DE19700619A1 - Gelenkband mit Schließkraftverstellung - Google Patents
Gelenkband mit SchließkraftverstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gelenkband, insbesondere für Glas- oder Acryl
glastüren, mit zwei Bandteilen, die um eine Gelenkachse scharnierend mit
einander verbunden sind, und mit einer innerhalb des Gelenkbandes befind
lichen Rastvorrichtung, die aus einem in dem ersten Bandteil gegen die
Wirkung einer Feder beweglich geführten Rastkörper und mindestens einer
dem zweiten Bandteil zugeordneten Rastausnehmung besteht, wobei in
Raststellung der Rastkörper federnd in die Rastausnehmung eingreift und
wobei an die Rastausnehmung mindestens eine Steuerfläche angrenzt,
entlang der der Rastkörper in die Rastausnehmung aufgrund der Federkraft
hineingedrückt wird.
Es ist seit langem bekannt, Gelenkbänder mit einer Rastvorrichtung zu
versehen, welche die Gelenkbänder in einer bestimmten Öffnungs- oder
Schließstellung hält, so daß sie nur mit erhöhtem Kraftaufwand aus dieser
Stellung heraus verschwenkt werden können. Zum Beispiel offenbart die
französische Patentanmeldung 2 408 711 ein derartiges Gelenkband, bei
dem ein in Richtung der Gelenkachse verschiebbarer Rastkörper auf einen
Führungskörper mit nach oben gerichteter Steuerfläche wirkt. Der Füh
rungskörper ist ortsfest an dem wandseitigen Bandteil angeordnet, so daß
sich die Rastpositionen des Gelenkbandes nicht variieren lassen. Der Füh
rungskörper weist zwei Rastausnehmungen an den beiden Enden seiner
Führungsfläche sowie eine mittlere Rastausnehmung auf, die von dem
unteren Scheitelpunkt der Führungsfläche gebildet wird. Die Schrägflächen
seitlich des unteren Scheitelpunktes bilden die Steuerflächen, entlang denen
der Rastkörper aufgrund der Federkraft in die mittlere Rastausnehmung ge
drückt wird. Aber auch die seitlichen Rastausnehmungen weisen kurze
Steuerflächen auf, welche bewirken, daß der Rastkörper nach dem Über
schreiten eines der oberen Scheitelpunkte der Führungsfläche in die Rast
ausnehmung hineinrollt. Ein zweiter Rastkörper kann auf einer komplemen
tären, nach unten weisenden Führungsfläche des Führungskörpers abrollen,
so daß die Führungs- und Rastkraft vergrößert wird.
Gelenkbänder, bei denen der Führungskörper um die Gelenkachse drehbar
gelagert ist, sind in dem schweizerischen Patent 535 887, dem US-Patent
5,079,798 und der europäischen Patentanmeldung 0 599 255 offenbart. Bei
diesen Gelenkbändern sind allerdings keine ausgeprägten Steuerflächen
vorgesehen, welche das Einziehen der Rastkörper in die Rastausnehmungen
über einen längeren Drehwinkel des Gelenkbandes bewirken. Lediglich die
seitlich der Tiefstpunkte der Rastausnehmungen liegenden Flächen dienen
als kurze Steuerfläche und bewirken ein Hineingleiten des Rastkörpers in
die Rastausnehmung und damit ein Verschwenken der Tür in ihre Rastposi
tion.
Aus der noch unveröffentlichten deutschen Patentanmeldung 196 23 539.1
ist ein Gelenkband mit um die Gelenkachse angeordnetem Führungskörper
und mit einem radial gegen die Führungsfläche des Führungskörpers drücken
den Rastkörper bekannt. Hier sind ausgeprägte Steuerflächen seitlich der
Rastausnehmungen vorgesehen.
