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Die
Erfindung bezieht sich auf einen verfahrenstechnischen Apparat und
insbesondere die in diesem Apparat verwendeten Rohre gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1, für
mit Feststoffen, wie z.B. Kieselgel, Aktivkohle, Kohlenstoffmolekularsieben,
Hydriden und vorzugsweise Zeolithen als Adsorptionsmittel periodisch
arbeitenden Adsorptionswärmepumpen,
Adsorptionskältemaschinen
und Adsorptionswärmetransformatoren,
wobei sich die Beschreibung nur auf die Anwendung in Adsorptionswärmepumpen
und Adsorptionskältemaschinen
bezieht.
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Bei
diesen Sorptionsprozessen kann bei nicht zu großen Temperaturunterschieden
von Kondensator- und
Verdampfertemperatur ein Temperaturbereich, in dem die Adsorbertemperatur
gleich der Desorbertemperatur ist, in dem ein "Übergreifen
der Temperaturen" erfolgt,
für einen
besonders wirkungsvollen Wärmeaustausch
genutzt werden. Nicht nur Abkühlungswärme sondern
auch Adsorptionswärme des
Adsorbers wird an ein Wärmeträgerfluid,
welches eine Flüssigkeit
oder ein Gas insbesondere Luft oder Abgas sein kann, übertragen
und von dem Wärmeträgerfluid
weiter an den Desorber übertragen.
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Um
eine gute Wärmeübertragung
zu erzielen muß das
Wärmeträgerfluid
im Adsorber möglichst hoch
erwärmt
werden, wozu eine Gegenstromanordnung und geringe Temperaturdifferenzen
zwischen Wärmeträgerfluid
und Adsorptionsmittel Voraussetzungen sind. Analoges gilt für die Abkühlung des Wärmeträgerfluids
im Desorber. Bei dem durch die hohe Aufwärmung bedingten geringen, Wärmeträgerdurchsatz
pro Zeiteinheit ist es schwierig einen reinen Gegenstromwärmeaustauscher
mit hohen Wärmedurchgangszahlen
zu konstruieren.
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Die
thermodynamisch mögliche
Heizzahl liegt bei Adsorptionswärmepumpen
mit "Übergreifen der
Temperaturen" bei
weit über
2, aber in lediglich einer Veröffentlichung
(BWK, 47, (1995) Nr.3, S.94–96)
wurde eine Adsorptionswärmepumpe
mit 2 Adsorbern beschrieben, die entsprechend der Patentschrift
DE 37 007 07 C2 arbeitet
und experimentell eine Heizzahl von mehr als 2 erreicht. Diese ist
jedoch mit Sorberwärmeaustauschern
ausgerüstet,
die aus einem mehrere m langen, einseitig mit vergrößerter Oberfläche versehenen
gewickelten Rohr bestehen, welches durch Berührung der Wickel Wärmekurzschlüsse hatte
und damit keine optimale Gegenstromwirkung erzielen konnte.
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In
der
DE 195 22 250
A1 und
DE
195 39 154 A1 wird ein Verfahren zum Betrieb von Wärmepumpen
und Kältemaschinen
beschrieben, bei dem modifizierte Kompaktwärmeaustauscher eingesetzt werden.
