DE19654292A1 - Vorrichtung sowie Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken - Google Patents
Vorrichtung sowie Verfahren zur Fertigung von MöbelstückenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der
Fertigungstechnik für Möbel. Sie betrifft eine Vorrichtung
zur Fertigung von Möbelstücken gemäß dem Oberbegriff des An
spruchs 1 sowie ein Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Beim Stand der Technik werden Möbel, insbesondere Küchenmöbel
in Form von Oberschränken (Hängeschränken) oder dgl., entwe
der von Hand montiert oder auf einer Bearbeitungsstraße, bei
der die einzelnen Bearbeitungsschritte hintereinander bei dem
auf einem Bandförderer transportierten Teil durchgeführt wer
den (siehe dazu z. B. die DE-C3-22 34 868 oder die DE-A1-36 00 633).
Eine solche Bearbeitungsstraße bedarf im Hinblick auf
andere Losgrößen einer Umrüstung, wodurch entsprechende
Rüstzeiten notwendig werden. Weiterhin ist es notwendig, zur
Erzielung wirtschaftlicher Bearbeitungszeiten hohe Taktraten
bzw. Verarbeitungsgeschwindigkeiten der Bandstraße vorzuse
hen. Dies erfordert aufwendige und teure Zuführeinrichtungen
für das Material, die sich nur bei sehr hohen Taktraten ren
tieren. Darüber hinaus ist ein Umrüsten auf andere Bohrbil
der, Scharniere, Teilegrößen oder dgl. sehr aufwendig, weil
die ganze Bandstraße angepaßt werden muß.
Bei einer Kleinserienfertigung, also überwiegend manueller
Fertigung mit mechanischen Hilfseinrichtungen und einfachen
Pressen und mit hohem Personalbedarf ist die Ausführungsqua
lität extrem personalabhängig. Bei Mittel- und Großserienan
fertigung mit überwiegend verketteten Anlagen ist ebenfalls
Personal zwingend notwendig. Es ist selten, daß ein Komplett
element hergestellt werden kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine flexible Fertigungs
vorrichtung für Möbel zu schaffen, die einen einfachen Aufbau
hat, sich leicht umrüsten läßt, auch bei kleineren Losgrößen
und Taktraten wirtschaftlich arbeitet und ggf. in mehrfa
cher Ausführung parallel angeordnet werden und arbeiten kann,
sowie ein entsprechendes Fertigungsverfahren anzugeben.
Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale aus den
Ansprüchen 1 bzw. 10 gelöst.
Die Erfindung ermöglicht die Zusammenfassung der Bearbei
tungs- und Montageschritte in einer kompakten Fertigungszel
le. Außerdem wird die Anordnung mehrerer solcher Zellen an
einer Fördereinrichtung ermöglicht. Die erfindungsgemäße
Verwendung von einem oder mehreren frei programmierbaren Ro
botern anstelle herkömmlicher Förderbänder oder ähnlicher
Transporteinrichtungen für den Transport der Einzelelemente
innerhalb der Fertigungszelle ermöglicht eine einfache und
flexible Anpassung der Fertigungszelle an den jeweils gefor
derten Bearbeitungs- bzw. Fertigungsgang. Zugleich gestatten
es die Roboter, sehr einfache Zuführsysteme für die Einzele
lemente zu verwenden, da die Be- und Verarbeitungszeiten in
der einzelnen Fertigungszelle nicht so hoch sind wie bei ei
ner Bandstraße, bei der schneller zugeliefert werden muß.
Bei einer erfindungsgemäßen Zelle kann nach und nach Kapazi
tät gebildet werden, was zu angepaßten Investitionen führt.
