DE19681477C2 - Tripodegleichlaufdrehgelenke - Google Patents
TripodegleichlaufdrehgelenkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gleichlaufdrehgelenk des Tripode-
Typs, umfassend ein erstes Gelenkteil mit einer Rotationsachse
und drei um diese Rotationsachse umfangsverteilten und sich
längs dazu erstreckenden Führungsbahnen, ein zweites Gelenkteil
mit einer Rotationsachse und drei Zapfen, die jeweils eine Achse
aufweisen und sich in die Führungsbahnen des ersten Gelenkteils
hineinerstrecken, sowie jeweils ein Rollenelement, das von je
weils einem Zapfen getragen wird, wobei jedes Rollenelement eine
Achse hat und eine äußere Umfangsfläche aufweist, die eine auf
die Achse des Rollenelements bezogene Rotationsfläche ist und
mit sich gegenüberliegenden Seiten der entsprechenden Führungs
bahn des ersten Gelenkteils zusammenwirkt, wobei das Rollen
element auf dem entsprechenden Zapfen drehbar und längsbeweglich
zur Zapfenachse gehalten ist und in der Lage ist, in seiner
entsprechenden Führungsbahn zu kippen.
Solch ein Tripodegelenk wird nachstehend als Tripodegelenk der
genannten Art bezeichnet.
Bisher ist bei Tripodegelenken der genannten Art die äußere
Umfangsfläche jedes Rollenelements eine im wesentlichen teilku
gelige Oberfläche, während die sich gegenüberliegenden Seiten
jeder Führungsbahn im ersten Gelenkteil, die mit der äußeren
Umfangsfläche des zugehörigen Rollenelements zusammenwirken,
teilzylindrische Oberflächen aufweisen. Der Krümmungsradius der
teilkugeligen Oberfläche des Rollenelements ist im wesentlichen
der gleiche wie der Krümmungsradius der teilzylindrischen Ober
flächen der Führungsbahnen, obwohl in der Praxis eine kleine
Abweichung zwischen den Krümmungsradien der Seiten der Führungs
bahnen und der der äußeren Umfangsoberfläche des Rollenelements
vorkommt, so daß der Kontaktbereich zwischen dem Rollenelement
und den Führungsbahnseiten reduziert ist.
Ein Problem, das bei konventionellen Tripodegelenken, die wie
oben beschrieben ausgeführt sind, auftritt, besteht darin, daß
während des Betriebs bei Gelenkbeugung (d. h. wenn die Rotations
achsen der zwei Gelenkteile zueinander geneigt sind) axiale
Kräfte zwischen den Gelenkteilen auftreten. Solche Kräfte sind
Kräfte dritter Ordnung, d. h. sie liegen bei einer Frequenz, die
drei Mal so hoch ist, wie die Drehzahl des Gelenks. Sie werden
im Betrag mit zunehmendem Beugungswinkel des Gelenks größer.
Die Wirkung solcher Kräfte wird besonders deutlich, wenn die
Gelenke in den Antriebswellen von Kraftfahrzeugen mit Front
antrieb verwendet werden, wobei solche Gelenke üblicherweise als
innenliegende Gelenke benutzt werden, um aufgrund ihrer Eigen
schaft, daß die zwei Gelenkteile ineinander verschiebbar sind,
d. h. axial einander gegenüber beweglich sind, die Änderungen in
der Gesamtlänge der Antriebswellen auszugleichen, die durch die
Bewegungen in der Radaufhängung auftreten. Ein Problem, das bei
einer solchen Benutzung der Gelenke auftritt, ist sogenanntes
"Shudder", wobei die vom Gelenk erzeugten Axialkräfte auf die
Fahrzeugstruktur übertragen werden und von den Insassen des
Fahrzeugs unter bestimmten Bedingungen als dröhnende Vibration
wahrgenommen werden. "Shudder" ist insbesondere ein Problem,
wenn ein Fahrzeug beschleunigt, weil sich das Vorderteil des
Fahrzeugs hebt, wodurch sich bei den meisten Antriebsstrang
anordnungen der Beugungswinkel der innenliegenden Gleichlaufge
lenke der Antriebswellen vergrößert, und dies, in Kombination
mit dem hohen Drehmoment, das von den Gelenken übertragen wird,
verschlimmert das Problem. Das Problem ist in modernen Personen
wagen eher größer, bei denen die Erfordernisse höherer Kompaktheit
der Antriebsanordnung größere Einbaubeugungswinkel der
innenliegenden Gleichlaufgelenke wahrscheinlich machen.