Dabei handelt es sich um Plattenwärmeaustauscheradsorber, die
aus Festigkeitsgründen
nur für
einen relativ geringen Druckunterschied zwischen Wärmeträgerfluidseite
und Sorptionsmittelseite geeignet sind.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Sorberwärmeaustauscher für Adsorptionswärmepumpen
Adsorptionskältemaschinen
oder Adsorptionswärmetransformatoren
mit wenigstens 2 Sorbern mit Rohren als wärmeaustauschenden Elementen, mit
denen Wärme
des oder der Adsorber zur Erwärmung
und Desorption des oder der Desorber mit geringen Temperaturdifferenzen
zwischen Wärmeträgerfluid
und Sorptionsmittel bei geringer Baulänge und geringem Bauvolumen
mit wärmeträgerseitig vorzugsweise
nur einen Durchgang als Gegenstromwärmeaustauscher in den wesentlichen
Konstruktionsmerkmalen festzulegen. Auch bei geringem Wärmeträgerdurchsatz
soll bei geringem Druckverlust guter Wärmeübergang erzielt werden. Der
Sorberwärmeaustauscher
soll für
den Einbau in eine Wärmepumpe
oder Kältemaschine
vorteilhaft geeignet sein, bei der das Wärmeträgerfluid bei Abkühlung auf Adsorberbetrieb
und im Adsorberbetrieb an der einen Seite und bei der Vorwärmung zur
Desorption und im Desorberbetrieb an der anderen Seite der Sorberwärmeaustauscher
eintritt, wodurch sich eine kalte und eine heiße Seite ausbildet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die Zusatzoberflächen der
Rohre sollen wirtschaftlich und deshalb weitgehend unter Verwendung
bekannter Technologien hergestellt und betrieben werden können.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 2 und 3 gelöst.
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Der
Wärmefluß in der
Strömungsachse
des Wärmeträgers, die
vorzugsweise in Richtung der Rohrachse liegt, soll im Verhältnis zur übertragenen Wärmemenge
bei gleichzeitig geringer Rohrlänge, worunter
ein Bereich von ca. 0,3 bis 6 m, vorzugsweise bis 2 m verstanden
wird und geringer Wärmekapazität des Wärmeaustauschermateriales
klein gehalten werden. Die größere Rohrlänge von
6 m ist insbesondere bei größeren Apparaten
aus konstruktiven Gründen
sinnvoll. Gleichzeitig ist wegen des periodischen Betriebes eine
geringe Wärmekapazität des Sorbers
erwünscht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 4 bis 8 gelöst.
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Der
arbeitsmittelseitige Druckverlust auf dem Weg zwischen Sorptionsmittel
und Kondensator bzw. Verdampfer muß wegen des dadurch bedingten
Temperaturabfalles insbesondere bei Sorbersystemen, die bei niedrigen
Temperaturen und Drücken
mit Wasser als Arbeitsmittel arbeiten, klein sein. Ein günstiger
Druckverlust wird bei gutem Wärmeübergang,
dem angegebenen Sorptionsmitteldurchmesserbereich und der durchstömten Sorptionsmittelhöhe erreicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 9 und 10 gelöst.
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Druckverluste
durch Querschnittsänderungen
oder Umlenkungen sollen vermieden werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 11 gelöst.
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Der
Adsorberwärmeaustauscher
soll für hohe
Betriebstemperaturen, die aus thermodynamischen Gründen über 230 °C, vorzugsweise über 250°C liegen,
geeignet sein. Auch für
den praktischen Betrieb ist es vorteilhaft, wenn für den Wärmeaustauscher
noch höhere
Temperaturen zugelassen werden können.
Zeolith verträgt
beispielsweise in einigen Anwendungsfällen kurzzeitig höhere Temperaturen
so, daß Aufbau
und Regelung einer für
höhere Temperaturen
ausgelegten Anlage wirtschaftlicher gestaltet werden können. Für hohe Temperaturen
geeignete mit einseitig vergrößerten Zusatzoberflächen versehene
Rohre werden durch Walzen oder Ziehen aus Vollmaterial hergestellt.
Weiter werden für
hohe Temperaturen geeignete Rohre mit angeschweißten glatten oder unterbrochenen
Rund- und Längsrippen großtechnisch
hergestellt. Zusatzoberflächen
mit besonders geringen Materialstärken werden mit Weichloten,
die bereits bei 183 °C
oder höchstens
232 °C schmelzen,
gut wärmeleitend
mit Rohren verbunden. Löttechniken,
die mit über
280 °C schmelzenden Weichloten
oder Hartloten arbeiten, sind zwar bekannt, werden für Rundrohre
aber üblicherweise nicht
angewendet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 12 gelöst.
