DE19647854A1 - Profilzylinder mit mindestens zwei Schließnasen - Google Patents
Profilzylinder mit mindestens zwei SchließnasenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche,
insbesondere Zugangstüren gemäß Patentanmeldung 195 18 491.2. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Verfahren zum Steuern einer elektrischen oder elektronischen Alarmanlage
oder Teilen davon gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche sind in einer Vielzahl von Ausführungs
formen bekannt. Derartige Profilzylinder werden dabei regelmäßig beispielsweise an Zu
gangstüren an Gebäuden, Wohnungen und dergleichen eingesetzt. Sie dienen der Absiche
rung gegen unbefugtes Betreten des Zugangsbereiches und weisen hierzu eine Vielzahl von
Sicherungseinrichtungen wie Stiftzuhaltungen und - gegen die Zerstörung bzw. das Entfer
nen des gesamten Profilzylinders - Abzugsschutzvorrichtungen bzw. verschiedenartige als
Aufbohrschutz dienende Einrichtungen auf.
Darüber hinaus besitzen diese Profilzylinder regelmäßig einen einzigen Schließbart, eine
Schließnase oder eine Schließnocke, die zur Betätigung des Schloßriegels vorgesehen ist.
Neben dieser mechanisch wirkenden Sicherungsvorrichtung sind zur Absicherung von Zu
gangsbereichen auch eine Vielzahl von elektrischen oder elektronischen Alarmsicherungssy
stemen bzw. Alarmanlagen bekannt.
Beim Einschalten oder Scharfschalten derartiger Alarmanlagen wird zwischen der
Schärfung "intern" und "extern" unterschieden. Die interne oder auch
Anwesenheitssicherung wird dann vorgenommen, wenn sich im Zugangs- oder
Sicherungsbereich Personen befinden. Hierdurch kann die Auswerteelektronik der Zentrale
der Alarmanlage Teile des Sicherungsbereiches passivschalten und etwaige dort vorhandene
Bewegungsmelder oder auch Fensteröffnungskontakte werden von der Auswerteelektronik
ausgeblendet, d. h. diese Vorrichtungen lösen dann keinen Alarm aus.
Die angesprochene "externe" oder Abwesenheitssicherung wird dann vorgenommen, wenn
sich im abzusichernden Bereich oder Zugangsbereich keine Personen befinden, wobei das
Scharfschalten der Alarmanlage regelmäßig über ein sog. Blockschloß an der letzten Zu
gangstüre des Sicherungsbereiches vorgenommen wird.
Die Funktion dieses Blockschlosses ist dabei derart, daß das Scharfschalten der Alarmanlage
über das Blockschloß ausgeführt wird, das einen dem Schloßriegel des Schlosses der Türe
vergleichbaren Schloßriegel aufweist. Es ist dies deshalb erforderlich, da damit Fehlalarme
der Alarmanlage vermieden werden können, da sich die abzusichernde Türe bei eingeschal
teter Alarmanlage vom legitim in den Sicherungsbereich eintretenden Benutzer nicht öffnen
läßt und mit dem Öffnen des Schloßriegels des Blockschlosses gleichzeitig die scharfge
schaltete Alarmanlage ausgeschaltet wird.
Wie leicht ersichtlich, ist es dabei erforderlich, auch bei der Verwendung dieses Block
schlosses zwischen der Anwesenheitssicherung und der Abwesenheitssicherung zu unter
scheiden. Ohne eine derartige Unterscheidung würde nämlich beim Herbeiführen der Anwe
senheitssicherung von innerhalb des Sicherungsbereiches der gesamte Sicherungsbereich
von der Alarmanlage ausgewertet werden, was Fehlalarme zur Folge hätte.
Hierbei kann die Anwesenheitssicherung durch einen Schalter, Taster, Schlüsselschalter
oder eine Kodierung, ein abgesetztes Bedienteil oder dergleichen an der Zentrale der Alarm
anlage oder auch an sonstiger beliebiger, innerhalb des Sicherungsbereiches angeordneter
Stelle, die mit der Alarmanlage funktionell in Verbindung steht, erfolgen. Nach der Herbei
führung der Anwesenheitssicherung ist es möglich, zum Ausschalten der An
wesenheitssicherung einen entsprechenden umgekehrten Vorgang an den vorerwähnten
Schaltelementen durchzuführen oder die Anwesenheitssicherung durch ein kurzes Scharf-
/Unscharfschalten am Blockschloß zu beenden.
Es macht dies deutlich, daß das bekannte Blockschloß funktionell mit einer zusätzlichen
Auswerteelektronik - beispielsweise in der Alarmzentrale - für die Unterscheidung
Anwesenheitssicherung-Abwesenheitssicherung zusammenwirken muß und aufgrund der
oben geschilderten Zwangsläufigkeit, das heißt also der Vermeidung von Fehlalarmen einen
zum in der Türe ohnehin vorhandenen Schloßriegel zusätzlichen Schloßriegel aufweisen
muß.
Auch ist die Anordnung des bekannten Blockschlosses an der Zugangstüre des Zugangs-
oder Sicherungsbereiches aufwendig, da bei nachträglichem Einbau des Blockschlosses in
die Türe eine Aufnahmeöffnung in die Türe eingebracht werden muß und auch eine
entsprechende Öffnung in dem Türrahmen angebracht werden muß, in welche der
Schloßriegel des Blockschlosses eingreift.
