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Beheizbarer Spinnbalken zum Erzeugen von Endlosfäden aus synthetischen
Polymeren Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen von Endlos fäden
oder dergl. Gebilden aus synthetischen Polymeren nach dem Schmelzspinnverfahren.
Bei diesem Verfahren wird das zunächst feste Ausgangspolymer durch Erwärmen inden
schmel-zflüssigen Zustand übergeführt und sodann auf geeignete Weise der eigentlichen
Spinnvorrichtung zugefÜhrt. Diese Spinnvorrichtung hat bei bekannten Ausführungen
die Form eines langgestreckten Balkens, in dem zahlreiche Ddsenplatten sowie die
dazu gehörenden Spinnpumpen, Verteilerleitungen, Absperrhähne und dergl. angeordnet
sind* Em das Einfrieren der Schmelze im Spinnbalken zu vermeiden sind meist mehrere
den gesamten Balken durchsetzende Heizkammern eingebaut, weiche auf geeignete Weise,
meist mit Hilfe eines dampfförmigen WArmeübertragungsmittels auf eine- erhöhte Temperatur
erwärmt werden, die sich nach der Natur des zu verspinnenden Polymers richtet und
meist in der Größenordnung von ca. 250 - 3100 C liegt. Die einzelnen zur Funktion
eines derartigen Spinnbalkens erforderlichen Teile sind bei bekannten Ausführungsformen
in quaderförmigen Bausteinen angeordnet, die in der jeweils gewünschten Zusammenstellung
in den Spinnbalken eingesetzt werden können, wobei sie mit Hilfe von Spannschrauben
fest aneinandergepreßt werden,
so daß die von den Heizkammern ausgehende
Wärme von Baustein zu Baustein durch Leitung übertragen wird. Vorrichtungen dieser
Art sind beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1 273 174 sowie im USA-Patent
2 841 821 beschrieben.
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Die Herstellung solcher bekannter Spinnbalken macht in zweierlei Hinsicht
Schwierigke-iten. Einmal ist es für einen möglichst gleichmäßigen Wärmeübergang
von den Heizkästen auf die übrigen bauteile wichtig, daß die im Arbeitsfall aneinander
liegenden Oberflächen möglichst glatt bearbeitet und -völlig plan sind.
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Diese Forderung ist naturgemäß um so schwieriger zu erfüllen, je größer
und je komplizierter die zu bearbeitenden Bauteile sind. Dies bedeutet, daß die
größten bearbeitúngstechnischen Schwierigkeiten in der Regel bei den Heizkammern
auftreten, die den Spinnbalken auf seiner gesamten Länge durchsetzen. Geradediese
Teile sind aber bei den -bekannten Vorrichtungen kompliziert geformt und weisen
häufig unzugängliche Ecken und Kanten auf.
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Um die angestrebte Homogenität des Temperaturprofiles im gesamten
Spinnbalken zu erreichen, ist es aber nicht nur erforderlicht daß die Oberflächen
der aneinander liegenden Teile möglichst glatt und plan sind, sondern es ist auch
wesentlich, daß sämtliche schmelzeführenden Teile ihre Wärme möglichst unmittelbar
von der Heizkammer beziehen, und daß die Möglichkeiten zur unkontrollierten Wärmebestrahlung
so gering wie möglich sind. Auch in dieser Hinsicht haben die bekannten Vorrichtungen
erhebliche Mangel. hinzu kommt noch, daß diese infolge ihrer oft sehr komplizierten
Konstruktion zahlreiche Ecken aufweisen, an denen sich, beispielsweise beini Auswechseln
derDüsenplatton Schmelzereste ansetzen können, die dann einerseits zu einer Verschlechterung
des Wärmeüberganges und andererseits auch zum Verkleben der einzelnen Bausteine
führen. Beide Folgen sind für den praktischen Gebrauch in wrheblichem Maße störend,
da sie es in der Regel erforderlich machen, den
gesamten. Spinnblock
still zu setzen und die einzelnen Teile sorgfältig, beispielsweise durch Abwaschen
mit Lösungsmitteln, zu reinigen.