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In
Ausgestaltung der Erfindung werden für den Aufbau der Sorberwärmeaustauscher
vorzugsweise Rohre, die alle Bedingungen für eine axiale Strömung des
Wärmeträgerfluids
erfüllen,
verwendet. Bei Einsatz von Flüssigkeiten
als Wärmeträger ist
die Lösung
mit innenseitiger Strömung
des Wärmeträgerfluids
oft vorteilhaft. Die Lösung
mit innenliegender Sorptionsmittelanordnung bietet besondere Vorteile,
wenn als Wärmeträgerfluid
Luft oder Rauchgase mit geringem Druck verwendet werden und damit
eine einfache Ausführung
des Wärmeträgerfluidraumes
möglich
ist. Eine Reinigung des Wärmeträgerfluidraumes
ist bei dieser Anordnung möglich, wenn
der Mantel des Wärmeträgerfluidraumes
abnehmbar ausgeführt
wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 13 gelöst.
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Bei
einem zur Verschmutzung der Wärmeaustauschfächen neigenden
Wärmeträgerfluid
kann eine weitere Anordnung gewählt
werden, die eine einfache Reinigung ermöglicht. Ein Vorzug dieser Ausführung ist,
daß vom
Verfahren keine Ansprüche an
die Wärmeleitfähigkeit
der mit Zusatzoberflächen versehenen
Rohre gestellt werden, da diese senkrecht zur Strömungsrichtung
des Wärmeträgerfluids angeordnet
sind.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 14 gelöst.
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Für die Herstellung
der beidseitig berippten Rohre benötigen einige Hersteller ein
Innenrohr (19). Dieses Rohr kann beispielsweise mit Vorteil
zur Wärmezufuhr
durch kondensierenden Dampf oder durch Abkühlung von Rauchgasen oder zur Übertragung von
Wärme mittlerer
Temperatur als Nutzwärme
gemäß Anspruch
15 verwendet werden.
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In
vielen Fällen
steht eine begrenzte Fluidmenge pro Zeiteinheit als Wärmequelle
und/oder Wärmesenke
zur Verfügung.
Anders ausgedrückt, die
Aufgabe ist, das Fluid um einen größeren Temperaturbereich, beispielsweise
mehr als 10 °C
abzukühlen
und/oder zu erwärmen.
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Diese
Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 16
gelöst.
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Die
Erfindung wird an Hand folgender Figuren näher beschrieben. Dabei zeigt:
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1 einen
aus einem Rohr bestehenden Sorberwärmeaustauscher mit innenseitiger
Sorptionsmittelanordnung
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2 einen
aus einem Rohr bestehenden Sorberwärmeaustauscher mit außenseitiger
Sorptionsmittelanordnung
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3 und 4 einen
als Rohrbündelapparat
ausgebildeten Sorberwärmeaustauscher
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5 und 6 ein
beidseitig mit Wellbändern
versehenes Rohr
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7 und 8 ein
beidseitig mit Drähten versehenes
Rohr
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9 und 10 einen
aus senkrecht zur Rohrachse angeströmten Rohren aufgebauten Sorberwärmeaustauscher
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11 Eine
Gegenstromanordnung von Sorberwärmeaustauschern
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In 1 ist
ein aus einem Rohr mit innenseitiger Sorptionsmittelanordnung bestehender
Sorberwärmeaustauscher
(1) schematisch dargestellt. Auf der Innenseite des beidseitig
mit vergrößerten Oberflächen versehenen
Rohres (11) sind als Zusatzoberflächen (12) beispielsweise
Drähte
angebracht, zwischen denen sich das Sorptionsmittel (13)
beispielsweise als Schüttung
befindet, die dampfdurchlässig durch
ein Drahtgewebe, Lochblech oder ein Streckmetall (14) vom
Raum in dem das Arbeitsmittel (15) strömt, getrennt ist. Wenn an Stelle
der Schüttung eine
Beschichtung der Sorberwärmeaustaucheroberfäche mit
Sorptionsmittel vorgesehen wird, kann das Drahtsieb (14)
entfallen. Auf der Außenseite
des Rohres (11) strömt
das Wärmeträgerfluid
(16) durch die Zwischenräume der beispielsweise durch
Drähte gebildeten
Zusatzoberfläche
(12). Der die Außenseite
begrenzende Mantel (17) kann sich frei bewegen. Für den Fall,
daß atmosphärische Luft
oder Verbrennungsabgas als Wärmeträgermedium
verwendet wird, bietet sich diese Lösung besonders an. In diesem
Fall können
leicht mehrere Rohre in einem Mantel (17) mit an den zur
Verfügung
stehenden Platz angepaßtem
Mantelquerschnitt untergebracht werden. Wenn der Mantel abnehmbar
ausgeführt
ist, ist eine Reinigung auf der Wärmeträgerfluidseite möglich.