Es macht dies deutlich, daß einerseits das bekannte Blockschloß aufwendig und damit teuer
ist und darüber hinaus der Einbau des Blockschlosses mit der Anbringung einer Öffnung im
Türrahmen oder einem entsprechenden Schließblech mit großem Aufwand verbunden ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung daher zur Be
seitigung der geschilderten Nachteile die Aufgabe zugrunde, einen Profilzylinder zu schaf
fen, der neben der Funktion der Betätigung des Schloßriegels Schalt- und Steuerungsaufga
ben für eine elektrische oder eine elektronische Alarmanlage oder Teile davon ausführen
kann. Desweiteren soll der Profilzylinder so ausgebildet sein, daß bei Manipulationen am
Außenzylinder ein zusätzlicher Sicherungsmechanismus mechanischen Schutz bietet.
Außerdem soll ein verbessertes Verfahren zum Steuern einer elektrischen oder elektroni
schen Alarmanlage oder Teilen davon geschaffen werden.
Die Erfindung weist zur Lösung dieser Aufgabe hinsichtlich des Profilzylinders die im An
spruch 1 angegebenen Merkmale auf. Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den
weiteren Ansprüchen beschrieben. Die Erfindung weist außerdem zur Lösung dieser Auf
gabe hinsichtlich des Verfahrens die im Anspruch 11 angegebenen Merkmale auf. Vorteil
hafte Verfahrensausgestaltungen sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Der Erfindung liegt der wesentliche Gedanke zugrunde, die bei der Absicherung des Zu
gangs- oder Sicherungsbereiches eines Gebäudes notwendigen Betätigungsvorgänge dadurch
sowohl hinsichtlich des Betätigungsaufwandes als auch hinsichtlich des Installationsaufwan
des der Einrichtung deutlich zu verringern, indem ein in die ohnehin an jeder Türe zur Auf
nahme des Profilzylinders passender Profilzylinder eingesetzt wird, der sowohl die erforder
lichen mechanischen als auch elektrischen oder elektronischen Betätigungsvorgange aus
führt. Gleichzeitig soll bei Manipulationen am Profilzylinder von außen eine mechanische
Sicherungsvorrichtung den Profilzylinder vor Manipulationen zusätzlich sichern, indem die
Zugriffs- oder Manipulationsöffnung versperrt wird.
Erfindungsgemäß ist daher ein Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche, insbeson
dere Zugangstüren, an Gebäuden vorgesehen mit einem Gehäuse, einem Zylinderkern und
mindestens einer Sicherungseinrichtung gegen unbefugtes Betätigen eines Schließbartes,
wobei der Profilzylinder gemäß der Erfindung mindestens zwei Schließbarte besitzt und
wobei der Profilzylinder eine Führungsnut aufweist, in welcher ein mechanisches Siche
rungselement beweglich gehaltert ist.
Die Schließbarte oder auch Schließnasen bzw. Schließnocken führen daher über den in den
Zylinderkern einzuführenden Schlüssel sowohl die mechanische Betätigung des Schloßrie
gels als auch Steueraufgaben der elektrischen oder elektronischen Alarmanlage aus.
Hierdurch ist der wesentliche Vorteil erzielt, daß das bekannte Blockschloß nicht mehr ein
gesetzt werden muß und somit einerseits der Betätigungsaufwand verringert wird, da nicht
nacheinander der regelmäßig vorhandene bekannte Profilzylinder zum eigentlichen Versper
ren der Türe betätigt werden muß und dann zusätzlich noch das Blockschloß zum Scharf-
oder Unscharfschalten der Alarmanlage. Auch wird hierdurch eine deutliche Verringerung
des bei der Absicherung des Zugangsbereiches zu betreibenden Investitionsaufwandes er
zielt, da das bekannte Blockschloß und das damit verbundene Nachbearbeiten der Türe ent
fällt. Darüber hinaus wird auch der optische Eindruck der Zugangstüre nicht durch den Ein
bau des zusätzlichen Blockschlosses beeinflußt.
Hierbei ist es möglich, daß die von dem zweiten Schließbart betätigten elektrischen oder
elektronischen Teile einer Alarmanlage entweder von vorne herein innerhalb des Türblattes
vorgesehen werden oder aber an der Türinnenseite, beispielsweise über ein kleines Gehäuse
abgedeckt angeordnet werden können, so daß sich der zweite Schließbart in dieses Gehäuse
hinein erstreckt und dort seine Schalt- und Steueraufgaben ausführt.
Hierzu ist es gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Schließbarte des Profilzylinders ent
lang der Längsachse des Profilzylinders axial beabstandet sind. Es bedeutet dies mit anderen
Worten, daß einer der mindestens zwei Schließbarte nach wie vor den Schloßriegel betätigt
und der andere Schließbart - axial beabstandet zum ersten Schließbart angeordnet - die
Schalt- und Steuerungsfunktionen ausführt.
