DE19650432A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Flächenproduktes mit einer faserverstärkten Beton-Matrix - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Flächenproduktes mit einer faserverstärkten Beton-MatrixInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von
Flächenprodukten mit einer faserverstärkten Beton-Matrix,
wobei die Verstärkungsfasern infolge ihrer Festigkeit und
Langzeitbeständigkeit bei optimalem Verbund mit der Matrix die
mechanischen Eigenschaften des damit hergestellten Produktes
wesentlich bestimmen und die Qualität des Verbundes zwischen
Fasern und Matrix durch Art und Intensität ihrer Verdichtung
maßgeblich beeinflußt wird.
Gattungsgemäße Verfahren zum Herstellen von Flächenprodukten
mit einer faserverstärkten Beton-Matrix sind bekannt. Zwar ist
die Herstellungsweise von Faserbeton unterschiedlich, es muß
jedoch bei allen Verfahren eine intensive Verdichtung der mit
Fasern versehenen Matrix und ein kraftschlüssiger Verbund
zwischen den Bewehrungsfasern und der umgebenden Matrix
herbeigeführt werden.
In der Regel geschieht dies durch Verwendung einer Rolle,
welche die faserbewehrte Matrix zusammendrückt und entgast.
Dieses Verfahren wird vielfach manuell und diskontinuierlich
ausgeführt, wobei die Verschmutzung der bisher bekannten
Verdichtungsgeräte und Verdichtungshilfen ein großes Problem
darstellt. Darüberhinaus muß mit einer solchen Rolle mehrfach
die gleiche Stelle des Faserbetonverbundwerkstückes verdichtet
werden, weil Verdichtungsrollen mit Spiralen oder Scheiben
bzw. Leisten an ihrem Umfang versehen sind und demzufolge die
Rolle zum Erfassen aller regellos verteilten Fasern aus
verschiedenen Richtungen, mehrfach über den zu verdichtenden
Bereich geführt werden muß, um eine befriedigende Verdichtung
bei einer optisch ansprechenden Oberfläche zu erzielen. Dabei
besteht eine weitere Schwierigkeit darin, daß beim Verdichten
mit Rollen das Material nach Art eines Aquaplaning-Effektes
vor sich hergeschoben wird und Wülste bildet, die in einem
weiteren Schritt wieder geglättet werden müssen. Bei niedrigem
Fasergehalt werden auch Glätter mit oder ohne Rüttler zum
Verdichten verwendet. Besondere Schwierigkeiten bereitet diese
Art der Verdichtung bei vergleichsweise dünnen, profilierten
und dreidimensionalen Formen, die infolge ihrer geringen
Wandstärken ausschließlich manuell verdichtet werden können.
Bei kontinuierlichen Verfahren wird beispielsweise eine
Verdichtung an ebenen Flächen durch Eindrücken mehrerer mit
Zwischenräumen angeordneter Bleche vorgenommen. Solche
"Pusher" genannten Werkzeuge sind jedoch nicht für profilierte
Produkte geeignet, weil die hämmernde Arbeitsweise Vibrationen
verursacht, die den Beton bevorzugt an hochgehenden Flanken
abrutschen läßt. Gravierend ist dabei weiter die Schädigung
der Glasfasern aufgrund der Schläge des Pushers. Bei dünnen
Materialstärken ist die Einstelltiefe der Pusher ein weiteres
Problem. Außerdem verschmutzen Pusher relativ schnell und
führen wegen der vielfach erforderlichen Reinigung zu häufigen
Unterbrechungen und damit zu uneffizienter Arbeitsweise.
Aus dem Dokument DE 34 31 143 C2 ist ein Verfahren zur
Herstellung von Formkörpern, z. B. Platten, aus faserbewehrten
hydraulisch abbindbaren Massen bekannt. Bei diesen wird die
hydraulisch abbindbare Masse auf eine Unterlage in
vorgegebener Dicke aufgebracht, sodann werden aus einem
Schneidwerk kommende Faserschnitzel in dosierter Menge auf die
Oberfläche der vorfixierten Masse aufgestreut und mit einem
über die gesamte Arbeitsbreite wirkenden Werkzeug eingedrückt.
Dabei wird die Masse gleichzeitig verdichtet. Die Erfindung
besteht darin, daß die hydraulisch abbindbare Masse auf eine
auf einem kontinuierlich bewegten Band liegende und mit dem
Band fortbewegte Unterlage aufgebracht wird, daß die
Faserschnitzel auf die Oberfläche der kontinuierlich
fortbewegten Masse aufgestreut werden, wobei sie durch einen
Fallschacht geführt, dabei aufgeschlossen und orientiert auf
die Oberfläche der Masse gelenkt werden, und daß die
aufgestreuten Faserschnitzel während der Fortbewegung der
Unterlage durch ein federnd nachgiebiges Werkzeug in die Masse
eingedrückt werden. Dabei wird ein für die Hydratation gerade
noch ausreichender Wassergehalt verwendet. Bevorzugt wird die
hydraulisch abbindende Masse in vorgegebener Dicke auf die
Unterlage extrudiert. Und schließlich kann der Arbeitsgang des
Aufstreuens sowie des Eindrückens der Faserschnitzel in die
kontinuierlich fortbewegte Masse mehrfach wiederholt werden.
