DE19655071C2 - Kochmulde mit Steckkupplungsteil - Google Patents
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Abstract
Stand der Technik ist eine Kochmulde mit mindestens einer herkömmlichen Kochstelle, die durch eine elektrische Stromversorgung der Kochmulde gespeist ist. Erfindungsgemäß ist vorgeschlagen, daß die Kochmulde eine weitere Kochstelle mit einem elektrischen Steckkupplungsteil aufweist, das aus der Oberfläche der Kochmulde ragt und an die Stromversorgung der Kochmulde elektrisch angeschlossen ist. Auf das Steckkupplungsteil ist ein Zusatzhausgerät, z. B. ein an sich bekannter Wasserkocher zum Kochen von Wasser, aufsetzbar.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kochmulde nach dem Oberbegriff des Patentanspru
ches 1.
Eine derartige Kochmulde ist bekannt aus der Druckschrift US 4,657,332, wobei in eine Ver
tiefung der Kochmulde anstelle eines offenen Heizelementes ein Adapter steckbar ist. Das
elektrische Steckkupplungsteil des Adapters ist geeignet, als Stromversorgung für ein Zu
satzgerät zu dienen, beispielsweise für einen Wok oder ein Diktiergerät.
Weiterhin ist es aus der Druckschrift DE 36 05 011 A1 bekannt, daß bei einem Kochgerät,
das ein Gehäuseteil und eine in eine Öffnung des Gehäuseteiles eingesetzte elektrische
Kochplatte aufweist, die Kochplatte mit einem Gehäuseteil durch einen Dichtring verbunden
ist.
Aus der Druckschrift DE-GM 19 57 029 ist eine unter einer Kochplatte angeordnete Auffangmulde für
evtl. überlaufendes Kochgut bei Elektroherden bekannt.
Eine weitere Kochmulde ist bekannt aus der DE 41 11 848 A1, wobei zur Energieersparnis
beim Kochen zusätzlich zu den herkömmlichen Kochplatten mindestens eine in der Koch
mulde vertieft angeordnete Kochplatte vorgesehen ist, die mit einer hitzeisolierten Seiten
wandung ausgestattet ist. Nachteilig dabei ist insbesondere der große Fertigungsaufwand
für die Kochmulde und die umständliche Handhabung für eine Bedienperson beim Arbeiten
auf einer derartigen Kochmulde.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kochmulde gemäß dem Oberbegriff des Pa
tentanspruches 1 bereitzustellen, bei der die Benutzung des Steckkupplungsteils einfach
möglich ist.
Erfindungsgemäß ist dies bei einer Kochmulde mit den Merkmalen des Patentanspruches 1
erreicht. Bei der ersten erfindungsgemäßen Alternative ist erreicht, daß das Zusatzhausge
rät beim Abstellen auf das Steckkupplungsteil geführt und gegen ein Umkippen gesichert ist,
insbesondere überkochendes Wasser kann von dem Steckkupplungsteil ferngehalten wer
den, wenn gemäß der zweiten Alternative eine Innenwandung der Erhebung an einer Au
ßenwandung eines auf dem Steckkupplungsteil abgestellten Zusatzhausgerätes im wesent
lichen umfangsseitig anliegt. Das die Außenwandung des Zusatzhausgerätes herunterlau
fende Wasser wird durch die Erhebung von dem Steckkupplungsteil weggeleitet.
Um das Steckkupplungsteil vor einer Beschädigung durch über die Erhebung gezogene
Töpfe zu sichern, ragt das Steckkupplungsteil weniger weit aus der Oberfläche der
Kochmulde aus der Erhebung. Die Erhebung kann beispielsweise durch eine Prägung der
Kochmulde oder durch ein separates, auf der Kochmulde befestigbares Teil realisiert sein.
Um den elektrischen Anschluß des Steckkupplungsteiles an die elektrische Stromversor
gung der Kochmulde zu erleichtern, sitzt das Steckkupplungsteil in einer Öffnung der Koch
mulde. Um ein Eindringen von Schmutz in das Innere der Kochmulde zu verhindern, ver
schließt das Steckkupplungsteil die Öffnung der Kochmulde im wesentlichen vollständig.
Dies kann durch das Anordnen einer Dichtung zwischen dem Steckkupplungsteil und der
Kochmulde weiter verbessert werden. Zugleich kann durch die Dichtung oder ein anderes
Zwischenlegeteil das Steckkupplungsteil von der Kochmulde thermisch entkoppelt werden.