Hierbei kann es von Vorteil sein, wenn die Schließbarte bezogen auf die Längsachse des
Profilzylinders zueinander winkelig versetzt angeordnet sein können. Es ist dies beispiels
weise dann von Vorteil, wenn der die Schalt- und/oder Steuerungsfunktion ausübende
Schließbart auf ein Schaltteil, eine Schaltscheibe, ein Schaltgestänge oder ein anderes
Funktionsteil wirkt, das beispielsweise innerhalb des Türblattes, das heißt also an einer
Stelle vom Türrahmen entfernt angeordnet ist.
In Weiterbildung der Erfindung ist dabei möglich, daß mindestens einer der mindestens zwei
Schließbarte etwa im Bereich seiner Mittelebene, das heißt also quer zur Längsachse des
Profilzylinders, zur Bildung mindestens zwei unabhängig voneinander betätigbarer Schließ
bartteile geteilt ausgebildet ist.
Durch diese vorteilhafte Ausbildung ist es beispielsweise möglich, den ungeteilten der zwei
Schließbarte zur Betätigung des Schloßriegels einzusetzen, während der geteilte Schließbart
einerseits zum Schalten und/oder Steuern der Alarmanlage oder Teilen davon eingesetzt
wird und andererseits - aufgrund seiner Teilung - Sonderfunktionen ausführen kann.
Diese Sonderfunktionen sind dabei beispielsweise das Schalten und/oder Steuern der Alarm
anlage zur Herbeiführung der Anwesenheitssicherung, da in diesem Fall in den Zylinderkern
des Profilzylinders der Schlüssel von der Innenseite der Türe, das heißt also von innerhalb
des Sicherungsbereiches eingeführt wird und damit ein Schließbartteil des geteilten Schließ
bartes die Internschärfung bewirkt, während bei der Betätigung des Profilzylinders durch
einen Schlüssel im Zylinderkern von außerhalb des Sicherungsbereiches, das heißt also der
Zugangstüre von außen, eine Betätigung des einen Schließbartteiles des geteilten Schließ
bartes nicht durchführbar ist und somit eine Abwesenheitssicherung herbeiführbar ist.
Die Betätigung geschieht dabei ganz allgemein derart, daß unabhängig, ob der Zylinderkern
von innen her oder von außen her betätigt wird, derjenige Schließbart, welcher dem Schloß
riegel funktionell zugeordnet ist, betätigt wird und dann eine Betätigung der Schließbartteile
des geteilten Schließbartes in Abhängigkeit von der Seite des Einführens des Schlüssels in
den Zylinderkern stattfindet. Hierdurch ist es in vorteilhafter Weise möglich, die Anwesen
heitssicherung durch Einstecken des Schlüssels in den Zylinderkern von innerhalb des
Zugangsbereiches her und durch eine einmalige Drehung des Schlüssels den Schloßriegel
durch den dem Schloßriegel zugeordneten Schließbart zu betätigen, wobei gleichzeitig über
eine im Bereich des zweiten Schließbartes oder des geteilten zweiten Schließbartes vorgese
hene Schalteinrichtung die Betätigung abtasten kann, so daß erfaßt wird, daß der Schloßrie
gel betätigt wurde. Der durch den von innen eingesteckten Schlüssel betätigte Schließbart
kann damit eine Steuer- oder Schaltfunktion an die Alarmanlage abgeben derart, daß der
Zugangsbereich von innen abgesperrt wurde, also eine Anwesenheitssicherung herbeigeführt
werden soll.
Mit der zweiten Umdrehung des von innen her eingeführten Schlüssels wird dann die zweite
Stufe des Schloßriegels ausgefahren und im Bereich des zweiten Schließbartes die "Intern-
Schärfung", also die Anwesenheitssicherung herbeigeführt.
Hierdurch ist es ermöglicht, durch die erste Umdrehung des von innen her eingesteckten
Schlüssels die Türe zu versperren und mit der zweiten Drehung die Anlage "intern" scharf
zuschalten. Im Falle einer Störung, das heißt also beispielsweise eines im Absicherungsbe
reich liegenden geöffneten Fensters, ist es möglich, einen Hubmagneten oder eine Warnein
richtung vorzusehen, der das Drehen des Schlüssels verhindert oder einen Warnton abgibt.
Eine - ansonsten üblicherweise vorhandene - Alarmverzögerung für die Meldelinie, in der
die Zugangstüre eingeschleift ist, ist damit nicht mehr erforderlich, ein bei Anwesenheit
ausgeführter Einbruchsversuch wird sofort von der Alarmanlage gemeldet.
Erfindungsgemäß wird unter dem Begriff der ersten und/oder zweiten Umdrehung oder
Drehung des von innen oder außen eingesteckten Schlüssels die volle Umdrehung um 360°
der Schließbärte oder Schließnasen bzw. Mitnehmer und dabei das Ausfahren des
Schlossriegels oder das Betätigen der Falle verstanden. Dabei wird zwischen eintourigen
und zweitourigen Schlössern unterschieden. Bei eintourigen Schlössern, erfolgt die
Verschließung nur mit 1 Drehung, bei zweitourigen Schlössern die Verschließung mit 2
Umdrehungen. Die Schärfung einer Alarmanlage kann auch so ausgeführt sein, daß im
Anschluß nach einer ordentlichen Verschließung durch den von innen bzw. außen
eingesteckten Schlüssel im Anschluß an die 1. oder 2. Umdrehung durch eine weitere 1/4 bis
1/2 Umdrehung die Alarmanlage geschärft wird. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig,
den Schloßriegel zu bewegen. Mit anderen Worten, zur Betätigung der Scharfschaltung oder
Schalten von Anlagenteilen oder auch zusätzliche Verriegelungseinrichtungen sind nicht 1
oder 2 vollständige Umdrehungen der Schließbärte und dabei das Betätigen des
Schloßriegels notwendig, sondern die gewünschte Funktion kann auch durch 1/4 bis 1/2
Umdrehung bzw. dazwischenliegende Drehwinkel der Schließbärte realisiert werden.