Nachteil der bekannten Rastvorrichtungen ist es, daß der Verlauf der Steu
erflächen und die Vorspannkraft der Federn nur an ein bestimmtes Türge
wicht angepaßt werden können. Wird die Tür schwerer, so reicht die über
Federn und Steuerflächen erzeugte Schwenkkraft nicht aus, den Türflügel
in die vorgesehene Rastposition zu bewegen. Ist die Tür leichter ausgebil
det, so ergeben sich erhöhte Beschleunigungswerte, und die Tür schwenkt
mit einer zu hohen Geschwindigkeit in ihre Raststellung.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gelenkband der eingangs genannten Art
zu schaffen, welches auf über das Gelenkband angelenkte Flügel mit unter
schiedlichen Gewichten einstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gelenkband
ein Gewindeelement umfaßt, welches auf eine Reibflächenpaarung wirkt und
beim Verschrauben in eine Richtung den Druck auf die Reibflächenpaarung
erhöht, wobei eine Reibfläche der Reibflächenpaarung drehfest mit dem
ersten Bandteil und die andere Reibfläche drehfest mit dem zweiten Bandteil
verbunden ist.
Die Reibflächenpaarung erzeugt eine Bremskraft, welche dem Verschwen
ken des ersten Bandteils gegenüber dem zweiten Bandteil entgegenwirkt. Ist
das Gewindeelement vollständig gelöst, so wird nahezu kein Druck auf die
Reibflächenpaarung ausgeübt. Das Verschwenken des Gelenkbandes wird
nicht abgebremst, und die Rastvorrichtung mit der Steuerfläche erzeugt sehr
hohe Schwenkkräfte, die das Einschwenken schwerer Flügel in die durch
die Rastausnehmungen definierten Rastpositionen bewirken. Werden leichte
re Flügel montiert, so ist durch das Verschrauben des Gewindeelementes
der Druck auf die Reibflächenpaarung zu erhöhen, so daß die durch die
Reibflächenpaarung erzeugte Bremskraft erhöht wird und die Schwenkbewe
gung der Bandteile relativ zueinander verzögert. In diesem Fall ist die
Kraft, welche das Einschwenken des Flügels in die vorgesehene Rastposi
tion bewirkt, reduziert, so daß das Gelenkband für die Betätigung leichterer
Flügel geeignet ist.
Über das Gewindeelement kann das Gelenkband stufenlos auf beliebige
Bremskräfte der Reibflächenpaare und damit auf beliebige Rückschwenkge
schwindigkeiten der Tür eingestellt werden.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung umfaßt eine Reibscheibe, welche
um die Gelenkachse herum zwischen den beiden Bandteilen angeordnet ist.
Die Reibscheibe, welche vorzugsweise aus einem Bremsmaterial ähnlich der
Bremsbeläge für Kraftfahrzeugbremsen besteht, ist an einem der Bandteile
z. B. durch verkleben drehfest anzuordnen. Die Reibscheibe kann entweder
direkt auf eine gegenüberliegende Fläche des anderen Bandteils oder aber
auf eine Stahlscheibe wirken, welche an dem anderen Bandteil drehfest
gehalten ist.
Das Gewindeelement kann als Gewindestift ausgebildet sein, der in eine
Gewindebohrung eines der Bandteile eingeschraubt ist und auf die Stahl
scheibe drückt. Vorzugsweise fixiert der Gewindestift dabei die Stahlschei
be in Drehrichtung bezüglich des entsprechenden Bandteils.
Alternativ kann das Gewindeelement von einem an einem Ende der Gelenk
achse angeordneten Außengewinde gebildet werden, welches in ein Innenge
winde in einem der Bandteile eingeschraubt ist, wobei die Gelenkachse eine
Anlagefläche aufweist, die in axialer Richtung gegen eine Fläche des ande
ren Bandteils anliegt. Auf diese Weise werden die aneinander anliegenden
Flächen der Bandteile in der Nähe des Gewindeelementes aufeinanderge
drückt und bilden die Reibflächenpaarung. Das Innengewinde kann als
Schraubmutter ausgebildet sein, welche in eine Ausnehmung des entspre
chenden Bandteils eingefügt ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht das Gewindeele
ment aus einem Gewindestift, der in eine sich radial zur Gelenkachse des
Gelenkbandes erstreckenden Gewindebohrung eingeschraubt ist. Die Stirn
fläche des Gewindestiftes bildet die Reibfläche, die gegen die Umfangs
fläche der Gelenkachse drückt. Die Gelenkachse ist drehfest in dem anderen
Bandteil angeordnet. Hierzu kann mindestens ein Ende der Gelenkachse ein
geringes Übermaß in bezug auf die Aufnahmebohrung in dem Bandteil
aufweisen und mit dünnen Längsrippen versehen sein, welche sich in die
Wandung der Aufnahmebohrung eindrücken.