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Für den vorteilhaften
Einsatz der erfindungsgemäßen Sorberwärmeaustauscher
ist es dabei unabhängig
von der Schaltung lediglich notwendig, daß das Wärmeträgerfluid bei Abkühlung auf
Adsorberbetrieb und im Adsorberbetrieb an der einen Seite und bei
der Vorwärmung
zur Desorption und im Desorberbetrieb an der anderen Seite der Sorberwärmeaustauscher
eintritt, wodurch sich eine kalte und eine heiße Seite ausbildet.
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Bei
Abkühlung
auf Adsorbertemperatur und im Betrieb als Adsorber strömt das Wärmeträger- fluid
(16) und der Arbeitsmitteldampf (18) in Pfeilrichtung.
Das Wärmeträgerfluid
erwärmt
sich durch fühlbare
Wärme aus
der Abkühlung
und Adsorptionswärme
beispielsweise von 20 °C
auf anfangs 220 °C
und am Ende der Adsorptionsperiode auf beispielsweise 160°C oder weniger.
Bei Vorwärmung
zur Desorption und im Betrieb als Desorber strömt das Wärmeträgerfluid (16) und
der Arbeitsmitteldampf (18) entgegen der Pfeilrichtung.
Dem aus dem Adsorber austretenden Wärmeträgerfluid wird weitere Wärme zugeführt und
es tritt an der heißen
Seite in den Desorberwärmeaustauscher
mit einer Temperatur von beispielsweise 180 °C bis 240 °C ein, kühlt sich durch Abgabe von fühlbarer
Wärme und
Desorptionswärme
an den Desorber ab und tritt an der kalten Seite mit einer Temperatur
von anfangs 20 °C
und am Ende der Wärmeaustauschperiode
beispielsweise 80 °C
oder wärmer
aus.
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Bei
Betrieb mit gasförmigen
Wärmeträgerfluids
sind bei atmosphärischem
Druck und moderatem Druckverlust Wärmedurchgangszahlen von 150
bis 350 W/(m2·K) und mehr bezogen auf die
Rohraußenfläche wirtschaftlich
erreichbar. Bei Betrieb mit Flüssigkeiten
als Wärmeträger sind
Wärmedurchgangszahlen
von mehr als 400 W/(m2·K) wirtschaftlich zu erzielen.
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Vorzugsweise
werden Rohre mit kreisrundem Querschnitt verwendet. Es können aber
auch Rohre mit anderen Querschnitten, wie ovalem Querschnitt oder
Rechteckquerschnitt verwendet werden, wenn keine zu hohen Druckdifferenzen
zwischen Adsorptionsmittelraum und Wärmeträgerfluidraum bestehen.
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In 2 ist
ein aus einem Rohr mit außenseitiger
Sorptionsmittelanordnung bestehender Sorberwärmeaustauscher (1)
schematisch dargestellt. In diesem Fall ist das Sorptionsmittel
(13) auf der Außenseite
des beidseitig mit vergrößerten Oberflächen (12)
versehenen Rohres (11) zwischen Drähten untergebracht. Die Schüttung wird
durch ein Drahtgewebe, Lochblech oder Streckmetall (14)
vom Dampfraum (15) getrennt. Wenn an Stelle der Schüttung eine
Beschichtung der Sorberwärmeaustaucheroberfäche mit
Sorptionsmittel vorgesehen wird, kann das Drahtsieb (14)
entfallen. Der die Außenseite
begrenzende Mantel (17) ist gasdicht mit dem Innenrohr (11)
verbunden. Zum Ausgleich der unterschiedlichen thermischen Ausdehnung
kann er mit Dehnungsausgleich ausgebildet sein. Auf der Innenseite des
Rohres (11) strömt
das Wärmeträgerfluid
(16) durch die beispielsweise durch Drähte vergrößerte Oberfläche (12).