Mit den zusätzlichen Schließbärten besteht auch die Möglichkeit, weitere mechanische
Verriegelungseinrichtungen an einer Türe zu betätigen (Querriegelschloß).
Wenn die "intern" geschärfte Alarmanlage von außen her aufgesperrt wird, wird bereits
durch die erste Schlüsselumdrehung die Scharfstellung der Alarmanlage aufgehoben, so daß
ein Fehlalarm nicht mehr möglich ist.
Dies führt außerdem zu dem Vorteil, daß bei "Intern"-Schärfung der Alarmanlage in be
kannter Weise, das heißt also an einer von der Zugangstüre entfernten Stelle, ein Fehlalarm
bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Profilzylinders nicht mehr möglich ist, da
durch das Aufsperren der Türe die Alarmanlage automatisch unscharf geschaltet wird.
Die angesprochene Abwesenheitssicherung wird in ähnlicher Weise herbeigeführt,
allerdings mit einem in den Profilzylinder von außen her eingeführten Schlüssel, so daß mit
der ersten Umdrehung des Schlüssels der dem Schloßriegel zugeordnete Schließbart den
Schloßriegel in die erste verriegelnde Stellung überführt und der zweite Schließbart eine
Schalteinrichtung betätigen kann, die erkennt, daß der Schloßriegel betätigt wurde. Mit der
zweiten Umdrehung des von außen her eingeführten Schlüssels wird der Schloßriegel in
seine weiter ausgefahrene Verriegelungsstellung gebracht und der zweite Schließbart kann
eine Schalteinrichtung betätigen, mittels der festgestellt wird, daß die
Abwesenheitssicherung herbeigeführt werden soll.
Im Falle eines geteilten zweiten Schließbartes bleibt der bei einer "Intern"-Schärfung betä
tigte Schließbartteil passiv, da der Schlüssel in den Zylinderkern von außerhalb des
Zugangsbereiches her eingeführt wurde, d. h. nur ein Teil des geteilten Schließbartes wird
betätigt, nicht aber der für das "Intern"-Scharfschalten heranzuziehende Schließbartteil.
Das Unscharf-Schalten der Alarmanlage bei aktivierter Abwesenheitssicherung erfolgt durch
das einfache Aufschließen des Profilzylinders. Mit der ersten Umdrehung der Schließbarte
des Profilzylinders wird der Schloßriegel um eine Stufe zurückgefahren - die Türe ist immer
noch versperrt -, die Alarmanlage ist aber bereits unscharf geschalten. Durch die zweite
Umdrehung der Schließbarte wird der Schloßriegel in seine Ruhestellung bewegt, die Türe
kann geöffnet werden, ein unbeabsichtigtes und einen Fehlalarm auslösendes Öffnen der
Zugangstür zum Zugangsbereich ist nicht möglich.
Darüber hinaus wird der Vorteil erreicht, daß auch ein gewaltsames Zurückschieben des
Schloßriegels die scharfgeschaltene Alarmanlage nicht unscharf schaltet, denn erst durch die
legitime Betätigung des die Schaltfunktion ausübenden Schließbartes, das heißt durch die
Betätigung des Zylinderkernes und damit des Schließbartes durch den Schlüssel, ist ein
Unscharfschalten der Alarmanlage möglich.
Eine Hälfte des geteilten zweiten Schließbartes kann dabei in beiden Fällen, d. h. der Anwe
senheitssicherung und der Abwesenheitssicherung zur Betätigung eines
Schloßriegelstellungsdetektors eingesetzt werden, der erkennt, ob und daß der Schloßriegel
betätigt wird.
Als zusätzliche mechanische Sicherung weist der Profilzylinder ein mechanisches Siche
rungselement auf, welches in einer im Profilzylinder oder im Zylindergehäuse angeordneten
Führungsnut beweglich gehaltert ist. Dieses mechanische Sicherungselement ist in seiner
einfachsten Ausführung ein in die Führungsnut eingetauchtes Metallplättchen, einer Größen
ausdehnung, die der des Profilzylinders entspricht. Dieses Metallplättchen kann im normalen
Funktionsfall auf der Welle, die Außenzylinder und Innenzylinder funktionell miteinander
verbindet aufliegen und wird durch Federkraft oder lediglich Schwerkraft in dieser Lage fi
xiert. Das Sicherungselement kann ebenso in einer Nut im Zylindergehäuse geführt sein.
