DE19648643A1 - Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage - Google Patents
Metallgekapselte gasisolierte SchaltanlageInfo
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Description
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer
metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
In metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen werden in
der Regel Erder oder Schnellerder eingesetzt, um die
Aktivteile dann mit der Erde der betreffenden Schaltanlage
zu verbinden, wenn es vom betrieblichen Ablauf her
erforderlich ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall,
wenn das Montagepersonal bei Revisionsarbeiten in der Anlage
geschützt werden soll, oder wenn die Einstellung des
Anlagenschutzes getestet werden soll.
Der Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist,
liegt die Aufgabe zugrunde, eine metallgekapselte
gasisolierte Schaltanlage anzugeben, bei welcher die
Durchführung von Kontrollmessungen, insbesondere die Messung
von Übergangswiderständen in vorgegebenen Teilen der Anlage,
vergleichsweise einfach möglich ist.
Die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist mit einer
geerdeten Kapselung, mit mindestens einem durch die
Kapselung abgeschirmten Aktivteil und mit mindestens zwei
voneinander beabstandeten Schaltgeräten für die bedarfsweise
Überbrückung der Distanz zwischen der Kapselung und dem
Aktivteil versehen. Das erste der Schaltgeräte ist für die
elektrisch leitende Verbindung der Kapselung mit dem
Aktivteil vorgesehen. Das zweite der Schaltgeräte ist von
der Kapselung isoliert angeordnet. Die beiden Schaltgeräte
sind in einem Meßkreis in Reihe zu einer
Kontrollmesseinrichtung angeordnet. Diese Anordnung erlaubt
es, mit vergleichsweise geringem Montageaufwand, zu einer
zuverlässigen Beurteilung des Zustandes der Kontaktstellen
im untersuchten Bereich der Schaltanlage zu gelangen.
Die Isolation des zweiten Schaltgeräts ist überbrückbar
ausgebildet, so daß dieses Gerät mit geringem Aufwand nach
der Durchführung der Kontrollmessung wieder für den
Normalbetrieb der Schaltanlage umgerüstet werden kann. Als
Schaltgeräte können in der metallgekapselten gasisolierten
Schaltanlage sowieso schon vorhandene Erder oder
Schnellerder verwendet werden, so daß keine großen
zusätzlichen Investitionen nötig sind, wenn diese
Kontrollmessungen, welche die Betriebssicherheit und die
Verfügbarkeit der Schaltanlage vorteilhaft erhöhen,
durchgeführt werden sollen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und die damit
erzielbaren Vorteile werden nachfolgend anhand der
Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg
darstellt, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein erstes in die
erfindungsgemäße Schaltanlage eingebautes elektrisches
Schaltgerät,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch ein zweites in die
erfindungsgemäße Anlage eingebautes elektrisches
Schaltgerät, und
Fig. 3 einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch die
metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit
angeschlossener Kontrollmesseinrichtung.
Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht
erforderlichen Elemente sind nicht dargestellt.
Jede metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist in der
Regel mit als Erder bezeichneten Erdungsschaltern und/oder
mit als Schnellerder bezeichneten Schnellerdungsschaltern
ausgerüstet. Der Einsatz dieser Erder bzw. Schnellerder hat
sich stets bewährt. Diese Erder bzw. Schnellerder können mit
sehr einfachen Mitteln so ausgerüstet werden, daß sie
zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich bei Bedarf
absolut sichere Erdverbindungen herzustellen, vorteilhaft
auch für die Durchführung von Kontrollmessungen eingesetzt
werden können.
In der Fig. 1 ist ein durch einen nicht dargestellten Antrieb
angetriebener erster Schnellerder 1 dargestellt. Der
Schnellerder 1 erstreckt sich entlang einer zentralen Achse
2 zwischen der geerdeten metallischen Kapselung 3 der
gasisolierten Schaltanlage und dem im Betrieb mit
Hochspannung beaufschlagten Aktivteil 4 der Schaltanlage. In
der linken Hälfte der Fig. 1 ist der Schnellerder 1 in
ausgeschaltetem und in der rechten Hälfte in eingeschaltetem
Zustand dargestellt. Der Schnellerder 1 weist ein
zylindrisch ausgebildetes, durch einen nicht dargestellten,
außerhalb der Kapselung 3 angeordneten Antrieb
angetriebenes bewegliches Kontaktrohr 5 auf. Die dem
Aktivteil 4 zugewandte Spitze 6 des Kontaktrohrs 5 ist mit
abbrandfestem Material, beispielsweise mit Wolframkupfer,
versehen. Bei einer Einschaltung bewegt sich das Kontaktrohr
5 entlang der zentralen Achse 2 auf einen fest in das
Aktivteil 4 eingelassen Gegenkontakt 7 zu. Der Gegenkontakt
7 ist zylindrisch um die zentrale Achse 2 herum aufgebaut.
