstrom ALV (Fig. 5) sowie für das verwirbelte Garn 2'. Der Düseneintritt ist
gemäss der neuen Erfindung jedoch primär der Garneintritt. Der rückwärts gerichtete
Abluftstrom ALR, zumindest der Hauptteil davon, wird durch eine Öffnung 22, die
zwischen dem Düseneintritt 20 bzw. dem Führungsstift 12 sowie der Stelle 23 liegt,
abgeblasen. Die Verwirbelungsdüse 1 besteht aus einem oberen Prallteil 41 sowie
einem unteren Düsenplattenteil 40. Das Düsenplattenteil 40 weist links von der
Druckluftzuführbohrung 4 einen längeren Abschnitt a und rechts einen Abschnitt b
auf. Wesentlich ist nun, dass der längere Abschnitt a einen wesentlich größeren
Radius R aufweist, im Verhältnis zu dem kürzeren Abschnitt b mit dem kleinerem
Radius r. Damit wird die Intensität des Rückwärtswirbels durch eine raschere
Expansion der Druckluft zusätzlich reduziert, und der Effekt der Öffnung 22 noch
unterstützt. Der Rückwärtswirbel wird über eine, viel stärkeren dem Fadenlauf
abgekrümmte Öffnung abgelenkt. Diese ist zusätzlich über einen kürzeren Weg stärker
erweitert, wie aus den Proportionen der Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist.
Die Fig. 5 zeigt die Verwirbelungsdüse mit den Hauptluftströmen BL, ALR sowie
ALV.
Die Fig. 6 zeigt dieselbe Verwirbelungsdüse 1 der Fig. 4 und 5 schematisch als
Einbaubeispiel. Dabei ist die Verwirbelungsdüse 1 über einen Sockel 30 an festen
Maschinenteilen 31 befestigt. Am Sockel 30 sind zusätzlich ein Garnführer 32 und am
austrittsseitigen Ende ein Garnführer 13 angebracht. Die Verwirbelungsdüse 1 ist um
einen Winkel (d) leicht geneigt montiert. Mit des besonderen Einbauweise kann
zusammen mit den Garnführer erreicht werden, daß in Bezug auf die theoretische
Achse X des Garnkanales, das Garn auch ohne Druckluft mit einem Winkel a etwa 0°
einläuft und mit einem Winkel b von etwa 30 abgezogen wird. Selbstverständlich
können eine beliebige Zahl z. Bsp. 2, 3 oder 4 oder mehr von Verwirbelungsdüsen
senkrecht zur Bildebene der Fig. 6, parallel betrieben und auf den gleichen Sockel 30
montiert werden.
Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Verwirbelungsdüse 1 im Querschnitt (Fig. 7) resp.
im Grundriss (Fig. 8). Die Fig. 7 zeigt die Zweiteiligkeit der Verwirbelungsdüse 1.
Das obere Prallteil 41 sitzt fest auf dem unteren Düsenplattenteil 40. Die beiden Teile
sind durch zwei Splinte 43 in exakter Position gehalten und über eine Schraube 43
zu einer Düseneinheit verbunden. Charakteristisch bei dieser Gattung von
Verwirbelungsdüsen ist die Möglichkeit der seitlichen Einfädelung des Garnes 2 über
einen Einfädelschlitz 44.
Die Fig. 9 zeigt eine Ansicht der Verwirbelungsdüse in stark vergrössertem
Massstab. Bei relativ kleinen Garnfördergeschwindigkeiten von unter 1000 m/min.
kann die Prallfläche 9 gerundet sein. Bei hohen und höchsten Leistungen bis 3000
m/min. sowie 3000 bis 6000 m/min. wird die Prallfläche jedoch bevorzugt als ebene
Fläche ausgebildet wie in der Fig. 9 dargestellt ist.
Claims (11)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von spinntexturierten Filamentgarnen,
insbesondere von Teppichgarnen, in einem durchgehenden Garnkanal bzw.
Verwirbelungskanal einer Wirbeldüse, wobei das Filamentgarn durch einen quer in die
Wirbeldüse gerichteten und vorwärts sowie rückwärts aus dem Garnkanal bzw.
