DE19648501A1 - Verfahren für die lösbare Verbindung und anschließende Trennung reversibel gebondeter und polierter Scheiben sowie eine Waferstruktur und Wafer - Google Patents
Verfahren für die lösbare Verbindung und anschließende Trennung reversibel gebondeter und polierter Scheiben sowie eine Waferstruktur und WaferInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur lösbaren
Verbindung mindestens zweier Wafer, beispielsweise zweier
Siliziumwafer (Siliziumscheiben) oder eines Siliziumwafers
und eines Glaswafers oder eines Halbleiterwafers und eines
Abdeckwafers, bei dem die aneinander in Berührung zu bringen
den Oberflächen zumindest im wesentlichen optisch glatt und
eben sind, sowie eine Waferstruktur und ein Wafer zur Anwen
dung bei einer solchen Waferstruktur.
Es ist bekannt, daß sich polierte Halbleiterscheiben (zum
Beispiel Siliziumwafer für die Mikroelektronik) hydrophil
oder hydrophob bei Raumtemperatur reversibel über das Verfah
ren des direkten Wafer-Bondens verbinden lassen. Die Verbin
dung ist reversibel und läßt sich wieder trennen, sofern die
gebondeten Scheiben vor dem Trennen nicht über längere Zeit
räume von Stunden oder mehr über etwa 150°C erhitzt wurden.
Es ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art vorge
schlagen worden, dieses reversible Bonden zum Schutz der
Oberfläche von Wafern während der Lagerung und des Transpor
tes derselben einzusetzen, und zwar in der US-PS 4,962,879
und in der entsprechenden japanischen Patentschrift.
In dieser US-Patentschrift ist das Verfahren des Waferbondens
im Detail beschrieben. Es wird dort zum Ausdruck gebracht,
daß das Verfahren entweder in einem Reinraum unter Reinraum
bedingungen oder aber in einer Vorrichtung praktiziert werden
kann, die außerhalb oder innerhalb eines Reinraumes zu be
treiben ist und selbst als miniaturisierter Reinraum betrach
tet werden kann. Es handelt sich bei dieser Vorrichtung um
ein Drehgestell, auf dem die zwei miteinander zu verbindenden
Scheiben zunächst auf Abstand gehalten und mit deionisiertem
und gefiltertem Wasser gespült werden. Am Abschluß des Spül
vorganges, der gegebenenfalls auch bei Drehung des Gestelles
erfolgen kann, wird der Drehtisch nach Art einer Wäsche
schleuder betrieben, und zwar bei leicht angehobenem topfar
tigen Deckel, so daß das Wasser austreten kann und die Wafer
getrocknet werden. Der Trockenvorgang kann vorteilhaft durch
eine IR-Heizung beschleunigt werden. Die in dieser Vorrich
tung beabstandeten Wafer werden anschließend durch Entfernung
der Trennelemente in Berührung gebracht, wodurch das
Wafer-Bonding-Verfahren automatisch abläuft, zumindest nach Ausüben
eines anfänglichen lokalen Druckes an einer Stelle der Schei
ben.
Besonders vorteilhaft bei diesem Verfahren ist, daß man durch
eine Infrarotinspektion prüfen kann, ob Verunreinigungen,
beispielsweise Teilchen, zwischen den Scheiben vorhanden
sind. Diese erscheinen nämlich in Form von stark vergrößerten
"Blasen" in Infrarotinterferenzbildern, die durch die Infra-
rotinspektion entstehen. Auch Unebenheiten der Oberfläche der aneinander haftenden Wafer können auf diese Weise sichtbar gemacht werden.
rotinspektion entstehen. Auch Unebenheiten der Oberfläche der aneinander haftenden Wafer können auf diese Weise sichtbar gemacht werden.
