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DE19648905A1 - Schaltungsanordnung zur Überwachung von Sicherungen im Drehstromnetz - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Überwachung von Sicherungen im Drehstromnetz

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Publication number
DE19648905A1
DE19648905A1 DE19648905A DE19648905A DE19648905A1 DE 19648905 A1 DE19648905 A1 DE 19648905A1 DE 19648905 A DE19648905 A DE 19648905A DE 19648905 A DE19648905 A DE 19648905A DE 19648905 A1 DE19648905 A1 DE 19648905A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
phase
relay
circuit arrangement
arrangement according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19648905A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Ing Grad Briem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dold & Soehne KG E
Original Assignee
Dold & Soehne KG E
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dold & Soehne KG E filed Critical Dold & Soehne KG E
Priority to DE19648905A priority Critical patent/DE19648905A1/de
Publication of DE19648905A1 publication Critical patent/DE19648905A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/04Details with warning or supervision in addition to disconnection, e.g. for indicating that protective apparatus has functioned
    • H02H3/046Signalling the blowing of a fuse
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/50Testing of electric apparatus, lines, cables or components for short-circuits, continuity, leakage current or incorrect line connections
    • G01R31/74Testing of fuses

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Siche­ rungsausfalls im Drehstromnetz.
Zur Überwachung eines Sicherungsausfalls im Drehstromnetz sind Schaltungsan­ ordnungen bekannt, in denen vor und nach den Sicherungen die Spannungspoten­ tiale über Widerstände abgegriffen werden, um daraus je einen künstlichen Stern­ punkt zu bilden. Zwischen beiden Sternpunkten wird dann die bei einem Siche­ rungsausfall auftretende Differenzspannung ausgewertet (siehe dazu beispielsweise DE 41 18 346 C1).
Ebenso bekannt sind Schaltungsanordnungen zum Abgreifen der Potentiale nur nach den 3 Phasensicherungen. Dabei wird ebenfalls über Widerstände der künstli­ che Sternpunkt nach den Sicherungen gebildet und dessen Potential mit dem des - in diesem Falle ebenfalls anzuschließenden - Mittelpunktleiters verglichen. Dieses Meßprinzip läßt sich auch zur Meldung der Phasenasymmetrie verwenden.
Die Schaltungsanordnungen der Überwachungseinrichtungen enthalten meist ein Ausgangsrelais, dessen Kontakt den Fehlerzustand meldet. Dabei unterscheidet man das "Ruhestromprinzip" (Ausgangsrelais ist im "Gutzustand" angezogen) und das "Arbeitsstromprinzip" (Ausgangsrelais ist im "Fehlerfall" angezogen). Alternativ kann statt des Relais auch ein Optokoppler als Meldeglied eingesetzt sein.
Das Überwachungsverfahren mit Mittelpunktleiteranschluß ist in den Varianten mit und ohne zusätzliche Hilfsspannung bekannt. Bei der ersten Variante wird für die Versorgung der internen Elektronik der Überwachungseinrichtung, des Ausgangsre­ lais und dessen Ansteuerung, eine zusätzliche Hilfsspannung benötigt, die entweder aus dem zu überwachenden Netz entnommen oder extern angelegt wird. Bei der zweiten Variante wird die Betriebsenergie für die Überwachungseinrichtung aus den zu überwachenden Phasenleitern nach den Sicherungen gewonnen.
Die Erfindung beschreibt eine Schaltungsanordnung für Sicherungsüberwachungs­ einrichtungen basierend auf dem zweiten Verfahren (Abgriff der 3 Phasenpotentiale nach den Sicherungen und Mittelpunktleiter MP) mit den zusätzlichen Forderungen "Arbeitsstromprinzip" und "ohne Hilfsspannung". Die beschriebene Schaltungsan­ ordnung eignet sich auch zur Überwachung auf Netzasymmetrie. "Arbeitsstromprinzip" bedeutet, daß das Ausgangsrelais der Überwachungseinrich­ tung bei Ausfall von einer oder zwei Phasensicherungen oder Netzasymmetrie an­ ziehen soll.
"Ohne Hilfsspannung" bedeutet, daß außer den 3 zu überwachenden Phasenan­ schlüssen (nach den Sicherungen) und dem Mittelpunktleiter des Drehstromnetzes keine weiteren Hilfsspannungsanschlüsse zum Betrieb der Einrichtung vorgesehen sind.