Ein weiteres Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung
faserverstärkter Formkörper aus hydraulisch abbindbaren Massen
ist aus der DE 44 16 160 A1 bekannt. Dabei wird die
Matrixmasse aus wenigstens zwei Spendern mit definierter Dicke
in zwei separaten Schichten auf gegenläufig bewegbare
Unterlagen aufgetragen. Auf die Schichten werden
Flächengebilde aus Fasern aufgebracht, wobei die Schichten
gegeneinander gefördert, mit kontrolliertem Druck zu einem auf
beiden Außenflächen ausgeformten Produkt vereinigt, dabei
einer Dickenkalibrierung unterzogen und in Austragsrichtung
umgelenkt und abgefördert werden.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten Verfahren und
Vorrichtungen weiter zu entwickeln und zu verbessern und dabei
sowohl eine gleichmäßig-optimale Einbettung der Fasern als
auch eine bestmögliche Verdichtung und Entgasung der
Beton-Matrix bei größtmöglicher Schonung der Fasern zu
erreichen, wobei das verbesserte Verfahren für eine besonders
wirtschaftliche mechanisch-kontinuierliche Arbeitsweise
geeignet sein soll. Auch sollen damit dreidimensionale Profile
aufweisende Produkte hergestellt werden können.
Die Lösung der Aufgabe gelingt bei einem Verfahren der im
Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art mit der Erfindung
dadurch, daß auf die Schicht ein Gittergewebe aus Draht
aufgelegt und unter Stabilisierung der noch nicht abgebundenen
Schicht mit definierter Kraft und Tiefe in die Matrixschicht
eingedrückt, dabei eine vorgegebene Verdichtung erzeugt und
das Drahtgittergewebe nach gleichmäßiger Einbettung der Fasern
in die Matrixschicht sowie deren Verdichtung und Entgasung
wieder aus der Schicht herausgezogen und die Masse abbinden
gelassen wird.
Mit großem Vorteil ermöglicht das Verfahren, wobei ein
gitterartiges Flächenprodukt in Form eines Drahtgittergewebes
in die zu verdichtende Masse eingelegt wird, diese zunächst zu
stabilisieren und die Fasern gleichmäßig in die Beton-Masse
einzubetten, bevor die eigentliche Verdichtung mit Hilfe
dieses Gitters vorgenommen wird.
Dieses flächig aufgelegte bzw. eingedrückte Drahtgitter
ermöglicht einerseits eine Fixierung der Betonmasse,
insbesondere gegen ein Zurückweichen von schrägen
Seitenkanten, und andererseits eine gleichmäßige Verteilung
der Verstärkungsfasern in einer vorgegebenen Tiefe der
Betonschicht, sowie ein Verdichten, Nivellieren und ggf.
Strukturieren des Flächenproduktes bei dessen Herstellung.
Infolge der unmittelbar darauf folgenden Entfernung des
Drahtgitters nach Ausübung seiner Aufgabe kann das Verfahren
in kontinuierlicher Arbeitsweise und damit sehr wirtschaftlich
durchgeführt und betrieben werden.
Zum Vorteil für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wird der
Reinigungsaufwand für das Drahtgittergewebe weitestgehend
minimiert oder gar überflüssig, weil dieses durch sein
Bewegungsverhalten im Umlauf selbstreinigend ist.
Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht nach der Erfindung
weiter vor, daß die Matrixschicht auf eine mit gleichmäßiger
Geschwindigkeit in Transportrichtung bewegte
Transportunterlage aufgebracht und ein endloses
Gittergewebeband unter Führung im Kreislauf jeweils mit
gleicher Geschwindigkeit am Anfang einer Transportstrecke
fortlaufend auf die Schicht aufgelegt und im Gleichlauf in
diese eingedrückt sowie am Ende der Transportstrecke
fortlaufend aus der Schicht herausgezogen und in den Kreislauf
zurückgeführt wird.
Der Vorteil des gitterartigen Flächengebildes besteht in
erster Linie in der ihm wunschgemäß zugeordneten Geometrie,
die entsprechende Höhen und Ausbildungen der Maschen erlaubt,
um die Fasern zu fixieren und tief einzudrücken, ohne daß ein
Kontakt des Faserbetons mit der Rückseite des Gittergewebes
erfolgen muß, wodurch eine Verschmutzung seiner Antriebs- und
Führungsrollen weitgehend vermieden wird.