Der Gegenkontakt 7 weist im Zentrum einen Kontaktstift 8
auf, der auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5 zugewandten
Seite mit einer zylindrisch ausgebildeten Kappe aus
elektrisch leitendem, abbrandfestem Material versehen sein
kann. Den Kontaktstift 8 umgibt ein ringförmiger Spalt 9,
der für die Aufnahme des beweglichen Kontaktrohrs 5
vorgesehen ist. Der ringförmige Spalt 9 wird nach außen hin
durch einen elektrisch leitenden Kontaktträger 10 begrenzt.
Der Kontaktträger 10 ist mittels eines Zwischenstücks 10a
elektrisch leitend mit dem Aktivteil 4 verbunden. Dieser
Kontaktträger 10 ist auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5
zugewandten Seite mit einer dielektrisch günstig gestalteten
Abdeckung 11 aus elektrisch leitendem, abbrandfestem
Material gefertigt. In die dem Kontaktrohr 5 zugewandte
Seite des Kontaktträgers 10 sind federnde, als Kontaktfinger
12 ausgebildete Kontaktelemente eingelassen.
Das bewegliche Kontaktrohr 5 ist rohrförmig ausgebildet,
seine dem Gegenkontakt 7 zugewandte Spitze 6 ist so geformt,
daß im Innern des beweglichen Kontaktrohrs 5 federnd
angebrachte Kontaktfinger 13 dielektrisch abgeschirmt sind.
Beim Einschalten laufen die Kontaktfinger 12 auf das
Kontaktrohr 5 auf und gleiten auf dessen äußerer
Oberfläche. Im Innern des Kontaktrohrs 5 ist ein Volumen
vorgesehen, welches beim Einschalten den Kontaktstift 8
aufnimmt. Der Kontaktstift 8 weist eine Oberfläche auf, auf
welcher nach dem Einschalten des Schnellerders die
Kontaktfinger 13 aufliegen. Die Kontaktfinger 13 werden an
ihrer Basis von einer im Innern des Kontaktrohrs 5
befestigten Halterung 14 zusammengehalten. Die Halterung 14
und die Kontaktfinger 13 können aus einem Teil
herausgearbeitet sein, es ist aber beispielsweise auch
möglich, daß die Enden der einzelnen Kontaktfinger 13 in
die Halterung 14 eingelötet sind. Die Halterung 14 weist im
Zentrum eine sie durchdringende Bohrung 15 auf, die dazu
dient, etwaige sich im Bereich des Einschaltlichtbogens
ausbildende Druckspitzen abzubauen.
Das Kontaktrohr 5 wird auf der Seite der geerdeten Kapselung
3 in einer Metallhülse 16 geführt, in welcher Spiralkontakte
17 angeordnet sind, welche für den Stromübergang vom
Kontaktrohr 5 auf diese Metallhülse 16 vorgesehen sind. Eine
mechanische Überlastung der Spiralkontakte 17 wird durch
Führungsringe 18 aus einem Isoliermaterial verhindert. Die
Metallhülse 16 ist elektrisch leitend mit einem
Metallflansch 19 verbunden, der mit dem Flansch 20 eines in
die geerdete Kapselung 3 eingelassenen Stutzens 21
druckdicht verbunden ist. Der Schnellerderantrieb ist
druckdicht mit dem Metallflansch 19 verschraubt, so daß die
Öffnung des Stutzens 21 vollständig verschlossen ist.
