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Formvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit der eine
aus einem Formunterkasten und einem Formkastendeckel bestehende Form gehalten und
für die verschiedenen Stufen eines Formvorganges geöffnet und geschlossen bzw, im
Öffnungszustand oder Schließzustand gehalten wird.
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Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung, mit der Einsätze,
Einlagen, Verstärkungsprofile, Kerne usw, beim Formen in eine bestimmte Lage in
bezug auf das zu formende FormstUck gebracht und gehalten werden.
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Die erfindungsgemäße Formvorrichtung eignet sich filr Formen bzw.
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Formverfahren jeglicher Art. Insbesondere wird sie aber beim Formschäumen
verwandt und wird am Beispiel einer solchen Form erläutert. Beim Formschäumen werden
chemische Mittel in die Form gegeben. Dort schäumen sie auf und bilden ein SchaumstUck,
dessen Konsistenz und Härte durch die Art der chemischen Mittel und dessen Gestalt
durch die Abmessungen und Gestalt der Form und etwa eingelegter Kerne bestimmt ist,
Dieser Formschäumvorgang, der auch chemischer Grundlage abläuft, bildet keinen Teil
der Erfindung. Er wird hier aber soweit erläutert, wie er zum V#rständnis der erfindungsgemäßen
Formvorrichtung nötig ist. Die Form besteht aus dem bereits erwähnten Formunterkasten
und dem Formkastendeckel. Beide Teile haben bestimmte Abmessungen und bestimmte
Gestalt. Im dffnungszustand werden Kerne in den Formunterkasten eingelegt Die Innenseite
der Form wird mit einem Antihaftmittel behandelt.
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An-#c##ie#end wird die Form geschlossen und hierzu der Fordkastendeckel
auf
den Formunterkasten aufgelegt und mit einer bestimmten Kraft angedrückt, Durch ein
Ventil im Formkastendeckel werden die chemischen Mittel in die Form gespritzt. Sie
schäumen dort auf, füllen die Form aus und erhärten. Nach einer bestimmten, für
das Härten erforderlichen Zeit wird die Form geöffnet.
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Das fertige Schaumstoffstück wird herausgenommen. Die Form wird für
den nächsten Schäumvorgang vorbereitet und das ganze wiederholt sich aufs neue.
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Nach dem Stand der Technik werden die eben geschilderten Vorgänge
von Hand durchgeführt. Das heißt, daß der Formkastendeckel mit der Hand auf den
Formunterkasten aufgesetzt wird, daß man mit der Hand Klemm und Halteeinrichtungen
ansetzt und verriegelt, um den Formkastendeckel während des Aufschäumens fest auf
dem Formunterkasten zu halten, und daß man schließlich diese Einrichtungen wieder
mit der Hand löst, um den Formkastendeckel schließlich wiederum mit der Hand abzunehmen.
Es leuchtet ein, daß diese mit der Hand durchzuführenden Arbeiten Personal und Zeit
erfordern und keinen schnellen Arbeitsrhythmus zulassen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
auf der diese Vorgänge maschinell und automatisch und damit schneller und exakter
durchgeführt werden. Gemäß der Erfindung soll die Vorrichtung weiter so ausgebildet
werden, daß Einlagen, Einsätze, Kerne oder dergleichen in bestlmster Lage in der
Form während des Formschäumens gehalten werden. Weiter soll die Form Mittel aufweisen,
mit denen Durchgangslöcher usw.
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in dem zu formenden Formstück angeordnet werden. Weiter liegt der
Erfindung noch die Aufgabe zugrunde, auch das Entformen bzw das Herausheben des
fertigen Formstückes aus der Form zu vereinfachen, zu beschleunigen bzw. zu mechanisieren.
