DE19645074A1 - Massenspektrometer und verwandtes Verfahren - Google Patents
Massenspektrometer und verwandtes VerfahrenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Massenspek
trometer. Insbesondere schafft sie ein Laufzeit-Massenspek
trometer, das verbesserte Signal-zu-Rausch-Charakteristika
aufweist. Dieselbe schafft ferner ein Laufzeit-Massenspek
trometer, das selektiv spezifische Ionen, wie z. B. Argon,
abweisen kann.
Plasaquellen-Massenspektrometer analysieren die Zusammen
setzung und Identität verschiedener Komponenten, die eine
Substanz bilden. Typischerweise wird dies durch Lösen der
Substanz in einer Lösung mit bekannter Zusammensetzung und
durch Verdampfen und Ionisieren der Lösung unter Verwendung
von heißem Plasma erreicht. Das ionisierte Plasma wird dann
als durchgehender Strom in eine Meßkammer, wie z. B. eine Va
kuumkammer, extrahiert. In der Meßkammer beeinflußt ein
elektrisches Ablenkungsgerät die Bewegung der Ionen, wobei
diese Bewegung unter Verwendung eines Ionendetektors erfaßt
wird. Insbesondere mißt der Ionendetektor die Laufzeit von
Ionen, die von dem elektrischen Ablenkungsgerät auslaufen,
und derselbe schafft einen Auslesewert, der das Masse/La
dungs-Verhältnis der Komponenten der Lösung anzeigt. Massen
spektrometer stellten sich bei Anwendungen, wie z. B. in der
Chemie, der Biologie und der Umweltwissenschaft, als außer
ordentlich nützlich dar, bei denen sie die Erfassung und
Identifikation von Spurenkomponenten der gemessenen Substanz
unterstützen.
Im allgemeinen sind Laufzeit-Massenspektrometer konfigu
riert, um den Strom des heißen, ionisierten Plasmas zu em
pfangen, und um periodisch den Strom durch selektives und
beabsichtigtes Ausschleudern von Ionenpaketen senkrecht zu
dem Strom abzutasten. Das bedeutet, daß Laufzeit-Massenspek
trometer typischerweise die Ionen abtasten, indem sie die
selben durch eine Ionenpulseinrichtung leiten, welche einen
elektronischen Puls verwendet, um den Weg der abgetasteten
Ionen radikal zu verändern, und um dieselben zu dem Detektor
hin zu befördern. Da die Ionen unterschiedliche Massen haben
können, und da der gleiche Puls von der Ionenpulseinrichtung
an alle abgetasteten Ionen angelegt wird, bewirkt die Ionen
pulseinrichtung, daß die einzelnen Ionen unterschiedliche
Geschwindigkeiten haben und an dem Ionendetektor zu unter
schiedlichen Zeiten ankommen. Die Ankunftszeit nach dem Ab
tasten stellt üblicherweise das Masse/Ladungs-Verhältnis
dar, wobei die Menge der erfaßten Ladung zu einem bestimmten
Zeitpunkt die Zusammensetzung bezüglich bestimmter Komponen
ten bezüglich der Meßprobe darstellt.
Das Rauschen existiert in Massenspektrometern typischerwei
se, wenn der Ionendetektor fälschlicherweise Streupartikel
erfaßt. Dies kann beispielsweise durch Photonen oder neutra
le Spezies bewirkt werden, die von einem Plasma erzeugt wer
den, welche auf den Detektor aufschlagen, und auch durch
Ionen, die unbeabsichtigterweise aus der Ionenpulseinrich
tung entweichen.
Im Falle eines Laufzeit-Massenspektrometers wird der Strom
von durchgehend injizierten Ionen normalerweise durch die
Ionenpulseinrichtung zwischen zwei geladenen Platten kana
lisiert, derart, daß Potentialbarrieren, die durch die Plat
ten bewirkt werden, die Ionen zwischen den zwei Platten hal
ten. Wenn die Ionen abgetastet werden, pulsiert die Ionen
pulseinrichtung eine der Platten, damit dieselbe ein viel
größeres elektrisches Potential besitzt, was einen Gradien
ten des elektrischen Feldes bewirkt, der die Ionen senkrecht
zu dem Strom zu dem Ionendetektor hin treibt. Da Photonen
und neutrale Spezies eine neutrale Ladung haben, werden sie
von der Ionenpulseinrichtung nicht beeinflußt und tragen
nicht wesentlich zum Rauschen bei. Ionen können jedoch un
beabsichtigterweise aus der Potentialbarriere, die durch die
geladenen Platten erzeugt wird, zu Zeitpunkten entweichen,
zu denen die Ionenpulseinrichtung nicht beabsichtigterweise
den Ionenstrahl abtastet. Aufgrund der Ladung der Platten
und der Ladung der entwichenen Ionen werden die Ionen ungün
stigerweise durch die Platten zu dem Detektor hin getrieben
und können mit dem jüngsten Puls der Ionenpulsiereinrichtung
korreliert werden und fälschlicherweise derart bestimmt wer
den, daß sie ein schnelles oder langsames Ion darstellen,
das eine bestimmte Masse darstellt. In anderen Worten werden
diese Streu- oder Rausch-Ionen typischerweise nicht von den
beabsichtigterweise abgetasteten "Signal"-Ionen unterschie
den und können am Ionendetektor zu nahezu zufälligen Zeit
punkten ankommen.
Viele Plasmaionenquellen ionisieren üblicherweise die gemes
sene Lösung unter Verwendung von Argongasplasma. Das Argon
gas wird zusammen mit der Lösung ionisiert, jedoch bis zu
einem viel stärkeren Grad. Argonionen werden etwa 1 Million
mal häufiger als jedes Ion der Lösung erzeugt. Somit bilden
Plasmagasionen und insbesondere Argonionen üblicherweise
eine sehr starke Komponente der Signalionen, welche nicht
gemessen werden soll. Die große Menge von Argonionen kann
jedoch ferner vorübergehend Ladungsträger an dem Ionendetek
tor verarmen, was es schwierig macht, bestimmte Spurenmassen
zu erfassen, die einen Teil der Lösung bilden. Somit tragen
die Plasmagasionen allein aufgrund ihrer Zahl zu sowohl dem
Gesamthintergrundrauschen als auch ferner zu einer vorüber
gehenden Beeinflussung des Ionendetektors bei.
