DE1966067A1 - Vorrichtung zum spanlosen Bearbeiten von Zahnraedern - Google Patents
Vorrichtung zum spanlosen Bearbeiten von ZahnraedernInfo
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Description
- VorrichtunS m sparllosen Bearbeiten von Zahnrädern Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum spaniosen Bearbeiten von Zahnrädern durch Abwälzen des Werkstücks auf einem zaLnradartigen oder zahnstangenartigen Werkzeug Der Zweck einer solchen Bearbei.tung ist, die Verzahnung des Werkstücks möglichst genau auf ein vorbestimmtes Maß zu bringen, da bei die Oberfläche der Zahnflanken mit einer möglichst hohen Qualität zu versehen und dabei auch die Oberfläche der Zahnflanken zu verdichten.
- Der Erfindung liegt über die oben genannten Forderungen hinausgegend die besondere Aufgabe zugrunde die Arbeitszeit zu verkürzen, Ferner soll sich das Werkzeug wenig abnutzen, so daß es nur in langen Perioden ausgewechselt zu werden braucht, das Werkzeug soll also möglichst viel Werkstücke bearbeiten bevor es ausgewechselt werden muß.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Werkzeug relativ zum Werkstück einen Längsvorschub ausführt, dessen Richtung in einer Ebene liegt, die parallel liegt zu der die beiden Wälzkreise von Werkzeug und Werkstück tangierenden, durch die Berührungsstelle der Wälskrei.se verlaufenden Ebene, wobei der dabei auftretende kleinste Achsabstand zwischen Werkzeug und Werkstück so bemessen ist, daß eine zum Werkzeug und Werkstück radial gerichtete Druckkomponente auftritt. Bei der Vorschubrichtung nach der Erfindung ist für den Antrieb des Vorschubs eine verhältnismäßig kleine Kraft aufzuwenden während dlc radiale Kraft im wesentlichen von Stützelementen für Werkzeug und Werkstück aufgenommen wird.
- Die Maschine arbeitet zweckmäßig derart, daß der LängsvorscIub des Werkzeugs relativ zum Werkstück aus einem Zustand des losen Eingriffs von Werkstück und Werkzeugverzahnung über einen einen radialen Druck ausübenden spielfreien Eingriff in einen Zustand des losen Eingriffs der Verzahnungen verläuft, wobei die Zustände des losen Eingriffs einerseits oder beiderseits von Wrstück und Werkzeug liegen können. Die Maschine kann so arbeiten, daß der Längsvorschub nur einen Hingang zum Zwecke des Bearbeitens ausführt oder ein oder mehrere Hin- und Hergänge.
- Das Werkstück kann auf der Vorrichtung ausschließlich in einem Längsvorschub oder einem oder mehreren hin- und hergehonden Längsvorschüben ohne zwischengeschaltete Tiefenzustellung bearbeitet werden, wobei auch Tiefenzustellungen vorgesehen sein können und zwar zweckmäßigerweise so, daß während mindestens einem Zustand des losen Eingriffs eine den Achsabstand zwischen Werkstück und Werkzeug verändernde Tiefenzustellung erfolgt.
- Die Vorrichtung nach der Erfindung kann so gestaltet sein, daß die Achsen von Werkstück und Werkzeug parallel liegen. Für solch eine Vorrichtung wird zweckmäßig ein Werkzeug verwendet, dessen Zahnflanken in wirksam vortretende und unwirksam zurücktretende Flankenteile unterbrochen ist. Andererseits kann die Vorrichtung aber auch so ausgebildet sein, daß sich Werkstück und Werkzeug im Abstand kreuzen, was dann zweckmäßig ist, wenn ein Werkzeug mit ununterbrochenen Zahnflanken benutzt wird.
- Besonders wichtige Merkmale der Erfindung sind, daß der Längsvorschub rechtwinklig zur Werkstückachse gerichtet ist oder daß der Längsvorschub rechtwinklig zur Werkzeugachse gerichtet ist, Lwas gleichbedeutend ist, wenn die Achsen von Werkstück und Werkzeug parallel liegen, was aber einen Unterschied ausmacht, lvenn zwischen beiden Achsen ein Achskreuzwinkel vorhanden ist.