Durch die offene Struktur des Gitters kann darüberhinaus der
Faserbeton bei der Verdichtung entlüftet bzw. entgast werden.
Ein eventuell vorhandener Matrix-Überschuß wird nach außen
gedrückt und liegt über den Faserkonzentrationen. Dieser
Matrixüberschuß kann auf einfache Weise geglättet oder ggf.
abgetragen und dem Prozeß wieder zugeführt werden.
Weiter sieht eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vor, daß die Oberseite des Flächenproduktes nach
Entfernen des Gittergewebebandes durch überstreichen
beispielsweise mit einem Streichblatt geglättet wird. Dieser
Verfahrensschritt kann maschinell oder von Hand durchgeführt
werden.
Andererseits kann zur Erzeugung einer optisch hochwertigen
Oberfläche des Produktes ohne Fehlstellen beim Verdichten,
Entwässern und Entgasen der Faserbetonmasse mit dem
Drahtgittergewebeband ein luft- und wasserdurchlässiges
Feingewebematerial oder Gefilze kombiniert werden. Auch kann
dabei die Verdichtung, Entwässerung und Entgasung unter
Einsatz der Kombination von Drahtgittergewebeband und
Feingewebematerial oder Gefilze mit Vorteil durch Vakuum
vorgenommen bzw. unterstützt werden.
Und weiterhin verhindert die Verwendung der Kombination des
Drahtgittergewebebandes mit Feingewebematerial oder Gefilze
beim Verdichten, Entwässern und Entgasen der Faserbetonmasse
ein unerwünscht tiefes Eindringen des Gittergewebebandes in
die Faserbetonmasse.
Dabei kann bevorzugt von der Maßnahme Gebrauch gemacht werden,
daß das luft- und wasserdurchlässige Material oder Gefilze
zwischen die Oberfläche der Betonfasermasse und das
Drahtgittergewebeband eingelegt und bis zum Erhärten der Masse
auf dieser belassen und erst danach von der Oberfläche
abgezogen wird.
Weiterhin sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß das Flächenprodukt durch Aufbringen der Matrix auf
eine profiliert ausgebildete Unterlage zumindest an der
Unterseite mit einem Profil kompatibel geformt wird.
Durch Aufbringen eines ebenfalls kompatibel profilierten
Gittergewebebandes sowie unter Verdichtung der Faserbetonmasse
mit kompatibel profilierten Druckwalzen kann das
Flächenprodukt ohne Mehrarbeit in einem außerordentlich
wirtschaftlichen Herstellungsverfahren zu einem entsprechend
profilierten Formstück ausgebildet werden. Dies ist deshalb
möglich, weil durch ein Profilieren des Gittergewebebandes,
welches aufgrund seiner Materialeigenschaft steif, aber
trotzdem flexibel und demnach formstabil ist, der Faserbeton
unter gleichmäßigem Druck über die gesamte Fläche in die Form
eines Profils gebracht werden kann. Dabei wird durch eine
besonders angepaßte Wahl der Gittergewebegeometrie die
Faserkonzentration insbesondere langer Fasern wunschgemäß in
definierter Tiefe in die Matrix eingedrückt.
Bei Verwendung einer sogenannten Klappschalung, bei der nach
Herstellung des Flächenproduktes die Flanken in Form eines
U-Profils hochgestellt werden, übernimmt das Gittergewebeband
bis zu seiner Entnahme eine vorübergehende Stutzfunktion.
Eine spezielle Variante des Verfahrens zum Herstellen eines
Flächenproduktes mit einer faserverstärkten Betonmatrix, wobei
eine hydraulisch abbindbare Masse als Matrix in gleichmäßig
dicker Schicht mit anteilig beigemischten oder aufgestreuten
Verstärkungsfasern auf eine Unterlage aufgebracht wird und auf
die Matrix ein Gittergewebe aus Draht aufgelegt und unter
Stabilisierung der noch nicht abgebundenen Schicht mit
definierter Kraft und tief in die Matrixschicht eingedrückt
und dabei eine vorgegebene Verdichtung erzeugt wird, ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtgittergewebe bei
Verwendung des Flächenproduktes als permanente Schalung mit
festem Verbund zu später zuzugebendem Ortbeton als ständige
Verankerung zum Ortbeton im Flächenprodukt verbleibt.