Es ist also nicht nur möglich, bei der Herstellung der gebon
deten Waferstrukturen zu prüfen, ob die Wafer die erforderli
che Reinheit und Oberflächenqualität aufweisen, sondern man
kann darüber hinaus vor Anwendung der so gebildeten Wafer
struktur, d. h. vor Trennung der Wafer und anschließender Her
stellung von Halbleiterbauelementen, nochmals prüfen, ob die
Waferstrukturen sauber geblieben sind. Dadurch, daß die Ober
flächen der Wafer aneinander haften, bleiben diese über einen
längeren Zeitraum geschützt und können mit wesentlich weniger
Aufwand und in kleineren Behältern transportiert und gelagert
werden.
Das in der US-PS 4,962,879 beschriebene Verfahren läßt sich
nicht nur mit Siliziumscheiben verwenden, sondern beispiels
weise auch für das Wafer-Bonden von Silizium- und Quarzschei
ben und einer Vielzahl von anderen Scheiben und Materialpaa
rungen. Beispielsweise wird in der US-PS 4,962,879 zum Aus
druck gebracht, daß die meisten Halbleiterwafer, beispiels
weise auch solche aus Galliumarsenid und Indiumphosphid, mit
einer spiegelglatten Oberfläche geliefert werden und durch
die Anwendung des dort beschriebenen Wafer-Bonding-Verfahrens
für den Transport und die Lagerung geschützt werden können.
Es ist auch möglich, beispielsweise bei einer Galliumarse
nidscheibe, diese mit einer Abdeckscheibe aus Silizium zu
schützen, wobei die Kosten für die Siliziumscheibe wesentlich
geringer sind als die Kosten für die Scheibe aus Galliumarse
nid.
Weitere Materialpaarungen sind auch im Aufsatz "History and
Future of Semioonduotor Wafer Bonding", U. Gösele,
H. Stenzel, M. Reiche, T. Martini und H. Steinkirchner in der Zeitschrift "Solid State Phenomena" 47 und 48, Seiten 33-44, 1995 angegeben. Dieser Aufsatz beschreibt auch die Oberflä chenbedingungen, die erfüllt werden müssen, um das Wafer-Bonding als solches bei Raumtemperatur durchführen zu können. Insbesondere wird dort beschrieben, wie glatt die Oberflächen und wie sie beschaffen sein müssen. Die dort gemachten Anga ben, wie auch die Angaben in der US-PS 4,962,879, gelten ge nauso für die vorliegende Erfindung und werden, da sie im Stand der Technik bekannt sind, hier nicht weiter beschrie ben.
H. Stenzel, M. Reiche, T. Martini und H. Steinkirchner in der Zeitschrift "Solid State Phenomena" 47 und 48, Seiten 33-44, 1995 angegeben. Dieser Aufsatz beschreibt auch die Oberflä chenbedingungen, die erfüllt werden müssen, um das Wafer-Bonding als solches bei Raumtemperatur durchführen zu können. Insbesondere wird dort beschrieben, wie glatt die Oberflächen und wie sie beschaffen sein müssen. Die dort gemachten Anga ben, wie auch die Angaben in der US-PS 4,962,879, gelten ge nauso für die vorliegende Erfindung und werden, da sie im Stand der Technik bekannt sind, hier nicht weiter beschrie ben.
Bei dem Verfahren nach dem US Patent 4,962,879 erfolgt die
Trennung der gebondeten Wafer mechanisch über das Einführen
von Keilen zwischen den Wafern. Diese mechanische Trennung
kann aber in der Praxis zu Kontamination oder Beschädigung
der polierten Oberflächen führen. Darüber hinaus ist es
schwierig, diese Art der Trennung automatisch durchzuführen.