Es gibt Gleichlaufgelenke, bei denen "Shudder" weniger ein Pro
blem ist als bei den bisher bekannten Tripodegleichlaufgelenken
der genannten Art, und einige solcher Gelenke sind grundsätzlich
Tripodegelenke, weisen aber komplexere Rollenanordnungen auf.
Diese Komplexizität macht die Herstellung der Gelenke teuer.
Aus der EP 0 453 334 A1 geht ein Tripodegleichlaufdrehgelenk,
welches ein Gelenkaußenteil mit einer ersten Rotationsachse und
ein Gelenkinnenteil mit einer zweiten Rotationsachse aufweist.
Das Gelenkaußenteil umfaßt drei Laufrillen, welche um die erste
Rotationsachse umfangsverteilt angeordnet sind, zu dieser wink
lig verlaufen und jeweils zwei gegenüberliegende parallele Lauf
flächen aufweisen. Das Gelenkinnenteil umfaßt drei um die zweite
Rotationsachse umfangsverteilt angeordnete nach außen weisende
Zapfen, die jeweils ein um eine Schwenkachse drehbar gelagertes
Rollenelement tragen. Das Gelenkinnenteil ist mittels einer
Verzahnung drehfest mit einer Welle verbunden. Die Rollenelemen
te greifen zur Drehmomentübertragung in die Laufrillen des Ge
lenkaußenteils ein, wobei eine Abwinklung zwischen den beiden
Gelenkteilen ermöglicht wird. Die Schwenkachsen verlaufen wink
lig zu einer auf der zweiten Achse senkrecht stehenden Ebene.
Allgemein gesagt ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Tripodegleichlaufdrehgelenk der eingangs genannten Art be
reitzustellen, bei dem das oben beschriebene "Shudder"-Problem
überwunden oder verringert wird, jedoch bei im Vergleich zu den
komplexeren Gelenken, die zusätzliche Komponenten umfassen,
geringeren Kosten.
Erfindungsgemäß wird ein Tripodegleichlaufdrehgelenk der genann
ten Art bereitgestellt, bei dem die Achsen der Zapfen des zwei
ten Gelenkteils relativ zu einer Ebene geneigt sind, die senk
recht zur Rotationsachse des zweiten Gelenkteils steht und/oder
bei dem die Achsen der Zapfen gegenüber der Rotationsachse des
zweiten Gelenkteils versetzt sind und bei dem die äußere Um
fangsfläche jeden Rollenelements eine auf die Achse des Rollen
elements bezogene Rotationsfläche mit einer konvexen, im all
gemeinen bogenförmiger Kontur ist, deren Krümmungsradius größer
ist als der größte Radius des Rollenelements um die Rollenele
mentachse.
Der genannte Radius der im allgemeinen bogenförmigen Kontur wird
hier der Einfachheit halber als Meridianradius des Rollenele
ments bezeichnet. Der größte Radius des Rollenelements um die
Rollenelementachse wird als Äquatorialradius bezeichnet.
Durch die Kombination der obengenannten Hilfsmittel werden die
zwischen den Gelenken entstehenden Kräfte dritter Ordnung ver
ringert, so daß auch das "Shudder"-Problem kleiner wird. Die
Kosten eines erfindungsgemäßen Gelenks sind geringer als die von
Gelenken mit zusätzlichen Komponenten.