Das Innenrohr (19) ist aus Herstellungsgründen vorgesehen,
kann aber als zusätzliche Oberfläche für den Wärmeaustausch,
beispielsweise eine Beheizung mit Dampf oder Abkühlung von Verbrennungsgasen
bei indirekter Beheizung des Wärmeträgerfluidkreislaufes
verwendet werden.
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Bei
Abkühlung
auf Adsorbertemperatur und im Betrieb als Adsorber strömt das Wärmeträgerfluid (16)
und der Arbeitsmitteldampf (18) in Pfeilrichtung. Im Betrieb
als Desorber und bei Vorwärmung
zur Desorption strömt
das Wärmeträgerfluid
(16) und der Arbeitsmitteldampf (18) entgegen
der Pfeilrichtung.
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Weitere
Einzelheiten entsprechen den Erläuterungen
zu 1.
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In 3 und 4 ist
ein aus mehreren paralellen Rohren aufgebauter Sorberwärmeaustauscher
(1) dargestellt. Er besteht aus den Rohren (11) mit
beidseitig vergrößerter Oberfläche (12),
der Sorptionsmittelfüllung
(13), dem Drahtsieb, Lochblech oder Streckmetall (14)
und dem Mantel (17). Das Rohr (19) ist nicht gezeichnet.
Diese Anordnung ist für
große
Apparate wirtschaftlich, bei denen das Sorptionsmittel auf der Außenseite
der Rohre angeordnet ist.
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Bei
entsprechender Gestaltung des Apparates kann das Sorptionsmittel
(13) auch auf der Innenseite der Rohre (11) untergebracht
werden. Insbesondere bei Verwendung eines unter Normaldruck stehenden
gasförmigen
Wärmeträgerfluids
ist eine Anordnung des Sorptionsmittels (13) auch auf der
Innenseite der Rohre (11) sinnvoll, weil dann das Wärmeträgerfluid
auf der druckmäßig unproblematischen Seite
geführt
werden kann.
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Weitere
Einzelheiten entsprechen den Erläuterungen
zu 1 und 2.
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In 5 und 6 wird
ein mit beidseitig angeordneten Zusatzoberflächen versehenes Rohr (11) gezeigt.
Als Zusatzoberflächen
sind außen
und innen Wellbänder
(31) von beispielsweise 5 mm Breite beispielsweise aus
Kupfer, Messing oder Stahl mit dem Rohr (11) durch Löten oder
Anpressen gut wärmeleitend
verbunden. Dadurch können
die Austauschflächen
auf das ca. 3- bis 20-fache der Rohraußenfläche vergrößert werden. Das Innenrohr
(19) ist aus Fertigungsgründen erforderlich. Dieses Rohr
ist besonders für
eine axiale Durchströmung
geeignet. Eine radiale Durchströmung
durch die Sorptionsmittelschicht ist möglich. Insbesondere wenn das
Sorptionsmittel als Beschichtung aufgebracht wird, sind auf der
Sorptionsmittelseite andere vergrößerte Oberflächen, wie
Querrippen, beispielsweise Rundrippen oder schraubenförmig aufgebrachte
Rippen oder Längsrippen,
die vorzugsweise in axialer Richtung unterbrochen sind, vorteilhaft.
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In 7 und 8 wird
ein mit beidseitig angeordneten Zusatzoberflächen versehenes Rohr (11) gezeigt,
an welchem als Zusatzoberflächen
außen und
innen Drähte
(32) vorzugsweise aus Kupfer angelötet sind. Dadurch können die
Austauschflächen ebenfalls
auf das ca. 3- 20- fache der Rohraußenfläche vergrößert werden. Als Innenrohr
ist als Beispiel ein für
Arbeitsmitteldampf durchlässiges
Rohr aus Drahtgewebe, Lochblech oder Streckmetall (14)
vorgesehen. Dieses Rohr eignet sich gleich gut für eine axiale wie für eine radiale
Durchströmung.