- Insbesondere für die oben erwähnte Werkzeugform, bei der die Nuten hintereinander Xu Ebenen angeordnet sind kann eine Ausge spaltung nach der Erfindung von Bedeutung sein, die dahin geht, daß die Richtung des Längsvorschubs zum rechten Winkel auf die Achse des Werkzeugs in einem Winlcel geneigt ist, dessen Katheten gebildet werden aus etwa der Breite einer Nut oder etwas mehr und dem Anteil des Umfangs des Werkzeugs -über eine bestimmte Anzahl von Zähnen. Während also normalerlçeise nach der Erfindung der Längsvorschub rechtwinklig zur Werkzeugachse gerichtet ist, weicht nach dieser Ausgestaltung der Erfindung die- Richtung des Längsvorschubs je nach Gestaltung des Werkzeugs von dem rechten Winkel ab, wobei aber keine nennenswerten Späne abgenommen werden sollen.
- Die Erfindung bezieht sich ausdrücklich auf eine spanlose Bearbeitung der Zahnflanken. Falls ein Werkzeug benutzt wird, dessen Zahnflanken in wirksam vortretende und unlçirksam zurücktretende Flanlcenteile unterteilt sind, können die dadurch entstehenden Kanten stumpf sein. In einigen Ausführungsformen sollen sie sogar stumpf sein, nämlich dann, wenn eine Längsgleitung auftritt.
- Mit der Erfindung wird eine extrem kurze Bearbeitungszeit für das Feinbearbeiten von Zahnrädern erzielt. Dieser Vorteil kotnr£jt erst dann voll zur Wirkung, wenn auch die sogenannten Verlustzeiten klein sind. Daher ist für die Erfindung ein Verfahren von großer Bedeutun$, das so abläuft 1 daß das Werkstück auf der einen Seite der durch die Achsen von Werkstück und Werkzeug gehenden Ebene eingespannt und während eines Rücklaufes des Längsvor schubs auf dieser Ausgangsposition ausgespannt wird. Dieses Verfahren ist durchführbar mit einer Maschine, bei der das Masclinengestell in der Richtung des Längsvorschub des das Werkzeug oder das Werkstück tragenden Schlittens liegt oder daneben. Günstig ist auch eine -Portalbauweise, bei der also das Maschinengestell beiderseits des Schlittens angeordnet ist. Da bei der kurzen Bearbeitungszeit das Be- und Entladen der Maschine eine gros se Bedeutung hat, kann auch eine solche Gestaltung der Maschine von Bedeutung sein, bei der das Werkzeug über dem Werkstück liegt und die Maschine von oben her zugänglich ist.
- Die Tiefenzustellung braucht nicht nur, wie vorher beschrieben wurde, an den Umkehrpunkten des Längsvorschubs vorsich zu gehen.
- Hinsidtlich der Tiefenzustellung kann die Maschine erfindungsgemäß auch so arbeiten, daß zwischen den Endpunkten (Umkehrpunkten) des Längsvorschubs mindestens eine den Achsabstand zwischen Werkstück und Werkzeug verändernde Tiefenzustellung ausgeführt wird. Diese Ausgestaltung ist z.B. dann von Bedeutung, wenn Längsvorschub und Tiefenvorschub mindestens über einen gewissen Zeitraum gleichzeitig ablaufen, sich die Tiefenzustellung also über eine bestimmte Dauer des Längsvorschubs erstreckt.
- Damit mit der Vorrichtung nach der Erfindung auch konische Werkstücke bearbeitet werden können oder damit Verzahnungen mit einem Wälzzylinder (Stirnradverzahnungen), die dicht neben einer Schulter angeordnet sind, bearbeitet werden können, kann sie dahingehend weitergebildet werden, daß die Achsen von Werkzeug und Werkstück so zueinander neigbar sind, daß bei der Bearbeitung mindestens eines der beiden Elemente einen konischen Wälzkörper aufweisen oder einen solchen bearbeiten kann.