Wesentlich für die Funktionalität ist, das die Welle beim Ziehen des Zylinders diesen Be
reich freigibt, so daß das Sicherungselement in den Freiraum gleiten kann. Dieses mechani
sche Sicherungselement kann in unmittelbarer Nähe der Schließbarte, vorzugsweise vor
und/oder nach dem ersten und/oder dem zweiten Schließbart angeordnet sein. Wird durch
äußere Manipulation, also vom Außenzylinder her, dieser gewaltsam aus seiner Befestigung
gezogen, so gleitet diese Funktionalwelle im Bereich unterhalb der Führungsnut auseinander
und gibt einen Freiraum frei, in welchem das Sicherungselement sofort hineingleitet bzw.
hineingedrückt wird. Dies hat den großen Vorteil, daß sofort die Öffnung zum Innenzylinder
verschlossen wird und eine Manipulation von außen am Innenzylinder verhindert wird.
Erfindungsgemäß kann auch ein Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche, insbe
sondere Zugangstüren, an Gebäuden vorgesehen sein, der zwei Profilzylinder,
beispielsweise Profilhalbzylinder, mit jeweils einem Gehäuse, einem Zylinderkern und
mindestens einer Sicherungseinrichtung gegen unbefugtes Betätigen eines Schließbartes,
aufweist, wobei die zwei Profilzylinder zur gleichzeitigen Betätigung der Zylinderkerne
durch nur eine Schließeinrichtung funktionell gekoppelt und beabstandet zueinander
angeordnet sind.
Als Schließeinrichtung dient hierzu ein zum legitimen Öffnen dienender Schlüssel, der ein
handelsüblicher Schlüssel oder beispielsweise ein elektronischer Schlüssel oder dergleichen
sein kann. Hierbei ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß jeder der beiden Profilzylinder
mindestens einen Schließbart aufweist und die Schließbarte der beiden Profilzylinder bezo
gen auf die Längsachse des so gebildeten Profilzylinders zueinander winkelig versetzt ange
ordnet werden können.
Zur funktionellen Koppelung der beiden Profilzylinder ist eine die beiden Zylinderkerne
verbindende Kraftübertragungseinrichtung vorgesehen, die hinsichtlich ihrer Länge, das
heißt also hinsichtlich des axialen Abstandes zwischen den beiden Profilhalbzylindern ein
stellbar, beispielsweise ablängbar ist.
Es kann aber auch eine andere beliebige Einrichtung zur Übertragung des auf auf den Zylin
derkern des einen Profilzylinders durch den Schlüssel ausgeübten Moments zum anderen
Profilzylinder vorgesehen werden. Dies kann beispielsweise eine biegsame oder eine Dop
pelgelenkwelle sein aber auch eine Zahnradanordnung oder ein Zahnriemen, eine Zahn
stange, eine Kette oder dergleichen.
Bei der funktionellen Kopplung von zwei Profilzylindern miteinander können mehrere me
chanische Sicherungselemente vorgesehen sein, die in parallel zu nebeneinander angeord
neten Führungsnuten im Profilzylinder sitzen. Sobald am äußeren Zylinder manipuliert wird
und dieser unterhalb einer Führungsnut auseinandergleitet oder auseinanderbricht, werden
diese Zwischenräume durch die Sicherungselemente verschlossen und erschweren ein Mani
pulieren erheblich.
Der Weg des mechanischen Sicherungselementes innerhalb des durch die Führungsnut defi
nierten Wellenbereiches wird durch geeignete elektronische und/oder mechanische Maß
nahmen festgestellt und dadurch das gewaltsame Ziehen des Außenzylinders ermittelt.
Hierbei kann einer der beiden Schließbarte des so gebildeten Profilzylinders den Schloßrie
gel betätigen, während der andere der mindestens zwei Schließbarte eine Schalt- oder
Steuerungsfunktion für eine elektrische oder elektronische Alarmanlage oder Bauteile davon
ausführen kann.
Auch hier ist es wiederum möglich, daß mindestens einer der mindestens zwei Schließbarte
entlang seiner Mittelebene geteilt ausgebildet ist, um eine Unterscheidung bei der Absiche
rung des Zugangsbereiches des Gebäudes in Anwesenheitssicherung und Abwesenheitssi
cherung zu ermöglichen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist zum Steuern einer elektrischen oder elektroni
schen Alarmanlage oder Teilen davon zur Sicherung des Zugangs zu einem Gebäude ein
Profilzylinder einer Zugangstüre zum Gebäude vorgesehen, wobei der Profilzylinder minde
stens zwei Schließbarte aufweist, von denen mindestens einer einen Schloßriegel der Zu
gangstüre betätigt und von denen mindestens ein anderer der mindestens zwei Schließbarte
eine Schalt- oder Steuerungsfunktion für die Alarmanlage oder Bauteile davon ausführt.
Hierbei ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Alarmanlage oder Teile davon über einen
der mindestens zwei Schließbarte passiv schaltbar ist, so daß eine Anwesenheitssicherung
herbeiführbar ist.
Hierzu kann mindestens einer der mindestens zwei Schließbarte im Bereich seiner Mittel
ebene geteilt ausgebildet sein derart, daß über ihn die Alarmanlage oder Teile davon passiv
schaltbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1 einen Profilzylinder gemäß der Erfindung in einer zweigeteilten Aus
führungsform in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 den Profilzylinder in einem Teilschnitt in einer Türe eingebaut; und
Fig. 3 in einer schematischen Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 2; und
Fig. 4 einen Profilzylinder in zweigeteilter Ausführungsform mit Nut und
Sicherungselement; und
Fig. 5 einen Profilzylinder in zweigeteilter Ausführungsform mit Nut und
Sicherungselement, wobei die Welle durch Manipulation aus dem
Innenzylinder herausgezogen wurde.
