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DE19648232A1 - Komplexe Zubereitungen - Google Patents

Komplexe Zubereitungen

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DE19648232A1
DE19648232A1 DE19648232A DE19648232A DE19648232A1 DE 19648232 A1 DE19648232 A1 DE 19648232A1 DE 19648232 A DE19648232 A DE 19648232A DE 19648232 A DE19648232 A DE 19648232A DE 19648232 A1 DE19648232 A1 DE 19648232A1
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    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

Die Erfindung betrifft komplexe Zubereitungen zur topischen und/oder parenteralen Behandlung, Beeinflussung, Erhaltung und Verbesserung von Zellfunktion, zellulärem Stoffwechsel, physiologischen Prozessen, Mikrozirkulation, Immunität, Homeostase und/oder Vorbeugung, Heilung, Pflege verschiedener gewebsschädigender Manifestationen, Gewebsveränderungen und -deformationen, hervorgerufen/entstanden durch exogene und/oder endogene Faktoren bei Mensch und Tier.
Es ist bekannt, daß es Mittel und Zubereitungen zur parenteralen Behandlung und/oder Verbesserung der Zellfunktion, physiologischen Prozessen oder der Immunität gibt. Bekanntlich gibt es auch topische Mittel zur oberflächlichen Anregung der Durchblutung oder zur Heilung und Pflege des menschlichen und tierischen Körpers. Die Grundlage dieser Mittel, insbesondere bei den Dermatika, bilden in der Regel Antibiotika, Kortisone, Antimykotika und andere oft sehr bedenkliche Komponenten. Oft sind sie sogar wegen ihren Nebenwirkungen kontraindiziert, wie z. B. während der Schwangerschaft oder bei Säuglingen. Diese Mittel sind auch mit anderen Nachteilen verbunden, da sie, wenn überhaupt, nur bei sehr langer Anwendung und unterstützt durch andere Mittel, oder durch eine spezielle Diät, eine therapeutische Wirkung aufweisen. Keines dieser bekannten Mittel weist ionenhaltige Zubereitungen auf, welche unter hohem osmotischen Druck die enthaltenen physiologisch notwendigen Stoffe wie aminosäurehaltige Substanzen, Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine u. a. durch die Einwirkung auf die Zellmembran ins Zellinnere und Blutplasma einschleusen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, Zubereitungen mit natürlichen Stoffen auf phytobiologischer Basis, insbesondere für die topische Anwendung zur raschen, wirksamen Behandlung, Beeinflussung, Erhaltung der Zellfunktion, des zellulärem Stoffwechsels, der physiologischen Prozesse, der Mikrozirkulation, Immunität, Abwehrkraft, Homeostase und/oder Vorbeugung, Heilung, Pflege verschiedener gewebsschädigender Manifestationen, Gewebsveränderungen und -deformationen, entstanden oder entstehend durch exogene und/oder endogene Einflüsse bei Mensch und Tier, bereitzustellen, welche die Ionen und Wirkstoffe unter hohem osmotischen Druck in die Gewebe bis in die Zellschicht bringen, die Zellmembran selektiv durchlässig machen und ins Zellinnere und Blutplasma gelangen und mit den notwendigen Substanzen, Mineralstoffen Aminosäuren, Enzymen, Vitaminen, Proteinen, Sauerstoff und/oder anderen Komponenten versorgen und signifikant zur Unterstützung und Förderung physiologischer Vorgänge und zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes im Organismus beitragen.
Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäßen Zubereitungen gelöst. Der Stand der Technik kennt ein topisches Mittel zur Behandlung mykotischer, mikrobischer Gewebsschäden (DE 38 16 442 C2).
Der Erfindung liegen spezielle Zusammensetzungen der Zubereitungen zugrunde. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen bestehen aus ionenhaltigen Verbindungen, Salzen, adstringierenden Komponenten, Amphotensiden, Feuchtigkeitsmitteln, Binde- und Haftmitteln, ätherischen Ölen, denen gegebenenfalls ein oder mehrere zweckentsprechen Stoffe wie Enzyme, Vitamine, Proteine und Hilfskomponenten beigefügt werden können. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen sind gekennzeichnet durch die Anwesenheit von ionenhaltigen Verbindungen, lipotropen Wirkstoffen und aminosäurehaltigen Substanzen, bevorzugt Betain. Als ionenhaltige Verbindungen und Salze werden die mit Na, Cl, K, Mg, Ca und Phosphat bevorzugt; als Adstringent vorzugsweise Tannin, Asparginsäure, und/oder Sandelholz, als Feuchtigkeitsmittel Glyzerin und als ätherisches Öl bevorzugt Pfefferminzöl. Als Bindemittel eignet sich unter anderem vorzugsweise Pektin und/oder ein Hydrogel wie z. B. Agargel.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen weisen einen vergleichsweise niedrigen bis physiologisch normalen pH-Wert und einen vergleichsweise hohen osmotischen Druck auf. Die erfindungsgemäß zusammengesetzten Komponenten weisen einen überraschend wirksamen synergistischen Effekt auf, wobei die Zellfunktion, der Stoffwechsel, die physiologischen Prozesse und die Mikrozirkulation bei gleichzeitigen Zufuhr und Versorgung aller Gewebe mit wichtigen Substanzen wie Mineralstoffen, Aminosäuren, Dextrose, Enzymen, Vitaminen, Proteinen, gefördert werden, was unter anderem besonders bei körperlichen Anstrengungen und gestörtem physiologischen Gleichgewicht sehr vorteilhaft ist.