Eine Vorrichtung zur Herstellung von Flächenprodukten aus
einer faserverstärkten Beton-Matrix, insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, umfassend
wenigstens einen Spender für Faserbetonmasse mit Mitteln zum
dosierbaren Austrag der Masse auf eine als zeitweiliger Träger
vorgesehene, in Transportrichtung fördernde Unterlage, ist
gekennzeichnet durch ein Drahtgittergewebe als zeitweilige
Stütze und Verdichtungshilfe für die Betonmasse während der
Herstellung eines Produktes, sowie durch Mittel zum Eindrücken
des Drahtgittergewebes in die Matrixschicht unter Einbettung
der Fasern und Verdichtung der Matrixschicht, und zum Ausheben
des Drahtgittergewebes aus der Schicht nach vollendeter
Einbettung der Fasern sowie Verdichtung und Entgasung der
Matrixschicht.
Die Vorrichtung ist unkompliziert, außerordentlich wirksam bei
der Verdichtung der Betonmasse und Einbettung der
Verstärkungsfasern und ermöglicht eine extrem ökonomische
Herstellung insbesondere bei kontinuierlichem Betrieb.
Das Drahtgittergewebe ist ein rollgitterartiges
Gittermaschengeflecht aus Metall- oder Kunststoffdraht und
weist die folgenden Eigenschaften auf, nämlich es ist
- - nicht korrodierbar,
- - steif, jedoch durch mechanische Kraft oder Wärme dauerhaft verformbar,
- - verwebbar in Form sowohl ebener als auch dreidimensionaler Flächengebilde,
- - hochelastisch-formstabil zur Aufnahme punktueller Belastungen ohne bleibende Verformungen,
- - infolge seiner Beweglichkeit weitgehend selbstreinigend.
Je nach Einsatz und Beschaffenheit sowohl der Matrix als auch
der Verstärkungsfasern kann die Gewebestruktur des
Drahtgittergewebes beispielsweise nach Maßgabe der kinetischen
Zähigkeit der Betonmasse sowie Beschaffenheit, Menge und
Verteilung der Verstärkungsfasern vergleichsweise "flache"
oder "hohe" oder "enge" oder "weite" Maschen aufweist.
Ausgestaltungen der Vorrichtung sind entsprechend den
Unteransprüchen vorgesehen. Weitere Einzelheiten, Merkmale und
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung zweier in den Zeichnungen schematisch
dargestellter Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht eine schematische Darstellung einer
Vorrichtung zum Herstellen eines Flächenproduktes,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 im Querschnitt,
Fig. 3 in Seitenansicht eine andere Ausbildung der
Vorrichtung zum Herstellen eines Flächenproduktes,
Fig. 4 eine Ausbildung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit einer
zusätzlichen Einrichtung zum Unterlegen des
Drahtgittergewebebandes mit einem Feingewebematerial
bzw. Gefilze sowie mit einer Vakuumstation,
Fig. 5 eine Ausbildung der Vorrichtung gemäß Fig. 3 mit
einer zusätzlichen Einrichtung zum Unterlegen des
Drahtgittergewebebandes mit einem Feingewebematerial
bzw. Gefilze sowie mit einer Vakuumstation.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist ein Gestell (1)
auf, das im unteren Bereich einen Rollgang (2) für ein
horizontal förderbares, eine Unterlage für die Produkte
bildendes Transportband (3) und oberhalb desselben ein im
Kreislauf über Umlenk- und Stützrollen (4, 5) führbares
Drahtgittergewebeband (7) aufnimmt, wobei oberhalb des
Untertrums (8) des Bandes (7) wenigstens eine Druckrolle (6)
und an der Einlaufseite des Transportbandes (3) ein
Zuteilungstrichter (9) für Faserbetonmasse (11) vorgesehen
ist. Das Band (3) kann am Zulaufende leere Formkörper (10)
aufnehmen und transportieren, die beim Passieren unterhalb des
Zuteilungstrichters (9) mit Faserbetonmasse (11) befüllt
werden. Hierfür weist der Zuteilungstrichter (9) eine nicht
gezeigte Austragsvorrichtung zum dosierenden Austrag von
Faserbetonmasse (11) auf. Beim weiteren Transport mit
Betonmasse (11) befüllter Formkörper (10) wird das
Drahtgittergewebeband (7) mit seinem Untertrum (8) in die
bewegte Masse eingedrückt, wobei es in der bereits
beschriebenen Weise die Verstärkungsfasern in einer bestimmten
Tiefe des entstehenden Flächenproduktes einbettet und
gleichzeitig die Faserbetonmasse (11) innerhalb der befüllten
Formen (12) verdichtet und entgast. Zu diesem Zweck wird das
Untertrum (8) des Drahtgittergewebebandes (7) mit
Andruckrollen (6) beaufschlagt. Diese können zusätzlich mit
Vibrationsmitteln ausgebildet sein, welche das Rütteln,
Entgasen und Verdichten der Betonmasse (11) wesentlich
intensivieren. Anschließend wird das Drahtgittergewebe (7)
unter der Wirkung der Stütz- und Umlenkrollen (5, 4) auf der
Produktseite aus der verdichteten Schicht ausgehoben und im
Kreislauf zurückgeführt. Dabei durchläuft das
Drahtgittergewebe (7) im oberen Bereich des Gestelles (1) im
Zusammenwirken mit den oberen Stützrollen (5) eine
Reinigungswanne (15), die mit Wasser gefüllt sein kann und
worin Reste der Betonmasse abgereinigt werden.