- Um eine optimale Wälzgeschwindigkeit einstellen zu können, kann die Erfindung ausgestaltet sein durch ein Wechselgetriebe im Antrieb für die Wälzbewegung. Wenn beispielsweise das Werkzeug angetrieben ist, da;ni liegt das Wechselgetriebe im Antrieb für die Drehung des Werkzeugs. Die Erfindung kann weiterhin vervollkommnet sein durch ein Wechselgetriebe im Antrieb des Längsvorschubx Wenn eine Tiefenzustellung vorgesehen ist, dann ist es vorteilhaft, die Erfindung so auszubauen, daß am den Längsvorschub ausführenden Schlitten o.dgl. Schaltelemente, z.B. Nocken und Schalter vorgesehen sind, die die Tiefenzustellung steuern.
- Es kann die Vorrichtung nach der Erfindung noch dahingehend ausgebildet sein, daß das Werkzeug oder Werkstück auf einem Träger gelagert ist, der auf dem Maschinengestell so schwenkbar und feststellbar angeordnet ist, daß mit dessen Hilfe die Werkzeugachse relativ zur Werkstückachse winkelig eingestellt werden kann, wodurch sich eine universell einsetzbare Maschine ergibt.
- Hinsichtlich des Aufstellens der Maschine oder Vorrichtung innerhalb einer Maschinengruppe oder Maschinenstraße, die automatisch arbeitet und um die Maschine nach der Erfindung ohne Schwierigkeit umgruppieren zu können, kann die Erfindung dahingehend weiter ausgebildet werden, daß die Verschieberichtung des das Werkstück oder das Werkzeug tragenden Schlittens relativ zum Maschinengestell oder Werkzeug einstellbar ist, um die Lage des Werkstücks in eine für eine Lade- und Entlade einrichtung passende Lage zu bringen. Weitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
- Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen, die mit den Figuren 1 bis 10 dargestellt sind, nachstehend erläutert.
- Fig. 1 zeigt vereinfacht eine Maschine bzw. Vorrichtung nach der Erfindung, teilweise~im Schnitt.
- Fig. 2 zeigt vereinfacht die Maschine oder Vorrichtung uacb Fig. 1 von einer anderen Seite, auch teilweise im Schnitt.
- Fig. 3 zeigt schematisch das Bearbeiten eines konischen Stirnrades mit konischem Wälzkörper mit einem Werkzeug mit zylindrischen Wälzkörpern.
- Fig 4 zeigt schematisch das Bearbeiten eines Stirnrads mit zylindrischen Wälzkörpern mit einem Werkzeug, das einen konischen Wälzkörper aufweist.
- Fig. 5 zeigt schematisch das Bearbeiten eines Stirnrads mit konvex balligem Wälzkörper; es entstehen dabei auf dem Werkstück konvex ballige Zähne Fig. 6 zeigt schematisch das Bearbeiten eines Stirnrads mit konkav balligem Wälzkörper; es entstehen dabei auf dem Werkstück in Längsrichtung konkav gekrümmte Zahnflanken.
- Fig. 7 zeigt die Draufsicht auf ein Werkzeug zur Verwendung auf einer Maschine nach der Erfindung.
- Fig. 8. zeigt schematisch die Draufsicht auf einige Zähne eines abgewickelt dargestellten Werkzeugs für die Erfindung.
- Fig. 9 zeigt schematisch die Draufsicht auf einige Zahne einer anderen Ausführungsform eines Werkzeugs für die Erfindung.
- Fig.70 zeigt als Detail einen Schnitt durch die stumpfen Kanten an einem Werkzeug für die Erfindung.
- Die Figuren 1 und 2 zeigen als Ausführungsbeispiel für die Erfindung eine Maschine mit einem C-förmigen Maschinengestell 10, in dessen oberen Uberhang 11 ein zahnradähnliches Werkzeug 12 gelagert ist. Das Werkzeug ist in bekannter Weise auswechselbar auf einer drehbaren Werkzeugspindel 13 aufgenommen. Die Werkzeugspindel ist in einem Werkzeugträger 100 gelagert, der am Uberhang 11 um eine Schwenkachse 101 schwenkbar und feststellbar angeordnet ist. Das Werkzeug wird von einem Motor 14 aus über ein Wechselgetriebe 15, eine Welle 102, ein Kegelradgetriebe 103, eine in der Schwenkachse 101 liegende Welle 104, ein Stirnradpaar 105, eine Welle 106, ein Kegelradpaar 107 und die Werkzeugspindel 13 angetrieben.
