DE19650584A1 - Vorrichtung zum Transport und zur Überwachung und/oder Behandlung von Patienten - Google Patents
Vorrichtung zum Transport und zur Überwachung und/oder Behandlung von PatientenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport und zur
Überwachung und/oder Behandlung von Patienten, mit einer mit
Handgriffen versehenen Trage, die auf ein fahrbares Gestell
aufsetzbar ist.
Krankentragen mit einem fahrbaren Untergestell sind bereits
zum Transport von Kranken sowohl im Rettungswesen als auch
innerhalb von Kliniken und ähnlichen Einrichtungen bekannt.
Die bislang bekannten Vorrichtungen erfüllen alle jedoch aus
schließlich eine Transportfunktion. Dies bedingt ein häufiges
Umbetten des Patienten. Gerade bei Schwerstverletzten ist
jedoch dieses Umbetten nach der Einlieferung auf der Trage aus
dem Rettungswagen bei seinem Behandlungsdurchlauf in einer
Klinik, wie Schockraum, Computertomographie, operative Ver
sorgung und postoperative Überwachung mit hohen Gesundheits
risiken verbunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zu schaffen, die neben der Krankentransportfunk
tion auch eine Überwachung und/oder Behandlung des Patienten
erlaubt und dadurch die Anzahl der notwendigen Umbettungen des
Patienten deutlich reduziert.
Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Gestell Geräte zur
Überwachung und/oder Aufrechterhaltung der Vitalparameter des
Patienten integriert sind. Im Gestell können vorzugsweise
Monitorgeräte insbesondere zur Überwachung der Herztätigkeit,
des Blutdrucks und der Körpertemperatur integriert sein. Auch
das Vorsehen von einem oder mehreren Beatmungsgeräten im Ge
stell ist möglich. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
es also möglich, einen schwerstverletzten und polytraumati
sierten Patienten im Rettungswagen an die Monitor- und/oder
Behandlungseinrichtungen anzuschließen und ihn bei seinem
Durchlauf durch die Stationen, wie Schockraum, Computertomo
graphie und Operationssaal auf der Vorrichtung zu belassen.
Auch nach der Operation kann der Patient wieder auf die Trans
port- und Versorgungsvorrichtung gebettet und überwacht und
nachbehandelt werden. Hierzu können im Gestell Infusions- und/oder
Spritzenpumpen, aber auch ein Pulsoximeter, ein
Capnograph sowie ein Sekretabsauger integriert sein. Bei einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung können im Gestell
außerdem Aufnahmen für Masten mit Monitoren, Spritzpumpen,
Beleuchtung etc. vorgesehen sein. Auf diese Weise kann eine
Aufnahme des Patienten in die Intensivstation überflüssig
werden. Dies ist vor allem bei den heutzutage knappen Inten
sivkapazitäten in Krankenhäusern ein weiterer enormer Vorteil.
Die gesamte Vorrichtung bildet eine autarke Einheit, die kei
nen Anschluß an fest installierte Geräte im Krankenhaus benö
tigt, und kann somit überall aufgestellt und einfach trans
portiert werden. Für die Stromversorgung können ein oder meh
rere Akkus und/oder ein Netzanschluß im Gestell vorgesehen
sein. Sogenannte Sekundärtransporte zur Intensivbehandlung in
andere Kliniken können damit, vorausgesetzt die operierende
Klinik verfügt über entsprechend ausgebildetes Personal, voll
ständig überflüssig werden. Da diese Sekundärtransporte immer
eine Gesundheitsbelastung für den Patienten darstellen, ist
der Vorteil der Möglichkeit einer Intensivbehandlung eines
Patienten mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht zu
unterschätzen.
Zur optimalen Erfüllung der Transportfunktion kann die Vor
richtung die Merkmale einer Krankentrage, wie sie in der
DE 195 46 822.8 beschrieben ist, aufweisen. Insbesondere kann
in die Trage eine gepolsterte Liege einsetzbar sein, die als
Schale aus Kunststoff oder einem Kohlefaserverbundwerkstoff
ausgeführt ist. Hierdurch wird die Trage besonders leicht und
weist dennoch die erforderliche Stabilität auf. Die Liege kann
auch in Querrichtung an mindestens einer Stelle klappbar und
mit Gurten versehbar sein, so daß ein Krankentransport in
sitzender Stellung möglich ist. Besondere Vorteile können
dadurch erzielt werden, daß zwischen Liege und Trage eine
Vorrichtung zum Ausgleich von Stößen und Neigungen der Trage
vorgesehen ist. Auf diese Weise läßt sich das auf den Patien
ten einwirkende Transporttrauma in Form von Erschütterungen
signifikant gegenüber anderen bekannten Systemen minimieren.