Wie aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich, weist der Profilzylinder 1 in der dargestellten
Ausführungsform zwei Profilhalbzylinder 2, 3 auf, die über eine Welle 4 funktionell ge
koppelt sind.
Diese funktionelle Koppelung bedeutet in diesem Fall, daß die jeweiligen Zylinderkerne 5, 6
durch die Welle 4 miteinander verbunden sind, so daß bei einer Betätigung eines der Zylin
derkerne 5, 6 auch der jeweils andere Zylinderkern 5, 6 betätigt, das heißt gedreht, wird.
Mit der schlüsselbetätigten Drehung der jeweiligen Zylinderkerne 5, 6 werden die durch die
Welle 4 und die Zylinderkerne 5, 6 gekoppelten Schließbarte 7, 8 betätigt.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform des Profilzylinders weist der aus den Profil
halbzylindern 2, 3 gebildete Profilzylinder 1 zwei Schließbarte 7, 8 auf.
Wie aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich, welche nur einen Profilhalbzylinder zeigt, kann
gemäß einer weiteren Ausführungsform des Profilzylinders 1 der Schließbart 7 oder 8 - in
dargestelltem Ausführungsbeispiel der Schließbart 7 - an seiner Mittelebene 9, das heißt
quer zur Längsachse des Profilhalbzylinders zur Bildung zweier Schließbarthälften 10, 11
geteilt ausgebildet sein.
Die Schließbarthälften 10, 11 stehen dabei in Wirkverbindung mit den nur schematisch dar
gestellten Schaltgestängen 12, 13, die eine Schaltfunktion an der nicht dargestellten elektri
schen oder elektronischen Alarmeinrichtung ausführen.
Der in Fig. 2 dargestellte Profilhalbzylinder 2 ist dabei an der Innenseite eines Zugangsbe
reiches angeordnet, was durch einen nur schematisch dargestellten Türauschnitt 14 gezeigt
ist.
Wird nun ein nicht dargestellter Schlüssel in den Profilhalbzylinder 2 von der Türinnenseite
her eingeführt, so wird durch seine Drehung der in Fig. 1 dargestellte Schließbart 8 zur Be
tätigung des Schloßriegels betätigt. Mit dieser Drehbewegung wird gleichzeitig die Schließ
barthälfte 10 und die Schließbarthälfte 11 bewegt, so daß diese die Schaltgestänge 12, 13
betätigen. Die durch das Einstecken des Schlüssels in den im Sicherungsbereich liegenden
Profilhalbzylinder 2 freigegebene Schließbarthälfte 11 kann über das Schaltgestänge 12
einen in Fig. 3 ersichtlichen Schalter 15 betätigen, so daß eine von diesem wiederum gesteu
erte Alarmanlage erkennen kann, daß der Profilzylinder 1 von innerhalb des Sicherungsbe
reiches aus betätigt wurde und nunmehr eine Anwesenheitssicherung durchgeführt werden
soll.
Mit der Drehung des Schlüssels von innerhalb des Sicherungsbereiches aus wird auch die
zweite Schließbarthälfte 10 betätigt, welche über das Schaltgestänge 13 einen in Fig. 3
dargestellten Mikroschalter 16 oder dergleichen schalten kann, damit erkannt werden kann,
daß und ob der Schloßriegel betätigt wurde.
Mit der zweiten Umdrehung des in den Profilhalbzylinder 2 eingesteckten Schlüssels wird
der in Fig. 1 dargestellte Schließbart 8 zur weiteren Betätigung des Schloßriegels betätigt,
das heißt, der Schloßriegel wird weiter ausgefahren und gleichzeitig wird durch die Drehung
der Schließbarthälfte 11 die nicht dargestellte Alarmanlage scharfgeschaltet, wodurch die
Abwesenheitssicherung realisiert ist.
Der in Fig. 3 dargestellte Hubmagnet 17 dient als Sicherung derart, daß ein Scharfschalten
der Alarmanlage nicht möglich ist, wenn eine Störung in der Meldeschleife vorliegt, das
heißt also beispielsweise ein abzusicherndes Fenster geöffnet ist. In diesem Fall blockiert der
Sperrstift 18 das zugeordnete Schaltgestänge, so daß die Schließbarthälfte 11 nicht gedreht
werden kann und somit ein Scharfschalten der Alarmanlage nicht möglich ist.
Die beschriebene Anwesenheitssicherung wird aufgehoben, indem entweder der Profilzylin
der 2 von innerhalb des Sicherungsbereiches her schlüsselbetätigt wird und damit die Alarm
anlage in einem Vorgang umgekehrt zum soeben beschriebenen Vorgang unscharf ge
schalten wird oder aber der in Fig. 1 dargestellte Profilzylinder 3 schlüsselbetätigt über die
Welle 4 den Profilhalbzylinder 2 bzw. die dort - siehe Fig. 2 - angeordneten Schließbarthälf
ten 10, 11 betätigt, so daß ein erstes Umdrehen des in den Profilhalbzylinder 3 eingesteckten
Schlüssels für ein Unscharfschalten sorgt und die zweite Umdrehung des Schlüssels den
nicht dargestellten Schloßriegel öffnet, so daß die Türe ohne Alarm auszulösen, geöffnet
werden kann.
