DE19648715A1 - Prozessierte Polypeptide mit IL-16 Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung - Google Patents
Prozessierte Polypeptide mit IL-16 Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstellung und VerwendungInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind Polypeptide mit IL-16-Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstel
lung und ihre Verwendung. Die Erfindung beschreibt prozessiertes IL-16 mit hoher Aktivität.
IL-16 (Interleukin-16) ist ein Lymphokin, welches auch als "lymphocyte chemoattracting
factor" (LCF) oder "immunodeficiency virus suppressing lymphokine" (ISL) bezeichnet wird.
IL-16 und seine Eigenschaften sind in der WO 94/28134, der internationalen Patentanmeldung
PCT/EP96/01486 sowie von Cruikshank, W.W., et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 91 (1994)
5109-5113 und von Baier, M., et al., Nature 378 (1995) 563 beschrieben. Dort ist auch die
rekombinante Herstellung von IL-16 beschrieben. Danach ist IL-16 ein Protein mit einer mo
lekularen Masse von 13,385 D. Von Cruikshank wurde ebenfalls gefunden, daß ISL in einer
Molekularsiebchromatographie als multimere Form mit einem Molekulargewicht von 50-60
bzw. 55-60 kD eluiert. Dieser multimeren Form, welche ein kationisches Homotetramer ist
(Produktinformation AMS Biotechnology Ltd., Europe, Cat. No. 11177186), wird die
"chemoattractant activity" zugeschrieben. Von Baier wird eine homodimere Form von IL-16
mit einem Molekulargewicht von 28 kD beschrieben. Die von Cruikshank et al. in J. Immunol.
146 (1991) 2928-2934 beschriebene "chemoattractant activity" und die von Baier beschrie
bene Aktivität von rekombinantem humanem IL-16 sind jedoch sehr gering.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Aktivität von IL-16 zu verbessern und IL-16-
Formen bereitzustellen, die geringe Immunogenität zeigen und vorteilhaft für eine therapeuti
sche Anwendung geeignet sind.
Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Nukleinsäure, mit welcher die Expression
eines Polypeptids mit Interleukin-16-Aktivität in einer prokaryontischen oder eukaryontischen
Wirtszelle erreicht werden kann, wobei die genannte Nukleinsäure für ein Polypeptid mit der
Aminosäuresequenz SEQ ID NO: 2 codiert.
Eine solche Nukleinsäure codiert ein prozessiertes Polypeptid mit IL-16-Aktivität, besonders
bevorzugt natürliches IL-16 von Primaten, wie humanes IL-16 oder IL-16 einer Affenart oder
eines anderen Säugetiers, wie z. B. Maus.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß Fig. 2 der WO 94/28134 nicht das korrekt
prozessierte IL-16 beschreibt. Das Startcodon "ATG" der precursor-Form des Proteins
beginnt nicht mit Nukleotid 783, sondern mit Nukleotid 54 oder 174. Dieser Leserahmen
ergibt sich, wenn nach Nukleotid 156 ein A, nach Nukleotid 398 ein C und nach Nukleotid
780 ein G eingefügt wird. Die Sequenz zeigt noch weitere Unterschiede zu Fig. 2 der
WO 94/28134. Dabei handelt es sich z. B. um Nukleotidaustausche (313 Gin A, 717 C in A).
Bei der Expression in eukaryontischen Zellen wird IL-16 prozessiert. Dabei entsteht ein
Polypeptid gemäß SEQ ID NO: 2. Die Kenntnis des prozessierten IL-16 erlaubt die
Herstellung von IL-16 und Derivaten mit hoher Aktivität und geringer Immunogenität.
IL-16 kann sich in seiner Sequenz von den von solchen DNA-Sequenzen codierten Protein
sequenzen in gewissem Umfang unterscheiden. Solche Sequenzvariationen können Amino
säureaustausche, -deletionen oder -additionen sein. Vorzugsweise ist die Aminosäuresequenz
von IL-16 jedoch zu wenigstens 75%, besonders bevorzugt zu wenigstens 90% identisch mit
der Aminosäuresequenz von SEQ ID NO: 2. Varianten von Teilen der Amino- und Nuklein
säuresequenz SEQ ID NO: 1/SEQ ID NO: 2 sind beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung PCT/EP96/01486 und den deutschen Patentanmeldungen Nr. 195 48 295.6
und 195 47 933.5 beschrieben. Wesentlich ist jedoch, daß die Polypeptide einen korrekten
N-Terminus besitzen. Bevorzugt sind demnach Proteine, in denen die ersten drei bis zehn
Aminosäuren des N-Terminus unverändert sind. Ebenfalls bevorzugt sind Proteine, die am
C-Terminus um bis zu 8 Aminosäuren verkürzt sind.
