DE19653328A1 - Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer Bauschuttmischung - Google Patents
Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer BauschuttmischungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vor
richtung zum Trennen einer Materialmischung aus
Materialien mit unterschiedlichem spezifischem Gewicht
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE 41 40 584 A1
bekannt. Bei dieser Vorrichtung ist im Übergangsbereich
zwischen der Zuführeinrichtung und der Trennvorrichtung
eine Luftblaseinrichtung vorgesehen. Mit Hilfe des
Luftstroms werden einerseits die relativ leichteren
Mischungsbestandteile zu einer sogenannten Sichtein
richtung hingeblasen, während die schwereren Mischungs
bestandteile vor der Sichteinrichtung am Luftstrom vor
bei auf ein Förderband fallen.
Die mit der bekannten Sichteinrichtung getrennten Mate
rialien werden somit für einen eventuell anschließenden
Recyclingprozeß in dem Zustand gewonnen, in dem sie von
der Zuführeinrichtung zugefördert werden. Bei vielen
Recyclingprozessen, und dies gilt insbesondere in Ver
bindung mit der Gewinnung beziehungsweise Wiederauf
bereitung von Bauschutt, d. h. gebrochenen Baurest
massen, ergibt sich dann ein Problem, wenn die getrenn
ten Mischungsbestandteile mit Materialien befrachtet
sind, die einer bautechnischen Zulassung des Recyclats
entgegenstehen. Dabei handelt es sich insbesondere um
organisch und nicht witterungsbeständige Anbackungen
beziehungsweise Anlagerungen; darüberhinaus haftet an
den schwereren und größeren Mischungsbestandteilen
unter Umständen auch Sand und Staub an, so daß sich bei
der Wiederverwertung Verfälschungen in der Rezeptur er
geben können.
Zwar ist bereits prinzipiell auch die Naßaufbereitung
von Bauschutt bekannt; jedoch weisen die bekannten An
lagen und Einrichtungen im Hinblick auf den Wasserver
brauch, die spezifische Durchsatzleistung und ihr Be
triebsverhalten im allgemeinen keineswegs optimale
Eigenschaften auf:
Bekannt ist beispielsweise ein HYDROBANDSCHEIDER, bei dem die unterschiedliche Reibkraft der Stoffe in Filmströmungen zur Sortierung ausgenutzt wird. Ferner ist ein SCHNECKENAUFSTROMSORTIERER bekannt, bei dem die Sortierung beziehungsweise Trennung nach der Endfallgeschwindigkeit der Mischungsbe standteile in einem aufsteigenden Wasserstrom er folgt.
Bekannt ist beispielsweise ein HYDROBANDSCHEIDER, bei dem die unterschiedliche Reibkraft der Stoffe in Filmströmungen zur Sortierung ausgenutzt wird. Ferner ist ein SCHNECKENAUFSTROMSORTIERER bekannt, bei dem die Sortierung beziehungsweise Trennung nach der Endfallgeschwindigkeit der Mischungsbe standteile in einem aufsteigenden Wasserstrom er folgt.
Bei diesen bekannten Einrichtungen ist einerseits
die Trennschärfe der Mischungsbestandteile ungenü
gend und andererseits ist der Verbrauch an Prozeß
wasser relativ hoch und insbesondere unkon
trolliert.
Die grundsätzliche Aufgabenstellung für einen soge
nannten Naßsichter ist darin zu sehen, daß die verun
reinigten Materialmischungen, wie zum Beispiel Bau
schutt und Baumischabfälle, so gereinigt werden, daß
die gesichteten Materialien dem Naturprodukt letztlich
gleichzusetzen sind.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Auf
gabe besteht darin, eine Trenn- beziehungsweise Sor
tiereinrichtung der gattungsgemäßen Art anzugeben, bei
der gleichzeitig mit einem dichteabhängigen Trennvor
gang ein Waschvorgang durchgeführt wird, so daß die
schwereren Mischungsbestandteile sauber gereinigt abge
fördert werden können und wobei der Wasserverbrauch und
die Durchsatzleistung den ökologisch-ökonomischen An
forderungen entsprechen.