Es kann der Fall eintreten, daß das Schaumteil wegen des starken Formdrucks nach
dem Formen so fest in dier Form haftet, daß es besonderer Vorkehrungen bedarf, um
es aus der Form zu lösen, Um das Schaumteil einfach aus der Form zu lösen bzw. aus
dieser herauszuheben, sieht die Erfindung vor, daß An- bzw, #ushebes tempel im
Formunterkastenboden
auf- und abbewegbar angeordnet sind. Mit diesen Stempeln wird das Formstück ausgehoben.
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Zur Betätigung dieser An- bzw. Aushebestempel, von denen je nach Bedarf
einer oder mehrere an jeder Ecke der Form angeordnet sind, werden diese in Spindeln
eingesteckt, die in senkrechten Führungsbuchsen gefUhrt und mit einem Antrieb gekuppelt
sind. Sogenannte Aussparungsdorne sind bereits bekannt. Diese dienen als Kerne und
bewirken, daß sich im Formteil Hohlräume ausbilden. Es ist jedoch nicht bekannt,
solche Dorne verschiebbar und angetrieben auszubilden, so daß sie zum Entformen
dienen.
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Erfindungsgemäß sind die Spindeln als Gewindespindeln ausgebildet.
Kettenräder sitzen auf den Spindeln. Die Kettenräder sämtlicher Spindeln sind über
eine Gliederkette miteinander verbunden, und die Gliederkette ist durch eine an
eine Spindel ansetzbare Ratsche bewegbar. Ebenso kann die Gliederkette durch Anschluß
an einen pneumatischen Druckzylinder bewegt werden.
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Die Spindeln und die Kettenräder greifen mit Trapezgewinde ineinander
ein. In bestimmten Fällen haben die an einer Seite des Schaumteiles bzw. die unten
oder oben am Schaumteil angreifenden Aushebestempel bzw. Spindeln eine andere Steigung
als die beiden übrigen Spindeln. Das heißt, daß sich die Spindeln paarweise unterschiedlich
schnell drehen. Das Schaumteil wird daher an einer Seite bzw, an einem Ende schneller
als an der anderen Seite bzw. am anderen Ende angehoben. Mit anderen Worten: Beim
Ausheben wird es gleichzeitig gekippt, was das Lösen aus der Form erleichtert.
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Bestimmte Schaumteile lassen praktisch von sämtlichen Seiten frei
zugänglich sein. Mir solche Schaumteile sieht die Erfindung vor, daß der Forikastendeckel
an drei Seiten geschlossen ist und der Formunterkasten an der freien Seite des Formkastendeckels
vertikale Führungen zum Einschieben einer Seitenwand aufweist Bei dieser Ausführungsforin
liegt das Schaumteil bei
geöffneter Form damit frei im Formunterkasten,
da sich drei Seitenwände zusammen mit dem Formkastendeckel nach oben entfernt haben
und die vierte Seitenwand aus den Führungen des Formunterkastens herausgezogen werden
kann.
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Zur Verstärkung von bestimmten Schaumteilen, zum Beispiel von rahmenförmig
ausgebildeten Sitzen oder Rücken für Sitzmöbel, werden diese durch eingeformte bzw.
eingeschäumte metallische Verstärkungsprofile versteift. In der Form müssen diese
in einer bestimmten Lage gehalten werden. Vielfach weisen die Verstärkungsprofile
auch Gewindebohrungen auf, die freigehalten werden müssen. Diese Gewindebohrungen
bieten sich zum Einschrauben von Gewindebolzen oder -ansätzen an, die sie und damit
die Verstärkungsprofile in der gewünschten Lage halten. Im einzelnen sieht die Erfindung
vor, daß im Boden des Formunterkastens Spindeln senkrecht geführt sind, die Spindeln
an ihren oberen Enden Gewindeansätze aufweisen und die Spindeln derart angeordnet
sind, daß die Gewindeansätze in entsprechende Gewindebohrungen eingreifen, die in
dem in die Form eingelegten Verstärkungsprofil vorgesehen sind.