Demgegenüber ist der Kapitaleinsatz bei Montagelinien extrem
hoch im Verhältnis zur Kapazität. Außerdem wird der Einfluß
der menschlichen Tagesform weitestgehend ausgeschlossen.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung nach
der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der wenigstens
eine Roboter auch zum Anbringen der Montagehilfsmittel an den
Einzelelementen vorgesehen ist. Hierdurch werden zusätzliche
Transport- und Montageeinrichtungen für die Montagehilfsmit
tel eingespart, wodurch die Fertigungszelle weiter verein
facht wird und noch flexibler eingesetzt werden kann.
Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Ferti
gungszelle wenigstens zwei frei programmierbare Roboter vor
handen sind, welche jeweils einen Teil der für den Zusammen
bau der Möbelstücke notwendigen Handlungsabläufe übernehmen.
Hierdurch wird ein abwechselnder Einsatz der Roboter ermög
licht, der bei entsprechend geschickter Programmierung den
Fertigungsablauf insgesamt vereinfacht und beschleunigt. Dar
über hinaus ergibt sich innerhalb der Fertigungszelle eine
erhöhte Flexibilität in der Anordnung der verschiedenen Vor
bereitungsstationen, weil deren Standort nicht ausschließ
lich auf den Arbeitsbereich eines Roboters ausgerichtet sein
muß.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrich
tung nach der Erfindung umfassen die Stationen zum Vorberei
ten der Einzelelemente eine Vermessungsstation, in welcher
die Einzelelemente für die weitere Bearbeitung einzeln ver
messen werden. Durch die Vermessung kann sich die Fertigungs
zelle selbsttätig und unmittelbar auf die verschiedenartigen
Einzelelemente einstellen und die nachfolgenden Bearbeitungs- und
Montageschritte an die jeweiligen Gegebenheiten optimal
anpassen.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigungs
zelle aus mehreren Unterzellen (sog. "Pontons") zusammenge
setzt ist, in welchen Unterzellen jeweils einige der Statio
nen und Roboter vormontiert angeordnet sind, und daß die Un
terzellen zur Energieversorgung und zum Datenaustausch unter
einander durch ein Steckersystem verbunden sind. Durch ein
solches Pontonsystem, bei welchem der Grundrahmen der Ferti
gungszelle aus zwei oder mehreren Teilen besteht, auf denen
die Montageplätze für die einzelnen Bearbeitungs- und Monta
gestationen vorbereitet sind und die notwendige Verbindung
der Pontonteile durch ein Steckersystem erfolgt, wird es mög
lich, die gesamte Fertigungszelle innerhalb eines Tages auf
zubauen, anzuschließen und produktionsreif einzustellen. Im
Stand der Technik dauert der Aufbau von Fertigungsstraßen
dagegen üblicherweise Wochen oder Monate.
Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen An
sprüchen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie
len im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Ferti
gungszelle nach der Erfindung in der Seitenansicht;
und
Fig. 2 die Fertigungszelle der Fig. 1 in der Draufsicht
von oben.
In Fig. 1 und 2 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für
eine Fertigungsvorrichtung bzw. -zelle in der Seitenansicht
(Fig. 1) und in der Draufsicht (Fig. 2) dargestellt. Die Fer
tigungsvorrichtung 10, die im vorliegenden Beispiel für die
Fertigung von Hängeschränken, insbesondere 1- und 2-türigen
Hänge- und Kurzhängeschränken, ausgelegt ist, umfaßt eine
(quaderförmige) Fertigungszelle 11, die aus drei nebeneinan
der angeordneten Unterzellen (Pontons) 31, 32 und 33 zusam
mengesetzt ist und in der Höhe durch eine Zellenhülle 34 in
Form eines Rahmens mit Drahtgitter oder dgl. begrenzt ist.
Die Fertigungszelle 11 bildet ein in sich geschlossenen Fer
tigungssystem, dem von außen Einzelelemente in Form von Ma
terialzuschnitten 14 zugeführt werden, und die fertig mon
tierte Hängeschränke über ein Ablaufband 30 nach außen wie
der abgibt, wobei mit dem hier dargestellten Ausführungsbei
spiel mehrere hundert (z. B. 800) Hängeschränke pro Tag herge
stellt werden können.
