DE19645411A1 - Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Inhalation bei AtemwegsuntersuchungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontrollierten
Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen, insbesondere zur
Erfassung von Depositionsparametern bei Inhalation von
Aerosolen, und ein Verfahren zum Betrieb einer solchen
Vorrichtung.
In der Atemluft auf der Erdoberfläche befinden sich je nach
Umgebungsbedingungen rund 103 bis 106 Aerosolteilchen pro cm3.
Beim Einatmen werden die Aerosolteilchen in bestimmten
Bereichen der Atemwege abgeschieden (regionale Deposition von
Aerosolteilchen). Es sind verschiedene Arten von Abscheide
mechanismen für die Deposition bekannt, die von physikalischen
Aerosoleigenschaften (z. B. Größe, Masse und Geschwindigkeit
der Partikel) und von anatomischen Eigenschaften (z. B. Atem
volumen, Atemfluß) abhängen. Die Aerosolteilchen-Deposition
verursacht eine Schadstoffbelastung des Atemtraktes, die je
nach Art der Aerosolteilchen und Depositionsort nachteilige
Wirkungen auf den Gesundheitszustand ausüben.
Die Erfassung der regionalen Partikelabscheidungen im Atemtrakt
ist Gegenstand zahlreicher experimenteller Untersuchungen
gewesen, bei denen radioaktiv markierte Aerosolteilchen
verwendet wurden. Die Laborexperimente waren wegen des großen
gerätetechnischen Aufwandes, wegen der Beschränkung auf
monodisperse Aerosole (enge Teilchengrößenverteilung) und
wegen der radioaktiven Belastung der Probanden nicht für die
Bereitstellung eines universell einsetzbaren, im medizinischen
Routinebetrieb verwendbaren Systems geeignet.
Es sind auf der Grundlage der Laborexperimente zur Deposition
komplexe theoretische Berechnungen zur regionalen Partikel
abscheidung im Atemtrakt durchgeführt worden (s. R. Köbrich,
Dissertation 1992, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität,
Frankfurt/Main, "Ein mathematisches Fünf-Filtermodell zur
Beschreibung der Filterfunktion der menschlichen Lunge", und
A.C. James et al. in: "The Report of a Task Group of
Commitee 2", Anhang D, 1995, Seiten 231-299). Bei den theo
retischen Berechnungen wurden Gleichungssysteme entwickelt,
die eine Berechnung der regionalen Abscheidewahrscheinlichkeit
(Deposition) unter Verwendung von physikalischen und physio
logischen Parametern erlauben.
Die bekannten theoretischen Modelle erlauben zwar, von den
aufwendigen Laborexperimenten (insbesondere unter Verwendung
von monodispersen, radioaktiv markierten Aerosolteilchen)
abzugehen und die Depositionsparameter in Abhängigkeit von
verhältnismäßig einfach handhabbaren Parametern, auf die im
einzelnen weiter unten eingegangen wird, zu erfassen. Dennoch
wurden bisher keine für den breiten medizinischen Einsatz
geeignete Systeme auf der Grundlage der theoretischen Unter
suchungen realisiert. Die praktische Umsetzung der theoretisch
modellierten Depositionsuntersuchungen setzt nämlich voraus,
daß Testinhalationen von definierten Aerosolen z. B. mittels
eines Verneblers unter hochgenau reproduzierbaren Bedingungen
stattfinden.
Druckluftvernebler haben ein charakteristisches, vom
Hersteller angegebenes Partikelgrößenspektrum, das empfindlich
insbesondere vom Betriebsdruck abhängt. Es ist daher er
forderlich, daß während der Inhalation die Aerosolzufuhr unter
konstanten Druckverhältnissen stattfindet und das Atmungs
verhalten (Strömungsgeschwindigkeit bzw. Druckänderungen
während der Atmung) mit hoher Genauigkeit gemessen werden
kann. Die bisher bekannten Inhalationsgeräte erfüllen die
hohen Anforderungen nicht, die an die Konstanz und Repro
duzierbarkeit der in die theoretische Modellierung eingehenden
Parameter gestellt werden. Herkömmliche Einrichtungen zum
Verneblerbetrieb gewährleisten nicht eine genügende Druck
konstanz und somit kein konstantes Partikelgrößenspektrum.
Daher sind herkömmliche Inhalationsgeräte bisher nicht für
Untersuchungen der Regionaldeposition verwendet worden.