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Auf ihrem im Formkasten befindlichen Abschnitt sind die Spindeln glattzylindrisch,
Sie sind mit einem Antrieb der bereits erwähnten Art mit Kettenrädern, einer Gliederkette
und Ratschen gekuppelt, so daß sie aufwärts und abwärts bewegt werden können.
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Die eben genannten rahmenförmigen Sitze und RUcken haben in ihrer
Mitte eine Ausnehmung. Beim Formschäumen wird diese Ausnehmung durch einen entsprechender
Kern oder Einsatz gebildet, der in den Formunterkaten eingelegt ist. Die Erfindung
sieht vor, daß ein Einsatz mit einer Form entsprechend einer in dem Schaumteil zu
bildenden Ausnehmung auf die Formkastenunterwand aufgesetzt ist, daß dieser Einsatz
Bohrungen aufweist und in diese Bohrungen Dorne eisnschiebbar sind, die in dem Schaumteil,
das heißt in dem Sitz oder dem Rücken, Durchgangslöcher bilden.
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FUr den Formvorgang werden diese Dorne in die Form hineingeschoben
und nach dem Formen wieder herausgezogen. Praktisch stellen sie Kerne dar. Zum schnellen
Hinein- und Herausbewegen der Dorne ist vorgesehen, daß die Dorne in auf der Innenseite
des Einsatzes befestigten Fuhrungsbuchsen geführt sind, daß die Innenenden der Dorne
an zweiarmige Hebel angelenkt sind, daß das eine Ende dieser Hebel in einem Sockel
am Boden des Formunterkastens verschwenkbar gehalten ist und daß das freie Ende
der zweiarmigen Hebel mit einem Handgriff versehen ist.
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In weiterer Ausbildung sieht die Erfindung vor, daß auf einer Seite
des Einsatzes in einer Linie liegende Hebel durch eine Verbindungsstange miteinander
verbunden sind, wobei diese Verbindungsstange als gemeinsamer Betätigungs-Handgriff
für sämtliche Hebel ausgebildet ist.
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In einer abgewandelten Ausführung ist vorgesehen, daß die Hebel um
eine vertikale Achse in einer horizontalen Ebene verschwenkbar sind.
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Falls auf der erfindungsgemäßen Formvorrichtung zum Beispiel Kissen
oder Polster aus Weichschaum geschäumt werden sollen, kann es zweckmäßig sein, mitten
in diesen Kissen Hohlräume vorzusehen. Diese Hohlräume bringen einen doppelten Vorteil.
Der eine Vorteil liegt darin, daß weniger Rohmaterial benötigt wird, da die Hohlräume
mit Luft statt mit Schaum gefüllt sind. Der zweite Vorteil liegt darin, daß die
Elastizität eines solchen Kissens steigt, da sich die hohlen Lufträume leichter
als der Schaumstoff zusammendrücken lassen.
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Für die Herstellung eines solchen Kissens sieht die Erfindung eine
Ausführungsform vor, die gekennzeichnet ist durch einförmige Kerne, die etwa in
der Mittelebene der Form angevordnet und an Stielen am Formunterkasten und/oder
am Formkastendeckel gehalten sind. Bisher hat man solche Kissen mit Lufträumen dadurch
hergestellt, daß man zwei Kissenhälften einseitig mit
Hohlräumen
(Sacklöchern) versah und die beiden Kissenhälften aufeinanderklebte. Abgesehen von
dieser umständlichen Fertigung hat die Klebeschicht die Elastizität des Kissens
herabgesetzt.
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Gemäß der Erfindung sind diese Kerne gleichmäßig verteilt. Vorzugsweise
ist je eine Reihe Kerne abwechselnd as Formunterkasten und am Formkastendeckel befestigt,und
die Kerne benachbarter Reihen stehen auf LUcke.
