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DE19648337C2 - Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung - Google Patents

Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung

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DE19648337C2
DE19648337C2 DE1996148337 DE19648337A DE19648337C2 DE 19648337 C2 DE19648337 C2 DE 19648337C2 DE 1996148337 DE1996148337 DE 1996148337 DE 19648337 A DE19648337 A DE 19648337A DE 19648337 C2 DE19648337 C2 DE 19648337C2
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L1/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
    • F01L1/02Valve drive
    • F01L1/04Valve drive by means of cams, camshafts, cam discs, eccentrics or the like
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L1/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
    • F01L1/12Transmitting gear between valve drive and valve

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)

Description

Die Erfindung geht aus von einer Brennkraftmaschine mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Brennkraftmaschine dieser Art ist allgemein bekannt. Man hat versucht, die Ventilsteuerung dieser Maschine so zu gestalten, daß eine möglichst vollkommene Verbrennung des Brennstoffgemisches erreicht wird. Die bisherigen Erfolge sind jedoch nicht ganz zufriedenstellend, so daß auf Katalysatoren, Gasrückführungen, Druckaufladungen und ähnliche Techniken zurückgegriffen wird. In diesem Zusammenhang ist die DE 23 58 894 A1 bekannt, gemäß der ein Viertaktmotor so betrieben wird, daß nach dem Arbeitstakt gleich ein weiterer Verdichtungstakt mit sich anschließendem weiteren Arbeitstakt folgt, bei dem das nachverdichtete, gegebenenfalls mit Luft oder Sauerstoff angereicherte, vorverbrannte Gemisch wiederum gezündet wird. Erst dann folgt der Ausstoßtakt. Dies setzt eine kom­ plizierte Ventilsteuerung voraus, denn das Auslaß- und das Einlaßventil bleiben zunächst für zwei weitere Takte geschlossen.
In der DE-OS 20 61 481 ist eine Ventilsteuerung beschrieben, die einen unmittel­ bar durch den Nocken einer Nockenwelle betätigten Kipphebel für jedes Ventil umfaßt. Die Kipphebel weisen eine platz- und fertigungsaufwendige Wellen­ lagerung auf. Des weiteren ist ein gesondertes, mit dem ventilseitigen Hebelarm jedes Kipphebels zusammenwirkendes und mit dem Zylinderkopf des Motorblocks verbundenes Gehäuse für den Ventilschaft jedes Ventils vorgesehen, in dem ein federbelasteter, mehrteiliger Aufbau an dem oberen Ventilschaftende und an dem Hebelarm angreift. Die Feder öffnet das Ventil, wenn sich der ventilseitige Hebel­ arm des Kipphebels aufgrund der entsprechenden Nockenwellenstellung nach unten bewegt. Jeder Nocken der Nockenwelle umfaßt eine Ventilschließkurve, die auf einem Kreisbogen liegt, dessen Radius der größte Nockenradius ist, und zur Erzielung von guten Gemisch- oder Lufteinströmverhältnissen eine ebene Ventil­ öffnungskurve, die die Sehne des Kreisbogens darstellt. Befindet sich ferner die Rolle des nockenseitigen Hebelarmes der Kipphebel auf der Sehne, ist das jeweili­ ge Ventil geöffnet. Bei geöffnetem Ventil kann der jeweilige Ventilteller mit seinem Schaft durch den Motorkolben nach oben bewegt werden, ohne irgend einen Schaden hervorzurufen, wenn der oder die Kipphebel aufgrund eines Noc­ kenwellenstillstandes in ihrer Offenstellung verbleiben. Jedoch haben die Ventil­ schaftgehäuse aufgrund ihrer zahlreichen inneren Bauteile eine beträchtliche Größe und benötigen daher relativ viel Platz, wodurch die Konstruktion und die Her­ stellung von Motoren insbesondere mit mehreren Einlaß- und mehreren Aus­ laßventilen je Zylinder erheblich erschwert ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Brennkraftmaschine der eingangs angeführten Art so zu verbessern, daß neben der Verminderung eines durch Noc­ kenwellenstillstand bedingten Motorschadens und der Beibehaltung einer effektiven Verbrennung des in die Maschine eingesaugten Brennstoffgemisches eine platzsparende, einfach aufgebaute und kostengünstig herstellbare Konstruk­ tion für die Ventilsteuerung erreicht ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 ange­ geben.