- Am Mittelteil 16 des Maschinengestells ist eine Schlittenführung 17 vorgesehen, auf dem eine Konsole 18 den Abstand vom Werkzeug verändernd hin- und herschiebbar gelagert ist. Die Konsole ist mit Hilfe einer Gewindespindel 19 am unteren Schenkel 20 des Maschinengestells, in dem sie drehfest gelagert ist, abgestützt. In der Konsole ist eine Vorschubmutter 21 gelagert, in die die Gewindespindel 19 eingreift. Die Vorschubmutter ist am Umfang mit einer Schneckenradverzahnung 22 versehen, die mit einer Schnecke kämmt, welche in Fig. 1 von der Vorschubmutter verdeckt und daher nicht gezeichnet ist. Die Schnecke sitzt auf einer Welle 23a, 23b. Die Schneckenwelle bzw. die Schnecke kann wahlweise von einem Motor 24 aus über ein Wechselgetriebe 25 und eine nicht gezeichnete Kupplung oder über eine Kupplung 27 von einem Vierkant 26 aus, auf das ein Handrad o.dgl. gesteckt werden kann, angetrieben werden. Auf der Konsole ist eine Schlittenführung 28 vorgesehen, die mittels eines Drehtisches 28a iii der Konsole 18 schwenkbar und feststellbar gelagert ist und zwar um eine Achse die parallel oder axial zur vorher erwähnten Achse 101 liegt. In der Schlittenführung ist ein Werkstückschlitten 29 längsverschiebbar gelagert. Die Richtung der Verschiebbarkeit verläuft rechtwinkelig zur Bewegungsrichtung der Konsole (Doppelpfeil x-x in Fig. 1). --Der Werkstückschlitten ist mit einer Vorschubmutter 30 versehen, in die eine Vorschubspindel 31 eingreift. Die Vorschubspindel ist drehbar in der Konsole gelagert und ist von einem Motor 32 aus über ein Wechselgetriebe 33 sowie über eine Welle 108, ein Kegelradpaar 109, eine Welle 110, deren Achs in der die Schwenkachse des Drehtisches liegt, ein weiteres Kegelradpaar 111, eine Welle 112 und über ein Stirnradpaar 113 antreibbar. Der Werlcstückschlitten 29 ist mit einem oder mehreren Nocken 34 versehen1 die mit einem oder mehreren Schaltern 35 o.dgl. zusammenwirken, Mit diesen Steuermitteln kann der Antrieb des Werkstückschlittens mittels Polumschaltern des Motors oder mittels eines Wendegetriebes, das zweckmäßig mit dem Wechselgetriebe 33 vereinigt ist, umgesteuert werden. Auf dem Werkstückschlitten ist eine Grundplatte 104 angeordnet, die unter Umständen um einen Zapfen 71 schwenkbar und feststellbar ist. Auf der Grundplatte ist mit Hilfe eines Bolzens 115 o.dgl. ein Werkstücktisch 116 um eine Achse schwenkbar gelagert, die rechtwinklig zu den beiden vorher erwähnten Schwenkachsen gerichtet ist. Der gewählte Winkel zwischen Grundplatte 104 und Werkstücktisch 116 kann mit Hilfe einer Haltevorrichtung fixiert werden. Diese Haltevorrichtung kann beispielsweise aus Bolzen 117 und Muttern 118 bestehen. Die Haltevorrichtung kann einseitig oder beiderseitig des Bolzens 115 angeordnet sein.
- Auf dem Werkstücktisch ist mit Hilfe von verstellbaren Reitstöcken 36, 37 das Werkstück 38 ein- und ausspannbar gelagert. Die Achse des Werkstücks liegt in der Grundform der Erfindung parallel zur Achse des Werkzeugs bzw. der Werkzeugspindel.