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Ein Formunterkasten bzw, ein Formkastendeckel bestehen grundsätzlich
aus einem Formunterkastenboden, einer Formkastendeckel-Oberboden und jeweils vier
Seitenwänden. Nach Maßgabe des herzustellenden Formstückes kann es jedoch erwünscht
sein, daß dieses bei geöffneter Form von einer oder von zwei bestimmten Seiten frei
zugänglich ist. Das heißt, daß die Seitenwände an diesen Seiten am Formkastendeckel
befestigt sein müssen, so daß sie sich beim Öffnen der Form nach oben entfernen
und das Formstück freigeben.
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Zur konstruktiven Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß
der Formunterkasten und der Formkastendeckel aus je einer Boden- bzw. Deckelwand
und je zwei Seitenwänden bestehen und die Seitenwände am Formunterkasten bzw. am
Formkastendeckel an sich gegenüberliegenden Seiten befestigt sind, so daß der Formkasten
seitlich abwechselnd durch eine Seitenwand von oben bzw. von unten umschlossen wird.
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Zur Führung und Versteifung der Seitenwände, damit diese dem beim
Schäumen entstehenden Druck standhalten können, ist vorgesehen, daß an den nicht
durch eine Seitenwand abgeschlossenen Seiten von Formunterkasten bzw. Forikastendeckel
je eine Verstärkung oder Versteifung am Formunterkastenboden bzw. am Dekkel-Oberboden
angebracht ist, die die zugeordnete Seitenwand im geschlossenen Zustand der Form
übergreift.
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Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen
wird
die Erfindung nun weiter beschrieben. In der Zeichnung ist: Fig. 1 eine perspektivische
Darstellung einer besonderen Ausfüh rungsform des Formunterkastens und des Formkastendeckels,
Fig. 2 ein Schnitt durch den Formunterkasten und den Formkastendeckel im Öffnungszustand
und mit eingelegten Kernen zum Formen bzw. Schäumen des rahmenförmigen Rückens für
ein Sitzmöbel, Fig. 3 ein Schnitt durch eine Form entsprechend Fig. 2 im Schließzustand
nach dem Schäumen des aus Hartschaum bestehenden Rahmens des Rückens, Fig. 4 ein
Schnitt entsprechend Fig. 3 nach dem Aufschäumen einer Halbhartschaum-Schicht auf
den aus Hartschaum bestehenden Rahmen des Rückens, Fig. 5 ein Schnitt entsprechend
Fig. 4 nach dem Aufschäumen von Weichschaum auf die Hartschaum-Elemente und die
Halbhartschaum-Schicht des Rückens gemäß Fig.
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Fig. 6 bis 10 schematische Darstellungen verschiedener Ausführungsformen
eines auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung herstellbaren Rückens, Fig. 11 eine
schematische und auseinandergezogene Darstellung einer bestiflten Ausführungsform
eines Formunterkastens und eines Formkastendeckels mit eingelegtem Einsatz zum Herstellen
eines Rückens, Fig. 12 eine Ansicht in Blickrichtung der Linie 12 - 12 in Fig.
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11, wig. 13 ein Schnitt durch den in Fig. 11 gezeigten Formunterkasten
mit aufgesetztem Formkastendeckel unter besonderer
Darstellung der
in das Formstück einschiebbaren Dorne, Fig. 14 eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform
des Formenunterkastens unter besonderer Darstellung von in das Formstück einschiebbaren
Dornen, Fig. 15 ein Schnitt entlang der Schnittlinie 15 - 15 in Fig. 18, Fig. 16
eine Ansicht von unten in einen Formkastendeckel entlang der Linie 16 - 16 in Fig.
17 unter besonderer Berücksichtigung der eiförmigen Kerne, wobei die nicht sichtbaren
und am Formunterkasten befestigten Kerne strichpunktiert dargestellt sind, um ein
vollständiges Bild zu geben, Fig. 17 ein schematischer Schnitt durch eine geöffnete
Form nach dem Schäumen eines Kissens aus Weichschaum unter besonderer Darstellung
der eiförmigen Kerne und der im Kissen hergestellten Hohlräume und Fig. 18 eine
schematische perspektivische Darstellung eines in ein Formstück einschäumbaren GewindestUckes.
