DE19647835A1 - Meßverfahren und Vorrichtung zur Volumenstrommessung - Google Patents
Meßverfahren und Vorrichtung zur VolumenstrommessungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Meßverfahren und eine
Vorrichtung zur kontinuierlichen Volumenstrommessung von
Flüssigkeiten, das besonders für die genaue Bestimmung von
kleinen Volumenströmen von ca. 0,1 ml/h bis 51/h geeignet ist.
Dabei wird durch den zu bestimmenden Volumenstrom ein Kolben 2
in einem Meßzylinder 1 wechselseitig alternierend verschoben,
dessen Verschiebung kontinuierlich gemessen wird und damit das
Volumen pro Zeit bestimmen läßt. Desweiteren zeichnet sich das
Meßverfahren durch seine Einfachheit und Robustheit aus. Insbe
sondere ist das vorliegende Meßverfahren für die Überprüfung von
medizinischen Infusionsgeräten sehr gut geeignet.
Bekannt sind verschiedene Meßverfahren für die Volumenstrommes
sung von Flüssigkeiten, die jeweils hinsichtlich der bestehenden
Anforderungen bei der jeweiligen Anwendung entwickelt wurden und
für diese Anwendung meist auch gut geeignet sind. Für die
Auswahl des geeigneten Meßverfahrens sind dabei vor allem der
Volumenstrom, die Genauigkeit, die Dauer der Messung und die
zeitliche Auflösung der Messung entscheidend.
Bei der sicherheitstechnischen Kontrolle von Infusionsgeräten in
Krankenhäusern und Kliniken müssen sehr kleine Volumenströme von
0,1 ml/h bis 1,5 l/h mit einer Genauigkeit von möglichst < 1%
gemessen werden und die Messung soll dabei möglichst wenig Zeit
in Anspruch nehmen. Üblicherweise wird dabei gravimetrisch mit
Hilfe einer elektronischen Waage gemessen oder mit volumetrisch
messenden Meßgeräten.
Ein volumetrisches Meßverfahren funktioniert dergestalt, daß zum
Beispiel eine kleine Kammer bekannten Volumens von ca. 0,5 ml
wechselseitig gefüllt wird, wobei die Zeitintervalle, die zur
Füllung benötigt werden, gemessen werden, die die
diskontinuierliche Bestimmung des Volumenstroms erlauben. Ein
Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß ein geschlossenes
Meßsystem vorliegt, bei dem keine Verdunstung auftritt. Bei
offenen Systemen, wie bei der gravimetrischen Wägung der
Flüssigkeit (und des Zuwachses) in einem Standzylinder muß die
Flüssigkeit mit einem Öltropfen bedeckt werden, um Verdunstung
zu verhindern.
Andere Verfahren funktionieren auf dem Prinzip, daß der Flüssig
keitsstrom in eine Kapillare bekannten Durchmessers geleitet
wird und diese füllt, die dabei optisch abgetastet wird.
Bei einem ähnlichen Verfahren wird der Flüssigkeitsstrom in ein
senkrechtes Zylindergefäß geleitet, das mit zwei Detektorelek
troden bestimmten Abstands ausgerüstet ist, bei dem die Zeitin
tervallmessung zwischen der Berührung der Detektorelektroden ein
mittleres Maß für den Volumenstrom darstellt.
Die Nachteile der bekannten Meßverfahren bestehen darin, daß die
Volumenstrommessung entweder nicht kontinuierlich erfolgt oder
die Füllstandmessung einer Kapillare eine aufwendige
Kalibrierung erfordert und daß die Wägemethode umständlich ist.
Die meßprinzipbedingten Ungenauigkeiten können durch eine
längere Meßdauer zum Teil kompensiert werden, was aber
unbefriedigend ist, wenn man bei einem Volumenstrom von 0,5 ml/h
eine Meßzeit von zum Beispiel 20 Stunden in Kauf nehmen muß.
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben
genannten Nachteile zu vermeiden und ein Meßverfahren und eine
Vorrichtung zu entwickeln, mit denen kleine Volumenströme von
zum Beispiel 0,1 ml/h kontinuierlich, drucklos und in kurzer Zeit
genau gemessen werden können.
