DE19650731A1 - Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine - Google Patents
Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer TextilmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Wälzlager, insbesondere in den Gelenkstellen
von Schafthebeln einer Textilmaschine. Bei einer Fachbildevorrichtung einer
Schaftmaschine beispielsweise werden oszillierende Bewegungen über Schaft
hebel übertragen. Gelenkstellen dieser Schafthebel sind mit Wälzlagern ausgerü
stet, wobei die beiden Ringe des Wälzlagers lediglich Schwenkbewegungen in
einem begrenzten Winkel zueinander verrichten.
Aus der EP-A 0 602 711 beispielsweise ist ein Schafthebellager bekannt, zwi
schen dessen beiden ineinander angeordneten Ringen zylindrische Wälzkörper
vorgesehen sind, die aneinander zugewandten Laufbahnen der Ringe abwälzen,
wobei der Innenring an seinen beiden Stirnseiten mit je einer koaxialen kreis
ringförmigen Ausnehmung versehen ist, in die je eine zum seitlichen Führen der
Wälzkörper vorgesehene Bordscheibe eingreift. Diese unter Umständen dünn
wandigen Bordscheiben werden dann in unerwünschtem Umfang verformt,
wenn im Betrieb die Wälzkörper axial gegen die Bordscheiben stoßen und
dabei Axialkräfte übertragen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wälzlager nach dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß eine Vergrößerung
der Steifigkeit der Bordscheiben gewährleistet ist. Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bordscheibe mit einer umlaufenden Stufe
versehen ist. Zunächst einmal ist durch diese Maßnahme sichergestellt, daß
auch bei dünnwandig ausgeführten Bordscheiben keine unerwünscht hohe
Verformung der Bordscheibe eintritt. Diese Stufe bietet im Zusammenspiel mit
erfindungsgemäßen Weiterbildungen weitere Vorteile, die weiter unten ausge
führt sind.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Stufe radial außen in
einen Kreisring übergeht, der in die vorzugsweise kreiszylindrische Ausneh
mung eingreift. Diese Stufe läßt sich fertigungstechnisch einfach, vorzugsweise
im Tiefziehverfahren an der Bordscheibe herstellen. Wenn die Stufe radial au
ßerhalb der Laufbahn des Außenringes angeordnet ist, und der Kreisring in die
als Ringnut ausgebildete Ausnehmung eingreift, hat die axiale Tiefe der Ringnut
keinerlei Auswirkung auf die mögliche Breite der Laufbahn des Außenrings. In
vorteilhafter Weise kann eine hohe axiale Tiefe der Ringnut vorgesehen werden,
wobei in diese Ringnut Vorsprünge des einen Ringes hineinragen, die den
Kreisring bzw. die Bordscheibe an seiner von den Wälzkörpern abgewandten
Stirnseite überlappen. Die Bordscheibe ist in dem Fall zwischen dem Boden der
Ringnut und den Vorsprüngen einwandfrei fixiert. Die Vorsprünge können
beispielsweise durch stirnseitig an dem Ring vorgesehene Eindrückungen
gebildet sein.
Wenn die Stufe radial innerhalb der Laufbahn des Außenringes angeordnet ist,
stellt sich ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Wälzlagers insbesondere
hinsichtlich einer einwandfreien Schmierung ein. Der in die Ausnehmung des
Außenringes eingreifende Kreisring der Bordscheibe ragt in den von den beiden
Ringen begrenzten Ringraum hinein, und ist zur axialen Führung der Wälzkör
per vorgesehen. Die Stufe ist radial innerhalb dieses Ringraumes derart an der
Bordscheibe ausgebildet, daß zwischen der Bordscheibe und den Wälzkörpern
ein umlaufender Schmierkanal für Schmiermittel gebildet ist. Wenn beispiels
weise der Außenring mit einer zentralen Schmieröffnung versehen ist, gelangt
das zugeführte Schmiermittel in den von den Ringen begrenzten Ringraum, und
von dort in den seitlichen Schmierkanal. Von dort wird das Schmiermittel über
den Umfang verteilt, wobei eine einwandfreie Schmierung des Wälzlagers
gewährleistet ist. Eine Schmieröffnung im Außen- oder Innenring allein gewähr
leistet keine ausreichende Schmierung; das über die Schmieröffnung eingebrach
te Schmiermittel, vorzugsweise Schmierfett, gelangt lediglich über einen kleinen
Teil des Umfangs zu den Wälzkörpern bzw. zu den Laufbahnen, weil Innen-
und Außenring lediglich Schwenkbewegungen zueinander durchführen. Das
Schmiermittel kann deshalb ohne den erfindungsgemäßen Schmierkanal nicht
bzw. nur unzureichend über den Umfang verteilt werden.
