[go: up one dir, main page]

DE19648643A1 - Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage - Google Patents

Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage

Info

Publication number
DE19648643A1
DE19648643A1 DE1996148643 DE19648643A DE19648643A1 DE 19648643 A1 DE19648643 A1 DE 19648643A1 DE 1996148643 DE1996148643 DE 1996148643 DE 19648643 A DE19648643 A DE 19648643A DE 19648643 A1 DE19648643 A1 DE 19648643A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
insulated switchgear
encapsulation
encapsulated gas
active part
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996148643
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Schifko
Glenn Behrmann
Daniel Bleiker
Olav Knudsen
Hans Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Schweiz AG
Original Assignee
Asea Brown Boveri AG Switzerland
Asea Brown Boveri AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asea Brown Boveri AG Switzerland, Asea Brown Boveri AB filed Critical Asea Brown Boveri AG Switzerland
Priority to DE1996148643 priority Critical patent/DE19648643A1/de
Publication of DE19648643A1 publication Critical patent/DE19648643A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B13/00Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
    • H02B13/02Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing
    • H02B13/035Gas-insulated switchgear
    • H02B13/075Earthing arrangements
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/20Measuring earth resistance; Measuring contact resistance, e.g. of earth connections, e.g. plates
    • G01R27/205Measuring contact resistance of connections, e.g. of earth connections
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B13/00Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
    • H02B13/02Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing
    • H02B13/035Gas-insulated switchgear
    • H02B13/065Means for detecting or reacting to mechanical or electrical defects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description