Diese Aufgabe sowie weitere Aufgaben, die nachstehend erläutert
sind, werden von einem Meßverfahren bzw. einer Meßvorrichtung
gemäß den anliegen Ansprüchen gelöst.
Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung ein Meßverfahren zur
Verfügung, mit dem sowohl kleine ((0,2 ml/h) als auch größere
Volumenströme kontinuierlich, drucklos, volumetrisch und in
kurzer Meßzeit genau bestimmt werden können. Das zu prüfende
Infusionsgerät wird über eine Schlauchleitung einfach mit der
Meßvorrichtung am Meßflüssigkeitseingang 21 verbunden und die
Messung wird sodann gestartet. Die Meßflüssigkeit tritt am
Flüssigkeitsausgang 23 wieder aus. Es sind keine Justierungen,
kein Entleeren von Meßküvetten, keine Ölabdeckung etc. nötig.
Die Wichte der Meßflüssigkeit geht nicht in das Meßergebnis ein.
Die weitere und eingehendere Beschreibung der Meßvorrichtung und
des Meßverfahrens bezieht sich auf die folgenden Figuren, die
das Meßverfahren veranschaulichen. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Schema der Meßvorrichtung mit Meßzylinder 1,
Meßkolben 2, Ventil 17 und Meßauswerte-Elektronik 25,
Fig. 2 ein Signal U(t) auf der Leitung 24 des Differential
transformators 4 in Abhängigkeit des Kolbenverschiebungswegs s
und von der Zeit t.
Fig. 3 ein Schema einer Meßvorrichtung wie in Fig. 1, wobei
die Lage des Kolbens 2 im Zylinder 1 mittels Kräftemessung an
den Dehnungsstreifenmeßelementen 34 und 35 bestimmt wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 wird eine Ausführungsform der
Erfindung erläutert. Gemäß Fig. 1 weist die vorliegende Erfindung
einen Flüssigkeitseinlaß 21 auf, der über einen Einlaßanschluß
20 mit einem Drucksensor 19 und einem 2×2-Wege-Ventil 17
verbunden ist. Von da aus wird, je nach Stellung des 2×2-Wege-
Ventils 17, die Flüssigkeit entweder zum Kanal 13 oder zum Kanal
14 weitergeleitet. Die Ansteuerung des Ventils 17 erfolgt über
einen Servostellmotor 18 bzw. über eine Signalauswerte- und
Steuerelektronik 25.
Die Kanäle 13 und 14 führen jeweils zu den Kammern 11 bzw. 7,
die durch elastische Membranen 10 bzw. 6 jeweils abgeschlossen
sind. In den Kanälen 13, 14 und demgemäß in den Kammern 11, 7
befindet sich eine Meßflüssigkeit 51 oder Reste vorhergehender
Meßflüssigkeiten. Auf der anderen Seite der Membranen 10 und 6
befindet sich eine niederviskose, nicht auskristallisierende und
gut schmierende Zylinderflüssigkeit 50, die jeweils von den
elastischen Membranen 10, 6 nach links oder nach rechts hin
verschoben wird. Mit der Verschiebung der Zylinderflüssigkeit 50
zu einer der Seiten 11 oder 7 wird auch ein Kolben 2 in einem
Zylinder 1 hin und her verschoben, dessen Verschiebung mit einem
Differentialtransformator 4 und einem Kern 3 gemessen wird. Der
Kern 3 ist dabei fest mit dem Kolben 2 verbunden. Ferner sind
der Zylinder 1 fest und dicht mit den Endteilen 9 und 5
verbunden. Die Zylinderflüssigkeit 50 ist deshalb vorgesehen, um
ein Festfressen des Kolbens 2 im Zylinder 1 nach einer längeren
Ruhezeit und durch Kristallbildung zu verhindern.