Die Bordscheibe kann mit einer weiteren Stufe derart versehen sein, daß eine
ringförmig geschlossene Sicke gebildet ist, die den Schmierkanal bildet.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von drei in vier Figuren dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein erfindungsgemäßes Wälzlager,
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt des Wälzlagers aus Fig. 1 in der An
sicht,
Fig. 3 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälz
lager und
Fig. 4 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälz
lager.
Zwischen einem Außenring 1 und einem Innenring 2 des in Fig. 1 dargestell
ten Wälzlagers sind Rollen 3 angeordnet, die an einander zugewandten Lauf
bahnen 4, 5 des Außen- und des Innenringes 1, 2 abwälzen. Der Außenring
ist an seinen beiden Stirnseiten je mit einer umlaufenden Ringnut 6 versehen.
Zu beiden Seiten des Wälzlagers ist je eine Bordscheibe 7 angeordnet, deren
umlaufende Stufe 8 radial außen in einen zu der Bordscheibe 7 parallelen
Kreisring 9 übergeht, der in die Ringnut 6 eingreift, und am Boden 10 der
Ringnut 6 axial gestützt ist. An seiner von dem Boden 10 abgewandten Stirnsei
te ist der Kreisring 9 an einer zu einem radialen Vorsprung 11a, 11b geformten
Eindrückung abgestützt, die stirnseitig an dem Außenring 1 vorgenommen
wurde. Diese Eindrückung 11a kann - wie an der linken Stirnseite angedeutet -
umlaufend ausgebildet sein, es ist aber auch möglich, mehrere über den Um
fang verteilt angeordnete punktuelle Eindrückungen 11b vorzunehmen, wie es
an der rechten Stirnseite angedeutet ist.
Die Bordscheiben 7 überdecken einen durch die beiden Ringe 1, 2 gebildeten
Ringraum 12, wobei die beiden Bordscheiben 7 je in eine stirnseitig am Innen
umfang des Innenringes 2 ausgebildete, kreisringförmige Ausnehmung 13
eingreifen. Die kreisringförmigen Ausnehmungen 13 sind vom Außenumfang
des Innenringes 2 begrenzt.
Weiterhin sind Schafthebelarme 14 eines nicht weiter dargestellten Schafthebels
angedeutet, die das Wälzlager übergreifen, wobei die Enden der Schafthebel
arme 14 je in eine Kegelbohrung 15 des Innenringes 2 eingreifen, wobei eine
reibschlüssige Verbindung zwischen den Schafthebelarmen 14 und dem Innen
ring 2 mittels einer nicht dargestellten Schraubverbindung hergestellt wird.
Fig. 2 zeigt die unterschiedlichen Eindrückungen 11a, 11b in der Seitenan
sicht. Die Eindrückung 11a ist ringverstemmt, und die Eindrückungen 11b sind
partiell über den Umfang verteilt angeordnet.
Fig. 3 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälzlager, das
sich von dem aus der Fig. 2 im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß der
Außenring 1 mit einer kreiszylindrischen Ausnehmung 16 versehen ist, in die
der Kreisring 9 der Bordscheibe 7 eingreift. Die Stufe 8 ist radial innerhalb der
Laufbahn 4 des Außenringes 1 angeordnet. Die Wälzkörper 3 sind axial in
beiden Richtungen an den beiden Kreisringen 9 der Bordscheiben 7 geführt.