Weiter zeigt die Fig. 1, daß zusätzlich zum
Drahtgittergewebeband (7) und mit diesem beispielsweise im
Kreislauf umlaufend ein Flächenprodukt (14) zwischen diesem
und der Faserbetonmasse (11) eingelegt sein kann. Dieses
Flächenprodukt (14) besteht bevorzugt aus einem luft- und
wasserdurchlässigen Material wie Filz, Stretch oder
Vliesstoff. Auch kann die Vorrichtung oberhalb des mit dem
Flächenprodukt (14) belegten Drahtgittergewebebandes (7)
Mittel (nicht gezeigt) zum Entwässern und Entgasen der
Faserbetonmasse (11) mittels Anlegen eines Vakuums aufweisen.
Fig. 2 zeigt einen wesentlichen Teil der Vorrichtung gemäß
Fig. 1 im Querschnitt, nämlich das Gestell (1) mit Rollgang
(2) im unteren Bereich, der ein endloses Transportband mit
Obertrum (3a) und Untertrum (3b) und (nicht dargestelltem)
Antrieb führt. Das Obertrum (3a) des Förderbandes trägt eine
im Auslauf mit Faserbetonmasse befüllte Form (12) mit bereits
verdichteter Faserbetonmasse. Diese Form (12) ist zur
Formgebung eines Produktes (13) mit stufenförmigen
Profilierungen ausgebildet, wobei das Drahtgittergewebeband
(7) ebenfalls mit einer kompatiblen Profilierung sowie die
zugeordnete Druckrolle (6) mit entsprechend stufenförmigen
Profilierungen als Profilwalze ausgebildet ist bzw. sind.
Weiterhin zeigt Fig. 2 ein zwischen das Drahtgittergewebeband
(11) und die Oberfläche des Produktes (13) eingelegtes
Flächenprodukt (14) aus einem gas- und wasserdurchlässigem
Material wie Filz, Stretch- oder Vliesstoff.
Die in Fig. 3 gezeigte Vorrichtung weist ein Gestell (16)
auf, das beispielsweise aus zwei entlang einer gedachten
vertikalen Symmetrieebene zum Förderspalt (19) angeordneten
Hälften (17, 18) besteht. Jede Hälfte (17, 18) ist mit einer
separaten Drahtgitteranordnung (27, 28) ausgestattet. Diese
bewegen sich gegenläufig im Kreislauf unter Bildung des
zwischen beiden abwärts gerichteten Förderspaltes (19) sowie
unter Beaufschlagung mit Druckrollen (20) und sind um
Umlenkrollen (21) antreibbar geführt. Die
Drahtgitteranordnungen (27, 28) wirken im Förderspalt (19) mit
einem oberhalb desselben angeordneten Zugabetrichter (22) für
Betonmasse zusammen. Das Gestell (16) ist oberhalb eines
horizontalen Trägerbandes (3) angeordnet und mit einer
Umlenkung (31) des Spaltes (19) in die horizontale
Förderrichtung versehen.
Mit Vorteil kann das Förderband (3) an seiner Einlaufseite
leere Formkörper (10) transportieren, die bei Passieren eines
Zuteilungstrichters (9) wenigstens zum Teil mit
Faserbetonmasse gefüllt und im Bereich der Umlenkung (31)
unterhalb des Förderspaltes (19) vollständig mit Formmasse
ausgefüllt werden. Diese ist bereits vorverdichtet und mit
Verstärkungsfasergewebe versehen, welches aus zwei
Abrollhaspeln (32, 33) auf das im Spalt (19) gebildete
Faserbetonlaminat aufgebracht und unter der Wirkung der durch
den Spalt bewegten Drahtgittergeflechte (27, 28) mit
definierter Tiefe und Druckkraft unter Verdichtung der
Betonmasse mit dieser vereinigt wurde.
Unmittelbar darauf verlassen die mit Produkten (13) gefüllten
Formkörper (12) auf dem Förderband (3) die Vorrichtung und
werden beispielsweise abgestapelt, um dem Produkt genügend
Zeit zur Aushärtung zu geben.
Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung, die im grundsätzlichen Aufbau
der Fig. 1 entspricht, jedoch mit dem Unterschied, daß
zwischen die Oberfläche der Betonfasermasse (11) und das
Drahtgittergewebeband (7) ein luft- und wasserdurchlässiges
bandförmiges Material bzw. Flächenprodukt oder Band (14)
eingelegt ist. Im Bereich des Auslaufs und oberhalb des
bandförmigen Materials (14), abseits des bereits abgehobenen
Drahtgittergewebebandes (7), kann zusätzlich eine
Vakuumstation (38) angeordnet sein, die eine intensive
Restentwässerung der Betonfasermasse (11) bewirkt bzw.
beschleunigt. Das Band (14) kann bei der gezeigten Ausführung
beispielsweise von einer Vorratsrolle (36) abgewickelt und
nach Erfüllung seiner Aufgabe und Passieren einer Umlenkrolle
(35) auf eine Aufwickelrolle (37) aufgewickelt werden. Dabei
kann die Einrichtung so ausgelegt sein, insbesondere durch
eine zweckmäßige Positionierung der Umlenkrolle (35), daß das
bandformige Material (14) bis zur Erhärtung der
Betonfasermasse (11) auf dieser belassen und erst danach von
deren Oberfläche abgezogen wird.
Fig. 5 zeigt eine ähnliche zusätzliche Ausgestaltung einer
Vorrichtung gemäß Fig. 3 mit einem im Kreislauf geführten
zusätzlichen bandförmigem Material als Flächenprodukt (14).
Dieses umläuft die Umlenkrollen (33, 21, 31, 35) und kehrt
wieder zur Rolle (33) als endloses Band zurück. Zwischen den
Umlenkrollen (31) und (35) kann fakultativ eine Vakuumstation
(38) zur Intensivierung der Entwässerung der Betonfasermasse
(11) angeordnet sein. Selbstverständlich kann auch hier von
der Maßnahme gemäß Fig. 4 Gebrauch gemacht sein, daß anstelle
eines Endlos-Umlaufes des Bandes (14) dieses von einer
Vorratsrolle ab- und auf eine Aufnahmerolle aufläuft. Eine
Entscheidung für eine dieser Möglichkeiten wird vom Fachmann
nach Maßgabe der Arbeitsparameter und insbesondere nach Art
und Festigkeit sowie der mechanischen Beschaffenheit des
Feingewebes zu treffen sein.
Das Verfahren und die Vorrichtung sind nicht streng oder
ausschließlich an die gezeigten und beschriebenen
Ausführungsbeispiele gebunden. So können - gemäß Beschreibung
und den Fig. 4 und 5 - luft- und wasserdurchlässige
Feingewebe oder Gefilze als Bandmaterial (14) mit dem
beschriebenen "groben" Drahtgittergewebeband (7) kombiniert
werden, um eine optisch hochwertige Oberfläche ohne
Fehlstellen bei einem abschließenden Verdichtungsschritt zu
erzielen. Der Einsatz solcher Feingewebe oder Gefilze (14)
ermöglicht beispielsweise ein besonders intensives Entwässern
der Betonfasermasse (11) mit Hilfe von Vakuum. Weil derartige
feinporige Materialien aus Filz, Stretch oder Vliesstoff wegen
ihrer Feinstruktur nicht an der Matrix anhaften, können sie
bis nach dem Erhärten an bzw. in der Matrix verbleiben und
dann ohne deren Beschädigung abgezogen werden. Auch kann
anstelle der als Formen profiliert ausgebildeten Unterlagen
(10, 12) das Transportband (3) selbst zur Formgebung des
Produktes (13) mit Profilierungen ausgestaltet sein.
Weitere verfahrenstechnische Alternativen können darin
bestehen, daß einzelne Verfahrensschritte mehrfach wiederholt
werden. Derartige zweckmäßige Ausgestaltungen richten sich
jeweils nach der konkreten Aufgabenstellung sowie den
Anforderungen an das Produkt und können nach handwerklichem
Ermessen des Fachmannes von Fall zu Fall im Rahmen des
Kerngedankens der Erfindung optimiert werden.