Der Meridianradius des Rollenelements kann etwa 1,5 mal so groß
sein wie der Äquatorialradius des Rollenelements.
Die Konfiguration der äußeren Umfangsfläche der Rollenelemente
in einem erfindungsgemäßen Gelenk in Form einer auf die Rollen
elementachse bezogene Rotationsfläche mit einer im allgemeinen
bogenförmigen Kontur, deren Radius größer ist als der Äquatori
alradius des Rollenelements, bedeutet, daß eine solche Rollen
elementoberfläche im wesentlichen tonnenförmig ist. Um mit sol
chen Rollenelementoberflächen sinnvoll zusammenzuwirken, können
die sich gegenüberliegenden Seiten der Führungsbahnen im ersten
Gelenkteil nicht einander gegenüberliegende teilzylindrische
Abschnitte eines einzigen Zylinders sein, dessen Längsachse
entlang der Mittellinie der Führungsbahn verläuft, sondern die
sich gegenüberliegenden Seiten jeder Führungsbahn müssen Ab
schnitte verschiedener Zylinder sein, deren Radius etwas größer
ist als der Krümmungsradius der im allgemeinen bogenförmigen
Kontur der Umfangsfläche des Rollenelements, die eine auf die
Rollenelementachse bezogene Rotationsfläche ist.
Der Krümmungsradius jedes Seitenabschnitts der Führungsbahn ist,
betrachtet man ihn im Querschnitt längs zur Rotationsachse des
ersten Gelenkteils, vorzugsweise größer als oder gleich dem
1,05-fachen des Meridianradius des Rollenelements.
Die Erfindung wird nachstehend beispielhaft anhand der beilie
genden Zeichnungen beschrieben, wobei:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführung des
erfindungsgemäßen Gleichlaufdrehgelenks zeigt;
Fig. 2 eine Axialansicht des zweiten Gelenkteils des Gelenks
nach Fig. 1 zeigt;
Fig. 3 eine Darstellung ist, die die Konfiguration von Rol
lenelement und Führungsbahn des Gelenks nach Anspruch
1 zeigt;
Fig. 4 eine Axialansicht einer weiteren Ausführung des erfin
dungsgemäßen Gelenks zeigt; und
Fig. 5 ein Längsschnitt durch das zweite Gelenkteil des Ge
lenks nach Fig. 4.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen umfaßt
ein Tripodegleichlaufdrehgelenk ein erstes, äußeres Gelenkteil
10 mit einem im allgemeinen topfförmigen Bauteil 11 mit einer
Außenwand 12, die einen Innenraum 13 definiert, der an einem
Ende durch eine Grundplatte 14 abgeschlossen ist, von der aus
sich ein Wellenzapfen 15 erstreckt. Der Wellenzapfen 15 weist
einen mit Keilnuten versehenen Abschnitt 16 zur Drehmomentüber
tragung beim Eingreifen in ein anderes rotierendes Bauteil auf.
Wenn das Gelenk in einer Antriebswellenanordnung für ein Kraft
fahrzeug zum Antrieb eines Fahrzeugrades benutzt werden soll,
was normalerweise der Fall ist, handelt es sich bei diesem ande
ren Bauteil üblicherweise um ein Abtriebsbauteil eines Differen
tialgetriebes.
Die Rotationsachse des Gelenkaußenteils 10 ist mit der Bezugs
ziffer 17 bezeichnet.
Innerhalb der Außenwand 12 des topfförmigen Bauteils 11 des
Gelenkaußenteils 10 sind drei umfangsverteilte Führungsbahnen
vorgesehen, von denen eine stellvertretend für die anderen mit
der Bezugsziffer 18 in Fig. 1 zu sehen ist. Die Führungsbahnen
sind gleichmäßig umfangsverteilt am Gelenkaußenteil angeordnet
und erstrecken sich parallel zu dessen Achse 17. Jede Führungs
bahn umfaßt sich gegenüberliegende Seitenabschnitte, die nach
folgend genauer beschrieben werden, wobei eine dieser Seiten
abschnitte in Fig. 1 mit der Bezugsziffer 19 versehen ist.