Aus beiden Forderungen ergibt sich, daß bereits eine - beliebige - Phasenspannung gegen MP in der Lage sein muß, das Ausgangsrelais der Überwachungseinrichtung anziehen zu lassen. Bei Ausfall aller 3 Phasenspannungen soll keine Meldung, d. h. kein Anziehen des Ausgangsrelais, erfolgen.
Eine zur Lösung dieses Problems bekannte Schaltungsanordnung bildet dazu den künstlichen Sternpunkt aus den 3 Phasen mit relativ niederohmigen Abgreifwi­ derständen, so daß bei einem Sicherungsausfall aus der dann auftretenden Diffe­ renzspannung zwischen diesem niederohmigen künstlichen Sternpunkt und dem MP des Netzes direkt ein Ausgangsrelais bestromt werden kann.
Die Abgreifwiderstände zur Bildung des künstlichen Sternpunktes müssen dabei so niederohmig sein, daß die Differenzspannung auch bei Ausfall von 2 Phasenspan­ nungen und zulässiger Unterspannung in der weiterhin anstehenden Phase noch genügend Strom treiben kann, um das Ausgangsrelais anziehen zu lassen.
Diese zuletzt beschriebene Schaltungsanordnung weist dadurch folgende Nachteile auf:
  • 1) Die "Abgreifwiderstände" für den künstlichen Sternpunkt müssen verständli­ cherweise recht niederohmig sein, damit über sie bei Sicherungsausfall, auch bei Netzunterspannung, ein Relais zum Anziehen gebracht werden kann. Damit wird, auch gerade im Normalzustand mit intakten Phasensicherungen, von den Abgreifwi­ derständen eine erhebliche Verlustleistung in Wärme umgesetzt, die ein Mehrfaches der Betriebsleistung des Ausgangsrelais beträgt. Dadurch verbietet sich der Einbau der Überwachungseinrichtung in kleine, platzsparende Gehäuse.
  • 2) Aufgrund der ohnehin kritischen Leistungsbilanz läßt sich mit dieser Schaltungs­ anordnung praktisch nur ein Totalausfall von ein oder zwei Phasen (Phasenspannun­ gen gegen Null) erkennen. Beim Sicherungsausfall in Drehstromnetzen kann jedoch durchaus der Fall auftreten, daß - z. B. durch größere, nur teilbelastete Motoren, die auf zwei Phasen weiterlaufen - die dritte, ausgefallene Phasenspannung generato­ risch regeneriert (zurückgespeist) wird, und dies u. U. mit einer Höhe von ≧ 80% der Netzspannung. Die letztgenannte Schaltungsanordnung kann derartige Unsym­ metrien im Drehstromnetz nicht erkennen, da dann die Differenzspannung zwischen künstlichem Sternpunkt und MP sowie die dort verfügbare elektrische Leistung bei weitem nicht zur Ansteuerung eines Ausgangsrelais ausreichen.
Aufgabe der Erfindung war es demnach, eine Schaltungsanordnung zur Sicherungs­ überwachung im Dreiphasennetz zu entwickeln, die ohne zusätzliche Hilfsspannung arbeitet, auch im "Arbeitsstromprinzip" verwendet werden kann und
erstens eine geringe Leistungsaufnahme besitzt,
zweitens noch bei Ausfall von bis zu zwei Phasen das Ausgangsrelais anziehen läßt,
drittens aber auch wahlweise bei geringerer Netzasymmetrie reagiert, wie sie bei Sicherungsausfall durch generatorische Rückspeisung laufender Motoren auftritt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
  • a) die Schaltungsanordnung die Erzeugung einer ständigen internen Betriebs- (Versorgungs-)spannung (für das Ausgangsrelais und dessen Ansteuerung) durch eine 3-phasige Gleichrichterschaltung vorsieht, wodurch diese interne Versorgungs­ spannung, unabhängig vom Gut- oder Fehlerzustand des Netzes, sowohl mit 3, 2 oder nur 1 anliegenden Phasenspannung in ausreichender Höhe bereitgestellt wird, jedoch in allen Fällen mit geringer Leistungsaufnahme;
  • b) der Sicherungsausfall/die Asymmetrie mittels eines getrennten, hochohmig gebildeten künstlichen Sternpunktes gegen MP erfaßt wird und
  • c) das so gewonnene Asymmetriesignal mittels einer elektronischen Schaltung ver­ stärkt wird und so, beim Erreichen einer wählbaren Schwelle, das Ausgangsrelais ansteuert.