Diese Aufgabe wird im Prinzip durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Mit anderen als im Patentanspruch 1 gebrauchten Worten
besteht der Kern der vorliegenden Erfindung darin, daß
eine Trennvorrichtung der gattungsgemäßen Art dahin
gehend weiter gebildet wird, daß der Luftstrom zum
Trennen der Mischungsbestandteile durch einen Flüssig
keitsstrom, insbesondere einen Wasserstrahl, ersetzt
wird, der die schwereren Mischungsbestandteile beim
Durchfallen wäscht und der die leichteren Mischungs
bestandteile wegspült und in die Fraktionen wiederver
wendbarer Sand und zu deponierende Leicht-/Abfall
stoffe trennt. Ein besonderer Vorteil im Hinblick auf
die Verwendung von Wasser als Trennmedium ist noch
darin zu sehen, daß ein größeres Kornspektrum aufbe
reitet werden kann.
Die Flüssigkeitseinströmvorrichtung besteht dabei aus
einer Mehrzahl nebeneinander angeordneter Rohrelemente,
die insbesondere ausgangsseitig rechteckig verformt
sind, so daß eine optimale Strömungsqualität bezie
hungsweise eine optimaler Strömungsquerschnitt über die
Breite der nebeneinander angeordneten und somit als
Breitschlitzdüse wirkenden Rohrelemente entsteht.
Die Flüssigkeitseinströmvorrichtung ist dabei winkel
mäßig, gegebenenfalls auch höhenmäßig einstellbar, so
daß sie den aktuellen Mischungen anpaßbar ist. Grund
sätzlich wird der Flüssigkeitsstrom über ein Wehr ge
lenkt, das gleichermaßen winkel- und höhenmäßig ver
stellbar sowie seitlich verschiebbar ausgebildet ist.
Um optimale Arbeitsbedingungen für die Flüssigkeitsein
strömvorrichtung zu erhalten, ist eine Druck- und
Mengenregelung vorgesehen; um auch bereits im Zulauf
der Flüssigkeitseinströmvorrichtung optimale Be
dingungen zu schaffen, sind die Rohrelemente an einen
Verteilerbehälter angeschlossen, dem wiederum ein Aus
gleichsbehälter vorgeschaltet ist.
Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrich
tung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche, wobei
insoweit anzumerken ist, daß der Wasserverbrauch auf
grund des in sich geschlossenen Gesamtsystems minimiert
ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1A/B/C eine Gesamtdarstellung einer Vorrichtung
zum Trennen einer Materialmischung in
Vorderansicht (Fig. 1A), Seitenansicht
(Fig. 1B) und Aufsicht (Fig. 1C);
Fig. 2 eine Flüssigkeitseinströmvorrichtung gemäß
der in Anlage nach Fig. 1 gezeigten Art und
zwar in Seitensicht (entsprechend Vorderan
sicht Fig. 1A) und in Aufsicht (entspre
chend Aufsicht Fig. 1C), sowie in Detail
darstellung gemäß der Schnitt-/Ansichts
linie A-A.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Trennen
einer Materialmischung wird im folgenden in Verbindung
mit ihrer Arbeitsweise beziehungsweise bestimmungsge
mäßen Funktion erläutert.
Eine zu trennende beziehungsweise nach Schwer- und
Leichtstoffen zu separierende Materialmischung wird mit
Hilfe eines Förderbands 1 oder dergleichen zugeführt.
Vom Förderband 1 wird diese (zum Teil noch ungleich
mäßig verteilte) Materialmischung einer Förder- bezie
hungsweise Schwingrinne 2 zugeführt, wo die Materialmi
schung vergleichmäßigt wird. Von der Schwingrinne 2
fällt dann die aufgelockerte und vergleichmäßigte
Materialmischung in Richtung zu einer Flüssigkeits
einströmvorrichtung 4 (Pfeil m) wobei ein Schutzblech
oder gegebenenfalls eine Rutsche 3 vorgesehen ist die
das Material in gewisser Beziehung zwangsführt.