Vorteilhafterweise ist eine Kontervorrichtung vorgesehen, welche das
Gewindeelement in einer bestimmten Einschraubposition fixiert. Damit wird
verhindert, daß das Gewindeelement sich mit der Zeit löst und dadurch die
Bremskraft der Reibflächenpaarung reduziert wird.
Weitere Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Zeichnungs
beschreibung. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Gelenkband gemäß dem Stand der
Technik in geschnittener Darstellung,
Fig. 2 eine Rückansicht des Gelenkbandes aus Fig. 1 mit einer ersten
Ausführungsform der Bremsvorrichtung,
Fig. 3 eine im wesentlichen der Fig. 2 entsprechende Darstellung des
Gelenkbandes mit einer alternativen Ausführungsform der
Bremsvorrichtung,
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Gelenkbandes
mit einer weiteren Ausführungsform der Bremsvorrichtung und
Fig. 5 und 6 schematische Skizzen der Rast- und Führungskörper der
erfindungsgemäßen Gelenkbänder.
Das in Fig. 1 dargestellte Gelenkband entspricht dem in der bisher unver
öffentlichten deutschen Patentanmeldung 196 23 539. 1 beschriebenen
Gelenkband. Es besteht aus einem ersten plattenförmigen Bandteil 1, wel
ches mittels einer Befestigungsplatte 2 und zweier Befestigungsschrauben 3
an dem aus Glas bestehenden Türflügel 4 einer transparenten Zimmertür
befestigt ist. Der Türflügel hat eine Glasstärke von mehr als 8 mm und
erreicht bei den gängigen Abmessungen einer Zimmertür ein Gewicht von
bis zu 50 kg, welches von zwei erfindungsgemäßen Gelenkbändern zu
tragen ist. Zwischen der Befestigungsplatte 2 bzw. dem Bandteil 1 und dem
Türflügel 4 ist jeweils eine elastische Zwischenlage 5 eingefügt.
Das zweite Bandteil 6 umfaßt im wesentlichen eine metallische Aufnahme
hülse 7 für die zapfenförmige Gelenkachse 8 des Gelenkbandes. An der
Aufnahmehülse 7 sind rechtwinklig zu deren Längsachse zwei Befestigungs
stifte 9 angeordnet, die in eine Haltevorrichtung 10 innerhalb der Türzarge
11 eingeschoben und mittels jeweils einer nicht dargestellten Klemmschrau
be festgeklemmt sind. Für die Befestigung der Aufnahmehülse 7 an der
Türzarge 11 sind auch andere bekannte Befestigungsmittel, z. B. Schraub
flansche, geeignet.
Zur gelenkigen Verbindung mit dem zweiten Bandteil 6 weist das erste
Bandteil 1 zwei einander gegenüberliegende Aufnahmeflansche 12 mit
jeweils einer Aufnahmebohrung für die zapfenförmige Gelenkachse 8 auf,
welche sich durch beide Aufnahmeflansche 12 des ersten Bandteils 1 und
die Aufnahmehülse 7 des zweiten Bandteils 6 hindurch erstreckt.
Die Rastvorrichtung ist innerhalb des ersten, am Türflügel 4 befestigten
Bandteils 1 angeordnet. In diesem Bandteil ist eine Ausnehmung 13 an
geordnet, welche auf der dem Türflügel 4 zugewandten Seite mit einer
Deckplatte 14 abgedeckt ist. Die Deckplatte 14 ist mit zwei Schrauben 15
mit Innensechskant an dem Grundkörper des ersten Bandteils 1 festge
schraubt. Der zwischen Ausnehmung 13 und Deckplatte 14 eingeschlossene
Raum bildet eine Schiebeführung für einen Schieber 16, an dessen schma
ler, der Aufnahmehülse 7 des zweiten Bandteils 6 zugewandten Seite 17
zwei walzenförmige Rastkörper 18 um eine gemeinsame Drehachse 19
drehbar gelagert sind.