Wenn die Flüssigkeit vom Einlaß 21 über den Kanal 13 in die
Kammer 11 strömt, wird Membran 10 nach rechts verschoben. Die
gleiche Menge Flüssigkeit wird in der Kammer 7 verdrängt und
durch den Kanal 14 und weiter durch das Ventil 17 über den
Auslaß 23 ausgestoßen. Bei Erreichen eines rechten Endpunktes
des Kolbens 2 im Zylinder 1, veranlaßt die Signalauswerte- und
Steuerelektronik 25 das Umstellen des Ventils 17 mit Hilfe des
Servostellmotors 18, und die Meßflüssigkeit 51 gelangt nun vom
Einlaß 21 über das Ventil 17 in den Kanal 14 und weiter in die
Meßkammer 7. Die in die Meßkammer 7 eindringende Meßflüssigkeit
51 verdrängt nun auch die gleiche Menge Meßflüssigkeit 51 aus
der Kammerhälfte 11 über den Kanal 13 in Richtung Auslaß 23.
Die Bestimmung des Volumenstroms der Meßflüssigkeit erfolgt über
das Ausgangssignal des Differentialtransformators 4 über die
Zeit.
Es sei bemerkt, daß die zylindrischen Teile 11, 9, 1, 5, 7 fest
und dicht miteinander verbunden sein müssen, und daß der
Differentialtransformator 4 ebenfalls fest mit dem Endteil 5
verbunden sein muß.
Besonders vorteilhaft erlaubt das 2×2-Wege-Ventil 17 mit dem
Einlaßanschluß 20 und einem Auslaßanschluß 22 die alternierende
und wechselseitige Füllung der Zylinderräume 9 oder 5. Die
Umschaltung der Füllungsrichtung wird von der Signalauswerte-
und Steuerelektronik 25 in Abhängigkeit von der Kolbenposition
vorgenommen.
Obwohl zur besseren Veranschaulichung die Zylinderteile 9 und 5
getrennt sind, können sie auch vorteilhaft aus einem einzigen
Block bestehen, der eine besonders geringe Temperaturausdehnung
aufweisen sollte.
Die Zylinderflüssigkeit 50 muß den Kolben 2 möglichst leicht
ohne nennenswerte Leckverluste zwischen Zylinderwand 1 und
Kolben 2 verschieben können.
Das Meßsignal wird entweder direkt von der Signalauswerte- und
Steuerelektronik 25 (über eine Tabellenkorrektur oder über eine
Linearisierung) in einen Volumenstromwert umgewandelt und über
eine Anzeige 28 angezeigt, oder es werden die Meßwerte über eine
sonstige Schnittstelle zu einer nächsthöheren Auswerteeinheit
(z. B. ein Computer) weitergeleitet.
Weiterhin zeigt Fig. 2 einen typischen Signalverlauf U(t) des
Differentialtransformators 4 in Abhängigkeit von der Zeit t bei
einem konstanten Volumenstrom dV/dt. Das Signal U(t) ist dabei
proportional zum Kolbenverschiebungsweg s. Bei S0 bzw. S1 wird
das Ventil jeweils so angesteuert, daß sich der Volumenstrom im
Meßzylinder 1 und demgemäß die Kolbenverschiebung umdreht.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Meßvorrichtung gezeigt, bei der die Kolbenverschiebung bei
ansonsten gleichem Meßaufbau und gleichen Charakteristika nicht
über einen Differentialtransformator 4, sondern besonders
vorteilhaft über Dehnungsmeßsignale an DMS-Transducern 34, 35
bestimmt wird. Dabei werden die Bezugszeichen der Fig. 1 zur
Kennzeichnung gleicher Bestandteile verwendet.
Wenn der Kolben 2 im Zylinder 1 durch eine Volumenverschiebung
verschoben wird, so wird zum Beispiel die eine Feder 32 mehr
gedehnt und die andere Feder 33 entsprechend weniger gedehnt,
deren Dehnungskräfte durch die DMS-Transducer 34, 35 bestimmt
werden. Die Dehnungskräfte über die Zeit geben damit Rückschluß
auf die Kolbenverschiebung über die Zeit und damit auf die
Volumenverschiebung über die Zeit. Die Signalauswertung und die
Ventilansteuerung wird ebenfalls von einer Signalauswertungs-
und Steuerelektronik 36 analog der vorherigen Beschreibung zur
Fig. 1 vorgenommen.