Auch bei diesem Rohr können
innen und außen
unterschiedliche Zusatzoberflächen
angebracht werden.
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In 9 und 10 ist
ein aus senkrecht zur Rohrachse angeströmten Rohren aufgebauter Sorberwärmeaustauscher
gezeigt. Dieser Aufbau hat den Vorteil, daß keine Ansprüche an die
Wärmeleitfähigkeit
der Rohre (11) gestellt werden. Das Sammelrohr (22)
muß eine
geringe Wärmeleitung
in der Strömungsachse
des Wärmeträgerfluids
haben, was durch geringe Wandstärke
und Wahl eines Materiales mit geringer Wärmeleitfähigkeit, wie Messing, Kupfer-Nickellegierungen,
Stahl oder insbesondere Chrom-Nickelstahl, erreicht wird. Wenn man
den Mantel (17) demontierbar ausführt, können die Rohre wärmeträgerfluidseitig
leicht gereinigt werden. Weiter ist der Apparat (5), der
als Kondensator und anschließend
als Verdampfer genutzt wird, eingezeichnet. Auf der Außenseite
der Rohre (11) strömt
das Wärmeträgerfluid
an den Zusatzflächen
(12) vorbei, die geringen Strömungswiderstand und guten Wärmeübergang
bei Anströmung
senkrecht zur Rohrachse erreichen, wie spiralförmig aufgewickelte Rippen, Rundrippen
oder rechteckige Rippen. Auf der Innenseite der Rohre ist das Sorptionmittel
(13) an oder zwischen der Zusatzberfläche (12) untergebracht. Die
Rohre sind mit dem Sammelrohr (22) verbunden. In 6 ist
der Apparat (5) direkt mit dem Sammelrohr 22 verbunden.
Eine direkte Verbindung mit dem Sammelrohr hat den Vorteil eines
geringeren Druckverlustes des Arbeitsmittels (18).
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Eine
Zuordnung vom jeweiligen Adsorber zum Verdampfer und vom jeweiligen
Desorber zum Kondensator ist bei Einbau entsprechender Umschaltarmaturen
ebenfalls möglich.
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Bei
der Abkühlung
auf Adsorbertemperatur und im Betrieb als Adsorber strömt das Wärmeträgerfluid
(16) und der Arbeitsmitteldampf (18) in Pfeilrichtung.
In dieser Phase ist der Apparat (5) mit einer Wärmequelle
verbunden und verdampft Arbeitsmittel, welches im Adsorber adsorbiert
wird. Bei der Vorwärmung
zur Desorption und im Betrieb als Desorber strömt das Wärmeträgerfluid (16) und
der Arbeitsmitteldampf (18) entgegen der Pfeilrichtung.
In dieser Phase ist der Apparat (5) mit einer Wärmesenke
verbunden und kondensiert das aus dem Desorber desorbierte Arbeitsmittel
Weitere Einzelheiten entsprechen den Erläuterungen zu 1.
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In 11 ist
eine Gegenstromanordnung von Sorberwärmeaustauschern in einer Sorptionswärmepumpe-
oder Kältemaschine
gezeigt. Bei Aufwärmung
und/oder Abkühlung
eines Stoffstromes um eine größere Temperaturdifferenz
hat diese Anordnung den Vorteil, daß der Temperaturhub in 2 Stufen erfolgt
und Antriebsenergie gespart wird. Der zusätzliche apparative Aufwand
ist gering, da die Adsorberwärmeaustauscher
ohnehin aus mehreren Elementen bestehen und wärmeträgerfluidseitig in einem gemeinsamen
Gehäuse
untergebracht werden können. Es
sind 4 Sorberwärmeaustauscher (101,102,103,104),
eine Vierwegearmatur (56), eine Fördereinrichtung für Wärmeträgerfluid
(55), eine Wärmeaustauschvorrichtung
für mittlere
Temperatur (57) und eine Wärmeaustauschvorrichtung für hohe Temperatur
(58) vorgesehen. Die Apparate (53) und (54)
können
wie in 11 gezeigt, bei entsprechender
Apparateausführung
und leitungsmäßiger Zuordnung
zur Wärmequelle
(62) als Verdampfer und bei leitungsmäßiger Zuordnung zur Wärmesenke
(61) als Kondensator betrieben werden. Bei leitungsmäßiger Zuordnung
zur Wärmesenke
(61) können
die Apparate (51) und (52) als Kondensatoren und
bei leitungsmäßiger Zuordnung
zur Wärmequelle
(62) als Verdampfer betrieben werden.
