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DE19650198A1 - Thermostabile Polarisatoren - Google Patents

Thermostabile Polarisatoren

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Publication number
DE19650198A1
DE19650198A1 DE1996150198 DE19650198A DE19650198A1 DE 19650198 A1 DE19650198 A1 DE 19650198A1 DE 1996150198 DE1996150198 DE 1996150198 DE 19650198 A DE19650198 A DE 19650198A DE 19650198 A1 DE19650198 A1 DE 19650198A1
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DE
Germany
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polarizer according
polarizer
silicate
polymer
seal
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1996150198
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Heinz Aleksand Starzewski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE1996150198 priority Critical patent/DE19650198A1/de
Publication of DE19650198A1 publication Critical patent/DE19650198A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
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    • G02B5/30Polarising elements
    • G02B5/3025Polarisers, i.e. arrangements capable of producing a definite output polarisation state from an unpolarised input state
    • G02B5/3033Polarisers, i.e. arrangements capable of producing a definite output polarisation state from an unpolarised input state in the form of a thin sheet or foil, e.g. Polaroid
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B1/00Optical elements characterised by the material of which they are made; Optical coatings for optical elements
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09K2323/03Viewing layer characterised by chemical composition
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  • Laminated Bodies (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft thermostabile, biegsame Polarisatoren, die eine polarisierende Schicht aus einem Polymer mit konjugierten Doppelbindungen mit Ausnahme ausschließlich polyacetylenhaltiger Polymermatrices mit einer Silikat­ versiegelten Oberfläche enthalten. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind solche Polarisatoren, die zusätzlich mit Deckschichten verklebt sind.
In US 4 818 624 wird die Stabilisierung von Licht-Polarisatoren durch Ober­ flächen-Silylierung mit einem Organosilan beschrieben. Die Wirkung ist unzu­ reichend, da schon bei 49 bis 74°C (120 bis 165°F) nach 24 h Ausbleichung und Farbverschiebung beobachtet werden.
Die Herstellung von Laminaten aus verschiedenen Substraten mit dazwischen be­ findlichen Adhäsions-(Kleb-)Schichten ist bekannt. In US 5 049 427 werden laminierte Polarisatoren, die eine polarisierende Kernschicht aus einem poly­ acetylen-(PAC)-haltigen Polymer und transparente Deckschichten aufweisen, wo­ bei die Schichten mittels eines speziellen Polyurethanpolyharnstoffs verklebt werden, beschrieben. Obwohl solche Polarisatoren bereits ausgezeichnete Eigen­ schaften aufweisen, ist die Stabilität bei extremen Bedingungen noch nicht aus­ reichend. Nach Lagerung bei 90°C während 500 Stunden hat der Polarisator sich in seiner Transmission gegenüber unpolarisiertem Licht verändert, wobei die Trans­ missionsänderung ΔTunpol mehr als 5% beträgt.
Ein Einsatz in optischen Displays, die besonders stark der Einwirkung von Wärme ausgesetzt sind (z. B. Armaturenbretter in Automobilen), ist aber erst möglich, wenn unter diesen Bedingungen der Rückgang der optischen Eigenschaften ΔTunpol und ΔP des Polarisators höchstens 5% beträgt, wobei ΔP die Änderung des Polarisationsgrades ist. Konstante optische Eigenschaften von Polarisatoren wurden bei 100°C während 1000 Stunden nach Verklebung zwischen Glasplatten be­ schrieben. Solche Verbundsysteme sind jedoch für die Display-Herstellung weniger geeignet. Vielmehr sind biegsame Polarisatoren gewünscht und zwar so­ wohl hinsichtlich der Verarbeitungseigenschaften, als auch im Hinblick auf flexible Kunststoff-Displays.