Es sei noch bemerkt, daß der Eingangseinlaß 21 mit Drucksensor
19 vom Ventil 17 auch ganz verschlossen und somit der Verschluß
druck gemessen werden kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
wird ein Verfahren zur kontinuierlichen Volumenstrommessung zur
Verfügung gestellt, das folgendes umfaßt:
- (a) Zuführung einer Meßflüssigkeit in einen Einlaßanschluß 20, der über ein Ventil 17 mit einem linken Kanal 13 und mit einer linken Kammer 11 verbunden wird, die getrennt über eine elastische Membran 10 mit der linken Seite einer Zylindermeßkammer 1, in der sich ein verschiebbarer Kolben 2 befindet, in Verbindung steht. Die andere Seite der Zylindermeßkammer 1 ist nach einem Abschlußstück 5 ebenfalls mit einer elastischen Membran 6 abgeschlossen, die in Verbindung mit einer rechten Kammer 7 steht, deren Flüssigkeitsinhalt über einen Kanal 14 und über das Ventil 17 zur Auslaßöffnung 23 gelangen kann. Eine über einen Einlaß 21 in die Kammer 11 einströmende Meßflüssigkeit 51 verdrängt mit der elastischen Membran 10 als Trennmedium die Zylinderflüssigkeit 50a in der linken Zylinderkammer, die wiederum den Kolben 2 in der Zylinderkammer 1 in Richtung der anderen (rechten) Zylinderseite 1 schiebt. Die Kolbenverschiebung wird mit einem Meßaufnehmer 4 gemessen und ist ein Maß für die Volumenverschiebung über die Zeit. Der sich in Richtung der rechten Zylinderkammer verschiebende Kolben 2 verdrängt die Zylinderflüssigkeit 50b in die rechte Zylinderkammer hinein, die ebenfalls durch eine elastische Membran 6 abgeschlossen ist. Somit wird die sich in der angrenzenden Kammer 7 befindliche Meßflüssigkeit zum Meß flüssigkeitsauslaß 23 hin verdrängt.
- (b) Erfassung des Kolbenverschiebesignals des Meßaufnehmers 4, das proportional zum Kolbenverschiebeweg s ist oder durch eine Signalauswerte- und Steuerelektronik 25 linearisiert wird. Der Volumenstrom bestimmt sich aus einem Faktor k und der Kolbenverschiebung ds geteilt durch die Zeitdifferenz dt (k ds/dt).
- (c) Erfassung der Füllung einer Zylinderkammerhälfte 1, wonach die Meßflüssigkeit bzw. der Volumenstrom vom Einlaß 21 nun zur rechten Kammer 7 umgeleitet wird und über die elastische Membran 6 die Zylinderflüssigkeit 50 nun in die andere Richtung 9 verschiebt. Dadurch wird der Kolben ebenfalls wieder in seine ursprüngliche Position zurückgeschoben, wobei die Verschiebung mit dem Meßaufnehmer 4 gemessen wird. Die im vorigen Meßzyklus in die linke Kammer 11 eingeströmte Meßflüssigkeit 51 wird nun wieder herausgedrängt und fließt über den Auslaß 23 ab.
Die Schritte (a)-(c) können dann zyklisch wiederholt werden,
um das erfindungsgemäße Verfahren zu verfeinern.
Bevorzugt kann - während der zu messende Flüssigkeitsstrom in
einen ersten linken Kanal 13 einströmt - im wesentlichen
zugleich Flüssigkeit auf der zweiten anderen Seite 14 bzw. zum
Flüssigkeitsauslaß 23 abgeleitet werden.
Nach einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung kann -
während der zu messende Flüssigkeitsstrom durch den zweiten
Kanal 14 in die rechte Meßkammer 7 einströmt - über ein
Zwischenmedium (Zylinderflüssigkeit) über den ersten Kanal 13
und über den Flüssigkeitsauslaß (23) Flüssigkeit abgeleitet
werden.