Dies mag ein Grund dafür sein, warum sich das Verfahren noch
nicht in der Industrie durchgesetzt hat.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bzw.
eine Waferstruktur vorzuschlagen, das bzw. die ein einfaches
Trennen der gebondeten Scheiben ohne die mechanische Einfüh
rung von Keilen erlaubt, wobei die Gefahr der Kontamination
oder Beschädigung der polierten Oberflächen minimiert werden
soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird verfahrensmäßig bei einem Ver
fahren der eingangs genannten Art vorgesehen, daß vor dem In-
Berührung-bringen der Oberflächen der Wafer ein oder mehrere
Tropfen einer Flüssigkeit auf mindestens eine der Oberflächen
aufgebracht wird und das Wafer-Bonding-Verfahren zumindest im
wesentlichen bei Raumtemperatur oder bei einer etwas höheren
Temperatur oder gegebenenfalls niedriger Temperatur durchge
führt wird. Zur Lösung der Verbindung werden die aneinander
haftenden Wafer einer deutlich über Raumtemperatur liegenden
Temperatur ausgesetzt, bei der sich die Flüssigkeit ausdehnt
und verdampft.
Eine Waferstruktur zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich
dadurch aus, daß eine Flüssigkeit an einer oder an mehreren
Stellen bzw. verteilt über die Fläche der aneinander haften
den Oberflächen der Wafer vorliegt.
Mit anderen Worten soll das übliche, direkte Wafer-Bonden mit
hydrophilen oder hydrophoben Oberflächen angewandt werden,
jedoch mit dem Unterschied, daß direkt vor dem eigentlichen
Bonden ein kleiner Flüssigkeitstropfen zwischen die beiden
Wafer eingebracht wird, der zur Trennung der gebondeten Wafer
erhitzt wird.
Bei Verwendung einer Flüssigkeit verdampft diese während der
Erwärmung und drückt durch die damit verbundene starke Volu
menvergrößerung somit die beiden Wafer auseinander.
Da keine Keile oder mechanische Einrichtungen zwischen die
beiden Wafer gedrückt werden müssen, besteht keine Gefahr ei
ner Beschädigung der polierten Oberflächen. Das erfindungsge
mäße Verfahren läßt sich leicht automatisieren. Es ist ledig
lich notwendig, das gebondete Waferpaar von beiden Seiten in
geeigneter Weise zu halten, zum Beispiel durch jeweils ein
Vakuumfutter, und dann auf eine Temperatur zu erhitzen, bei
der die eingeschlossene Flüssigkeit verdampft, so daß durch
die entsprechende Volumenerhöhung die beiden Wafer getrennt
werden. Durch die äußeren Halteeinrichtungen werden die bei
den einzelnen Wafer durch nach außen gerichtete Kräfte voll
ends auseinander gezogen und gehalten. Es ist streng genommen
nicht notwendig, die Wafer selbst zu erwärmen. Statt dessen
genügt es, lediglich die Flüssigkeit zu erwärmen, beispiels
weise durch Mikrowellenenergie.
Deionisiertes und gefiltertes Wasser stellt wegen der gerin
gen Gefahr einer Kontamination die bevorzugte Flüssigkeit
dar. Im übrigen ist deionisiertes und gefiltertes Wasser eine
bei der Herstellung von Halbleiterbauteilen üblicherweise be
nutzte und somit sowohl vorhandene als auch prozeßgerecht an
wendbare Flüssigkeit.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Anwendung von deioni
siertem und gefiltertem Wasser als Flüssigkeit beschränkt,
sondern es können durchaus andere Flüssigkeiten ins Auge ge
faßt werden. Vorzugsweise werden jedoch Flüssigkeiten verwen
det, die unter Normaldruck einen Siedepunkt unterhalb von
150°C besitzen, da eine Erhitzung der Wafer über diese Tempe
ratur hinaus nicht erwünscht ist.
Das richtige Volumen des Flüssigkeitstropfens hängt vom
Durchmesser, der Dicke und den elastischen Konstanten der ge
bondeten Wafer ab. Die gewählte Flüssigkeit soll auf jeden
Fall keine Verunreinigungen enthalten, die für die weitere
Behandlung der Wafer schädlich ist. Die Anwendung von Wasser
tropfen in Verbindung mit hydrophoben Wafern stellt eine be
sonders günstige Kombination dar.