Durch diese Lösung ist ein neues Ventilbetätigungssystem für solche Brennkraft­ maschinen geschaffen, deren Ventile über zwischengeschaltete Übertragungs­ glieder, also mittelbar, gesteuert werden. Solche Übertragungsglieder sind im allgemeinen die bereits genannten Kipphebel, die aber eine relativ teure Dreh­ lagerung aufweisen, wofür oft nicht der nötige Platz zur Verfügung steht. Auch müssen die Kipphebel selbst sehr genau hergestellt werden, was mit entsprechen­ den Kosten verbunden ist. Insbesondere wenn mehrere Einlaßventile und mehrere Auslaßventile je Zylinder vorgesehen sind, ist ein Kipphebelsystem allein schon aus Platzgründen oft nicht wirtschaftlich herstellbar.
Erfindungsgemäß werden nunmehr wenigstens zwei den jeweiligen Zylinder in Motorquerrichtung überbrückende, sich auf und ab bewegende Brückenglieder verwendet, die - im Fall von zwei Einlaßventilen und zwei Auslaßventilen je Zylinder - je zwei dem Zylinder zugekehrte Vorsprünge aufweisen, wobei jeder Vorsprung mit einem Nocken der zugehörigen Nockenwelle zusammenarbeitet. An jedem Brückenglied hängt zwischen seinen beiden Vorsprüngen der Schaft des Ventilkörpers, oder der Ventilkörper, wenn mehrere Einlaßventile für einen Zylin­ der vorgesehen sind. Diese Konstruktion ist noch einmal für das Auslaßventil oder die Auslaßventile vorgesehen. Jede der beiden Nockenwellen trägt nebeneinander einen Einlaßnocken und einen Auslaßnocken für den oder jeden Zylinder. Die beiden Brückenglieder je Zylinder sind in ihren Endbereichen an einfachen Stangenführungen vertikal und gegen eine Federkraft ständig nachgiebig bewegbar gelagert. Ein solcher Aufbau für die Steuerung der Ventile ist platzsparend, sehr einfach und kann kostengünstig hergestellt werden.
Auch ist die Qualität der Verbrennung des eingesaugten Brennstoffgemisches ist verbessert, weil die Ventilsteuerungszeiten mit der negativen Steuerkurve der Nocken auf einfache Weise den optimalen Verbrennungsbedingungen angepaßt werden können. Die Verbrennungsresultate sind jedoch wenigstens genauso gut, wie sie mit herkömmlichen, also positiven Steuerkurven der die Ventile steuernden Nocken erreicht werden. Ferner wird durch das neue Ventilsteuerungssystem sichergestellt, daß auch ein nockenwellenbedingter Motorschaden vermieden ist. Sollte die Nockenwelle aus irgendeinem Grund stehenbleiben, werden geöffnete Ventile nicht beschädigt, weil sie auch in dieser Stellung gegen eine Federkraft nach oben gedrückt werden können und praktisch in Schließstellung gelangen. Ihre nach oben gerichtete Nachgiebigkeit wird beispielsweise dadurch erreicht, daß das betroffene Brückenglied aufgrund seiner vertikal nach unten wirkenden Feder­ belastung nach oben nachgeben kann.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der zurückspringenden Steuer­ kurve jedes Nockens ist diese konkav geformt oder etwa V-förmig mit abgerundetem Scheitel ausgebildet, wobei die am weitesten zurückspringende Stelle der Steuerkurve dem Ventilhub entspricht. Diese Steuerkurve umfaßt etwa 90° des Nockendrehwinkels. Der in diese Steuerkurve eingreifende Vorsprung des Brückengliedes weist z. B. einen V-förmigen Profilquerschnitt auf, wobei der Scheitel des Vorsprunges abgerundet ist, um ein gutes Gleiten auf der Steuerkurve zu gewährleisten. Diese Konstruktion ist einfach aufgebaut und mit üblichen Verfahren kostengünstig herstellbar.
