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Baufertigteilkonstruktion und Herstellung derselben Diese Erfindung
befaßt sich mit einer Konstruktion aus Baufertigteilen oder Baufertigelementen und
dem Verfahren zu deren Iierstellng, Diese Erfindung befaßt sich insbesondere aber
mit einer Konstruktion aus solchen Baufertigteilen oder Baufertigelementen - für
die Verwendung beim Bau von Häusern, von Fundamenten, von U-Bahntunnels und dergleichen,
von unterirdisch verlegten Rohren oder von anderen Konstruktionen, welche wasserdicht
sein müssen. Sie befaßt sich aber auch mit dem Verfahren zur Herstellung oder zum
Verbinden derartiger Baufertigteilblöcke oder Baufertigteilelemente.
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Bisher sind derartige Konstruktionen oder Bauten dadurch hergestellt
worden, daß zuvor ein geeigneter Binder oder ein geeignetes Bindemittel auf die
Flächen der Fertigbaublöcke oder Fertigbauelemente aufgetragen wurde oder daß zunächst
einmal diese Baublöcke oder Bauelemente zu Bauten zusammengesetzt wurden, woraufhin
dann das Bindemittel durch Injektoren zwischen die miteinander zu verbindenden Flächen
injiziert wurde. Was das zuerst genannte Verfahren betrifft, so war es schwierig,
ein perfektes Abbinden oder eine perfekte Verbindung zu erreichen, weil Wasser oder
andere Fremdstoffe sich oft auf die Flächen absetzten, welche mit dem Binder oder
dem Bindemittel beschichtet oder versehen waren. Was andererseits das zuletzt erwähnte
Verfahren betrifft, so war je nach der Genauigkeit des Zusammensetzens der Konstruktion,
der Abmessungsgenauig keit der betreffenden Blöcke oder Fertigbauelemente sowie
je nach den Bedingungen, unter welchen der Binder aufgetragen
oder
die Wasserdichtigkeitsbehandlung durchgeführt wurde, ein Einspritzen oder eine Injektion
des Binders oder Bindemittels oft unmöglich. Darüber hinaus ist ein Abbinden in
Wasser unmöglich, desgleichen auch eine auf die Wasserabdichtung ziielende Behandlung
oder Bearbeitung. Daraus ergibt sich dann, daß eine Stoßfestigkeit der nacií diesen
früheren Methoden hergestellten Konstruktionen oder Bauten nicht genügend hoch ist.
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Diese Erfindung zielt deshalb darauf ab, eine Fertigbaublockkonstruktion
oder eine Fertigbauelementkonstruktion, welche leicht bindet, zu schaffen, desgleichen
aber auch ein Verfahren zu deren Herstellung, wobei sich perfekte Bindungen erreichen
lassen und wobei deren Herstellung im Wasser ohne die zuvor erwähnten Begleiterscheinungen
leicht durcligefürt werden kann.
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Im Rahmen dieser Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von
Fertigteilblöcken oder Fertigteilelementen geschaffen. Zu diesem Verfahren gehören
die nachstehend angeführten Einzelschritte: Imprägnieren eines flüssigen Binders
in einen elastischen Schaumstoffkörper mit kontinuierlichen Zellen; Anordnung des
imprägnierten Schaumstoffkörpers zwischen zwei Baublöcken oder Baufertigelementen;
Übertragung eines Druckes auf den Schaumstoffkörper über die Blöcke oder Bauelemente,
damit der imprägnierte Binder oder das imprägnierte Bindemittel aus dem Schaumstoffkörper
heraus in den zwischen den Flächen der Blöcke - der miteinander zu verbindenden
Blöcke -vorhandenen Spalt, Abbinden des Binders oder Bindemittels, damit eine Blockkonstruktion
erhalten wird,
Die Ziele und Eigenschaften dieser Erfindung sind
am besten zu verstellen, wenn dazu die nachstehend gegebene Beschreibung und die
dieser Patentanmeldung beiliegenden Zeichnungen zu Hilfe genommen werden. Im einzelnen
ist: Fig. 1 eine Seitenansicht, welche einen Einzelscjiritt des Verfahrens dieser
Erfindung wiedergibt und erläutert, Fig, 2 eine Seitenansicht einer Blockkonstruktion,
welche unter Anwendung des Verfahrens dieser Erfindung hergestellt worden ist, Fig.