TECHNISCHES GEBIET
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
In metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen werden in der Regel Erder oder Schnellerder eingesetzt, um die Aktivteile dann mit der Erde der betreffenden Schaltanlage zu verbinden, wenn es vom betrieblichen Ablauf her erforderlich ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Montagepersonal bei Revisionsarbeiten in der Anlage geschützt werden soll, oder wenn die Einstellung des Anlagenschutzes getestet werden soll.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Der Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist, liegt die Aufgabe zugrunde, eine metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage anzugeben, bei welcher die Durchführung von Kontrollmessungen, insbesondere die Messung von Übergangswiderständen in vorgegebenen Teilen der Anlage, vergleichsweise einfach möglich ist.
Die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist mit einer geerdeten Kapselung, mit mindestens einem durch die Kapselung abgeschirmten Aktivteil und mit mindestens zwei voneinander beabstandeten Schaltgeräten für die bedarfsweise Überbrückung der Distanz zwischen der Kapselung und dem Aktivteil versehen. Das erste der Schaltgeräte ist für die elektrisch leitende Verbindung der Kapselung mit dem Aktivteil vorgesehen. Das zweite der Schaltgeräte ist von der Kapselung isoliert angeordnet. Die beiden Schaltgeräte sind in einem Meßkreis in Reihe zu einer Kontrollmesseinrichtung angeordnet. Diese Anordnung erlaubt es, mit vergleichsweise geringem Montageaufwand, zu einer zuverlässigen Beurteilung des Zustandes der Kontaktstellen im untersuchten Bereich der Schaltanlage zu gelangen.
Die Isolation des zweiten Schaltgeräts ist überbrückbar ausgebildet, so daß dieses Gerät mit geringem Aufwand nach der Durchführung der Kontrollmessung wieder für den Normalbetrieb der Schaltanlage umgerüstet werden kann. Als Schaltgeräte können in der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage sowieso schon vorhandene Erder oder Schnellerder verwendet werden, so daß keine großen zusätzlichen Investitionen nötig sind, wenn diese Kontrollmessungen, welche die Betriebssicherheit und die Verfügbarkeit der Schaltanlage vorteilhaft erhöhen, durchgeführt werden sollen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und die damit erzielbaren Vorteile werden nachfolgend anhand der Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein erstes in die erfindungsgemäße Schaltanlage eingebautes elektrisches Schaltgerät,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch ein zweites in die erfindungsgemäße Anlage eingebautes elektrisches Schaltgerät, und
Fig. 3 einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit angeschlossener Kontrollmesseinrichtung.
Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Elemente sind nicht dargestellt.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Jede metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist in der Regel mit als Erder bezeichneten Erdungsschaltern und/oder mit als Schnellerder bezeichneten Schnellerdungsschaltern ausgerüstet. Der Einsatz dieser Erder bzw. Schnellerder hat sich stets bewährt. Diese Erder bzw. Schnellerder können mit sehr einfachen Mitteln so ausgerüstet werden, daß sie zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich bei Bedarf absolut sichere Erdverbindungen herzustellen, vorteilhaft auch für die Durchführung von Kontrollmessungen eingesetzt werden können.
In der Fig. 1 ist ein durch einen nicht dargestellten Antrieb angetriebener erster Schnellerder 1 dargestellt. Der Schnellerder 1 erstreckt sich entlang einer zentralen Achse 2 zwischen der geerdeten metallischen Kapselung 3 der gasisolierten Schaltanlage und dem im Betrieb mit Hochspannung beaufschlagten Aktivteil 4 der Schaltanlage. In der linken Hälfte der Fig. 1 ist der Schnellerder 1 in ausgeschaltetem und in der rechten Hälfte in eingeschaltetem Zustand dargestellt. Der Schnellerder 1 weist ein zylindrisch ausgebildetes, durch einen nicht dargestellten, außerhalb der Kapselung 3 angeordneten Antrieb angetriebenes bewegliches Kontaktrohr 5 auf. Die dem Aktivteil 4 zugewandte Spitze 6 des Kontaktrohrs 5 ist mit abbrandfestem Material, beispielsweise mit Wolframkupfer, versehen. Bei einer Einschaltung bewegt sich das Kontaktrohr 5 entlang der zentralen Achse 2 auf einen fest in das Aktivteil 4 eingelassen Gegenkontakt 7 zu. Der Gegenkontakt 7 ist zylindrisch um die zentrale Achse 2 herum aufgebaut.
Der Gegenkontakt 7 weist im Zentrum einen Kontaktstift 8 auf, der auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5 zugewandten Seite mit einer zylindrisch ausgebildeten Kappe aus elektrisch leitendem, abbrandfestem Material versehen sein kann. Den Kontaktstift 8 umgibt ein ringförmiger Spalt 9, der für die Aufnahme des beweglichen Kontaktrohrs 5 vorgesehen ist. Der ringförmige Spalt 9 wird nach außen hin durch einen elektrisch leitenden Kontaktträger 10 begrenzt. Der Kontaktträger 10 ist mittels eines Zwischenstücks 10a elektrisch leitend mit dem Aktivteil 4 verbunden. Dieser Kontaktträger 10 ist auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5 zugewandten Seite mit einer dielektrisch günstig gestalteten Abdeckung 11 aus elektrisch leitendem, abbrandfestem Material gefertigt. In die dem Kontaktrohr 5 zugewandte Seite des Kontaktträgers 10 sind federnde, als Kontaktfinger 12 ausgebildete Kontaktelemente eingelassen.