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Fig. 1 zeigt einen Formkasten 100. Der Formunterkasten 22 und der
Formkastendeckel 30 weisen jeweils zwei Seitenwände 102 auf.
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Diese Seitenwände 102 liegen sich paarweise gegenüber. Bei angehobenem
Forakastendeckel 30 ist das im Formunterkasten liegende Formstück von zwei Seiten
frei zugänglich. Im Schließzustand der Form werden die beiden Seitenwände 102 des
Formkastendeckels 30 durch Winkel 104 gehalten, die am Boden des Formunterkastens
angeordnet sind. Die Ecken des Formkastens 100 werden durch Winkel 106 geschlossen,
die am Formoberkasten angeordnet sind.
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Fig. 2 zeigt eine aus Formunterkasten 22 und Formkastendeckel 30 gemäß
Fig. 1 bestehende Form im geöffneten Zustand. Gegenüber der Darstellung in Fig,
1 sind der Forurunterkasten 22 und der
Formkastendeckel 30 um je
900 gedreht. Im Formkastendeckel 30 befindet sich ein Kern 110, während Kerne 108
und 112 im Formunterkasten 22 liegen. Unter dem Boden 114 des Formunterkastens 22
sind Führungsbuchsen 116 befestigt. In diesen sind unverdrehbar Spindeln 118 und
120 geführt. Die Spindeln haben Trapezgewinde. Man erkennt, daß das Gewinde der
links liegenden Spindel 118 feiner als das der Spindel 120 ist. Stempelartige Ausheber
122 sind von oben in die Spindeln 118 und 120 eingesteckt. Im gezeigten Beispiel
haben die Ausheber 122 unterschiedlichen Durchmesser. Der Durchmesser schwankt von
Fall zu Fall und hängt vom Formstück ab. Auf die Spindeln 118 und 120 sind Kettenräder
124 aufgeschraubt. Uber die boden sichtbaren Kettenräder 124 und über die beiden
nicht sichtbaren Kettenräder an der anderen Seite der Fortavorrichtung läuft eine
einzige Gliederkette 126.
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Zum Drehen der Kettenräder 124 wird eine Ratsche auf ein Kettenrad
aufgesetzt und geschwenkte ##mit werden sämtliche Kettenräder 124 gedreht und die
Stempel 122 angehoben. Dabei werden sich die Spindeln 120 mit dem steileren Gewinde
schneller drehen. Das Formstück - siehe die folgenden Figuren @ 3 bis 5 m wird also
über den Spindeln 120 schneller als über den Spindeln 118 angehoben. Zusätzlich
zu seiner Aufwärtsbewegung wird es damit eine Kippbewegung um seine in Fig. 2 links
liegende Kante ausführen.
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Seine linke Innenkante wird daher von der linken senkrechten Kante
des Kerns 108 wegkippen. Eine Reibung zwischen Formstück und Kern wird daher an
dieser Stelle vermieden. Das Formstück läßt sich leichter aus der Form lösen.
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Fig. 3 zeigt die Form im geschlossenen Zustand nach dem Formschäumen
des rahmenförmigen Rechens. Die Schnittansicht von Fig.
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3 zeigt den unteren Holm 128 und den oberen Holm 130 des Rückens.
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Durch die Formgebung des Kerns 110 werden sogenannte Nagel- und Schaumnuten
in die Holme 128 und 130 eingeformt. Die Stempel 122 hinterlassen Vertiefungen.
Diese Vertiefungen sind sogar vortellhaft, da sie bei geringerem Materialverbrauch
zu einer höheren V@rdichtung des Materials führen.
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Fig. 4 zeigt die Form in Schließzustand nach dem zweiten Formvorgang.