3 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung, welche das Verfahren bei
der Herstellung eines Mannloches im Rampen dieser Erfindung erläutert, Fig. 4 eine
Seitenansicht, welche in Übereinstimmung mit dieser Erfindung die Konstruktion einer
Straße wiedergibt und erläutert, Fig. 5 eine Seitenansicht, welche in Übereinstimmung
mit dieser Erfindung die Herstellung eines Tunnels oder das Herstellungsverfahren
für einen Tunnel wiedergibt und erläutert, Fig. 6 sind Seitenansichten, welche teilweise
geschnitten und 7 sind und das Verfahren für die Verbindung von Gasrohren - -und
dies im Rahmen dieser Erfindung - wiedergeben und erläutern, Fig. d zeigt Schnitte
durch Blöcke, um ein geändertes und modifiziertes Verfahren dieser Erfindung zu
erklären und zu erläutern,
Fig. 9 ein Schnitt durch einen Block,
welcher unter Anwendung der mit Fig. d dargestellten Methode verbunden worden ist,
Fig. 10 eine Seitenansicht eines geänderten und modifizierten Mannloches, welches
unter Anwendung des mit Fig. d wiedergegebenen Verfahrens hergestellt wird, Fig.
11 eine Draufsicht auf die Blöcke, welche zur Herstellung des mit Fig. 10 dargestellten
Mannloches Verwendung finden, Fig. 12 sind Schnittdarstellungen, welche weitere
Änderungen bis 15 und Modifikationen dieser Erfindung erläutern, Fig. 16 sind Seitenansichten,
welche zwei Methoden der Ver-und 17 bindung von Schaumstoffkörpern, welche mit einem
Binder oder einem Bindemittel imprägniert worden sind, erkennen lassen, Fig. lv
sind Schnittdarstellungen, welche die Bindungsfestigbis 20 keit von Prüfstücken,
die unter Verwendung eines mit einem Bindemittel oder mit einem Binder imprägnierten
Schaumstoffkörpers miteinander verbunden sind.
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Der mit einem Binder oder einem Bindemittel imprägnierte elastische
Scllauuistoffkörper, welcher im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, ist normalerweise
ein Schaumstoffkörper aus einem elastischen Kunstharz, Dieser Körper besitzt kontinuierliche
Zellen und ist gegen den zu imprägnierenden Binder oder gegen das zu imprägnierende
Bindemittel chemisch stabil. Als Binder oder als Bindemittel kann weiterhin eines
der gut bekannten organischen oder anorganischen Bindemittel Verwendung finden.
Sollen die Bauelemente jedocll unterirdisch
zusammengebaut werden,
wo Wasser verfügbar ist, dann ist es vorteilhaft, einen hydraulischen Binder oder
ein hydraulisc.
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wirkendes Bindemittel zu verwenden.
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Nun sei auf die dieser Patentanmeldung beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ein fester und elastischer Schaumstoffkörper mit kontinuierlichen Zellen wird derart
in ein Bad aus einem halbflüssigen Binder oder Bindemittel getaucht, daß dieser
Schaumstoffkörper mit diesem organischen oder anorganischen Binder oder Bindemittel
imprägniert oder getränkt wird. Dieser imprägnierte oder getränkte Schaumstoffkörper
wird dann, wie dies aus Fig. 1 zu erkennen ist, zwischen die Verbindungsflächen
2a und 3a der Fertigbaublöcke oder Fertigbauelemente 2 und 3 gegeben. Dann wird
gemäß der Kennzeicilnung mit den Pfeilen auf die Blöcke oder Bauelemente 2 und 3
ein Druck übertragen. Durch diesen Druck wird der imprägnierte oder getränkte Schaumstoffkörper
derart zusammengepreßt, daß der Binder oder das Bindemittel 4 aus dem Schaumstoffkörper
1 heraus in einen zwischen den Bindungsflächen 2a und 3a vorhandenen Spalt herausgequetscht,
und zwar solange, bis daß der vorerwähnte zwischen den Bindungsflächen 2a und 3a
vorhandene Spalt gleichförmig oder gleichmäßig mit dem herausgedrückten Binder oder
dem herausgedrückten Bindemittel gefüllt ist. Dann wird, während die Baugruppe oder
die Konstruktion in dem mit Fig. 2 dargestellten Zustand verbleibt, der Binder oder
das Bindemittel zum Setzen oder Abbinden veranlaß. Nach dem Zusammendrücken verbleibt
der Schaumstoffkörper, aus welchem nahezu der gesamte Binder oder das gesamte Bindemittel
herausgedrückt worden ist, zwischen den zwei Bauteilblöcken oder zwischen den beiden
Bauelementen 2 und 3, wo er als ein elastisches Stützelement wirksam wird0 Nach
dieser Methode oder nach diesem Verfahren lassen sich solche Bauten, wie beispielsweise
Mannlöcher nach Fig. 3, leicht herstellen llnd fertigen.
