DE1966697A1 - Leitvorrichtung fuer mit staub oder fasern belanden oder verunreinigte luft - Google Patents
Leitvorrichtung fuer mit staub oder fasern belanden oder verunreinigte luftInfo
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Description
Dr.-ing. DipL-Phyn. OSKAR KÖNIG Patentanwalt
Deutsche Bink AG S;u:iaart
Telefon: (0711) 6285Gl Konto Nr. SH CC3Or
Telegramm: Koenigpat 70C0 STUTTGART-!, Klüpfelstraße 6 Postscheck Stgt. 649
Poetfach 51
196669?
Pat 2012-1 D
L u w a AG Zürich ( Schweiz )
Leitvorrichtung für mit Staub oder Fasern beladene oder verunreinigte Luft.
Die Erfindung betrifft eine Leitvorrichtung für mit Staub oder Fasern beladene oder verunreinigte Luft.
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2012-1 - 2 -
1986697
In der Technik der pneumatischen Reinigung von Maschinen,
z. B. Textilmaschinen, sowie des pneumatischen Transportes
von Gut, z. B. Fasergut, stellt sich häufig die Aufgabe, einen Luftstrom umzulenken oder aus einem Gehäuse gleichmäßig
über eine gewisse Breite ausströmen zu lassen. Diese Aufgabe läßt sLch bei sauberer Luft aerodynamisch einwandfrei lösen;
es werden jedoch dazu relativ große Ausblaskammern oder
Kanalquerschnitte benötigt. Bei pneumatischen Reinigungseinrichtungen steht der hierfür benötigte Platz in der
Regel nicht zur Verfügung.
Bei beschränkten Platzverhältnissen für pneumatische Reinigungseinrichtungen
hat man daher die Verwendung von Luftleit- oder Umlenkblechen in den Luftkanälen vorgeschlagen,
was bei sauberer Luft zu brauchbaren Ergebnissen führen kann. Bei Verwendung von Luft, welche mit zu transportierendem
Material beladen ist, verstopfen diese Luftleit-Einrichtungen jedoch innerhalb kurzer Zeit.
Man hat auch versucht, die StrömungsVerhältnisse in den
Kanälen durch die Einführung von sogenannter Falschluft zu verbessern. Um genügend wirksam zu sein, müssen jedoch
die verwendeten Falschluftmengen so groß gewählt werden, daß sie wirtschaftlich nicht mehr tragbar sind.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt-, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden. Die erfindungsgemäße
Leitvorrichtung für mit Staub oder Fasern beladene verunreinigte Luft, die eine vorzugsweise einen ungefähr zylindrischen
oder spiralförmigen Querschnitt aufweisende Leitkammer aufweist, in der die durch einen Einlaß eingeleitete
Luft in Art einer Drallströmung um die Leitkammerachse rotieren kann und durch einen Auslaß aus dieser wieder austreten
-kann, zeichnet sich dadurch aus, daß die Auslaßrichtung des Auslasses der Leitkammer zur Erzeugung einer
aerodynamischen Querschnittsverengung des Auslasses der
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BAD OBIG»**1·
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Drallrichtung der Drallströmung entgegengesetzt ist.
Diese Leitkammer kann zahlreiche vorteilhafte Anwendungen
finden, z. B. als Austrittsspirale eines Faserabscheiders, oder z. B. als Austrittsspirale eines Gehäuses, in dem
zwei mit Fasern beladene Luftströme getrennt oder vereint werden oder zum Ausblasen eines die pneumatische Reinigung
von großen Flächen bewirkenden, selbst ungereinigten Luftstromes.
Die aerodynamische Querschnittsverengung des Auslasses der Leitkammer bewirkt einen wirksamen Austrittsquerschnitt,
der gegenüber dem tatsächlichen Querschnitt der Austrittsöffnung und des Austrittsstutzens wesentlich
verringert ist. Dadurch kann die für den Betrieb der Leitkammer erforderliche Luftmenge kleingehalten werden,
was sich vorteilhaft auf die für das Fördern der Luft aufzuwendende Energie auswirkt. Trotzdem steht bei Anfall
von Faserbüscheln und stoßweisem Anfall von Fasern der volle Querschnitt des Austrittsstutzens zur Verfügung.