Aus EP-A-0 42 468 ist eine Einrichtung zur Untersuchung der
Atemwege auf Reizstoff-Überempfindlichkeit bekannt, die zur
sogenannten unspezifischen Provokation der Atemwege einge
richtet ist. Bei der unspezifischen Provokation atmet der
Proband eine bestimmte Aerosolmenge ein. Die Reaktion des
Probanden wird anschließend im Zeitverlauf durch Überwachung
z. B. seines Atmungsverhaltens in einem Bodyplethysmographen
durch Messung des Atmungswiderstandes erfaßt. Die Aerosol
zufuhr erfolgt durch einen inhalationsgetriggerten Vernebler,
der in Abhängigkeit vom Atemverhalten des Probanden gestartet
wird. Mit der inhalationsgetriggerten Verneblung wird
erreicht, daß dem Probanden nur nach Beginn des Einatmens die
Teststoffe (Reizstoffe) zugeführt werden. Die quantitative
Erfassung der zugeführten Aerosolmenge gemäß der seit rd.
20 Jahren verwendeten Standard-Dosimetrieprotokolle ist jedoch
nur begrenzt möglich, da die Verneblung Druckschwankungen
unterliegt und da keine Vorkehrungen getroffen sind, die eine
etwaige Unterbrechung der Inhalation (z. B. Husten oder Ent
fernung des Probanden vom Inhalationsgerät) erfassen und
berücksichtigen.
Aus DE-OS-40 09 067 ist eine Vorrichtung zum Einleiten eines
Aerosols in einen einzuatmenden Luftstrom bekannt, bei dem das
Inhalationsverhalten des Probanden durch Induktiv-Luftstrom
sensoren erfaßt wird. Dies ermöglicht eine inhalationsge
triggerte Verneblung, bei der nicht nur der Atmungsbeginn,
sondern auch Atmungsunterbrechungen berücksichtigt werden. Die
Verneblung wird solange fortgesetzt, bis eine vorbestimmte
Verneblungsdauer erreicht ist. Diese bekannte Vorrichtung ist
ebenfalls nicht für Depositionsuntersuchungen geeignet, da die
Verneblung unannehmbaren Druckschwankungen unterliegt. Kurz
fristige Strömungsänderungen (z. B. Knoten) können nicht erfaßt
werden. Ferner ist die Inhalationsvorrichtung gemäß
DE-OS 40 09 067 nachteilig, da sie konstruktiv an einen
bestimmten Verneblertyp, nämlich an sogenannte Venturi-Ver
nebler, gebunden ist. Außerdem sind keine Vorkehrungen zur
Messung der Strömungsgeschwindigkeit beim Atmen vorgesehen.
Damit ist die bekannte Vorrichtung für universelle Depositions
untersuchungen ungeeignet.
Vernebler für Untersuchungs- oder Medikamentationszwecke
werden so betrieben, daß die Lösung einer wasserlöslichen
Wirksubstanz unter Wirkung des Betriebsdruckes aus einem
Vorratsreservoir durch ein Steigrohr gesogen, gegen Prall
schirme beschleunigt und durch labyrinthartige Kanäle geführt
wird. Die Kanäle sind so gestaltet, daß nur kleinste Tropfen
als Wirkaerosol hindurchtreten können. Die Wirkung dieser
Filterung hängt wesentlich vom Betriebsdruck des Verneblers
und von der Druckkonstanz ab. Da neben den Provokationsunter
suchungen auch ein starker Bedarf nach hochgenauer Medikamen
tierung besteht, ist es bekannt, die zum Verneblerbetrieb
verwendeten Kompressoren mit einer Druckstabilisierung zu
betreiben. Hierzu werden die Kompressoren mit Depotgefäßen
betrieben, die teuer und wegen ihrer Größe für ein Gerät im
Routinepraxiseinsatz nachteilig sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte
Vorrichtung zur kontrollierten Inhalation bzw. zur Erfassung
von Depositionsparametern (Bestimmung der Abscheidewahrschein
lichkeiten) bei Atemwegsuntersuchungen anzugeben, die einfach
aufgebaut und einfach handhabbar ist und ermöglicht, Eingangs
parameter für Depositionsmodelle mit genügender Genauigkeit
und Reproduzierbarkeit bereitzustellen. Aufgabe der Erfindung
ist es ferner, ein Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung
anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der Patentansprüche 1
bzw. 9 erfüllt. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, an einem Inhalations
gerät, das einen Vernebler, eine Versorgungseinheit zur
Bereitstellung des Betriebsdruckes für den Vernebler, eine
Dosier- und Meßeinheit zur Steuerung des Verneblerbetriebs und
zur Messung von Atmungsparametern, und einen Anschlußblock für
einen Mundstückadapter, den Vernebler und Filtermittel zur
Filterung von partikelhaltiger Luft aufweist, bei der Ver
sorgungseinheit und der Dosier- und Meßeinheit Stabilisierungs
mittel zur Stabilisierung des Betriebsdruckes des Verneblers
vorzusehen. Damit wird einerseits eine Stabilisierung der
Partikelerzeugung und somit hochgenaue Aerosoldosierung und
andererseits eine genaue Messung der Atmungsströmungsge
schwindigkeit durch Druckmessung an den Filtermitteln er
möglicht.