Unter Nukleinsäuren im Sinne der Erfindung sind beispielsweise DNA, RNA und Nukleinsäu
rederivate und -Analoga zu verstehen. Bevorzugte Nukleinsäure-Analoga sind solche Verbin
dungen, bei denen das Zuckerphosphatgerüst durch andere Einheiten, wie z. B. Aminosäuren,
ersetzt ist. Solche Verbindungen werden als PNA bezeichnet und sind in der WO 92/20702
beschrieben. Da beispielsweise PNA-DNA-Bindungen stärker als DNA-DNA-Bindungen sind,
sind die nachstehend beschriebenen stringenten Bedingungen für PNA-DNA-Hybridisierung
nicht anwendbar. Geeignete Hybridisierungsbedingungen sind jedoch in der WO 92/20703
beschrieben.
Unter dem Ausdruck "IL-16" ist im Sinne der Erfindung ein Polypeptid mit der Aktivität von
IL-16 zu verstehen. Vorzugsweise zeigt IL-16 in dem in der internationalen Patentanmeldung
PCT/EP96/01486 beschriebenen Testverfahren die genannte Wirkung oder stimuliert die Zell
teilung gemäß WO 94/28134.
IL-16 bindet an CD4⁺ Lymphozyten und kann die Replikation von Viren, wie beispielsweise
HIV-1, HIV-2 und SIV supprimieren. Die Funktion von IL-16 ist nicht durch seine Präsenta
tion im MHC-Komplex limitiert.
Insbesondere zeigt IL-16 eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften:
- - Bindung an T-Zellen über den CD4-Rezeptor,
- - Stimulierung der Expression von IL-2-Rezeptor und/oder HLA-DR-Antigen auf CD4⁺-Lymphozyten,
- - Stimulierung der Proliferation von T-Helferzellen in Gegenwart von IL-2,
- - Suppression der Proliferation von mit Anti-CD3-Antikörpern stimulierten T- Helferzellen,
- - Suppression der Replikation von Viren, vorzugsweise von HIV-1, HIV-2 oder SIV.
Bevorzugt sind Nukleinsäuren, die unter stringenten Bedingungen mit Nukleinsäuren der
Sequenz SEQ ID NO: 1 hybridisieren. Der Ausdruck "unter stringenten Bedingungen
hybridisieren" bedeutet, daß zwei Nukleinsäurefragmente unter standardisierten
Hybridisierungsbedingungen miteinander hybridisieren, wie beispielsweise beschrieben in
Sambrook et al., "Expression of cloned genes in E. coli" in Molecular Cloning: A laboratory
manual (1989), Cold Spring Harbor Laboratory Press, New York, USA. Solche Bedingungen
sind beispielsweise Hybridisierung in 6,0 × SSC bei etwa 45°C, gefolgt durch einen
Waschschritt bei 2 × SSC bei 50°C. Zur Auswahl der Stringenz kann die Salzkonzentration im
Waschschritt beispielsweise zwischen 2,0 × SSC bei 50°C für geringe Stringenz und 0,2 × SSC
bei 50°C für hohe Stringenz gewählt werden. Zusätzlich kann die Temperatur des im
Waschschritt zwischen Raumtemperatur, ca. 22°C, für geringe Stringenz und 65°C bei hoher
Stringenz variiert werden.
IL-16 wird vorzugsweise rekombinant in prokaryontischen oder eukaryontischen Wirtszellen
hergestellt. Derartige Herstellverfahren sind beispielsweise beschrieben in WO 94/28134 und
der internationalen Patentanmeldung PCT/EP96/01486, die auch hierfür Gegenstand der
Offenbarung der vorliegenden Erfindung sind. Um allerdings die erfindungsgemäßen Formen
von IL-16 durch rekombinante Herstellung definiert und reproduzierbar zu erhalten, müssen
über die dem Fachmann geläufigen Verfahren zur rekombinanten Herstellung zusätzliche
Maßnahmen ergriffen werden.
Die Herstellung von rekombinantem IL-16 kann nach den dem Fachmann geläufigen Metho
den als heterologe Expression oder als homologe Expression (nach homologer Rekombination
der IL16 Nukleinsäure ins Genom des Wirtsorganismus) erfolgen. Dazu wird zunächst eine
DNA hergestellt, welche in der Lage ist, ein Protein zu produzieren, welches die Aktivität von
IL-16 besitzt. Die DNA wird in einen Vektor kloniert, der in eine Wirtszelle transferiert
werden kann und dort replizierbar ist. Ein derartiger Vektor enthält zusätzlich zur IL-16-
Sequenz Regulator-Elemente, die zur Expression der DNA-Sequenz erforderlich sind. Dieser
Vektor, der die IL-16-Sequenz und die Regulator-Elemente enthält, wird in einen Vektor
transferiert, der in der Lage ist, die DNA von IL-16 zu exprimieren. Die Wirtszelle wird unter
Bedingungen, die zur Amplifikation des Vektors geeignet sind, kultiviert und IL-16 gewon
nen. Dabei wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt, daß das Protein eine aktive tertiä
re Struktur einnehmen kann, in der es IL-16-Eigenschaften zeigt.