Die Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 besteht aus einer
Mehrzahl (zwecks Bildung einer Art Breitschlitzdüse)
nebeneinander angeordneter, fest miteinander verbunde
ner Rohrelemente 5, die vorzugsweise ausgangsseitig
rechteckig insbesondere quadratisch verformt sind und
so ein geschlossenes homogenes Strömungsprofil gewähr
leisten. Die Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 bezie
hungsweise die Rohrelemente 5 sind relativ zum Schutz
blech beziehungsweise zur Rutsche 3 so ausgerichtet,
daß eine schräg gegen den Materialstrom gerichtete
Flüssigkeitsströmung entsteht (vergleiche Pfeil X). Der
Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 beziehungsweise der
Flüssigkeitsströmung ist ein insbesondere höhen-, win
kel- und seitenverschiebbares Wehr 6 mit einer Über
laufschwelle 7 zu- beziehungsweise nachgeordnet, über
das hinweg die zuströmende Flüssigkeit fließt.
Funktional betrachtet geschieht dabei folgendes: Die
von der Schwingrinne 2 abfallende Materialmischung
fällt gegen die Flüssigkeitsströmung und wird in
schwere und leichte Mischungsbestandteile separiert,
d. h. die schwereren Bestandteile fallen durch die
Flüssigkeitsströmung hindurch und die leichteren Be
standteile werden mit der Flüssigkeitsströmung über das
Wehr 6 und die Überlaufschwelle 7 hinweg abgeschwemmt.
Damit wird einerseits erreicht, daß die schwereren
(wieder zu verwertenden) Teile gewaschen werden und es
wird andererseits erreicht, daß die leichteren und die
abgewaschenen Mischungsbestandteile beziehungsweise
-partikel getrennt abgefördert werden (können).
Bezugnehmend auf die in Fig. 1 dargestellte Anlage und
die vorstehende Funktionsbeschreibung ist diese Anlage
konstruktiv wie folgt ausgebildet:
Unterhalb der Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 ist eine Fördereinrichtung, insbesondere ein Bandför derer 8, angeordnet, der die durch die Flüssig keitsströmung fallenden (vergleiche Pfeil Y) gewa schenen schwereren Mischungsbestandteile aufnimmt und (vergleiche Fig. 1B/1C) zu einem Haufenlager 9 transportiert. Dieser Bandförderer 8 zur Abfüh rung des Produkts ist insbesondere als schräg ange ordnetes, langsam laufendes Förderband realisiert, von dem das Fertigprodukt endseitig auf das Haufen lager 9 abfällt. Der Bandförderer 8 ist selbstver ständlich insoweit hermetisch, beispielsweise durch eine - nicht explizit dargestellte - Wand, seitlich nach außen abgeschottet, als die zufließende Flüssigkeit aufgefangen werden muß.
Unterhalb der Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 ist eine Fördereinrichtung, insbesondere ein Bandför derer 8, angeordnet, der die durch die Flüssig keitsströmung fallenden (vergleiche Pfeil Y) gewa schenen schwereren Mischungsbestandteile aufnimmt und (vergleiche Fig. 1B/1C) zu einem Haufenlager 9 transportiert. Dieser Bandförderer 8 zur Abfüh rung des Produkts ist insbesondere als schräg ange ordnetes, langsam laufendes Förderband realisiert, von dem das Fertigprodukt endseitig auf das Haufen lager 9 abfällt. Der Bandförderer 8 ist selbstver ständlich insoweit hermetisch, beispielsweise durch eine - nicht explizit dargestellte - Wand, seitlich nach außen abgeschottet, als die zufließende Flüssigkeit aufgefangen werden muß.
