DE19680351C2 - Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-Katalysatorträgers - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-KatalysatorträgersInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-
Trägers zur Verwendung als Träger für verschiedene Katalysatoren. Die Erfindung be
trifft noch spezieller ein Verfahren zur Herstellung eines hochgradig festen Trägers aus
Aluminiumoxid für einen Katalysator hoher Aktivität aus Aluminiumoxid mit einem Sei
tenverhältnis von 1 bis 5 und aus Aluminiumoxid mit einem Seitenverhältnis von mehr
als 10, jedoch weniger als 10 000.
Die Herstellung eines Aluminiumoxid-Katalysator-Trägers aus Aluminiumoxid macht all
gemein Gebrauch von einem Schritt des Knetens eines Aluminiumoxid-Materials, einem
Schritt des Formens des gekneteten Materials zu der gewünschten Form (z. B. Zylinder-,
Pellet- oder Wabenform) und in die gewünschte Größe, einem Schritt des Trocknens des
geformten Produktes bei einer Temperatur von 80 bis 150°C und einem Schritt des
Calcinierens des getrockneten Produktes in einer Calciniervorrichtung bei einer Calcinie
rungstemperatur von 400 bis 1000°C.
Es ist erforderlich, daß ein derartiger Aluminiumoxid-Katalysator-Träger eine hohe Akti
vität und eine hohe Festigkeit aufweist. Es ist schwierig, beide vorgenannten Erfor
dernisse zu erfüllen, und es wurden Versuche dazu unternommen, sie zu erfüllen. Bei
spielsweise offenbart die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 8445/91 der
Anmelderin ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-Trägers, das die Schritte
umfaßt, daß man einer aus einem Aluminiumoxid-Hydrat und Wasser bestehenden Auf
schlämmung eine Säure zusetzt und den pH-Wert auf 2,0 bis 3,0 einstellt, anschließend
unter Einstellung des pH-Wertes der Aufschlämmung auf 3,5 bis 6,0 eine alkalische Sub
stanz zusetzt und danach ein Aluminiumoxid-Hydrogel abtrennt, bevor man ein Ausgangs-
Aluminiumoxid-Pulver knetet. Die Anwendung dieses Verfahrens macht es
möglich, die Porendurchmesser eines Aluminiumoxid-Trägers einzustellen; wodurch die
Aktivität eines Katalysators verbessert wird.
Die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 235737/92 offenbart ein Ver
fahren, das das Formpressen eines wasserhaltigen Aluminiumoxids und das anschließende
Altern und Calcinieren des Materials umfaßt. Es wird beschrieben, daß dieses Verfahren
in der Lage ist, zu einem Aluminiumoxid-Träger zu führen, der Poren eines Durchmessers
von 1000 Å (100 nm) oder mehr aufweist und eine hohe mechanische Festigkeit hat. Dar
über hinaus offenbart diese Veröffentlichung ein Verfahren, das das Imprägnieren
des Aluminiumoxid-Trägers mit einer wäßrigen Lösung eines Aluminiumsalzes und das
anschließende Trocknen und Calcinieren des Materials zur Erhöhung seiner mechanischen
Festigkeit einschließt.
Die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 98486/75 offenbart ein Verfahren
zur Herstellung eines hochgradig festen, hochaktiven Aluminiumoxid-Katalysator-Trägers
durch Zusatz einer sauren Substanz, wie beispielsweise Essigsäure und Wasser, zu Alumi
niumoxid, Kneten der Mischung, Formen der Mischung und Calcinieren des geformten
Produktes.
Die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 27436/92 offenbart einen Hydrier
katalysator unter Verwendung eines Aluminiumoxid-Katalysators, in dem die Längen der
Aluminiumoxid-Teilchen nach den Schritten des Formens und Calcinierens eine vorbe
stimmte Verteilung haben. Diese Veröffentlichung offenbart auch ein Verfahren zur Her
stellung des Hydrierkatalysators. Es wird beschrieben, daß dieses Verfahren ausgezeich
net in bezug auf die Entschwefelungs- bzw. Desulfurierungsaktivität ist.
Die japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr. 205990/94 offenbart die Herstel
lung eines hochaktiven Katalysators für die Hydrierung und Desulfurierung eines metall
haltigen Schweröls durch Verwendung eines Aluminiumoxid-Trägers mit einer speziel
len Porendurchmesser-Verteilung. In Beispiel A dieser Veröffentlichung wird ein Alu
niumoxid-Material zur Herstellung eines Katalysator-Trägers verwendet, das zwei
Arten von Aluminiumoxid-Teilchen umfaßt, nämlich Catapal-Aluminiumoxid und Versal-
250-Aluminiumoxid. Die Seitenverhältnisse dieser Aluminiumoxid-Teilchen werden je
doch nicht erwähnt.