In den erfindungsgemäßen Zubereitungen können gegebenenfalls auch pflanzliche Extrakte, Emulgatoren, Aminosäuren, Lanolin, Glycin, Cholin Eucerin, Farbstoffe, Wachse, Bakteriostatika, Öle, Stärke, Zinn, Eisen, Fette, Gelatine, Konservierungsmittel, Oxydanten, Vaseline, Kamfer, Harnstoff, Tenside, Paraffine, u. a. enthalten sein. Der Mengenanteil unter den Komponenten ist unterschiedlich und kann für eine Komponente 0,01% und für eine andere 20% und mehr betragen. Die angegebenen Beispiele erläutern dies näher.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können in ihrer Konsistenz und Darreichungsform eine infundibile und/oder topische Lösung, Salbe, Creme, Gel, Lotion, Puder, Spray, Schaum, Emulsion, Tabletten, Kapseln, textile Wundauflagen, Verbandsmaterial oder teils/gänzlich vermischt mit anderen Mitteln und/oder Stoffen sein. Bei den erfindungsgemäßen Zubereitungen können die angegebenen Anteile quantitativ nach oben oder unten schwanken und/oder es können Komponenten ausgelasen und/oder ausgetauscht werden.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und dem daraus resultierenden Wirkungsprinzip und -effekt, Wirkungsablauf, Anwendungsmöglichkeiten, Verträglichkeit und Wirtschaftlichkeit grundlegend von allen vergleichbaren bekannten Mitteln, insbesondere von solchen, die für die topische Anwendung zur Beeinflussung, Förderung, Erhaltung, und/oder Wiederherstellung der Zellfunktion, der physiologischen Prozesse, der Mikrozirkulation, Immunität im menschlichen und tierischen Gewebe.
Als lipotroper Wirkstoff ist Betain als Bestandteil zur Herstellung von schonenden, oberflächenaktiven, keimhemmenden Körperreinigungsmittel bekannt.
Es ist aber als höchst überraschend anzusehen, daß Betain als lipotrope, aminosäurehaltige Substanz in den erfindungsgemäßen ionenhaltigen Zubereitungen mittels der Ionen und unter hohem osmotischen Druck die tiefe Zellenschicht erreicht, einen unerwartet hohen Zellen- und Nährstoffaustausch, eine verbesserte Mikrozirkulation und umfangreiche physiologische Vorgänge bewirkt. Es ist als überraschend anzusehen, daß das Betain nur in den angegebenen erfindungsgemäßen Zubereitungen in die Gewebstiefe dringt und einen wirkungsvollen Einfluß auf die zellulären und physiologischen Vorgänge aufweist.
Es ist als überraschend anzusehen, daß man mittels der erfindungsgemäßen ionenhaltigen Zubereitungen mit hohem osmotischen Druck wirkungsvolle Substanzen wie Betain, aber auch Enzyme, Vitamine, und andere lebenswichtigen Stoffe, Elemente, in topischer Form rasch und gezielt verabreichen kann.
Die klinischen Ergebnisse bestätigen diese überraschenden Wirkungen und zeigen eine signifikant verbesserte Mikrozirkulation und verbesserte, gesteigerte physiologische Prozesse auf, die sich besonders an Haut -und Muskelgewebe, Sehnen, Gelenken, bei Heilungsprozessen, manifestieren. Diese überraschenden Ergebnisse können auch neue Wege und Vorteile im immunologischen, hämatologischen und metabolischen Bereich öffnen.
Die überraschende Wirkung der erfindungsgemäßen Betainhaltigen Zubereitung wurde durch folgende klinischen Tests bestätigt:
Fünfzehn Probandinnen im Alter von 20 bis 58 Jahren wurden in drei Gruppen (A, B, und C) zu je fünf Personen aufgeteilt. Alle Probandinnen wiesen an den Oberschenkeln das charakteristische Erscheinungsbild der Cellulite im zweiten und dritten Stadium auf: Kneiftest positiv, matratzenförmige Wölbungen im Stehen (zweites Stadium) oder sowohl im Stehen als auch im Liegen (drittes Stadium) mit bloßem Auge sichtbar, Hauttonus schlaff. Diese Erscheinungen sind Folge einer mangelnden, gestörten Zellfunktion und Mikrozirkulation, die zu einer Wasser- und Fettansammlung im Gewebe führt. Die Probandinnen wurden dazu aufgefordert, während der Probezeit ihre Lebensgewohnheiten nicht zu ändern und keine Diäten oder Gymnastik/sportliche Aktivitäten zu beginnen.
Gruppe A
hat auf die betroffen Hautflächen (rechter Oberschenkel) 14 Tage lang einmal täglich die erfindungsgemäße ionen-betainhaltige Zubereitung in einer dünnen Schicht aufgetragen und bis zur vollständigen Aufnahme der Haut einmassiert. Der Oberschenkelumfang wurde am ersten und letzten Behandlungstag an einer markierten Stelle gemessen. Schon nach vier Tagen wurde eine sichtbare Straffung und Glättung der Haut festgestellt. Nach 8 Behandlungstagen war eine deutlich sichtbare Verringerung der Ausstülpungen an der Hautoberfläche zu bemerken. Nach 14 Tagen war die behandelte Hautfläche glatt, geschmeidig, elastisch und straff Bei allen fünf Probandinnen wurde eine Abnahme des Oberschenkelumfangs von bis zu 3 cm gemessen.
Gruppe B
hat die gleiche Behandlung mit einer ionenhaltigen Zubereitung wie unter A), jedoch ohne Beigabe von Betain durchgeführt. Nach ca. zehn Tagen wurde bei vier der fünf Probandinnen eine leichte Straffung und Glättung der Haut festgestellt. Nach der 14tägi­ gen Behandlung besserte sich bei drei der Probandinnen das Erscheinungsbild der Cellulite nach der Behandlung von 14 Tagen noch keine Besserung zeigte.
Gruppe C
hat die gleiche Behandlung mit einem betainhaltigen Körperreinigungsmittel durchgeführt. Nach 14 Tagen wurde bei keiner der Probandinnen eine Besserung oder eine positive Veränderung festgestellt, weder was die Hautbeschaffenheit noch den Umfang des Oberschenkels betrifft.
Beispiel 1
Beispiel 2