Claims (21)
1. Verfahren zum Herstellen von Flächenprodukten mit einer
faserverstärkten Beton-Matrix, wobei eine hydraulisch
abbindbare Masse als Matrix in gleichmäßig dicker Schicht mit
anteilig beigemischten oder aufgestreuten Verstärkungsfasern
auf eine Unterlage (3) bzw. in eine Form (10) aufgebracht und
die Verstärkungsfasern infolge ihrer Festigkeit und
Langzeitbeständigkeit bei optimalem Verbund mit der Matrix die
mechanischen Eigenschaften des damit hergestellten Produktes
bestimmen und die Qualität des Verbundes zwischen Fasern und
Matrix durch Art und Intensität ihrer Verdichtung maßgeblich
beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Schicht
ein Gittergewebe (7, 27, 28) aus Draht aufgelegt und unter
Stabilisierung der noch nicht abgebundenen Schicht mit
definierter Kraft und Tiefe in diese eingedrückt, dabei eine
vorgegebene Verdichtung erzeugt und das Drahtgittergewebe (7,
27, 28) nach gleichmäßiger Einbettung der Fasern in die
Matrixschicht sowie nach deren Verdichtung und Entgasung
wieder aus der Schicht herausgezogen und die Masse abbinden
gelassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Matrixschicht auf eine mit gleichmäßiger Geschwindigkeit in
Transportrichtung bewegte Transportunterlage (3) aufgebracht
und ein ,endloses Gittergewebeband (7, 27, 28) unter Führung im
Kreislauf jeweils mit gleicher Geschwindigkeit am Anfang einer
Transportstrecke fortlaufend auf die Schicht aufgelegt und im
Gleichlauf in diese eingedrückt sowie am Ende der
Transportstrecke fortlaufend aus der Schicht herausgezogen und
in den Kreislauf zurückgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite des Flächenproduktes (13) nach Entfernen
des Gittergewebebandes (7, 27, 28) durch Überstreichen
geglättet wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Verdichten und Entwässern
bzw. Entgasen der Faserbetonmasse (11) mit dem
Drahtgittergewebeband (7, 27, 28) ein luft- und
wasserdurchlässiges Feingewebematerial oder Gefilze (14)
kombiniert wird, wobei durch dessen Einsatz, bevorzugt bei
einem abschließenden Verdichtungsschritt, eine optisch
hochwertige Oberfläche des Produktes (13) ohne Fehlstellen
erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerung und Entgasung
der Faserbetonmasse (11) bei Einsatz der Kombination von
Drahtgittergewebeband (7, 27, 28) mit Feingewebematerial oder
Gefilze (14) mit Unterstützung durch Vakuum vorgenommen wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zu tiefes Eindringen des
Drahtgittergewebebandes (7, 27, 28) in die Faserbetonmasse
(11) durch Unterlegen mit Feingewebematerial oder Gefilze (14)
vermieden wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Luft- und wasserdurchlässige
Feingewebematerial oder Gefilze (14) zwischen die Oberfläche
der Faserbetonmasse (11) und das Drahtgittergewebeband (7, 27,
28) eingelegt und bis zum Erhärten der Masse auf dieser
belassen und erst danach von der Oberfläche abgezogen wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flächenprodukt (13) durch
Aufbringen der Matrix auf eine als Form profiliert
ausgebildete Unterlage (10, 12) zumindest an der Unterseite
mit einem Profil kompatibel geformt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Matrix auf eine als Form mit
einem Profil ausgebildete Unterlage (10, 12) aufgebracht,
darauf ein ebenfalls kompatibel profiliertes Gittergewebeband
(7, 27, 28) aufgelegt und unter Verdichtung der
Faserbetonmasse mit kompatibel profilierten Druckwalzen (6,
20) in diese eingedrückt und das Flächenprodukt (13) zu einem
entsprechend profilierten Formstück ausgebildet wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
wobei die Flanken des Flächenproduktes (13) unter Verwendung
einer Klappschalung in Form eines U-Profils hochgestellt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gittergewebeband (7,
27, 28) bis zu seiner Entnahme die Funktion einer zeitweiligen
Stütze übernimmt.
11. Verfahren zum Herstellen eines Flächenproduktes mit einer
faserverstärkten Beton-Matrix, wobei eine hydraulisch
abbindbare Masse als Matrix in gleichmäßig dicker Schicht mit
anteilig beigemischten oder aufgestreuten Verstärkungsfasern
auf eine Unterlage (3) aufgebracht wird und auf die Matrix ein
Gittergewebe (7, 27, 28) aus Draht aufgelegt und unter
Stabilisierung der noch nicht abgebundenen Schicht mit
definierter Kraft und Tiefe in die Matrixschicht eingedrückt
und dabei eine vorgegebene Verdichtung erzeugt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Drahtgittergewebe (7, 27, 28) bei
Verwendung des Flächenproduktes (13) als permanente Schalung
mit festem Verbund zu später zuzugebendem Ortbeton als
ständige Verankerung zum Ortbeton im Flächenprodukt verbleibt.