Erläuterungen dazu:
Zu a): Bei der Erfindung wird die Tatsache ausgenutzt, daß die 3-phasige Gleich­ richterschaltung am nachgeschalteten Stütz- oder Siebkondensator bei relativ gerin­ ger Last stets die gleiche Ausgangsspannung erzeugt, unabhängig ob 3, 2 oder nur 1 Phase einspeisen. Damit ist die Versorgung des Ausgangsrelais der Einrichtung und dessen Ansteuerschaltung in allen zu betrachtenden Fällen gesichert.
Da die durch die Gleichrichterschaltung intern erzeugte Versorgungsspannung bei "Arbeitsstromprinzip" des Ausgangsrelais im Normalfall (Gutzustand der Sicherun­ gen bzw. des Netzes) praktisch nicht belastet wird, ist die Leistungsaufnahme der Überwachungseinrichtung in diesem Fall vernachlässigbar. Aber auch im Fall des Sicherungs-/Netzfehlers, wenn das Ausgangsrelais bestromt wird, ist die Lei­ stungsaufnahme gering, da das Relais und die Ansteuerschaltung an die durch die Gleichrichterschaltung erzeugte Versorgungsspannung angepaßt werden können und Verluste in Vorwiderständen somit gering bleiben.
Zu b): Weiter ist ein Vorteil der Erfindung, daß der Sicherungsausfall bzw. die Asymmetrie über einen hochohmig gebildeten künstlichen Sternpunkt gegen MP erfaßt wird, wodurch ebenfalls die Leistungsaufnahme gering bleibt.
Zu c): Schließlich ist der Zusatznutzen dieser Erfindung, daß das so gewonnene Asymmetriesignal elektronisch verstärkt wird, und somit je nach Auslegung der in­ ternen Ansprechschwelle wahlweise auch schon geringe Netzasymmetrien zur An­ steuerung des Ausgangsrelais führen können.
Damit kann die erfundene Schaltungsanordnung nicht nur als Sicherungswächter, auch in Netzen mit möglicher "Rückspeisung", eingesetzt werden, sondern auch als Asymmetriewächter Verwendung finden.
Die 3-phasige (oder 3-pulsige) Gleichrichterschaltung kann nach der Erfindung auch vorteilhaft so abgewandelt sein, daß sie mit "kapazitiven Vorwiderständen" arbeitet. Dadurch müssen bei höheren Netznennspannungen keine hochohmigen, teuren Re­ lais und keine elektronischen Ansteuerbauteile mit hoher Spannungsbelastbarkeit verwendet werden, um die Schaltung an die Netznennspannung anzupassen, son­ dern es können preiswerte, niederohmige Relais und Bauteile eingesetzt werden, ohne daß die Verlustleistung der Einrichtung sowohl im Ruhezustand als auch bei angesteuertem Ausgangsrelais erhöht wird. (Diese Variante wird in Fig. 2 behan­ delt).
Ebenso kann nach der Erfindung die elektronische Verstärkung und Auswertung des Asymmetriesignals sowie die Ansteuerung des Ausgangsrelais auf verschiedene Weise realisiert sein. Es kann z. B. ein Schaltverstärker mit diskreten Transistoren verwendet werden (siehe auch Fig. 1) oder einer mit integriertem Komparator und wahlweise mit Zeitverzögerungsstufe (Fig. 2).
2 Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine besonders kostengünstige Variante der erfundenen Schaltungsan­ ordnung der Überwachungseinrichtung (S1) mit einfacher 3-phasiger Gleich­ richterschaltung und Auswertung des Asymmetriesignals mittels eines Schaltverstärkers aus 2 Transistoren.
Fig. 2 stellt eine etwas aufwendigere Schaltungsvariante (S2) dar mit "kapazitiven Vorwiderständen" im 3-phasigen Gleichrichter und Auswertung des Asym­ metriesignals mittels eines Komparators und einer Zeitverzögerungsstufe.
In der Fig. 1 sind die 3 Phasenleiter des Drehstromnetzes mit L1, L2, L3 bezeichnet, der zugehörige Mittelpunkts-(Null-)leiter mit MP. Üblicherweise sind die Phasenlei­ ter abgesichert (Sicherungen F1, F2, F3) und gehen weiter zu nicht dargestellten Verbrauchern. Die Potentiale der Phasenleiter nach den Sicherungen und der MP sind an die Überwachungseinrichtung S1 (gestrichelt umrahmt) mit den zugehörigen Klemmen L1*, L2*, L3*, MP* angeschlossen.