Gegen die gegenüberliegende schmale Seite 20 des Schiebers 16 drücken
zwei zylinderförmige Druckelemente 21, welche in zylindrische Bohrungen
22 in dem ersten Bandteil 1 hineinragen. In jede der beiden Bohrungen 22
ist eine Feder 23 eingefügt, welche in axialer Richtung einen Druck auf das
Druckelement 21 und damit auf den Schieber 16 ausübt. Im vorliegenden
Fall bestehen die Federn 23 aus einem elastisch verformbaren Kunststoff
wie zum Beispiel einem Polyurethan-Kautschuk-Elastomer. Um ein elasti
sches Zusammendrücken der Federn 23 zu ermöglichen, müssen diese zu
den Bohrungen 22 ein gewisses radiales Spiel aufweisen. Alternativ sind
starke Schraubenfedern verwendbar.
Die exakte Kontur der Führungsflächen, welche sich entlang der gesamten
Länge der Aufnahmehülse 7 des zweiten Bandteils 6 in Längsrichtung
erstreckt, ist in Fig. 5 erkennbar. Hier ist, wie in Fig. 1, der walzenförmi
ge Rastkörper 18 innerhalb der Rastausnehmung 24 in der Schließstellung
des Gelenkbandes dargestellt. An die längliche Rastausnehmung 24 schließt
sich eine Steuerfläche 25 an, welche ein Einziehen des Türflügels 4 in die
Schließstellung bewirkt. Die Steuerfläche 25 erstreckt sich von der Rast
ausnehmung 24 bis zu einer Übergangslinie 26, bei der die Steuerfläche in
die zylindermantelförmige Außenfläche der Aufnahmehülse 7 übergeht. Von
der Übergangslinie 26 aus bis zur Rastausnehmung 24 nimmt der Abstand
der Steuerfläche 25 zur Mitte der zapfenförmigen Gelenkachse 8 stetig ab,
so daß die unter der Federspannung stehenden Rastkörper 18 selbständig in
die Rastausnehmung 24 rollen und dadurch ein Schließen des Türflügels 4
bewirken. Jenseits der Übergangslinie 26 auf der zylindermantelförmigen
Außenfläche der Aufnahmehülse 7 verharrt der Türflügel 4 in der jeweils
gewählten Öffnungsstellung.
Die Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gelenkbandes für eine Pendel-Glastür. Hier weist die Aufnahmehülse 7 zu
beiden Seiten der Rastausnehmung 24 je eine Steuerfläche 25 auf. Auf diese
Weise wird in dem Winkelbereich, der zwischen den beiden Übergangs
linien 26 zum kreiszylinderförmigen Außenumfang der Aufnahmehülse 7
eingeschlossen ist, ein Einziehen des Türflügels 4 in die Schließstellung
durch Eindrücken der Rastkörper 18 in die Rastausnehmung 24 bewirkt.
Selbstverständlich können auch weitere Rastausnehmungen vorgesehen
werden, in die die Rastkörper 18 eingreifen, wenn sich der Türflügel 4 in
einer bestimmten Stellung befindet.
Drei unterschiedliche Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Bremsvor
richtung ergeben sich aus den Fig. 2, 3 und 4. In Fig. 2 umfaßt die Brems
vorrichtung als Gewindeelement einen Gewindestift 27, welcher auf eine
Stahlscheibe 28 drückt, die um die Gelenkachse 8 herum zwischen den
Bandteilen 1, 6 angeordnet ist. Der Gewindestift 27 ist in einer durchgehen
den Gewindebohrung 29 des oberen Aufnahmeflansches 12 des Bandteils 1
eingeschraubt. Der Gewindestift 27 arretiert die Steuerscheibe 28 relativ
zum ersten Bandteil 1. Hierzu kann bei Bedarf der Gewindestift 27 mit
einer sich in die Stahlscheibe 28 eindrückenden Spitze versehen werden.