12. Vorrichtung zur Herstellung von Flächenprodukten aus einer
faserverstärkten Beton-Matrix, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach der Erfindung, mit wenigstens einem
Spender (9) für Faserbetonmasse (11) mit Mitteln zum
dosierbaren Austrag der Masse (11) auf eine als zeitweiliger
Träger vorgesehene in Transportrichtung förderbare Unterlage
(3) bzw. in eine von der förderbaren Unterlage (3)
mitgeführten Formauflage (10), gekennzeichnet durch ein
Drahtgittergewebe (7, 27, 28) als zeitweilige Stütze und
Verdichtungshilfe für die Betonmasse während der Herstellung
eines Produktes (13), sowie durch Mittel (6, 20) zum
Eindrücken des Drahtgittergewebes (7, 27, 28) in die
Matrixschicht unter Einbettung der Fasern und Verdichtung der
Matrixschicht sowie mit Mitteln (4, 5, 21) zum Ausheben des
Drahtgittergewebes (7, 27, 28) aus der Schicht nach Einbettung
der Fasern sowie Verdichtung und Entgasung der Matrixschicht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Drahtgittergewebe (7, 27, 28) ein Gittermaschengeflecht
aus Metall- oder Kunststoffdraht ist und die folgenden
Eigenschaften aufweist, nämlich es ist
- - nicht korrodierbar,
- - steif, jedoch durch mechanische Kraft oder Wärme dauerhaft verformbar,
- - verwebbar in Form sowohl ebener als auch dreidimensionaler Flächengebilde,
- - hochelastisch-formstabil zur Aufnahme punktueller Belastungen ohne bleibende Verformungen,
- - infolge seiner Beweglichkeit weitgehend selbstreinigend.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewebestruktur des Drahtgittergewebes
(7, 27, 28) nach Maßgabe der kinetischen Zähigkeit der
Betonmasse sowie Beschaffenheit, Menge und Verteilung der
Verstärkungsfasern vergleichsweise "flache" oder "hohe" oder
"enge" oder "weite" Maschen aufweist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Drahtgittergewebeband (7, 27, 28) und der Oberfläche der
Faserbetonmasse (11) ein Flächenprodukt (14) aus Filz oder
Stretch oder Vlies eingelegt ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß sie oberhalb des mit dem
Flächenprodukt (14) belegten Drahtgittergewebebandes (7, 27,
28) Mittel (38) zum Entwässern und Entgasen der
Faserbetonmasse (11) mittels Vakuum aufweist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Gestell (1) aufweist,
das im unteren Bereich einen Rollgang (2) für ein horizontal
förderbares, eine Unterlage für die Produkte bildendes
Transportband (3) und oberhalb desselben ein im Kreislauf über
Umlenk- und Stützrollen (4, 5) führbares Drahtgittergewebeband
(7) aufnimmt, wobei oberhalb des Untertrums (8) des Bandes (7)
wenigstens eine Druckrolle (6) und an der Einlaufseite des
Transportbandes (3) ein Zuteilungstrichter (9) für Betonmasse
vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband (3) zur
Formgebung des Produktes (13) Formauflagen (10, 12) aufweist
und das Drahtgittergewebeband (7) mit kompatiblen
Profilierungen sowie die zuordenbaren Druckrollen (6) als
Profilwalzen ausgebildet sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein Gestell (16) mit zwei nahezu spiegelsymmetrischen
Hälften (17, 18) aufweist, wobei in jeder Hälfte (17, 18) eine
separate Drahtgitteranordnung (27, 28) gegenläufig im
Kreislauf unter Bildung eines dazwischen abwärts gerichteten
Förderspaltes (19) sowie unter Beaufschlagung mit Druckrollen
(20) um Umlenkrollen (21) antreibbar geführt und mit einem
oberhalb des Förderspaltes (19) angeordneten Zugabetrichter
(22) für Betonmasse zusammenwirkbar ist, und daß das Gestell
(16) oberhalb eines horizontalen Trägerbandes (3) mit einer
Umlenkung (31) des Spaltes (19) in die horizontale
Förderrichtung versehen ist, wobei es bevorzugt an seiner
Oberseite zwei Abrollhaspel (32, 33) für
Verstärkungsfasergewebe aufnimmt, die zusammen mit der den
Spalt (19) ausfüllenden Matrix mit dieser vereinigbar durch
den Spalt (19) gezogen werden.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
in Förderrichtung des Trägerbandes (3) im Abstand vor dem
Gestell (16) ein Spender (9) für Faserbetonmasse (11) mit
Mitteln zum dosierbaren Austrag von Faserbetonmasse (11) auf
das Transportband (3) bzw. in eine Form (10) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Abrollhaspel (36)
für Feingewebeband (14) und, nach einer zusätzlichen
Umlenkrolle (35), einen Aufrollhaspel (37) für das
Feingewebeband (14) aufweist.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE1996150432 DE19650432A1 (de) | 1996-12-05 | 1996-12-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Flächenproduktes mit einer faserverstärkten Beton-Matrix |
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