Auch die Nukleinsäuresequenz des Proteins kann modifiziert sein. Derartige Modifikationen
sind beispielsweise:
- - Veränderung der Nukleinsäure, um verschiedene Erkennungssequenzen von Restriktionsenzymen zur Erleichterung der Schritte der Ligation, Klonierung und Mutagenese einzuführen
- - Veränderung der Nukleinsäure zum Einbau von bevorzugten Codons für die Wirtszelle
- - Ergänzung der Nukleinsäure um zusätzliche Operator-Elemente, um die Expres sion in der Wirtszelle zu optimieren.
Die Expression des Proteins erfolgt vorzugsweise in Mikroorganismen, insbesondere in Pro
karyonten, und dort in E. coli. Die Expression in Prokaryonten führt zu einem unglycosylier
ten Polypeptid.
Die Expressionsvektoren müssen einen Promotor enthalten, der die Expression des Proteins
im Wirtsorganismus erlaubt. Derartige Promotoren sind dem Fachmann bekannt und sind bei
spielsweise lac Promotor (Chang et al., Nature 198 (1977) 1056), trp Promotor (Goeddel et
al., Nuc. Acids Res. 8 (1980) 4057), λPL Promotor (Shimatake et al., Nature 292 (1981) 128)
und T5 Promotor (US-Patent Nr. 4,689,406). Ebenfalls geeignet sind synthetische Promoto
ren wie beispielsweise tac Promotor (US-Patent Nr. 4,551,433). Ebenso geeignet sind ge
koppelte Promotorsysteme wie beispielsweise T7-RNA-Polymerase/Promotorsystem (Studier
et al., J. Mol. Biol. 189 (1986) 113). Ebenso geeignet sind hybride Promotoren aus einem
Bacteriophagen-Promotor und der Operator-Region des Mikroorganismus (EP-A 0 267 851).
Zusätzlich zum Promotor ist eine effektive Ribosomenbindungsstelle erforderlich. Für E. coli
wird diese Ribosomenbindungsstelle als Shine-Dalgarno (SD)-Sequenz bezeichnet (Sambrook
et al., "Expression of cloned genes in E. coli" in Molecular Cloning: A laboratory manual
(1989) Cold Spring Harbor Laboratory Press, New York, USA).
Zur Verbesserung der Expression ist es möglich, das Protein als Fusionsprotein zu exprimie
ren. In diesem Fall wird üblicherweise eine DNA-Sequenz, welche für den N-terminalen Teil
eines endogenen bakteriellen Proteins oder ein anderes stabiles Protein codiert, an das 5'-Ende
der für IL-16 codierenden Sequenz fusioniert. Beispiele hierfür sind beispielsweise lacZ
(Phillips and Silhavy, Nature 344 (1990) 882-884), trpE (Yansura, Meth. Enzymol. 185
(1990) 161-166).
Nach Expression des Vektors, vorzugsweise eines biologisch funktionellen Plasmids oder
eines viralen Vektors, werden die Fusionsproteine vorzugsweise mit Enzymen (z. B. Faktor
Xa) gespalten (Nagai et al., Nature 309 (1984) 810). Weitere Beispiele für Spaltstellen sind
die IgA-Protease-Spaltstelle (WO 91/11520, EP-A 0 495 398), die Ubiquitin-Spaltstelle
(Miller et al., Bio/Technology 7 (1989) 698) und die Enterokinase-Spaltstelle.
Die auf diese Weise in Bakterien exprimierten Proteine werden durch Aufschluß der Bakterien
und Proteinisolierung in üblicher Weise gewonnen.
In einer weiteren Ausführungsform ist es möglich, die Proteine als aktive Proteine aus den
Mikroorganismen zu sezernieren. Hierzu wird vorzugsweise ein Fusionsprodukt verwendet,
welches aus der Signalsequenz, die für die Sekretion von Proteinen in den verwendeten Wirts
organismen geeignet ist, und der Nukleinsäure, welche für das Protein codiert, besteht. Das
Protein wird dabei entweder in das Medium (bei grampositiven Bakterien) oder in den peri
plasmatischen Raum (bei gramnegativen Bakterien) sezerniert. Zwischen der Signalsequenz
und der für IL-16 codierenden Sequenz ist zweckmäßig eine Spaltstelle angebracht, die ent
weder bei der Prozessierung oder in einem zusätzlichen Schritt die Abspaltung des Proteins
erlaubt. Derartige Signalsequenzen stammen beispielsweise von ompA (Ghrayeb et al., EMBO
J. 3 (1984) 2437), phoA (Oka et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 82 (1985) 7212).
Zusätzlich enthalten die Vektoren noch Terminatoren. Terminatoren sind DNA-Sequenzen,
die das Ende eines Transkriptionsvorganges signalisieren. Sie zeichnen sich meist durch zwei
strukturelle Eigenarten aus: eine umgekehrt repetitive G/C-reiche Region, die intramolekular
eine Doppelhelix bilden kann, sowie eine Anzahl von U(bzw. T)-Resten. Beispiele sind der
Haupt-Terminator in der DNA des Phagen fd (Beck und Zink, Gene 16 (1981) 35-58) sowie
rrnB (Brosius et al., J. Mol. Biol. 148 (1981) 107-127).