Seitlich an die Überlaufschwelle 7 des Wehrs 6,
d. h. in Fließrichtung der Flüssigkeit betrachtet,
schließt eine Entwässerungssiebmaschine 10 an, über
die die Flüssigkeitsströmung X mit den leichteren
Mischungsbestandteilen als Fracht hinwegfließt
(vergleiche Pfeil Z). Die Entwässerungsmaschine 10
besteht im Prinzip aus einem Siebgeflecht, durch
welches die Flüssigkeit zusammen mit den klein
körnigen Mischungsbestandteilen, d. h. zum Beispiel
zusammen mit dem Sandanteil der Baustoffmischung
hindurch austritt. Die Mischungsbestandteile die
zwar aufgrund ihrer geringeren Dichte mit der
Flüssigkeitsströmung mitgeführt wurden, aber nicht
durch das Sieb der Entwässerungsmaschine 10 passen
beziehungsweise fallen, werden seitlich abgefördert
und fallen letztlich als zu deponierender Abfall
(Müll) in ein Sammelbehältnis, beispielsweise einen
Container 11.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung zum Trennen von
Materialmischungen erfüllt die der vorliegenden Erfin
dung zugrunde liegende Aufgabe insoweit, als die aufzu
bereitende Materialmischung in relativ schwere und
relativ leichte Mischungsbestandteile separiert wird
und dabei das relativ schwere, wiederzuverwertende
Recyclat gewaschen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
auch den mit der Flüssigkeitsströmung X ausgetragenen
Sand so aufzubereiten, daß er - wie ein Naturprodukt -
wieder zu verwenden ist. Zu diesem Zweck ist der Ent
wässerungssiebmaschine 10 eine an sich bekannte Sand
rückgewinnungseinrichtung 12 nachgeordnet, der das
Sand-/Flüssigkeitsgemisch über eine Zuleitung 13 zu
geführt wird. In dieser Sandrückgewinnungseinrichtung
12 wird das zugeführte Gemisch in einem mehrstufigen
Wasch-/Trennvorgang behandelt, so daß schließlich
wieder verwertbarer Sand, beispielsweise über eine
Förderschnecke 14, abgezogen werden kann. Der Sandrück
gewinnungseinrichtung 12 ist darüberhinaus ebenfalls
ein Sammelbehältnis 15 für die ausgesonderten, nicht
brauchbaren Anteile, wie zum Beispiel Schlamm oder
dergleichen, zugeordnet.
Im Hinblick auf die eingangs angesprochene Problematik
mit dem Wasserverbrauch ist mit Bezugnahme auf die Dar
stellung nach Fig. 1 folgendes anzumerken: Der gesamte
Flüssigkeitskreislauf ist in sich geschlossen und geht
von einem zentralen Tank 16 aus. Von diesem Tank 16
wird die Prozeßflüssigkeit 17 zur Flüssigkeitseinström
vorrichtung 4 gepumpt (vergleiche Pumpe 18). Die aus
den Rohrelementen 5 austretende und der Wanne für den
Bandförderer 8, der Entwässerungssiebmaschine 10 und
der Sandrückgewinnungseinrichtung 12 zufließende
Flüssigkeit wird über ein integriertes Rohrleitungs
system in den Tank 16 zurückgeleitet. Im Hinblick
darauf, daß jedoch an den recycelten Mischungsbestand
teilen Flüssigkeit gebunden bleibt, die für die Gesamt
menge Prozeßflüssigkeit verlorengeht, ist dem Tank 16
eine - nicht dargestellte - Flüssigkeitsmengen-Regel
einheit zugeordnet, über die die Flüssigkeits-Minder
menge ausgeglichen wird. Die Pumpe 18 selbst ist dabei
vorzugsweise in Abhängigkeit von der Menge und der Ge
schwindigkeit der Prozeßflüssigkeit regelbar.
Zur Verarbeitung unterschiedlicher Materialmischungen
und damit zur Optimierung der Arbeitsparameter an diese
unterschiedlichen Materialmischungen ist vorgesehen,
die Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4, sowie das Wehr 6
verstellbar zu integrieren und zwar insoweit, als der
Strömungswinkel der Flüssigkeitsströmung und die Nei
gung des Wehrs 6 variabel sind. Grundsätzlich ist es
auch denkbar, die Austrittsfläche der Flüssigkeitsein
strömvorrichtung 4, sowie die Position des Wehrs 6 be
züglich der vertikalen Positionierung einstellbar zu
gestalten; das Wehr 6 ist auch seitlich verschiebbar.
Angesichts dessen, daß die Trennschärfe für die sepa
rierten Mischungsbestandteile unmittelbar von der Aus
trittsgeschwindigkeit der Flüssigkeit an der Flüssig
keitseinströmvorrichtung 4 abhängt, ist - wie bereits
erwähnt - vorgesehen, die Pumpe 18 druck- und
mengenregelbar zu konzipieren.