Es existiert ein Bedarf nach einem Massenspektrometer, der
das Rauschen reduziert und der dadurch eine höhere Genauig
keit schafft. Es wird ein Massenspektrometer benötigt, der
eine Vorrichtung zum Unterdrücken von Streuladungen auf
weist, die Rauschen erzeugen, die jedoch nicht wesentlich
die Hauptsignalionen beeinträchtigen soll, die gemessen wer
den sollen. Ferner besteht ein Bedarf nach einem System, das
spezifische Ionen herausfiltert, welche nicht gemessen wer
den sollen, wie z. B. Argon, und das diese vollständig ab
weist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
Massenspektrometer zu schaffen, das Rauschionen abweist, oh
ne Signalionen wesentlich zu beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird durch ein Laufzeit-Massenspektrometer ge
mäß Anspruch 1, durch ein Laufzeit-Massenspektrometer gemäß
Anspruch 14 und durch ein Verfahren gemäß Anspruch 19 ge
löst.
Die vorliegende Erfindung schafft ein viel genaueres Spek
trometer mit einer wesentlich gesteigerten Erfassungsgrenze
als es bisher der Fall war. Unter Verwendung des Massenspek
trometers der vorliegenden Erfindung können kleine Unrein
heiten und chemische Anwesenheiten viel einfacher erfaßt
werden, was das Massenspektrometer nicht nur in seinen Stan
dardanwendungen, wie z. B. der Chemie, der Biologie und der
Umweltforschung, noch nützlicher macht.
Das Massenspektrometer der vorliegenden Erfindung umfaßt ein
Ionisierungsgerät, das eine Probe ionisiert, einen Ionen
detektor und eine Ionenpulseinrichtung, die selektiv Ionen
zu dem Ionendetektor hin treibt. Das Spektrometer umfaßt
ferner eine Bremsgitteranordnung, die vor dem Ionendetektor
positioniert ist, um den Weg von Ionen zu dem Ionendetektor
hin zu blockieren. Die Bremsgitteranordnung weist ein vor
bestimmtes minimales Potential auf, welches ausgewählt ist,
um durch Signalionen überwunden zu werden. Das heißt, daß
die Bremsgitteranordnung Ionen, die absichtlich durch die
Ionenpulseinrichtung als Teil einer Abtastung des Stroms von
dem Ionisierungsgerät getrieben worden sind, durchläßt, daß
es jedoch ein zu starkes Potential für Streuionen darstellt
und dieselben daher von dem Detektor weg lenkt. Vorzugsweise
ist die Bremsgitteranordnung ein elektrisch geladenes Git
ter, das ein Potential besitzt, das gerade kleiner als eine
gepulste Spannung ist, die von der Ionenpulseinrichtung ver
wendet wird, um Probenionen von einem Ionenstrahl beabsich
tigterweise abzutasten und dieselben zu dem Detektor hin zu
treiben. Als Ergebnis haben nur Signalionen, die durch die
gepulste Spannung getrieben werden, eine ausreichend große
Energie, um die Bremsgitteranordnung zu durchdringen, wes
halb nur diese den Ionendetektor erreichen.
Bezüglich eines detaillierteren Aspekts der Erfindung wird
die Bremsgitteranordnung gesteuert, um spezifische Ionen ab
zuweisen. Da bei einem solchen Spektrometer Ionen, die zur
Messung unerwünscht sind, nichtsdestoweniger manchmal einen
Teil der Probe bilden, werden solche Ionen durch eine
Rauschabweisung unbeeinflußt werden, weshalb sie den Detek
tor zu einem spezifischen Zeitpunkt erreichen. Daher wird
bei diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung die Bremsgit
teranordnung gesteuert, damit an derselben ein Puls angelegt
wird, der größer als die gepulste Spannung ist, die von der
Ionenpulseinrichtung verwendet wird, um die Probe zu dem De
tektor hin zu bewegen, um alle Ionen selektiv abzustoßen.
Daher kann bei diesem Ionen-selektiven Modus die Bremsgit
teranordnung elektrisch zu spezifischen Zeitpunkten gepulst
werden, welche ausgewählt sind, um irgendwelche spezifischen
Ionen, wie z. B. sowohl Argon- als auch Stickstoff-Ionen, ab
zuweisen. Alternativ kann die Bremsgitteranordnung gesteuert
werden, um irgendein spezifisches Spannungsprofil aufzuwei
sen, wie z. B. ein Profil, das alle Ionen abweist, das jedoch
zu einem spezifischen Zeitpunkt abgesenkt wird, um nur se
lektive Ionen durchzuladen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
werden nachfolgend bezugnehmend auf die bei liegenden Zeich
nungen detaillierter erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Laufzeit-Massen
spektrometers, das die Prinzipien der vorliegenden
Erfindung ausführt;
Fig. 2 eine darstellende Ansicht des Massenspektrometers
von Fig. 1, welche verwendet wird, um die Verwen
dung einer Bremsgitteranordnung zu erklären;
Fig. 3 einen Vergleichsgraphen von zwei Messungen, die bei
einer Probe unter Verwendung des Massenspektrome
ters von Fig. 1 mit und ohne Rauschunterdrückung
durchgeführt worden sind. Insbesondere zeigt der
obere Graph ein verrauschtes Signal, bei dem kein
Potential an die Bremsgitteranordnung angelegt wor
den ist, während der untere Graph ein relativ
rauschfreies Signal zeigt, bei dem ein Potential
von 500 Volt an die Bremsgitteranordnung angelegt
worden ist;
Fig. 4 einen Graphen des Durchschnittshintergrundrauschens
für unterschiedliche Bremsgitteranordnungsspannun
gen für das Massenspektrometer von Fig. 1, wobei
sowohl das Hintergrundrauschen als auch die Stan
dardabweichung des Hintergrundrauschens für Brems
gitteranordnungspannungen zwischen 400 und 510 Volt
graphisch dargestellt sind;
Fig. 5 einen Graphen, der dabei hilft, zu zeigen, wie eine
ansteigende Bremsgitteranordnungsspannung (während
die Antriebsspannung konstant gehalten wird) die
Erfassung von Signalionen beeinflußt; und
Fig. 6 und 7 die Verwendung des Massenspektrometers von Fig. 1
gemäß der vorliegenden Erfindung, um spezifische
Ionen abzuweisen, wobei Fig. 6 insbesondere ein er
faßtes Signal zeigt, das die Erfassung von sowohl
Argon als auch Argon-Wasserstoff mit einer konstan
ten Bremsgitteranordnungsspannung von 500 Volt
zeigt, während Fig. 7 dagegen eine Messung der
gleichen Probe mit einer Bremsgitteranordnungsspan
nung, welche um zusätzliche 200 Volt (700 Volt ins
gesamt) 100 Nanosekunden lang zu einem spezifischem
Zeitpunkt nach der Ionenpulsierung pulsiert wurde.
