DE19651697A1 - Befestigungselement mit Spreizelement - Google Patents
Befestigungselement mit SpreizelementInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16B13/00—Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose
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Description
Die Erfindung betrifft ein Befestigungselement mit am hinteren Ende angeordnetem
Haltemittel zur Befestigung eines Gegenstandes an einem Bauteil gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE 44 33 918 A1 ist ein Befestigungselement bekannt, das im Bereich seiner
vorderen Stirnseite einen Spreizbereich hat, der durch einen Längsschlitz und einem auf
der Grundfläche des Längsschlitzes verschiebbar aufsitzenden Spreizelement gebildet
ist. Das Spreizelement liegt auf der zum vorderen Stirnende ansteigenden Grundfläche
des Längsschlitzes auf, wobei die mit Zähnen versehene Außenfläche des
Spreizelementes den Schaft des Befestigungselementes radial überragt. Tritt nach dem
Verankern des bekannten Befestigungselementes durch Rißbildung eine
Bohrlocherweiterung ein, verschiebt sich der Schaft des Befestigungselementes
aufgrund einer an ihm angreifenden Zuglast gegenüber dem in der Wandung des
Bohrloches festsitzenden Spreizelement, so daß durch die zum vorderen Stirnende
ansteigende Grundfläche des Längsschlitzes die Bohrlocherweiterung ausgeglichen
wird. Das bekannte Befestigungselement ist daher für eine Verwendung in der Zugzone
geeignet, bei der durch Rißbildung Bohrlocherweiterungen eintreten können.
Beim Eintreiben des bekannten Befestigungselementes in ein Bohrloch eines Bauteils
muß sich das Spreizelement zur Vermeidung einer Vorspreizung am Schaft des
Befestigungselementes abstützen. Zu diesem Zweck ist die zum hinteren Stirnende des
Befestigungselementes weisende Begrenzung des Längsschlitzes als quer zur
Längsachse stehende Anschlagfläche ausgebildet. Dadurch ist zum einen für das
Einbringen des Längsschlitzes in den Schaft ein aufwendiges Fertigungsverfahren
erforderlich, und zum anderen erfährt der Schaft des Befestigungselementes im Bereich
der Anschlagfläche durch Kerbwirkung und entsprechende Tiefe des Längsschlitzes
eine Schwächung, die zu einer Reduzierung des Haltewertes des bekannten
Befestigungselementes führt. Ferner wird beim Eintreiben des Befestigungselementes
durch die vordere und innerhalb des Längsschlitzes sich befindende Stirnkante des
Spreizelementes Bohrmehl von der Wandung des Bohrloches abgeschabt, das in den
Längsschlitz eindringt und das Spreizelement im Längsschlitz derart verklemmen kann,
daß die Verschiebbarkeit und damit das Nachspreizen bei einer Bohrlocherweiterung
durch Rißbildung nicht mehr gewährleistet oder beeinträchtigt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Befestigungselement in der
Weise zu verbessern, daß es einfacher und kostengünstiger herstellbar ist und ein
sicheres Nachspreizen bei Bohrlocherweiterungen durch Rißbildung erreicht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
erreicht. Durch den kreisbogenförmigen Auslauf der Grundfläche des Längsschlitzes und
der Auflagefläche des Spreizelementes werden Kanten vermieden, die das Gleiten des
Spreizelementes behindern könnten. Die Herstellung des Längsschlitzes kann nun
vorteilhafterweise durch einen Scheibenfräser erfolgen, dessen Radius dem Radius des
Auslaufes entspricht.
Um zu verhindern, daß sich das Spreizelement beim Eintreiben des
Befestigungselementes in das Bohrloch in Richtung zum hinteren Stirnende hin
verschiebt und damit eine Vorspreizung auslöst, weist das Spreizelement einen
Anschlag auf, der am vorderen Stirnende des Befestigungselementes anliegt. Durch
diese Gestaltung liegt die Schabkante außerhalb des Längsschlitzes, so daß kein oder
nur geringe Mengen Bohrmehl beim Eintreiben des Befestigungselementes in den
Längsschlitz eindringt und unter Umständen das Spreizelement im Längsschlitz verkeilt.
Durch die Abstützung des Spreizelementes über den an der vorderen Stirnseite des
Befestigungselementes anliegenden Anschlag wird ferner eine Stauchung des
Spreizelementes beim Eintreiben in das Bohrloch vermieden, was einen höheren
Eintreibwiderstand verursachen würde.
Zur besseren Verkrallung des Spreizelementes in der Wandung des Bohrloches kann
die Außenfläche des Spreizelementes mit Zähnen versehen sein, die den Schaft radial
überragen.
Über ein verschiebbares Halteelement, beispielsweise einen Kunststoffclip, wird das
Spreizelement im Längsschlitz festgehalten, um ein unbeabsichtigtes Herausfallen des
Spreizelementes aus dem Längsschlitz zu vermeiden. Der Kunststoffclip umgreift mit
seinen beiden Schenkeln geringfügig den Halbkreisquerschnitt des Schaftes, so daß
über die Schenkel die Haltefunktion für das Spreizelement erreicht wird. Um ein
Verdrehen des Halteelementes auf dem Schaft zu verhindern, ist in weiterer
Ausgestaltung im Zenit des Kunststoffclips und an seiner Innenfläche eine das
Spreizelement umfassende Längsnut angeordnet.
Um die leichte Verschiebbarkeit des Spreizelementes auch bei Extrembedingungen
sicherzustellen, kann auf der Grundfläche des Längsschlitzes und/oder auf der
Auflagefläche des Spreizelementes ein Gleitmittel aufgebracht sein.