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In einer Parallelanmeldung (P 19 08 207.6-263 wird ein Spinnbalken
beschrieben, der eine einfache Konstruktion bei glatter, leicht zu bearbeitender
Form der EinzeLteile einschließlich der Heizkammer aufweist, und bei dem alle mit
der Schmelze in Berührung kommenden Teile während des Betriebes weitestgehend gleiche
Temperatur haben.
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Dabei wird von einem beheizbaren Spinnbalken mit mehreren formschlüssig
und wärmeleitend aneinandergereihten sowie gegebenenfalls mittels Spannschrauben
aneinandergepreßten Bausteinen ausgegangen, in denen jeweils Düsenpaketet Produktleitungen,
Spinnpumpen, Absperrhähne und dergl. angeordnet sind, oder die als Füll- und Wärmeleitkbrper
ausgebildet sind.
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Gegenüber dem Stand der Technik zeichnet sich der Spinnbalken dadurch
aus, daß er die Form einer ebenen Platte oder eines L- oder U-Profils aufweist und
durch eine weitere, aufgelegte wärme leitende Platte zu einem geschlossenen Hohlbalken
ergänzt ist. Mindestens die die Grundfläche bildende, mit Durchbrechungen für den
Fadendurchtritt versehene tragende Platte ist als HohlJtörper zur Aufnahme des Heizmediums
ausgebildet.
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Auf ihrer ebenen, glatten Oberfläche liegen die einzelnen Bausteine
mit großer Berührungsfläche auf, wobei der Spinnbalken allseitig mit einem Isoliermantel
angeben ist.
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Der beheizbare Teil des Spinnbalkens hat die Form einer doppelwandigen
die Bausteine tragenden P]atte mit glatter OberflSche, die Durc]lbrccllulagen für
die Aufnahme einer oder mehrerer Düsenpakete aufweist und die gegebenenfalls durch
beIzeizte oder unbeheizte Seitenteile zu einer Schiene -mit L- oder
U-Profil
ergänzt ist. Bei dieser Spinnbalkenkonzeption.wird demnach von einer tragenden Grundplatte
ausgegangen, welche beheizt wirA und von der aus die Wärme jeweils unmittelbar in
die auf ihr angeordneten Bausteine übertragen wird. Lediglich die Düsenpaket-Bausteine
sind nicht unmittelbar auf der Oberfläche der Heizplatte angeordnet, da sie naturgemäß
in bzw. oberhalb der für den Fadendurchtritt erforderlichen Durchbrechungen montiert
sein müssen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dies für die während des Betriebes
sich einstellende Temperaturverteilug ohne Bedeutung ist.
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Die die Spinnpumpen und die Produktleitungen enthaltenden Bausteine
liegen unmittelbar auf der glatten Oberfläche der Heizplatte auf und sind ebenso
wie die-die Düsenpakete enthaltenden Bausteine von einer Wärmeleitbrücke überdeckt,
die mittelbar über auswechselbare FUllstücke3 oder unmittelbar mit der Heizplatte
verbunden ist. Die Brücke muß nicht wärmeleitend auf den Bausteien selbst auf liegen,
sondern lediglich sicherstellen, daß zwischen ihr und den Bausteinen keine oder
eine nur geringe Temperaturdifferenz besteht, so daß Wärmeabstrahlung von diesen
Bauteilen nach außen möglichst vermieden wird.