Die Flüssigkeit kann entsprechend Anspruch 2 gleichmäßig über
die Oberfläche der gebondeten Wafer verteilt werden. In die
sem Falle soll nur soviel Wasser zur Anwendung gelangen, daß
die Wasserschicht eine Dicke von einem Molekül oder höchstens
etwa zehn Molekülen aufweist. Sehr dicke Schichten lassen es
nicht zu, daß die Wafer permanent aufeinander haften, und be
inhalten zugleich die Gefahr, daß ein Wasserverlust durch
Verdunsten auftritt.
Bei aneinander gebondeten Wafern mit einer nur sehr dünnen
Schicht zwischen den beiden Oberflächen, vorzugsweise von der
Dicke lediglich eines Wassermoleküls, kann man die berechtig
te Hoffnung haben, daß ein Wasserverlust nicht oder nur über
sehr lange Zeiträume eintritt.
Besonders bevorzugt ist das Verfahren gemäß Anspruch 3, wo
nach die Flüssigkeit in eine oder mehrere Vertiefungen in der
Oberfläche mindestens eines der Wafer eingebracht wird. Hier
durch wir die Gefahr des Verdunstens mit sehr hoher Wahr
scheinlichkeit ausgeschlossen, da die aneinander haftenden
Oberflächen der Wafer so nahe beieinander angeordnet sind,
daß die Moleküle der Flüssigkeit oder des Feststoffes nicht
entweichen können.
Besonders bevorzugt wird die Vertiefung im mittleren Bereich
der Scheibe angeordnet, da die Volumenvergrößerung bzw.
Druckerhöhung, die zur Trennung der Wafer führt, eine beson
ders günstige Auswirkung entfalten kann, weil die Entfernung
vom mittleren Bereich der Wafer bis zum Rand gleichmäßig kurz
ist. Auch wenn eine kleine Vertiefung im mittleren Bereich
der Wafer an sich nicht stören sollte, könnte eine solche
Vertiefung doch als störend empfunden werden. Es bietet sich
dann an, die Vertiefung oder Vertiefungen im Randbereich der
Wafer auszubilden, und zwar beispielsweise im Bereich der üb
lichen Abflachung, wo die Wafer häufig eine besondere Kennung
aufweisen.
Besonders bevorzugte Beispiele der Erfindung lassen sich den
weiteren Ansprüchen entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher er
läutert, bei denen:
Fig. 1 der Fig. 1 der US-PS 4,962,879 entspricht,
Fig. 2 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Wafers mit
einer Vertiefung zur Aufnahme der Flüssigkeit
zeigt,
Fig. 3 eine Schnittzeichnung durch die Vertiefung der
Fig. 2 in einem vergrößerten Maßstab darstellt, und
zwar nach Anbringung des zweiten Wafers, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Trennung der ge
bondeten Wafer zeigt.
In Fig. 1 sind zwei Siliziumscheiben 10 und 12 gezeigt, die
beispielsweise einen Durchmesser von 4 Zoll (10 cm) und eine
Dicke von 350 bis 550 µm aufweisen können, wobei die einander
zugewandten Oberflächen der beiden Wafer 10 und 12 spiegel
glatt poliert sind. Die beiden Scheiben 10 und 12 werden von
einem Drehgestell 14 getragen, das um die mittlere Längsachse
16 drehbar ist. Der Drehtisch kann beispielsweise aus Teflon
(Polytetrafluorethylen) bestehen. Um eine Berührung der Ober
flächen während der Reinigung und der Spülung zu vermeiden,
werden diese mittels Abstandselementen 18 mit einer Dicke von
etwa 550 µm, die beispielsweise aus Teflon bestehen, ausein
andergehalten.