Daher tritt auch bei dauernder Durchleitung von Faserbüscheln durch die Leitkammer keine Verstopfung des ,
Auslasses ein. Wenn erforderlich, kann die Leitvorrichtung auch zum gleichmäßigen Ausblasen von mit Fasern
beladener Luft über einen sehr langen, schmalen Austrittsstutzen verwendet werden. Dies ist für die pneumatische
Reinigung von Textilmaschinen, mit großen zu reinigenden Flächen von Bedeutung, da dann nicht nur saubere, sondern
auch mit Fasern beladene Luft zum Blasen verwendet werden kann, ohne daß die Austrittsquerschnitte verstopfen. Z. B.
kann eine solche Reinigungseinrichtung zur Reinigung einer Karde verwendet werden und beispielsweise unter den Zylindern
der Karde angeordnet werden.
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In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei es sich
versteht, daß die Erfindung auch in anderen Ausführungsformen verwirklicht werden kann.
Es zeigen:
Fig. l eine Leitvorrichtung mit einer schaubildlich dargestellten Leitkammer mit spiralförmigem
Gehäusekörper, tangentialem Eintritt und tangentialem Austritt der Luft, wobei der Austritt
■ der Luft aus dem schmalen Schlitz gleichmäßig über die ganze Breite erfolgt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Eine spiralförmige, langgestreckte Leitkammer 50 konstanten
Querschnittes ist seitlich durch Stirnbleche 52 begrenzt. Mit 56 ist die Achse bezeichnet, welche sich
in Längsrichtung der Leitkammer 50 durch das Zentrum der Spirale erstreckt. Die Leitkammer 50 weist einen tangential
ausmündenden Ausblasstutzen 55 auf, an dessen Ende sich ein relativ langer und relativ schmaler Auslaßschlitz
54 befindet. Der Stutzen 55 erstreckt sich gemäß Fig. 1 über die Länge der Leitkammer 50. Ein schmaler Einlaßstutzen
58 mündet mindestens angenähert tangential und vorzugsweise rechtwinklig zur Achse 56 in die Leitkammer 50 ein.
Der Einlaßstutzen 58 kann jedoch auch schräg zur Achse in die Leitkammer einmünden. Gemäß Fig. 1 ist seine parallel
zur Achse 56 der Leitkammer 50 gemessene Abmessung wesentlich kleiner als die Länge der Leitkammer 50 und
dieser Einlaßstutzen hat ungefähr gleich grossen Abstand von den beiden Stirnwänden der Leitkammer 50.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der Stutzen 58 in Bezug auf die Achse 56 zentralsyinmetrisch zum Stutzen 55 angeordnet.
Es ist von Bedeutung, daß der Stutzen 58, in Achsrichtung der Leitkammer 50 gesehen, durch eine gedachte, virtuelle
Drehung um die Achse 56 mit dem Austrittsstutzen 55 annähernd zur Deckung gebracht werden könnte.
Beim Durchleiten von Luft durch die Leitkammer 50 entsteht durch den tangentialen Eintritt der Luft durch
den Stutzen 58 in die Leitkammer in dessen Innern eine Drallströmung. Beim Eintritt in den Stutzen 55 wird
die Luft entgegen dem in der Leitkammer 50 herrschenden Drall umgelenkt. Dadurch ergibt sich eine aerodynamische
QuerschnittsVerengung. Beim Austritt aus der Leitkammer
wird die Luft brüsk entgegen dem in der Leitkammer 50 herrschenden Drall umgelenkt. Dadurch entstehen Wirbel,
weiche den Strömungswiderstand im Stutzen 55 beträchtlich erhöhen. Die Widerstandserhöhung wirkt sich aus wie eine
physische QuerschnittsVerengung, welche die durch die Leitkammer
50 durchtretende Luftmenge beeinflußt. Da diese QuerschnittsVerengung in Wirklichkeit jedoch nicht vorhanden |
ist, wird sie in dieser Patentschrift als aerodynamische QuerschnittsVerengung bezeichnet. Falls die Luft Fasern
enthält und Fasern stoßweise oder in Büscheln anfallen, so steht für deren Weg trotzdem der volle Querschnitt des
Stutzens 55 zur Verfügung, so daß keine Verstopfung des Stutzens 55 eintreten kann.