Die Kerne 110 und 112 sind gegen Kerne 132 und 136 ausgetauscht worden. Im Vergleich
mit dem Kern 110 ist der Kern 132 flacher und weist zusätzlich Vorsprünge 134 auf.
Dadurch bildet sich der Forihohlraum für die Halbhartschaun#Schicht 138. An diese
Schicht legt sich die sitzende Person mit ihrem Rücken an.
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Zur besseren Übersicht ist die Halbhartschaum-Schicht 138 kreuz schraffiert,
während die aus Hartschaum bestehenden Holme 128 @ und 130 schrägschrafliert sind.
Die Halbhartschaum-Schicht 138 läuft in die Schaumnuten im unteren und oberen Holm
128 bzw. 130 ein. Die Vorsprünge 134 bilden Löcher, die zur Belüftung diene und
durch die Weichschaum durchläuft, wie Fig. 5 zeigt.
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Bei dem in Fig. 5 gezeigten Schäumvorgang sind die Spindeln 118 bzw.
120 und die Stempel 122 angehoben. Die Kerne 132 und 136 von Fig. 4 wurden entfernt
und durch Kerne 110 und 140 ersetzt.
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Der Kern 110 ist wiederum flacher, während die Kerne 140 höher sind.
Durch diese gemeinsamen Maßnahmen wird um die Holme 128 und 130 bzw. die Halbhartschaum-Schicht
138 freier Raum geschaffen. Beim nächsten Schäumvorgang dringt Weichschaum 142 in
diesen freien Raum ein. Der Weichschaum 142 bildet einmal eine weiche Auflage auf
der Halbhartschaum-Schicht 138 und zum anderen einen Weichschaumkern innerhalb der
Holme 128 und 130 bzw.
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der seitlichen Holme, die in Fig. 5 nicht sichtbar sind.
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Die Figuren 6 bis 10 zeigen verschiedene Ausführungsformen von rahmenförmigen
Rücken, die auf der erfindungsgemäßen Forivorrichtung herstellbar sind. Die Figuren
sind als schelatische Aufsichten auf einen Formunterkasten anzusehen. Man sieht
den eigentlichen Rücken 144 mit der mittleren Ausnehmung 146 und den seitlichen
Ausnehmungen 148, in welche die Seitenteile eines Sitzmöbels eingeschoben werden.
Dies besagt gleichzeitig, daß das in den Figuren 6 bis 10 links liegende Ende des
Rückens unten ist. Bei den Figuren 7 und 8 erkennt man, daß die Seitent4-le bei
Fig. 8 höher sind. Bei den Figuren 9 und 10 erkennt man, daß der Rücken bei Fig.
10 weiter nach unten herunter geftihrt
und außerdem breiter ist.
Diese verschiedenen Ausführungsformen des Rückens werden durch Einlegen von entsprechenden
Kernen in den Forninterkasten hergestellt.
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Fig. 11 zeigt in auseinandergezogener Darstellung einen Formunterkasten
und einen Forikastendeckel 30. Der Formkastendeckel 30 weist nur drei Seitenwände
auf. Die vierte Seitenwand 152 ist als Einzelwand ausgeführt und wird in die Winkel
150 eingeschoben, die vertikal vom Formunterkasten abgehen. Innerhalb des Formunterkastens
ist der Einsatz 154 angeordnet. Dieser Einsatz 154 bildet Ausnehmungen von der Art,
wie sie bei 146 in den Figuren 6 bis 10 gezeigt wurde. Fig. 11 zeigt weiter Verstärkungsprofile
156. Diese Yerstärkungsprofile 156 sind Winkeleisen. Sie verstärken den rahmenförmigen
Sitz, der auf der in Fig. 11 gezeigten Form geschäumt wird. Sputtern 158 sind auf
die waagerechten Schenkel der Verstärkungsprofile -156 aufgeschweißt. Im gezeigten
Beispiel werden in diese Muttern 158 Gewindebolzen eingeschraubt, die ihrerseits
die PUße des Sitzmöbels halten. Während des Formens werden die Verstärkungsprofile
156 durch Spindein 160 gehalten. Wie Fig. 12 zeigt enden diese Spindeln 160 in Gewindeansätzen
162. Die Spindeln 160 werden mit eine Antrieb gedreht. Nachdem man die Verstärkungsprofile
156 in den Formunterkasten eingelegt bzv. auf die Spindeln 160 aufgelegt hat dreht
man diese in einer Richtung, in der sich die Gewindeansätze 162 in die Nuttern 158
hineindrehen. Dies erfüllt einen doppelten Zweck. Einmal werden die Verstärkungsprofile
gehalten und zum anderen wird werhindert, daß die Muttern 158 beim Formen Vorlaufen.