Der Abstand zwischen den Wafern soll im Bereich zwischen 10
und 1000 µm gehalten werden. Das Gestell mit den Wafern wird
dann in ein Hydrophilisierungsbad von 300 ml H2O, 50 ml H2O2,
200 ml NH4OH bei einer Temperatur zwischen 50 und 60°C für
etwa 2 bis 5 min eingetaucht. Danach wird der Spalt zwischen
den Wafern mit gut gefiltertem und deionisiertem Wasser
(Wasserstrom 20) etwa 5 min lang gespült. Die Wafer werden
vorzugsweise während des Spülvorgangs gegenüber dem Wasser
strom 20 mittels des Drehgestells 14 um die Achse 16 gedreht,
oder es wird der Wasserstrom gegenüber den Wafern gedreht.
Durch dieses Verfahren entstehen hydrophile Waferoberflächen.
Nach diesem Spülvorgang wird das Gestell 14 mit den Wafern in
waagerechter Ausrichtung nach Art einer Wäscheschleuder be
trieben und mit einem topfartigen Deckel 22 geschlossen, wo
bei jedoch zwischen dem Deckel 22 und dem Randbereich des
Drehgestells 14 ein kleiner Spalt vorhanden ist, durch den
bei Drehung des Gestells um die Achse 16 Wasser nach Art ei
ner Wäscheschleuder entweichen kann. Der Schleudervorgang
findet bei etwa 3000 U/min statt. Nach einigen Minuten ist
dieser Vorgang beendet. Die hierfür erforderliche Zeit kann
auch verkürzt werden, wenn die Wafer während des Schleuder
vorganges mit einer Infrarotlampe 24 auf etwa 45°C oder mehr
erwärmt werden.
Es ist auch möglich, mit hydrophoben Waferoberflächen zu ar
beiten. Um solche Oberflächen zu erzeugen, wird das Gestell
mit den Wafern in ein 1% HF Bad getaucht und anschließend
durch einen Schleudervorgang getrocknet, und zwar diesmal
ohne Spülung mit Wasser oder einer sonstigen Flüssigkeit.
Nach Abschluß des Trockenvorganges wird - unabhängig davon,
ob es sich um hydrophile oder hydrophobe Wafer handelt -
erfindungsgemäß beispielsweise mittels einer kleinen Kanüle
ein Wassertropfen zwischen die Wafer gebracht. Die Abstands
halter 14 werden anschließend entfernt. Durch einen leichten
Druck auf die Scheibe verteilt sich das Wasser über die
Grenzfläche zwischen den beiden Wafern, was auch durch die
Kapillarkräfte gefördert wird. Bei Ausübung eines leichten
Drucks an einer Stelle der Waferstruktur, beispielsweise mit
tels eines zangenartigen Werkzeugs 26, haften diese zumindest
im wesentlichen vollflächig aneinander.
Durch die Infrarotlampe kann die praktisch anwendbare Tempe
ratur bis ca. 90°C betragen, wobei die Aussage in den Ansprü
chen, wonach das Bonding-Verfahren bei einer etwas höheren
Temperatur stattfinden kann, in diesem Sinne zu verstehen
ist.
Anstatt die Flüssigkeit zwischen den Wafern zu verteilen,
kann diese bzw. dieser in eine Vertiefung 28 in der Oberflä
che des einen Wafers eingeführt werden, wie aus den Fig. 2
und 3 hervorgeht.
Wie insbesondere aus Fig. 3 zu ersehen ist, bildet die Ver
tiefung nach dem Waferbonden einen allseitig geschlossenen
Hohlraum 30, in dem die Flüssigkeit enthalten ist.
Zur Lagerung und zum Transport der so aneinander gebondeten
Wafer kann dann eine Vorrichtung gemäß Fig. 5 oder 6 der
US-PS 4,962,879 zur Anwendung gelangen.