Die Stahlscheibe 28 drückt gegen eine Reibscheibe 30, welche an der
metallischen Aufnahmehülse 7 des zweiten Bandteils 6 angeklebt ist. Die
Reibflächenpaarung wird von den gegeneinanderliegenden Flächen der
Stahlscheibe 28 und der Reibscheibe 30 gebildet. Durch Einschrauben des
Gewindestiftes 27 in die Gewindebohrung 29 wird die Anpreßkraft der
Reibflächenpaarung gegeneinander erhöht und damit die das Verschwenken
der beiden Bandteile 1, 6 zueinander abbremsende Bremskraft gesteigert.
Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bremsvor
richtung befindet sich ein Gewindestift 31 in einer radialen Gewindeboh
rung 32 der metallischen Aufnahmehülse 7 des ersten Bandteils 1. Die
Stirnfläche des Gewindestiftes 31 drückt auf die Umfangsfläche des Gelenk
bolzens 8. Der Gelenkbolzen 8 ist drehfest im anderen Bandteil 1 gehalten.
Hierzu ist sein unteres Ende mit schmalen Längsrippen 33 versehen und
weist ein geringes Übermaß gegenüber der Aufnahmeöffnung 34 in dem
unteren Aufnahmeflansch 12 des Bandteils 1 auf. Die Reibflächenpaarung
wird von der Stirnfläche des Gewindestiftes 31 und der Umfangsfläche des
Gelenkbolzens 8 gebildet. Gegebenenfalls kann die Stirnfläche des Gewin
destiftes 31 mit einem angeklebten Bremskörper versehen werden.
Die Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brems
vorrichtung. Hier ist - wie in Fig. 2 - eine Reibscheibe 30 mit der metalli
schen Aufnahmehülse 7 verklebt. Die Reibscheibe 30 wirkt direkt gegen die
untere Fläche des oberen Aufnahmeflansches 12. In dem oberen Aufnahme
flansch 12 ist eine Ausnehmung angeordnet, in die eine Schraubmutter 35
drehfest eingefügt ist. Alternativ kann eine Gewindebohrung direkt in dem
oberen Aufnahmeflansch 12 angeordnet sein. In das Gewinde der Schraub
mutter 35 ist ein Gewindeabschnitt 36 am Ende der Gelenkachse 8 einge
schraubt. Die Gelenkachse 8 weist am anderen Ende eine radiale Schul
ter 37 auf, welche eine Anlagefläche bildet, die gegen die metallische
Aufnahmehülse 7 des zweiten Bandteils 6 wirkt. Beim Einschrauben des
Gewindeabschnitts 36 in die Schraubmutter 35 wird die Reibscheibe 30
gegen den Aufnahmeflansch 12 gedrückt, wobei Aufnahmeflansch 12 und
Reibscheibe 30 die Reibflächenpaarung bilden.
Zur Betätigung der Gewindestifte 27, 31 sowie zum Einschrauben des Ge
windeabschnittes 36 der Gelenkachse 8 sind Aufnahmen für Schrauben
dreher, z. B. der in Fig. 4 dargestellte Innensechskant 38, vorgesehen.
Die drei in den Fig. 2 bis 4 vorgeschlagenen Ausführungsformen stellen nur
eine kleine Auswahl der Anordnungsmöglichkeiten für das Gewindeelement
dar, welches auf zwei jeweils an einem der beiden Bandteile drehfest an
geordnete Reibflächen wirkt.