Das bewegliche Kontaktrohr 5 ist rohrförmig ausgebildet, seine dem Gegenkontakt 7 zugewandte Spitze 6 ist so geformt, daß im Innern des beweglichen Kontaktrohrs 5 federnd angebrachte Kontaktfinger 13 dielektrisch abgeschirmt sind. Beim Einschalten laufen die Kontaktfinger 12 auf das Kontaktrohr 5 auf und gleiten auf dessen äußerer Oberfläche. Im Innern des Kontaktrohrs 5 ist ein Volumen vorgesehen, welches beim Einschalten den Kontaktstift 8 aufnimmt. Der Kontaktstift 8 weist eine Oberfläche auf, auf welcher nach dem Einschalten des Schnellerders die Kontaktfinger 13 aufliegen. Die Kontaktfinger 13 werden an ihrer Basis von einer im Innern des Kontaktrohrs 5 befestigten Halterung 14 zusammengehalten. Die Halterung 14 und die Kontaktfinger 13 können aus einem Teil herausgearbeitet sein, es ist aber beispielsweise auch möglich, daß die Enden der einzelnen Kontaktfinger 13 in die Halterung 14 eingelötet sind. Die Halterung 14 weist im Zentrum eine sie durchdringende Bohrung 15 auf, die dazu dient, etwaige sich im Bereich des Einschaltlichtbogens ausbildende Druckspitzen abzubauen.
Das Kontaktrohr 5 wird auf der Seite der geerdeten Kapselung 3 in einer Metallhülse 16 geführt, in welcher Spiralkontakte 17 angeordnet sind, welche für den Stromübergang vom Kontaktrohr 5 auf diese Metallhülse 16 vorgesehen sind. Eine mechanische Überlastung der Spiralkontakte 17 wird durch Führungsringe 18 aus einem Isoliermaterial verhindert. Die Metallhülse 16 ist elektrisch leitend mit einem Metallflansch 19 verbunden, der mit dem Flansch 20 eines in die geerdete Kapselung 3 eingelassenen Stutzens 21 druckdicht verbunden ist. Der Schnellerderantrieb ist druckdicht mit dem Metallflansch 19 verschraubt, so daß die Öffnung des Stutzens 21 vollständig verschlossen ist.
Die Metallhülse 16 wird auf der dem Gegenkontakt 7 zugewandten Seite dielektrisch wirksam mittels einer Abschirmung 22 abgeschirmt. Diese Abschirmung 22 ist starr mit der Metallhülse 16 verbunden, wobei diese nicht dargestellte Verbindung elektrisch isolierend ausgeführt ist. Die Abschirmung 22 weist im Betrieb ein vom Erdpotential der Metallhülse 16 etwas abweichendes, frei floatendes Potential auf. Diese Potentialabweichung ist vergleichsweise gering, so daß die dielektrische Wirksamkeit der Abschirmung 22 trotzdem voll gewährleistet ist. Aufgrund dieses vom Erdpotential abweichenden Potentials kann ein auf der Abschirmung 22 montierter Sensor 23 für Meßzwecke in der unter Hochspannung stehenden Schaltanlage eingesetzt werden. Der Sensor 23 kann beispielsweise für das Feststellen der Spannungsfreiheit vor dem Einschalten des Schnellerders 1 ausgelegt sein, er kann aber auch für die Feststellung des Auftretens von Teilentladungsimpulsen verwendet werden. Der Sensor 23 weist ein in der Regel koaxial ausgebildetes Anschlußkabel 24 auf, welches druckdicht aus der Kapselung 3 herausgeführt wird.
Die Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt durch einen weiteren Schnellerder 25, dessen bewegte Teile und dessen Kontaktpartien baugleich sind mit dem bereits beschriebenen Schnellerder 1. Beim Schnellerder 25 ist jedoch der Metallflansch 19 durch einen Flansch 26 aus einem Isoliermaterial ersetzt worden. Dieser Flansch 26 isoliert die elektrisch leitenden Teile des Schnellerders 25 vollständig von der geerdeten Kapselung 3, wobei darauf geachtet worden ist, daß durch die angedeuteten druckdichten Verschraubungen keine Überbrückung der Isolation vorkommen kann. Der Flansch 26 ist druckdicht mit einem metallischen Deckel 27 verschraubt, welcher den nicht dargestellten Antrieb des Schnellerders 25 trägt. Die Metallhülse 16 ist mittels Innensechskantschrauben 28 elektrisch leitend mit dem Deckel 27 verschraubt. An den Deckel 27 ist ein elektrisch leitender Metallwinkel 29 angeschraubt. An den Flansch 20 ist ebenfalls ein elektrisch leitender Metallwinkel 30 angeschraubt. Die beiden Metallwinkel 29 und 30 sind mittels einer Lasche 31 elektrisch leitend miteinander verbunden. Diese Lasche 31 überbrückt hier den Flansch 26 aus Isoliermaterial elektrisch leitend, so daß der Deckel 27 mit der geerdeten Kapselung 3 verbunden ist und ebenfalls auf Erdpotential liegt. Die Verschraubung der Lasche 31 kann jedoch im Bedarfsfall gelöst werden.
Die Fig. 3 zeigt einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit angeschlossener Kontrollmesseinrichtung 32. In dieser Kontrollmesseinrichtung 32 ist eine Gleichstromquelle 33, die einen konstanten Gleichstrom liefert, und ein empfindliches Spannungsmeßgerät 34 enthalten. Das Aktivteil 4 der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage ist hier vorab spannungsfrei geschaltet worden. Der erste Schnellerder 1, der hier schematisch durch den Metallflansch 19, das Kontaktrohr 5 und den Gegenkontakt 7 dargestellt ist, ist eingeschaltet und verbindet die geerdete Kapselung 3 mit dem Aktivteil 4. Eine Eingangsklemme 35 ist elektrisch leitend mit dem Schnellerder 1 und mit der Kontrollmesseinrichtung 32 verbunden. Das Aktivteil 4 der einphasig metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage wird mittels scheibenförmig ausgebildeter Isolatoren 36, die im Zentrum mit einer metallischen Eingußarmatur 37 versehen sind, gegen die Kapselung 3 abgestützt. Das Aktivteil 4 ist beidseitig mit der Eingußarmatur 37 verschraubt. Im weiteren Verlauf des Aktivteils 4 können beispielsweise ein Leistungsschalter 38 oder auch ein Trenner oder eine oder mehrere sonstige Baugruppen liegen.