Es ist erforderlich, daß ein Aluminiumoxid-Katalysator-Träger Porendurchmesser von et
wa einigen 10 nm und eine schmale Porendurchmesser-Verteilung aufweist, um eine ver
besserte katalytische Aktivität zu erzielen. Zur Herstellung eines Katalysator-Trägers mit
derartigen charakteristischen Eigenschaften ist es wünschenswert, Ausgangs-Alumini
umoxid-Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 5 oder weniger zu verwenden. Der Ka
talysator-Träger sollte jedoch bei dem Ziel, eine hohe katalytische Aktivität aufzuweisen,
eine große spezifische Oberfläche und ein großes Porenvolumen haben. Dadurch wird es
unmöglich gemacht, daß die Sinterung der Teilchen vollständig fortschreitet. Wenn also
Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 als Aluminiumoxid-Material verwendet
werden, können derartige Teilchen zum Zeitpunkt des Calcinierens nur an der Stelle des
Kontakts zwischen den Teilchen verbunden werden. Der resultierende Katalysator-Träger
weist eine so geringe mechanische Festigkeit auf, daß er zerbröckelt oder zu Staub zer
fällt.
Wenn faserartige Teilchen, die ein Seitenverhältnis größer als 10 aufweisen, als Aus
gangsmaterial verwendet werden, verwickeln sich andererseits die faserartigen Teilchen
während des Knetvorgangs, wodurch die Festigkeit des resultierenden Katalysator-Trä
gers erhöht wird. Dieser Effekt ist umso größer, je höher der Wert des Seitenverhältnis
ses wird. Der ein derartiges Ausgangsmaterial verwendende Träger weist wegen einer
breiten Porendurchmesser-Verteilung eine niedrige katalytische Aktivität auf.
Das Dokument DE-A 23 18 518 betrifft einen Katalysator-Träger aus Aluminiumoxid
mit einer bestimmten Porosität und einer bestimmten spezifischen Oberfläche, der haupt
sächlich aus Böhmit, α-Aluminiumoxid, γ-Aluminiumoxid, δ-Aluminiumoxid und/oder
θ-Aluminiumoxid besteht. Obwohl der Begriff "mikrokristalliner Böhmit" als identisch
mit "Pseudo-Böhmit" definiert wird (Seite 3, Beginn des zweiten Absatzes), ist auf Seite
3 desselben Dokumentes nur der Durchmesser von Aggregaten der Kristalle angegeben,
der im Bereich von 1 bis 40 µm und in jedem Fall unter 90 µm liegen soll. Kristalle in
derartigen Aggregaten sollen einen Durchmesser von weniger als 750 Å (< 75 nm) ha
ben, vorzugsweise von weniger als 100 Å (< 10 nm).
Die Druckschrift DE-A 22 14 401 betrifft eine Mischung aus Aluminiumoxiden, in der
eine der beiden Komponenten calciniert ist und die andere nicht calciniert ist. Auch in
diesem Dokument wird die Größe der Teilchen angegeben, nämlich sollen in Fall der
calcinierten Kristalle wenigstens 50 Gew.-% eine Partikelgröße von 100 bis 200 µm
aufweisen, während im Fall der nicht-calcinierten Kristalle wenigstens 50 Gew.-% eine
Partikelgröße von 5 bis 65 µm aufweisen sollen. Auch diesem Dokument ist nichts über
den kritischen Parameter "Seitenverhältnis" zu entnehmen.
Die Druckschrift DE-DE-A 29 32 648 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alumi
niumoxid-Katalysatorträgern aus einem Aluminiumoxid-Hydrogelmit einem pH-Wert
zwischen 6 und 10 unter Zugabe einer Aluminiumverbindung und Einstellung eines pH-
Wertes < 5 oder < 11 und anschließende Neutralisation unter Wiedereinstellen des
ursprünglichen pH-Wertes und Wachsen hydratisierter Aluminiumoxid-Kristallite, die
anschließend getrocknet und calciniert werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren zur Herstellung eines
Aluminiumoxid-Katalysator-Trägers zu schaffen, der eine ausreichende mechanische
Festigkeit hat, in der Lage ist, eine hohe katalytische Aktivität zu verleihen, und nur
in minimalem Umfang zerbröckelt oder zu Staub zerfällt.