- Nach der Grundidee der Erfindung ist der Längsvorschub 40 rechtwinkelig zu den Achsen von Werkstück und/oder Werkzeug und parallel zu einer Ebene 41, die die Wälzkreise von Werkstück und Werkzeug in der Berührungslinie 42 tangiert, gerichtet. Dadurch ergeben sich hohe, radial zu Werkstück und Werkzeug gerichtete Kräfte 48, 49 bei verhältnismäßig kleiner Vorschubkraft in Richtung des Pfeils 40 während die Radialkräfte im wesentlichen von reinen Stützkräften aufgenommen werden. Die Kräfteverhältnisse sind für die Erfindung, d.h. für eine Maschine oder Vorrichtung zum spanlosen Formen von Zahnrädern von besonderer Wichtigkeit.
- Wenn die Bearbeitung ohne Tiefenzustellung erfolgt, verläuft die Bearbeitung von einem Zustand des losen Eingriffs von Werkzeug- und Werkstückverzahnung, beispielsweise in Fig. 2 rechts der Mittelebene 47 über einen Zustand des kleinsten Achsabstands 43 auf der besagten Mittelebene, in dem ein spielfreier Eingriff besteht und der größte Bearbeitungsdruck ausgeübt wird, in einen Zustand des losen Eingriffs beispielsweise links der Ebene 47 (Fig.2). Wenn mehrere Hin- und Hergänge des Werkstückschlittens vorgesehen sind, dann kann beispielsweise an jedem Hubende oder zeitlich nach jedem Hubende eine Tiefenzustellung durch Betätigen der Vorschubmutter 21^erfolgen, die - gesteuert von den Nocken 34 und Schaltern 35 - von dem Motor 24 veranlaßt wird.
- Bei der spanlosen Zahnradbearbeitung nach der Erfindung ist die eigentliche Bearbeitungszeit so kurz, daß die sogenannten Verlustzeiten, z.B.
- für das Be- und Entladen der Maschine mehr Zeit benötigen als die eigentliche Bearbeitungszeit; daher ist eine im Hinblick auf das Be- und Entladen ausgestaltete Vorrichtung und das von dieser Vorrichtung durchgeführte Verfahren von äußerster Wichtigkeit. Erfindungsgemäß geht der Arbeitsablauf folgendermaßen vorsich: Zunächst steht der Werkstückschlitten 29 rechts der Mittelebene 47; das Werkstück 38 wird eingespannt Dann läuft der Schlitten mit dem Werkstück unter dem Werkzeug hindurch und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß während des Zustands des spielfreien Eingriffs und des kleinsten Achsabstands alle Zähne des Werkstücks bearbeitet werden. Ist das Werkstück links der Mittelebene 47 in einem Zustand des losen Eingriffs angelangt wird das Werkstück von den Reitstockspitzen freigegeben und fällt auf eine Ablaufrinne oder wird von einer Entladeeinrichtung (beide nicht gezeichnet) erfaßt und abtransportiert; währenddessen läuft der Werkstücksohlitten in die Ausgangsposition zurück. Wenn er dort angelangt ist, kann ein neues Werkstück eingespannt werden.
- Statt einem Eingang kann auch ein Hin- und Hergang oder mehrere Hin-und Hergänge vom Werkstückschlitten ausgeführt werden1 wobei diese Hin-und Hergänge noch mit Tiefenzustellungen mittels der Gewindespindel 19 kombiniert sein können, die vorzugsweise an den Hubenden des Längsvorschubs beginnen oder dort ausgeführt werden. Zum Zwecke des automatischen Spannens ist einer der Reitstöcke (z.B. 37) mit einer hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Spanneinrichtung 46 zum Betätigen der Pinole versehen.