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Da es bei Spinnbalken der genannten Art immer von Vorteil ist, wenn
die Düsenpakete möglichst leicht und schnell ausgewechselt werden können, ist es
vorteilhaft, die Wärmeleitbrücke im Bereich der Düsenpakete zu unterbrechen und
sie durch ein entsprechend ausgestaltetes Füllstück zu ergänzen. Die die Ddsenpakete
enthaltenden Bausteine sollen von oben in die Aussparungen der Heizplatte einsetzbar
sein, wo sie durch beidseitig angeordnete Vorsprünge gehalten werden und auf den
benachbarten Bausteinen aufliegen. Die Vorsprünge sind dabei wenigstens auf der
Seite der Schme]zeeintrittsbohrungen oberiialb dieser Bohrungen angeordnet. Auf
diese Weise ist sichergestellt,
daß beim Auswechseln der Düsenpakete
keine Schmelze in den Bereich der Auf lageflächen gelangen kann. Durch die Auflage
auf den benachbarten Bausteinen ist andererseits ein guter Wärmefluß in den Düsenpaketbaustein
sichergestellt.
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Dies ist besonders wichtig, da die Düsenpakete im Gegensatz zu den
anderen Bausteinen nicht unmittelbar auf der Oberfläche der Heizplatte. auf liegen.
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Um leichte Auswechselbarkeit und weitgehende' Sicherheit gegen festkleben
der Bausteine, insbesondere der Düsenpakete, zu gewährleisten, passen, die die Düsenpakete
enthaltenden Bausteine mit seltlichem Spiel in die Aussparungen der Heizplatte.
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Mit Mit ihren seitlichen Scbr.elzeeintrittsöffnungen sind sie, unter
Zwischenschaltung von1 Dichtungen, gegen die die Produktleitungen enthaltenden Bausteine
anpreßbar, die beispielsweise über Widerlager auf der Heizplatte abgestützt sind.
Diese'Ausgestaltung hat den Vorteil, daß sehr große Anpreßdrücke für die Düsenpakete
gewählt werden können, ohne daß diese Kräfte auf die empfindlichen Spinnpumpen übertragen
werden.
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Erfindungsgemäße ist nun jeweils-einem oder mehreren die Produktleitungen
enthaltenden Bausteinen ein weiterer mit Spiel einsetzbarer und anpreßbarer Baustein
vorgeschaltet, der wenigstens einen, vorzugsweise aber füt jeden angeschlossenen
Baustein einen ei, genen Absperrhahn enthält und der über eine vorzugsweise flexible
Leitung mit einer Produktquelle verbunden ist. Die in diesem Verteilerbaustein angeordneten
Hähne können erfindungsgemäß als Doppel- oder Mehrfachhäine zum gleichzeitigen Absperren
sämtlicher Komponenten ausgebildet sein. Ein derartiger Verteilerbaustein gestattet
es, einzelne Spinnpumpen oder Spinnpumpengruppen für slch stillzusetzen und diese
Teile gegebenenfalls gegen andere austauschen zu kennen. Eine solche Maßnahme kann
erforderlich sein, enn Störungen, b-eispi-els-weise Verstopfungen, in einem köder
einigen
Düsenpaketen eingetreten sind und dadurch der Betriebsablauf
gestört wird.
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Ein weiterer Baustein, der die Düsenpakete bzw. Düsenplatten enthält,
weist unabhängig von der Anzahl der in Shm ent haltenden Düsenplatten so viele Anschlußstellen
für die Produktleitungsbausteine au£, wie dies der Höchstzahl der in je einem Düsenbaustein
zum Einsatz gelangenden Düsenplatten entspricht, wobei dann, wenn eine kleinere
Anzahl Düsenplatten in einem Düsenpaket enthalten ist, zwei oder mehr Produktleitungen
zu einem Sammelraum einer Düsenplatte führen. Der Sin dieser Anordnung besteht darin,
daß die einzelnen Düsenpakete unabhängig von der Anzahl der in ihnen enthaltenden
Düsenplatten ohne weiteres gegeneinander austauschbar sind.