Aufgabe der Erfindung war daher, laminierte Polarisatoren auf Basis eines Poly­ mers mit konjugierten Doppelbindungen mit Ausnahme ausschließlich poly­ acetylenhaltiger Polymermatrices herzustellen, die die vorstehend genannten Be­ dingungen erfüllen.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß diese Aufgabe gelöst werden kann, wenn der Polarisator an seiner Oberfläche mit einer Silikatschicht versiegelt wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein laminierter, biegsamer Polarisator aus einer polarisierenden Kernschicht aus einem Polymer mit konjugierten Doppel­ bindungen mit Ausnahme ausschließlich polyacetylenhaltiger Polymermatrices und beidseitig aufgebrachten transparenten, biegsamen Deckschichten, dadurch gekenn­ zeichnet, daß Kernschicht und Deckschichten mit einer Silikatschicht verklebt sind und der so laminierte Polarisator biegsam ist.
Der Polarisator kann mittels der Silikatschicht auch zum Verbund mit Glasplatten, optischen Linsen oder Prismen verwendet werden. Wird der Polarisator mit einem organischen Kleber einseitig auf ein Glasdisplay oder einen anderen Glaskörper aufgeklebt, so genügt es, seine freie Oberfläche durch Silikatisierung zu schützen.
Die Silikatschichten werden auf die Kernschicht und/oder die Deckschichten vor­ zugsweise in Form einer waßrigen Lösung aufgebracht.
Geeignete wäßrige Lösungen von Silikaten sind die bekannten wäßrigen Lö­ sungen von Natron- und Kaliwasserglas.
Übliche Wasserglassorten haben im Falle von Natronwasserglas Feststoffgehalte von 25 bis 60 Gew.-% und SiO₂-Gehalte von 20 bis 40 Gew.-%; der Rest des Feststoffgehaltes ist Na₂O; und im Falle von Kaliwasserglas Feststoffgehalte von 25 bis 40 Gew.-% und SiO₂-Gehalte von 20 bis 30 Gew.-%; der Rest des Fest­ stoffgehaltes ist K₂O. Um dünnere Silikatschichten zu erhalten, können diese Lösungen noch mit Wasser verdünnt werden.
Bevorzugt sind möglichst hohe SiO₂-Anteile, das sind solche, bei denen das Gewichtsverhältnis SiO₂/Na₂O 3 bzw. SiO₂/K₂O 2 2 ist.
Durch die Verwendung der Silikatschichten erübrigen sich organische Klebstoffe, wie sie in großer Zahl in US 5 049 427 beschrieben sind.
Die Silikatschichten stabilisieren die Eigenschaften des Polarisators bereits in einer Schichtdicke von 2 µm. Vorzugsweise werden 100 mg bis 2 g Wasserglas (Fest­ stoff)/m² zu verklebende Fläche benötigt, um eine thermostabile Verklebung des Laminates zu erreichen.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden Kernschicht und/oder Deckschicht vor der Beschichtung mit der Silikatlösung einer Behandlung mit einem Silan oder mit einem Borat unterworfen. Diese Maßnahme verbessert insbesondere die Ver­ bundfestigkeit.
Geeignete Silane entsprechen der Formel:
Si(R₁)n(R₂)4-n
worin
R₁ unabhängig voneinander Halogen oder Alkoxy,
R₂ unabhängig voneinander Alkyl oder Alkenyl und
n eine Zahl 2, 3 oder 4 bedeuten.
Alkyl- und Alkoxyreste R₁ und R₂ können substituiert sein.
Geeignete Silane sind z. B. Tetramethoxysilan, Tetraethoxysilan, Methyltrimethoxy­ silan, Dimethyldimethoxysilan, Ethyltriethoxysilan, Dimethyldichlorsilan, Vinyl­ methyldichlorsilan, Vinyltriethoxysilan. Die Silane können auch in die Silikat­ lösung direkt eingemischt, z. B. einemulgiert werden.
Geeignete Borate sind z. B. Borsäure und Borax. Borsäure und Borate können auch direkt in die Wasserglaslösung eingemischt bzw. darin gelöst werden.
Die Silane und Borate werden insbesondere so aufgebracht, daß Kernschicht und/oder Deckschicht in eine Lösung der Verbindung oder, falls die Verbindung flüssig ist, in die reine Verbindung getaucht und wieder heraus genommen wird.