Das Gelenk umfaßt ferner ein zweites, inneres Gelenkteil, das
mit 20 bezeichnet und separat in Fig. 2 dargestellt ist; das
Gelenkinnenteil 20 umfaßt ein ringförmiges Bauteil 21 mit einer
mit Keilnuten versehenen Bohrung 22, die zur Drehmomentübertra
gung mit einem mit Keilnuten versehenen Endabschnitt 23 einer
Antriebswelle 24 zusammenwirkt. Das Gelenkinnenteil 20 ist am
Antriebswellenendabschnitt 23 durch einen Sicherungsring 25
befestigt. Das Gelenkinnenteil 20 umfaßt ferner drei nach außen
gerichtete Zapfen 26, 27, 28, die jeweils Rollenelemente 29, 30,
31 tragen. In Fig. 1 ist das Rollenelement 29 auf dem Zapfen 26
in der Führungsbahn 18 abrollend dargestellt; die anderen Rol
lenelemente 30, 31 wirken in gleicher Weise mit ihren entspre
chenden Führungsbahnen zusammen.
Jedes Rollenelement wird (wie bei Tripodegleichlaufgelenken
üblich) mittels Lagermitteln, wie z. B. Nadellagern auf seinem
entsprechenden Zapfen längsbeweglich gegenüber dem Zapfen und
drehbar um eine Rollenelement- und Zapfenachse, die mit 32 für
den Zapfen 26 bezeichnet ist, gehalten. Die Rollenelemente und
eingesetzte Lager werden auf ihren Zapfen durch Sicherungsringe
33 befestigt. Wie deutlich in Fig. 1 zu sehen ist, sind die
Achsen, z. B. 32, der Zapfen, z. B. 26, relativ zu der mit 34
bezeichneten Ebene geneigt, die senkrecht zur Rotationsachse 35
des Gelenkinnenteils 20 und der Welle 24 steht: in Fig. 1 fällt
die Rotationsachse 35 mit der Rotationsachse 17 zusammen, da
sich das Gelenk im ausgerichteten (nicht-gebeugten) Zustand
befindet. Die Zapfenachsen schneiden die Rotationsachse 35 des
Gelenkinnenteils.
Fig. 3 der Zeichnungen zeigt die Konfiguration eines der Rol
lenelemente des Gelenks und sein Zusammenwirken mit der zugehö
rigen Führungsbahn detaillierter. In Fig. 3 ist das Rollen
element 29 in seiner Führungsbahn 18 vergrößert dargestellt,
wobei die Oberflächen der sich gegenüberliegenden Seiten der
Führungsbahn mit 19, 19a bezeichnet sind, und wobei angenommen
wird, daß das Gelenk gebeugt ist und auf einen Winkel verdreht
ist, bei dem die Achse 32 des Zapfens und des Rollenelements in
einem angegebenen Verdrehwinkel 39 relativ zu einer Linie 40
geneigt ist, die parallel zu einer Ebene ist, die die Rotations
achse 17 des Gelenkaußenteils 10 enthält
Das Rollenelement hat eine äußere Umfangsfläche 41, die eine
sich auf die Rollenachse 32 bezogene Rotationsfläche mit einer
konvexen bogenförmigen Kontur ist, dessen Krümmungsradius mit
RMeridian bezeichnet und größer ist, als der Äquatorialradius des.
Rollenelements, der mit RÄquator bezeichnet ist. Daher ist die
Oberfläche 41 eher tonnenförmig als teilkugelig ausgebildet, wie
es bisher allgemein üblich gewesen ist.
Experimente haben gezeigt, daß ein vorteilhaftes Resultat er
zielt werden kann, wenn RMeridian etwa 1,5 mal so groß ist wie
RÄquator.