Die oben zusammengefaßte und durch die Ansprüche definierte
Erfindung kann bezugnehmend auf die folgende detaillierte
Beschreibung besser verstanden werden, welche in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen zu sehen ist. Das spezielle
nachfolgend dargelegte Beispiel ist die bevorzugte spezifi
sche Implementation eines Massenspektrometers und insbeson
dere eines Laufzeit-Massenspektrometers, das eine Bremsgit
teranordnung verwendet, um eine Rauschunterdrückung zu
schaffen, und das ebenfalls spezifische Ionen, wie z. B. Ar
gon, unterdrückt. Diese Erfindung kann jedoch ebenfalls auf
andere Systemtypen angewendet werden.
Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin
dung wird bezugnehmend auf die beigefügten Fig. 1 und 2
erklärt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht des bevorzugten Mas
sespektrometers 11. Das Spektrometer umfaßt fünf Grundkom
ponenten, welche ein Ionengenerator (vorzugsweise eine In
duktiv-gekoppelte Plasmaquelle) 13, welche eine Probe ioni
siert, und eine Vakuumkammer 15 sind, welche ionisiertes
Plasma von der Plasmaquelle empfängt und welche eine Aus
rüstung aufweist, die zum Analysieren des Plasmas verwendet
wird. Insbesondere umfaßt die Vakuumkammer eine Ionenpuls
einrichtung 17, einen Ionendetektor 19 und eine Bremsgitter
anordnung 21.
Eine Substanz wird gemessen, indem sie zuerst in einer Lö
sung (wie z. B. 2% Nitridsäure (HNO) in Wasser) gelöst wird,
wonach die Lösung 23 durch Aussetzen derselben gegenüber
heißem Plasma verdampft wird. Wie es von Fig. 1 gezeigt ist,
umfaßt die Induktiv-gekoppelte Ionenquelle 13 drei konzen
trische Quarzglasröhren und eine hohle, Wasser-gekühlte Spu
le 25. Die Spule 25 ist um die äußerste Röhre 27 gewickelt
und weist eine Hochfrequenzquelle auf, die mit derselben ge
koppelt ist, um intensive Magnetfelder in einer Mittelregion
29 der drei konzentrischen Röhren zu erzeugen. Die mittlere
Röhre 31 und die äußerste Röhre 27 tragen Argongas zu der
mittleren Region 29. Wenn es den intensiven Magnetfeldern
ausgesetzt ist, wird das Argongas sehr stark mit Energie
versorgt und sehr heiß, wobei es eine Temperatur in der
Größenordnung von mehreren tausend Grad Celsius aufweist.
Bestimmte Argonatome verlieren ein äußerstes Elektron, was
bewirkt, daß diese Atome ionisiert werden, und zwar mit
einem Potential von einer positiven Einheit. Die innerste
konzentrische Röhre 33 liefert die Lösung zu dem heißen
Plasma, wo die Lösung durch die intensive Wärme verdampft
wird, und wo sich der Dampf der Lösung mit dem Argongas
mischt. In der mittleren Region 29 werden Ionen der Lösung
ebenfalls ionisiert.
Um diese Ionen zu erfassen, wird das heiße Plasma von der
Plasmaquelle durch eine Konusöffnung 35 gesaugt, welche eine
erste 25-Liter/Sekunde-Vakuumpumpe 36 verwendet, um ein Va
kuum in der Größenordnung von 133,32 Pa (1 Torr) zu schaf
fen. Das Plasma wird dann durch eine zweite Konusöffnung
oder einen "Abstreifer" (auch "Skimmer" genannt) 37 gesaugt,
welcher eine zweite 330-Liter/Sekunde-Vakuumpumpe 38 verwen
det, um ein Vakuum in der Größenordnung von 0,133 Pa (1 Mil
li-Torr) zu schaffen. Das Plasma, welches durch die Konus
öffnung 35 und den Abstreicher 37 gelangt ist, wird dann in
die Vakuumkammer 15 durch drei Ionenlinsen 39, 41 und 43 ge
leitet, welche Ionen von dem heißen Plasma in einen relativ
schmalen Strom 45 von Ionen fokussieren.
Die Ionenpulseinrichtung 17 empfängt den Ionenstrahl 45 und
kanalisiert die Ionen in eine Hauptkanalregion 46 zwischen
einer abstoßenden Platte 47 und einem Beschleunigungsgitter
49. Sowohl die abstoßende Platte 47 als auch das Beschleuni
gungsgitter 49 sind mit einer elektrischen Leistungsversor
gung von 420 Volt 51 verbunden, welche eine konstante posi
tive Spannung liefert und dabei hilft, den Ionenstrahl 45 in
der Hauptkanalregion 46 zu halten. Ein geerdetes Gitter 53
wird verwendet, um eine feldfreie Region 55 in der Vakuum
kammer 15 zu schaffen, und um einen Massepfad für das Be
schleunigungsgitter 49 über eine Serie von resistiven Ele
menten 56 zu schaffen.
Da die Lösung 23 durchgehend in die Plasmaquelle 13 inji
ziert wird, sollte der Ionenstrahl 45, der in die Vakuum
kammer 15 gelangt, zu jedem Zeitpunkt die Zusammensetzung
der Lösung ziemlich genau darstellen. Wie es in Fig. 2 zu
sehen ist, verläuft der Ionenstrahl entlang einer Eingangs
richtung 57, welche sich im allgemeinen zwischen und paral
lel zu der abstoßenden Platte 47 und dem Beschleunigungsgit
ter 49 erstreckt. Der Ionenstrahl 45 wird unter Verwendung
einer Pulsvorrichtung 29 (in Fig. 1 zu sehen) abgetastet,
welche einen zusätzlichen Puls von 120 Volt an die abstoßen
de Platte 45 in einem 2%igen Betriebszyklus anlegt. Zu die
sem Zeitpunkt ist die abstoßende Platte 47 auf 540 Volt auf
geladen, während das Beschleunigungsgitter 29 auf 420 Volt
aufgeladen ist und das zweite Gitter 53 geerdet ist. Diese
Potentiale bilden zusammen einen Gradienten des elektrischen
Feldes, welcher Ionenpakete zwischen der abstoßenden Platte
und dem Beschleunigungsgitter zu dem Ionendetektor hin
treibt, und zwar in einer Richtung, die senkrecht zu dem
Strahl ist. Das bedeutet, daß die abstoßende Platte 47 und
das Beschleunigungsgitter 49 nicht mehr den Ionenstrahl 45
der Hauptkanalregion 46 halten können, sondern daß ein Io
nenpaket in eine innere Kammer 61 der Vakuumkammer und zu
dem Ionendetektor 19 hin getrieben wird. Diese Wirkung wird
durch die Bezugspfeile 59 von Fig. 2 gezeigt. Eine dritte
240-Liter/Sekunde-Vakuumpumpe 63 hilft dabei, Stoffe zu ent
fernen, welche von dem Detektor nicht auf diese Art und Wei
se abgetastet werden.