Die dabei aufgenommene Menge ist so gering, daß sie durch Wiegen nicht sicher feststellbar ist, aber üblicherweise unter 1 g/m² beträgt.
Die Deckschichten haben z. B. Dicken von 5 µm bis 1 mm, bevorzugt 20 bis 200 µm. Die polarisierende Kernschicht hat z. B. eine Dicke von 1 bis 200 µm, be­ vorzugt 5 bis 50 µm.
Als Deckschichten kommen beispielsweise aromatische Polyester, Polyacrylnitrile, Poly(meth)acrylate, Polysulfone, aromatische Polycarbonate, Celluloseacetate, Celluloseacetobutyrate, Cycloolefin-Olefin-Copolymere, insbesondere Norbornen- Ethylen-Copolymere, Polyamide, Polyhydantoine, Polyimide, Polyamidimide, Po­ lyparaphenylenbenzo-bis-imidazole und -oxazole und Polyetherketone in Frage, wobei Polyester, Poly(meth)acrylate, Polycarbonate, Celluloseester und Cycio­ olefin-Olefin-Copolymere, insbesondere Norbornen-Ethylen-Copolymere, bevor­ zugt sind. Die Transparenz dieser Materialien ist ihr wichtigstes Merkmal. Sie werden im allgemeinen als Folien eingesetzt.
Die polarisierende Kernschicht ist ein Polarisator aus Polymeren mit konjugierten Doppelbindungen mit Ausnahme ausschließlich polyacetylenhaltiger Polymer­ matices, die einen maximalen Polarisationsgrad P von mindestens 90%, bevorzugt mindestens 95%, besonders bevorzugt mindestens 98%, und ein maximales dichroitisches Verhältnis QE von 5 oder größer, vorzugsweise 10 oder größer haben, beides bezogen auf den Bereich des sichtbaren Lichts. Diese Polarisatoren werden als Folien eingesetzt, an denen durch Verstrecken eine Vorzugsrichtung er­ zeugt wurde. Der Verstreckungsgrad ε beträgt mehr als 200%, bevorzugt mindestens 400%, besonders bevorzugt 500% bis 1000%.
Der Polarisationsgrad P für linear polarisiertes Licht und der Verstreckungsgrad ε sind wie folgt definiert:
(l = Länge nach dem Verstrecken; lo = Länge vor dem Verstrecken)
Polymere mit konjugierten Doppelbindungen für die erfindungsgemäßen Polari­ satoren mit Silikat-versiegelten Oberflächen sind bekannt. So beschreibt beispiels­ weise US 3.914.017 die wenigstens teilweise Dehydratation von Polyvinylalkohol (PVA), wobei konjugierte Doppelbindungen (Polyensequenzen) innerhalb der PVA-Makromoleküle entstehen. Die Dehydratation kann rein thermisch oder durch Säurekatalyse vorgenommen werden. Die säurekatalysierte Dehydratation kann durch Behandlung der PVA-Folie oder PVA-enthaltenden Folie mit einer Säure wie Salzsäure initiiert werden. Die Säure kann in wäßriger oder nichtwäßriger Lösung oder in der Gasphase angewandt werden. Die Folie kann vor oder nach der Verstreckung mit der Säure in Kontakt gebracht werden. Erhöhte Tempera­ turen bewirken eine raschere Bildung der Polyensequenzen innerhalb der PVA- Polymerkette. Der zu dehydratisierende PVA kann weiterhin mit anderen Vinyl­ monomeren, wie (Meth)Acrylaten, Acrylnitril, Styrol, Vinylacetat oder Vinyl­ chlorid, gepropft sein. In analoger Weise können konjugierte Doppelbindungen in Polymeren durch HCl-Abspaltung aus Polyvinylchlorid oder durch Essigsäure-Ab­ spaltung aus Polyvinylacetat erzeugt werden.