Gleichzeitig halten die glattzylindrischen Schäfte der Spindeln 160 Durchgangslt5cher
frei, durch die die Gewindebolzen zu den rattern 158 durchgeführt werden. Während
man die Spindeln 160 zum Befestigen der Verstärkungsprofile in der einen Richtung
dreht, dreht man sie nach dem zeigen zu Ausheben des fertigen Formstückes in der
anderen Richtung. Dabei wird das Formstück leicht angehoben, bis sich die Gewindeansätze
bis aus den sputtern 158 herausgedreht haben.
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Fig. 11 zeigt noch weitere Bohrungen 164 in den vertikalen Schenkeln
der Yerratärkungsprofile 156e Auch diese Bohrungen 164 müssen freigehalten werden.
Ebenso Bussen Durchgangslöcher, die vom Innenrand des Sitzes bis zu diesen Bohrungen
164 führen, freigehalten werden. Hierzu dienen die Einrichtungen, die in Fig. 17
dargestellt sind. Auf die Innenseite des Einsatzes 154 sind mehrere Mihrungsbuchsen
166 aufgeschweißt. In diesen Buchsen liegen Dorne 168. Die Dorne 168 sind mit zweiarmigen
Hebeln 170 verbunden. Diese sind über weitere Hebel in Sockeln 172 auf dem Boden
114 des Formunterkastens gelagert. Wie Fig. 11 zeigt, liegen jeweils zwei Fuhrungsbuchsen
166 und damit zwei Hebel 170 hintereinander. Eine Verbindungsstange 174 verbindet
diese beiden Hebel. Durch Ziehen an dieser einzigen Verbindungsstange 174 kann man
somit beide Hebel 170 verschwenken und damit beide Dorne 168 in die Bohrungen 164
hineinschieben (rechts in Fig.
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13) oder herausziehen (links in Fig. 13).
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In der Praxis geht man so vor, daß man zuerst die Gewindeansätze 162
in die Muttern 158 hineindreht. Anschließend schiebt man die Dorne 168 in die Bohrungen
164. Nach dem Schäumen bzw. Formen geht man in umgekehrter Richtung vor.
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Fig. 14 zeigt eine Ausführungsform eines Formunterkastens, der zum
Formen eines Rückens eines Sitzmöbels verwandt wird. Für die Erfindung ist es unwesentlich,
ob gerade ein Sitz, ein Rücken oder ein anderes Teil gefertigt werden soll. Die
Beschreibung und die Zeichnungen sollen lediglich darstellen, daß sich die erfindungsgemäße
Formvorrichtung vielseitig abwandeln läßt. Fig.
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14 zeigt den Einsatz 176. Dieser bildet die Ausnehmung im rahmenförmigen
Rücken. Fig. 14 zeigt weiter die Verstärkungsprofile 178. Einsätze 180 sind in Ausnehmungen
in einem Schenkel der Verstärkungsprofile 178 eingesteckt. Die Einsätze 180 sind
hohl.
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Das heißt, daß sowohl die Einsätze 180 als auch ein entsprechender
Raum vor den Einsätzen freigehalten werden muß. Ebenso müssen die Einsätze 180 beim
Formen in einer bestimmten Lage gehalten werden. Hierzu werden ähnlich wie bei der
in Fig. e ge°
zeigten Ausführung Dorne 168 in die Einsätze 180
hineingeschoben.