Das Ventil 17 kann vorteilhaft bei jeder Endposition des Kolbens
2 so angesteuert werden, daß sich der Flüssigkeitsein- und
-ausstrom auf jeder Seite der Meßvorrichtung und damit die
Kolbenverschieberichtung umdreht.
Die Kolbenposition kann durch einen induktiven Meßaufnehmer, der
auch um den Kolben selbst angeordnet sein kann, oder über eine
Kräftemessung bei einer vorgespannten Feder bestimmt werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung
zur kontinuierlichen Volumenstrommessung bereitgestellt, die
folgendes umfaßt:
einen beidseitig offenen Meßzylinder 1 mit einem verschiebbaren, leichtläufigen, aber dichten Kolben 2, dessen Position s von einem Meßaufnehmer 4 gemessen wird, wobei ein Flüssigkeitseinstrom in die Meßvorrichtung so geleitet wird, daß der Flüssigkeitsstrom über ein 2×2-Wege-Ventil 17 in eine linke Kammer 11 geleitet wird, die durch eine elastische Membran 10 verschlossen mit der einen Seite 50a der Zylinderkammer 1 in Verbindung steht. Bei dem Flüssigkeitseinstrom in die linke Kammer 11 wird die Zylinderflüssigkeit 50a, 50b mit dem Kolben 2 nach rechts verdrängt, die ihrerseits wieder die Meßflüssigkeit 51 aus einer rechten Kammer 7 zum Flüssigkeitsauslaß treibt. Es bestehen also ein äußerer Meßflüssigkeitskreis und ein innerer Flüssigkeitskreis, der einerseits mischungsmäßig durch elastische Membranen vom äußeren Flüssigkeitskreis getrennt ist, andererseits aber mit diesem hydraulisch in Verbindung steht,
ein 2×2-Wege-Ventil, das den Flüssigkeitseinstrom bzw. -ausstrom wechselseitig von der einen Seite des Zylinders 1 zu der anderen leitet und dann bei einer anderen Ventilstellung diese umkehrt. Es kann der Einlaß 21 durch eine Zwischenstellung auch ganz verschlossen werden, womit sich der Verschlußdruck bestimmen läßt,
ein (nicht gezeigtes) am Auslaß 23 angeschlossenes Druckgefäß, das zur geregelten Gegendruckerzeugung vorgesehen werden kann. Es kann dabei ebenso ein Unterdruck erzeugt werden. Die Erfindung kann in vielerlei Hinsicht abgeändert werden, ohne dadurch ihren Rahmen zu überschreiten. So ist beispielsweise dieses neuartige Verfahren und diese neuartige Vorrichtung zur kontinuierlichen Volumenstrommessung von Fluiden geeignet. Alle konstruktiven Teile können durch andere technisch äquivalente Teile ersetzt werden und die angewendeten Materialien, Abmessungen und Formen können beliebig neu gewählt werden.
einen beidseitig offenen Meßzylinder 1 mit einem verschiebbaren, leichtläufigen, aber dichten Kolben 2, dessen Position s von einem Meßaufnehmer 4 gemessen wird, wobei ein Flüssigkeitseinstrom in die Meßvorrichtung so geleitet wird, daß der Flüssigkeitsstrom über ein 2×2-Wege-Ventil 17 in eine linke Kammer 11 geleitet wird, die durch eine elastische Membran 10 verschlossen mit der einen Seite 50a der Zylinderkammer 1 in Verbindung steht. Bei dem Flüssigkeitseinstrom in die linke Kammer 11 wird die Zylinderflüssigkeit 50a, 50b mit dem Kolben 2 nach rechts verdrängt, die ihrerseits wieder die Meßflüssigkeit 51 aus einer rechten Kammer 7 zum Flüssigkeitsauslaß treibt. Es bestehen also ein äußerer Meßflüssigkeitskreis und ein innerer Flüssigkeitskreis, der einerseits mischungsmäßig durch elastische Membranen vom äußeren Flüssigkeitskreis getrennt ist, andererseits aber mit diesem hydraulisch in Verbindung steht,
ein 2×2-Wege-Ventil, das den Flüssigkeitseinstrom bzw. -ausstrom wechselseitig von der einen Seite des Zylinders 1 zu der anderen leitet und dann bei einer anderen Ventilstellung diese umkehrt. Es kann der Einlaß 21 durch eine Zwischenstellung auch ganz verschlossen werden, womit sich der Verschlußdruck bestimmen läßt,
ein (nicht gezeigtes) am Auslaß 23 angeschlossenes Druckgefäß, das zur geregelten Gegendruckerzeugung vorgesehen werden kann. Es kann dabei ebenso ein Unterdruck erzeugt werden. Die Erfindung kann in vielerlei Hinsicht abgeändert werden, ohne dadurch ihren Rahmen zu überschreiten. So ist beispielsweise dieses neuartige Verfahren und diese neuartige Vorrichtung zur kontinuierlichen Volumenstrommessung von Fluiden geeignet. Alle konstruktiven Teile können durch andere technisch äquivalente Teile ersetzt werden und die angewendeten Materialien, Abmessungen und Formen können beliebig neu gewählt werden.