Bei einer Ausführungsform gemäß Patentanspruch 5 ist das Auffinden der und das Abstellen
auf der Kochstelle mit dem Steckkupplungsteil erleichtert und das Steckkupplungsteil vor
mechanischer Beschädigung durch beispielsweise auf der Kochmulde verschobene Kochbe
hälter verringert. Vorteilhafterweise ist die Erhebung, die das Steckkupplungsteil umgibt, zu
mindestens an einer Stelle durch eine Ablaufrinne unterbrochen. So kann innerhalb der Er
hebung befindliches Wasser problemlos ablaufen, ohne in das Steckkupplungsteil einzudrin
gen, und andererseits bleibt das Steckkupplungsteil fast allseitig vor auf der Kochmulde ste
hendem Wasser oder ähnlichem geschützt.
Als Schutz vor Verschmutzung, insbesondere des Steckkupplungsteiles, und für ein gefälli
ges Äußeres ist bei einer Kochmulde mit bekannten Kochplatten-Kochstellen auf das Steck
kupplungsteil eine Kochplatten-Nachbildung als Blende aufsetzbar.
Zur Sicherung des Steckkupplungsteils vor Flüssigkeit weist die Kochmulde in der Nähe des
Steckkupplungsteils Ablauföffnungen auf, denen auf der Unterseite der Kochmulde eine
Wasserauffangvorrichtung zugeordnet ist. Durch diese läßt sich das von dem Steckkupp
lungsteil ferngehaltene und in das Geräteinnere eintretende Wasser an den Rand des Her
des ableiten, um zu vermeiden, daß evtl. spannungsführende Bauteile im Herd unterhalb der
Kochmulde mit dem Wasser in Berührung kommen.
Nachfolgend ist anhand schematischer Darstellungen ein Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Kochmulde beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht den oberen Abschnitt eines
Standherdes mit einer Kochmulde mit drei Massekochplatten-
Kochstellen und einer Kochstelle mit Steckkupplungsteil,
Fig. 2 in einer Draufsicht vereinfacht die Kochmulde gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung der Kochstelle mit dem elektrischen Steck
kupplungsteil im wesentlichen entlang der Linie III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 stark vereinfacht die Abhängigkeit der Einschaltbarkeit der Koch
stelle mit dem elektrischen Steckkupplungsteil und einer für das
Steckkupplungsteil thermisch kritischen weiteren Kochstelle.
Ein Standherd 1 weist ein Gehäuse 3 auf, das eine Backofenmuffel (nicht gezeigt) um
schließt. Der Backofen ist durch eine Backofentür 5 verschließbar. Auf dem Gehäuse 3
sitzt eine rechteckige Kochmulde 7 aus Metall, die einen rahmenartigen, erhobenen Rand
9 aufweist (Fig. 1). Im Frontbereich des Standherdes 1 ist dieser Rand durch zwei Absen
kungen 11 unterbrochen, die für ein ein Ablaufen von in der Kochmulde 7 stehendem
Wasser vorgesehen sind.
Aus einer Muldenoberfläche 13 der Kochmulde 7 ragen drei Massekochplatten 15, die in
an sich bekannter Weise in entsprechenden Muldenöffnungen der Kochmulde 7 befestigt
sind. Über im Bereich einer Frontblende 16 des Standherdes 1 angeordnete Drehknebel
17 ist in bekannter Weise jeweils eine wählbare elektrische Heizleistung auf die drei Mas
sekochplatten 15 schaltbar (Fig. 1).
In der Kochmulde 7 ist zusätzlich anstelle einer vierten Massekochplatte ein Steckkupp
lungsteil 21 befestigt, das an seinem oberen Endabschnitt entsprechende Kupplungsöff
nungen 23 besitzt und aus der Oberfläche der Kochmulde 7 ragt. Auf das Steckkupp
lungsteil 21 ist ein Zusatzhausgerät (nicht gezeigt) mit einem zum Steckkupplungsteil ent
sprechend ausgebildeten Gegenstück steckbar. Dabei dringen Kontaktstifte des Zusatz
hausgeräts (nicht gezeigt) in die Kupplungsöffnungen 23 des Steckkupplungsteils 21 ein
und stellen eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Steckkupplungsteil 21 und
dem Zusatzhausgerät her. Die Kontakte des Steckkupplungsteiles 21 sind wiederum über
eine Stromleitung 24 mit der Stromversorgung der Kochmulde 7 verbunden (Fig. 3). Zum
Schalten des elektrischen Stromes auf das Steckkupplungsteil 21 ist ein ebenfalls in der
Bedienblende 16 den Drehknebeln 17 zugeordneter Zusatzdrehknebel 25 vorgesehen
(Fig. 1).