Die Metallhülse 16 wird auf der dem Gegenkontakt 7
zugewandten Seite dielektrisch wirksam mittels einer
Abschirmung 22 abgeschirmt. Diese Abschirmung 22 ist starr
mit der Metallhülse 16 verbunden, wobei diese nicht
dargestellte Verbindung elektrisch isolierend ausgeführt
ist. Die Abschirmung 22 weist im Betrieb ein vom
Erdpotential der Metallhülse 16 etwas abweichendes, frei
floatendes Potential auf. Diese Potentialabweichung ist
vergleichsweise gering, so daß die dielektrische Wirksamkeit
der Abschirmung 22 trotzdem voll gewährleistet ist. Aufgrund
dieses vom Erdpotential abweichenden Potentials kann ein auf
der Abschirmung 22 montierter Sensor 23 für Meßzwecke in
der unter Hochspannung stehenden Schaltanlage eingesetzt
werden. Der Sensor 23 kann beispielsweise für das
Feststellen der Spannungsfreiheit vor dem Einschalten des
Schnellerders 1 ausgelegt sein, er kann aber auch für die
Feststellung des Auftretens von Teilentladungsimpulsen
verwendet werden. Der Sensor 23 weist ein in der Regel
koaxial ausgebildetes Anschlußkabel 24 auf, welches
druckdicht aus der Kapselung 3 herausgeführt wird.
Die Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt durch einen weiteren
Schnellerder 25, dessen bewegte Teile und dessen
Kontaktpartien baugleich sind mit dem bereits beschriebenen
Schnellerder 1. Beim Schnellerder 25 ist jedoch der
Metallflansch 19 durch einen Flansch 26 aus einem
Isoliermaterial ersetzt worden. Dieser Flansch 26 isoliert
die elektrisch leitenden Teile des Schnellerders 25
vollständig von der geerdeten Kapselung 3, wobei darauf
geachtet worden ist, daß durch die angedeuteten
druckdichten Verschraubungen keine Überbrückung der
Isolation vorkommen kann. Der Flansch 26 ist druckdicht mit
einem metallischen Deckel 27 verschraubt, welcher den nicht
dargestellten Antrieb des Schnellerders 25 trägt. Die
Metallhülse 16 ist mittels Innensechskantschrauben 28
elektrisch leitend mit dem Deckel 27 verschraubt. An den
Deckel 27 ist ein elektrisch leitender Metallwinkel 29
angeschraubt. An den Flansch 20 ist ebenfalls ein elektrisch
leitender Metallwinkel 30 angeschraubt. Die beiden
Metallwinkel 29 und 30 sind mittels einer Lasche 31
elektrisch leitend miteinander verbunden. Diese Lasche 31
überbrückt hier den Flansch 26 aus Isoliermaterial
elektrisch leitend, so daß der Deckel 27 mit der geerdeten
Kapselung 3 verbunden ist und ebenfalls auf Erdpotential
liegt. Die Verschraubung der Lasche 31 kann jedoch im
Bedarfsfall gelöst werden.
Die Fig. 3 zeigt einen schematisch dargestellten Teilschnitt
durch die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit
angeschlossener Kontrollmesseinrichtung 32. In dieser
Kontrollmesseinrichtung 32 ist eine Gleichstromquelle 33,
die einen konstanten Gleichstrom liefert, und ein
empfindliches Spannungsmeßgerät 34 enthalten. Das Aktivteil 4
der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage ist hier
vorab spannungsfrei geschaltet worden. Der erste
Schnellerder 1, der hier schematisch durch den Metallflansch
19, das Kontaktrohr 5 und den Gegenkontakt 7 dargestellt
ist, ist eingeschaltet und verbindet die geerdete Kapselung
3 mit dem Aktivteil 4. Eine Eingangsklemme 35 ist elektrisch
leitend mit dem Schnellerder 1 und mit der
Kontrollmesseinrichtung 32 verbunden. Das Aktivteil 4 der
einphasig metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage wird
mittels scheibenförmig ausgebildeter Isolatoren 36, die im
Zentrum mit einer metallischen Eingußarmatur 37 versehen
sind, gegen die Kapselung 3 abgestützt. Das Aktivteil 4 ist
beidseitig mit der Eingußarmatur 37 verschraubt. Im
weiteren Verlauf des Aktivteils 4 können beispielsweise ein
Leistungsschalter 38 oder auch ein Trenner oder eine oder
mehrere sonstige Baugruppen liegen.