Die Materialzuschnitte 14 umfassen das Korpus- und Frontmate
rial für die Schränke, wobei zum Korpusmaterial die Kor
pusseiten, die Konstruktionsböden, Einlegeböden, Pfosten und
Rückwände gehören, während zum Frontmaterial wahlweise Dreh
türen und Klappen zu rechnen sind. Die für einen Hängeschrank
jeweils benötigten Materialzuschnitte 14 werden typenweise
vorkommissioniert auf L-förmigen Tragrahmen 13 mittels einer
Hängebahn 12 herangeführt. Die wie ein Sessellift funktionie
rende Hängebahn 12 führt in die Fertigungszelle 11 hinein,
macht dort eine Kehre von 180°, und führt dann wieder aus der
Fertigungszelle 11 hinaus. Der Tragrahmen 13 ist im Bereich
der Kehre mit seiner offenen Seite zur Fertigungszelle 11 hin
orientiert, so daß die Materialzuschnitte 14 leicht und ohne
Behinderung entnommen werden können.
Zur Entnahme der Materialzuschnitte 14 von der Hängebahn 12
und zum weiteren Transport der Materialzuschnitte 14 inner
halb der Fertigungszelle 11 sind zwei frei programmierbare
Roboter 16 und 17 in Form von um mehrere Achsen dreh- und
schwenkbaren Roboterarmen vorgesehen. Die Steuerung und Ener
gieversorgung der Roboter 16, 17 erfolgt über Schaltschränke
15 in der oberen Unterzelle 31. Die Roboter 16 und 17 sind im
vorliegenden Fall vorzugsweise so positioniert, daß sie wahl
weise die Materialzuschnitte 14 aus der Hängebahn 12 ent
nehmen oder andere Verrichtungen durchführen können. Ihre Ar
beitsbereiche überschneiden sich dazu. Es sind im Rahmen der
Erfindung aber selbstverständlich auch andere Positionierun
gen der Roboter 16, 17 denkbar. Die Roboter 16, 17 sind zum
Erfassen der Materialzuschnitte 14 am Ende ihrer Greifarme
beispielsweise mit Saugnäpfen versehen. Der gleiche Greifarm
weist dann auch die entsprechenden Montageeinrichtungen, bei
spielsweise zum Anschrauben von Scharnieren oder Aufhängern,
und eine Greifeinrichtung zum Ergreifen einer zuführbaren
Heftmaschine auf.
Die Materialzuschnitte 14 werden nach vorbereitenden Bearbei
tungsschritten von dem unteren Roboter 17 - der im übrigen
eine höhere Traglast (30 kg) aufweist als der obere Roboter
16 (15 kg) - in einer in der Unterzelle 33 angeordneten End
montagestation 29 automatisch zusammengefügt und in der Sta
tion zum fertigen Hängeschrank verpreßt. Der fertige Hänge
schrank wird dann von der Endmontagestation 29 automatisch
auf das nach draußen führende Ablaufband 30 geschoben und
gelangt darauf dann zur (in den Figuren nicht gezeigten) Kon
trolle und weiter in die automatische Verpackungsanlage.
Die Montage der Materialzuschnitte 14 zum Hängeschrank er
folgt unter Zuhilfenahme von verschiedenen Montagehilfsmit
teln wie Montageplatten, Scharnieren und Leimperlen. Weiter
hin werden für eine bestimmungsgemäße Funktion und Montage
des fertigen Hängeschrankes Aufhänger, Anschläge und Fest
steller benötigt, die ebenfalls in der Fertigungszelle 11 an
gebracht werden. Damit diese Elemente paßgenau an den rich
tigen Stellen der Materialzuschnitte 14 angebracht werden
können, werden die der Hängebahn 12 entnommenen Materialzu
schnitte 14 zunächst nacheinander von den Robotern 16, 17 zu
einer (mit Laser arbeitenden) Vermessungsstation 27 transpor
tiert und dort vermessen, zentriert und koordinatenmäßig er
faßt.