- Die vorher erwähnte Begrenzung des Winkels auf gleich oder kleiner als 30 bezieht sich nur auf einen unter Umständen eingestellten A.chskreuzwinkel zwischen Werkstück und Werkzeug nicht aber auf die Abweichung der Richtung des Längsvorschubs von der Senkrechten auf den beiden beispielsweise parallel liegenden Wellen von Werkstück und Werkzeug. Fig.3 zeigt schematisch einen Anwendungsfall für die Anwendung der Schwenkbarkeit des Werkstücktisches um den Bolzen 115. Im Beispiel der Fig.3 ist die Achse des Werkstücks 50 zur Achse des Werkzeugs 12 so geneigt, daß ein Stirnrad mit konischem Wälzkörper (statt mit V:älzzylinder) bearbeitet wird. Der konische Wälzkörper macht sich dadurch bemerkbar, daß auf einem bestimmten durch die Zähne verlaufenden Zylinder die Zähne an der einen Stirnseite eine andere Dicke aufweisen als auf der anderen.
- Im Beispiel der Fig.4 ist die gleiche Vorrichtung dazu benutzt um mit einem konischen Werkzeug ein Stirnrad 51, das einen Walzesylinder aufweist, zu bearbeiten, was bedeutungsvoll sein kann, wenn die spanlos zu bearbeitende Verzahnung bis dicht an eine Schulter 52 reicht.
- Fig.5 zeigt schematisch die Bearbeitung eines Werkstücks 53 mit konvex gekrümmtem Wälzkörper, d.h. ein Werkzeug mit konvex balligen Zähnen,mit einem Werkzeug 12das einen konkav gekrümmten Wälzkörper, also in Längsrichtung konkav gekrümmte Zahnflanken aufweist.
- Fig.6 zeigt die Bearbeitung eines Werkstücks 54 mit konkav gekrümmtem Wälzkörper, d.h. also mit konkav gekrümmten Zahnflanken (die Zähne sind an den Stirnseiten dicker als in der Mitte),,mit einem Werkzeug mit konvex gekrümmtem Wälzkörper (konvex balligen Zähnen).
- Fig.7 zeigt ein Werkzeug 12 (ähnlich auch 12a, b, c), wie es auf der Vorrichtung nach der Erfindung verwendet wird. Das Werkzeug ist ein Zahnrad aus einem für Werkzeuge geeigneten Material1 dessen Zähne 62 an den Flanken 61 mit einer Anzahl Nuten 63 versehen sind. Durch diese Nuten wird die Oberfläche der Flanken verkleinert und dadurch bei gegebener Anpreßkraft der Flächendruck erhöht.
- Fig.8 zeigt schematisch eine Ausführungsform eines Werkzeugs 12a nach der Erfindung. Die Nuten 63a sind auf den aufeinanderfolgenden Zähnen 62 in Ebenen 64 liegend angeordnet. Die Ebenen stehen rechtwinklig auf der Achse des Werkzeugs. Damit auf der Werkstückzahnflanke keine unbearbeiteten Flankenteile zurückbleiben, sollte die Richtung 40a des Längsvorschubs winkelig zu diesen Ebenen verlaufen. Vorteilhaft ist es wenn die Richtung 40a des Längsvorschubs mit den Ebenen 64 einen Winkel 66 bildet, dessen Katheten gebildet werden aus mindestens der Breite 67 der Nuten und dem Anteil 68 des Umfangs des Werkzeugs, der einer bestimmten Anzahl von Zähnen entspricht. Der Zweck dieser Ausführungsform der Erfindung ist, mit den wirksamen Flankenteilen alle Werkstückflankenteile zu bearbeiten.
- Fig.9 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung. Auf den aufeinanderfolgenden Zähnen des Werkzeugs 12b sind die Nuten 63b so gestaffelt angeordnet, daß sie Schraubenlinien 65 folgen. Durch diese Staffelung wird erreicht, daß alle Werkstückflanken von den Flankenteilen 61 des Werkzeugs bearbeitet werden, wenn der Längsvorschub 40b rechtwinklig zur Werkzeugachse gerichtet ist.
- Fig.10 zeigt in vergrößertem Maßstab den Querschnitt durch eine Nute 63 eines Werkzeugs nach der Erfindung. In dem Falle, daß eine Längsgleitung der Werkzeugflanke relativ zur Werkstückflanke vorhanden ist, sind die Nut kante 69 bewußt stumpf ausgebildet.