Gemäß bevorzugter Ausführungsformen werden die Stabilisierungs
mittel durch eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen ge
bildet. Falls die Dosier- und Meßeinheit mit einem Drei-Wege-
Magnetventil (sogenanntes 3-2-Magnetventil) ausgestattet ist,
durch das der Vernebler zeitweise dem Betriebsdruck eines
Kompressormittels ausgesetzt wird, ist der nicht mit dem
Vernebler verbundene Zweig des Ventils mit einem als Druck
stabilisator wirkender Auslaßwiderstand versehen, dessen
Strömungswiderstand im wesentlichen dem Strömungswiderstand
des Verneblers entspricht, so daß beim Umschalten des Magnet
ventils kein Lastwechsel entsteht, der Schwankungen des vom
Kompressormittel gelieferten Betriebsdrucks verursachen könnte.
Zweitens können die Stabilisierungsmittel ein Ausgleichsgefäß
umfassen, das in einer Verbindungsleitung zwischen dem Kom
pressormittel und der Dosier- und Meßeinheit vorgesehen ist.
Das Ausgleichsgefäß (Druckdose) besitzt vorzugsweise ein
elastisches Wandmaterial. Die Druckdose ist dazu eingerichtet,
geringste Druckschwankungen, die aufgrund des Betriebs des
Kompressormittels dem gelieferten Betriebsdruck überlagert
sind, auszugleichen. Drittens können die Stabilisierungsmittel
durch eine Höhenverstelleinrichtung gebildet werden, die dazu
vorgesehen ist, die Dosier- und Meßeinheit in einer definierten
Betriebshöhe anzuordnen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird der Strömungswiderstand der Filtermittel im
Vergleich zum Strömungswiderstand von Filtermitteln in
herkömmlichen Inhalationsgeräten erhöht. Während Filtermittel
bei herkömmlichen Geräten lediglich dazu vorgesehen sind, eine
Verunreinigung der Probandenumgebung mit Aerosolen zu ver
hindern, besitzen bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die
Filtermittel die folgenden zusätzlichen Funktionen. Die
Filtermittel dienen als Strömungswiderstand, an dem über die
zeitliche Änderung des Druckes beim Ausatmen die Strömungs
geschwindigkeit und das Atemvolumen erfaßt wird. Durch Er
höhung des Strömungswiderstandes kann die Messung der Druck
änderung genauer durchgeführt werden. Gleichzeitig führt ein
hoher Strömungswiderstand dazu, daß der Proband beim Atmen
einen größeren Druck bereitstellen muß. Dies führt zu einer
Öffnung des Stimmbandbereiches und somit zu einer Verminderung
der Abscheidung in den oberen Atemwegen. Die Erhöhung des
Strömungswiderstandes stellt einen wichtigen Unterschied zu
herkömmlichen Geräten dar, bei denen zur Vereinfachung des
Ausatmens der Strömungswiderstand der Filtermittel gerade
niedrig gewählt wurde. Der Strömungswiderstand der Filter
mittel ist vorzugsweise vierfach höher als der Strömungs
widerstand herkömmlicher Aerosol- oder Bakterienfilter.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist vorzugsweise erste und
zweite Eichmittel auf, die dazu vorgesehen sind, Luftdruck
schwankungen und das Pumpvermögen des Kompressormittels zu
erfassen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch den Einsatz geeig
neter Stabilisierungsmittel zur Stabilisierung des Betriebs
druckes des Verneblers gekennzeichnet. Ferner erfolgt er
findungsgemäß während des gesamten Inhalationsverlaufs eine
Atmungsgeschwindigkeitsmessung durch eine Druckmessung an
Filtermitteln. Je nach den konkreten Anwendungsbedingungen
wird das Verfahren in vorteilhafter Weise unter Realisierung
von mindestens zwei Eichvorgängen durchgeführt.