Am Ende des mit einer Kontrollmessung zu untersuchenden Bereichs der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage ist der zweite Schnellerder 25 in ebenfalls eingeschaltetem Zustand dargestellt. Der zweite Schnellerder 25 ist hier schematisch durch den Flansch 26 aus Isoliermaterial, das Kontaktrohr 5 und den Gegenkontakt 7 dargestellt. Die in der Fig. 2 dargestellte Lasche 31 ist bei diesem Schnellerder 25 entfernt worden, so daß der Flansch 26 isolierend wirken kann. Dieses Kontaktrohr 5 ist demnach nicht mit der geerdeten Kapselung 3 verbunden, es ist dafür elektrisch leitend mit einer Abgangsklemme 39 verbunden. Die Abgangsklemme 39 ist elektrisch leitend mit der Kontrollmesseinrichtung 32 verbunden.
Wenn eine Kontrollmessung durchgeführt wird, so wird von der Gleichstromquelle 33 ein konstanter Gleichstrom, beispielsweise 300 A, über die Eingangsklemme 35 in den Meßkreis eingespeist. Der Meßkreis führt hier von der Eingangsklemme 35 über den Schnellerder 1, den Aktivteil 4, die Eingußarmatur 37, den Leistungsschalter 38 und den Schnellerder 25 hin zur Abgangsklemme 39. Mit dem Spannungsmeßgerät 34 wird der Spannungsabfall zwischen der Eingangsklemme 35 und der Abgangsklemme 39 gemessen. Die gleiche Messung wurde bereits früher, beispielsweise unmittelbar nach der Fertigstellung der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage, durchgeführt, so daß ein Vergleichswert verfügbar ist. Treten unzulässig große Abweichungen von diesem bekannten Vergleichswert auf, so ist dies ein Hinweis darauf, daß einer der im Meßkreis liegenden Kontaktübergänge sich verändert hat.
Es ist möglich, daß bei der Montage oder bei einer betriebsbedingten Revision der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage, eine Schraubverbindung nicht korrekt angezogen wurde, beispielsweise zwischen dem Aktivteil 4 und der Eingußarmatur 37, was eine Heißkontaktbildung mit großen Folgeschäden zur Folge haben könnte, wenn dies nicht bei einer Kontrollmessung erkannt würde, so daß rechtzeitig Abhilfe geschaffen werden kann. Die Kontakte des Leistungsschalters 38 werden infolge der Leistungsschaltungen abgenutzt, so daß auch hier der Stromübergang erschwert und damit verbunden ein deutlicher Anstieg des Spannungsabfalls über dem Leistungsschalter 38 verzeichnet wird. Mit Hilfe der vergleichsweise einfach und mit geringem Aufwand durchzuführenden Kontrollmessung kann der optimale Zeitpunkt für eine Kontaktrevision festgestellt werden. Für Leistungsschalter 38, die parallel zur Leistungsstrombahn eine Nennstrombahn aufweisen, ist diese Kontrollmessung nur bedingt aussagekräftig.
Die Eingangsklemme 35 wird in der Regel auf dem Deckel 27 des Schnellerders 1 angebracht. Es ist jedoch auch möglich, den Gleichstrom durch den Metallflansch 19 einzuspeisen. In der Fig. 3 sind der eingangsseitige Abgriff für die Spannungsmessung und die Eingangsklemme 35 zusammengelegt dargestellt, es ist jedoch auch möglich, den eingangsseitigen Abgriff separat und isoliert in die Schaltanlage einzuführen, beispielsweise als elektrisch leitender Mantel des Anschlußkabels 24 des Sensors 23, und diesen Mantel dann elektrisch leitend mit der Metallhülse 16 zu verbinden, so daß die Messung des Spannungsabfalls erst ab der Metallhülse 16 erfolgt.
Es ist natürlich auch möglich, die Kontrollmessung zwischen zwei Schnellerdern durchzuführen, die beide mit einem isolierend wirkenden Flansch 26 ausgestattet sind. Die Laschen 31 sind dabei bei beiden Schnellerdern gelöst, und die Metallwinkel 29 dienen jeweils als Eingangsklemme 35 bzw. Abgangsklemme 39 für die Verbindung der Schnellerder mit der Kontrollmesseinrichtung 32.
Der Sensor 23 kann, wie bereits erwähnt, für verschiedene Messungen ausgelegt werden. Der Sensor 23 kann beispielsweise für das Feststellen der Spannungsfreiheit des Aktivteils 4 vor dem Einschalten des Schnellerders 1 ausgelegt sein, er kann aber auch für die Feststellung des Auftretens von Teilentladungsimpulsen verwendet werden. Dies sind beides in der Regel Messungen, bei denen es nicht auf die Präzision der Meßresultate ankommt. Diese Meßresultate können jedoch vorteilhaft in der Leittechnik der vorliegenden metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage verarbeitet werden zu Aussagen über den jeweiligen Betriebszustand der Schaltanlage, so daß auf einfache und preiswerte Art eine Erhöhung der Betriebssicherheit und damit der Verfügbarkeit der Schaltanlage erreicht wird.
Bezugszeichenliste
1
Schnellerder
2
zentrale Achse
3
Kapselung
4
Aktivteil
5
Kontaktrohr
6
Spitze
7
Gegenkontakt
8
Kontaktstift
9
Spalt
10
Kontaktträger
10
a Zwischenstück
11
Abdeckung
12,
13
Kontaktfinger
14
Halterung
15
Bohrung
16
Metallhülse
17
Spiralkontakte
18
Führungsringe
19
Metallflansch
20
Flansch
21
Stutzen
22
Abschirmung
23
Sensor
24
Anschlußkabel
25
Schnellerder
26
Flansch
27
Deckel
28
Innensechskantschrauben
29,
30
Metallwinkel
31
Lasche
32
Kontrollmesseinrichtung
33
Gleichstromquelle
34
Spannungsmeßgerät
35
Eingangsklemme
36
Isolatoren
37
Eingußarmatur
38
Leistungsschalter
39
Abgangsklemme