Zusätzlich enthalten die Expressionsvektoren üblicherweise einen selektierbaren Marker, um
transformierte Zellen zu selektieren. Derartige selektierbare Marker sind beispielsweise die
Resistenzgene für Ampicillin, Chloramphenicol, Erythromycin, Kanamycin, Neomycin und
Tetracyclin (Davies et al., Ann. Rev. Microbiol. 32 (1978) 469). Ebenso geeignete selektier
bare Marker sind die Gene für essentielle Substanzen der Biosynthese von für die Zelle not
wendigen Stoffen wie z. B. Histidin, Tryptophan und Leucin.
Es sind eine Vielzahl von geeigneten bakteriellen Vektoren bekannt. Beispielsweise sind für
die folgenden Bakterien Vektoren beschrieben: Bacillus subtilis (Palva et al., Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 79 (1982) 5582), E. coli (Aman et al., Gene 40 (1985) 183; Studier et al., J. Mol.
Biol. 189 (1986) 113), Streptococcus cremoris (Powell et al., Appl. Environ. Microbiol. 54
(1988) 655), Streptococcus lividans und Streptomyces lividans (US-Patent Nr. 4,747,056).
Weitere gentechnologische Verfahren zur Herstellung und Expression von geeigneten Vekto
ren sind in J. Sambrook et al., Molecular Cloning: a laboratory manual (1989), Cold Spring
Harbor Laboratory Press, New York, N.Y. beschrieben.
Eine Expression von rekombinanter IL-16 ist außer in prokaryontischen Mikroorganismen
auch in Eukaryonten (wie beispielsweise CHO-Zellen, Hefe oder Insektenzellen) möglich. Als
eukaryontisches Expressionssystem wird das Hefesystem oder Insektenzellen bevorzugt. Die
Expression in Hefe kann über drei Arten von Hefevektoren (integrierende YIP (yeast integra
ting plasmids)-Vektoren, replizierende YRP (yeast replicon plasmids)-Vektoren und episomale
YEP (yeast episomal plasmids)-Vektoren) erfolgen. Näheres hierzu ist beispielsweise in
S.M. Kingsman et al, Tibtech 5 (1987) 53-57 beschrieben.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine prokaryontische oder eukaryontische Wirts
zelle, welche mit einer Nukleinsäure, welche für ein erfindungsgemäßes IL-16-Polypeptid
codiert, so transformiert oder transfiziert ist, daß die Wirtszelle das genannte Polypeptid
exprimiert. Eine solche Wirtszelle enthält üblicherweise einen biologisch funktionellen
Nukleinsäurevektor, vorzugsweise einen DNA-Vektor, eine Plasmid-DNA, welche diese
Nukleinsäure enthält.
Weiter bevorzugt ist ein monomeres IL-16-Polypeptid, welches nicht in weitere Untereinhei
ten aufspaltbar ist.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß die in der WO 94/28134 beschriebene Nuklein
säure und Proteinsequenz von IL-16 nicht den natürlichen humanen Sequenzen entsprechen.
Es handelt sich hier lediglich um ein nicht natürliches IL-16-Analoges. Für eine therapeutische
Anwendung ist es jedoch bevorzugt, ein Protein zu verwenden, welches entweder mit dem
natürlichen Protein identisch ist oder sich vom natürlichen Protein nur geringfügig unterschei
det und/oder mindestens vergleichbare Aktivität und Immunogenität zeigt. Die Sequenz des
Proteins ist in SEQ ID NO: 2 beschrieben.
Die Nukleinsäuresequenz von IL-16 kann im Rahmen der Erfindung Deletionen, Mutationen
und Additionen erhalten. Die monomere Form von IL-16 kann in einer bevorzugten Ausfüh
rungsform multimerisiert sein. Dadurch kann die Aktivität von IL-16 gesteigert werden.
Vorzugsweise sind solche multimeren Formen dimere, tetramere oder oktamere Formen.
In einer weiteren Ausführungsform können die Polypeptide der Erfindung zusätzlich einen
definierten Gehalt an Metallionen enthalten, wobei die Anzahl der Metallionen pro Unterein
heit vorzugsweise 0,5 bis 2 beträgt.
Als Metallionen im Sinne der Erfindung sind eine Vielzahl von Metallionen geeignet. Wie sich
gezeigt hat, sind sowohl Erdalkalimetalle als auch Elemente der Nebengruppen geeignet.
Besonders geeignet sind Erdalkalimetalle, Kobalt, Zink, Selen, Mangan, Nickel, Kupfer, Eisen,
Magnesium, Kalzium, Molybdän und Silber. Die Ionen können ein-, zwei-, drei- oder vierwer
tig sein. Besonders bevorzugt werden zweiwertige Ionen. Die Ionen werden vorzugsweise als
Lösungen zugesetzt von MgCl2, CaCl2, MnCl2, BaCl2, LiCl2, Sr(NO3)2, Na2MoO4, AgCl2.