Erfindungsgemäße Vorrichtungen besitzen die folgenden Vorteile.
Es wird die Überwachung des gesamten Ventilationsvorganges
ermöglicht. Durch die Druckmessung am Strömungswiderstand kann
genau erfaßt werden, wann und wie lange vom Probanden geatmet
wird. Damit und durch die stabilisierte Dosierung wird eine
definierte Inhalation erfaßbar, die erstmalig eine praktikable
Auswertung der oben angegebenen theoretischen Depositions
modelle ermöglicht. Der Vernebler kann in Abhängigkeit vom
Atmungsverhalten gesteuert werden. Er kann insbesondere
gestoppt werden, falls der Proband sich vom Mundstückadapter
löst. Damit wird eine Belastung des Bedienungspersonals
vermindert. Die Vorrichtung erlaubt neben Depositionsunter
suchungen eine genau dosierbare Zufuhr von Medikamenten. Damit
lassen sich auch spezifische Provokationen (z. B. für Allergie
tests) und Medikamentierungen einfach durchführen. Schließlich
ist die Vorrichtung durch eine Modulbauweise gekennzeichnet,
die eine leichte Anpassung an verschiedene Verneblertypen und
eine einfache Reinigung (Sterilisierbarkeit) ermöglicht, so
daß die Vorrichtung universell im Praxisbetrieb eingesetzt
werden kann. Es wird erstmalig die Verwendung eines
Inhalationsgerätes für wasserlösliche Wirkstoffe zur Erfassung
von Eingangsparametern theoretischer Depositionsmodelle
angegeben.
Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden unter
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Blockdarstellung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Fig. 2 eine Ansicht von Einzelheiten der Versorgungseinheit
gemäß Fig. 1;
Fig. 3 Drauf- und Seitenansichten von Einzelheiten der
Dosier- und Meßeinheit gemäß Fig. 1; und
Fig. 4 einen Anschlußblock in Draufsicht und in (teilweise
geschnittener) Seitenansicht.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100 zur kontrollierten
Inhalation bzw. zur Erfassung von Atmungsparametern umfaßt
gemäß Fig. 1 eine Steuereinheit 101, eine Versorgungseinheit
102, eine Dosier- und Meßeinheit 103, einen Anschlußblock 104,
einen Vernebler 105 und eine Stelleinrichtung 106. Die Steuer
einheit 101 umfaßt Mittel zur Steuerung der übrigen Kompo
nenten nach der unten erläuterten Verfahrensweise, zur Meß
wertaufnahme und zur Anzeige bzw. Signalisierung von Betriebs- und
Probandenparametern. Die Steuereinheit 101 umfaßt vorzugs
weise einen Mikrorechner oder eine Schnittstelle zur An
steuerung mit einem Mikrorechner.
Die Versorgungseinheit 102 enthält gemäß Fig. 2 die folgenden
Baugruppen, die in kompakter Form in einem Gehäuse 200
untergebracht sind. Ein Ansaugzweig umfaßt eine Ansaugöffnung
201, Reinigungsfilter 202 und eine Ansaugleitung 203. Die
Reinigungsfilter 202 sind übliche Filter zur Aufnahme von
Schwebeteilchen, Öl und Staub und dergl., wie sie zum Beispiel
auch in Kraftfahrzeugmotoren zur Luftfilterung eingesetzt
werden. Je nach Gestaltung der Filter 202 kann es genügen, daß
nur ein Filter vorgesehen ist, oder erforderlich sein, daß
mehr als zwei Filter vorgesehen sind. Die Ansaugleitung 203
mündet in den Kompressor 204, der bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel durch einen Kolbenmotorkompressor gebildet
wird. Vom Kompressor 204 führt eine Druckleitung 205 zu einem
Ausgleichsmittel 206 und von diesem eine weitere Druckleitung
205 zum Leitungsanschluß 207, der in einer Gehäusewand 210
vorgesehen ist. Das Ausgleichsmittel 206 wird durch eine
Druckdose gebildet. Diese wird vorteilhafterweise durch ein
Behältnis gebildet, das im wesentlichen einer Flasche mit
einer elastischen Wandung und mit seitlichen Ansätzen für die
Druckleitungen 205 entspricht. Das Ausgleichsmittel wird
vorzugsweise durch eine Kunststoffflasche mit einem Volumen
von rund 50 ml gebildet. Das Ausgleichsmittel wirkt als
Stabilisierungsmittel für den Betriebsdruck, der vom Kompressor
bereitgestellt wird, indem Kolbenschwankungen elastisch auf
genommen und ausgeglichen werden. Im Vergleich zu Kompressor
mitteln mit ausgedehnten Ausgleichsreservoiren ist das er
findungsgemäß vorgesehene Ausgleichsmittel wesentlich ein
facher aufgebaut und preisgünstiger herstellbar.