Claims (10)

1. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit einer geerdeten Kapselung (3), mit mindestens einem durch die Kapselung (3) umschlossenen Aktivteil (4), mit mindestens zwei voneinander beabstandeten Schaltgeräten für die bedarfsweise Überbrückung der Distanz zwischen Kapselung (3) und Aktivteil (4), von denen das erste für die elektrisch leitende Verbindung der Kapselung (3) mit dem Aktivteil (4) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß das zweite der Schaltgeräte von der Kapselung (3) isoliert angeordnet ist, und
  • - daß die mindestens zwei Schaltgeräte in Reihe zu einer Kontrollmesseinrichtung (32) in einem Meßkreis angeordnet sind.
2. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Isolation des zweiten Schaltgeräts überbrückbar ausgebildet ist.
3. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Kontrollmesseinrichtung (32) eine einen konstanten Gleichstrom liefernde Gleichstromquelle (33) und ein parallel zu dieser geschaltetes Spannungsmeßgerät (34) aufweist.
4. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß als Schaltgeräte Erder oder Schnellerder (1, 25) vorgesehen sind.
5. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß der Erder oder der Schnellerder (1, 25) ein Kontaktrohr (5) aufweist, welches kapselungsseitig mit einer dielektrisch wirksamen Abschirmung (22) versehen ist.
6. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Abschirmung (22) nicht mit dem Potential der Kapselung (3) verbunden ist.
7. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Abschirmung (22) als Träger für einen Sensor (23) ausgebildet ist.
8. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß als Sensor (23) ein Spannungssensor oder ein Teilentladungssensor vorgesehen ist.
9. Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß der Sensor (23) mittels eines Koaxialkabels angeschlossen ist.
10. Verfahren zur Messung von Spannungsabfällen in metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen, welches folgende Verfahrensschritte aufweist:
  • a) Spannungsfreimachen der Schaltanlage;
  • b) Einschalten eines ersten Schaltgeräts, welches den Aktivteil (4) der Schaltanlage mit ihrer geerdeten Kapselung (3) elektrisch leitend verbindet;
  • c) Einschalten eines zweiten Schaltgeräts, welches den Aktivteil (4) kontaktiert, ihn jedoch nicht mit der Kapselung (3) verbindet;
  • d) Verbinden der beiden Schaltgeräte unter Zwischenschaltung einer Kontrollmeßeinrichtung (32) zu einem Meßkreis;
  • e) Einspeisung eines konstanten Gleichstroms in den Meßkreis;
  • f) Messung des Spannungsabfalls in dem Meßkreis;
  • g) Vergleich der Meßresultate mit früher erzielten Meßdaten oder mit vorgegebenen Sollwerten.
DE1996148643 1996-11-25 1996-11-25 Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage Withdrawn DE19648643A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996148643 DE19648643A1 (de) 1996-11-25 1996-11-25 Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996148643 DE19648643A1 (de) 1996-11-25 1996-11-25 Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19648643A1 true DE19648643A1 (de) 1998-05-28