Um diese Aufgabe zu lösen, haben sich die Erfinder auf Aluminiumoxid-Materialien
konzentriert und extensive Untersuchungen durchgeführt. Als Ergebnis haben sie in ein
facher Weise erfolgreich einen Aluminiumoxid-Katalysator-Träger mit einem ge
wünschten Bereich der Porendurchmesser-Verteilung und einer verbesserten mechani
schen Festigkeit dadurch hergestellt, daß sie ein Aluminiumoxid-Material benutzten, das
Aluminiumoxid und faserförmiges Aluminiumoxid in vorbestimmten Mengenanteilen ent
hält, wobei das Aluminiumoxid aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 be
steht und das faserartige Aluminiumoxid aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis größer
als 10 besteht.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-
Katalysatorträgers durch Kneten und Formen eines Aluminiumoxid-Materials und an
schließendes Calcinieren des geformten Produktes, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
das Aluminiumoxid-Material aus 90 bis 20 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus Teil
chen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht, und 10 bis 80 Gew.-% eines Pseudo-
Böhmits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger
als 10 000 besteht, aufgebaut ist.
Das in dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung verwendete Aluminiumoxid
Material ist aus 90 bis 20 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem
Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht, und 10 bis 80 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der
aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10 000 be
steht, aufgebaut. Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung beziehen sich die Mengen
verhältnisse (Gew.-%) an Aluminiumoxiden in dem Aluminiumoxid-Material auf die auf
alle Aluminiumoxide in dem Material bezogenen Mengenanteile. Wenn der Anteil des
Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch we
niger als 10 000 besteht, geringer ist als 10 Gew.-%, ergibt sich keine merkliche Verbes
serung der Festigkeit des Aluminiumoxid-Trägers nach dem Sintern. Wenn der Mengenan
teil des Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, je
doch weniger als 10 000 besteht, 80 Gew.-% übersteigt, ist die Porendurchmesser-Verteilung
des resultierenden Aluminiumoxid-Katalysatorträgers breit, was zu einer nicht zu
friedenstellenden katalytischen Aktivität führt.
Um die Verbreiterung der Porendurchmesser-Verteilung in dem Aluminiumoxid-Träger
zu unterdrücken, sollte das Seitenverhältnis der verwendeten Aluminiumoxid-Teilchen
geringer sein als 10 000. Wenn die katalytische Aktivität betont werden soll, ist es wün
schenswert, Pseudo-Böhmit zu verwenden, dessen Teilchen ein Seitenverhältnis von
1000 oder weniger, vorzugsweise von 200 oder weniger und noch mehr bevorzugt von
100 oder weniger aufweisen.
Unter diesen Umständen besteht eine mehr bevorzugte Zubereitung des Aluminiumoxid-
Materials aus 80 bis 50 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Sei
tenverhältnis von 1 bis 5 besteht, und 20 bis 50 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus
Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10 000 besteht,
und noch mehr bevorzugt aus 80 bis 65 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen
mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht, und 20 bis 35 Gew.-% eines Pseudo-Böh
mits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als
1000 besteht.
Der Ausdruck "Aluminiumoxid-Teilchen", wie er in der vorliegenden Beschreibung und
in den Patentansprüchen verwendet wird, bezieht sich auf Primärteilchen aus Aluminium
oxid oder Sekundärteilchen, die daraus resultieren, daß die Primärteilchen agglomeriert
und in einer bestimmten Richtung orientiert sind. Teilchen, deren Agglomerat leicht zu
Primärteilchen zerfällt, heißen also Aluminiumoxid-Primärteilchen, während Teilchen,
deren Agglomerat nicht zerfällt, Aluminiumoxid-Sekundärteilchen heißen.
Der Begriff "Seitenverhältnis", wie er in der vorliegenden Beschreibung und in den Pa
tentansprüchen verwendet wird, ist das Verhältnis der Länge der Hauptachse des Teil
chens zur Länge der Nebenachse des Teilchens. Beispielsweise kann das Seitenverhältnis
bestimmt werden, indem man die Teilchen mit einem Transmissionselektronenmikro
skop oder dgl. beobachtet, zufällig 10 Teilchen, die im Blickfeld liegen, sammelt, das
Verhältnis der Länge der Hauptachse zur Länge der Nebenachse jedes Teilchens mißt
und den Mittelwert der Werte berechnet. Der untere Grenzwert des Seitenverhältnisses ist
also 1.