1
erstes Bandteil
2
Befestigungsplatte
3
Befestigungsschrauben
4
Türflügel
5
elastische Zwischenlage
6
zweites Bandteil
7
metallische Aufnahmehülse
8
zapfenförmige Gelenkachse
9
Befestigungsstift
10
Haltevorrichtung
11
Türzarge
12
Aufnahmeflansche
13
Ausnehmung
14
Deckplatte
15
Schraube
16
Schieber
17
schmale Seite
18
walzenförmige Rastkörper
19
Drehachse
20
schmale Seite
21
zylinderförmige Druckelemente
22
Bohrung
23
Feder
24
Rastausnehmung
25
Steuerfläche
26
Übergangslinie
27
Gewindestift
28
Stahlscheibe
29
Gewindebohrung
30
Reibscheibe
31
Gewindestift
32
radiale Gewindebohrung
33
Längsrippen
34
Aufnahmeöffnung
35
Schraubmutter
36
Gewindeabschnitt
37
radiale Schulter
Claims (9)
1. Gelenkband, insbesondere für Glas- oder Acrylglastüren, mit zwei
Bandteilen (1, 6), die um eine Gelenkachse (8) scharnierend miteinander
verbunden sind, und mit einer innerhalb des Gelenkbandes befindlichen
Rastvorrichtung, die aus einem in dem ersten Bandteil (1) gegen die Wir
kung einer Feder (23) beweglich geführten Rastkörper (18) und mindestens
einer dem zweiten Bandteil (6) zugeordneten Rastausnehmung (24) besteht,
wobei in Raststellung der Rastkörper (18) federnd in die Rastausnehmung
(24) eingreift und wobei an die Rastausnehmung (24) mindestens eine
Steuerfläche (25) angrenzt, entlang der der Rastkörper (18) in die Rast
ausnehmung (24) aufgrund der Federkraft hineingedrückt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß es ein Gewindeelement (27, 31, 36) umfaßt, welches auf
eine Reibflächenpaarung wirkt und beim Verschrauben in eine Richtung den
Druck auf die Reibflächenpaarung erhöht, wobei eine Reibfläche der Reib
flächenpaarung drehfest mit dem ersten Bandteil (1) und die andere Reib
fläche drehfest mit dem zweiten Bandteil (6) verbunden ist.
2. Gelenkband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reib
flächenpaarung eine Reibscheibe (30) umfaßt, die um die Gelenkachse (8)
herum zwischen den beiden Bandteilen (1, 6) angeordnet und an einem der
beiden Bandteile (6) drehfest gehalten ist.
3. Gelenkband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reib
scheibe (30) mit einer Stahlscheibe (28) zusammenwirkt, die an dem ande
ren (1) der beiden Bandteile drehfest gehalten ist.
4. Gelenkband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ge
windeelement ein Gewindestift (27) ist, der in eine Gewindebohrung (29)
eines (1) der Bandteile eingeschraubt ist und auf die Stahlscheibe (28)
drückt.
5. Gelenkband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewin
destift (27) die Stahlscheibe (28) in Drehrichtung fixiert.
6. Gelenkband nach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gewindeelement (36) von einem an einem Ende
der Gelenkachse (8) angeordneten Gewindeabschnitt gebildet wird, welcher
in ein Innengewinde in einem (1) der Bandteile eingeschraubt ist, wobei die
Gelenkachse (8) eine Anlagefläche (37) aufweist, die in axialer Richtung
gegen eine Fläche des anderen Bandteils (6) anliegt.
6. Gelenkband nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Innengewinde in dem einen Bandteil (1) von einer in eine
Ausnehmung dieses Bandteils (1) eingefügten Schraubmutter (35) gebildet
wird.
7. Gelenkband nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gewindeelement ein Gewindestift (31) ist, der in eine
sich radial zur Gelenkachse (8) erstreckenden Gewindebohrung (32) eines
(6) der Bandteile eingeschraubt ist und dessen Stirnfläche ein Reibfläche
aufweist, die gegen die Umfangsfläche der Gelenkachse (8) drückt, wobei
die Gelenkachse (8) drehfest in dem anderen der Bandteile gehalten ist.
8. Gelenkband nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Kontervorrichtung zur Fixierung des Gewindeelements
(27, 31, 36) in einer bestimmten Einschraubposition vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700619A DE19700619B4 (de) | 1997-01-10 | 1997-01-10 | Gelenkband mit Schließkraftverstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19700619A DE19700619B4 (de) | 1997-01-10 | 1997-01-10 | Gelenkband mit Schließkraftverstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19700619A1 true DE19700619A1 (de) | 1998-07-16 |
| DE19700619B4 DE19700619B4 (de) | 2010-09-23 |
Family
ID=7817105
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19700619A Expired - Lifetime DE19700619B4 (de) | 1997-01-10 | 1997-01-10 | Gelenkband mit Schließkraftverstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19700619B4 (de) |
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