Claims (16)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Volumenstrommessung, das
folgende Schritte umfaßt:
- (a) Zuführung eines zu messenden Fluidums in eine erste Kammer (11), die fluidisch von einer mit einem Meßfluidum (50) gefüllten Meßzylinder (1) durch ein erstes elastisches Trennmedium (10) getrennt ist;
- (b) Verschiebung des ersten elastischen Trennmediums (10) durch das zu messende Fluidum;
- (c) Verschiebung eines zweiten elastischen Trennmediums (6), das den Meßzylinder (1) fluidisch von einer zweiten Kammer (7) trennt und Erfassung der durch das Trennmedium (10) verursachten Verschiebung des Meßfluidums;
- (d) Verdrängung des in der zweiten Kammer (7) sich befindlichen Fluidums;
- (e) Zuführung des zu messenden Fluidums in die zweite Kammer (7);
- (f) Verschiebung des zweiten elastischen Trennmediums (6) durch das zu messende Fluidum;
- (g) Verschiebung des ersten elastischen Trennmediums (10) und Erfassung der durch das zweite elastische Trennmedium (6) verursachten Verschiebung des Meßfluidums; und
- (h) Verdrängung des Fluidums aus der ersten Kammer (11).
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schritte (a) bis
(h) zyklisch wiederholt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiterhin umfassend:
- - Steuerung eines Ventils (17) in eine erste Stellung, die die Zuführung des zu messenden Fluidums in die erste Kammer (11) gestattet; und
- - Steuerung des Ventils (17) in eine zweite Stellung, die die Zuführung des zu messenden Fluidums in die zweite Kammer (7) gestattet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, wobei die
Erfassung der durch das erste und zweite elastische Trenn
medium (10, 6) verursachten Verschiebung des Meßfluidums (50) durch
einen induktiven Meßaufnehmer (4) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, wobei die
Erfassung der durch das erste und zweite elastische Trennmedium
(10, 6) verursachten Verschiebung des Meßfluidums (50) über DMS-Trans
ducer (34, 35) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, wobei die
Schritte (a) bis (d) im wesentlichen zeitgleich erfolgen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, wobei die
Schritte (e) bis (h) im wesentlichen zeitgleich erfolgen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, wobei das Ventil
(17) aus einem 2×2-Wege-Ventil besteht, wobei der Meßzylinder
(1) einen in seiner Längsrichtung verschiebbaren Kolben (2)
umfaßt, der von dem zu messenden Fluidums zwischen zwei
Endpositionen des Meßzylinders verschiebbar ist, wobei das
Ventil (17) bei jeder Endposition des Kolbens (2) so angesteuert
wird, daß sich der Fluidumsein- und -ausstrom auf jeder Seite
der Kammern (11, 7) und damit die Kolbenverschieberichtung
umdreht.
9. Verfahren zur Volumenstrommessung umfassend:
- - Zuführung eines zu messenden Fluidums in eine erste Kammer (11), die fluidisch von einer mit einem Meßfluidum gefüllten Meßkammer (1) durch ein erstes elastisches Trennmedium (10) getrennt ist;
- - Verschiebung des ersten elastischen Trennmediums (10); und
- - Erfassung der durch das elastische Trennmedium (10) verursachten Verschiebung des Meßfluidums.