Am Ende des mit einer Kontrollmessung zu untersuchenden
Bereichs der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage
ist der zweite Schnellerder 25 in ebenfalls eingeschaltetem
Zustand dargestellt. Der zweite Schnellerder 25 ist hier
schematisch durch den Flansch 26 aus Isoliermaterial, das
Kontaktrohr 5 und den Gegenkontakt 7 dargestellt. Die in der
Fig. 2 dargestellte Lasche 31 ist bei diesem Schnellerder 25
entfernt worden, so daß der Flansch 26 isolierend wirken
kann. Dieses Kontaktrohr 5 ist demnach nicht mit der
geerdeten Kapselung 3 verbunden, es ist dafür elektrisch
leitend mit einer Abgangsklemme 39 verbunden. Die
Abgangsklemme 39 ist elektrisch leitend mit der
Kontrollmesseinrichtung 32 verbunden.
Wenn eine Kontrollmessung durchgeführt wird, so wird von der
Gleichstromquelle 33 ein konstanter Gleichstrom,
beispielsweise 300 A, über die Eingangsklemme 35 in den
Meßkreis eingespeist. Der Meßkreis führt hier von der
Eingangsklemme 35 über den Schnellerder 1, den Aktivteil 4,
die Eingußarmatur 37, den Leistungsschalter 38 und den
Schnellerder 25 hin zur Abgangsklemme 39. Mit dem
Spannungsmeßgerät 34 wird der Spannungsabfall zwischen der
Eingangsklemme 35 und der Abgangsklemme 39 gemessen. Die
gleiche Messung wurde bereits früher, beispielsweise
unmittelbar nach der Fertigstellung der metallgekapselten
gasisolierten Schaltanlage, durchgeführt, so daß ein
Vergleichswert verfügbar ist. Treten unzulässig große
Abweichungen von diesem bekannten Vergleichswert auf, so ist
dies ein Hinweis darauf, daß einer der im Meßkreis
liegenden Kontaktübergänge sich verändert hat.
Es ist möglich, daß bei der Montage oder bei einer
betriebsbedingten Revision der metallgekapselten
gasisolierten Schaltanlage, eine Schraubverbindung nicht
korrekt angezogen wurde, beispielsweise zwischen dem
Aktivteil 4 und der Eingußarmatur 37, was eine
Heißkontaktbildung mit großen Folgeschäden zur Folge haben
könnte, wenn dies nicht bei einer Kontrollmessung erkannt
würde, so daß rechtzeitig Abhilfe geschaffen werden kann.
Die Kontakte des Leistungsschalters 38 werden infolge der
Leistungsschaltungen abgenutzt, so daß auch hier der
Stromübergang erschwert und damit verbunden ein deutlicher
Anstieg des Spannungsabfalls über dem Leistungsschalter 38
verzeichnet wird. Mit Hilfe der vergleichsweise einfach und
mit geringem Aufwand durchzuführenden Kontrollmessung kann
der optimale Zeitpunkt für eine Kontaktrevision festgestellt
werden. Für Leistungsschalter 38, die parallel zur
Leistungsstrombahn eine Nennstrombahn aufweisen, ist diese
Kontrollmessung nur bedingt aussagekräftig.
Die Eingangsklemme 35 wird in der Regel auf dem Deckel 27
des Schnellerders 1 angebracht. Es ist jedoch auch möglich,
den Gleichstrom durch den Metallflansch 19 einzuspeisen. In
der Fig. 3 sind der eingangsseitige Abgriff für die
Spannungsmessung und die Eingangsklemme 35 zusammengelegt
dargestellt, es ist jedoch auch möglich, den
eingangsseitigen Abgriff separat und isoliert in die
Schaltanlage einzuführen, beispielsweise als elektrisch
leitender Mantel des Anschlußkabels 24 des Sensors 23, und
diesen Mantel dann elektrisch leitend mit der Metallhülse 16
zu verbinden, so daß die Messung des Spannungsabfalls erst
ab der Metallhülse 16 erfolgt.
Es ist natürlich auch möglich, die Kontrollmessung zwischen
zwei Schnellerdern durchzuführen, die beide mit einem
isolierend wirkenden Flansch 26 ausgestattet sind. Die
Laschen 31 sind dabei bei beiden Schnellerdern gelöst, und
die Metallwinkel 29 dienen jeweils als Eingangsklemme 35
bzw. Abgangsklemme 39 für die Verbindung der Schnellerder
mit der Kontrollmesseinrichtung 32.