Wenn die Sicherungsstufe Abwesenheitssicherung gewünscht ist, wird ein nicht dargestellter
Schlüssel in den Profilhalbzylinder 3 eingeführt und gedreht. Diese Drehung sorgt einerseits
dafür, daß der Schließbart 8 den nicht dargestellten Schloßriegel betätigt und gleichzeitig die
in Fig. 2 dargestellte Schließbarthälfte 10 betätigt, so daß diese über das Schaltgestänge 13
einen Mikroschalter betätigen kann, damit feststellbar ist, ob und daß der Schloßriegel betä
tigt wird. Mit der zweiten Umdrehung des in den Profilhalbzylinder 3 eingeführten Schlüs
sels wird einerseits der Schloßriegel weiter ausgefahren und andererseits durch die zweite
Betätigung der Schließbarthälfte 10 das Schaltgestänge 13 zum "Extern"-Scharfschalten der
Alarmanlage betätigt.
Hierbei ist es möglich, daß die beiden Schließbarthälften 10,11 des Profilzylinders 2 entwe
der beim Einstecken des nicht dargestellten Schlüssels in den Profilzylinder 2 gekoppelt
werden, das heißt also gemeinsam gedreht werden oder aber beim Einstecken des Schlüssels
in den Profilzylinder 3 entkoppelt werden, das heißt also, die Schließbarthälfte 11 sich bei
der Betätigung des in den Profilhalbzylinder 3 eingeführten Schlüssels nicht mitdreht.
Hierzu kann zur Entkoppelung in der Welle 4 eine federbetätigte Kerneinrichtung vorgese
hen sein.
Ganz allgemein kann die in Fig. 2 oder Fig. 3 dargestellte Schalteinrichtung also der Pro
filzylinder 1 und die weiteren Bauteile - an Zugangstüren sowohl mit linkem Anschlag als
auch an solchen mit rechtem Anschlag angeordnet werden. Hierbei findet lediglich eine
Drehrichtungsumkehr des schlüsselbetätigten Zylinderkerns 5, 6 des Profilzylinders 1 zum
Versperren/Aufsperren des Schloßriegels statt, so daß die Schaltgestänge 12, 13 zum Sper
ren entweder nach unten (bei Linksanschlag) oder nach oben (bei Rechtsanschlag) betätigt
werden und in entsprechend umgekehrter Weise beim Aufsperren.
Hinsichtlich vorstehend im einzelnen nicht näher erläuterter Merkmale der Erfindung wird
im übrigen ausdrücklich auf die Ansprüche und die Zeichnung verwiesen.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich weist der Profilzylinder 1 in der dargestellten Ausführungsform
zwei Profilhalbzylinder 2 und 3 auf, die über die Welle 4 funktional gekoppelt sind. Der
Profilhalbzylinder 3 weist vor dem Schließbart 8 eine Führungsnut 19 auf, in welcher ein
Sicherungselement 20 in Form eines Metallblättchens beweglich gehaltert ist. Das Metall
blättchen bzw. Sicherungselement ist nach einer hier nicht vollständig dargestellten Form so
ausgebildet, daß es ein Verbindungselement zur Alarmanlage aufweist und bei Betätigung
durch Manipulation am jeweiligen Zylinder das Sicherungselement in den jeweiligen Zylin
der eintaucht, so daß der entstehende Freiraum, welcher durch die Welle im normalen Funk
tionsfall verschlossen ist, sofort geschlossen wird und die Profilhalbzylinder nicht frei zu
gänglich sind.
Der zusätzliche Weg, den das Sicherungselement zurücklegt, wenn es innerhalb der Nut be
wegt wird, wird durch Verbindungselemente zur Alarmanlage übertragen und durch ge
eignete mechanische und/oder Maßnahmen ausgewertet. Dies hat den Vorteil, daß eine Ma
nipulation am Zylinder sofort festgestellt wird und die durch das Ziehen der Welle freige
wordene Öffnung sofort verschlossen wird.
Fig. 5 zeigt einen Profilzylinder mit zwei Profilhalbzylindern 2 und 3. Die Welle 4 wurde
durch Manipulation und Ziehen des Außenzylinders 2 in ihrer funktionellen Verbindung
unterbrochen. Das Sicherungselement 20 ist innerhalb der Nut 19 in die entstandene Öff
nung eingedrungen und hat diese verschlossen. Ein nicht gezeigtes Verbindungselement 1
hat den Weg des Sicherungselementes gemessen und funktionell an die Alarmanlage weiter
gegeben. Diese signalisiert das gewaltsame Ziehen des Außenzylinders.
Claims (13)
1. Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche, insbesondere Zugangstüren an
Gebäuden mit einem Gehäuse, einem Zylinderkern (5,6) und mindestens einer
Sicherungseinrichtung gegen unbefugtes Betätigen eines Schließbartes, mit minde
stens zwei Schließbarten (7, 8) nach Patentanmeldung 195 18 491.2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilzylinder und/oder das Profilzylindergehäuse, eine Führungsnut auf
weist, in welcher ein mechanisches Sicherungselement beweglich gehaltert ist.
2. Profilzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließbarte (7, 8) entlang der Längsachse des Profilzylinders (1) axial beab
standet sind.
3. Profilzylinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließbarte (7, 8) bezogen auf die Längsachse des Profilzylinders (1) zu
einander winkelig versetzt angeordnet sind.
4. Profilzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der mindestens zwei Schließbarte (7, 8) etwa im Bereich seiner
Mittelebene (9) zur Bildung mindestens zweier unabhängig voneinander betätigbarer
Schließbarthälften (10, 11) geteilt ausgebildet ist.
5. Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche, insbesondere Zugangstüren an
Gebäuden,
gekennzeichnet durch
zwei Profilzylinder (2, 3) mit jeweils einem Gehäuse, einem Zylinderkern (5, 6) und
mindestens einer Sicherungseinrichtung gegen unbefugtes Betätigen eines
Schließbartes (7, 8), wobei die zwei Profilzylinder (2, 3) zur gleichzeitigen Betätigung
der Zylinderkerne (5, 6) durch eine Schließeinrichtung funktional gekoppelt und
beabstandet zueinander angeordnet sind.
6. Profilzylinder für abzusichernde Zugangsbereiche, insbesondere Zugangstüren an
Gebäuden nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
zwei Profilzylinder (2, 3) und/oder das Profilzylindergehäuse mit mindestens einer
Führungsnut (19) in welcher mindestens ein mechanisches Sicherungselement (20)
beweglich gehaltert ist.
7. Profilzylinder nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der beiden Profilzylinder (2, 3) mindestens einen Schließbart (7, 8) aufweist
und die Schließbarte (7, 8) der beiden Profilzylinder (2, 3) bezogen auf die
Längsachse des so gebildeten Profilzylinders (1) zueinander winkelig versetzt anord
bar sind.
8. Profilzylinder nach einem der Anspruch 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur funktionellen Koppelung der beiden Profilzylinder (2, 3) eine die beiden Zy
linderkerne (5, 6) verbindende Kraftübertragungseinrichtung (4) vorgesehen ist.
9. Profilzylinder nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der axiale Abstand zwischen den beiden Profilzylindern (2, 3) einstellbar ist.
10. Profilzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Schließbart (7, 8) zur Betätigung eines Schloßriegels vorgesehen
ist, während mindestens ein anderer der mindestens zwei Schließbarte (7, 8) eine
Schalt- oder Steuerungsfunktion für eine elektrische oder elektronische Alarmanlage
oder Teile davon ausführt.
11. Verfahren zum Steuern einer elektrischen oder elektronischen Alarmanlage oder
Teile davon zur Sicherung des Zugangs zu einem Gebäude,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Steuern der Alarmanlage ein Profilzylinder (1) einer Zugangstüre zum Ge
bäude verwendet wird, wobei der Profilzylinder (1) mindestens zwei Schließbarte
(7, 8) aufweist, von denen mindestens einer einen Schloßriegel der Zugangstüre betä
tigt und von denen mindestens ein anderer der mindestens zwei Schließbarte (7, 8)
eine Schalt- oder Steuerungsfunktion für die Alarmanlage oder Teile davon ausführt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Alarmanlage oder Teile davon über einen der mindestens zwei Schließbarte
(7, 8) passiv schaltbar ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der mindestens zwei Schließbarte (7, 8) im Bereich seiner Mit
telebene (9) geteilt ist und über ihn die Alarmanlage oder Teile davon passiv schalt
bar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996147854 DE19647854A1 (de) | 1995-05-19 | 1996-11-19 | Profilzylinder mit mindestens zwei Schließnasen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995118491 DE19518491C2 (de) | 1995-05-19 | 1995-05-19 | Anordnung aus zwei Schließzylindern für abzusichernde Zugangsbereiche |
| DE1996147854 DE19647854A1 (de) | 1995-05-19 | 1996-11-19 | Profilzylinder mit mindestens zwei Schließnasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19647854A1 true DE19647854A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=26015304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996147854 Ceased DE19647854A1 (de) | 1995-05-19 | 1996-11-19 | Profilzylinder mit mindestens zwei Schließnasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19647854A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1840300A3 (de) * | 2006-03-29 | 2008-05-28 | David Brunskill Windows Limited | Türschloss |
| DE102011008239A1 (de) | 2011-01-10 | 2012-07-12 | Bernd Rompel | Blockiereinrichtung bzw. Vorrichtung zur Scharf-/Unscharfschaltung einer Alarm- bzw. Einbruchmeldeanlage mit Blockierung einer Verschluss-, Sperr-, Entsperr-, Betätigungs- oder Bedieneinrichtung unter Einhaltung der sogenannten Zwangsläufigkeit |
-
1996
- 1996-11-19 DE DE1996147854 patent/DE19647854A1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1840300A3 (de) * | 2006-03-29 | 2008-05-28 | David Brunskill Windows Limited | Türschloss |
| DE102011008239A1 (de) | 2011-01-10 | 2012-07-12 | Bernd Rompel | Blockiereinrichtung bzw. Vorrichtung zur Scharf-/Unscharfschaltung einer Alarm- bzw. Einbruchmeldeanlage mit Blockierung einer Verschluss-, Sperr-, Entsperr-, Betätigungs- oder Bedieneinrichtung unter Einhaltung der sogenannten Zwangsläufigkeit |
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