Family

ID=7812634

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1996148643 Withdrawn DE19648643A1 (de) 1996-11-25 1996-11-25 Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19648643A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001022547A1 (en) * 1999-09-17 2001-03-29 Abb Service S.R.L. Switchgear device with grounding unit
DE102011017307B3 (de) * 2011-01-12 2012-06-14 Abb Technology Ag Hochspannungsschaltanlage
WO2015173330A1 (de) * 2014-05-16 2015-11-19 Omicron Electronics Gmbh Verfahren und system zum prüfen einer schaltanlage für energieübertragungsanlagen

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2055477A1 (de) * 1970-10-27 1972-05-04 Siemens Ag Verfahren zum Überwachen von Hoch spannungsleitern
EP0100510A2 (de) * 1982-07-26 1984-02-15 Hitachi, Ltd. Erdungsschalter
EP0103758A2 (de) * 1982-08-20 1984-03-28 Hitachi, Ltd. Methode zum Prüfen und Nachweisen der Isolationsgüte gegen Erde eines Unterbrecherschalters beim Abschalten eines Ladestroms
DE2813536C2 (de) * 1977-03-31 1984-05-03 Hitachi, Ltd., Tokio/Tokyo Vorrichtung zum Prüfen ausgewählter Schaltkontakte zur Verwendung bei einem gekapselten Schaltgerät
DE3826762A1 (de) * 1988-08-04 1990-02-08 Siemens Ag Metallgekapselte, druckgasisolierte hochspannungsschaltanlage mit isoliertem erdungsschalter

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2055477A1 (de) * 1970-10-27 1972-05-04 Siemens Ag Verfahren zum Überwachen von Hoch spannungsleitern
DE2813536C2 (de) * 1977-03-31 1984-05-03 Hitachi, Ltd., Tokio/Tokyo Vorrichtung zum Prüfen ausgewählter Schaltkontakte zur Verwendung bei einem gekapselten Schaltgerät
EP0100510A2 (de) * 1982-07-26 1984-02-15 Hitachi, Ltd. Erdungsschalter
EP0103758A2 (de) * 1982-08-20 1984-03-28 Hitachi, Ltd. Methode zum Prüfen und Nachweisen der Isolationsgüte gegen Erde eines Unterbrecherschalters beim Abschalten eines Ladestroms
DE3826762A1 (de) * 1988-08-04 1990-02-08 Siemens Ag Metallgekapselte, druckgasisolierte hochspannungsschaltanlage mit isoliertem erdungsschalter