Konjugierte Doppelbindungen enthaltende Polymere, die ausschließlich durch Polymerisation von Acetylen in einem anderen, in Lösung befindlichen Polymer (Matrixpolymer) hergestellt werden, sind für die erfindungsgemäßen Polarisatoren ausgeschlossen. Bei diesen Polarisatoren liegen die Polyacetylenketten (Poly­ acetylen-Chromophore) als Seitenäste aufgepfropft beispielsweise auf PVA vor. Je­ doch kann man solche Matrix-Polyacetylene, wenn deren Matrix PVA ist, durch eine säurekatalysierte H₂O-Abspaltung, wie oben beschrieben, in erfindungsgemäß einsatzbare thermostabile Extra-Breitband-Polarisatoren umwandeln, in denen in­ folge der H₂O-Abspaltung Polyensequenzen innerhalb der PVA-Ketten zusätzlich zu den Polyacetylen-Pfropfästen vorliegen. In analoger Weise wird anstelle der H₂O-Abspaltung eine HCl- oder Essigsäure-Abspaltung vorgenommen, wenn das Matrixpolymer mit Polyacetylen-Pfropfästen Polyvinylchlorid bzw. Polyvinyl­ acetate darstellt oder enthält.
Die erfindungsgemäßen laminierten Polarisatoren zeichnen sich durch eine Reihe hervorragender Eigenschaften aus:
  • 1. eine hohe Lichtdurchlässigkeit,
  • 2. ein hohes Maß an Lichtechtheit
  • 3. Thermostabilität der polarisierenden Kernschicht
  • 4. ausgezeichnete mechanische Eigenschaften.
Die erfindungsgemäßen Polarisatoren eignen sich für alle Einsatzgebiete, in denen Polarisationsfolien Verwendung finden, insbesondere in der Optik (z. B. Polarisationsmikroskope, Fotographie, Antireflexausrüstung bei Sonnen- und Ski­ brillen) und für Displays, z. B. in Uhren, Taschenrechnern, Laptops, Computern, Anzeigen, Projektionsdisplays, Videospielen, Camcordern und Flachbildfernsehern.
Bei 80°C besitzen selbst unkaschierte Polarisatorfolien ohne Stabilisatoren gute Stabilität, wobei die Veränderungen in der Transmission (ΔT) nach 500 Stunden bei 80°C an Luft 2-3% und im Polarisationsgrad (ΔP) unter 1% beträgt.
Der erfindungsgemäße Polarisator kann neben den konjugierten Doppelbindungen zusätzliche dichroitische Substanzen, z. B. Iod oder dichroitische Farbstoffe, ent­ halten. Die Masse an konjugierten Doppelbindungen macht jedoch wenigstens 50 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 80 Gew.-% der Gesamtmenge an di­ chroitischen Substanzen aus.
Beispiele Beispiel 1
Zur Herstellung eines konjugierte Doppelbindungen enthaltenden Polymers wurden nach US 3.914.017 26 g Ethylacrylat und 29 g Methylmethacrylat zu einer Lösung von 55 g Polyvinylalkohol in 600 ml H₂O gegeben. Mit Hilfe von durchperlendem N₂ wurde die Lösung sauerstofffrei gemacht, dann mit konz. HNO₃ auf einen pH-Wert von 1,5 gebracht und mit 6 g Ce(N<h₄)₂(NO₃)₆ in 15 ml H₂O versetzt. Nach 3stündigem Rühren bei Raumtemperatur waren die zugegebenen Monomeren umgesetzt. Die erhaltene Emulsion wurde bis zu einem pH-Wert von 6,0 dialysiert und dann mit einem stark basischen Ionenaustauscher auf den pH-Wert 7,0 ge­ bracht. Aus der Lösung des erhaltenen Pfropfpolymerisats wurden optisch klare 50 bis 100 µm dicke Folien gegossen. Diese Folien wurden mit wasserfreiem HCl- Gas bei Raumtemperatur behandelt und dann bei 90°C 3 Minuten lang verstreckt.
