DE19647398A1 - Bipolarer Transistor mit isoleirtem Gate - Google Patents
Bipolarer Transistor mit isoleirtem GateInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen bipolaren Transistor mit
einem isolierten Gate der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
Die vorliegende Erfindung steht zu den Erfindungen in Beziehung,
die in den US-Patentanmeldungen 08/121 288 vom 14. September 1993
und 08/298 383 vom 30. August 1994 beschrieben sind.
Bipolare Transistoren mit isoliertem Gate (IGBT) werden in
vielen Fällen zusammen mit zugehörigen Steuerschaltungen in
einer monolithischen Halbleiterplättchenstruktur ausgebildet.
Es ist gut bekannt, daß Steuerschaltungen in das gleiche Halb
leiterplättchen integriert werden können, das auch einen dis
kreten Leistungs-MOSFET-Abschnitt enthält. Derartige Bauteile
werden von der Firma International Rectifier Corporation
unter dem Warenzeichen "SMARTFET" vertreiben. Die Struktur
derartiger Bauteile ist weiterhin in den US-Patentanmeldungen
08/121 288 und 08/298 383 beschrieben, die oben genannt wurden.
Versuche, das vorstehende Konzept auf eine monolithisch aus
gebildete Steuerschaltung mit einem Leistungs-IGBT (der ein
Watt oder mehr an Leistung verarbeitet) auszudehnen, waren
nicht erfolgreich. Dies ergibt sich daraus, daß die Steuer
schaltungen in einer "P-Senke" oder einer Diffusion vom P-
Leitungstyp in der gleichen epitaxial gebildeten (epi-)N⁻-
Schicht enthalten sind, die auch die den IGBT bildenden Grenz
schichten aufnimmt. Daher wird, wenn der IGBT in Vorwärts
richtung leitet, das P⁺-Substrat in Durchlaßrichtung gegen
über dem N⁻-epi vorgespannt, so daß eine reichliche Anzahl
von Minoritätsträgern (Löcher im Fall des beschriebenen N-
Kanal-Bauteils) in die N⁻-epi-Schicht injiziert würde.
Weil die die Steuergrenzschichten enthaltende P-Senke sich
nahe an den IGBT-Leistungsgrenzschichten befindet, werden
auch Löcher unter die P-Senke injiziert. Dies hat mehrere
Konsequenzen:
- 1. Die P-Senke wirkt als der Kollektor eines vertikalen PNP- Transistors (mit der N⁻-epi-Schicht und dem P⁺-Substrat), als Ergebnis wird ein hoher parasitärer Strom in die P-Senke und nach Erde hin injiziert (weil die P-Senke üblicherweise geerdet ist).
- 2. Die N⁺-Source- und Draindiffusionen in der P-Senke wirken als die Kathoden von vertikalen parasitäten Thyristoren. Das Triggern dieser parasitären Thyristoren kann das Halbleiter plättchen zerstören.
- 3. Die Injektion von Minoritätsträgern in die P-Senke kann die Betriebsweise von empfindlichen, einen niedrigen Leistungs pegel aufweisenden Analogschaltungen stören.
Daher war bisher ein "intelligenter" IGBT mit einer Grenz
schicht-Isolation nicht praktisch ausführbar.
Ein Versuch, das durch die Minoritätsträgerinjektion hervor
gerufene Problem zu überwinden, bestand darin, eine dielek
trische Isolation der Steuerschaltung von dem Hauptkörper des
Halbleiterplättchens zu verwenden. Diese Struktur erfordert
jedoch sehr aufwendige und sehr komplizierte Verarbeitungs
schritte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bipolaren
Transistor mit isoliertem Gate (IGBT) der eingangs genannten
Art zu schaffen, der zusammen mit einer Steuerschaltung in ein
einziges integriertes Halbleiterplättchen integrierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene
Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß werden ein neuartiger monolithisch integrier
ter Leistungs-IGBT und ein Steuerabschnitt hierzu grenzschicht
isoliert, doch wird die Auswirkung der Minoritätsträgerinjektion
von dem IGBT-Abschnitt zu dem Bereich unter dem Steuerabschnitt
beträchtlich verringert.
In der folgenden Beschreibung der Erfindung wird ein N-Kanal-
IGBT mit einer lateralen N⁺-Pufferschicht beschrieben. Somit
wird aus Bequemlichkeitsgründen auf die Durchlaßvorspannung des
P⁺-Substrates und der N⁻-epi-Grenzschicht Bezug genommen.
Diese Schreibweise soll die Grenzschicht zu dem N⁺-Puffer
einschließen, wenn ein derartiger Puffer verwendet wird.
Weiterhin ist die Erfindung in gleicher Weise auf P-Kanal-
Bauteile und allgemein auf jedes bipolare Bauteil mit MOS-
Gatesteuerung anwendbar.
Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist der Steuer
abschnitt oder die P-Senke mit einem seitlichen Abstand von
dem Umfang des aktiven IGBT-Gebietes angeordnet, der größer
als ungefähr 3 Diffusionslängen der Minoritätsträger ist. Als
Ergebnis wird die P⁺-Substrat-/N⁻-epi-Grenzschicht effektiv
unter der P-Senke von einer Vorspannung freigehalten, so daß
die Konzentration der Minoritätsträger unter der P-Senke sehr
erheblich verringert wird. Es sei jedoch bemerkt, daß die Aus
führung des vorstehenden Konzeptes zusätzliche Siliziumhalb
leiterfläche erfordert. Weiterhin stört die einen niedrigen
spezifischen Flächenwiderstand aufweisende N⁺-Pufferschicht,
die üblicherweise zur Verringerung des β des PNP-Teils des
IGBT verwendet wird, die Beseitigung der Vorspannung der P⁺-
Substrat/N⁺-Puffergrenzschicht.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird eine
weitere P⁺-Diffusion unter der Steuer-P-Senke und dem aktiven
Gebiet des IGBT angeordnet. Die weitere P⁺-Diffusion ist
mit der Source- (oder Kathoden-) Elektrode des IGBT-Abschnittes
verbunden. Entsprechend wird der größte Löcherstrom außerhalb
des aktiven IGBT-Bereiches zu der weiteren P⁺-Diffusion und
zu der IGBT-Source-Elektrode umgelenkt. Es sei bemerkt, daß
bei dieser Lösung ein gewisser Löcherstrom immer noch unter
die P-Senke fließen kann.
Bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird der Be
reich zwischen dem P⁺-Substrat und der N⁻-epi-Schicht, der
das aktive Gebiet umgibt, im Ergebnis kurzgeschlossen, so daß
die Vorspannung der P⁺-Substrat/N⁻-epi-Grenzschicht unter
der Steuer-P-Senke vollständig beseitigt wird. Eine bevorzugte
Art der Durchführung dieser Ausführungsform verwendet eine
N⁺-Diffusion auf der oberen Oberfläche des Halbleiterplätt
chens, die die Steuer-P-Senke und/oder den aktiven IGBT-Bereich
umgibt, sowie die Verbindung der N⁺-Diffusion zur Rückseite
oder Unterseite des Halbleiterplättchens und zu dem P⁺-
Substrat.
Entsprechend ist das P⁺-Substrat unter dem IGBT-Gebiet
während des Vorwärts-Leitungszustandes in Vorwärtsrichtung
gegenüber der N⁻-epi-Schicht (oder der N⁺-Pufferschicht,
falls eine verwendet wird) vorgespannt. Elektronen fließen
seitlich durch die N⁻-epi-Schicht oder die N⁺-Pufferschicht
und aus dem aktiven IGBT-Gebiet heraus und nach oben zu der
neuartigen N⁺-Diffusion an der oberen Oberfläche des Halb
leiterplättchens. Dies ruft einen lateralen Spannungsabfall in
der N⁺-Pufferschicht (oder der N⁻-epi-Schicht) hervor, so
daß die Vorspannung der P⁺-Substrat/N⁻-epi-Grenzschicht
fortschreitend beseitigt wird und sich seitlich von dem aktiven
Gebiet fortbewegt. Durch geeignete Auswahl des Widerstandes
RS zwischen der Pufferschicht und der neuen N⁺-Diffusion
und des seitlichen Widerstandes der Pufferschicht RB derart,
daß RS wesentlich kleiner als RB ist, ist die Spannung
längs der N⁺/P⁺-Grenzschicht unter der Steuer-P-Senke
nahezu Null, so daß lediglich eine vernachlässigbare Löcher
injektion erfolgen kann.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein
richtiger Feldabschluß an beiden Seiten der N⁺-Diffusion
erforderlich. Es müssen jedoch Verbindungen von der Steuer
schaltung zu dem IGBT, beispielsweise Sourcekontakte, Gates,
Kelvin-Quellen, Strommeßleitungen und dergleichen hergestellt
werden. Um diese Verbindungen ohne Überquerung des Hochspan
nungs-Feldabschlusses herzustellen, wird eine neuartige Topo
logie geschaffen, bei der der Steuerabschnitt und der IGBT-
Abschnitt in einem gemeinsamen kontinuierlichen Feldabschluß
eingeschlossen sind, der rückspringend um beide Seiten der
N⁺-Diffusion gebogen ist, jedoch einen schmalen Leiter
führungskanal frei läßt, der mit Abstand von dem Ende der N⁺-
Diffusion angeordnet ist. Steuerleiter aus Metall, Polysilizium
oder dergleichen können über und oberhalb dieses schmalen
Leiterführungskanals angeordnet werden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine
parasitäre Diode zwischen den Haupt-Drain- und Source-Elektro
den als Folge der Verwendung der neuartigen N⁺-Diffusion
zwischen den Steuer- und IGBT-Abschnitten geschaffen. Diese
Diode verhindert die Verwendung des Halbleiterplättchens in
Anwendungen, die eine Sperrspannungsblockierung ermöglichen
und sie kann nicht bei Anwendungen verwendet werden, die eine
externe Diode mit kurzer Erholzeit erfordern. Entsprechend
einem weiteren Merkmal der Erfindung und zur Beseitigung der
Wirkung dieser parasitären Diode wird ein neuartiger lateraler
PNP-Transistor in den IGBT-Abschnitt integriert, wobei dieser
PNP-Transistor mit der N⁺-Diffusion verbunden ist und den
Betrieb der N⁺-Diffusion nur dann ermöglicht, wenn der IGBT
in Durchlaßrichtung vorgespannt ist. Daher befindet sich die
parasitäre Diode in einem offenen Kreis zu den Zeiten, zu denen
sie den Betrieb des Halbleiterplättchens stören könnte.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden Beschreibung der Erfindung ersichtlich, die
sich auf die beigefügten Zeichnungen bezieht.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt eines Teils einer bekannten
SMARTFET-Struktur,
Fig. 2 einen Querschnitt eines Teils eines IGBT, in
dem eine P-Senke in dem gleichen Halbleiterplättchen gebildet
ist, wobei die dabei entstehenden Probleme gezeigt sind,
Fig. 3 einen Querschnitt eines Teils eines IGBT, bei
dem eine Steuerschaltung in einer Senke ausgebildet ist, die
dielektrisch von dem Halbleiterplättchen isoliert ist,
Fig. 4 die Topologie eines Halbleiterplättchens, das
eine erste Ausführungsform der Erfindung verwendet,
Fig. 5 einen Querschnitt nach Fig. 4 entlang der
Schnittlinie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 eine Querschnittsansicht eines Teils eines
SMART-IGBT-Halbleiterplättchen mit einem P⁺-Bereich, der
zwischen dem aktiven Gebiet und dem Steuergebiet angeordnet
ist, gemäß der Erfindung,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die
eine N⁺-Diffusion zwischen dem aktiven IGBT-Gebiet und dem
Steuergebiet verwendet und einen Querschnitt der Fig. 6 ent
lang der Schnittlinien 5-5 in Fig. 6 darstellt,
Fig. 8 eine bevorzugte Ausführungsform der Topologie
der aktiven und Steuerbereiche nach Fig. 4,
Fig. 9 einen der Fig. 7 ähnlichen Querschnitt, jedoch
in einem realistischeren Maßstab, wobei bestimmte Bauteilkompo
nenten gezeigt sind, die durch die Grenzschichten definiert
werden,
Fig. 10 ein Äquivalenzschaltbild der Fig. 9,
Fig. 10A den Strom in der Schaltung nach Fig. 10,
wenn der IGBT in Durchlaßrichtung vorgespannt ist,
Fig. 10B die Strompfade in der Schaltung nach Fig. 10
bei einer Sperrspannung, wobei eine parasitäre Diode gezeigt
ist,
Fig. 11 die Hinzufügung einer PNP-Diode zu der Schal
tung nach Fig. 10, um die Wirkung der parasitären Diode nach
Fig. 10B bei Sperrspannung zu beseitigen,
Fig. 12 die Struktur nach Fig. 9 mit der zusätzlichen
PNP-Diode nach Fig. 11, die hierin ausgeführt ist,
Fig. 13 eine bevorzugte Topologie für die Struktur
nach Fig. 12.
Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. In dieser Figur ist
schematisch ein kleiner Teil eines MOSFET-Silizium-Halbleiter
plättchens 20 im Querschnitt gezeigt. Das Silizium-Halbleiter
plättchen 20 weist ein N⁺-Substrat 21 und eine Schicht 22
aus epitaxialem Silizium auf, die die Grenzschichten aufnimmt,
die den aktiven MOSFET-Abschnitt 19 und dessen Steuerschaltung
definieren. Somit schließt der aktive Leistungs-MOSFET-
Abschnitt eine Vielzahl von MOSFET-Basen vom P-Leitungstyp,
wie z. B. die Basen 23 und 24 ein, die über den aktiven MOSFET-
Bereich des Halbleiterplättchens 20 verteilt sind, wie dies
in dem US-Patent 5 008 725 gezeigt ist. Jede dieser Basen 23
und 24 empfängt jeweilige ringförmige N⁺-Sourcebereiche 25
bzw. 26. Eine übliche Polysilizium-Gatestruktur 27 liegt über
einer üblichen Gate-Diode, die die Kanalbereich überdeckt, die
in den Basen 23 und 24 gebildet sind. Die Haupt-Leistungs
sourceelektrode und die Drainelektrode 29 werden in üblicher
Weise ausgebildet.
Der Steuerabschnitt 30 ist monolithisch in das gleiche Halb
leiterplättchen 20 integriert, wie der aktive Leistungs-MOSFET
19. Entsprechend ist eine P-Senke 40 in die Schicht 22 ein
diffundiert und mit seitlichem Abstand von dem aktiven MOSFET-
Gebiet 19 angeordnet. Die P-Senke 40 enthält irgendwelche
gewünschten Steuerschaltungen zum Ein- und Ausschalten des
aktiven Gebietes 19, wie z. B. Temperatursensoren, Stromsen
soren, Unterspannungssensoren und dergleichen, wie dies in der
US-Patentanmeldung 08/298 383 beschrieben ist, die vorstehend
genannt wurde. Ein lateraler Steuertransistor ist schematisch
in Fig. 1 gezeigt und umfaßt eine N⁺-Sourcediffusion 41,
eine N⁺-Draindiffusion 42 und ein Gate 43, die alle in der
P-Senke 40 enthalten sind und durch eine Grenzschicht von dem
aktiven MOSFET-Gebiet 19 isoliert sind. Der Steuertransistor
in der P-Senke 40 kann dann in geeigneter Weise mit dem Gate
27 gekoppelt sein, um eine Steuerung des aktiven MOSFET in
Abhängigkeit von irgendeinem gewünschten Parameter zu bewirken.
Somit ist eine Intelligenz monolithisch in das Halbleiterplätt
chen integriert, das ein Leistungs-MOSFET-Bauteil enthält.
Das Konzept der einfachen Integration eines Grenzschicht-iso
lierten Steuerabschnittes in ein IGBT-Halbleiterplättchen hat
scheinbar unüberwindbare Probleme geschaffen. Diese Probleme
werden am besten aus einer Betrachtung der Fig. 2 verständlich,
die die einfache Hinzufügung eines P⁺-Substrates 50 zu dem
Halbleiterplättchen 20 nach Fig. 1 zeigt (anstelle des N⁺-
Substrates 21 nach Fig. 1), was dazu führt, daß das Halbleiter
plättchen als IGBT arbeitet. Es sei bemerkt, daß eine übliche
N⁺-Pufferschicht 51 ebenfalls in Fig. 2 hinzugefügt werden
kann, um das β des PNP-Abschnittes des IGBT zu verringern.
Alle anderen Bauteile, die die gleiche Bezugsziffer wie in
Fig. 1 aufweisen, haben die gleiche Funktion. Es sei bemerkt,
daß der Leistungsabschnitt 19 nunmehr in einer IGBT-Betriebsart
arbeitet, und zwar aufgrund des Vorhandenseins des P⁺-Berei
ches 50.
Das Bauteil nach Fig. 2 kann nicht in befriedigender Weise
arbeiten, weil im Durchlaßbetrieb in der IGBT-Betriebsart
die Grenzschicht 52 zwischen dem P⁺-Substrat 50 und dem
N⁺-Puffer 51 (oder der Grenzschicht der N⁻-epi-Schicht
22, wenn kein Puffer verwendet wird, entlang seiner Länge
in Durchlaßrichtung vorgespannt wird. Daher wird eine reich
liche Anzahl von Minoritätsträgern (Löcher bei der Ausführungs
form nach Fig. 2) in die epi-Schicht 22 und unter die P-Senke
40 injiziert. Diese Lochinjektion ist durch die Pfeile in Fig.