Die Ionenpakete, die durch die Ionenpulseinrichtung 17 ge
trieben werden, laufen durch sowohl das Beschleunigungsgit
ter 49 als auch durch das Massegitter 53 und in die feld
freie Region 55. Da der Gradient des elektrischen Feldes die
gleiche Kraft an alle Ionen anlegt, und zwar unabhängig von
den Massen der Ionen, werden die Ionen mit unterschiedlichen
Massen unterschiedliche Geschwindigkeiten besitzen und an
dem Ionendetektor 19 zu unterschiedlichen Zeiten ankommen.
Der Ionendetektor schafft einen Auslesewert eines Ionenzähl
werts bezüglich der Zeit, welcher das Potential/Masse-Ver
hältnis aller Ionen anzeigt, die abgetastet worden sind.
Beispiele für einen solchen Auslesewert sind in den Fig. 3,
6 und 7 gezeigt.
Wie es bereits gezeigt wurde, beeinflußt Rauschen die Er
fassung von Ionen, da Streu-("Rausch"-)Ionen zu zufälligen
Zeitpunkten an dem Ionendetektor 19 ankommen können und da
her die Genauigkeit der Messung und den resultierenden Aus
lesewert überdecken können. Das bevorzugte Massenspektrome
ter 11 beseitigt im wesentlichen dieses Rauschen durch Ver
wendung der Bremsgitteranordnung 21, um einen Durchgang der
Streuionen zu dem Detektor zu blockieren.
Da das bevorzugte Spektrometer eine senkrechte Ioneninjek
tion verwendet, ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß ein
Hintergrundrauschen von Photonen und neutralen Partikeln er
zeugt wird, welche von dem Gradienten des elektrischen Fel
des unbeeinflußt bleiben und entlang der Eingangsrichtung 57
bleiben werden. Nur ein kleiner Prozentsatz des Ionenstrahls
45 wird jedoch selektiv und beabsichtigt durch die Ionen
pulseinrichtung 17 abgetastet, obwohl ungemessene Ionen
durchgehend in die Vakuumkammer injiziert werden. Ein Ab
schnitt dieser Ionen tritt aus der Ionenpulseinrichtung 17
während den 98% der Zeit aus, in der die Ionenpulseinrich
tung in einem Kanalisierungsmodus bleibt. Wegen des Gra
dienten des elektrischen Feldes, welcher immer zwischen den
Beschleunigungsgitter 49 und dem geerdeten Gitter 53 vor
handen ist, können Ionen, welche austreten, zu dem Ionen
detektor 19 hin beschleunigt werden und zu nahezu zufälligen
Zeitpunkten ankommen.
Um diesem Effekt entgegenzuwirken, ist, wie es in Fig. 2 ge
zeigt ist, die Bremsgitteranordnung 21 positioniert, um
vollständig den Durchgang aller Ionen zu dem Ionendetektor
19 zu blockieren, wobei dieselbe auf eine Spannung ("U2")
aufgeladen ist, die größer als eine normale Spannung "U1"
ist (welche vorzugsweise 420 Volt beträgt, wie es bereits
erwähnt wurde), welche verwendet wird, um die Ionen in der
Ionenpulseinrichtung 17 zu kanalisieren. In anderen Worten
ist die Abstoßspannung stark genug, um Rauschionen 65 abzu
stoßen, die unabsichtlich aus der Ionenpulseinrichtung ent
weichen. Als Ergebnis werden die Rauschionen 65 ihre kineti
sche Energie verlieren und schließlich in die entgegenge
setzte Richtung umkehren. Andererseits ist es allgemein
nicht erwünscht, Signalionen 67 abzustoßen, die beabsichtig
terweise von der Ionenpulseinrichtung geschickt worden sind,
weshalb die normale Abstoßspannung vorzugsweise nicht größer
als beispielsweise 520 Volt ist, d. h. die gepulste Spannung,
die an die abstoßende Platte 47 angelegt wird, um den Ionen
strahl abzutasten. Unter Verwendung dieser Kriterien werden
nur die Signalionen 67 (welche eine relativ höhere geneti
sche Energie als die Rauschionen 65 haben) eine ausreichende
genetische Energie haben, um die Potentialbarriere der
Bremsgitteranordnung 21 zu überwinden und den Ionendetektor
zu erreichen.
Die Bremsgitteranordnung 21 umfaßt mindestens ein leitfähi
ges, geladenes Gitter 68, welches in der Nähe des Ionende
tektors 17 positioniert ist und aus Nickel- oder Gold-be
schichteten Aluminiumdrähten besteht. Es sollte für die Sig
nalionen 67 zumindest zu 80% transmissiv sein. Vorzugsweise
ist das geladene Gitter 68 zu 85 bis 90% für Signalionen
transmissiv, wobei dasselbe aus einem Gewebe von etwa 100
Drähten pro Zoll besteht, wobei die Drähte einen Durchmesser
von 19,8 µm (0,00078 Zoll) aufweisen, während der Abstand
zwischen den Drähten 234,2 µm (0,00922 Zoll) beträgt. Die
Bremsgitteranordnung 21 umfaßt vorzugsweise zwei geerdete
Puffergitter 69 und 70, wobei das Puffergitter 69 zwischen
dem geladenen Gitter 68 und der feldfreien Region 55 ange
ordnet ist, während das Puffergitter 70 zwischen dem gela
denen Gitter 68 und dem Ionendetektor 19 angeordnet ist. Das
letztere Puffergitter 70 wird verwendet, um irgendeine kapa
zitive Kopplung zwischen dem geladenen Gitter 68 und dem
Ionendetektor zu minimieren.
Die Fig. 3 bis 5 helfen dabei, die Auswirkungen der Brems
gitteranordnung 21 auf die Signalstärke und das Rauschen
darzustellen, wobei sie ferner Daten zum Auswählen geeigne
ter Spannungsquellen, welche für das bevorzugte Ausführungs
beispiel verwendet werden, liefern.