Pseudo-Böhmit, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht, und
Pseudo-Böhmit, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch
weniger als 10 000 besteht, die das Aluminiumoxid-Material gemäß der Erfindung aus
machen, sind im Handel erhältlich.
Alternativ dazu können diese Aluminiumoxid-Materialien mit unterschiedlichen Seiten
verhältnissen unter abgestimmten Reaktionsbedingungen im Rahmen eines Naßverfahrens,
wie beispielsweise durch Hydrolyse eines Aluminiumalkoxids, oder durch Neutralisation
einer sauren Aluminiumquelle, wie beispielsweise eines Aluminiumsulfats, Aluminiumni
trats oder Aluminiumchlorids, oder einer basischen Aluminiumquelle, wie beispielsweise
von Aluminiumhydroxid oder Natriumaluminat, synthetisiert werden. Aluminiumoxid
gemäß der Erfindung ist Aluminiumoxid des Pseudo-Boehmit-Typs.
Die wie oben beschrieben im Handel erhältlichen oder synthetisierten Aluminiumoxid
Materialien, d. h. Pseudo-Böhmit in Form von Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1
bis 5 und Pseudo-Böhmit in Form von Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als
10, jedoch weniger als 10 000, werden in den vorstehend angegebenen Mengenverhält
nissen unter Erhalt des Aluminiumoxid-Materials gemischt. Alternativ dazu kann wäh
rend des Knetens des Aluminiumoxid-Materials Pseudo-Böhmit, der einen der Bereiche
des Seitenverhältnisses aufweist, zugesetzt werden, um die vorstehend angegebene Zube
reitung auszubilden, während Pseudo-Böhmit, der den anderen Bereich des Seitenverhält
nisses aufweist, geknetet wird. Jedes Aluminiumoxid kann in Form eines Hydrats, eines
wasserhaltigen Aluminiumoxid-Kuchens des Hydrats oder einer Aluminiumoxid-Auf
schlämmung vorliegen.
Diese beiden Arten von Pseudo-Böhmit-Materialien, die unterschiedlich im Hinblick auf
den Bereich des Seitenverhältnisses der Teilchen sind, können direkt in der folgenden
Weise synthetisiert werden:
Für die Herstellung des Pseudo-Böhmits in Form von Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 werden Aluminiumsulfat als saure Aluminiumquelle und Natriumaluminat als basischer Aluminiumquelle neutralisiert und gealtert. Anschließend wird der Niederschlag gewaschen und filtriert. Der Pseudo-Böhmit in Form von Teilchen mit einem Seiten verhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10 000, kann andererseits aus einem Aluminiumoxidhydrat hergestellt werden, das erhalten wurde durch Neutralisation einer sauren Aluminiumquelle mit einer basischen Aluminiumquelle oder einer sauren Alumini umquelle mit einer basischen wäßrigen Lösung oder einer sauren Lösung mit einer basi schen Aluminiumquelle. Beispiele der sauren Aluminiumquelle sind Aluminiumchlorid und Chloridionen enthaltendes Aluminiumsulfat. Beispiele der basischen Aluminium- Quelle schließen Natriumaluminat ein.
Für die Herstellung des Pseudo-Böhmits in Form von Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 werden Aluminiumsulfat als saure Aluminiumquelle und Natriumaluminat als basischer Aluminiumquelle neutralisiert und gealtert. Anschließend wird der Niederschlag gewaschen und filtriert. Der Pseudo-Böhmit in Form von Teilchen mit einem Seiten verhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10 000, kann andererseits aus einem Aluminiumoxidhydrat hergestellt werden, das erhalten wurde durch Neutralisation einer sauren Aluminiumquelle mit einer basischen Aluminiumquelle oder einer sauren Alumini umquelle mit einer basischen wäßrigen Lösung oder einer sauren Lösung mit einer basi schen Aluminiumquelle. Beispiele der sauren Aluminiumquelle sind Aluminiumchlorid und Chloridionen enthaltendes Aluminiumsulfat. Beispiele der basischen Aluminium- Quelle schließen Natriumaluminat ein.