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Wird beispielsweise ein Düsenpaket mit vier kleinen Düsenplatten gegen
ein anderes ausgetauscht, welches nur zwèi größere Düsenplatten enthält, so bedeutet
dies-bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lehre keine Störung des Schmelzehaushaltes,
da in diesem Fall zwei Produktleitungen gemeinsam~ in den Sammelraum einer Düsenplatte
einmünden.
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Um dies praktisch zu realisieren und um das Auswechseln der Düsenpakete
ohne besondere Maßnahmen durchführen zu können, sind die Stoßstelle der Produktzuleitungen
sowohl der Düsenpakete wie auch der die Produktleitungen enthaltenden Bausteine
rasterartig in Stets gleichem Abstand angeordnet, so daß diese unabhängig von der
gewählten Plattenkomblnation stets zueinanderpassen.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden-Zeichnung
näher erläutert. Es stellen dar: Fig. 1 einen Querschnitt durch einen'Spinnbalken
mit der erEindutogstemäßen Vorrichtung; Fig. 2 einen Que-rschnitt durch einen SpínnSalken
mit einer
anderen Ausführungsform; -Fig. 3 eine Drauf sicht auf
die Ausführungsform gemäß Fig. 2; Fig. 4 eine Draufsicht mit dem Schmelzeweg für
das Bikomponentenspinnen; Fig. 5 einen Längsschnitt-durch eine Ausführungsform eines
in einen Baustein eingesetzten Doppelhahnes.
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In Fig. 1 weist der beheizbare T'eil 1 des Spinnbalkens 2 die Form
einer doppelwandigen die Bausteine 4; 5; 6 tragenden Platte -7 auf, in welcher Durchbrechungen
8 für die Aufnahme der Düsenpakete 9 angeordnet sind. Die Bausteine 4, welche die
Produktleitungen enthalten, sowie die Bausteine 5, die die Spinnpumpen enthalten
und die Bausteine 6, welche zu der erwähnten Wärmeleitbrücke gehören, liegen unmittelbar
auf der glatt bearbeiteten Oberfläche der Platte 7 auf und werden folglich gut von
der Wärme durchsetzt. Um die Wärmeabstahlung nach oben weitgehend zu verhindern,
sind die Bausteine 4 und 5 sowie auch die Bausteine 3, welche mit den Düsenplatten
9 durch Schrauben oder Schweißen zu einer Baueinheit verbunden sind, von einer Wärmebrücke
6; 6'; 6''; 6''' überdeckt, welche die Temperaturdifferenz zwischen den Bausteinen
3; 4; 5 und der Umgebung auf ein Minimum begrenzt und folglich Wärmeabstrahlungen
nach außen verhindert. Zusätzlich ist der gesamte Spinnbalken noch in an sich bekannter
Weise mit einer Isolierschicht 10 umgeben, die lediglich Aussparungen im Bereich
der Durchbrechungen 8 sowie gegebenenfalls oberhalb des Bausteines 3 aufweist.