Fig. 3 zeigt die Massenspektrometerauslesewerte über einen
Massenbereich von 126 bis 140 atomaren Masseneinheiten AMUs
(AMUs = Atomic Mass Units), wobei deionisiertes Wasser die
Meßlösung ist. Insbesondere stellt ein oberer Graph 71 er
faßte Ionen bei einer neutralisierten (durch Erdung zwecks
des Vergleichs) Bremsgitteranordnung 21 dar, während ein
unterer Graph 73 eine Messung mit aktiver Bremsgitteranord
nung darstellt, welche auf 500 Volt aufgeladen ist. Jede
dieser Messungen wurde mit einer Aufzeichnungszeit von 5 Se
kunden hergestellt, was etwa 65.000 Abtastpulsen entspricht.
Die Messung, die durch den oberen Graph 71 dargestellt ist,
erzeugte einen Durchschnittshintergrundrauschenzählwert von
etwa 1300 Zählwerten, wobei Spitzen mit einem hohen Zuver
lässigkeitsgrad nur bei 127, 129, 131 und 132 atomaren Mas
seneinheiten beobachtet wurden. Andererseits ergab die
Rausch-reduzierte Messung, die durch den unteren Graph 73
dargestellt ist, ein Durchschnittshintergrundrauschen von
etwa 15 Zählwerten, wobei bei jedem ganzzahligen atomaren
Masseneinheitsintervall ohne weiteres Spitzen beobachtet
wurden. Diese Spitzen stellen Unreinheiten in dem deioni
sierten Wasser oder Argongas dar, wie z. B. Xenon bei 128,
129, 130, 131, 132, 134 und 136 atomaren Masseneinheiten,
Jod bei 127 atomaren Masseneinheiten, Cäsium bei 133 ato
maren Masseneinheiten und Barium bei 138 atomaren Massen
einheiten. Wie es ohne weiteres durch Vergleichen der beiden
Graphen von Fig. 3 zu sehen ist, wird eine gesteigerte Er
fassung von Spurenelementen durch die Bremsgitteranordnung
21, die auf 500 Volt geladen ist, möglich gemacht.
Fig. 4 zeigt einen Graph, der das Durchschnittsrauschen 75
und die Standardabweichung 77 als Funktion der Bremsgitter
anordnungsspannung darstellt. In dem Graph wird wieder de
ionisiertes Wasser als die Probenlösung verwendet, wobei die
Messung anzeigt, daß für niedrige Bremsgitteranordnungsspan
nungen (400 bis 450 Volt) etwa 250 Zählwerte pro Sekunde pro
Kanal an Meßrauschen erfaßt werden. Wenn die Bremsspannung
auf etwa 475 Volt erhöht wird, wird jedoch der Durch
schnittsrauschpegel auf etwa einen Zählwert pro Sekunde pro
Kanal reduziert. Fig. 4 zeigt, daß für die spezielle beim
Durchführen der Messung verwendete Ausrüstung etwa 450 Volt
ein geeignetes Potential darstellen, um Rauschen an dem Io
nendetektor im wesentlichen zu reduzieren.
Fig. 5 zeigt die Auswirkung der Bremsgitteranordnung 21 bei
verschiedenen Spannungen auf das Meßsignal. Insbesondere
bleibt bei einer 10-Teile-pro-Million-Cäsium/Wasser-Lösung
und bei einem Abstoßplattenpuls von etwa 120 Volt das
Cäsiumsignal für eine Bremsgitteranordnungsspannung von bis
zu 560 Volt konstant, über dem das Cäsiumsignal wesentlich
abnimmt. Fig. 5 zeigt, daß die erfaßten Cäsiumionen eine
Durchschnittsenergie von 560 Elektronenvolt hatten, was im
allgemeinen der Auswirkung des abstoßenden Pulses (540 Volt)
entspricht und eine Potentialdifferenz zum Unterscheiden der
Rauschionen von Fig. 4 schafft (welche, wie es oben gezeigt
wurde, eine Energie von etwa 460 Elektronenvolt hat). Die
Fig. 3 bis 5 zeigen, daß der Massenspektrometer der vorlie
genden Erfindung ein wesentlich reduziertes Rauschen ohne
ungünstige Auswirkungen auf das zu messende Signal liefert.
Zusätzlich zeigen die Figuren ein bevorzugtes Bremsgitteran
ordnungspotential von 475 bis 560 Volt für eine Ionenpuls
einrichtung mit einer normalen Kanalisierungsspannung von
420 Volt und einem Treiberpuls von 120 Volt.
Die Bremsgitteranordnung 21 des bevorzugten Massenspektro
meters 11 ist ebenfalls nützlich, um ein Ionen-selektives
Filter zu schaffen. Wenn die Bremsgitteranordnung in diesem
Ionen-selektiven Modus verwendet wird, wird sie aufgeladen,
um immer eine vorbestimmte minimale Spannung (z. B. 500 Volt)
zu haben, wobei dieselbe jedoch über dieser Spannung vari
iert wird, um spezifische Signalionen anzunehmen oder abzu
weisen. Durch Verwendung beispielsweise eines Spannungssteu
ergeräts 79, um einen großen, geeignet seitlich gesteuerten
Puls zu der Bremsgitteranordnung zu liefern (z. B. einen 200
Volt Puls, der 100 Nanosekunden lang angelegt wird, und zwar
229,8 Mikrosekunden nach dem Puls, der von der Ionenpulsein
richtung angelegt wird), können Argonionen spezifisch davon
abgehalten werden, daß sie den Ionendetektor 19 erreichen.
Wenn es alternativ erwünscht wäre, lediglich spezifische
Ionen, wie z. B. Argonionen, zuzulassen, könnte normalerweise
ein 700-Volt-Potential an die Bremsgitteranordnung 21 ange
legt werden, und dieses Potential könnte selektiv auf 500
Volt 100 Nanosekunden lang abgesenkt werden, und zwar 29,8
Mikrosekunden nach dem Puls der Ionenpulseinrichtung.