Die Kochstelle mit dem elektrischen Steckkupplungsteil 21 ist durch eine ringförmige, aus
der Muldenoberfläche 13 ragende, geprägte Erhebung 27 markiert. Dabei liegt eine In
nenwandung 29 der Erhebung 27 an einer Außenwandung des auf dem Steck
kupplungsteil abstellbaren Zusatzhausgerätes umfangsseitig an. Die Erhebung 27 ist in
der Nähe des Steckkupplungsteils 21 durch eine Ablaufrinne 31 unterbrochen. Das Steck
kupplungsteil 21 sitzt in einer Öffnung 33 des Bodens einer Prägung 35 unterhalb der ei
gentlichen Muldenoberfläche 13 (Fig. 3). Zwischen dem Steckkupplungsteil 21 und der
Kochmulde 7 ist eine Dichtung 37 angeordnet. Während die Oberseite des Steckkupp
lungsteils 21 mit den Kupplungsöffnungen 23 über die Muldenoberfläche 13 ragt, überragt
die Erhebung 27 das Steckkupplungsteil 21. Im Boden der Prägung 35 sind zusätzlich
zwei Ablauföffnungen 39 vorgesehen, damit im Bereich des Steckkupplungsteils 21 ste
hendes Wasser ablaufen kann. Den Ablauföffnungen 39 ist auf der Unterseite der
Kochmulde 7 eine Wasserauffangvorrichtung (nicht gezeigt) zugeordnet, die das Wasser
beispielsweise an den Rand des Herdes ablaufen läßt.
Eine erste elektrische Leitung 41 verbindet das Steckkupplungsteil 21 mit der Stromver
sorgung der Kochmulde 7 (Fig. 4). Ein in der ersten Leitung 41 angeordneter erster
Schalter 43 ist durch den Zusatzdrehknebel 25 betätigbar. Beim Drehen des Zusatzdreh
knebels 25 aus der Ausschaltstellung wird der erste Schalter 43 geschlossen und damit
das Steckkupplungsteil 21 bzw. deren Kontakte mit elektrischem Strom gespeist. An den
ersten Schalter 43 ist ein zweiter Schalter 45 gekoppelt, der in einer zweiten Leitung 47
liegt. Die zweite Leitung 47 verbindet die Stromversorgung der Kochmulde 7 mit einer der
Massekochplatten 15. Wenn der erste Schalter 43 geschlossen ist, ist der zweite Schalter
45 geöffnet. Beim Betrieb des auf dem Steckkupplungsteil 21 abgestellten Zusatzhausge
rätes (nicht gezeigt) ist dadurch der Stromkreis der Massekochplatte 15 unterbrochen,
durch deren insbesondere im unbeabsichtigten Leerlaufbetrieb abgestrahlten Wärmee
nergie das Zusatzhausgerät beschädigt werden könnte. In Reihe zu dem zweiten Schalter
45 liegt ein weiterer Schalter (nicht gezeigt), der durch den entsprechenden Drehknebel
17 betätigbar ist.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebene Kochmulde beschränkt. Das
Steckkupplungsteil kann beispielsweise auch auf einer Glaskeramikmulde befestigt sein.
Claims (7)
1. Kochmulde mit mindestens einer herkömmlichen Kochstelle, die durch eine elek
trische Stromversorgung der Kochmulde gespeist ist und mit einer weiteren
Kochstelle mit einem elektrischen Steckkupplungsteil (21), das aus der Oberflä
che (13) der Kochmulde (7) ragt und an die Stromversorgung elektrisch ange
schlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckkupplungsteil (21) von
einer nahezu geschlossenen ringförmigen Erhebung (27) auf der Oberfläche (13)
der Kochmulde (7) umgeben ist, und dass eine Innenwandung (29) der Erhebung
(27) geringfügig von einer Außenwandung eines auf dem Steckkupplungsteil (21)
auf der Kochmulde abgestellten Zusatzhausgerätes umfangsseitig beabstandet
ist, oder daß eine Innenwandung (29) der Erhebung (27) an einer Außenwandung
eines auf dem Steckkupplungsteil (21) abgestellten Zusatzgerätes im wesentli
chen umfangseitig anliegt.
2. Kochmulde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckkupp
lungsteil (21) in einer Öffnung (33) der Kochmulde (7) sitzt und die Öffnung im
wesentlichen vollständig verschließt.
3. Kochmulde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem Steckkupplungsteil (21) und der Kochmulde (7) eine Dichtung (37) angeord
net ist.
4. Kochmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Erhebung (27) zumindest an einer Stelle durch eine Ablaufrinne (31)
unterbrochen ist.
5. Kochmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass das Steckkupplungsteil (21) weniger weit aus der Oberfläche (13) der
Kochmulde (7) ragt als die Erhebung (27).
6. Kochmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die herkömmli
chen Kochstellen durch Kochplatten gebildet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass auf das Steckkupplungsteil (21) eine Blende aufsetzbar ist, insbesondere in
Form einer Kochplatten-Nachbildung.
7. Kochmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Kochmulde (7) in der Nähe des Steckkupplungsteils (21) Ablauföff
nungen (39) aufweist, denen auf der Unterseite der Kochmulde eine Wasserauf
fangvorrichtung zugeordnet ist.
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