Der resultierende Kuchen kann als solcher einem Schritt des Knetens unterworfen werden
oder unter Zugabe von Wasser aufgeschlämmt und mit einem Sprühtrockner unter Bildung
eines Pulvers getrocknet werden. Das letztgenannte Verfahren ist vorteilhaft, da es die
Einstellung der Bedingungen während des Knetens erleichtert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es bevorzugt, für das Alu
miniumoxid-Material gemäß der Erfindung ein Aluminiumoxid-Hydrat als Primärteilchen
mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 oder einen wasserhaltigen Aluminiumoxid-
Kuchen oder eine Aluminiumoxid-Aufschlämmung des Aluminiumoxid-Hydrats zu ver
wenden und einen wasserhaltigen Aluminiumoxid-Kuchen oder eine Aluminiumoxid-
Aufschlämmung zu verwenden, die aus einem Aluminiumoxid-Hydrat hergestellt wurde,
das durch das Naßverfahren synthetisiert wurde und das ein Seitenverhältnis von 10 bis
10 000 aufweist, in Form von Primärteilchen.
In Übereinstimmung mit dem Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-Trägers
gemäß der Erfindung wird das in der oben beschriebenen Weise hergestellte Aluminium
oxid-Material geknetet. Normalerweise wird eine Säure oder eine alkalische Substanz als
Dispergiermittel zugesetzt, wonach Wasser zugesetzt wird, um einen Wassergehalt für die
Formbarkeit einzubringen. Dem folgt ein Kneten der Mischung. Eine saure Lösung oder
eine alkalische Lösung, die in der Lage ist, das Aluminiumoxid-Material zu dispergieren,
wird für diesen Zweck verwendet. Beispiele von Säuren für die saure Lösung sind an
organische Säuren wie Salpetersäure, Schwefelsäure und Chlorwasserstoffsäure, und or
ganische Säuren, wie beispielsweise Essigsäure, Citronensäure und Oxalsäure. Salpeter
säure und organische Säuren werden besonders bevorzugt, da sie keine Rückstände
während eines anschließenden Calcinierungsschritts zurücklassen. Beispiele alkalischer
Materialien für die alkalische Lösung sind Ammoniak, quaternäre Ammoniumhydroxide,
wie beispielsweise Tetrapropylammoniumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid
und Natriumaluminat. Besonders bevorzugt sind Ammoniak und quaternäre Ammonium
hydroxide, die keine Rückstände während des anschließenden Calcinierungsschritts zu
rücklassen.
Der Schritt des Knetens kann in der folgenden Weise unter Zusatz einer Säure oder eines
alkalischen Materials innerhalb eines speziellen ph-Wert-Bereichs anstelle von Wasser
durchgeführt werden. Eine saure oder alkalische Lösung wird den Aluminiumoxid-
Teilchen im anfänglichen Stadium des Knetens als Dispergiermittel zugesetzt. Dem folgt
ein Kneten der Mischung unter Zusatz einer sauren Lösung eines ph-Wertes von 3 oder
weniger oder einer alkalischen Lösung eines ph-Werts von 11 oder mehr. Untersuchungen
der Erfinder zeigten, daß der Schritt des Knetens unter Verwendung der Lösung innerhalb
des oben angegebenen ph-Wert-Bereichs die Festigkeit des calcinierten Aluminiumoxid-
Trägers um etwa 25% bis etwa 60% gegenüber einem Schritt des Knetens unter Ver
wendung von Wasser erhöht. Bei Verwendung der sauren Lösung ist ein ph-Wert von 1
oder weniger besonders bevorzugt. Im Fall der alkalischen Lösung ist ein ph-Wert von
13 oder mehr besonders bevorzugt. Es wurde gefunden, daß die Löslichkeit von Alumini
umoxid bei einem ph-Wert von 5 am niedrigsten ist, und es wurde gefunden, daß sie
steigt, wenn der ph-Wert saurer oder alkalischer als dieser Wert wird. Die Säure oder die
alkalische Substanz als Alternative zu Wasser können vom vorstehend genannten Typ ei
ner sauren oder alkalischen Lösung sein.
Die gekneteten Aluminiumoxid-Teilchen werden allgemein mit einer Formmaschine in
eine geeignete Größe und in eine geeignete Form gebracht. Anschließend wird das ge
formte Produkt getrocknet, beispielsweise für eine Zeit von 10 min bis zu einem ganzen
Tag bei einer Temperatur von 80 bis 150°C; dies geschieht mittels eines Trockners. An
schließend wird das getrocknete Produkt bei einer Temperatur von beispielsweise 400 bis
1000°C in einer Calciniervorrichtung calciniert.
Das Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-Trägers gemäß der vorliegenden
Erfindung wird nun anhand von Beispielen beschrieben. Die Erfindung ist jedoch in kei
ner Weise darauf beschränkt.