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Das Bodenelement 11 des Mannloches besteht aus einer linken Bodenplatte
lla, einer mittleren Bodenplatte llb und aus einer rechten Bodenplatte llc. Mit
abgesetzten oder abgestuften Verbindungsteilen versehen sind: die rechte Seitenkante
der linken Bodenplatte lla, zu welcher das Verbindungsteil 12a gehört; die linke
i&tensante und die rechte Seitenkante der mittleren Platte leib, zu welcher
die Verbindungsteile 12b gehören; sowie die linke Seitenkante der rechten Platte
llc, zu welcher das Verbinoungsteil 12c geilört In einer ähnlichen Weise sind die
oberen Flächen der linker Platte lla, der mittleren Platte llb und der rechten Platte
llc mit Rippen versehen, welche ein unteres Wandungselenient 13 aufzunehmen haben.
Auf den Verbindungsteilen 12a und 12c der linken Platte lla und der rechten Platte
llc sind mehrere Schaumstoffkörper 1 angeordnet. Die Verbindungsteile 12a und 12c
der linken Platte lla und der rechten Platte llc werden dann in einer geeigneten
und entsprechenden Weise auf die Verbindungsteile 12b der mittleren Platte llb ausgerichtet.
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Dann wird der in den Schaumstoffkörpern 1 imprägnierte Binder oder
das in diesen Schaumstoffkörpern 1 imprägnierte Bindemittel über die gesamten Verbindungsteile
12a, 12b und 12c jierausgequetscht und schließlich, um die linke Platte lla und
die rechte Platte llc mit der mittleren Platte lib zu verbinden, zum Absetzen oder
Abbinden gebracht. Das untere Wandungselement 13 ist in die beiden Hälften 13a und
13b unterteilt.
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Ein Scaustoförper 1 wira dem Verbindungsteil 14 an dem einen Ende
der einen Hälfte angeordnet, während ein weiterer Schaumstoffkörper auf dem Umfang
der Rippen des Bodenelementes 11 gegeben wird. Das untere Wandungselement 13 wird
mittels eines Kranes oder dergleichen zur Montage auf das Bodenelement 11 abgesenkt
oder heruntergelassen. Dann wird beispielsweise ein Gasrohr 15 neruntergelassen
und in eine Nut oder Aussparung 16 eingepaßt. Die obere Verbindungskante des unteren
Wandungselementes 13 wird mit einer Reihe von
Schaumstoffkörpern
1 versehen. Die unterteilten Hälften loa und tdb des oberen Wandungselementes, deren
Verbindungsteil 19 an dem einen Ende auch mit einem Schaumstoffkörper 1 versehen
ist, werden auf das untere Wandungselement heruntergelassen, dabei werden die Schaumstoffkörper
1 zum Absetzen oder Abbinden gebracht, so daß dadurch wiederum die oberen Wandungselementhälften
lSa und lSb mit den unteren Wandungselementhälften 13a und 13b verbunden werden
Nach dem Auftragen von mehreren Schaumstoffkörpern 1 auf die obere Kante des oberen
Wandungselementes wird ein ringförmiges Bauelement 21 aufgesetzt und mit dem oberen
Wandungselement verbunden. In ähnlicher Weise wird nach dem Auftragen von Schaumstoffkörpern
1 auf die obere Kante 22 des ringförmigen Bauelementes 21 das Deckelelement 23 aufgesetzt
und mit dem ringförmigen Bauelement 21 verbunden. Auch dieses Deckelelement 23 ist
in zwei Hälften unterteilt und an einem Verbi.nduCgFteil 23a mit einem Schaumstoffkörper
1 versehen.