In der Überwachungseinrichtung S1 ist eine 3-phasige Gleichrichterschaltung an die Klemmen L1*, L2*, L3*, MP* angeschlossen, jeweils bestehend aus einer Diode D1, D2, D3 und zugehörigem Vorwiderstand R1, R2, R3. Die Kathoden der Dioden D1, D2, D3 führen auf einen gemeinsamen Punkt, der den Pluspol der internen Stromversorgung +UB bildet und an dem der Stützkondensator C1 angeschlossen ist. C1 ist mit seinem anderen Anschluß an MP*, dem Minuspol der internen Stromversorgung, angeschlossen. Parallel zu C1 ist ein hochohmiger Widerstand R10 angeschaltet. Vom Pluspol der internen Stromversorgung +UB führt ein weite­ rer Strompfad über Emitter - Kollektor des PNP-Transistors T2 durch das Ausgangs­ relais RL1 zum Minuspol MP*. RL1 betätigt einen nicht gezeichneten Kontakt, der das Ansprechen der Überwachungseinrichtung nach außen meldet. Parallel zum Relais RL1 liegt eine Freilaufdiode D4. Vom Pluspol +UB ist weiterhin ein Strom­ pfad durch die Widerstände R8 und R9 und die Kollektor-Emitter-Strecke von NPN-Tran­ sistor T1 nach Minuspol MP* geführt, wobei der Verbindungspunkt von R8 zu R9 mit dem Basisanschluß von T2 verbunden ist. Parallel zur Kollektor-Emitter- Strecke von T1 liegt ein Kondensator C2, dessen Funktion noch beschrieben wird.
An die Klemmen L1*, L2*, L3* der Überwachungseinrichtung sind außerdem die einen Enden der Widerstände R4, R5, R6 angeschlossen, die mit ihrem jeweils and­ ren Ende einen gemeinsamen künstlichen Sternpunkt STP bilden. Von diesem Punkt führt ein Strompfad über Zenerdiode ZD1 auf die Basis von T1, wobei der Ansteu­ erstrecke Basis - Emitter von T1 noch der Widerstand R7 und der Kondensator C3 parallelgeschaltet sind.
Die Funktionsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 ist wie folgt:
Wenn die Sicherungen F1 bis F3 nicht ausgelöst haben, ist im normalen Drehstrom­ netz (geringe Asymmetrien) das Potential des durch R4 bis R6 gebildeten künstli­ chen Sternpunktes STP mit dem des Mittelpunktleiters MP* nahezu identisch, so daß dazwischen keine nennenswerte Differenzspannung UD auftritt. Infolgedessen wird die Basis des Transistors T1 wegen der durch ZD1 gebildeten Schwelle nicht angesteuert. (Dabei dienen R7 und C3 zur Unterdrückung von evtl. Störeinflüssen). Damit fließt kein Strom im Kollektorkreis von T1; somit sind T2 und das Ausgangs­ relais RL1 nicht angesteuert, C2 ist auf UB aufgeladen. Der Stützkondensator C1 für die interne Stromversorgung des Relais und der Ansteuerung lädt sich praktisch auf den Spitzenwert der 3 Phasenspannungen an L1 bis L3 auf. Eine andauernde "Überladung" von C1 durch Störspitzen im Netz wird durch den hochohmigen Paral­ lelwiderstand R10 verhindert.
Löst eine oder zwei der Sicherungen F1 bis F3 aus oder entsteht aus anderen Grün­ den eine größere Netzasymmetrie, dann überschreitet die am künstlichen Stern­ punkt STP gegen MP* anliegende Differenzspannung UD den durch die ZD1 vorge­ gebenen Schwellwert, so daß Transistor T1 während der positiven Halbwellen von UD durchschaltet, C2 entlädt und T2 sowie das Relais RL1 ansteuert. Durch den Kondensator C2 wird die Kollektor-Emitter-Spannung von T1 auch in den negativen Halbwellen gering gehalten, da C2 sich über R8/R9 nur relativ langsam aufladen kann und in den positiven Halbwellen stets wieder neu entladen wird. Durch diese "Überbrückung" wird für Transistor T2 auch in den negativen Halbwellen von UD eine durchgängige Basis-Ansteuerung gewährleistet, das Relais RL1 zieht an.