Die sich gegenüberliegenden Seiten 19, 19a der Führungsbahnen
sind Abschnitte von jeweiligen Zylindern, deren Radius RBahn
größer ist als RMeridian, so daß theoretisch Punktkontakt zwischen
dem Rollenelement und den Führungsbahnseiten besteht und in der
Praxis Kontakt über eine relativ kleine Fläche besteht, deren
Mitte mit 43 bezeichnet ist. Die Beziehung zwischen RMeridian und
RBahn, die als "Konformität" zwischen ihnen bekannt ist, kann
derart gewählt werden, daß RBahn geteilt durch RMeridian größer als
oder gleich 1,05, möglicherweise etwa 1,1 ist.
In Fig. 3 fällt auf, daß ein Abstand zwischen der äußeren Um
fangsfläche des Rollenelements und der Seitenfläche 19a der
Führungsbahn 18 dargestellt ist. Die Seite der Führungsbahn, an
der der Abstand erscheint, hängt natürlich von der Richtung ab,
in die das Gelenk Drehmoment überträgt. Herstellungstoleranzen
machen es erforderlich, daß etwas Abstand verhanden sein sollte,
so daß die Rollenelemente unter keinen Bedingungen der Gelenk
beugung, die im Betrieb zu erwarten sind, in den Bahnen einge
klemmt werden können.
Die Fig. 4 und 5 der Zeichnungen zeigen eine weitere Aus
führung des erfindungsgemäßen Gelenks. Das zweite, innere, Ge
lenkteil umfaßt wie das Gelenkinnenteil 20 in den Fig. 1 und
2 ein ringförmiges Bauteil 51 mit einer Keilnutenbohrung 52 und
drei Zapfen 53, 54, 55, die sich von da nach außen hin erstrec
ken. Die Zapfen tragen jeweils Rollenelemente 56, 57, 58. Die
Rollenelemente sind beweglich auf ihren entsprechenden Zapfen in
der gleichen Weise gehalten, wie oben in der Beschreibung der
ersten Ausführung dargestellt ist.
Die Zapfen 53, 54, 55 haben jeweils Achsen 59, 60, 61, die nicht
die Rotationsachse des Gelenkinnenteils, die mit 62 bezeichnet
ist, schneiden, sondern von dieser beabstandet sind. Ferner sind
die Achsen 59, 60, 61, wie in Fig. 5 zu sehen ist, relativ zu
einer Ebene, die mit 63 bezeichnet ist, und die senkrecht zur
Rotationsachse 62 des Gelenkinnenteils steht, geneigt.
In dieser Ausführung des Gelenks gleicht die Konfiguration der
äußeren Umfangsfläche jedes Rollenelements 56, 57, 58 der oben
unter Bezugnahme auf Fig. 3 der Zeichnungen beschriebenen und
die Seiten jeder Führungsbahn im Gelenkaußenteil müssen analog
wie oben beschrieben geformt sein. Das Gelenkaußenteil hat die
Bezugsziffer 65 in Fig. 4 der Zeichnungen und die drei Füh
rungsbahnen darin sind mit den Ziffern 66, 67, 68 versehen. Die
Ausrichtung der Führungsbahnen im Gelenkaußenteil, die dem Ver
satz der Zapfenachsen des Gelenkinnenteils gegenüber der Rota
tionsachse desselben entspricht, ist deutlich zu sehen.