Claims (8)

1. Komplexe Zubereitungen für die topische oder parenterale Anwendung mit folgendenden Komponenten:
  • a) einer oder mehreren ionhaltigen Verbindungen und lipotropen Substanzen
  • b) einem adstringierenden Mittel, einem Binde- und Haftmittel, einem Feuchtigkeitsmittel und einem ätherischen Öl
  • c) gegebenenfalls einer oder mehreren lipotropen Substanzen, Aminosäuren, Proteinen, antimykotischen, entzündungs­ hemmenden, pflanzlichen und sonstigen zweckentsprechenden Komponenten, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Betain.
2. Zubereitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) Na-, K-, Cl-, Mg-, Ca und Phosphatverbindungen oder mindestens eine dieser Verbindungen enthält.
3. Zubereitungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente b) als Adstringent Tannin oder eine sauere Verbindung ist, als Binde- und Haftmittel Pektin oder ein Gel ist, als ätherisches Öl Pfefferminzöl oder mindestens eine dieser Komponenten enthält.
4. Zubereitungen nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente c) gegebenenfalls aminosäurehaltige Substanzen, säurehaltige Substanzen, lipotrope Substanzen, Bakteriostatika, Lanolin, Eucerin, pflanzliche Extrakte, Wachse, Farbstoffe, Öle, Stärke, Zinn, Eisen, Sulphat-Verbindungen, Gelatine, Fette, Harnstoff, Tenside, Paraffine, Vaseline, Sandelholz, Kamfer, Oxydanten oder Konservierungsstoffe enthält.
5. Zubereitungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens 1,0-10% Betain; 0,6-2,0% NaCl; 0,02-0,5% KCl; 0,02-0,5% MgCl; 0,2-0,5% MgO; 0,5-2,0% Tannin; 2,0-20% Glyzerin: 3,0-20% Pektin; 0,6-2,0% Na2 HPO4.12 H2O; 3,0-20% Ca3 (PO4)2; 0,1-0,6% Pfefferminzöl in einer Mischung enthalten sind.
6. Zubereitungen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert 2,5 bis 7,8 beträgt und der osmotische Druck höher als 10 Atm ist.
7. Zubereitungen nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur, Behandlung, Beeinflussung, Erhaltung und Verbesserung der Mikrozirkulation, Zellfunktion, physiologischer Prozesse, insbesondere an Haut- und Muskelgewebe, Sehnen, Gelenken, und zur Heilung, Pflege und Vorbeugung gewebsschädigender Vorgänge, Gewebs- und Körperdeformationen, Immunitätsstärkung und Zufuhr notwendiger Mineralstoffe, Vitamine, Enzyme und anderen Stoffen Anwendung finden.
8. Zubereitungen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer Lösung, Paste, Creme, Emulsion, Gel, Salbe, Puder, Spray, Schaum, Gelatine, Tabletten, Kapseln, textilen Wundauflagen, Verbandsmaterial, auch teils oder gänzlich mit anderen Mitteln vermischt sein kann, zur topischen oder parenteralen Anwendung finden.
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