Die Flüssigkeitseinströmvorrichtung 4 wird im Detail
anhand von Fig. 2 erläutert. Sie besteht - wie bereits
erwähnt - aus einer Mehrzahl (hier vier) von parallel
nebeneinander angeordneten, relativ zueinander fixier
ten Rohrelementen 5. Diese Rohrelemente 5 werden über
einen gemeinsamen Verteilerbehälter 20 mit Flüssigkeit
versorgt, der seinerseits über die Rohrleitung 17 be
ziehungsweise die Pumpe 18 mit Flüssigkeit versorgt
wird. Zur Homogenisierung der Strömungsverhältnisse und
zur Vergleichmäßigung der Druckverhältnisse ist dem
Verteilerbehälter 20 ein Ausgleichsbehälter 21 vorge
ordnet (vergleiche hierzu Detaildarstellung A-A). Die
Rohrelemente 5 weisen je für sich einen Durchflußmesser
22 und ein Manometer 23 mit einer Regelklappe 24 auf,
so daß das Flüssigkeitsprofil am Ausgang der Rohrele
mente 5 (im Übergangsbereich zwischen der Zuführein
richtung in Form der Rutsche 3 und der Trennvorrich
tung) optimal eingestellt werden kann. Der aus den
Rohrelementen 5 bestehende beziehungsweise vorgefertig
te Bausatz wird im Aufbaugestell für die erfindungsge
mäße Trennvorrichtung ortsfest montiert, wobei im Ver
lauf der Rohrelemente 5, und zwar am Übergang von der
horizontalen Ausrichtung zur aufwärts gerichteten Aus
richtung, jedoch eine Schlauchstück 25 eingeführt ist,
um die Flüssigkeitsaustrittsfläche der Flüssigkeitsein
strömvorrichtung 4 den aktuellen Arbeitsbedingungen
entsprechend optimal einstellen zu können.
Im Hinblick auf diese Flüssigkeitsaustrittsfläche sei
noch angemerkt, daß die Rohrelemente 5 ausgangsseitig
so rechteckig verformt sind, daß über die bündig neben
einander angeordneten Rechteckquerschnitte eine breit
schlitzförmige Flüssigkeitsaustrittsfläche entsteht,
womit ein wirklich homogenes Flüssigkeitsströmungs
profil erreicht wird.
Aus der Darstellung nach Fig. 2 ist insbesondere auch
zu ersehen, wie das zu trennende Material der Flüssig
keitseinströmvorrichtung 4 zugeführt und hier separiert
wird, wobei die leichteren Bestanateile (Pfeil Z) über
das Wehr 6 geschwemmt werden, während die schwereren
Bestandteile (Pfeil Y) durch die Flüssigkeitsströmung
(Pfeil X) fallen.
Abschließend sei noch angemerkt daß als Prozeß
beziehungsweise Trennflüssigkeit vorzugsweise Wasser
verwendet wird.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung aus
Materialien mit unterschiedlichem spezifischen Ge
wicht, insbesondere zum Trennen einer Bauschutt
mischung,
mit einer Zuführeinrichtung zum Zuführen der Ma terialmischung zu einer Trennvorrichtung, wobei ein erster Teil der Trennvorrichtung die schweren und ein zweiter Teil der Trennvorrichtung die leichten Mischungsbestandteile wegführt,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Übergangsbereich zwischen der Zuführeinrich tung und der Trennvorrichtung eine Flüssigkeitsein strömvorrichtung (4) vorgesehen ist,
an der vorbei die schweren Mischungsbestandteile (Y) in den ersten Teil (vergleiche 8) der Trennvor richtung fallen, und
mit der eine schräg aufwärts gerichtete Flüssig keitsströmung (X) erzeugt wird, mittels der die leichten Mischungsbestandteile (Z), wie Leicht stoffe und die von den schweren Mischungsbestand teilen abgewaschenen kleinkörnigen Materialien, wie zum Beispiel Sand oder dergleichen, über ein Wehr (6) hinweg zum zweiten Teil (vergleiche 10) der Trennvorrichtung hin transportiert werden.