In der Praxis wird der Ionen-selektive Modus im allgemeinen
verwendet, um mehrere Ionen abzuweisen oder anzunehmen,
nicht um einfach nur Argon auszuschließen. Bei dem bevorzug
ten, oben beschriebenen Massenspektrometer 11 arbeitet die
Plasmaquelle 13 beispielsweise unter einer nahezu normalen
Atmosphäre (die aus Luft besteht), weshalb dieselbe eben
falls eine große Anzahl von Stickstoffionen erzeugt. Somit
weisen sowohl Argon- als auch Stickstoff-Gasionen eine star
ke Anwesenheit in einem ungefilterten Spektrographen auf,
wobei der Wunsch besteht, diese zu entfernen. Weitere Ver
fahren zum Messen von Spurenelementen können ebenfalls eine
große Anzahl von Ionen erzeugen, welche nicht für die er
wünschte Messung bedeutsam sind. Beim Messen von Spurenun
reinheiten in einer Probe von Aluminium unter Verwendung des
Glühentladungssputterns, um Signalionen zu erzeugen, ist die
Messung von Aluminiumionen (z. B. ein "Matrix"-Ion) im allge
meinen nicht erforderlich. Unter diesen Bedingungen besteht
die Absicht, daß der Ionen-selektive Modus verwendet werden
wird, um selektiv mehrere Ionen abzuweisen oder zuzulassen,
und nicht nur ein einziges spezifisches Ion.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die Auswirkungen der Ionen-selekti
ven Unterdrückung und im allgemeinen sind in diesen Figuren
drei Spitzen dargestellt. Eine erste Spitze 81 stellt eine
kapazitive Kopplung zwischen der Bremsgitteranordnung 21 und
dem Ionendetektor 29 dar, da die Bremsspannung gepulst ist.
Eine zweite Spitze 83, die nur in Fig. 6 auftritt, stellt
die Ankunft von Argonionen an dem Ionendetektor dar.
Schließlich stellt eine dritte Spitze 85, die sowohl in Fig.
6 als auch Fig. 7 zu sehen ist, die Ankunft von Argon-Was
serstoff-Ionen an dem Detektor dar. In Fig. 6 wurde der
Puls, der an die Bremsgitteranordnung angelegt wurde, um et
wa 450 Nanosekunden vorgeschoben, derart, daß keine Argon
ionenunterdrückung bewirkt wird, z. B. die Bremsgitteranord
nung kehrt auf ihr 500-Volt-Potential zurück, bevor die Ar
gonionen ankommen. Dagegen zeigt Fig. 7, daß mit einem ge
eignet zeitlich gesteuerten 100-Nanosekunden-Puls, der an
den Ionendetektor angelegt wird, Argonionen fast vollständig
abgewiesen werden, und zwar ohne daß die Erfassung der Ar
gon-Wasserstoff-Ionen wesentlich beeinträchtigt wird.
Wie es Fig. 7 zeigt, ist eine spezifische Steuerung der
Bremsgitteranordnung 21 wirksam, um bestimmte Ionen abzuwei
sen, die andernfalls an dem Detektor ankommen würden, ohne
daß andererseits das erwünschte Signal (z. B. die dritte
Spitze 85) wesentlich beeinträchtigt werden würde. Dieses
Resultat wird durch die Verwendung des Puffergitters 69, wie
es oben erwähnt wurde, möglich gemacht, welches dabei hilft,
eine feldfreie Region von der Bremsgitteranordnung 21 weg zu
halten. Folglich kann die Abweisung von Ionen eng auf einen
spezifischen Massenbereich mit einer geeigneten Spannungs
steuerung zugeschnitten werden.
Nach der Beschreibung eines beispielhaften Ausführungsbei
spiels der Erfindung ist es offensichtlich, daß weitere Än
derungen, Modifikationen und Verbesserungen ebenfalls für
Fachleute offensichtlich sein werden. Ferner ist es offen
sichtlich, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die spe
zifische Form des Spektrometers oder des oben beschriebenen
Bremsgeräts begrenzt ist.
Claims (22)
1. Laufzeit-Massenspektrometer mit folgenden Merkmalen:
einem Ionisierungsgerät (13), das eine Probe ionisiert;
einem Ionendetektor (19);
einer Ionenpulseinrichtung (17), die selektiv Ionen zu dem Ionendetektor (19) hin treibt, wobei die Ionenpuls einrichtung (17) die Ionen von dem Ionisierungsgerät (13) entlang einer ersten Eingangsrichtung empfängt und selektiv und absichtlich die Ionen zu dem Ionendetektor hin in einer zweiten Richtung treibt, die sich von der ersten Richtung im wesentlichen unterscheidet; und
einer Bremsgitteranordnung (21), die positioniert ist, um den Ionenweg zu dem Ionendetektor hin zu blockieren, wobei die Bremsgitteranordnung mindestens ein vorbe stimmtes Abstoßpotential aufweist, das derselben zuge ordnet ist, welches ausgewählt ist, um von Ionen über wunden zu werden, die selektiv und absichtlich durch die Ionenpulseinrichtung (17) zu dem Ionendetektor (19) getrieben worden sind, das jedoch ausgewählt ist, um Ionen zu unterdrücken, die nicht selektiv und absicht lich durch die Ionenpulseinrichtung zu dem Ionendetek tor hin getrieben worden sind.
einem Ionisierungsgerät (13), das eine Probe ionisiert;
einem Ionendetektor (19);
einer Ionenpulseinrichtung (17), die selektiv Ionen zu dem Ionendetektor (19) hin treibt, wobei die Ionenpuls einrichtung (17) die Ionen von dem Ionisierungsgerät (13) entlang einer ersten Eingangsrichtung empfängt und selektiv und absichtlich die Ionen zu dem Ionendetektor hin in einer zweiten Richtung treibt, die sich von der ersten Richtung im wesentlichen unterscheidet; und
einer Bremsgitteranordnung (21), die positioniert ist, um den Ionenweg zu dem Ionendetektor hin zu blockieren, wobei die Bremsgitteranordnung mindestens ein vorbe stimmtes Abstoßpotential aufweist, das derselben zuge ordnet ist, welches ausgewählt ist, um von Ionen über wunden zu werden, die selektiv und absichtlich durch die Ionenpulseinrichtung (17) zu dem Ionendetektor (19) getrieben worden sind, das jedoch ausgewählt ist, um Ionen zu unterdrücken, die nicht selektiv und absicht lich durch die Ionenpulseinrichtung zu dem Ionendetek tor hin getrieben worden sind.
2. Massenspektrometer gemäß Anspruch 1, bei dem die Ionen
pulseinrichtung:
eine abstoßende Platte (47) und ein Beschleunigungsgit ter (49) aufweist, welche im wesentlichen parallel sind;
positioniert ist, um normalerweise Ionen auf einem Weg parallel zu der abstoßenden Platte und zu dem Beschleu nigungsgitter und zwischen denselben (46) zu kanalisie ren; und
eine Pulsvorrichtung (51, 59) aufweist, die selektiv und absichtlich die Ionen zu dem Ionendetektor (19) durch selektives Anlegen einer gepulsten Spannung an die abstoßende Platte (47) hin treibt, um dadurch Ionen durch das Beschleunigungsgitter (49) und zu dem Ionen detektor (19) hin zu richten.
eine abstoßende Platte (47) und ein Beschleunigungsgit ter (49) aufweist, welche im wesentlichen parallel sind;
positioniert ist, um normalerweise Ionen auf einem Weg parallel zu der abstoßenden Platte und zu dem Beschleu nigungsgitter und zwischen denselben (46) zu kanalisie ren; und
eine Pulsvorrichtung (51, 59) aufweist, die selektiv und absichtlich die Ionen zu dem Ionendetektor (19) durch selektives Anlegen einer gepulsten Spannung an die abstoßende Platte (47) hin treibt, um dadurch Ionen durch das Beschleunigungsgitter (49) und zu dem Ionen detektor (19) hin zu richten.