Beispiel 2
Vergleichbare Folien wurden erhalten, wenn statt der Behandlung mit wasser­ freiem HCl-Gas wie in Beispiel 1 eine Behandlung mit konzentrierter Salzsäure bei 60°C vorgenommen wurde.
Beispiel 3
Vergleichbare Folien wurden erhalten, wenn statt der Pfropfung mit Ethyl­ acrylat/Methylmethacrylat wie in Beispiel 1 mit Acrylnitril gepfropft wurde.
Beispiel 4
Eine um 700% gereckte POLPAC-Folie mit einer Schichtdicke von 11 µm hatte bei 600 nm eine Transmission T von 38,7% und einen Polarisationsgrad P von 99,99%. Nach 500 Stunden bei 80°C war die Transmission auf 41,7% gestiegen und der Polarisationsgrad nur auf 99,89% gefallen.
Beispiel 5
Die gleiche Folie wie in Beispiel 4 wurde bei 90°C gehalten. Hierbei stieg die Transmission bei 600 nm bereits nach 270 Stunden um 5,1%-Punkte, wobei der Polarisationsgrad um 1,84%-Punkte fiel.
Beispiel 6
Die POLPAC-Folie wurde in eine wäßrige Natriumsilikat-Lösung getaucht und danach getrocknet. Die Transmission T bei 600 nm betrug 36,3% bei einem Polarisationsgrad P von 99,95%. Nach 1446 Stunden bei 90°C waren die Werte praktisch unverändert: T = 36,6%, P = 99,96%.
Beispiel 7
Eine Polyvinylalkohol-Polyacetylenfolie (A) mit einem Polyacetylengehalt von 1,5 Gew.-% wurde um ca. 600% gereckt. Die Folie hatte eine Dicke nach dem Recken von 12 µm.
Diese Folie wurde wie folgt laminiert:
Ca. 100 µm dicke Folien aus Cellulosetriacetat (CTA) wurden einseitig mit Natronwasserglas beschichtet. Auf eine dieser mit Natronwasserglas beschichteten CTA-Folien wurde auf die mit Natronwasserglas beschichtete Seite die vorstehend beschriebene Polyvinylalkohol-Polyacetylenfolie aufgebracht. Eine zweite Cellulo­ setriacetatfolie wurde mit ihrer mit Natronwasserglas beschichteten Seite auf die freie Oberfläche der Polyvinylalkohol-Polyacetylenfolie aufgebracht. Der Folien­ verbund wurde durch einen Gummikalander laufen gelassen und anschließend bei 80°C 10 Minuten ausgehärtet.
Danach wurden die optometrischen Daten bei Licht der Wellenlänge 600 nm ermittelt: T = 35,2%, P = 99,9%.
Nach Lagerung bei 90°C während 500 Stunden änderten sich die Werte nicht. Nach Lagerung bei 160°C während 16 Stunden wurden folgende Werte ermittelt: T = 35,1%, P = 99,9%.
Beispiel 8
Eine POLPAC-Folie wurde 5 Minuten in eine Tetraethoxisilan/THF-Lösung, die zu 10 Gew.-% Silan enthielt, getaucht, getrocknet und anschließend zwischen 2 CTA-Folien der Dicke 100 µ geklebt. Dazu wurde die POLPAC-Folie auf eine CTA-Folie gelegt, die einseitig mit einer Natriumsilikat-Lösung bestrichen war. Danach wurde eine zweite ebenfalls mit Natriumsilikat-Lösung beschichtete CTA- Folie mit der feuchten Silikatschicht auf die noch ungeschützte POLPAC-Seite gelegt, der Folienverbund durch die Gummiwalzen eines Kalanders zusammen­ gepreßt und 5 Min bei 95°C getrocknet. Der Verbund hatte eine hohe Festigkeit, so daß beim gewaltsamen Trennen entweder die Kernschicht zerfaserte oder die CTA-Folie riß. Der Verbund war so biegsam, daß er mehrfach hin und her gebogen werden konnte, ohne daß er brach oder seine ausgezeichnete Thermo­ stabilität verlor.