Der Neigungs- und Stoßausgleich kann durch ein sensorgesteuer
tes hydraulisches System zwischen der Trage und der Liege
erfolgen. Weitere Vorteile sind dadurch erzielbar, daß die
Trage von zwei Seiten auf das fahrbare Gestell auffahrbar sein
kann. Um den Transport im Gelände zu erleichtern, können die
Räder des Gestells luftbereift sein. Der Patient muß dann nur
noch in relativ wenigen Fällen getragen werden, was das Ret
tungspersonal erheblich entlastet. Die Fahreigenschaften des
Gestells können zusätzlich dadurch verbessert werden, daß die
Räder des Gestells lenk- und klappbar sein können. Bei einer
Ausgestaltung der Räder mit einem relativ großen Durchmesser
und einer federnden Lagerung der Räder ist sogar die Überwin
dung von Treppenstufen und dergleichen mit der Vorrichtung
problemlos möglich.
Anhand der beigefügten Zeichnung wird eine mögliche Ausgestal
tung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung näher beschrieben.
Die einzige Figur zeigt ein fahrbares Gestell 10 für eine
nicht dargestellte Krankentrage. Das Gestell 10 ist für den
Einsatz in Kliniken gedacht und daher mit nur relativ kleinen
Rädern 11 versehen. Zur günstigen Handhabung beim Transport
eines Patienten sind an beiden Schmalseiten Handgriffe 12
angeordnet. Der Patient liegt dabei auf der nicht dargestell
ten Tragevorrichtung, die durch unter Abdeckungen 13 des Ge
stells 10 angeordneten Schwingungs- und Stoßdämpfungseinrich
tungen mechanisch entkoppelt vom Gestell 10 gelagert ist. Im
Gestell 10 selbst sind mehrere Einrichtungen zur Überwachung
und Aufrechterhaltung der Vitalparameter eines Patienten inte
griert, von denen Tastenfelder 14 bis 16 zur Bedienung darge
stellt sind. Die Tastenfelder 15, 16 sind zusätzlich noch mit
Anzeigeelementen 17, 18 versehen. An den seitlichen Führungen
19 des Gestells 10 für die Krankentrage sind auf der Oberseite
Aufnahmeöffnungen 20 für Masten 21 für Monitoren 22 oder für
Spritzenpumpen 24 angeordnet. Selbstverständlich können an
solchen Masten 21, 23 auch weitere Einrichtungen wie Infu
sionsbehälter etc. angeordnet werden.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Transport und zur Überwachung und/oder
Behandlung von Patienten, mit einer mit Handgriffen ver
sehenen Trage, die auf ein fahrbares Gestell aufsetzbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Gestell Geräte zur
Überwachung und/oder Aufrechterhaltung der Vitalparameter
des Patienten integriert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Gestell Monitorgeräte insbesondere zur Überwachung der
Herztätigkeit, des Blutdrucks und der Körpertemperatur
integriert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß im Gestell ein oder mehrere Beatmungsgeräte
integriert sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß im Gestell Infusions- und/oder Sprit
zenpumpen integriert sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß im Gestell ein Pulsoximeter, ein
Capnograph und ein Sekretabsauger integriert sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Gestell Aufnahmen für Masten mit
Monitoren, Spritzpumpen, Beleuchtungseinrichtungen etc.
vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gestell für die Stromversorgung
mit einem oder mehreren Akkus und/oder einem Netzanschluß
versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Trage eine gepolsterte Liege
einsetzbar ist, die als Schale aus Kunststoff oder einem
Kohlefaserverbundwerkstoff ausgeführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Liege in Querrichtung an mindestens einer Stelle
klappbar und mit Gurten versehbar ist, so daß ein Kran
kentransport in sitzender Stellung möglich ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen Liege und Trage eine Vorrichtung zum
Ausgleich von Stößen und Neigungen der Trage vorgesehen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
ein sensorgesteuertes hydraulisches System zum Neigungs- und
Stoßausgleich zwischen der Trage und der Liege vor
gesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trage von zwei Seiten auf das
fahrbare Gestell auffahrbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Räder des Gestells luftbereift
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Räder des Gestells lenk- und
klappbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Räder des Gestells einen relativ
großen Durchmesser aufweisen und federnd gelagert sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19650584A DE19650584A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Vorrichtung zum Transport und zur Überwachung und/oder Behandlung von Patienten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19650584A1 true DE19650584A1 (de) | 1998-06-18 |
Family
ID=7813789
Family Applications (1)
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| DE19650584A Ceased DE19650584A1 (de) | 1996-12-06 | 1996-12-06 | Vorrichtung zum Transport und zur Überwachung und/oder Behandlung von Patienten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19650584A1 (de) |
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