In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung ist die längsaxiale Beweglichkeit des oder jedes Ventilschaftes in dem jeweiligen Brückenglied neben dem Ventilspielausgleich um den Ventilhub erweitert. Hierdurch kann allein oder zusammen mit der vertika­ len Bewegung des betroffenen Brückengliedes eine vertikale Rück­ bewegung des oder der Ventilschäfte, also eine Bewegung in deren Schließrichtung, erreicht werden, wenn im Schadensfall ein Kolben gegen den oder die entsprechenden Ventilkörper anstößt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den anliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen teilweise dargestellten Motor­ block mit weggelassenen Zylinderkopf, wobei jedoch einige Bauteile für die Steuerung der gestrichelt ange­ deuteten Zylinderventile dargestellt sind,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung nach der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen Einlaßnocken in vergrößertem Maßstab während des Einsaugtaktes,
Fig. 5 den Einlaßnocken nach Fig. 4 während des Verdich­ tungstaktes,
Fig. 6 + 7 weitere Beispiele für die Lagerung eines Ventilschaf­ tes,
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform für einen Einlaßnoc­ ken.
In Fig. 1 ist ein teilweise dargestellter Motorblock 1 gezeigt, bei dem der übliche Zylinderkopf weggelassen und bei dem nur ein Zylinder 2 zu sehen ist. Es können jedoch auch mehrere Zylinder in dem Motorblock vorgesehen sein, so daß z. B. ein Vierzylin­ dermotor herstellbar ist. Auf dem der besseren Übersicht wegen weggelassenen Zylinderkopf sind zwei Nockenwellen 3 in Längs­ richtung des Motors drehbar gelagert und werden in üblicher Weise von der Kurbelwelle (nicht gezeigt) mit deren halber Dreh­ zahl angetrieben. Für den angedeuteten Zylinder 2 sind zwei Einlaßventile 4 und zwei Auslaßventile 5 vorgesehen. Es ist je­ doch auch möglich, jeweils nur ein Einlaßventil und zwei Aus­ laßventile oder zwei Auslaßventile und ein Einlaßventil oder ein Einlaß- und ein Auslaßventil vorzusehen. Solche Kombinationen von Ventilen sind bekannt und nicht entscheidend für die vor­ liegende Erfindung.
Die beiden Nockenwellen 3 sind jeweils mit einem Einlaßnocken für die beiden Einlaßventile 4 und mit einem Auslaßnocken für die beiden Auslaßventile 5 versehen. Für die Betätigung der Einlaßventile 4 und der Auslaßventile 5 ist jeweils ein Brücken­ glied 8 bzw. 9 vorgesehen, das in Fig. 1 gestrichelt und nur teil­ weise dargestellt ist. Die beiden parallel nebeneinander liegenden Brückenglieder 8 und 9 überqueren wenigstens den Zylinder 2 im Motorblock 1 und betätigen bei Drehung der Nockenwellen 3 zu den entsprechenden Zeiten die Einlaßventile 4 und die Auslaßven­ tile 5, indem sie sich insgesamt heben und absenken aufgrund ihres Ablaufes auf den jeweils beiden Nocken 6 und 7.
In den Fig. 2 und 3 ist der Motorblock 1 mit einem Zylinderkopf 10 mit Abdeckhaube 10a versehen. Dieser Zylinderkopf ist in üblicher Weise mit dem Motorblock 1 verschraubt; er kann aber auch zusammen mit dem Motorblock aus einem Stück bestehen.
Fig. 2 zeigt, daß sich die Einlaßventile 4 in Offenstellung befin­ den, und zwar aufgrund des abgesenkten Brückengliedes 8. Zur gleichen Zeit sind die Auslaßventile 5 gemäß Fig. 3 geschlossen, weil sich das zugehörige Brückenglied 9 wieder in seiner obersten Stellung befindet, und zwar aufgrund der entsprechenden Schließ­ stellung der Auslaßnocken 7.
Die Nocken 6 und 7 sind im gezeigten Beispiel gegenläufig ange­ trieben. Dies ist jedoch nicht Bedingung; sie können auch gleichsinnig angetrieben werden. In diesem Fall hat der eine Auslaßnocken 7 zum anderen Auslaßnocken 7 selbstverständlich eine um 90°-Drehwinkel veränderte Stellung. In jedem Fall bewe­ gen sich die Brückenglieder 8, 9 insgesamt äquidistant zu dem Zylinderkopf 10.