Die vermessenen Materialzuschnitte 14 werden anschließend
Bohrstationen 25, 26 zugeführt, wo sie mit den notwendigen
Bohrungen für die Aufnahme von Leimperlen, Scharnieren und
dgl. versehen werden. Dazu gehört bei den Seitenteilen das
Einbringen aller Flächenbohrungen wie Konstruktions-, Monta
geplatten-, Einlegeboden-, Einlegebodenfeststeller-, Verbin
dungs-, Aufhängebeschlag- und Sonderbohrungen sowie Positi
onsmarkierungen. Bei der Frontenbearbeitung ist dies das Ein
bringen aller Bohrungen für Klappenbeschläge, Türanschlagpuf
fer und dgl. In den Bohrstationen 25, 26 werden den Material
zuschnitten 14 dann von einem der Roboter 16, 17 Montage
platten, Anschläge, rechte und linke Aufhänger gesetzt sowie
einzelne Leimperlen für die spätere Verleimung appliziert. In
einer weiteren Scharnierstation 28 werden die entsprechenden
Materialzuschnitte dann mit Scharnieren und Feststellern ver
sehen. Die so vorbereiteten und bearbeiteten Materialzu
schnitte eines Hängeschrankes werden schließlich nach und
nach vom unteren Roboter 17 in der Endmontagestation 29 - wie
bereits oben erwähnt - zum kompletten Korpus zusammengefügt
und dort sauber, dicht und winklig verpreßt (verleimt). Die
Rückwand wird mit den beiden Seitenwänden anschließend mit
tels eines Hefters automatisch verbunden. Die fertigen
Schränke verlassen die Fertigungszelle 11 stehend auf dem Ab
laufband 30.
Die Zuführung der Montagehilfsmittel zu der Fertigungszelle
erfolgt in Form von Schüttgut über einzelne nebeneinander an
geordnete Zuführeinrichtungen 18, . . ., 24. Jede der Zuführein
richtungen 18, . . ., 24 umfaßt eine von außerhalb der Ferti
gungszelle 11 zugängliche Einfülleinheit (Bunkereinheit)
18a, . . ., 24a und eine daran anschließende, innerhalb der Fer
tigungszelle 11 liegende Zuführeinheit 18b, . . ., 24b, welche die
Montagehilfsmittel in vereinzelter Form zur Entnahme durch
einen der Roboter 16, 17 zur Verfügung stellt. Im vor
liegenden Beispiel werden durch die Zuführeinrichtungen 18
und 21 rechte bzw. linke Aufhänger, durch die Zuführeinrich
tung 19 Anschläge, durch die Zuführeinrichtung 20 Montage
platten, durch die Zuführeinrichtung 22 Leimperlen, und durch
die Zuführeinrichtungen 23 und 24 Scharniere bzw. Feststeller
bereitgestellt.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich beim Bohren von Fronten.
Die Platten werden mit dem Roboter über die Bohreinheiten ge
bracht und dort bewegt und die Bohrer verfahren nicht wie in
der Vergangenheit über der Platte. Vorteilhafterweise gibt es
dabei keine Achsen, die sich zusätzlich im System bewegen,
sondern ausschließlich Robotersysteme.
Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung eine Fertigungsein
richtung, die einfach und modular aufgebaut ist, schnell und
leicht zu montieren ist, sich schnell und flexibel umrüsten
und an unterschiedliche Anforderungen anpassen läßt, und
sich daher auch für kleinere Fertigungsbetriebe und bei häu
fig wechselnden Produkten rationell einsetzen läßt. Der in
nere Aufbau der Fertigungszelle kann dabei auf sehr unter
schiedliche Arten verwirklicht werden. Wesentlich ist, daß
für die Transport- und Montageschritte innerhalb der Zelle
frei programmierbare, flexibel arbeitende Roboter eingesetzt
werden, die mit entsprechend angeordneten Vorbereitungs- und
Montagestationen und Förder- und Zuführeinrichtungen zusam
menarbeiten.