2 gezeigt und ruft mehrere Probleme hervor:
- 1. Die P-Senke 40 bildet zusammen mit der N⁻-epi-Schicht 22 und dem P⁺-Substrat 50 einen parasitären PNP-Transistor 60. Weil die P-Senke üblicherweise geerdet ist (nicht gezeigt), schalten die Minoritätsträger in der epi-Schicht 22 den PNP- Transistor 60 ein, so daß ein hoher parasitärer Strom in der P-Senke 40 nach Erde hin hervorgerufen wird.
- 2. Die N⁺-Diffusionen 41 und 42 in der Senke 40 wirken als die Kathoden eines parasitären Vierschicht-Thyristors 61. Das Triggern dieses parasitären Thyristors 61 kann die Zerstörung des Bauteils hervorrufen.
- 3. Die Injektion von Minoritätsträgern unter die P-Senke 40 stört ebenfalls die Betriebsweise der empfindlichen Niedrig pegel-Analogschaltungen, die in die Senke 40 integriert werden. Als Folge der Injektion von Minoritätsträgern unter eine Grenz schicht-isolierte Steuersenke wurde diese Technologie nicht zur Schaffung eines "SMARTIGBT" analog zu dem "SMARTFET"-Bauteil verwendet.
Eine bekannte Struktur, die das Minoritätsträger-Injektions
problem vermieden hat, verwendet eine dielektrisch isolierte
P-Senke 70, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, die von der N⁻-
epi-Schicht durch eine Siliziumdioxyd-Auskleidung 71 isoliert
ist. In Fig. 3 sind Teile, die denen nach Fig. 2 ähnlich
sind, mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Diese Lösung
erfordert jedoch sehr aufwendige und komplizierte Herstellungs
verfahren.
Die vorliegende Erfindung erzielt Ergebnisse ähnlich denen nach
Fig. 3, verwendet jedoch eine Grenzschicht-Isolationstechnik,
die kostengünstig hergestellt werden kann.
Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist die Begren
zung des aktiven IGBT-Bereiches nach Fig. 2 in einem Abstand
von drei Diffusionslängen oder mehr von der Begrenzung der P-
Senke 40 angeordnet. So zeigen die Fig. 4 und 5 eine mögliche
Anordnung für diese Ausführungsform, bei der Bauteile ähnlich
denen nach Fig. 2 mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind.
Die Fig. 4 und 5 zeigen weiterhin Feldabschlüsse 70 und 71,
die das aktive IGBT-Gebiet 19 bzw. das Steuergebiet 30
umgeben. Die gestrichelten Linien 75 zeigen die Verbindung der
Steuerschaltung 30 mit dem Gate 27 und der Source (und anderen
hierzu in Beziehung stehenden Anschlüssen) des aktiven IGBT-
Gebietes 19 an. Es sei bemerkt, daß andere Steuergebiete und
andere IGBT′s oder andere Leistungshalbleiterbauteile in die
epi-Schicht 22 nach den Fig. 4 und 5 in Gebieten integriert
werden können, die seitlich von dem Gebiet 19 entfernt sind.
Gemäß der Erfindung ist der Abstand zwischen dem Umfang der
P-Senke 40 und dem Umfang der aktiven IGBT-Grenzschichten
größer als ungefähr drei Minoritätsträgerlängen. Als Ergebnis
dieses Abstandes ergibt sich eine Beseitigung der Vorspannung
der Grenzschicht 52 unter dem Steuerabschnitt 41, und der Pegel
der Minoritätsträgerinjektion unter den Steuerabschnitt 40 ist
wesentlich niedriger. Es sei bemerkt, daß der spezifische
Flächenwiderstand der N⁺-Pufferschicht ebenfalls vergrößert
werden könnte, um die Beseitigung der Vorspannung der Grenz
schicht 52 oder 51 unter dem Steuergebiet 30 zu unterstützen.
Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung, bei
der Bauteile ähnlich denen nach Fig. 2 mit gleichen Bezugs
ziffern bezeichnet sind. Es sei bemerkt, daß die Pufferschicht
21 in Fig. 6 nicht gezeigt ist, jedoch verwendet werden kann,
wenn dies erwünscht ist. In Fig. 6 ist eine P⁺-Diffusion 80
in der gezeigten Weise hinzugefügt und zwischen dem Steuerab
schnitt 30 und dem IGBT-Abschnitt 19 angeordnet. Der P⁺-
Bereich 80 ist weiterhin mit der Sourceelektrode 28 des IGBT
verbunden.
Im Betrieb werden Löcher, die schematisch in Fig. 6 durch
Pfeile angedeutet sind, in den Bereich 22 injiziert. Die Löcher
außerhalb des Bereiches 19 werden jedoch vorzugsweise durch
die Diffusion 80 gesammelt, so daß weniger Löcher von der P-
Senke 40 gesammelt werden können.
Die Fig. 7 und 8 zeigen eine weitere Ausführungsform der
Erfindung, bei der Bauteile ähnlich denen der vorhergehenden
Figuren mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet wurden.
Fig. 8 zeigt weiterhin einen neuartigen durchgehenden Feld
abschluß 90, der nahezu vollständig sowohl den IGBT-Bereich 19
als auch den Steuerbereich 30 umschließt, wobei ein schmaler
Hals 90 verbleibt, über den die Steuerleitung 75 hinweglaufen
kann, ohne daß sie den Hochspannungs-Feldabschluß 90 überquert.