Der Sensor 23 kann, wie bereits erwähnt, für verschiedene
Messungen ausgelegt werden. Der Sensor 23 kann
beispielsweise für das Feststellen der Spannungsfreiheit des
Aktivteils 4 vor dem Einschalten des Schnellerders 1
ausgelegt sein, er kann aber auch für die Feststellung des
Auftretens von Teilentladungsimpulsen verwendet werden. Dies
sind beides in der Regel Messungen, bei denen es nicht auf
die Präzision der Meßresultate ankommt. Diese Meßresultate
können jedoch vorteilhaft in der Leittechnik der
vorliegenden metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage
verarbeitet werden zu Aussagen über den jeweiligen
Betriebszustand der Schaltanlage, so daß auf einfache und
preiswerte Art eine Erhöhung der Betriebssicherheit und
damit der Verfügbarkeit der Schaltanlage erreicht wird.
1
Schnellerder
2
zentrale Achse
3
Kapselung
4
Aktivteil
5
Kontaktrohr
6
Spitze
7
Gegenkontakt
8
Kontaktstift
9
Spalt
10
Kontaktträger
10
a Zwischenstück
11
Abdeckung
12,
13
Kontaktfinger
14
Halterung
15
Bohrung
16
Metallhülse
17
Spiralkontakte
18
Führungsringe
19
Metallflansch
20
Flansch
21
Stutzen
22
Abschirmung
23
Sensor
24
Anschlußkabel
25
Schnellerder
26
Flansch
27
Deckel
28
Innensechskantschrauben
29,
30
Metallwinkel
31
Lasche
32
Kontrollmesseinrichtung
33
Gleichstromquelle
34
Spannungsmeßgerät
35
Eingangsklemme
36
Isolatoren
37
Eingußarmatur
38
Leistungsschalter
39
Abgangsklemme
Claims (10)
1. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit einer
geerdeten Kapselung (3), mit mindestens einem durch die
Kapselung (3) umschlossenen Aktivteil (4), mit mindestens
zwei voneinander beabstandeten Schaltgeräten für die
bedarfsweise Überbrückung der Distanz zwischen Kapselung (3)
und Aktivteil (4), von denen das erste für die elektrisch
leitende Verbindung der Kapselung (3) mit dem Aktivteil (4)
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
- - daß das zweite der Schaltgeräte von der Kapselung (3) isoliert angeordnet ist, und
- - daß die mindestens zwei Schaltgeräte in Reihe zu einer Kontrollmesseinrichtung (32) in einem Meßkreis angeordnet sind.
2. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Isolation des zweiten Schaltgeräts überbrückbar ausgebildet ist.
3. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der
Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Kontrollmesseinrichtung (32) eine einen konstanten Gleichstrom liefernde Gleichstromquelle (33) und ein parallel zu dieser geschaltetes Spannungsmeßgerät (34) aufweist.
4. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Schaltgeräte Erder oder Schnellerder (1, 25) vorgesehen sind.
5. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Erder oder der Schnellerder (1, 25) ein Kontaktrohr (5) aufweist, welches kapselungsseitig mit einer dielektrisch wirksamen Abschirmung (22) versehen ist.
6. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch
5, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Abschirmung (22) nicht mit dem Potential der Kapselung (3) verbunden ist.
7. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch
6, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Abschirmung (22) als Träger für einen Sensor (23) ausgebildet ist.
8. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch
7, dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Sensor (23) ein Spannungssensor oder ein Teilentladungssensor vorgesehen ist.
9. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der
Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Sensor (23) mittels eines Koaxialkabels angeschlossen ist.
10. Verfahren zur Messung von Spannungsabfällen in
metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen, welches
folgende Verfahrensschritte aufweist:
- a) Spannungsfreimachen der Schaltanlage;
- b) Einschalten eines ersten Schaltgeräts, welches den Aktivteil (4) der Schaltanlage mit ihrer geerdeten Kapselung (3) elektrisch leitend verbindet;
- c) Einschalten eines zweiten Schaltgeräts, welches den Aktivteil (4) kontaktiert, ihn jedoch nicht mit der Kapselung (3) verbindet;
- d) Verbinden der beiden Schaltgeräte unter Zwischenschaltung einer Kontrollmeßeinrichtung (32) zu einem Meßkreis;
- e) Einspeisung eines konstanten Gleichstroms in den Meßkreis;
- f) Messung des Spannungsabfalls in dem Meßkreis;
- g) Vergleich der Meßresultate mit früher erzielten Meßdaten oder mit vorgegebenen Sollwerten.
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|---|---|---|---|
| DE1996148643 DE19648643A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996148643 DE19648643A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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