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Das für das Verbinden der beiden Bauelementblöcke 2 und 3 zuvor beschriebene
Verfahren kann auch beini Bau von Straßen Verwenduigfinden. Soll beispielsweise
eine zweite Straßeneinheit 25 auf eine erste Straßeneinheit 24 montiert werden,
dann wird eine Reihe von Schaumstoffkörpern 1, welche mit dem Bindemittel oder dem
Binder getränkt oder imprägniert sind, auf die abgesetzten oder abgestuften Verbindungsteile
26 und 2o der ersten Straßeneinüeit 24 und der dritten Straßeneinheit 27 gegeben,
desgleichen auch auf die aneinander gegendberliegenden Seiten der zweiten Straßeneinheit
25 angeordneten Verbindungsteile 29 und 30. Dann wird zum Ausrichten der abgesetzten
oder abgestuften Verbindungsteile 29 und 30 des zweiten Straßenelementes 25 mit
den abgesetzten und abgestuften Verbindungsteilen 26 und 2o', welche zur ersten
Straßeneinheit und zur zweiten Straßeneinheit gehören, derart bewegt, daß das Bindemittel
oder der Binder aus den Schaumstoffkörpern 1
herausgedrckt wird,
um die zwischen den vorerwähnten Verbindungsteilen 26, 2d, 29 und 30 vorhandenen
Lücken oder Spalten auszufüllen0 Nun wird, um den Binder oder das Bindemittel zu
einem Absetzen oder Abbinden, damit aber zu einer Verbindung der Straßeneinheiten
24, 25, 27 zu veranlassen, dem aus den Schaumstoffkörpern herausgedrückten Binder
oder Bindemittel Wasser zugegeben.
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Die zuvor beschriebene Methode läßt sich auch zur Verbindung der Segmente
31 bei der- Herstellung eines Tunnels im Schildvortriebsverfahren verwenden; das
wird mit Fig. 5 gezeigt.
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Um es genauer zu sagen: zwischen den Segmenten sind, um diese Segmente
31 miteinander zu verbinden, mit Bindemittel oder mit Binder imprägnierte oder getränkte
Schaumstoffkörper angeordnet. Wie dies aus Fig. 6 und Fig. 7 zu erkennen ist, kann
das Verfahren auch angewendet werden, um unterirdisch verlegte Rohre 32 miteinander
zu verbinden. In diesem Falle wird eine Reihe von bindemittelimprägnierten oder
bindergetränkten elastischen Schaumstoffkörpern auf das Ende oder auf den Umfang
eines ersten Gasrohres 33 aufgetragen, woraufhin dann dieses Rohrende in das Verbindungsstück
34 an dem einen Ende eines zweiten Gasrohres gepreßt wird, dabei werden die zwischer
dem Außenumtang des ersten Gasrohres 33 und der Innenfläche der Verbindung 34a befindlichen
Schaumstoffkörper zusammengepreßt. Der aus den Schaumstoffkörpern 1 herausgedrückte
Binder oder das aus diesen Schaumstoffkörperl herausgedrückte Bindemittel wird dann
vermittels Feuchtigkeit zum Abbinden gebracht, damit die beiden Gasrohre 33 und
34 miteinander verbunden werden.
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Weil die mit Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Blöcke oder Bauelemente
ebene Flächen 2a und 3a ilaben, welche durch den Binder ouer dulctl uas Bindemittel
miteInander zu verbinden sind,
weil zudem der in dem Schaumstoffkörper
imprägnierte Binder beim Zusanmlenbau aus den Schaumstoffkörper herausgedrückt wird,
weil darüber hinaus eine Neuimprägnierung nicht möglich ist, kann eine Berichtigung
der Ausrichtung des oberen Blockes zum unteren Block, d.h. des Blockes 3 zum Block
2 nur unter bestimmten txachteilen vorgenommen werden. Wird nun nämlich der obere
Block 3 wieder in die richtige Position abgesenkt, dann wird der Schaumstoffkörper
3, welcher nicht mehr genug Binder oder Bindemittel enthält, zusammengepreßt, und
es entsteht wegen des Mangels an Binder oder Bindemittel eine schlechte Verbindung.
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Um dies zu vermeiden und um eine wasserdichte Verbindung zu erreichen,
und zwar dann, wenn, wie beschrieben, die Blöcke in der gerade zuvor beschriebenen
Weise erneut zusammengesetzt werden, wird vorzugsweise die Bindungsfläche eines
Blockes mit einer Nut versehen, welche den mit Binder oder Bindemittel getränkten
oder imprägnierten Schaumstoffkörper aufzunehmen hat.