Die Stabilität der Verbundfolie wurde bei 120°C getestet. Die Transmission vor dem Wärmetest gemessen bei 600 nm betrug 36.6% mit einem Polarisationsgrad von 99,9%. Nach 1000 Stunden bei 120°C an Luft war T nur auf 36,1% gesunken, der Polarisationsgrad betrug weiterhin 99,9%.
Beispiel 9
Eine PVA-Folie von 23 µm Dicke wurde bei 195°C in einer Richtung auf das 7- fache verstreckt (ε = 600%). Nach dem Verstrecken betrug die Dicke 12 µm. Diese Folie wurde während 5 Min. mit HCl-Gas in Kontakt gebracht und danach während 15 Min. auf 200°C erhitzt. Die dabei erhaltene Polarisationsfolie hatte ein Absorptionsmaximum bei 550 nm. Die Transmission bei dieser Wellenlänge betrug 41% für unpolarisiertes Licht, der Polarisationsgrad 96,0% und das dichroitische Verhältnis QE = 19. Diese Folie wurde danach mit Borax-Lösung zur Vernetzung und mit Tetraethoxysilan behandelt und mit 2 CTA-Folien laminiert, wobei Natriumsilikat-Lösung wie in Beispiel 8 benutzt wurde. Der Folienverbund hatte eine ausgezeichnete Flexibilität und Wärmestabilität. Die Unterschiede von ΔT und ΔP vor und nach der Wärmebehandlung überstiegen 1% nicht.
Beispiel 10
Eine POLPAC-Folie ähnlich Beispiel 4 wurde während 3 Min. mit HCl-Gas be­ handelt und während 30 Min. auf 200°C erhitzt, wobei sich ein Extra-Breitband- Polarisator mit Werten von 99% für die Polarisation zwischen 400 und 700 nm ergab. Borat-Vernetzung, Silanisierung und Beschichtung mit Natriumsilikat er­ gaben einen hoch temperaturstabilen Polarisator mit Wechseln von ΔP und ΔT, die während 2000 Stunden bei 90°C 1% nicht überstiegen.

Claims (11)

1. Thermostabiler, biegsamer Polarisator mit einer polarisierenden Schicht aus einem Polymer mit konjugierten Doppelbindungen mit Ausnahme aus­ schließlich polyacetylenhaltiger Polymermatrices, dadurch gekennzeichnet, daß er silikatversiegelte Oberflächen aufweist.
2. Polarisator nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelung der Oberfläche mit einer Silikatlösung durchgeführt wird.
3. Polarisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelung der Oberfläche mit Natron- oder Kali-Wasserglas durchgeführt wird.
4. Polarisator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Versiegelung der Oberfläche mit 100 mg bis 2 g Wasserglas (Feststoff)/m² zu versiegeln­ de Fläche durchgeführt wird.
5. Polarisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich beidseitig aufgebrachte transparente, biegsame Deckschichten aufweist, die mit der polarisierenden Schicht durch Silikatschichten verklebt sind.
6. Polarisator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die polari­ sierende Schicht und/oder die Deckschichten vor der Beschichtung mit der Silikatlösung einer Behandlung mit einem Silan oder mit einem Borat unterworfen.
7. Polarisator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Silikatlösung ein Silan und/oder ein Borat zugemischt wird.
8. Polarisator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Silan der Formel: Si(R₁)n(R₂)4-nentspricht, worin
R₁ unabhängig voneinander Halogen oder Alkoxy,
R₂ unabhängig voneinander Alkyl oder Alkenyl und
n eine Zahl 2, 3 oder 4 bedeuten.
9. Polarisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein wenigstens teilweise dehydratisierter Polyvinylalkohol ist.
10. Polarisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche, di­ chroitische Substanzen enthalten sind.
11. Polarisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den konjugierten Doppelbindungen im Polymer Polyacetylen-Chromophore als gepfropfte Seitenäste vorliegen, die durch Polymerisation von Acetylen entstanden sind.
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