überraschenderweise wurde gefunden, daß beim Durchleiten
von Luft und Fasern durch eine erfindungsgemäße Leitvorrichtung keine Ablagerungen von Fasern an der Stelle der
brüsken Umlenkung in den Auslass stattfinden. Die stromaufwärtige untere Kante des Auslasstutzens 5 5 wird durch
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die Wirbel des Luftstromes dauernd reingehalten. Dagegen würde bei einem in Drallrichtung ausmündenden Luftstrom
der Stutzen 5 5 im Bereich seiner stromaufwärtigen Mündung
in kurzer Zeit durch Paserablagerungen verstopfen.
überraschenderweise wurde ferner gefunden, daß die aus
der Leitkammer 50 austretende Luft gleichmäßig über die gesamte Länge des Schlitzes 54 verteilt wird. Bei Versuchen
wurde ein gleichmäßiges Ausblasen bis zu Schlitzlängen von 2 m erreicht und zwar bei kleinen wie auch
bei großen Luftmengen. Bei der Verwendung von mit Fasern beladener Luft trat, wie erwähnt, keine Verstopfung des
Schlitzes 54 auf. Es ist wesentlich, daß die umlenkung der Luft innerhalb der Spirale mindestens 70° beträgt.
Es ist nicht zwingend notwendig, den Stutzen 55 für den Austritt der Luft aus der Leitkammer 50 vorzusehen. Die
schlitzförmige Ausblasöffnung kann auch direkt im Mantel eines zylindrischen Rohres angebracht sein. Es ist von
Bedeutung, daß die Luft in der Leitkammer einen Drall
besitzt, der in dem Ausführungsbeispiel durch den tangentialen Eintritt der Luft in die Leitkammer 50 erzeugt
wird/ jedoch gegebenenfalls auch durch besondere Drallerzeuger, wie Leitschaufeln oder dergleichen oder eine
Eintrittsspirale erzeugt werden kann.
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Claims (6)
- 2012-1 - 7 -Patentansprüchell.iLeitvorrichtung für mit Staub oder Fasern beladene, verunreinigte Luft, die eine vorzugsweise einen ungefähr zylindrischen oder spiralförmigen Querschnitt aufweisende Leitkammer aufweist, in der die durch einen Einlaß eingeleitete Luft in Art einer Drallströmung um die Leitkammerachse rotieren kann und durch einen Auslaß aus dieser wieder aistreten kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßrichtung des Auslasses (55) der Leitkammer (50) zur Erzeugung einer aerodynamischen Querschnittsverengung des Auslasses der Drallrichtung der Drallströmung entgegengesetzt ist.
- 2. Leitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß der Leitkammer einen Austrittsstutzen (55) aufweist, der vorzugsweise ungefähr tangential in die Leitkammer mündet.
- 3. Leitvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des AustrittsStutzens (55) und der Leitkammer luftundurchlässig sind.
- 4. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtung (50) eine einzige Auslaßöffnung (55) aufweist.
- 5. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Auslaß der Leitkammer über annähernd die ganze Länge der Leitkammer309841/00192012-1 - 8 -erstreckt, und daß die Breite des Auslasses nur einen Bruchteil dieser Länge beträgt.
- 6. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtung zur Erzeugung der Drallströmung einen tangentialen Eintrittsstutzen (23; 58) aufweist.3 09841/0019
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