In Fig. 1 sind die Zapfen des Gelenkinnenteils zum entgegenge
setzten Ende der Welle hin geneigt dargestellt, die mit dem
Gelenkinnenteil verbunden ist. Der Einfachheit halber wird dies
nachfolgend als Rückwärtsneigung oder negativer Neigungswinkel
zu der Ebene bezeichnet, die senkrecht zur Rotationsachse des
Gelenkinnenteils steht. Alternativ könnten die Zapfen relativ zu
dieser Fläche in entgegengesetzter Richtung geneigt sein, was
nachfolgend als Vorwärtsneigung oder positiver Neigungswinkel
genannt wird. Als Beispiel kann die Neigung in einem Bereich von
-10° bis +10° liegen und Experimente haben gezeigt, daß ein
besonders vorteilhaftes Ergebnis hinsichtlich der Verringerung
der Axialkräfte dritter Ordnung, die beim Betrieb des Gelenks
erzeugt werden, erzielt wird, wenn der Winkel der Zapfenneigung
im Bereich von 8° bis 9°, insbesondere bei etwa 8,7° liegt.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung können die Achsen
der Zapfen des Gelenkinnenteils zur Rotationsachse des Gelenk
innenteils versetzt sein, wie oben unter Bezugnahme auf die
Fig. 4 und 5 beschrieben ist, wobei sie jedoch keine Neigung
in Richtung relativ zu der Fläche aufweisen, die senkrecht zur
Rotationsachse steht.
Wenn hier auf die Meridianform der äußeren Oberfläche der Rol
lenelemente und auf die Querschnittsform der Führungsbahnseiten
abschnitte Bezug genommen wird und sie als bogenförmig beschrieben
werden, sollte klar sein, daß sie in der Praxis etwas von
der exakten Bogenform abweichen können. Zum Beispiel könnten
Kantenabschnitte der Rollenelemente angefast sein.
Claims (6)
1. Tripodegleichlaufdrehgelenk, umfassend ein erstes Gelenk
teil mit einer Rotationsachse und drei um seine Rotations
achse umfangsverteilten und längsverlaufenden Führungs
bahnen, ein zweites Gelenkteil mit einer Rotationsachse und
drei Zapfen, die jeweils eine Zapfenachse aufweisen und
sich in die Führungsbahnen des ersten Gelenkteils hineiner
strecken, sowie je ein Rollenelement, das von jeweils einem
Zapfen getragen wird, wobei jedes Rollenelement eine Rol
lenelementachse aufweist sowie eine äußere Umfangsfläche
hat, die eine auf die Rollenelementachse bezogene Rota
tionsfläche ist und mit sich gegenüberliegenden Seiten der
entsprechenden Führungsbahn des ersten Gelenkteils zusam
menwirkt, wobei das Rollenelement auf dem entsprechenden
Zapfen drehbar und längsbeweglich zur Zapfenachse gehalten
ist und in der Lage ist, in seiner entsprechenden Führungs
bahn zu kippen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zapfenachsen des zweiten Gelenkteils relativ zu
einer Ebene geneigt sind, die senkrecht zur Rotationsachse
des zweiten Gelenkteils steht und/oder daß die Zapfenachsen
gegenüber der Rotationsachse des zweiten Gelenkteils ver
setzt sind, und daß die äußere Umfangsfläche jeden Rollen
elements eine auf die Rollenelementachse bezogene Rota
tionsfläche mit einer konvexen, im allgemeinen bogenförmi
gen Kontur ist, deren Radius, der als Meridianradius des
Rollenelements bezeichnet wird, größer ist als der größte
Radius des Rollenelements um die Rollenelementachse, der
als Äquatorialradius des Rollenelements bezeichnet wird.
2. Gelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meridianradius des Rollenelements etwa 1,5 mal so
groß ist wie der Äquatorialradius des Rollenelements.
3. Gelenk nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Führungsbahnseite, im Querschnitt längs zur Rota
tionsachse des ersten Gelenkteils betrachtet, im allgemei
nen bogenförmig ausgebildet ist, wobei der Krümmungsradius
größer oder gleich dem 1,05-fachen des Meridianradius des
Rollenelements ist.
4. Gelenk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Krümmungsradius der Führungsbahnseiten das 1,1-
fache des Meridianradius des Rollenelements beträgt.
5. Gelenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigung der Zapfen des zweiten Gelenkteils relativ
zu der Ebene, die senkrecht zur Rotationsachse des zweiten
Gelenkteils steht, in einem Bereich von 8-9° liegt.
6. Gelenk nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Neigung etwa 8,7° beträgt.
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