Radial innerhalb der Stufe 8 ist zwischen den Rollen 3 und der Bordscheibe 7
auf beiden Seiten der Rollen 3 ein umlaufender Schmierkanal 17 gebildet. Das
Schmiermittel gelangt durch eine im Außenring 1 vorgesehene zentrale Schmier
bohrung 18 in den von den Ringen 1 und 2 begrenzten Ringraum, wobei das
Schmiermittel aus dem Ringraum 12 in den Schmierkanal 17 gelangt. Das
Schmiermittel verteilt sich über den gesamten Umfang der Schmierkanäle 17
und gelangt von dort an die Laufbahnen 4, 5 bzw. zwischen einander benach
barte Rollen 3.
Das in der Fig. 4 dargestellte erfindungsgemäße Wälzlager unterscheidet sich
von dem aus der Fig. 3 im wesentlichen durch eine weitere Stufe 19, wobei
mit den beiden Stufen 8, 19 eine ringförmig geschlossene Sicke 20 geschaffen
ist, die den Schmierkanal 17 bildet.
1
Außenring
2
Innenring
3
Rollen
4
Laufbahn
5
Laufbahn
6
Ringnut
7
Bordscheibe
8
Stufe
9
Kreisring
10
Boden
11
a Eindrückung
11
b Eindrückung
12
Ringraum
13
ringförmige Ausnehmung
14
Schafthebelarm
15
Kegelbohrung
16
kreisringförmige Ausnehmung
17
Schmierkanal
18
Schmierbohrung
19
Stufe
20
Sicke
Claims (7)
1. Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilma
schine, mit zwischen zwei ineinander angeordneten Ringen (1, 2) vorgesehenen
zylindrischen Wälzkörpern (3), die aneinander zugewandten Laufbahnen (4, 5)
der Ringe (1, 2) abwälzen, wobei der eine Ring (1) an seinen beiden Stirnseiten
mit je einer Ausnehmung (6, 16) versehen ist, in die je eine zum seitlichen
Führen der Wälzkörper (3) vorgesehene Bordscheibe (7) eingreift, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bordscheibe (7) mit einer umlaufenden Stufe (8, 19)
versehen ist.
2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8)
radial außen in einen Kreisring (9) übergeht, der in die Ausnehmung (6, 16) ein
greift.
3. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8)
radial außerhalb der Laufbahn (4) des Außenringes (1) angeordnet ist, wobei der
Kreisring (9) in die als Ringnut (6) ausgebildete Ausnehmung eingreift.
4. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisring (9)
an der von den Wälzkörpern (3) abgewandten Stirnseite von einem radialen
Vorsprung (11a, 11b) des einen Ringes (1) hintergriffen wird.
5. Wälzlager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung
durch eine stirnseitig an dem Ring (1) vorgesehene Eindrückung (11a, 11b)
gebildet ist.
6. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8, 19)
radial innerhalb der Laufbahn (4) des Außenringes (1) angeordnet ist, wobei der
Kreisring (9) zur axialen Führung der Wälzkörper (3) vorgesehen ist, und wobei
radial innerhalb der Stufe (8) zwischen der Bordscheibe (7) und den Wälzkör
pern (3) ein umlaufender Schmierkanal (17) für Schmiermittel vorgesehen ist.
7. Wälzlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bord
scheibe (7) eine weitere Stufe (19) derart vorgesehen ist, daß eine den Schmier
kanal (17) bildende, ringförmig geschlossene Sicke (20) geschaffen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19650731A DE19650731A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19650731A DE19650731A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19650731A1 true DE19650731A1 (de) | 1998-06-10 |
Family
ID=7813882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19650731A Withdrawn DE19650731A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine |
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| Country | Link |
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