Zur Trennung der aneinander gebondeten Wafer wird das Paar in
die Vorrichtung gemäß Fig. 4 eingesetzt. Die Bezugszeichen
32 deuten auf zwei Vakuumfutter hin, die eine voneinander weg
gerichtete Vorspannkraft auf die beiden Wafer ausüben, wie
durch die Pfeile 34 angedeutet ist. Durch Einschalten der In
frarotlampe 36 wird die Flüssigkeit zwischen den beiden Wa
fern 10 und 12 erwärmt, so daß die Flüssigkeit verdampft und
durch diese Volumenerhöhung die beiden Wafer auseinanderge
drückt werden. Durch die Vakuumfutter 32 werden die zwei Wa
fer dann auseinander gezogen und in einem Abstand gehalten,
bei dem ein erneutes Wafer-Bonden ausgeschlossen ist.
Dieser Abstand soll relativ klein gehalten werden, da man er
findungsgemäß festgestellt hat, daß - wenn dieser Abstand
klein bleibt - die Gefahr der Verunreinigung der Oberflächen
sehr gering ist. Es findet sozusagen kein Luftaustausch zwi
schen dem engen Spalt und der Umgebung statt, der zur
Kontamination der Oberflächen führen könnte.
Das Trennen kann demgemäß entweder in einem Reinraum oder
aber in einer umschlossenen Kammer stattfinden, die eine Art
Kleinreinraum darstellt.
Vor Durchführung des Trennverfahrens kann durch Infrarotin
terferenzbilder die Qualität der Oberflächen überprüft wer
den, und zwar im Hinblick darauf, ob Verunreinigungen in der
Grenzfläche zwischen den beiden Wafern vorhanden sind oder ob
die Wafer selbst Unebenheiten aufweisen, die nicht zulässig
sind.
Es ist auch denkbar, daß man anstelle eines Wassertropfens
einen sublimierenden Feststoff verwendet, der zunächst er
hitzt wird, damit er sublimiert und sich die entsprechenden
Moleküle zwischen den Wafern in einer dünnen, quasi monomole
kularen Schicht ablagern. Dies wird dadurch begünstigt, daß
die Wafer eine Temperatur unter der Sublimationstemperatur
aufweisen. Auch hier können dann die zwei Wafer aneinander
gedrückt werden, um das Wafer-Bonding-Verfahren abzuschlie
ßen.
Claims (16)
1. Verfahren zur lösbaren Verbindung mindestens zweier
Wafer (10, 12), beispielsweise zweier Siliziumwafer
(Siliziumscheiben) oder eines Siliziumwafers und eines
Glaswafers oder eines Halbleiterwafers und eines Abdeckwa
fers durch ein Wafer-Bonding-Verfahren, bei dem die anein
ander in Berührung zu bringenden Oberflächen zumindest im
wesentlichen optisch glatt und eben sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem In-Berührung-bringen der Oberflächen der
Wafer (10, 12) ein oder mehrere Tropfen einer Flüssigkeit
auf mindestens eine der Oberflächen aufgebracht wird und
das Wafer-Bonding-Verfahren zumindest im wesentlichen bei
Raumtemperatur oder bei einer etwas höheren Temperatur
oder gegebenenfalls niedriger Temperatur durchgeführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flüssigkeit vor dem In-Berührung-bringen der Oberflächen
der Wafer (10, 12) über diese Oberflächen oder über eine
der Oberflächen (10) gleichmäßig verteilt wird, wobei die
gewählte Menge der Flüssigkeit ausreicht, in verteilter
Form eine Schicht von der Dicke eines Moleküls bzw. mehre
rer, jedoch weniger als zehn Moleküle zu bilden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flüssigkeit vor dem miteinander In-Berührung-bringen der
Oberflächen in eine Vertiefung (28) oder in mehrere Ver
tiefungen in den zu verbindenden Oberflächen oder in einer
davon eingebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Menge der Flüssigkeit zumindest im wesentlichen dem Volu
men der Vertiefung (28) entspricht.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertiefung im mittleren Bereich des einen Wafers
(10) und/oder in dessen Randbereich, vorzugsweise im Be
reich der üblichen Abflachung bzw. Randmarkierung gebildet
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß deionisiertes und gefiltertes Wasser als
Flüssigkeit verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
in Berührung zu bringenden Oberflächen hydrophob gestaltet
werden, beispielsweise durch Behandlung mit HF.