Auch wenn 2 der 3 Sicherungen (oder 2 der 3 Phasenspannungen L1 bis L3) ausfal­ len, liefert der übrigbleibende speisende Gleichrichterstrang des 3-phasigen Gleich­ richters R1 bis R3/D1 bis D3 immer noch genügend Spannung an +UB, so daß die Versorgung der Ansteuerschaltung und des Ausgangsrelais gewährleistet ist.
In der Fig. 2 ist nur die modifizierte Schaltungsanordnung der Überwachungseinrich­ tung selbst (S2) dargestellt; die Applikation im Drehstromnetz ist dieselbe wie in Fig. 1. In S2 ist die 3-phasige Gleichrichterschaltung mit D1 bis D3/R1 bis R3, wie bereits aus Fig. 1 bekannt, folgendermaßen abgeändert:
Zwischen die jeweilige Gleichrichterdiode D1 bis D3 und den zugehörigen Vorwider­ stand R1 bis R3 jedes Gleichrichterstranges ist je ein Kondensator C4 bis C6 einge­ fügt. Von den jeweiligen Verbindungsstellen der Kondensatoren C4 bis C6 zu den Dioden D1 bis D3 führt je ein Strompfad über eine Diode oder Zenerdiode ZD2 bis ZD4 zum Anschluß MP*.
Ebenso ist der Schaltungsteil zur Auswertung des Asymmetriesignals (UD zwischen dem aus R4 bis R6 gebildeten künstlichen Sternpunkt STP und MP* ) wie folgt ab­ geändert:
Vom künstlichen Sternpunkt STP führt eine Diode D5 auf den +Eingang des inte­ grierten Komparators K1. Ebenfalls vom +Eingang K1 sind außerdem R7 und C3 nach MP* geschaltet. Am anderen (-)Eingang von K1 liegt eine Schwellspannung S an, die aus der durch die 3-phasige Gleichrichterschaltung gewonnene interne Be­ triebsspannung +UB hergeleitet wird (nicht dargestellt). Der Ausgang von K1 ist mit dem Eingang einer Zeitverzögerungsstufe TV verbunden. Deren Ausgang wie­ derum führt über Widerstand R11 auf die Basis des Transistors T3, der das Aus­ gangsrelais RL1 ansteuert. K1 und TV werden aus der internen Betriebsspannung +UB versorgt.
Die 3-phasige Gleichrichterschaltung in Fig. 2 funktioniert ähnlich wie die in Fig. 1, nur sind hier zusätzliche "kapazitive Vorwiderstände" C4 bis C6 in den 3 Gleich­ richtersträngen enthalten. Während der positiven Halbwelle einer Phasenspannung gegen MP*, z. B. L1*, fließt über R1, C4 und D1 ein Ladestrom in den Stützkon­ densator C1 der internen Betriebsspannungsversorgung +UB. Dabei wird auch C4 aufgeladen. In der negativen Halbwelle von L1* sperrt D1; jedoch kann sich der Kondensator C4 über ZD2/R1 wieder entladen, so daß während der folgenden po­ sitiven Halbwelle erneut Ladestrom über C4 in C1 (+UB) fließen kann. Die Zener­ dioden ZD2 bis ZD4 begrenzen den Wert der gleichgerichteten Spannung +UB auf das für das Ausgangsrelais und die übrige Elektronik gewünschte Maß.
Diese modifizierte Gleichrichterschaltung mit "kapazitiven Vorwiderständen" hat gegenüber der in Fig. 1 dargestellten den Vorteil, daß man eine relativ kleine Span­ nung +UB (z. B. 15 V) erzeugen kann, aus der sowohl ein niederohmiges, preisgün­ stiges Relais als auch die integrierten Schaltkreise für K1 und TV direkt versorgt werden können, ohne daß eine große Verlustleistung in den Vorwiderständen der Gleichrichterschaltung entsteht, was vor allem auch bei höheren Netznennspannun­ gen der Fall sein würde. Zenerdioden ZD2 bis ZD4 können durch normale Dioden ersetzt werden, wenn +UB ständig einen genügend großen Laststrom treiben muß. Dann ist eine Begrenzung von +UB nicht notwendig, da die Last selber die Höhe von +UB bestimmt.
Das Asymmetriesignal UD wird bei Fig. 2 zunächst durch Diode D5 gleichgerichtet, mit C3/R7 gesiebt und durch den +Eingang des Komparators K1 mit dem Schwellwert S am -Eingang verglichen. Übersteigt das gleichgerichtete Asymme­ triesignal am +Eingang den vorgegebenen Schwellwert S, so wird der Ausgang des Komparators K1 high und steuert die Zeitstufe TV an. Nach dem Ablauf der Zeitstu­ fe wird deren Ausgang ebenfalls high, steuert über R11 Transistor T3 an und bringt damit das Ausgangsrelais RL1 zum Anziehen.