Der Bereich zwischen dem IGBT-Gebiet 19 und dem mit seitlichem
Abstand hierzu angeordneten Steuergebiet 30 nimmt dann eine
N⁺-Diffusion 95 (Fig. 7 und 8) auf, die zwischen den be
nachbarten Längenabschnitten des rückspringend gefalteten
Abschlusses 90 angeordnet ist und sich über die gleiche Strecke
wie diese erstreckt. Die Diffusion 95 hat einen Kontakt 96,
der mit dem P⁺-Bereich 50 verbunden ist, wie dies durch die
gestrichelte Linie 97 gezeigt ist. In der Praxis kann die Ver
bindung 97 eine Drahtverbindung oder dergleichen sein. Es ist
möglich, daß die Verbindung automatisch einfach durch die Wir
kung einer Säge während des Schneidens der Halbleiterschaltung
hergestellt wird.
Die Betriebsweise des Bauteils nach den Fig. 7 und 8 ist
wie folgt:
Wenn der IGBT-Abschnitt 19 leitet, so ist die Grenzschicht 52 in Durchlaßrichtung vorgespannt. Ein seitlicher Elektronenstrom, der durch die Pfeile dargestellt ist, fließt in der Puffer schicht 51 (oder in der epi-Schicht 22, wenn kein Puffer ver wendet wird) und zu der N⁺-Diffusion 95. Dies ruft einen seitlichen Spannungsabfall entlang des Widerstandes RB in der Pufferschicht hervor. Daher wird die Vorspannung der Grenz schicht 52 fortschreitend von dem Rand des IGBT-Bereiches 19 in Richtung auf den Steuerbereich 30 beseitigt. Wenn der Wider stand RS zur Diffusion 95 wesentlich kleiner als RB gemacht wird, so kann die Spannung längs der Grenzschicht 52 unter der P-Senke 40 nahezu auf Null verringert werden, so daß der Pegel der Minoritätsträgerinjektion in diesem Bereich vernachlässigbar ist. RS kann dadurch wesentlich kleiner als RB gemacht wer den, daß die Breite WS der Diffusion 95 bezogen auf den spezifischen Widerstand der epi-Schicht 22 und der Puffer schicht 51 in geeigneter Weise festgelegt wird.
Wenn der IGBT-Abschnitt 19 leitet, so ist die Grenzschicht 52 in Durchlaßrichtung vorgespannt. Ein seitlicher Elektronenstrom, der durch die Pfeile dargestellt ist, fließt in der Puffer schicht 51 (oder in der epi-Schicht 22, wenn kein Puffer ver wendet wird) und zu der N⁺-Diffusion 95. Dies ruft einen seitlichen Spannungsabfall entlang des Widerstandes RB in der Pufferschicht hervor. Daher wird die Vorspannung der Grenz schicht 52 fortschreitend von dem Rand des IGBT-Bereiches 19 in Richtung auf den Steuerbereich 30 beseitigt. Wenn der Wider stand RS zur Diffusion 95 wesentlich kleiner als RB gemacht wird, so kann die Spannung längs der Grenzschicht 52 unter der P-Senke 40 nahezu auf Null verringert werden, so daß der Pegel der Minoritätsträgerinjektion in diesem Bereich vernachlässigbar ist. RS kann dadurch wesentlich kleiner als RB gemacht wer den, daß die Breite WS der Diffusion 95 bezogen auf den spezifischen Widerstand der epi-Schicht 22 und der Puffer schicht 51 in geeigneter Weise festgelegt wird.
Weil die Steuerlogik in dem Steuerbereich 30 normalerweise auf
die Source 28 des IGBT bezogen ist, ist ein geeigneter Feldab
schluß auf beiden Seiten der N⁺-Diffusion 95 erforderlich,
der weiter oben in Form der Abschlüsse 70 und 71 in den Fig.
4 und 5 und 90 in den Fig. 7 und 8 beschrieben wurde. Die
Verbindungen dieser Bereiche durch Leiter 75 müssen über die
Abschlüsse 70 und 71 geführt und von diesen isoliert werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind jedoch sowohl der
IGBT 19 als auch der Steuerabschnitt 30 beide im wesentlichen
vollständig durch den Abschluß 90 umschlossen, mit Ausnahme
des schmalen Oberflächenkanals oder Halsbereiches 90a, über
den die Verbindungen 75 geführt werden können, ohne den Ab
schluß 90 zu überqueren. Der Halsbereich 90a ist ausreichend
schmal, damit eine bedeutsame P⁺-Trägerinjektion von dem
Bereich unterhalb des IGBT-Abschnittes 19 zu dem Bereich unter
halb des Steuerabschnittes 30 verhindert wird. Wie dies weiter
oben erwähnt wurde, können die Zwischenverbindungen 75 aus
Metall oder aus leitenden Polisilizium-Spuren oder dergleichen
über der geerdeten P-Senke 40 hergestellt werden.
Die Verbindung 97 der N⁺-Diffusion 95 mit der Rückseite der
Halbleiterscheibe kann mit Hilfe einer Drahtverbindung zu dem
(nicht gezeigten) Leiterrahmen hergestellt werden, der das Halb
leiterplättchen 20 haltert, oder, wenn das Halbleiterplättchen
in einem TO-220-Gehäuse angeordnet ist, beispielsweise zum
Mittelstift des Gehäuses erfolgen. In vielen Fällen erfolgt
die Verbindung durch die durch Sägen beschädigte Kante des
Halbleiterplättchens 20, die während des Zerschneidens der
Halbleiterscheibe entsteht.
Fig. 9 zeigt das Halbleiterplättchen 20 nach Fig. 7 in einem
realistischeren, jedoch dennoch noch schematischen Maßstab.
Teile nach Fig. 9, die denen nach Fig. 7 ähnlich sind, weisen
die gleichen Bezugsziffern auf. Aufgrund der Beschränkungen
des Maßstabes sind die Source- und Gate-Strukturen in der Senke
40 und in den Basen 23 und 24 in Fig. 9 nicht gezeigt. Es ist
jedoch eine aktive Bereichsabschlußzelle 100 für den IGBT 19
und ein absichtlicher Isolationsabstand von ungefähr 700 µm
zwischen dem aktiven IGBT-Gebiet 19 und der P-Senke 40 gezeigt.