Solche multimeren Formen und metallionenhaltige Formen von IL-16 sind in der deutschen
Patentanmeldung Nr. 195 47 933.5 beschrieben.
Das erfindungsgemäße Polypeptid kann dadurch hergestellt werden, daß eine prokaryontische
oder eukaryontische Wirtszelle, die mit einer Nukleinsäuresequenz nach den Ansprüchen 1
oder 2 transformiert oder transfiziert ist, unter geeigneten Nährbedingungen kultiviert wird
und das gewünschte Polypeptid gegebenenfalls isoliert wird. Falls die Herstellung des Poly
peptids im Rahmen einer gentherapeutischen Behandlung in vivo erfolgen soll, wird das Poly
peptid natürlich nicht aus der Zelle isoliert.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine pharmazeutische Zusammensetzung, die ein
erfindungsgemäßes Polypeptid in einer für eine therapeutische Anwendung ausreichenden
Menge und/oder spezifische Aktivität sowie gegebenenfalls ein pharmazeutisch geeignetes
Verdünnungsmittel, Adjuvans und/oder Trägermittel enthält.
Die erfindungsgemäßen Polypeptide sind insbesondere geeignet zur Behandlung von patholo
gischen Zuständen, die durch virale Replikation, insbesondere retrovirale Replikation, verur
sacht sind, und zur Immunmodulation. Derartige therapeutische Anwendungen sind in der
internationalen Patentanmeldung PCT/EP96/01486 beschrieben. Hierin sind ebenfalls auch
diagnostische Testverfahren beschrieben.
Vorzugsweise können die erfindungsgemäßen Polypeptide zur Immunsuppression verwendet
werden. Diese Immunsuppression erfolgt vorzugsweise über eine Hemmung der Helferfunk
tion der TH0 und/oder TH1 und/oder TH2 Zellen. Die erfindungsgemäßen Polypeptide sind
demnach bei allen Erkrankungen von therapeutischem Wert, bei denen eine immundisregulato
rische Komponente bei der Pathogenese postuiert wird, insbesondere eine Hyperimmunität.
Als IL-16-therapierbare Erkrankungen können in der Kardiologie/Angiologie Erkrankungen
wie Myokarditis, Endokarditis und Perikarditis in Frage kommen, in der Pulmonologie
beispielsweise Bronchitis, Asthma, in der Hämatologie Autoimmunneuropenien und Trans
plantatabstoßung, in der Gastroenterologie chronische Gastritis, in der Endokrinologie
Diabetes mellitus Typ I, in der Nephrologie Glomerulonephritis, Erkrankungen im rheumati
schen Formenkreis, Erkrankungen in der Ophthalmologie, in der Neurologie, wie Multiple
Sklerose, in der Dermatologie Ekzeme. Insbesondere können die erfindungsgemaßen Poly
peptide bei Autoimmunerkrankungen, Allergien und zur Vermeidung von Transplantat
abstoßungen verwendet werden.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Nuklein
säuren im Rahmen der Gentherapie. Hierfür geeignete Vektorsysteme sind beispielsweise
retrovirale oder nicht-virale Vektorsysteme.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein polyklonaler oder monoklonaler Anti-IL-16-
Antikörper oder ein immunoaktives Fragment davon, welcher an die ersten 3-20
Aminosäuren von SEQ ID NO: 2 bindet, sowie Verfahren zur Herstellung von solchen
Antikörpern und ihre Verwendung zur Bestimmung von IL-16 sowie zur Bestimmung von
viralen Infektionen in eukaryontischen Zellen und insbesondere in Säugerzellmaterial. Mit
IL-16 können auch Virus-aktivierte Säugerzellen, insbesondere T Zellen, bestimmt werden.
Die Herstellung solcher Antikörper erfolgt durch Immunisierung mit einem erfindungsge
mäßen Polypeptid. Die Herstellung eines solchen Antikörpers wird nach den dem Fachmann
geläufigen Verfahren durchgeführt, durch Immunisierung mit einem Immunogen, welches die
ersten 3-20 Aminosäuren von SEQ ID NO: 2 als Hapten enthält. Anschließend kann der
Antikörper aus dem immunisierten Säugetier in üblicher Weise gewonnen werden und
gegebenenfalls ein monoklonaler Antikörper hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele und Publikationen sowie das Sequenzprotokoll erläutern die Erfin
dung, deren Schutzumfang sich aus den Patentansprüchen ergibt, weiter. Die beschriebenen
Verfahren sind als Beispiele zu verstehen, die auch noch nach Modifikationen den Gegenstand
der Erfindung beschreiben.