Beiden Ausführungen der erfundenen Schaltungsanordnung (Fig. 1 und 2) ge­ neinsam ist das Prinzip der 3-phasigen Gleichrichterschaltung, die die interne Be­ triebs- oder Versorgungsspannung +UB für das Ausgangsrelais sowie dessen An­ steuerelektronik bereitstellt, unabhängig ob 3, 2 oder nur 1 beliebige Phasenspan­ nung zur Verfügung stehen.
Natürlich kann die 3-phasige Gleichrichterschaltung grundsätzlich auch mit umge­ kehrter Polarität verwendet werden: Dann sind D1 bis D3 sowie bei Fig. 2 auch ZD2 bis ZD4 anders herum gepolt, UB ist negativ gegen MP und die Ansteuerschal­ tung wird entsprechend abgeändert.

Claims (8)

1. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Sicherungsausfalls oder der Asymmetrie eines Drehstromnetzes mittels eines nach den Sicherungen gebilde­ ten künstlichen Sternpunktes, wobei dessen Potential mit dem des zugehörigen Mittelpunktleiters verglichen wird, um daraus mittels einer Auswerteschaltung eine Ausfallmeldung zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß für die Stromversorgung der Auswerteschaltung und des den Ausfall/die Asymmetrie meldenden Relais oder Optokopplers eine 3-phasige Gleichrichter­ schaltung verwendet wird, die an die zu überwachenden 3 Phasenleiter und den Mittelpunktleiter des Netzes angeschlossen ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der 3 Stränge der 3-phasigen Gleichrichterschaltung mindestens aus einer Gleichrichterdiode (D1 bis D3) besteht, wobei die Dioden in einen gemein­ samen Punkt speisen, an dem so die interne Versorgungsspannung gegen MP - für die Auswerteschaltung und das den Ausfall meldende Relais (RL1) bzw. den Optokoppler - gebildet wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der 3 Stränge der Gleichrichterschaltung außer der Diode (D1 bis D3) noch ein Vorwiderstand (R1 bis R3) eingefügt ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß in jedem der 3 Stränge der Gleichrichterschaltung zusätzlich ein Kondensator (C4 bis C6) eingefügt ist, und daß von den den Gleichrichterdioden (D1 bis D3) zugewandten Anschlüssen der Kondensatoren je eine Diode oder Zenerdiode (ZD2 bis ZD4) nach MP geschaltet ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zur Bildung des künstlichen Sternpunktes (STP), dessen Potential mit dem des MP verglichen wird, hochohmige Widerstände (R4 bis R6) von den 3 Pha­ senanschlüssen auf den gemeinsamen Sternpunkt (STP) führen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzspannung UD zwischen künstlichem Sternpunkt (STP) und MP mit einem Transistor-Schaltverstärker ausgewertet wird, der ein Ausgangsrelais (RL1) oder einen Optokoppler ansteuert, wobei der Schaltverstärker und das Re­ lais bzw. der Optokoppler aus der - durch die 3-phasige Gleichrichterschaltung erzeugten - internen Versorgungsspannung betrieben wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaltverstärker zusätzlich eine Schwelle durch eine Zenerdiode (ZD1) vorgegeben wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß die Differenzspannung UD zwischen künstlichem Sternpunkt (STP) und MP mit einer integrierten Komparatorschaltung (K1) ausgewertet wird, wobei der Komparator und das Relais bzw. der Optokoppler aus der - durch die 3-phasige Gleichrichterschaltung erzeugten - internen Versorgungsspannung betrieben wird.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT409675B (de) * 1999-06-04 2002-10-25 Schneider Schaltgeraetebau Und Überwachungssystem für nh-sicherungssysteme
DE102009000637A1 (de) * 2009-02-05 2010-08-19 Wöhner GmbH & Co. KG Elektrotechnische Systeme Vorrichtung und Verfahren zum Schalten einer Eingangs-Spannung auf eine Last ab einem bestimmten Eingangs-Spannungs-Schwellwert
ITMI20090310A1 (it) * 2009-03-03 2010-09-04 Dino Ghilardi Apparato e metodo di rilevazione di guasto in una linea di distribuzione polifase

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