8. Verfahren zum Trennen zweier nach einem der oben genannten
Verfahren aneinander haftenden Wafer (10, 12), dadurch ge
kennzeichnet, daß zumindest die von den aneinander haften
den Wafern (10, 12) eingeschlossene Flüssigkeit einer
deutlich über der Bondtemperatur liegenden Temperatur aus
gesetzt wird, bei der die Flüssigkeit verdampft.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
aneinander haftenden und an jeweiligen einander gegenüber
liegenden Vakuumfutter (32) gehaltenen Wafer (10, 12) von
einander weg vorgespannt und in diesem Zustand der deut
lich über Raumtemperatur liegenden Temperatur ausgesetzt
werden.
10. Waferstruktur, bestehend aus mindestens zwei bei etwa
Raumtemperatur oder bei einer etwas höheren Temperatur
oder bei einer tieferen Temperatur aneinander gebondeten
Wafern (10, 12), beispielsweise zwei Siliziumwafern
(Siliziumscheiben) oder einem Siliziumwafer und einem
Glaswafer oder einem Halbleiterwafer und einem Abdeckwa
fer, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flüssigkeit an einer
oder mehreren Stellen (28) bzw. verteilt über die Fläche
der aneinander haftenden Oberflächen der Wafer vorliegt.
11. Waferstruktur nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeit in einer Vertiefung (28) oder in meh
reren Vertiefungen in den aneinander haftenden Oberflächen
oder in einer davon vorliegt.
12. Waferstruktur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Flüssigkeit zumindest im wesentlichen
dem Volumen der Vertiefung (28) bzw. der Vertiefungen ent
spricht.
13. Waferstruktur nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vertiefung (28) im mittleren Be
reich des einen Wafers (10) und/oder in dessen Randbe
reich, vorzugsweise im Bereich der üblichen Abflachung
bzw. Randmarkierung angeordnet ist.
14. Waferstruktur nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit deionisiertes und ge
filtertes Wasser ist.
15. Waferstruktur nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß sie alleine oder mit weiteren Wafer
strukturen dieser Art in einem Behälter angeordnet ist.
16. Wafer (10) zur Anwendung bei einer Waferstruktur nach ei
nem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
er im mittleren Bereich und/oder im Randbereich, vorzugs
weise im Bereich der üblichen Abflachung bzw. Randmarkie
rung, eine Vertiefung (28) zur Aufnahme einer Flüssigkeit
aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19648501A DE19648501A1 (de) | 1996-11-22 | 1996-11-22 | Verfahren für die lösbare Verbindung und anschließende Trennung reversibel gebondeter und polierter Scheiben sowie eine Waferstruktur und Wafer |
| US08/974,278 US6010591A (en) | 1996-11-22 | 1997-11-19 | Method for the releasable bonding and subsequent separation of reversibly bonded and polished wafers and also a wafer structure and wafer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19648501A DE19648501A1 (de) | 1996-11-22 | 1996-11-22 | Verfahren für die lösbare Verbindung und anschließende Trennung reversibel gebondeter und polierter Scheiben sowie eine Waferstruktur und Wafer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19648501A1 true DE19648501A1 (de) | 1998-05-28 |
Family
ID=7812532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19648501A Withdrawn DE19648501A1 (de) | 1996-11-22 | 1996-11-22 | Verfahren für die lösbare Verbindung und anschließende Trennung reversibel gebondeter und polierter Scheiben sowie eine Waferstruktur und Wafer |
Country Status (2)
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