Cited By (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001022547A1 (en) * 1999-09-17 2001-03-29 Abb Service S.R.L. Switchgear device with grounding unit
DE102011017307B3 (de) * 2011-01-12 2012-06-14 Abb Technology Ag Hochspannungsschaltanlage
WO2015173330A1 (de) * 2014-05-16 2015-11-19 Omicron Electronics Gmbh Verfahren und system zum prüfen einer schaltanlage für energieübertragungsanlagen
AT515818A1 (de) * 2014-05-16 2015-12-15 Omicron Electronics Gmbh Verfahren und System zum Prüfen einer Schaltanlage für Energieübertragungsanlagen
AT515818B1 (de) * 2014-05-16 2016-08-15 Omicron Electronics Gmbh Verfahren und System zum Prüfen einer Schaltanlage für Energieübertragungsanlagen
CN106574947A (zh) * 2014-05-16 2017-04-19 欧米克朗电子仪器有限公司 用于检查用于能量传递设备的开关设备的方法和系统
AU2015261455B2 (en) * 2014-05-16 2018-02-22 Omicron Electronics Gmbh Method and system for testing a switching installation for power transmission installations
KR101854212B1 (ko) * 2014-05-16 2018-05-03 오미크론 일렉트로닉스 게엠바하 전력 전송 장비용 스위칭 장비를 시험하기 위한 방법 및 시스템
RU2660221C2 (ru) * 2014-05-16 2018-07-05 Омикрон Электроникс Гмбх Способ и система тестирования распределительного устройства, предназначенного для использования в установках для передачи электроэнергии
US10247782B2 (en) 2014-05-16 2019-04-02 Omicron Electronics Gmbh Method and system for testing a switching installation for power transmission installations
CN106574947B (zh) * 2014-05-16 2019-09-03 欧米克朗电子仪器有限公司 用于检查用于能量传递设备的开关设备的方法和系统

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69919771T2 (de) Vakuumisolierter Schaltapparat
DE102014104541B4 (de) Schaltfeld
DE2460628C3 (de) Elektrisches Schaltgerät
EP0688071A1 (de) Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage
DE2037234A1 (de) Schaltgerat für hohe Spannungen
EP0678955B1 (de) Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage
EP0678954A1 (de) Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage
DE3610742A1 (de) Stuetzisolator
DE2739811A1 (de) Elektrische schaltvorrichtung fuer hoch- und niederspannung
EP0919076A1 (de) Gekapselte, gasisolierte hochspannungsanlage mit geschottetem verbindungsbaustein
WO2000062320A1 (de) Kurzschliesser
EP0510427B1 (de) Spannungswandler für eine Mittel- oder Hochspannungsanlage
DE19755887A1 (de) Spannungswandlereinrichtung für Mittel- bzw. Hochspannungs-Leistungsschalteranlagen
EP3987298B1 (de) Messen einer elektrischen spannung an einem metallgekapselten schaltgerät
DE19648643A1 (de) Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage
DE1463149A1 (de) Schutzfunkenstrecke
EP0202192B1 (de) Gekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsanlage
EP0678953A1 (de) Kabelanschluss für eine metallgekapselte gasisolierte Hochspannungsschaltanlage
EP0787376B1 (de) Metallgekapselte elektrische hochspannungsschaltanlage mit einem leistungsschalter
EP0104354B1 (de) Kapazitive Betriebsanzeige für Mittelspannungs-Garnituren
EP0780692A2 (de) Sensor zum Auskoppeln von Teilentladungsimpulsen aus einer hoschspannungsführenden elektrischen Anlage
DE2458376B2 (de) Hochspannungs-leistungsschalter
EP0054726B1 (de) Anordnung zur Erdung der stromführenden Teile einer gekapselten Schaltanlage und zur Prüfung der an die Schaltanlage angeschlossenen Kabel
DE3029031A1 (de) Apparat zum reduzieren elektrischer stoerspannungen in elektrischen leitungen
DE611810C (de) Erdungsschalter fuer abgeschirmte Antennenzuleitungen

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: ABB HOCHSPANNUNGSTECHNIK AG, ZUERICH, CH

8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: ZIMMERMANN & PARTNER, 80331 MUENCHEN

8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: ABB SCHWEIZ AG, BADEN, CH

8141 Disposal/no request for examination