Gute Gleiteigenschaften sind auch dadurch erreichbar, daß das Spreizelement aus
einem härteren Werkstoff als der Schaft besteht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 das Befestigungselement mit in einem Längsschlitz einliegendem
Spreizelement,
Fig. 2 einen Querschnitt des Befestigungselementes im Bereich des
Halteelementes entsprechend der Schnittlinie A-A
Fig. 3 einen Teillängsschnitt des Befestigungselementes von Fig. 1, und
Fig. 4 das im Bohrloch verankerte Befestigungselement.
Das in Fig. 1 bis 3 dargestellte Befestigungselement 1 hat einen Schaft 2 mit einem
Außengewinde 3 am hinteren Ende 4 und einen Spreizbereich, der durch einen
Längsschlitz 5 und einem in diesem Längsschlitz ein liegenden Spreizelement 7 gebildet
ist. Die Grundfläche 6 des Längsschlitzes 5 sowie die Auflagefläche des
Spreizelementes 7 weisen einen kreisbogenförmigen Auslauf aus. Der vordere Bereich
des Spreizelementes 7 ist zur Bildung des Anschlages 10 hakenförmig ausgebildet und
liegt am vorderen Stirnende 11 des Befestigungselementes 1 an. Das in dem
Längsschlitz 5 einliegende Spreizelement 7 wird durch ein verschiebbares Halteelement
12 gehalten. Das Halteelement 12 ist als Kunststoffclip ausgebildet, dessen Schenkel
den Schaft 2 des Befestigungselementes über den Halbkreisquerschnitt hinaus
umgreifen. Zur Arretierung des Clips gegen Verdrehen weist dieser eine den Überstand
des Spreizelementes 7 umfassende Längsnut 19 auf.
Das Spreizelement 7 weist an seiner Außenfläche sägezahnförmig ausgebildete Zähne
8 auf. Die Zähne 8 überragen etwa um die Zahnhöhe den Schaft 2. Auf der Grundfläche
6 des Längsschlitzes 5 und/oder auf der Auflagefläche des Spreizelementes 7 kann ein
Gleitmittel aufgebracht sein. Dieses Gleitmittel sorgt auch bei extremen Bedingungen für
eine Verschiebbarkeit zwischen dem Spreizelement 7 und dem Schaft 2 des
Befestigungselementes 1. Ein günstiges Gleitverhalten kann auch dadurch erreicht
werden, daß das Spreizelement 7 aus einem härteren Werkstoff, beispielsweise Stahl,
als der Schaft 2 besteht.
Fig. 4 zeigt das in einem Bohrloch 15 eines Bauteils 16 verankerte
Befestigungselement 1, auf dessen Gewinde 3 zur Befestigung des Gegenstandes 14
eine Mutter 17 aufgeschraubt ist. Unter der Mutter 17 ist eine Unterlagscheibe 18
angeordnet. Durch das Aufschrauben entsteht eine auf das Befestigungselement 1
wirkende Zugkraft, die das Spreizelement 7 mit dem Schaft 2 im Bohrloch durch die
dabei auftretende axiale Verschiebung verkeilt. Eine axiale Verschiebung mit dem
gleichen Effekt tritt auch ein, wenn durch Rißbildung eine Bohrlocherweiterung entsteht.
Durch die zunehmende radiale Verkeilung des Spreizelementes wird die
Bohrlocherweiterung ausgeglichen.
Claims (8)
1. Befestigungselement (1) mit am hinteren Ende (4) angeordnetem Haltemittel (3)
zur Befestigung eines Gegenstandes an einem Bauteil und einem vom vorderen
Stirnende (11) ausgehenden und in Längsrichtung über einen Teil der Länge
seines Schaftes (2) sich erstreckenden Spreizbereich, der durch einen
Längsschlitz (5) und einem auf der Grundfläche (6) des Längsschlitzes
verschiebbar aufsitzenden Spreizelement (7) gebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spreizelement (7) einen Anschlag (10) aufweist, der am
vorderen Stirnende (11) des Befestigungselementes (1) anliegt.
2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlag (10) am Spreizelement (7) hakenförmig ausgebildet ist.
3. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenfläche des Spreizelementes (7) mit Zähnen (8) versehen ist, die den Schaft
(2) radial überragen.
4. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Spreizelement (7) ein verschiebbares Halteelement (12) angreift, welches das
Spreizelement im Längsschlitz (5) festhält.
5. Befestigungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteelement (12) als Kunststoffclip ausgebildet ist, dessen Schenkel den Schaft
des Befestigungselementes über den Halbkreisquerschnitt hinaus umgreifen.
6. Befestigungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Zenit
des Kunststoffclips (12) und an seiner Innenfläche eine das Spreizelement (7)
umfassende Längsnut (19) angeordnet ist.
7. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Grundfläche (6) des Längsschlitzes (5) und/oder auf der Auflagefläche des
Spreizelementes (7) ein Gleitmittel aufgebracht ist.
8. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spreizelement (7) aus einem härteren Werkstoff als der Schaft (2) besteht.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE19651697A DE19651697A1 (de) | 1996-10-12 | 1996-12-12 | Befestigungselement mit Spreizelement |
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE19651697A DE19651697A1 (de) | 1996-10-12 | 1996-12-12 | Befestigungselement mit Spreizelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19651697A1 true DE19651697A1 (de) | 1998-04-16 |
Family
ID=7808618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651697A Withdrawn DE19651697A1 (de) | 1996-10-12 | 1996-12-12 | Befestigungselement mit Spreizelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19651697A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2636629A (en) * | 2023-10-24 | 2025-06-25 | Gripple Ltd | Anchor device |
-
1996
- 1996-12-12 DE DE19651697A patent/DE19651697A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2636629A (en) * | 2023-10-24 | 2025-06-25 | Gripple Ltd | Anchor device |
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