5 × 107PBMC (vom Menschen oder Affen) wurden 48 Stunden mit 10 µg/ml Concanavalin A
und 180 U/ml IL-2 kultiviert. Zur Herstellung der RNA wurden die Zellen einmal mit PBS
gewaschen und anschließend mit 5 ml Denaturierungslösung (RNA Isolation Kit, Stratagene)
lysiert. Nach Zugabe von 1 ml Na-Acetat, 5 ml Phenol und 1 ml Chloroform/Isoamyl-Alkohol
(24 : 1) wurde das Lysat 15 min. auf Eis gehalten. Die waßrige Phase wurde anschließend mit
6 ml Isopropanol vermischt, um die RNA auszufallen, und 2 Stunden bei -20°C gelagert. Das
Präzipitat wurde schließlich einmal mit reinem Ethanol gewaschen und in 150 µl H2O gelöst.
Die Ausbeute wurde photometrisch bestimmt und betrug 120 µg.
Die Mischung für die cDNA Synthese enthielt 10 µg RNA, 0,2 µg Oligo-dT, 13 mM DTT
und 5 µl "bulk first strand reaction mix" (First-Strand cDNA Synthesis Kit, Pharmacia) in
einer Menge von 15 µl. Die Mischung wurde 1 Stunde bei 37°C inkubiert und anschließend
bei -20°C zur späteren Verwendung gelagert.
Amplifikation, Klonierung von IL-16 cDNA und Herstellung eines Expressionsklons erfolgen
wie in der WO 94/28134 oder der internationalen Patentanmeldung PCT/EP96/01486
beschrieben, unter Berücksichtigung der veränderten Sequenzen.
Als Vorwärtsprimer wird ein Oligonukleotid der Sequenz SEQ ID NO: 3 verwendet, der eine
EcoRI site, 6 His und eine Enterokinase-Spaltstelle (D4K) enthält:
Als reverse primer werden entweder Oligonukleotid IL-16-R1 (SEQ ID NO: 4):
oder Oligonukleotid IL-16-R2 (SEQ ID NO: 5) verwendet:
Die beiden reverse primer enthalten BamHI und HindIII Schnittstellen zur Klonierung.
Mit IL-16-R1 wird eine Sequenz erhalten, welche für ein Protein gemäß SEQ ID NO: 2
codiert.
Mit IL-16-R2 wird eine Sequenz erhalten, welche für ein um 8 Aminosäuren am C-Terminus
verkürztes IL-16 codiert. Dieses C-terminale IL-16 ist ebenfalls aktiv.
Die PCR-Reaktion, Klonierung und Herstellung des Expressionsklons (Fusionsprotein mit
N-terminalem Poly-His-Anteil zur Aufreinigung) erfolgen nach Standardbedingungen:
0,2 mM dNTP Mix, je 1 pmol/µl forward und reverse Primer, 1 × high fidelity buffer
(Boehringer Mannheim, D), 1,5 mM MgCl2, 2.6 U high fidelity enzyme mix (Boehringer
Mannheim, D).
20 µl Endvolumen
Maschine: Perkin Elmer GeneAmp 9600
Reaktionsverlauf:
3 min 94°C, 1 min 56°C, 2 min 72°C, dann 25 Zyklen (20 sec 94°C, 20 sec 56°C, 1 min 72°C)
20 µl Endvolumen
Maschine: Perkin Elmer GeneAmp 9600
Reaktionsverlauf:
3 min 94°C, 1 min 56°C, 2 min 72°C, dann 25 Zyklen (20 sec 94°C, 20 sec 56°C, 1 min 72°C)
Aus Stammkulturen (Plattenausstrich oder bei -20°C gelagerten Ampullen) werden Vorkultu
ren angesetzt, die geschüttelt bei 37°C inkubiert werden. Das Überimpfvolumen in die nächst
höhere Dimension beträgt jeweils 1-10 Vol.-%. Zur Selektion gegen Plasmidverlust wird in
Vor- und Hauptkultur Ampicillin (50-100 mg/l) eingesetzt.
Als Nährstoffe werden enzymatisch verdautes Eiweiß und/oder Hefeextrakt als N- und C-
Quelle sowie Glycerin und/oder Glucose als zusätzliche C-Quelle verwendet. Das Medium
wird auf pH 7 gepuffert und Metallsalze werden zur Stabilisierung des Fermentationsprozesses
in physiologisch verträglichen Konzentrationen zugesetzt. Die Fermentation wird als Feed
batch mit einer gemischten Hefeextrakt/C-Quellen-Dosage durchgeführt. Die Fermentations
temperatur beträgt 25-37°C. Über Belüftungsrate, Drehzahlregulierung und Dosagege
schwindigkeit wird der gelöste Sauerstoffpartialdruck (pO2) <20% gehalten.
Das Wachstum wird über Ermittlung der optischen Dichte (OD) bei 528 nm bestimmt. Mittels
IPTG wird die Expression des IL-16 induziert. Nach einer Fermentationsdauer von ca.
10 Stunden wird bei OD-Stillstand die Biomasse durch Zentrifugation geerntet. Die Biomasse
wird in 50 mM Natriumphosphat, 5 mM EDTA, 100 mM Natriumchlorid, pH 7 aufgenommen
und über eine kontinuierliche Hochdruckpresse bei 1000 Bar aufgeschlossen. Die so erhaltene
Suspension wird erneut abzentrifugiert und der Überstand, der das gelöste IL-16 enthält, wird
weiterverarbeitet.