Aus den Fig. 2 bis 5 ist die neue Nockenform deutlich zu erken­ nen. Es ist zu entnehmen, daß die Steuerumfangsstrecke jedes Nockens, welche die Ventilöffnungszeiten bestimmt, aus einer gegenüber der übrigen Nockenkreisform zurückspringenden, also negativen Kurve 11 bzw. 12 besteht. Diese zurückspringenden Steuerkurven sind beispielsweise konkav geformt, wobei die am weitesten zurückspringende (tiefste) Stelle jeder Kurve dem Ven­ tilhub entspricht. Alternativ kann jede Steuerkurve auch etwa V- förmig mit abgerundetem Scheitel ausgebildet sein oder eine andere geeignete Form haben. Die Endbereiche jeder Steuerkurve können so geformt sein, daß gewünschte Ventilöffnungsüber­ schneidungen gegeben sind. Im allgemeinen umfaßt die jeweilige Steuerkurve 11 bzw. 12 des entsprechenden Nockens 6, 7 etwa einen Nockendrehwinkel von 90°. Es sei darauf hingewiesen, daß die Steuerkurven 11, 12 so geformt sein können, daß der maxima­ le Öffnungshub jedes Ventiles sehr schnell erreicht wird, so daß ein optimaler Gaswechsel in dem Zylinder 2 erreicht wird.
Man erkennt aus den Fig. 2 und 3, daß das jeweilige Brücken­ glied 8 bzw. 9 je mit zwei Vorsprüngen 13 bzw. 14 versehen ist. Diese Vorsprünge 13, 14 bilden in gewisser Form ein Nocken­ ablaufelement oder einen Nockenfolger und weisen z. B. einen V- förmigen Profilquerschnitt mit abgerundetem Scheitel auf. Auf jeden Fall sind diese Vorsprünge so ausgebildet, daß sie bestim­ mungsgemäß auf der entsprechenden Steuerkurve 11, 12 gleiten können.
Die beiden Brückenglieder 8, 9 bestehen aus einem länglichen, den jeweiligen Zylinder überquerenden Bauteil, das vertikal ge­ führt ist und mittels Federkraft ständig nachgiebig gegen die Nocken 6, 7 gedrückt gehalten wird. Hierzu sind beispielsweise im seitlichen Randbereich des Zylinderkopfes 10 zwei ortsfeste Füh­ rungsstangen 15 vorgesehen, an denen die Endbereiche der Brüc­ kenglieder 8, 9 vertikal gleiten. An diesen Führungsstangen sind oberhalb der Brückenglieder Druckfedern 16 vorgesehen, die eine ständig vertikal nach unten auf die Brückenglieder wirkende Kraft ausüben.
Zwischen den Vorsprüngen 13 und 14 des jeweiligen Brücken­ gliedes 8 bzw. 9 sind in diesem Bohrungen 17 bzw. 18 vorgesehen, in denen die Schäfte 19 der Ventilkörper 20 der Ventile 4 bzw. 5 zumindest geringfügig axial beweglich angeordnet sind. Hierzu sind in dem jeweiligen Brückenglied Stifte 21 gelagert, die wieder­ um im jeweiligen Ventilschaft 19 mit Festsitz montiert sind. Die Löcher 22 in dem jeweiligen Brückenglied 8, 9 sind so geformt, daß die erwähnte Axialbewegung der Ventilkörper 20 ermöglicht ist, damit ein sicheres Schließen der Ventile ohne Beschädigung der Ventilsitze und/oder der Ventilkörper gewährleistet ist. Hier­ zu sind die Ventilschäfte an ihrem Oberende mit Druckfedern 23 versehen. Diese stützen sich oben an dem jeweiligen Brückenglied 8, 9 ab, so daß die Ventilschäfte 20 ständig nach oben, also in Schließrichtung, gedrückt werden. Auf diese Weise wird das Ven­ tilspiel ausgeglichen.