Fig. 9 zeigt weiterhin vertikale PNP-Transistoren Q1 und Q2,
die durch die Grenzschichten des IGBT 19 und des Steuergebietes
30 gebildet sind. Sie zeigt weiterhin den Zugriffswiderstand R1
zwischen der Pufferschicht 51 und der N⁺-Diffusion 95 und die
Widerstände R2 und R3 der Pufferschicht zwischen der Unterseite
des Widerstandes R1 zur angenäherten Position der Basen der PNP-
Transistoren Q2 bzw. Q1.
Die Äquivalenzschaltung der Fig. 9 ist in Fig. 10 gezeigt.
Fig. 10 zeigt weiterhin parasitäre NPN-Transistoren Q1′ und
Q2′, die die parasitären NPN-Transistoren der N-Source, der
P-Basis und der N⁻-epi-Schicht 22 für den IGBT-Abschnitt 19
bzw. den entsprechenden Transistor des Abschnittes 40 sind.
Weiterhin sind in Fig. 10 die Widerstände RB1 und RB2 gezeigt,
die die effektiven Widerstände zwischen der Basis und dem
Emitter der NPN-Transistoren Q1′ bzw. Q2′ sind.
Unter normalen Umständen sollten die Transistoren Q1′ und Q2′
nicht leiten, um ein Verriegeln des entsprechenden parasitären
Thyristors zu vermeiden. Dies wird bei dem Transistor Q1′
dadurch vermieden, daß ein sehr niedriger Wert für den Wider
stand RB1 ausgelegt wird.
Die Ausführung von lateralen NMOS-Transistoren in dem Steuer
abschnitt führt jedoch zu einem wesentlich höheren Wert für
RB2 und für die Verstärkung des Transistors Q2. Entsprechend
ist der Steuerabschnitt wesentlich empfindlicher für ein Ver
riegeln als der IGBT-Abschnitt, und eine Löcherinjektion durch
den Transistor Q2 sollte vermieden werden. Dies ist der Zweck
des N⁺-Fingers 95.
Fig. 10A zeigt die Ströme in dicken Linien, wenn der IGBT
in Durchlaßrichtung vorgespannt ist. Während der Vorspannung
in Durchlaßrichtung ist die Basis-Emitter-Grenzschicht des
Transistors Q1 in Durchlaßrichtung vorgespannt. Die Basis-
Emitter-Grenzschicht des Transistors Q2 sieht lediglich
Vbe(Q1) · R1/(R3+R1). Durch geeignete Wahl der Geometrie
(und damit des Verhältnisses R1/R3) ist es möglich, den
Strom in dem Transistor Q2 (siehe gestrichelte Linie in Fig.
10A) und die Gefahr einer Verriegelung in dem Steuerabschnitt
fast vollständig zu vermeiden.
Diese Lösung verhindert das Verriegeln des Steuerabschnittes
in der Betriebsart mit Vorspannung in Durchlaßrichtung. Wie
dies jedoch in Fig. 10B gezeigt ist, ergibt sich eine para
sitäre Diode 110 zwischen Drain 29 und Source 28 bei einer
Vorspannung in Sperrichtung. Die Diode 110 besteht aus den
Basis-Kollektor-Grenzschichten der Transistoren Q1′ und Q2′
in Serie mit RB1 und RB2 bzw. R2 und R3, und R1. Diese para
sitäre Diode 110 weist zwei schädliche Folgen auf:
- 1. Sie verhindert Anwendungen, bei denen eine Sperrspannungs fähigkeit erforderlich ist (wie bei der elektronischen Zündung).
- 2. Sie kann nicht bei Anwendungen verwendet werden, bei denen eine externe Diode mit kurzer Erholzeit vorgesehen ist, weil die interne parasitäre Diode 10 einen Teil des Diodenstromes führt. Die Diode 110 ist nach außen hin extrem langsam und ihr Erholungsstrom induziert eine Verriegelung in dem Steuerab schnitt 30. Dies heißt mit anderen Worten, daß, wenn man eine positive Spannung erneut an die Drainelektrode 29 anlegt, während die Basis/Kollektor-Grenzschicht des Transistors Q2′ noch voll von Minoritätsträgern ist, der Q2/Q2′-Thyristor verriegelt.
Als weiteres Merkmal der Erfindung wird die Wirkung der para
sitären Diode 110 dadurch beseitigt, daß R1 nach den Fig.
9, 10, 10A und 10B nur dann mit der Drainelektrode 29 verbun
den wird, wenn der IGBT in Durchlaßrichtung vorgespannt ist.
Entsprechend wird, wie dies in den Fig. 11 und 12 gezeigt
ist, ein lateraler PNP-Transistor Q3 außerhalb des Feldab
schlusses 90 des IGBT-Abschnittes 19 hinzugefügt, der von Rand
zelle 100 zur Randzelle 120 in Fig. 12 gezeigt ist. Die P-
Diffusion, die den Emitter 121 in Fig. 12 bildet, ist mit
der Drainelektrode 29 beispielsweise über eine Drahtverbindung
verbunden, und die P-Diffusion, die den Kollektor 122 bildet,
ist mit dem Kontakt 96 der N⁺-Diffusion 95 verbunden.
Wenn im Betrieb der IGBT 19 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist,
leitet Q1, und gleiches gilt für Q3. Hierdurch wird R1 dynamisch
mit der Drainelektrode 29 verbunden. Wenn der IGBT 19 in Sperrichtung
vorgespannt ist, leiten Q1 und Q3 nicht und R1 ist
schwimmend. Daher fließt kein Rückwärtsstrom in der Struktur.