Verwirbelungskanal abströmenden Blasluftstrom verwirbelt wird und die Abluft des
Rückwärtswirbels etwa in Gegenrichtung zur Blasluftzuführung aus dem
Garneinführbereich abgelassen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Verwirbelungskanal zwei ungleich stark wirkende Wirbel erzeugt werden,
wobei der Vorwärtswirbel stärker wirkend ausgebildet ist, als der Rückwärtswirbel
und wobei die Abluft des Vorwärtswirbels in Richtung des Düsenaustritts etwa
axial zu einer gedachten Achse des Garnkanals abgelassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Garnkanal in zwei etwa gleich lange Abschnitte aufgeteilt ist, einen ersten
Abschnitt von der Blasluftzufuhr zu dem Düseneintritt sowie einen zweiten Abschnitt
von der Blasluftzufuhr zu dem Düsenaustritt, wobei der Hauptteil der rückwärts zum
Düseneintritt gerichteten Abluft im mittleren Bereich zwischen der Blasluftzufuhr und
dem Düseneintritt abströmt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abluft gegen die Förderrichtung des Garnes rascher expandiert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Filamentgarn in dem Garnkanal etwa axial auf die Prallfläche zu und
weitergeführt wird, wobei die gegen die Förderrichtung des Garnes gerichtete Abluft
im mittleren Bereich zwischen der Blasluftzufuhr und dem Düseneintritt aus dem
Fadenlauf quer abgeführt und das Garn in dem Bereich des Düsenaustrittes durch den
Abluftstrom quer abgezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Garn im Bereich des Düseneintrittes derart geführt ist, daß der
Abspannwinkel (α) klein, vorzugsweise gegen 0° und im Bereich des Düsenaustritts
derart geführt ist, daß auch ohne die Wirkung der Luftzufuhr ein Abspannwinkel (β)
größer 15° gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasluftzufuhr in Förderrichtung des Garnes geneigt ist, derart, daß eine
stärkere Strömung in Förderrichtung des Garnes erzeugt wird.
7. Verwirbelungsdüse für die Herstellung eines verwirbelten Garnes, insbesondere von
spinntexturiertem Filamentgarn bzw. Teppichgarn, mit einem durchgehenden
Garnkanal sowie einer Blasluftzufuhrbohrung, durch welche ein gegen eine Prallfläche
gerichteter Blasluftstrom einführbar ist, wobei der Garnkanal einen ersten Wirbel
abschnitt von der Blasluftzufuhr in Richtung des Düseneintrittes sowie einen zweiten
Wirbelabschnitt von der Blasluftzufuhr in Richtung des Düsenaustritt aufweist, und
wobei zwischen dem Düseneintritt sowie der Blasluftzufuhr, in einem Abstand von der
Blasluftzufuhr eine Öffnung für den Abluftstrom des ersten Wirbelabschnittes ange
ordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verwirbelungsabschnitte vor und nach der Blasluftzufuhr asymmetrisch mit
einem stärker wirkenden zweiten Wirbelabschnitt ausgebildet sind, wobei die Abluft
des zweiten Wirbelabschnitts in Richtung des Düsenaustritts etwa axial zu einer
gedachten Achse des Garnkanals abgelassen wird.
8. Verwirbelungsdüse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Führungsstift aufweist, zur Führung des Garnes nahe dem oberen Ende
des Garnkanales bzw. nahe und parallel zu der Prallfläche, wobei die
Verwirbelungsdüse vorzugsweise zweiteilig, aus einem oberen im wesentlichen
symmetrischen Prallteil, sowie einer unteren asymmetrischen Düsenplatte mit einer
Blasluftzufuhr ausgebildet ist, derart, daß der erste Wirbelabschnitt eine raschere
Expansion der Druckluft zulässt.
9. Verwirbelungsdüse nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Abstand vor und nach der Verwirbelungsdüse je ein Garnführer angeordnet
ist, derart, daß die Garneinführung (α) angenähert 0° und der Garnabzug (β) mit
einem Winkel erfolgt.
10. Verwirbelungsdüse nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Garnabzug (β) mit einem Winkel größer 15° erfolgt.
11. Verwendung der Verwirbelungsdüse nach einem der Ansprüche 7 bis 10, für die
Herstellung von spinntexturiertem Teppichgarn insbesondere mit Garngeschwindig
keiten im Bereich von 3000 bis 6000 m/min.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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| DE1997100817 Expired - Fee Related DE19700817C2 (de) | 1996-01-12 | 1997-01-13 | Verfahren und Verwirbelungsdüse zur Herstellung von spinntexturierten Filamentgarnen |
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1997
- 1997-01-13 DE DE1997100817 patent/DE19700817C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19700817A1 (de) | 1997-07-17 |
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