Fig. 6 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Anordnung der Ventil­ schäfte 19 an den Brückengliedern 8, 9. Die gezeigte Anordnung ermöglicht, daß die geöffneten Ventilkörper 20 und deren Schäfte 19 im Schadensfall durch den Kolben des oder der betroffenen Zylinder allein oder zusammen mit dem zugehörigen Brückenglied nach oben gedrückt werden können und dadurch unbeschädigt bleiben. Hierzu weisen die Brückenglieder 8, 9 ein vertikales Langloch 24 auf, in dem der Stift 21 der Schäfte 19 beweglich ist. Ferner ist zusätzlich eine untere Druckfeder 25 vorgesehen, die sich an einem Bund 26 der die Schäfte 19 und unten an den Brüc­ kengliedern 8, 9 abstützt. Die Länge der Löcher 24 ist derart, daß der darin gleitende Stift 21 nach oben den Weg H zurücklegen kann, der dem maximalen Ventilhub entspricht. Nach unten braucht für den jeweiligen Stift nur etwas Bewegungsspielraum zum Ausgleich des Ventilspiels beim Ventilschließvorgang vorhan­ den zu sein. Dementsprechend sind die Druckfedern 23 und 25 so bemessen und auf einander abgestimmt, daß sie in Normalstellung den Stift 21 in der in Fig. 6 gezeigten Stellung halten. Dieser kann im Schadensfall, d. h., wenn also das betroffene und abge­ senkte Brückenglied stehengeblieben ist, den Weg H nach oben zurücklegen, so daß auch die zugehörigen Ventilschäfte und Ven­ tilkörper nach oben ausweichen können.
Fig. 7 zeigt eine noch weitere Art zur Anordnung der Ventilschäf­ te 19 an den Brückengliedern 8, 9. Die Schäfte 19 sind an ihrem oberen Bereich abgesetzt und gehen in einen dünneren Abschnitt 19a über, der sich durch die Bohrungen 17 der Glieder 8, 9 er­ streckt und oberhalb der Glieder mit der Druckfeder 23 versehen ist. Zwischen der so gebildeten Schulter 19b der Schäfte 19 und den Gliedern 8, 9 ist ein federndes Teil 32 gelagert, z. B. ein Kunststoffring oder eine Tellerfeder, um Stoßbelastungen in die­ sem Bereich abzufedern. Bei dieser Ausbildung entfällt der Stift 21 gemäß den Fig. 2, 3 und 6.
Die Fig. 4 und 5 zeigen in vergrößerter Darstellung den Nocken­ aufbau und verdeutlichen dessen Funktion in Verbindung mit dem entsprechenden, nur teilweise dargestellten Vorsprung 13, 14 des Brückengliedes 8 bzw. 9. Die zurückspringende, also negativ ge­ formte jeweilige Steuerkurve 11, 12 des entsprechenden Nockens 6 bzw. 7 ist im gezeigten Fall kreisbogenförmig ausgebildet. Wie jedoch bereits erwähnt, können auch andere zurückspringende, dem Fachmann ohne weitere naheliegende Steuerkurven ange­ wendet werden, die eine optimale Ventilsteuerungszeit gewähr­ leisten.
Während die in den Fig. 4 und 5 gezeigten Nocken 6, 7 für 4- Takt-Motoren bestimmt sind, zeigt Fig. 8 alternativ einen Ein­ laßnocken 33 für einen 6-Takt-Motor. Zwecks Erzielung einer noch besseren und damit noch weniger Schadstoffe hinterlassen­ den Verbrennung des Brennstoffgemisches ist die zurückspringen­ de Kurve 34 der Steuerumfangsstrecke jedes Einlaßnockens 33 in drei Teilabschnitte aufgeteilt, welche insgesamt die Gemischbil­ dung positiv beeinflussen. Die drei Teilabschnitte sorgen für ein sehr gut mit Luft bzw. Sauerstoff angereichertes Brennstoffge­ misch und umfassen je etwa 60 Drehwinkelgrade des Einlaßnoc­ kens entsprechend jeweils einem Takt. Gemäß dem Drehrichtungs­ pfeil A für den Einlaßnocken ist der erste Teilabschnitt 35 (1. Takt) ein zurückspringender Kurventeil, dessen radiale Tiefe dem Ventilhub H entspricht. Es folgt dann ein vorspringender Kurventeil als zweiter Teilabschnitt 36 (2. Takt). Schließlich folgt wieder ein zurückspringender Kurventeil als dritter Teilabschnitt 37 (3. Takt), dessen Tiefe vorteilhaft wieder dem erstgenannten Ventilhub H entspricht. Es ist zweckmäßig, den zweiten, wieder vorspringenden Teilabschnitt 36 nur über eine Teilstrecke h des maximalen Ventilhubes H vorspringen zu lassen (Fig. 8).