10
Fertigungsvorrichtung
11
Fertigungszelle
12
Hängebahn
13
Tragrahmen (L-förmig)
14
Materialzuschnitt
15
Schaltschrank
16
,
17
Roboter
18
, . . .,
24
Zuführeinrichtung
18
a, . . .,
24
a Einfülleinheit
18
b, . . .,
24
b Zuführeinheit
25
,
26
Bohrstation
27
Vermessungsstation
28
Scharnierstation
29
Endmontagestation
30
Ablaufband
31
,
32
,
33
Unterzelle (Ponton)
34
Zellenhülle
Claims (18)
1. Vorrichtung (10) zur Fertigung von Möbelstücken, welche
aus einer Mehrzahl von Einzelelementen (14) unter Ver
wendung von Montagehilfsmitteln zusammengebaut werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigungsvorrichtung
(10) eine Fertigungszelle (11) umfaßt, welche mit einer
ersten Fördereinrichtung (12) zur Zuführung der Einzele
lemente (14), Zuführeinrichtungen (18, . . ., 24; 18a, . . ., 24a;
18b, . . ., 24b) zur Zuführung der Montagehilfsmittel, und
einer zweiten Fördereinrichtung (30) zum Abtransport der
fertig zusammengebauten Möbelstücke in Verbindung steht,
daß innerhalb der Fertigungszelle (11) Stationen
(25, . . ., 28) zum Vorbereiten der Einzelelemente (14) für
den Zusammenbau und eine Endmontagestation (29) für den
Zusammenbau der vorbereiteten Einzelelemente (14) zum
fertigen Möbelstück unter Verwendung der Montage
hilfsmittel vorgesehen sind, und daß innerhalb der Fer
tigungszelle (11) wenigstens ein frei programmierbarer
Roboter (16, 17) vorhanden ist, welcher die Einzelele
mente (14) zwischen den verschiedenen Stationen
(25, . . ., 29) hin- und hertransportiert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der wenigstens eine Roboter (16, 17) auch zum Anbringen
der Montagehilfsmittel an den Einzelelementen (14) vor
gesehen ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Fertigungszelle (11) wenig
stens zwei frei programmierbare Roboter (16, 17) vorhan
den sind, welche jeweils einen Teil der für den Zusam
menbau der Möbelstücke notwendigen Handlungsabläufe
übernehmen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der bzw. die Roboter (16, 17) als um
mehrere Achsen dreh- und schwenkbare Roboterarme ausge
bildet sind, und daß die verschiedenen Stationen
(25, . . ., 29), die erste Fördereinrichtung (12) und die Zu
führeinrichtungen (18, . . ., 24) so angeordnet sind, daß sie
innerhalb der Fertigungszelle (11) im Schwenkbereich der
Roboterarme liegen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelelemente als Materialzu
schnitte (14) ausgebildet sind, und daß die ersten För
dereinrichtung eine Hängebahn (12) umfaßt, welche durch
die Fertigungszelle (11) so hindurchgeführt ist, daß der
bzw. die Roboter (16, 17) die Materialzuschnitte (14)
innerhalb der Fertigungszelle (11) aus der Hängebahn
(12) entnehmen können.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtungen (18, . . ., 24)
jeweils eine von außerhalb der Fertigungszelle (11)
füllbare Einfülleinheit (18a, . . ., 24a) und eine innerhalb
der Fertigungszelle (11) angeordnete Zuführeinheit
(18b, . . ., 24b) umfassen, welche Zuführeinheit (18b, . . ., 24b)
die jeweiligen Montagehilfsmittel einzeln für die Ent
nahme durch den bzw. die Roboter (16, 17) zur Verfügung
stellen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stationen zum Vorbereiten der
Einzelelemente (14) eine Vermessungsstation (27) umfas
sen, in welcher die Einzelelemente (14) für die weitere
Bearbeitung einzeln vermessen werden.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Endmontagestation (29) direkt
mit der zweiten Fördereinrichtung (30) zusammenwirkt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fertigungszelle (11) aus mehre
ren Unterzellen (31, . . ., 33) zusammengesetzt ist, in wel
chen Unterzellen (31, . . ., 33) jeweils einige der Stationen
(25, . . ., 29) und Roboter (16, 17) vormontiert angeordnet
sind, und daß die Unterzellen (31, . . ., 33) zur Energiever
sorgung und zum Datenaustausch untereinander durch ein
Steckersystem verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bohren von Möbelteilen, insbe
sondere von Frontteilen so durchgeführt wird, daß die
Möbelteile mit dem Roboter über die Bohreinheit gebracht
und dort zum Einbringen der Bohrung(en) bewegt werden.
11. Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken, welche aus ei
ner Mehrzahl von Einzelelementen (14) unter Verwendung
von Montagehilfsmitteln zusammengebaut werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (14) mittels ei
ner ersten Fördereinrichtung (12) einer Fertigungszelle
(11) zugeführt werden, daß die Einzelelemente (14) in
nerhalb der Fertigungszelle (11) von wenigstens einem
frei programmierbaren Roboter (16, 17) aus der ersten
Fördereinrichtung (12) entnommen und nacheinander ver
schiedenen Stationen (25, . . ., 29) zugeführt und in den
Stationen (25, . . ., 29) für den Zusammenbau vorbereitet und
anschließend zum fertigen Möbelstück zusammengebaut
werden, und daß die fertigen Möbelstücke mittels einer
zweiten Fördereinrichtung (30) aus der Fertigungszelle
(11) heraustransportiert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
für den Zusammenbau der Einzelelemente (14) Montage
hilfsmittel verwendet werden, und daß die Montagehilfs
mittel der Fertigungszelle (11) einzeln zugeführt und
von dem wenigstens einen Roboter (16, 17) zu den Vorbe
reitungsstationen (25, . . ., 28) transportiert und dort mit
den Einzelelementen (14) verbunden werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (14) in der Fer
tigungszelle (11) vor einer weiteren Bearbeitung zu
nächst vermessen werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zusammenbau der Einzelelemente
(14) zu den fertigen Möbelstücken in einer Endmontage
station (29) durchgeführt wird, und daß die fertig zu
sammengebauten Möbelstücke von der Endstation (29)
selbsttätig zur zweiten Fördereinrichtung (30) transpor
tiert werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (14) durch we
nigstens zwei frei programmierbare Roboter (16, 17)
wechselseitig aus der ersten Fördereinrichtung (12) ent
nommen und zwischen den einzelnen Stationen (25, . . ., 29)
hin- und hertransportiert werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß als Roboter (16, 17) dreh- und
schwenkbare Roboterarme verwendet werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der bzw. die Roboter (16, 17) voll
automatisch gesteuert sind, und daß der Fertigungsablauf
in der Fertigungszelle (11) vollautomatisch erfolgt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bohren von Möbelteilen, insbe
sondere von Frontteilen so durchgeführt wird, daß die
Möbelteile mit dem Roboter über die Bohreinheit gebracht
und dort zum Einbringen der Bohrung(en) bewegt werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996154292 DE19654292A1 (de) | 1996-12-27 | 1996-12-27 | Vorrichtung sowie Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken |
| AU62917/98A AU6291798A (en) | 1996-12-27 | 1997-12-29 | Process and device for manufacturing pieces of furniture |
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| DE1996154292 DE19654292A1 (de) | 1996-12-27 | 1996-12-27 | Vorrichtung sowie Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996154292 Withdrawn DE19654292A1 (de) | 1996-12-27 | 1996-12-27 | Vorrichtung sowie Verfahren zur Fertigung von Möbelstücken |
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