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Damit der -die Düsenplatten 9 enthaltende Baustein 3 leichtnach oben
ausgewechselt werden kann, ist im Bereich dieser Platten die Wärneleitbrückc 6 unterbrochen
und es -ist dort ein Füllstück 6" eingefügt, welches sich leicht nach oben entfernen
läßt. Hiernach läßt' sich - in der Praxis mittels
eines geeigneten
Werkzeuges, welches inden Baustein 3 eingeführt wird - der Baustein 3 mitsamt den
DüsenpLatten 9 nach oben entnehmen. Die Zeichnung läßt erkennen, daß der Baustein
Vorsprünge 11 aufweist, welche auf entsprechenden Auflagekanten 12 der Nachbarbausteine
aufliegen und welche oberhalb der Stoßstellen 13 für die Produktiosleitungen 14
angeordnet sind. Durch diese-Maßnahme wird sichergestellt, daß beim Auswechseln
des Bausteines 3 keine Schmelze in den Bereich der Vorsprünge 11 bzw. der Auflagekanten
12 gelangen und die Bausteine dort miteinander verkleben sowie den Wärmeübergang
behindern kann. Um eine einwan-dfreie=Dichtung der aneinanderstoßenden Produktleitungen
14 des Bausteines 3 sowie der entsprechenden Leitungen 15 des Bausteines 4 zu gewährleisten,
sind die Bausteine 3 so gearbeitet, daß sie mit seitlichem Spiel in die Durchbrechungen
3 hineinpassen und vorzugsweise unter Zwischenschaltung von Dichtungen 16 seitlich
gegen die die Produktleitungen 15 enthaltenden Bausteine 4 anpreßbar sind. Dies
geschieht im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Hilfe der Spannschrauben 17,
welche von außen zugänglich sind und welche fest im Schenkel 18 der Heizplatte 7
gelagert sind. Dieser Schenkel kann aus massivem Werkstoff, beispielsweise Stahl
oder einer Kupferlegierung bestehen und fest auf der Platte 7 aufgeschweißt sein;
die Führung der Spannschrauben können aber auch beispielsweise in Form einer Buchse
in das vom Heizmitteldampf durchströmte Hohlprofil der Heizplatte eingesetzt sein,
sofern diese, wie in Fig. 2 dargestellt, mit Hilfe der Schenkel 18 und 19 zu einem
t-Profil ergänzt ist. Gemaß einer abgewandelten Ausführungsform ist es möglich,
mehrere in einem Spinnbalken angeordnete Bausteine mit einer einzigen Spannschraube
17 zusammenzupressen. In diesem Fall ist dann zwischen der Spannschraube 17 und
den jeweils in Längsrichtung des Spinnbalkens nebeneinander liegenden Bausteinen
3 eine Andruckleiste oder dergl. angeordnet, de in der Zeichnung nicht dargestellt
ist.
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Um sicher zu stellen, daß die von den Spannschrauben 17 auf den Baustein
3 ausgeübte Kraft nicht über den Baustein 4 auf die empfindlichen Spinnpumpen 5
dbertragen werden, sind die Bausteine 4 beispielswelse-über Widerlager 20 auf der
Heizplatte 7 abgesetzt. Diese Widerlager können in Längsrichtung des Spinnbalkens
verlaufende Stege oder Schienen sein, die in!entsprechend geformte Aussparungen
des Bausteines 4 eingreifen. Es kann sichCaber auch um Nuten oder dergl. handeln,
die in die obere Deckplatte der Heizplatte 7 eingearbeitet sind und in die entsprechenden
Vorsprünge des Bausteines 4 eingreifen. Schließlich ist es auch möglich, daß die
Widerlager nicht über die gesamte Länge des Spinnbalkens reichen, sondern daß sie
nur abschnittsweise vorhanden sind. Welche Form im Einzelfall gewählt wird, richtet
sich nach der zu erwartenden Belastullg.
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In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, bei der die Platte 7 an flhren beiden Seiten 23 und 24 durch Schenkel
18 und 19 zu U-förmigem Profil ergänzt ist. Auf diese Weise wird die Wärmeleitbrücke
6; 6'; 6" etwas einfacher gestaltet und insbesondere wirddie Wärme-Gbergangsfläche
25 zwischen dem Schenkel 19 und dem Brückenteil 6' vergrößert. Im übrigen sind in
den Figuren 1 und 2 gleiche Vorrichtungsteile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Es ist zu erkennen, daß die Antriebswellen 26 für die in den Bausteinen 5 angeordneten
Spinnpumpen durch entsprechende Aussparungen des Schenkels nach außen geführt sind,
eine Maßnahme die jedoch die WSrmeverteilung an diesen Stellen praktisch nicht beeinflußt.