Die Herstellung des optimalen Brennstoffgemisches erfolgt mit einem solchen Einlaßnocken derart, daß im 1. Takt angesaugt wird (reine Luft, in die dann Brennstoff eingespritzt wird, oder schon Gemisch). Es folgt dann im 2. Takt eine teilweise Wieder­ ausstoßung des gebildeten Gemisches in das angrenzende Ansaug­ system, wobei eine weitere Verwirbelung des Gemisches statt­ findet. Daran schließt sich wieder ein Ansaugen des verwirbelten Gemisches an, wobei die Verwirbelung des Gemisches nochmals gesteigert und mit weiterer Luft aus dem Ansaugsystem angerei­ chert wird.
Während der übrigen drei Takte, deren zugeordnete Abschnitte des Einlaßnockens 33 ebenfalls etwa 60 Winkelgrade umfassen, erfolgt das Verdichten, die Arbeitsleistung und das Ausstoßen des Gemisches aus dem betreffenden Motorzylinder. Der jeweils zu­ gehörige Auslaßnocken entspricht einem Auslaßnocken 7 nach Fig. 5, jedoch mit der Änderung, daß sich die einfache, zurück­ springende Steuerkurve umfangsmäßig über etwa 60 Drehwinkel­ grade erstreckt.
Der Kolbenboden des Kolbens in den betreffenden Zylindern des Motors ist so ausgebildet, daß eine Ventilkörperzerstörung auf jeden Fall vermieden ist, wenn der entsprechende Ventilkörper aufgrund des zweiten, wieder vorspringenden Teilabschnittes 36 des sich drehenden Einlaßnockens 33 sich noch in Offenstellung befindet und der Kolben gleichzeitig eine Aufwärtsbewegung durchführt. Ferner kann die Übersetzung zwischen den Nocken­ wellen 3 und der Kurbelwelle des Motors so gewählt werden, daß die Nockenwellen mit einem Drittel der Drehzahl der Kurbelwelle rotieren.
Den Fig. 2 und 3 ist außerdem zu entnehmen, daß in dem Zylin­ derkopf 10 Gasführungskanäle 27 und 28 vorgesehen sind, um ein fertiges Brennstoffgemisch zum Zylinder 2 leiten bzw. nach dessen Verbrennung wieder aus diesem Zylinder ableiten zu können. Wenn die vorstehend beschriebene Maschine mit Dieseltreibstoff betrieben wird, ist es ohne weiteres möglich, den Treibstoff in herkömmlicher Art in den Zylinder in gewünschter Form und Menge einzuspritzen oder einzuleiten.
Zur Schmierung der Nocken 6, 7 der Nockenwellen 3 ist ein Ölumlaufsystem vorgesehen, das sich im wesentlichen im Zylin­ derkopf 10 erstreckt. Dieses System ist in den Fig. 2 und 3 nur teilweise angedeutet. Man erkennt, daß der Zylinderkopf 10 Ausnehmungen 29 und 30 aufweist, die mit Öl 31 gefüllt sind und in die sich die Nocken 6, 7 teilweise hineinerstrecken, so daß sie bei ihrem Umlauf ständig geschmiert werden. Die Ausnehmungen sind über nicht gezeigte Ölwege miteinander verbunden, und eine Umwälzpumpe läßt das erforderliche Öl in an sich bekannter Weise zirkulieren.