Als Aluminiumoxid wurden 1800 g im Handel erhältlicher Pseudo-Boehmit verwendet,
der aus Teilchen gebildet war, die ein Seitenverhältnis von 1 bis 5 (Mittelwert: 2,0) auf
wiesen. Der Boehmit wurde Aluminiumoxid A genannt. Aluminiumoxid A wurde mit
200 g im Handel erhältlichen Pseudo-Boehmits gemischt, der aus Teilchen gebildet war,
die ein Seitenverhältnis von 30 bis 100 (Mittelwert: 58) aufwiesen. Dieser Boehmit wurde
Aluminiumoxid B genannt. So wurde ein Aluminiumoxid-Material hergestellt. Der Men
genanteil an Aluminiumoxid B in der Mischung betrug 10 Gew.-%. In der Anfangsstufe
des Knetens des Aluminiumoxid-Materials wurde 1 l 3,3%ige Salpetersäure als
Dispergiermittel zugesetzt. Anschließend wurde unter Kneten der Mischung Wasser zu
gesetzt, wo es notwendig war, um den Wassergehalt des am Ende erhaltenen Teigs auf 45
bis 60 Gew.-% einzustellen. Nach dem Kneten für die Zeit von 2 h wurde der Teig mit
tels eines Doppelschnecken-Extruders in die Form einer Säule mit einem Durchmesser
von 1 mm gebracht. Das geformte Produkt wurde in einem Trockner für die Zeit von 20 h
bei 130°C getrocknet. Anschließend wurden die Pellets nach dem Trocknen in einer
Calciniervorrichtung für die Zeit von 1 h bei 600°C calciniert und so ein Aluminium
oxid-Katalysator-Träger erhalten.
Die mittlere Biegefestigkeit und Seiteneinsturz-Festigkeit (side collapse strength; SCS) des
Aluminiumoxid-Katalysator-Trägers wurden mit einem Universalspannungs-/Kompres
sions-Tester bzw. einer Vorrichtung zum Messen der Tablettenfestigkeit (Firma Toyama)
gemessen. Die mittlere Biegefestigkeit betrug 10,2 MPa, und die SCS betrug 1,9 kg.
Es erfolgte auch eine Messung eines Wertes der Längen des Aluminiumoxid-Trägers,
nachdem man diesen einige Male aus einer Höhe von 2 m auf eine konvergierende Platte
aus nichtrostendem Stahl hatte fallenlassen (Konvergenz-Länge). Die Konvegenz-Länge,
ausgedrückt als Mittelwert der Länge der Aluminiumoxid-Trägerteilchen nach dem fünf
ten und siebten Herabfallen, betrug 2,1 mm. Vorab-Experimente hatten gezeigt, daß die
Konvergenz-Länge des Aluminiumoxid-Trägermaterials proportional zum Anstieg der
Biegefestigkeit des Aluminiumoxid-Trägers größer wurde.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. In Tabelle 1 ist das Mischungsverhältnis (in
Gew.-%) der Mengenateil (in Gew.-%) an Aluminimoxid-Teilchen, die ein Seitenverhält
nis von 1 bis 5 aufweisen, zu allen Aluminiumoxid-Materialien, die in dem Ausgangs
Pulvermaterial enthalten waren.
Das Aluminiumoxid-Material wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 geknetet,
geformt, getrocknet und calciniert, mit der Ausnahme, daß der Mengenanteil an einge
mischtem Aluminiumoxid B 30 Gew.-% betrug. An dem resultierenden Aluminiumoxid-
Träger wurden die mittlere Biegefestigkeit, der SCS-Wert und die Konvergenzlänge in
derselben Weise wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
Das Aluminiumoxid-Material wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 geknetet, ge
formt, getrocknet und calciniert, mit der Ausnahme, daß der Mengenanteil an Alumini
umoxid B in dem Aluminiumoxid-Material 50 Gew.-% betrug. An dem resultierenden
Aluminiumoxid-Träger wurden die mittlere Biegefestigkeit, der SCS-Wert und die Kon
vergenzlänge in derselben Weise wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Ta
belle 1 angegeben.
Das Aluminiumoxid-Material wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 geknetet, ge
formt, getrocknet und calciniert, mit der Ausnahme, daß der Mengenanteil an Alumi
niumoxid B in dem Aluminiumoxid-Material 80 Gew.-% betrug. An dem resultierenden
Aluminiumoxid-Träger wurden die mittlere Biegefestigkeit, der SCS-Wert und die Kon
vergenzlänge in derselben Weise wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Ta
belle 1 angegeben.