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In den Fällen, in denen die Ileizplatte 7 durch seitlich ange,-ordnete
Schenkel 18 und 19-zum U-Profil ergänzt ist, kann es vorteilhaft sein, die beiden
Schenkel zumindest in den Endbereichen der Spinnplatte durch Rohre 27 miteinander
dampfleitend zu verbinden, um auf diese Weise eine lxonvektion des,
Heizmitteldampfes
zu erreichen (Fig. 3). Werden solche an sich bekannte Konvektionsrohre angeordnet,
so können sie gleichzeitig als Spann- und Verstrebungsglieder benutzt werden, um
auf diese Weise dem gesamten Spinnbalken eine größere Festigkeit zu verleihen.
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Wie bereits betont, ist für die Erzielung und Einhaltung eines möglichst
gleichmäßigen Temperaturprofiles in allen Bereichen des Spinnbalkens nicht nur die
Oberflächenbeschaffenheit der Wärmeübergangsstellen wichtig, sondern auch die Schmelzeverteilung
in sämtlichen Bausteinen der Vorrichtung. Uns diese bei Bedarf leicht beeinflussen
und korrigieren zu können, wird erfindungsgemäß jeweils einem oder mehreren der
die Produktleitungen enthaltenden Bausteinen 4 ein weiterer Baustein 28 vorgesetzt,
der wenigstens einen Absperrhahn 29 enthält und der über eine vorzugsweise flexible
Leitung 30 mit einer nicht dargestellten Produktquelle verbunden ist. Dieser vorgesetzte
Baustein 28 ist in Fig. 3 in der Draufsicht dargestellt. Er soll ebenfalls mit einem
gewissen Spiel in den-Spinnbalken einsetzbar und mit Hilfe von Spannschrauben 17
gegen die benachbarten Bausteine ß anpreßbar sein. Um eine gewisse räumliche Beweglichkeit
dieses Bausteines zu gewährleisten wurde oben gesagt, daß er über eine flexible
Leitung 30 mit der Produktquelle verbunden sein soll. Anstelle der flexiblen Leitung
kann jedoch auch eine nicht flexible aber geringfügig über Gelenke bewegliche Leitung
oder Ähnliches treten. Vorzugsweise ist der Baustein 28 so aufgebaut, daß er mehrere
Bausteine 4 mit Schmelze versorgen kann, wobei er dann für jeden nachgeschalteten
Baustein einen eigenen Absperrhahn aufweisen sollte.
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Ebenfalls für die Gleichmäßigkeit der Produktverteilung wesentlich
ist die Anordnung der einzelnen Düsenplatten 9 im Inneren der Düsenpakete 3. Je
nach den beim Spinnen vorliegenden Erfordernissen werden diese Düsenplatten unterschiedliche
Durchmesser
und unterschiedliche Anzahl von Einzeldüsen aufweisen. Außerdem wird in der Regel
die Forderung gestellt, daß die DÜsenpakete unabhängig von der Anzahl und der Größe
der in ihnen enthaltenen Düsenplatten gegeneinander auswechselbar sein müssen. Geschieht
dies, so wird in der Regel auch der Schmelze und damit der Wärmehaushalt der Vorrichtung
gestört, was-unerwünscht ist. Hier wird Abhilfe geschaffen, indem erfindungsgemäß
jedes Düsenpaket 3 unabhängig von der Anzahl der in ihm enthaltenen Düsenplatten
9 so viele Anschlußstellen 31 für die Produktleitungsbausteine 4 enthält, wie dies
der Höchstzahl der in einem Düsenpaket 3 zum Einsatz gelangenden Düsenplatten 9
entspricht, wobei in dem Fall, daß eine kleinere Zahl von Düsenplatten in einem
Düsenpaket enthalten ist, zwei oder mehr Produktleitungen 32 zu einem Sammelraum
33 (siehe Fig. 1) einer Düsenplatte 9 führen.