Claims (14)

1. Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung, enthaltend wenigstens einen Zylinder mit einem Hubkolben darin, einen Zylinderkopf mit wenigstens einem Einlaßventil und wenigstens einem Auslaßventil für den Zylinder, wobei die Ventilkörper beider Ventile je einer Schließfederkraft ausgesetzt sind, zwei von der Kurbelwelle angetriebene Nockenwellen, wobei nockenwellenseitig ein Ein­ laßnocken für das Einlaßventil und ein Auslaßnocken für das Auslaßventil vor­ gesehen sind und wobei die Steuerumfangsstrecke der Nocken für die Ventilkörper von der übrigen Kreisform der Nocken abweicht, und federbelastete, bewegliche Übertragungsglieder, um die Öffnungsbewegungen des Einlaßnockens und des Auslaßnockens auf den zugehörigen Ventilkörper zu übertragen, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Steuerumfangsstrecke jedes Einlaßnockens (6) und jedes Auslaß­ nockens (7) aus einer gegenüber der übrigen Nockenkreisform zurückspringenden Steuerkurve (11, 12; 34) besteht, daß die Übertragungsglieder je aus einem Brüc­ kenglied (8, 9) bestehen, das sich wenigstens im Bereich des Zylinders (2) über den Zylinderkopf (10) erstreckt, zu dem Zylinderkopf insgesamt vertikal und mittels Federkraft (16) ständig nachgiebig geführt ist und mit wenigstens einem dem Zylinderkopf zugekehrten Vorsprung (13, 14) für den Ablauf auf einem Nocken (6, 7) versehen ist, und daß das Einlaßventil (4) und das Auslaßventil (5) mit ihrem Schaft (19) an dem zugehörigen Brückenglied (8, 9) befestigt und zusammen mit diesem hubbewegbar sind.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder mit einem Nocken (6, 7) zusammenwirkende Vorsprung (13, 14) des jeweiligen Brückengliedes (8, 9) einen V-förmigen Profilquerschnitt mit abgerundetem Scheitel aufweist.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brückenglieder (8, 9) jeweils aus einem länglichen Bauteil bestehen, dessen Endbereiche an feststehenden Führungsstangen (15) vertikal gleiten.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstangen (15) am Zylinderkopf (10) der Maschine angeordnet sind.
5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß an den Endbereichen der Brückenglieder (8, 9) Druckfederkräfte (16) angreifen, die die Brückenglieder gegen die Nocken (6, 7) gedrückt halten.
6. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Ventilschaft (19) der Ventilkörper (20) an den Brückengliedern (8, 9) in seiner Längsrichtung axial beweglich angeordnet und wenigstens einer die Ventilkörper in Schließrichtung drückenden Federkraft (23) ausgesetzt ist, um das Ventilspiel auszugleichen.
7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschaft (19) der Ventilkörper (20) an seinem oberen Bereich abgesetzt ist und einen dünneren Abschnitt (19a) aufweist, der durch das Brückenglied (8, 9) ragt, und daß ein federndes Teil (32) zwischen der Schulter (19b) des Schaftes (19) und dem Brückenglied (8, 9) vorgesehen ist.
8. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die längsaxiale Beweglichkeit jedes Ventilschaftes (19) nach oben in dem jeweiligen Brückenglied (8, 9) um den Ventilhub (H) erweitert ist.
9. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Zylinderkopf (10) mit einem Ölumlaufsystem (29, 30) für die Schmierung der Nocken (6, 7) der Nockenwellen (3) versehen ist.
10. Brennkraftmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zurückspringende Steuerkurve (34) der Steuerumfangs­ strecke jedes Einlaßnockens (6) - in Drehrichtung des Nockens betrachtet - aus einem ersten, zurückspringenden Teilabschnitt (35), aus einem dann folgenden zweiten, wieder vorspringenden Teilabschnitt (36) und einem dritten, ebenfalls zurückspringenden Teilabschnitt (37) besteht.
11. Brennkraftmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilabschnitt etwa 60 Nockendrehwinkelgrade umfaßt.
12. Brennkraftmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubweg (h) des zweiten, vorspringenden Teilabschnittes (36) der Steuer­ kurve (34) einer Teilstrecke des maximalen Ventilkörperhubes (H) entspricht.
13. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zurückspringende Steuerkurve (11, 12) jedes Nockens (6, 7) konkav geformt oder etwa V-förmig mit abgerundetem Scheitel ausgebildet ist, wobei die am weitesten zurückspringende Stelle der Steuerkurve dem Ventilhub entspricht.
14. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und 13, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die zurückspringende Steuerkurve (11, 12) jedes Nockens (6, 7) etwa 90° von dessen Drehwinkel umfaßt.
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