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So kann beispielsweise eine Nut 44, welche in der Form derart ausgelegt
ist, daß sie den herausgepreßten Binder oder das herausgepreßte Bindemittel festhalten
kann, in die Oberfläche von einem der miteinander zu verbindenden Blöcke 42 und
43 eingearbeitet sein, Diese Nut 44 nimmt dann, wie dies aus Fig. 8 zu erkennen
ist, einen mit einem Bindemittel oder mit einem Binder imprägnierten oder getränkten
Kunstharz-Schaumstoffkörper 1 auf. Ein oberer Block 43, welcher eine komplementäre
Rippe 50 besitzt, wird dann - dies zeigt Fig. 9 - auf den unteren Block 42 abgesenkt
und drückt den Schaumstoffkörper derart zusammen, daß der in diesem Schaumstoffkörper
imprägnierte Binder oder das dort imprägnierte Bindemittel in die Nut 44 herausgequetscht-wird.
Bei dieser Konstruktion
kann der in der Nut befindliche Binder
bei einem erneuten Anheben des oberen Blockes wieder in den elastischen Schaumstoffkörper
eindringen. Dementsprechend wird dann, wenn der obere Block wieder abgesenkt wird,
die gleiche zufriedenstellende Verbindung wie zuvor erreicht werden.
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Beim Bau eines Mannlocnes nach Fig. 10 wird mit Ausnahme des obersten
Blockes die obere Fläche eines jeden der Blöcke 51, 52, 53 mit einer ringförmigen
Nut 54 versehen. Nach dem Eingeben der mit Binder oder Bindemittel imprägnierten
oder getränkten Schaumstoffkörper in diese Nut 54 - und dies gemäß Fig. 8 - werden
die Blöcke nacheinander zusammengesetzt. Das Mannloch kann eine quadratische Form
haben, eine zylindrische Form oder sonst irgendwie geformt sein.
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Die Formen der Nute und der Rippe für die Bindungsflächen der Blöcke
sind nicht auf die mit Fig,; u-.» Fig. 9 wiedergegebenen Ausführungsformen beschränkt
und können auch in anderer Form ausgeführt sein, beispielsweise als Halbkreis oder
als Dreieck gemäß Fig. 12 bis Fig. 15.
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Benachbarte Enden der mit Bindemittel getränkten Schaumstoffkörper
können miteinander durch einfache Überlappung verbunden sein, wie dies aus Fig.
16 zu erkennen ist. Sie können aber auch zur Herbeiführung einer fortlaufenden Schicht
zueinander angeschrägt sein, wie dies Fig. 17 zeigt.
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Weil die Blöcke oder Bauelemente mittels Schaumstoffkörper, welche
mit Binder oder Bindemittel imprägniert oder getränkt sind, miteinander verbunden
werden, können somit im Rahmen dieser Erfindung Blockkonstruktionen geschaffen werden,
deren Festigkeit mit der Festigkeit von Betonblöcken vergleichbar ist, die in einem
Stück gegossen werden. Die richtige Auswahl der Abmessung des Schaumstoffkörpers
und dessen Gehalt an
aufgenommenen oder imprägnierten Binder oder
Bindemittelfthren zu einer festen Verbindung, welche über den gesamten Bereich der
Verbindungsfläche eine genügend starke Wasserabdichtungseigenschaft besitzt, Durch
das Vorsehen einer Nut ist, wie dies aus Fig. u bis Fig, 15 hervorgeht, ein korrektes
Ausrichten und eine korrekte Verbindung oder Abbindung der montierten Blöcke gewffihrleistet.
Der Schaumstoffkörper selber hat nur eine geringe mechanische Festigkeit. Ist er
aber mit einem Binder oder Bindemittel imprägniert oder getränkt, dann kann der
Binder oder das Bindemittel auf der Oberfläche des Schaumstoffkörpers in entsprechender
und geeigneter Weise gehärtet werden, was seinen Transport und seine Behandlung
leichter macht.
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Wenn es auch vorzuziehen ist, die Porosität des Schaumstoffkörpers
so groß wie möglich zu machen, damit aber auch die Menge des in den Zellen einzugebenden
oder zu imprägnierenden Bindemittels oder Binders, so haben die Experimentç doch
gezeigt, daß eine Porosität von 90 «# und eine Imprägnierung oder Tränkung von 60
bis 90 % die besten Ergebnisse bringt.