- Die Erfindung ist nicht an die mit den Figuren 7 bis 9 gezeigten Ausführungsformen des Werkzeugs gebunden.
- Mit der Erfindung sind Zahnräder hoher Verzahnungsqualität mit einer glatten und verdichteten Oberfläche in einer extrem kurzen Zeit bearbeitbar, wobei die Voraussetzung zum Anbringen einer Vorrichtung zum Be- und Entladen der Maschine gegeben ist.
Claims (10)
1) Vorrichtung zum spanlosen Bearbeiten von Zahnrädern durch Abwälzen
auf einem zahnradartigen oder zahnstangenartigen Werkzeug, dadurch gekennzeichnet1
daß das Werkzeug (12) relativ zum Werkstück (38) einen Längsvorschub ausführt, dessen
Richtung (40) in einer Ebene liegt, die parallel liegt zu der die beiden Wälzkreise
von Werkzeug und Werkstück tangierenden, durch den Berührungspunkt der Wälzkreise
verlaufenden Ebene (41), wobei der dabei auftretende kleinste Achsabstand (43) zwischen
Werkzeug und Werkstück so bemessen ist, daß eine zum Werkzeug und Werkstück radial
gerichtete Druckkomponente (48, 49) auftritt, wodurch für den Antrieb des Vorschubs
eine verb hältnismäßig kleine Kraft aufzuwenden ist, während die radiale Kraft im
wesentlichen von Stützelementen für Werkzeug und Werkstück aufgenommen wird.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen
von Werkstück (38) und Werkzeug (12) parallel liegen.
3) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Achsen von Werkstück und Werkzeug im Abstand kreuzen.
4) Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet7
daß der Längsvorschub rechtwinklig zur Werkstückachse gerichtet ist.
5) Vorrichtung nach Anspruch l, 2 oder 3, dadurch $ekennzeiclunet:
daß der Längsvorschub rechtwinklig zur Werkzeugachse gerich-L tet ist.
6) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Werkzeug
vorgesehen ist, dessen Zahnflanken in wirksam vortretende und unwirksam zurücktretende
Flankenteile unterteilt sind, die auf den aufeinanderfolgenden Zähnen in parallelen
Ebenen (64) angeordnet sind, die senkrecht auf der Achse des Werkzeugs stehen und,
daß die Richtung des Längsvorschubs zum rechten Winkel auf die Achse des Werkzeugs
in einem Winkel (66) geneigt ist, dessen Katheten gebildet werden aus etwa der Breite
(67) einer Nut oder etwas mehr und dem Anteil (68) des Umfangs des Werkzeugs über
eine bestimmte Anzahl von Zähnen.
7) Vorrichtung nach Anspruch l, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen von Werkzeug (12) und Werkstück (38) so zueinander neigbar sind,
daß bei der Bearbeitung mindestens'eines der beiden Elemente (12 oder 38) einen
konischen Wälzkörper aufweisen oder einen solchen bearbeiten kann (Fig. 3 und 4).
8) Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, gekennzeichnet
durch ein Wechselgetriebe (55) im Antrieb für die Wälzb ewegung.
9) Vorrichtung nach Anspruch l, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, gekennzeichnet
durch ein Wechselgetriebe (33) im Antrieb des Längsvorschubs (40).
10) Vorrichtung nach Anspruch l, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschieberichtung des das Werkstück (38) oder das Werkzeug
tragenden Schlittens (29) relativ zum Maschinengestell oder Werkzeug einstellbar
ist1
um die Lage des Werkstücks in eine für eine Lade- und Entladeeinrichtung
passende Lage zu bringen.
L e e r s e i t e
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691966067 DE1966067A1 (de) | 1969-04-16 | 1969-04-16 | Vorrichtung zum spanlosen Bearbeiten von Zahnraedern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1966067A1 true DE1966067A1 (de) | 1971-04-22 |
Family
ID=5755563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691966067 Pending DE1966067A1 (de) | 1969-04-16 | 1969-04-16 | Vorrichtung zum spanlosen Bearbeiten von Zahnraedern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1966067A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1969
- 1969-04-16 DE DE19691966067 patent/DE1966067A1/de active Pending
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