Es wurden 12 l einer wäßrigen 0,25 M Aluminiumsulfat-Lösung als saure Aluminiumquel
le und 9,5 l einer wäßrigen 0,5 M Natriumaluminat-Lösung als basische Aluminiumquelle
hergestellt. Nachdem der wäßrigen Aluminiumsulfat-Lösung 20 l Wasser zugesetzt wor
den waren, wurde die wäßrige Natriumaluminat-Lösung bei 25°C unter Durchführung
der Neutralisationsreaktion zugesetzt. Die Reaktion wurde so gesteuert, daß der pH-Wert
bei 7,0 ± 0,2 lag, als die Neutralisation stattfand. Nach der Reaktion wurde die Tempe
ratur der Reaktionsmischung bei 80°C gehalten. Dem folgte ein Zusatz einer wäßrigen
Natriumhydroxid-Lösung zur Einstellung des pH-Wertes auf 10. Man ließ die Mischung
20 h unter Rühren altern. Anschließend wurde die gealterte Mischung gewaschen und fil
triert und so ein Aluminiumoxid-Kuchen erhalten, in dem die Teilchen ein Seitenverhältnis
von 1 bis 5 (Mittelwert: 2,3) hatten, wobei dieser Aluminiumoxid-Kuchen Aluminiumoxid
C genannt wurde.
Anschließend wurden 12 l einer wäßrigen 0,5 M Aluminiumchlorid-Lösung als saure
Aluminumquelle und 9,5 l einer wäßrigen 0,5 M Natriumaluminat-Lösung als basische
Aluminiumquelle hergestellt. Nachdem der wäßrigen Aluminiumchlorid-Lösung 20 l
Wasser zugesetzt worden waren, wurde die wäßrige Natriumaluminat-Lösung bei 70°C
unter Durchführung der Neutralisationsreaktion zugesetzt. Die Reaktion wurde so gesteu
ert, daß der pH-Wert bei 8,3 ± 0,2 lag, als die Neutralisation stattfand. Nach der
Reaktion wurde die Temperatur der Reaktionsmischung bei 80°C gehalten. Dem folgte
der Zusatz einer wäßrigen Natriumhydroxid-Lösung zur Einstellung des pH-Wertes auf
9. Man ließ die Mischung für die Zeit von 20 h unter Rühren altern. Anschließend wurde
die gealterte Mischung gewaschen und filtriert und so ein Aluminiumoxid-Kuchen erhal
ten, in dem die Teilchen ein Seitenverhältnis von 30 bis 80 (Mittelwert: 48) hatten. Dieser
Aluminiumoxid-Kuchen wurde Aluminiumoxid D genannt.
Wasser wurde dem Aluminiumoxid-Kuchen C (80 Gew.-%, angegeben als trockenes
Pulver) und dem Aluminiumoxid-Kuchen D (20 Gew.-%, angegeben als trockenes Pulver)
zugesetzt. Dem folgte ein Schritt des Mischens unter Ausbildung einer Aluminiumoxid-
Aufschlämmung. Anschließend wurde die Aluminiumoxid-Aufschlämmung mit einem
Sprühtockner unter Erhalt eines Aluminiumoxid-Pulvers getrocknet, das zwei Arten von
Aluminiumoxid-Materialien mit unterschiedlichen Bereichen des Seitenverhältnisses in
den obigen Mengenanteilen enthielt.
Mit der Ausnahme, daß das wie oben beschrieben hergestellte Aluminiumoxid-Pulver als
Ausgangs-Pulver verwendet wurde, wurde das Aluminiumoxid-Material in derselben
Weise wie in Beispiel 1 geknetet, geformt, getrocknet und calciniert. An dem resultieren
den Aluminiumoxid-Träger wurden die mittlere Biegefestigkeit, der SCS-Wert und die
Konvergenz-Länge in derselben Weise wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 1 gezeigt.
Das Aluminiumoxid-Material wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 geknetet,
geformt, getrocknet und calciniert, mit der Ausnahme, daß nur Aluminiumoxid A ver
wendet wurde, und Aluminiumoxid B wurde nicht eingemischt. An dem resultierenden,
nur aus Aluminiumoxid A hergestellten Aluminiumoxid-Träger wurden die mittlere Bie
gefestigkeit, der SCS-Wert und die Konvergenzlänge in derselben Weise wie in Beispiel
1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Das Aluminiumoxid-Material wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 geknetet, ge
formt, getrocknet und calciniert, mit der Ausnahme, daß nur Aluminiumoxid B als
Aluminiumoxid-Material verwendet wurde. An dem resultierenden Aluminiu
moxid-Träger wurden die mittlere Biegefestigkeit, der SCS-Wert und die Konvergenzlän
ge in derselben Weise wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 ge
zeigt.