10. Verfahren zur kontinuierlichen Volumenstrommessung, das
folgende Schritte umfaßt:
- (a) Zuführung eines zu messenden Fluidums in eine erste Kammer (11), die fluidisch von einer in einer Meßkammer (1) sich befindlichen Meßfluidum (51) getrennt ist;
- (b) Verschiebung des Meßfluidums (51) und Erfassung der Verschiebung des Meßfluidums (51);
- (d) Verdrängung des sich in einer zweiten Kammer (7) befindlichen Fluidums, die von der Meßkammer (1) fluidisch getrennt ist;
- (e) Zuführung des zu messenden Fluidums in die zweite Kammer (7);
- (f) Verschiebung des Meßfluidums (51) durch das zu messende Fluidum und Erfassung der Verschiebung des Meßfluidums (51); und
- (h) Verdrängung des Fluidums aus der ersten Kammer (11).
11. Vorrichtung zur Volumenstrommessung umfassend:
- - eine erste Kammer (11) zur Aufnahme eines zu messenden Fluidums;
- - ein erstes elastisches Trennmedium (10);
- - eine Meßkammer (1), deren erster Endabschnitt durch das erste elastische Trennmedium (10) von der ersten Kammer (11) fluidisch getrennt ist, wobei die Meßkammer (1) zur Aufnahme eines Meßfluidums ausgebildet ist; und
- - ein Erfassungsmittel (2, 4, 5), das in der Meßkammer (1) angeordnet ist, um eine durch das zu messende Fluidum verursachte Verschiebung des elastischen Trennmediums (10) zu erfassen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, weiterhin umfassend:
- - eine zweite Kammer (7) zur Aufnahme eines zu messenden Fluidums;
- - ein erstes elastisches Trennmedium (10), das einen zweiten Endabschnitt der Meßkammer (1) von der zweiten Kammer (7) fluidisch trennt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, wobei ein Kolben
(2) in der Meßkammer (1) angeordnet ist und wobei der Kolben (2)
in Längsrichtung der Meßkammer (1) zwischen zwei Endpositionen
der Meßkammer verschiebbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, die weiterhin ein
2×2-Wege-Ventil (17) umfaßt, das wahlweise zur ersten oder zweiten
Kammer (11, 7) anschließbar ist, wobei das Ventil (17) bei jeder
Endposition des Kolbens (2) so angesteuert wird, daß sich der
Fluidumsein- und -ausstrom auf jeder Seite der Kammern (11, 7)
und damit die Kolbenverschieberichtung umdreht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11-14, wobei das
Erfassungsmittel aus einem induktiven Meßaufnehmer (4) besteht.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11-14, wobei das
Erfassungsmittel (2, 4, 5) aus DMS-Transducern (34, 35) besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996147835 DE19647835A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Meßverfahren und Vorrichtung zur Volumenstrommessung |
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| DE1996147835 DE19647835A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Meßverfahren und Vorrichtung zur Volumenstrommessung |
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| DE1996147835 Withdrawn DE19647835A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Meßverfahren und Vorrichtung zur Volumenstrommessung |
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|---|---|
| DE (1) | DE19647835A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005013662A1 (de) * | 2005-03-16 | 2006-09-21 | Lechler Gmbh | Durchflussmengenmesser für Flüssigkeiten |
| CN101936757A (zh) * | 2010-08-20 | 2011-01-05 | 西安磁林电气有限公司 | 流量计 |
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| DE3100269C2 (de) * | 1980-01-10 | 1984-10-04 | Nissan Motor Co., Ltd., Yokohama, Kanagawa | Vorrichtung zum Bestimmen der Durchflußmenge eines Strömungsmittels |
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| DE3716765A1 (de) * | 1986-05-20 | 1987-11-26 | Cobe Lab | Membran mit magnet |
| DE3247035C2 (de) * | 1982-01-06 | 1991-05-16 | Kemira Oy, Helsinki, Fi |
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1996
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