550 ml Aufschlußüberstand in 50 mM Natriumphosphat, 5 mM EDTA, 100 mM NaCl, pH 7,2
wurden mit 55 ml 5 M NaCl, 60 mM MgCl2, pH 8,0 versetzt, 30 min. gerührt und an
schließend 30 min. bei 20.000 g zentrifugiert. 400 ml des Überstandes wurden auf eine Nickel-
Chelat-Sepharose-Säule (V=60 ml; Pharmacia) aufgezogen, die vorher mit 30 µMol NiCl2/ml
Gel beladen und mit 50 mM Natriumphosphat, 0,2 M NaCl, pH 8,0 äquilibriert worden war.
Die Säule wurde anschließend mit 300 ml 50 mM Natriumphosphat, 0,5 M NaCl, pH 7,0
gespült und das IL-16-Fusionsprotein dann mit einem Gradienten von 0 M bis 300 mM Imida
zol, pH 7,0 in 50 mM Natriumphosphat, 0,1 M NaCl, pH 7,0 (2× 0,5 l Gradientenvolumen)
eluiert. IL-16 enthaltende Fraktionen wurden mittels SDS-PAGE identifiziert und vereinigt.
100 mg des so erhaltenen Fusionsproteins wurden bei 4°C gegen 20 l 50 mM Tris/HCl, pH 8,0
dialysiert und anschließend zur Entfernung von Trübungen 30 min. bei 20.000 g zentrifugiert.
Der Überstand der Zentrifugation wurde anschließend mit 0,1 mg Enterokinase (Novagen)
versetzt und 5 Stunden bei 37°C inkubiert. Anschließend wurde der Spaltansatz mit HCl auf
pH 6,5 und die Leitfähigkeit durch Verdünnung mit H2O auf 1,7 mS eingestellt. Die Probe
wurde auf eine Q-Sepharose FF-Säule (8 ml; Pharmacia) aufgetragen, die vorher mit 20 mM
Imidazol, pH 6,5 äquilibriert worden war. Die Elution von IL-16 erfolgte mit einem
Gradienten von 0 bis 0,3 M NaCl in 20 mM Imidazol, pH 6,5. IL-16 enthaltende Fraktionen
wurden mittels SDS-PAGE identifiziert und vereinigt. Die Identität von IL-16 wurde durch
Massenanalyse und automatisierte N-terminale Sequenzanalyse bestätigt. Zur
Konzentrationsbestimmung wurde die UV-Absorption von IL-16 bei 280 nm (Mack et al.
(1992) Analyt. Biochem. 200, 74-80) verwendet.
Das so erhaltene IL-16 wies in der SDS-PAGE unter reduzierenden Bedingungen eine Rein
heit von mehr als 95% auf. Die analytische Superdex 75 FPLC-Säule (Pharmacia) wurde mit
25 mM Na-Phosphat, 0,5 M NaCl, 10% Glycerin, pH 7,0 und einer Flußrate von 1 ml/min.
eluiert. Die aufgetragene Proteinmenge in einem Volumen von 100 bis 150 µl betrug 1,5 bis
15 µg Protein. Die Detektion erfolgte bei 220 nm.
Zur Reinheitsanalyse mittels RP-HPLC wurde eine Vydac, Protein & Peptide C18, 4×180 mm
Säule verwendet. Die Elution erfolgt durch einen linearen Gradienten von 0% nach 80% B
(Lösungsmittel B: 90% Acetonitril in 0,1% TFA; Lösungsmittel A: 0,1% TFA in H2O) inner
halb von 30 min. mit einer Flußrate von 1 ml/min. Die Detektion erfolgte bei 220 nm.
Aman et al., Gene 40 (1985)183
Baier, M., et al., Nature 378 (1995) 563
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Deutsche Patentanmeldung Nr. 195 47 933.5
Deutsche Patentanmeldung Nr. 195 48 295.6
EP-A 0 267 851
EP-A 0 495 398
Internationale Patentanmeldung PCT/EP96/01486
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US-Patent Nr. 4,551,433
US-Patent Nr. 4,689,406
US-Patent Nr. 4,747,056
WO 91/11520
WO 92/20702
WO 92/20703
WO 94/28134
Yansura, Meth. Enzymol. 185 (1990) 161-166
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Deutsche Patentanmeldung Nr. 195 47 933.5
Deutsche Patentanmeldung Nr. 195 48 295.6
EP-A 0 267 851
EP-A 0 495 398
Internationale Patentanmeldung PCT/EP96/01486
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US-Patent Nr. 4,689,406
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WO 94/28134
Yansura, Meth. Enzymol. 185 (1990) 161-166
Claims (14)
1. Nukleinsäure, mit welcher die Expression eines Polypeptids mit Interleukin-16-Aktivität
in einer prokaryontischen oder eukaryontischen Wirtszelle erreicht werden kann, wobei
die genannte Nukleinsäure für ein Polypeptid mit der Aminosäuresequenz SEQ ID NO: 2
oder für ein Polypeptid mit einer am C-Terminus um bis zu 8 Aminosäuren verkürzten
Sequenz gemäß SEQ ID NO: 2 codiert.