In den Beispielen 1 bis 5 und in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 war das Gesamtgewicht
an Aluminiumoxid-Material in allen Beispielen identisch.
Die Porendurchmesser-Verteilung der in den Beispielen 1 bis 5 und in den Vergleichsbei
spielen 1 und 2 erhaltenen Aluminiumoxid-Katalysator-Träger wurden unter Verwendung
der Vorrichtung ASAP 2400 (Mikromelitex) untersucht. Tabelle 2 zeigt die Verhältnisse
der Porenvolumina innerhalb spezieller Porendurchmesser-Bereiche zum Gesamt-Poren
volumen. Je höher diese Werte sind, desto mehr konzentriert sind die Poren in speziellen
Bereichen. Dies bedeutet eine schärfere Porendurchmesser-Verteilung und eine bessere
katalytische Aktivität.
Aus Tabelle 2 ist ersichtlich, daß die Porendurchmesser der Katalysator-Träger, die er
halten wurden, wenn der Anteil an Aluminiumoxid B der Mischung bei bis zu 80 Gew.-%
lag, in schmalen Bereichen von 80 bis 120 Å (8 bis 12 nm) verteilt waren. Wenn das
Aluminiumoxid-Material dagegen gänzlich aus Aluminiumoxid B aufgebaut war (Ver
gleichsbeispiel 2), war die Porendurchmesser-Verteilung breit. Das Material von Beispiel
5, für das Aluminiumoxid D mit einem niedrigeren Wert des Seitenverhältnisses ver
wendet worden war, verglichen mit Aluminiumoxid B, neigte zu einer scharfen Poren
durchmesser-Verteilung und ergab eine ausreichende Festigkeit.
Wie oben beschrieben, weist ein Aluminiumoxid-Träger, der im Rahmen der vorliegen
den Erfindung unter Verwendung eines Aluminiumoxid-Materials erhalten wurde, das 90
bis 20 Gew.-% Pseudo-Böhmit, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5
besteht, und 10 bis 80% Pseudo-Böhmit, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis
über 10, jedoch unter 10 000 besteht, umfaßte, eine verbesserte mechanische Festigkeit
und eine ausreichende Porendurchmesser-Verteilung auf, um zu einer zufriedenstellenden
katalytischen Aktivität zu führen. Die Verwendung des Aluminiumoxid-Materials, das in
Beispiel 5 hergestellt wurde, erfüllt beide Anforderungen, nämlich die gewünschte
Festigkeit des Trägers und die gewünschte Porendurchmesser-Verteilung. Damit ist das
Verfahren zur Herstellung des Aluminiumoxid-Trägers gemäß der vorliegenden Erfindung
sehr wirksam bei der Produktion eines Katalysators mit hoher Festigkeit und zufrieden
stellender katalytischer Aktivität.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumoxid-Katalysatorträgers unter Kneten und
Formen eines Aluminiumoxid-Materials und anschließendem Calzinieren des geformten
Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumoxid-Material aus 90 bis 20 Gew.-%
eines Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5
besteht, und 10 bis 80 Gew.-% eines Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Sei
tenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10.000 besteht, aufgebaut ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Pseudo-Böhmit, der aus Teilchen mit ei
nem Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht, als auch der, der aus Teilchen mit einem Sei
tenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10.000 besteht, in Form von
Primärteilchen, in Form eines wasserhaltigen Kuchens oder als Aufschlämmung einge
setzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserhaltige Kuchen oder die Aufschlämmung
des Pseudo-Böhmits, der aus Teilchen mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10 be
steht, durch eine Neutralisationsreaktion zwischen einer sauren und einer basischen
Aluminiumquelle oder einer basischen Aluminiumquelle und einer wäßrigen sauren Lö
sung oder einer sauren Aluminiumquelle und einer wäßrigen basischen Lösung erhalten
wurde.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden sich im Seitenver
hältnis unterscheidenden Pseudo-Böhmite zugesetzt wird, während der andere geknetet
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Pseudo-Böhmit, der aus
Teilchen mit einem Seitenverhältnis von 1 bis 5 besteht als auch der, der aus Teilchen
mit einem Seitenverhältnis von mehr als 10, jedoch weniger als 10.000 besteht, im Rah
men eines Naßverfahrens synthetisiert werden und die Wassergehalte dieser Materialien
während deren Herstellung eingestellt werden.
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