3. Massenspektrometer gemäß Anspruch 2, bei dem die Ionen
pulseinrichtung (17)
ferner eine elektrische Leistungsversorgung (51) auf weist, die normalerweise ein ähnliches Potential an so wohl die abstoßende Platte (47) als auch an das Be schleunigungsgitter (49) anlegt, derart, daß sowohl die abstoßende Platte als auch das Beschleunigungsgitter normalerweise ein erstes Potential aufweisen; und
wobei die Pulsvorrichtung (51, 59) selektiv und ab sichtlich Ionen durch Anlegen eines zweiten größeren Potentials an die abstoßende Platte (47) treibt, um dadurch Ionen im wesentlichen senkrecht zu der Ein gangsrichtung zu dem Ionendetektor (19) hin zu treiben.
ferner eine elektrische Leistungsversorgung (51) auf weist, die normalerweise ein ähnliches Potential an so wohl die abstoßende Platte (47) als auch an das Be schleunigungsgitter (49) anlegt, derart, daß sowohl die abstoßende Platte als auch das Beschleunigungsgitter normalerweise ein erstes Potential aufweisen; und
wobei die Pulsvorrichtung (51, 59) selektiv und ab sichtlich Ionen durch Anlegen eines zweiten größeren Potentials an die abstoßende Platte (47) treibt, um dadurch Ionen im wesentlichen senkrecht zu der Ein gangsrichtung zu dem Ionendetektor (19) hin zu treiben.
4. Massenspektrometer gemäß einem der vorhergehenden An
sprüche,
bei dem die Bremsgitteranordnung (21) mindestens ein geladenes Gitter (68) aufweist, das parallel zu dem Io nendetektor (19) ist.
bei dem die Bremsgitteranordnung (21) mindestens ein geladenes Gitter (68) aufweist, das parallel zu dem Io nendetektor (19) ist.
5. Massenspektrometer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem die Bremsgitteranordnung (21) mindestens ein leitfähiges, geladenes Gitter (68) aufweist, das min destens 80% transmissiv für Ionen ist, die absichtlich durch die Ionenpulseinrichtung (17) getrieben werden.
bei dem die Bremsgitteranordnung (21) mindestens ein leitfähiges, geladenes Gitter (68) aufweist, das min destens 80% transmissiv für Ionen ist, die absichtlich durch die Ionenpulseinrichtung (17) getrieben werden.
6. Massenspektrometer gemäß Anspruch 5,
bei dem das leitfähige Gitter (68) eine Dichte von etwa
neununddreißig leitfähigen Drähten pro Zentimeter (100
pro Zoll) aufweist.
7. Massenspektrometer gemäß Anspruch 5 oder 6, bei dem:
das leitfähige, geladene Gitter (68) relativ nah an dem Ionendetektor (19) ist; und
die Bremsgitteranordnung (21) ferner ein Puffergitter (69) aufweist, das weiter als das leitfähige geladene Gitter von dem Ionendetektor entfernt ist.
das leitfähige, geladene Gitter (68) relativ nah an dem Ionendetektor (19) ist; und
die Bremsgitteranordnung (21) ferner ein Puffergitter (69) aufweist, das weiter als das leitfähige geladene Gitter von dem Ionendetektor entfernt ist.
8. Massenspektrometer gemäß Anspruch 7,
bei dem das Puffergitter (69) mit Masse verbunden ist.
9. Massenspektrometer gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7,
bei dem die Bremsgitteranordnung (21) mindestens zwei
Puffergitter (69, 70) aufweist, welche das leitfähige
geladene Gitter (68) zwischen sich aufnehmen.
10. Massenspektrometer gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche,
bei dem das ionisierende Gerät (11) eine induktiv-ge
koppelte Plasmaquelle aufweist.
11. Massenspektrometer gemäß einem der vorhergehenden An
sprüche,
welches ferner ein Spannungssteuergerät (79) aufweist,
das das abstoßende Potential zu einem vorbestimmten
Zeitpunkt erhöht, nachdem die Ionenpulseinrichtung Io
nen treibt, um dadurch zu bewirken, daß die Bremsgit
teranordnung (21) Ionen, die von dem Ionendetektor em
pfangen werden, gemäß einer Laufzeit filtert.
12. Massenspektrometer gemäß Anspruch 11,
bei dem das Spannungssteuerungsgerät (79) konfiguriert
ist, um das abstoßende Potential zu einem vorbestimmten
Zeitpunkt, nachdem die Ionenpulseinrichtung Ionen
treibt, zu erhöhen, wobei die vorbestimmte Zeit ausge
wählt ist, um Argonionen abzuweisen.
13. Massenspektrometer gemäß Anspruch 11,
bei dem das Spannungssteuerungsgerät (79) konfiguriert
ist, um das abstoßende Potential zu erhöhen, um mehrere
unterschiedliche Ionen abzuweisen.
14. Laufzeit-Massenspektrometer, das ein Ionisierungsgerät,
um Ionen aus einer Probe zu erzeugen, und um die Ionen
in eine Vakuumkammer (15) zu injizieren, und eine Io
nenpulseinrichtung (17) verwendet, die normalerweise
einen Kanalisierungsmodus verwendet, und die ein erstes
Potential verwendet, um Ionen in einer ersten Richtung
zu kanalisieren, und die selektiv einen Antriebsmodus
verwendet, der ein zweites Potential verwendet, das
größer als das erste Potential ist, um Ionen zu einem
Detektor (19) hin zu treiben, damit dieselben an dem
Detektor zu unterschiedlichen Zeiten abhängig von ihrem
Masse/Ladungs-Verhältnis ankommen, wobei das Laufzeit-
Massenspektrometer folgendes Merkmal aufweist:
eine Bremsgitteranordnung (21), die positioniert ist, um den Weg von Ionen zu dem Detektor (19) hin zu blockieren, wobei die Bremsgitteranordnung aufgeladen ist, um ein Potential zu haben, das Ionen abweist, wel che aus der Ionenpulseinrichtung (17) während des Kana lisierungsmodus entwichen sind, das jedoch nicht Ionen abweist, welche aus der Ionenpulseinrichtung (17) wäh rend des Antriebsmodus entwichen sind, durch Unter drücken von Ionen, die nicht unter Verwendung des zwei ten Potentials getrieben worden sind.
eine Bremsgitteranordnung (21), die positioniert ist, um den Weg von Ionen zu dem Detektor (19) hin zu blockieren, wobei die Bremsgitteranordnung aufgeladen ist, um ein Potential zu haben, das Ionen abweist, wel che aus der Ionenpulseinrichtung (17) während des Kana lisierungsmodus entwichen sind, das jedoch nicht Ionen abweist, welche aus der Ionenpulseinrichtung (17) wäh rend des Antriebsmodus entwichen sind, durch Unter drücken von Ionen, die nicht unter Verwendung des zwei ten Potentials getrieben worden sind.