mit einer Zuführeinrichtung zum Zuführen der Ma terialmischung zu einer Trennvorrichtung, wobei ein erster Teil der Trennvorrichtung die schweren und ein zweiter Teil der Trennvorrichtung die leichten Mischungsbestandteile wegführt,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Übergangsbereich zwischen der Zuführeinrich tung und der Trennvorrichtung eine Flüssigkeitsein strömvorrichtung (4) vorgesehen ist,
an der vorbei die schweren Mischungsbestandteile (Y) in den ersten Teil (vergleiche 8) der Trennvor richtung fallen, und
mit der eine schräg aufwärts gerichtete Flüssig keitsströmung (X) erzeugt wird, mittels der die leichten Mischungsbestandteile (Z), wie Leicht stoffe und die von den schweren Mischungsbestand teilen abgewaschenen kleinkörnigen Materialien, wie zum Beispiel Sand oder dergleichen, über ein Wehr (6) hinweg zum zweiten Teil (vergleiche 10) der Trennvorrichtung hin transportiert werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4) aus
einer Mehrzahl nebeneinander angeordneter Rohr
elemente (5) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrelemente (5) ausgangsseitig rechteckig
insbesondere quadratisch verformt und unmittelbar
miteinander zu einem Rechteck verbunden sind, so
daß eine homogene Flüssigkeitsaustrittsfläche ent
steht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4) winkel- und
gegebenenfalls höhenmäßig einstellbar angeord
net ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wehr (6) winkel- und höhenmäßig einstell
bar, sowie seitenverstellbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4) und das
Wehr (6) relativ zueinander so dimensioniert und
angeordnet sind, daß die gesamte Flüssigkeitsströ
mung (X) schräg über das Wehr hinweg gerichtet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4) druck- und
mengenregelbar ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4)
eingangsseitig mit einem Verteilerbehälter (20)
verbunden ist, dem zur Vergleichmäßigung der
Flüssigkeitsströmung ein Ausgleichsbehälter (21)
vorgeschaltet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
mit einem Förderband oder dergleichen zur Zuführung
der Materialmischung und einer Förderrinne
(Schwingförderer) zur Vergleichmäßigung der
Materialmischung,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Leitblech beziehungsweise eine Rutsche (3)
oder dergleichen vorgesehen ist, über die die
Materialmischung von der Förderrinne (2) zur
Flüssigkeitseinströmvorrichtung (4) gelangt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Teil der Trennvorrichtung ein in
einer Wanne bewegter Bandförderer (8), insbesondere
Schrägförderer ist, über den die separierten schwe
ren Mischungsbestandteile einem Haufenlager (9) zu
geführt werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Teil der Trennvorrichtung eine Ent
wässerungssiebmaschine (10) ist, in der leichte
Mischungsbestandteile (Leichtstoffe) von kleinkör
nigem Material, wie Sand oder dergleichen, und
Flüssigkeit getrennt werden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Entwässerungssiebmaschine (10) eine Sand
rückgewinnungseinrichtung (12) nachgeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Entwässerungssiebmaschine (10) ein Behält
nis, insbesondere ein Container (11) zur Aufnahme
der Leichtstoffe nachgeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zentraler Tank (16) für die Prozeßflüssig
keit vorgesehen ist, der einerseits über eine ins
besondere mengen- und geschwindigkeitsabhängig
regelbare Pumpe (18) die Flüssigkeitseinströmvor
richtung (4) mit Flüssigkeit versorgt und der
andererseits funktional mit der Entwässerungssieb
maschine (10), der Sandrückgewinnungseinrichtung
(12) und der Wanne des Bandförderers (8) für die
schweren Mischungsbestandteile gekoppelt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Flüssigkeitsmengen-Regeleinheit vorgesehen
ist, über die die mit dem ausgesonderten Material
abgeführte Flüssigkeit kompensiert wird.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Flüssigkeit Wasser verwendet wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996153328 DE19653328A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer Bauschuttmischung |
| EP97121222A EP0848997A3 (de) | 1996-12-20 | 1997-12-03 | Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer Bauschuttmischung |
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|---|---|---|---|
| DE1996153328 DE19653328A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer Bauschuttmischung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19653328A1 true DE19653328A1 (de) | 1998-06-25 |
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Family Applications (1)
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| DE1996153328 Ceased DE19653328A1 (de) | 1996-12-20 | 1996-12-20 | Vorrichtung zum Trennen einer Materialmischung, insbesondere einer Bauschuttmischung |
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| Country | Link |
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| EP (1) | EP0848997A3 (de) |
| DE (1) | DE19653328A1 (de) |
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