Q3 kann ein Niederspannungstransistor sein (gleich dem Rück
wärts-Sperrnennwert wie der IGBT 19 selbst, üblicherweise 10
bis 50 Volt). Daher kann er mit einer schmalen Basis (bei
spielsweise 10 µm) hergestellt werden und eine hohe Verstär
kung aufweisen, so daß er vollständig gesättigt ist, wenn der
IGBT 19 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist.
Fig. 13 zeigt schematisch die Ausführung des Transistors Q3
in der Halbleiterplättchen-Oberfläche. Bauteile ähnlich denen
nach Fig. 8 sind mit den gleichen Bezugsziffern in Fig. 13
bezeichnet. Es sei bemerkt, daß die Emitter- und Kollektor
bereich 121 bzw. 122 mit einer Anzapfung 125 der Drainelektrode
29 bzw. des N⁺-Fingers 96 verbunden sind.
Claims (20)
1. Bipolarer Transistor mit isoliertem Gate (IGBT) und eine
Steuerschaltung hierfür, die in ein gemeinsames Halbleiterplätt
chen integriert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleiterplättchen ein Siliziumsubstrat vom P-Leitungstyp aufweist, auf dessen oberer Oberfläche ein Bereich vom N-Leitungstyp mit niedriger Konzen tration und auf dessen unterer Oberfläche ein Bereich vom P⁺-Leitungstyp ausgebildet ist, daß ein erstes Gebiet des die niedrige Konzentration aufweisenden Bereiches Diffusionen aufnimmt, die die Basis-, Source- und Kanal-Bereiche eines bipolaren Transistors mit isoliertem Gate bilden, daß ein zweites Gebiet des eine niedrige Konzentration aufweisenden Bereiches mit seitlichem Abstand von dem ersten Gebiet ange ordnet ist, daß das zweite Gebiet eine P-Senken-Diffusion und Steuerschaltungsdiffusionen in der P-Senke einschließt, daß Kopplungseinrichtungen vorgesehen sind, die den bipolaren Transistor mit isoliertem Gate in dem ersten Gebiet mit den Diffusionen der Steuerschaltung koppeln, und daß Einrichtungen zwischen den ersten und zweiten Gebieten vorgesehen sind, um die Injektion von Löchern von dem P⁺-Bereich in die P-Senken diffusion während der Injektion von Löchern zur Erzeugung des Betriebs des bipolaren Transistors mit isoliertem Gate in dem ersten Gebiet zu begrenzen.
dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleiterplättchen ein Siliziumsubstrat vom P-Leitungstyp aufweist, auf dessen oberer Oberfläche ein Bereich vom N-Leitungstyp mit niedriger Konzen tration und auf dessen unterer Oberfläche ein Bereich vom P⁺-Leitungstyp ausgebildet ist, daß ein erstes Gebiet des die niedrige Konzentration aufweisenden Bereiches Diffusionen aufnimmt, die die Basis-, Source- und Kanal-Bereiche eines bipolaren Transistors mit isoliertem Gate bilden, daß ein zweites Gebiet des eine niedrige Konzentration aufweisenden Bereiches mit seitlichem Abstand von dem ersten Gebiet ange ordnet ist, daß das zweite Gebiet eine P-Senken-Diffusion und Steuerschaltungsdiffusionen in der P-Senke einschließt, daß Kopplungseinrichtungen vorgesehen sind, die den bipolaren Transistor mit isoliertem Gate in dem ersten Gebiet mit den Diffusionen der Steuerschaltung koppeln, und daß Einrichtungen zwischen den ersten und zweiten Gebieten vorgesehen sind, um die Injektion von Löchern von dem P⁺-Bereich in die P-Senken diffusion während der Injektion von Löchern zur Erzeugung des Betriebs des bipolaren Transistors mit isoliertem Gate in dem ersten Gebiet zu begrenzen.
2. Bauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ersten und zweiten
Gebieten angeordneten Einrichtungen einen relativ großen seit
lichen Abstand zwischen den Gebieten einschließen, der zumin
destens ungefähr drei Diffusionslängen von Löchern in dem eine
niedrige Konzentration aufweisenden Bereich vom N-Leitungstyp
entspricht.
3. Bauteil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ersten und zweiten
Gebieten angeordneten Einrichtungen eine zweite P⁺-Diffusion
in die obere Oberfläche des eine niedrige Konzentration auf
weisenden Bereiches vom N-Leitungstyp und Einrichtungen ein
schließen, die die zweite P⁺-Diffusion mit der Source des
bipolaren Transistors mit isoliertem Gate verbinden, so daß
die zweite P⁺-Diffusion Löcher sammelt, die anderenfalls von
der P-Senke in dem zweiten Gebiet gesammelt werden würden.
4. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ersten und zweiten
Gebieten angeordneten Einrichtungen eine N⁺-Diffusion in die
obere Oberfläche des eine niedrige Konzentration aufweisenden
Bereiches vom N-Leitungstyp und Einrichtungen einschließen, die
die N⁺-Diffusion elektrisch mit dem Substrat von P-Leitungs
typ verbinden.
5. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Oberflächen der ersten
und zweiten Gebiete an einem schmalen Halsbereich miteinander
verbunden sind, und daß die Kopplungseinrichtungen Leiter
einschließen, die oberhalb und längs des Halsabschnittes
angeordnet sind.
6. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin Feldabschlußeinrich
tungen auf der oberen Oberfläche des Bauteils angeordnet sind,
und daß die Abschlußeinrichtungen zumindestens teilweise die
ersten und zweiten Gebiete umgeben.
7. Bauteil nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Feldabschlußeinrichtungen die
gegenüberliegenden Seiten des schmalen Halsbereiches und die
vollen verbleibenden Umfangsbereiche jedes der ersten und
zweiten Gebiete umschließen.
8. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine niedrige Konzentration
aufweisende Bereich vom N-Leitungstyp ein epitaxial aufge
wachsener Bereich ist.
9. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Sourceelektrode mit den Source-
und Basisbereichen des bipolaren Transistors mit isoliertem Gate
verbunden ist, daß eine Gateelektrode oberhalb der Kanalbereiche
angeordnet ist, und daß eine Drainelektrode mit der Unterseite
des P⁺-Bereiches an der unteren Oberfläche verbunden ist.
10. Bauteil nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ersten und zweiten
Gebieten angeordneten Einrichtungen eine N⁺-Diffusion in die
obere Oberfläche des eine niedrige Konzentration aufweisenden
Bereiches vom N-Leitungstyp und Einrichtungen einschließen, die
die N⁺-Diffusion elektrisch mit dem P⁺-Bereich verbinden,
und daß der N⁺-Bereich zwischen den Feldabschlußeinrichtungen
und mit Abstand von diesen an Stellen angeordnet ist, an denen
sich der Feldabschluß entlang gleich erstreckender Teil der
ersten und zweiten Gebiete erstreckt.
11. Bauteil nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Oberflächen der ersten
und zweiten Gebiete an einem schmalen Halsbereich miteinander
verbunden sind, und daß die Kopplungseinrichtungen Leiter um
fassen, die oberhalb und längs des Halsabschnittes angeordnet
sind.
12. Bauteil nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Feldabschluß die gegenüber
liegenden Seiten des schmalen Halsbereiches und die vollen
verbleibenden Umfänge jedes der ersten und zweiten Gebiete
umschließt.
13. Bauteil nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin ein lateraler PNP-
Transistor in das erste Gebiet integriert ist und einen mit
dem N⁺-Bereich verbundenen Kollektor, einen durch den Bereich
vom N-Leitungstyp gebildeten Basisbereich und einen mit dem
P⁺-Bereich verbundenen Emitterbereich derart aufweist, daß
er lediglich dann leitet, wenn der bipolare Transistor mit
isoliertem Gate in Durchlaßrichtung vorgespannt ist, so daß
der N⁺-Bereich mit dem Substrat vom P⁺-Leitungstyp ledig
lich dann verbunden ist, wenn der IGBT in Durchlaßrichtung
vorgespannt ist.
14. Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ein lateraler PNP-Transistor in
das erste Gebiet integriert ist und einen Sourcebereich auf
weist, der mit dem N⁺-Bereich verbunden ist, und daß der
PNP-Transistor so vorgespannt ist, daß er lediglich dann leitet,
wenn der bipolare Transistor mit isoliertem Gate in Durchlaß
richtung vorgespannt ist, so daß der N⁺-Bereich mit dem
Substrat vom N-Leitungstyp nur dann verbunden ist, wenn der
IGBT in Durchlaßrichtung vorgespannt ist.
15. Bipolarer Transistor mit isoliertem Gate und einer zuge
hörigen Steuerschaltung, die monolithisch in ein gemeinsames
Halbleiterplättchen integriert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleiterplättchen eine am
Boden angeordnete Schicht vom P-Leitungstyp und eine im
wesentlichen über die gleiche Strecke erstreckende Schicht
vom N-Leitungstyp über der Schicht vom P-Leitungstyp aufweist,
daß ein erstes Gebiet der Oberfläche der Schicht vom N-Leitungs
typ Diffusionen aufnimmt, die einen IGBT bilden, daß ein zwei
tes Gebiet der Oberfläche der Schicht vom N-Leitungstyp eine
P-Senke aufnimmt, die Steuerbauteil-Diffusionen darin enthält,
die von dem ersten Gebiet Grenzschicht-isoliert sind, daß die
Grenzschicht zwischen der Schicht vom N-Leitungstyp und der
Schicht vom P-Leitungstyp sich kontinuierlich von einem Bereich
unterhalb des ersten Gebietes zu einem Bereich unterhalb des
zweiten Gebietes erstreckt, und daß Einrichtungen zur zumindest
teilweisen Beseitigung einer Vorspannung der Grenzschicht in
dem Gebiet unterhalb des Steuergebietes vorgesehen sind, wenn
sich das IGBT-Gebiet im leitenden Zustand befindet und Mino
ritätsträger von der Schicht vom P-Leitungstyp in die Schicht
vom N-Leitungstyp injiziert werden.
16. Bauteil nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Beseitigung
der Vorspannung einen seitlichen Abstand der ersten und zweiten
Bereiche von mehr als ungefähr der dreifachen Diffusionslänge
von Minoritätsträgern umfaßt, die von der Schicht vom P-
Leitungstyp während des Vorwärts-Leitungszustandes des IGBT-
Gebietes in die N-Leitungsschicht injiziert werden.
17. Bauteil nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Gebiet eine IGBT-Source
aufweist und daß die Einrichtungen eine P⁺-Diffusion um
fassen, die in die Oberfläche der Schicht vom N-Leitungstyp
hinein und zwischen den ersten und zweiten Gebieten ange
ordnet und mit der IGBT-Source verbunden ist.
18. Bauteil nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß eine N⁺-Diffusion in die Ober
fläche der Schicht vom N-Leitungstyp vorgesehen ist, die
zwischen den ersten und zweiten Gebieten angeordnet und mit
der Schicht vom P-Leitungstyp verbunden ist.
19. Bauteil nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß Kopplungseinrichtungen zur Kopplung
der Steuerbauteildiffusionen mit den Diffusionen vorgesehen
sind, die einen IGBT bilden, so daß der IGBT in Abhängigkeit
von Steuersignalen von den Steuerbauteil-Diffusionen betrieben
wird.
20. Bauteil nach einem der Ansprüche 15 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Oberflächen der ersten
und zweiten Gebiete an einem schmalen Halsabschnitt miteinan
der verbunden sind, und daß die Kopplungseinrichtungen Leiter
umfassen, die oberhalb und längs des Halsabschnittes angeordnet
sind.
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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