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Im
Betrieb wird kaltes Wärmeträgerfluid
mit der Fördereinrichtung
(55) über
die 4-Wegearmatur (56) durch die wärmeträgerfluidseitig parallel geschalteten
Adsorber (103) und (104) gefördert, in denen es sich erwärmt wobei
sich die Sorber abkühlen. Die
Sorber (103) und (104) adsorbieren Arbeitsmittel, welches
in den als Verdampfer arbeitenden Apparaten (53) und (54)
verdampft wurde. In der Wärmeaustauscheinrichtung
(58) wird das Wärmeträgerfluid durch
indirekten Wärmeaustausch
oder durch direkte Mischung mit einem heißen Wärmestrom weiter erwärmt und
kühlt sich
in den Desorbern (101) und (102) ab, wobei sich
die Desorber erwärmen
und Arbeitsmittel desorbieren, welches in den Apparaten (51)
und (52), die als Kondensatoren arbeiten, kondensiert wird.
Das Wärmeträgerfluid
gelangt über
die 4-Wegearmatur (56) in die Wärmeaustauscheinrichtung (57)
in der es durch Nutzwärmeabgabe
weiter abgekühlt
wird und gelangt wieder zur Fördereinrichtung
(55). Wenn als Wärmeträgerfluid
atmosphärische
Luft verwendet wird, kann das Wärmeträgerfluid direkt
in die Atmosphäre
geleitet werden. Die Fördereinrichtung
(55) saugt dann direkt Luft an. Die Wärmeaustauscheinrichtung (57)
kann dann entfallen. Nach Beladung der Adsorbers (103)
und (104) und Desorption der Desorber (101) und
(102) wird die Förderrichtung
des Wärmeträgerfluids
mit der 4-Wegearmatur (56) umgeschaltet. Dadurch werden
die bisherigen Adsorber zu Desorbern und die bisherigen Verdampfer
zu Kondensatoren und umgekehrt. Etwa gleichzeitig wird das Medium
der Wärmesenke (61),
welches in den Apparaten (51) und (52) Kondensationswärme aufnahm
durch die neuen Kondensatoren (53) und (54) und
das Medium der Wärmequelle
(62), welches in den Apparaten (53) und (54) Wärme abgab
durch die neuen Verdampfer (51) und (52) gefördert.
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- 1
- Sorberwärmeaustauscher
- 5
- Kondensator/Verdampfer
- 11
- Rohr
- 12
- Zusatzoberfläche
- 13
- Sorptionsmittel
- 14
- Drahtgewebe,
Lochblech oder Streckmetall
- 15
- Arbeitsmitteldampfraum
- 16
- Wärmeträgerfluid
- 17
- Mantel
- 18
- Arbeitsmitteldampf
- 19
- Innenrohr
- 22
- Sammelrohr
für Arbeitsmitteldampf
- 31
- Wellband
- 32
- Draht
- 51,52,53,54
- Kondensator/Verdampfer
- 55
- Fördereinrichtung
für Wärmeträgerfluid
- 56
- Vierwegearmatur
- 57
- Wärmeaustauschvorrichtung für mittlere
Temperatur
- 58
- Wärmeaustauschvorrichtung für hohe Temperatur
- 61
- Wärmesenke
- 62
- Wärmequelle
- 101,102,103,104
- Sorber
mit eingebautem Wärmeaustauscher