2. Nukleinsäure nach Anspruch 1, die Interleukin-16 von Primaten codiert.
3. Prokaryontische oder eukaryontische Wirtszelle, welche mit einer Nukleinsäure nach
den Ansprüchen 1 oder 2 so transformiert oder transfiziert ist, daß die Wirtszelle das
genannte Polypeptid exprimiert.
4. Biologisch funktioneller Nukleinsäurevektor, der eine Nukleinsäure gemäß Anspruch 1
oder 2 enthält.
5. Interleukin-16 aus Primaten, wie es als Produkt einer eukaryontischen Expression einer
Nukleinsäure gemäß Anspruch 1 oder 2 im wesentlichen frei von anderen Humanprotei
nen erhältlich ist.
6. Humanes Interleukin-16, wie es als Produkt einer eukaryontischen Expression einer
Nukleinsäure gemäß Anspruch 1 oder 2 nach Prozessierung im wesentlichen frei von
anderen Humanproteinen erhältlich ist.
7. Polypeptid mit Interleukin-16-Aktivität, welches codiert wird von einer Nukleinsäure
nach den Ansprüchen 1 oder 2.
8. Polypeptid mit Interleukin-16-Aktivität gemaß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Multimeres aus einer definierten Anzahl von Untereinheiten darstellt, wobei
das Polypeptid von Anspruch 7 eine Untereinheit ist.
9. Polypeptid nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es aus 4 bis 32 Untereinhei
ten besteht.
10. Polypeptid nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es einen definier
ten Gehalt an Metallionen enthält, wobei die Anzahl der Metallionen pro Untereinheit
0,5 bis 2 beträgt.
11. Verfahren zur Herstellung eines Polypeptids nach den Ansprüchen 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß eine prokaryontische oder eukaryontische Wirtszelle, die mit einer
Nukleinsäuresequenz nach den Ansprüchen 1 oder 2 transformiert oder transfiziert ist,
unter geeigneten Nährbedingungen kultiviert wird und das gewünschte Polypeptid gege
benenfalls isoliert wird.
12. Pharmazeutische Zusammensetzung, die ein Polypeptid nach den Ansprüchen 5 bis 10
sowie ein pharmazeutisch geeignetes Verdünnungsmittel, Adjuvans und/oder Trägermit
tel enthält.
13. Pharmazeutische Zusammensetzung enthaltend ein Polypeptid gemäß den Ansprüchen
5-10 in einer für eine therapeutische Anwendung ausreichenden Menge.
14. Verfahren zur Herstellung eines Antikörpers gegen ein Polypeptid mit Interleukin-16-
Aktivität, dadurch gekennzeichnet, daß ein Säugetier mit einem Immunogen welches die
ersten 3-20 Aminosäuren von SEQ ID NO : 2 als Hapten enthält, immunisiert wird und
der Antikörper anschließend aus dem Säugetier gewonnen wird.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996148715 DE19648715A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Prozessierte Polypeptide mit IL-16 Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung |
| US09/308,246 US6444202B1 (en) | 1996-11-25 | 1997-11-02 | Processed polypeptides with IL-16 activity, processes for their production and their use |
| PCT/EP1997/006476 WO1998023751A1 (en) | 1996-11-25 | 1997-11-20 | Processed polypeptides with il-16 activity, processes for their production and their use |
| EP97951248A EP0941331A1 (de) | 1996-11-25 | 1997-11-20 | Nukleinsäuren kodierend für polypeptide mit il-16 aktivitaet, zusammensetzungen welche diese polypeptide enthahlten, verfahren zu ihrer herstellung |
| CA002272846A CA2272846A1 (en) | 1996-11-25 | 1997-11-20 | Processed polypeptides with il-16 activity, processes for their production and their use |
| AU54845/98A AU5484598A (en) | 1996-11-25 | 1997-11-20 | Processed polypeptides with il-16 activity, processes for their production and their use |
| ZA9710540A ZA9710540B (en) | 1996-11-25 | 1997-11-24 | Processed polypeptides with IL-16 activity processes for their production and their use |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1996148715 DE19648715A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Prozessierte Polypeptide mit IL-16 Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19648715A1 true DE19648715A1 (de) | 1998-05-28 |
Family
ID=7812675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996148715 Withdrawn DE19648715A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Prozessierte Polypeptide mit IL-16 Aktivität, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE19648715A1 (de) |
| ZA (1) | ZA9710540B (de) |
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1996
- 1996-11-25 DE DE1996148715 patent/DE19648715A1/de not_active Withdrawn
-
1997
- 1997-11-24 ZA ZA9710540A patent/ZA9710540B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA9710540B (en) | 1999-05-24 |
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| 8165 | Unexamined publication of following application revoked |