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Die Dorne 168 gleiten in FUhrungsbuchsen 166. Sie werden mit Hebeln
170 bewegt. Die Hebel 170 sind um eine vertikale Achse verschwenkbar. Anschläge
182 begrenzen ihre Bewegung.
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Gewindebohrungen 184 sind weiter noch in den Verstärkungsprofi len
178 vorgesehen. Bei der Montage des Sitzmöbels werden Schrauben in die Gewindebohrungen
184 hineingeschraubt, die Sitz und Rücken zusammenhalten. Damit die Gewindebohrungen
184 und der unter ihnen befindliche Raum (Blickrichtung auS Fig. 15) nicht zulaufen,
wird eine Spindel mit einem Gewindeansatz in sie hineingedreht. Diese Spindel ist
schematisch bei 186 dargestellt.
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Im Prinzip entspricht sie der Spindel 160, die in Fig. 12 im einzelnen
dargestellt wurde.
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Ebenso wie bei der Herstellung des Sitzes werden die Verstärkungsprofile
178 durch Hineindrehen der Spindeln 186 in die Bohrungen 184 und durch HineinfUhren
der Dorne in die Einsätze 180 fixiert und gehalten. Nach dem Formen wird der Rücken
zuerst durch leichtes Andrehen der Spindeln 186 angehoben. Darauf kann er durch
HerauSschrauben der Spindeln 120 ganz aus dem Formunterkasten herausgehoben werden.
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Die Figuren 16 und 17 zeigen schematisch eine Form aus einem Formunterkasten
22 und einem Formkastendeckel 30, die zum Schäumen von Kissen 194 verwandt wird.
Solche Kissen sollen besonders weich und elastisch sein. Erfindungsgemäß werden
hierzu HohlrEume bzw. Lufträume in sie eingeschäumt. Hierzu sind am Boden des Formunterkastens
und/oder ar Deckel des Formoberkastens eiförmige Kerne 190 bzw. 188 an Stielen 192
befestigt.
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Bei geschlossener Form stehen in einer Reihe Jeweils ein am Formkunterkasten
befestigter Kern 188 neben einem am Formkastendeckel befestigten Kern usw. Die Kerne
in den verschiedenen Reihen steten dabei auf Lücke. Dies zeigt Fig. 16. Die Auanehmungen,
die ~on den am Formoberkasten befestigten Kernen gebildet wurden,
sind
mit 196 bezeichnet, die Ausnehmungen, die von den am Formunterkasten befestigten
Kernen gebildet wurden, sind mit 198 bezeichnet. Diese Staffelung der Kerne in den
einzelnen Reihen er# leichter das Öffnen der Form. Würden die am Formunterkasten
und am Formkastendeckel befestigten Kerne 188 unmittelbar hintereinanderstehen,
würde der Weichschaum 194 beim Öffnen der Form stark verdichtet werden, wenn sich
die Kerne mit ihren größten Durchmessern aneinander vorbeibewegen würden, Diese
Verdichtung des Weichschaumes 194 könnte bis zu dessen Zerstörung führen.
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Zusätzlich zu den Hohlräumen, die durch die eiförmigen Kerne 188 gebildet
werden, bilden die Stiele 192 zusätzlich noch längliche Hohlräume0 Diese länglichen
Hohlräume ergeben eine gute Durchlüftung des Kissens.
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Fig. 18 zeigt schließlich noch eine wetter 200, die einen breiten
Rand aufweist. Diese witter 200 kann unmittelbar in einen Rücken oder einen Sitz
eingeschäumt werden. Mit einer Spindel 160 und einem Gewindeansatz 162 gemäß Fig.
12 wird sie an der gewünschten Stelle fixiert.
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P a t e n t a n s p r ü c h e :