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Da die Produktleitungen 32 in der- Regel'zu je einem selbständigen
Pumpensystem im Innern einer Pumpe 5£thren-,-ist auf diese Weise sichergestellt,
daß der Fall nicht eintreten kann, wo einer Spinndüse zu wenig Schmelze zugeleitet
wird. Vielmehr sind bei Anordnung von nur zwei Düsenplatten, die dann auch yrößer
sind und folglich einen exhöhten Schmelzebedarf aufweisen, zwei an sich selbständige
Pumpensysteme über je eine Leitung 32 mit einem Sammelraum 33 einer Düsenplatte
verbunden, so daß das Schmelzeverhältnis konstant bleibt.
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In Fig 4 ist der prinzipielle Aufbau eines zugrundeliegenden Spinnbalkens
schematisch wiedergegeben, in den-Bausteine 3; 4 eingesetzt sind, die jeweils zwei
voneinander unabhängige Leitungszüge~aufweisen, und die folglich das Bikomponentspinnen
gestatten. Wie bereits betont, eignet sich der erfindungsgemäße Aufhau eines Spinnbalkens'für
den technisch schwieriger zu beherrschenden Fall des Bikomponentenspinnens bzw.
Mel?rkomponentenspinnens besonders, da
infolge seines gleichmäßigen
Temperaturprofiles und seiner großen Wärmekapazität die sichere Führung mehrerer
Spinnkomponenten mit unterschiedlichem Schmelzpunkt und Wärmebedarf gut möglich
ist. Aus Figur 4 ist zu erkennen, daß jede Spinnpumpe 5 vom Baustein 28 aus über
zwei voneinander getrennte Schmelzeleitungen 35r 36 mit Schmelze versorgt wird.
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Im Baustein 28 befindet sich in diesen Schmelzezuleitungen ein Doppelhahn
37, der in Figur 5 nochmals schematisch im Längs schnitt dargestellt ist.
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Die parallelen Schmelzezuleitungen 35 und 36 gabeln sich im Baustein
4 in jeweils zwei Teilleitungen 35"; 36'; bzw. 35'';, 36". Durch diese Teilleitungen
werden die Doppelpumpen 5 gespeist, die dann ihrerseits durch je zwei unabhängig
voneinander geführte Leitungen 38; 39 zu den Bikomponentenspinndüsen 40 geführt
sind. Anstelle von zwei Komponenten- ist es sogar möglich, mehrere Komponenten,
beispielsweise drei gemeinsam zu verarbeiten, obgleich diese Fälle praktisch im
Hinblick auf die sehr komplizierte Ausgestaltung der einzelnen Bausteine selten
sind.
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Die Anordnung eines Doppelhahnes 37 im Baustein 28 gestattet es, zum
Auswechseln eines Bausteines 4 oder 3 mit einem Hahn beide Schmelzezuführungen gleichzeitig
abzusperren. In Figur 5 ist zu erkennen,~daß ein derartiger Hahn aus einem Küken
41 bestehen kann, in welches zwei gleichgerichtete aber untereinander angeordnete
Bohrungen 42 und 43 eingearbeitet sind. Damit sich die beiden in den Leitungen 35
und 36 geführten komponenten nicht miteinander vermischen können ist es wesentlich,
daß der Hahn 41 im Bereich des Zwischenstückes 44 Dichtungen 45 aufweist, die einen
Durchtritt der Schmelze von 35 nach 36 oder umgekehrt vermeiden. Diese Dichtungen
45-können aus besonders dichtgepacktem Material aus Asbest-Kunststoffmassen oder
auch aus GraphIt-i'upfer-Sinter-Legierungen
oder dergl. bestehen,
die in weichere Massen 46 wingebettet sind. Letztere finden im unteren Teil des
Hahns ein Widerlager 47, auf welches sie mit Hilfe der Spannschraube 48 gedrückt
werden, so daß eine gute Abdichtung zustandekommt.
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Zum Offenhalten der Schmelzewege im Bereichder Bohrungen 42 und 43
können dort Kupferringe 49 oder dergl. eingesetzt sein.