15. Massenspektrometer gemäß Anspruch 14,
das ferner ein Spannungssteuerungsgerät (79) aufweist,
das die Bremsgitteranordnung steuert, damit dieselbe
mindestens das Potential hat, das Ionen abweist, welche
aus der Ionenpulseinrichtung während des Kanalisie
rungsmodus entwichen sind, das jedoch ebenfalls das Po
tential, das von der Bremsgitteranordnung gehalten
wird, zu Zeitpunkten variiert, die berechnet sind, um
spezifische Ionen abzustoßen.
16. Massenspektrometer gemäß Anspruch 13 oder 14,
das ferner ein Spannungssteuerungsgerät (79) aufweist,
das die Bremsgitteranordnung steuert, um Argonionen
abzuweisen, und zwar zusätzlich zu Ionen, welche nicht
unter Verwendung des zweiten Potentials getrieben wor
den sind.
17. Massenspektrometer gemäß Anspruch 16,
das ferner ein Spannungssteuerungsgerät (79) aufweist,
das die Bremsgitteranordnung steuert, um mindestens
zwei spezifische unterschiedliche Ionen abzuweisen.
18. Massenspektrometer gemäß einem der Ansprüche 14 bis 17,
das ferner das Positionieren eines geladenen Gitters
(68) der Bremsgitteranordnung parallel zu dem Ionende
tektor in der Nähe desselben aufweist.
19. Verfahren zum Bestimmen von Komponenten einer Substanz
unter Verwendung eines Ionisierungsgeräts (13) einer
Ionenpulseinrichtung (17), die Ionen von dem Ionisie
rungsgerät empfängt, einem Detektor (19), einem Span
nungssteuerungsgerät (79) und einer Bremsgitteranord
nung (21), die positioniert ist, um einen Weg der Ionen
zu dem Detektor hin zu blockieren, wobei das Verfahren
folgende Schritte aufweist:
Ionisieren der Komponenten, um Ionen zu erzeugen;
selektives Verwenden der Ionenpulseinrichtung (17), um absichtlich Ionen zu dem Detektor (19) hin zu treiben;
durchgehendes Erregen der Bremsgitteranordnung (21) mit dem Spannungssteuerungsgerät, derart, daß das Bremsgit ter mindestens ein vorbestimmtes Potential aufweist, wobei das vorbestimmte Potential ausgewählt ist, um ein Durchlaufen von Ionen zu erlauben, die unter Verwendung der Ionenpulseinrichtung (17) absichtlich zu dem Detek tor getrieben worden sind, um jedoch ein Durchlaufen von Ionen zu blockieren, die nicht absichtlich unter Verwendung der Ionenpulseinrichtung zu dem Detektor (19) getrieben worden sind; und
Erfassen von Ionen, die durch die Bremsgitteranordnung (21) durchgelaufen sind, um die Komponenten der Sub stanz zu bestimmen.
Ionisieren der Komponenten, um Ionen zu erzeugen;
selektives Verwenden der Ionenpulseinrichtung (17), um absichtlich Ionen zu dem Detektor (19) hin zu treiben;
durchgehendes Erregen der Bremsgitteranordnung (21) mit dem Spannungssteuerungsgerät, derart, daß das Bremsgit ter mindestens ein vorbestimmtes Potential aufweist, wobei das vorbestimmte Potential ausgewählt ist, um ein Durchlaufen von Ionen zu erlauben, die unter Verwendung der Ionenpulseinrichtung (17) absichtlich zu dem Detek tor getrieben worden sind, um jedoch ein Durchlaufen von Ionen zu blockieren, die nicht absichtlich unter Verwendung der Ionenpulseinrichtung zu dem Detektor (19) getrieben worden sind; und
Erfassen von Ionen, die durch die Bremsgitteranordnung (21) durchgelaufen sind, um die Komponenten der Sub stanz zu bestimmen.
20. Verfahren gemäß Anspruch 19, welches ferner folgenden
Schritt aufweist:
selektives Erregen der Bremsgitteranordnung (21), um ein Potential zu haben, das ausreichend ist, um alle Ionen zu einem vorbestimmten Zeitpunkt abzustoßen, der ausgewählt ist, um einer erwarteten Ankunft von spezi fischen Ionen zu entsprechen.
selektives Erregen der Bremsgitteranordnung (21), um ein Potential zu haben, das ausreichend ist, um alle Ionen zu einem vorbestimmten Zeitpunkt abzustoßen, der ausgewählt ist, um einer erwarteten Ankunft von spezi fischen Ionen zu entsprechen.
21. Verfahren gemäß Anspruch 19 oder 20,
bei dem das Ionisierungsgerät eine Plasmaquelle auf weist, die ein spezifisches Gas zum Bilden eines Plas mas verwendet, und
bei dem das selektive Erregen der Bremsgitteranordnung das Erregen derselben umfaßt, um Ionen des spezifischen Gases abzustoßen.
bei dem das Ionisierungsgerät eine Plasmaquelle auf weist, die ein spezifisches Gas zum Bilden eines Plas mas verwendet, und
bei dem das selektive Erregen der Bremsgitteranordnung das Erregen derselben umfaßt, um Ionen des spezifischen Gases abzustoßen.
22. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 19 bis 21,
bei dem das selektive Erregen der Bremsgitteranordnung
(21) das Erregen derselben umfaßt, um sowohl Argon als
auch entweder Stickstoff oder ein Matrixmaterial abzu
stoßen.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/552,041 US5654543A (en) | 1995-11-02 | 1995-11-02 | Mass spectrometer and related method |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19645074A1 true DE19645074A1 (de) | 1997-05-07 |
Family
ID=24203708
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19645074A Withdrawn DE19645074A1 (de) | 1995-11-02 | 1996-10-31 | Massenspektrometer und verwandtes Verfahren |
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