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Zur Demonstration des Verhältnisses zwischen dem Anteil an Binder
oder Bindemittel und dem erreichbaren Zusammendrücken eines elastischen Schaumstoffkörpers
mit einer Porosität von 80 % wurde eine Platte 61 aus Vinylchloridharz mittels eines
gerade erwähnten Schaumstoffkörpers 1 nach Fig. 16 mit im Stoß zueinander angeordneten
Vinylchloridplatte 63 verbunden0 Das Ergebnis ist in der nachstehend gegebenen Tabelle
I angeführt. In dieser Tabelle steht das Kurzzeiclien a für Muster, welche gemäß
Fig. 19 zerbrochen waren, und zwar mit einen Reißen der oberen aus Vinylchlorid
bestehenden Platte. Unter das Kurzzeichen b fallen die Muster, bei welchen nur der
Sc1iaumstoffl#örper zerbrochen war. Das bei diesem Test verwendete Bindemittel oder
der bei diesem Test verwendete Binoes hatte nach dem Setzen oder Abbinden eine normale
Zugfestigkeit von 170 kg/ciii2.
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Tabelle I Anteil des Zusammen- 0 45 90 drücken Imprägnierte Menge
« 100 Zugfestigkeit kg/cm2 128 103 Bruchzustand a a a 3.
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75 Zugfestigkeit kg/cm 23 9o 92 Bruchzustand b a a 2 50 Zugfestigkeit
kg/ci# 21 25 o3 Bruchzustand b b a 2 25 Zugfestigkeit kg/cm 6 20 79 Bruchzustand
b b a Das in dieser Tabelle ausgewiesene Testergebnis zeigt, daß: 1. ein Imprägnierungsanteil
von weniger als 100 % nach dem Zusammendrücken zu dem Bruchzustand b führt. Das
liegt daran, weil sich der Binder oder das Bindemittel im unteren Teil des elastischen
Schaumstoffkörpers gesammelt hat, so daß viele Zellen im oberen Teil des Schaumstoffkörpers
nicht gefüllt sind.
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2. Bei einer Imprägnierung oder Tränkung von mehr als 100 % (d.il.
bei einem Überfluß an imprägniertem Binder oder Bindemittel) ist ein kleinerer Zusammendrückungsanteil
vorteilhafter. Dies wird wahrscheinlich durch das nach dem Absetzen oder Abbinden
zwischen dem Binder und dem elastischen Schaumstoffkörper bestehende Verhältnis
veranlaßt.
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Damit aber wird durch diese Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
von Baublöcken oder Bauelementen geschaffen, welches leicht durchzuführen ist und
welches stärkere Verbindungen herbeiführt, als dies durch das frühere Verfahren
der Fall gewesen ist. Weil die Bauelemente darüber hinaus mittels Schaumstoffkörpern,
welche mit Binder oder Bindemittel imprägniert oder getränkt sind, miteinander verbunden
werden, wirkt der zwischen den einzelnen Blöcken befindliche Schaumstoffkörper nach
dem Zusammenbau als ein Stützelement, welcher die Stöße und Vibrationen, die auf
die Gesamtkonstruktion einwirken, absorbiert. Weil der Schaurnstoffkörper weiterhin
als ein elastischer Körper mit einer kontinuierlichen Zelle ausgeführt ist, ist
es möglich, diesen Schaumstoffkörper dadurch mit Binder oder Bindemittel zu imprägnieren
oder zu tränken, daß er ganz einfach hineingetaucht wird. Werden nun die Blöcke
oder Bauelemente hergestellt, dann wird das Bindemittel oder Binder gleichmäßig
in den zwischen den miteinander zu verbindenden Flächen vorhandenen Spalt herausgedrückt
und gewährleistet auf diese Weise eine gleichmäßige und zwangsläufige Verbindung.
Nach dem Absetzen oder Abbinden verbleibt kein gehärteter Binder oder kein gehärtetes
Bindemittel in dem elastischen Schaumstoffkörper, so daß dieser nicht nur die gewünschten
Elastizitätsverhältnisse für sein Wirken als Stützglied mitbringt, sondern daß darüber
hinaus vielmehr auch die Neigung zum Brüchigwerden vermieden werden kann.
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Dort, wo elastische Verbindungen erforderlich sind, kann ein Binder
oder ein Bindemittel, welches nach dem Absetzen oder nach dem Abbinden eine Elastizität
besitzt, verwendet werden.