Weitere Komponenten zur elektrischen Versorgung (Sicherheits
transformator 208) und zur rechnergeschützten Ansteuerung
(PC-Schnittstelle 209) sind vorteilhafterweise mit in die
Gehäusewand 210 integriert.
Als Kompressor 204 kann eine beliebige Einrichtung ausgewählt
werden, die einen zum Betrieb möglichst vieler Verneblertypen
genügend hohen Betriebsdrucks bereitstellt. Vorzugsweise
stellt der Kompressor 204 einen Betriebsdruck von rund 1,6 bar
oder eine Förderleistung von rd. 6 l/min bereit.
Vom Leitungsanschluß 207 an der Versorgungseinheit 102
führt eine Druckleitung 301 zur Dosier- und Meßeinheit 103,
die ebenfalls in kompakter Form in einem Gehäuse 300, 300a
untergebracht ist (s. Fig. 3).
Die Druckleitung 301 führt zu einem 3-2-Magnetventil 302,
dessen erster Ausgang mit der Druckdurchführung 303 und dessen
zweiter Ausgang mit dem Auslaßwiderstand 304 verbunden ist.
Die Druckdurchführung 303 ragt durch die Wand des Gehäuses 300
auf die Außenseite der Dosier- und Meßeinheit 103, die zum
Anschluß des unten erläuterten Anschlußblocks 104 vorgesehen
ist. Hierfür ist an der Außenseite des Gehäuses 300 neben der
mit einem O-Ring 305 versehenen Druckdurchführung 303 eine
Rasterarretierung 306 vorgesehen, mit der der Anschlußblock
104 im Betriebszustand verriegelt werden kann.
In der Wand des Gehäuses 300 ist ferner eine Druckmeßöffnung
307 vorgesehen, über die im zusammengesetzten Zustand der Raum
strömungsseitig vor den Filtermitteln am Anschlußblock mit dem
Drucksensor 308 in der Dosier- und Meßeinheit 103 in Ver
bindung steht. Der Drucksensor 308 ist vorzugsweise ein piezo
elektrischer Drucksensor.
Die Dosier- und Meßeinheit 103 enthält ferner eine
Schaltungskarte 309 mit Schaltmitteln, über die die Signale
des Drucksensors 308 und die Ansteuersignale für das
Magnetventil 302 mit der elektrischen Anschlußleitung 310
abgegriffen bzw. zugeführt werden können.
Der Auslaßwiderstand 304 ist ein an sich bekannter "Auspuff"
des Kompressors, solange dieser nicht zum Betrieb des Ver
neblers benutzt wird. Der Auslaßwiderstand 304 ist vorzugs
weise aus einem metallischen Drahtgeflecht gebildet, um die
ausströmende Druckluft diffus zu verteilen und Störungen des
Drucksensors 308 zu vermeiden. Erfindungsgemäß ist der Auslaß
widerstand außerdem derart ausgebildet, daß er einen Strömungs
widerstand bildet, dessen Wert dem Strömungswiderstand des am
Anschlußblock 104 angesetzten Verneblers 105 entspricht. Damit
werden eventuelle Druckschwankungen beim Lastwechsel bei
Betätigung des Magnetventils 302 vermieden. Um einfach an
verschiedene Verneblertypen angepaßt werden zu können, ist der
Auslaßwiderstand 304 vorzugsweise über ein geeignet geformtes
Ansatzstück 304a auswechselbar gestaltet. Damit kann sicher
gestellt werden, daß die Erzeugung der Druckluft aufgrund des
angeglichenen Auslaßwiderstands (Auslaßventil) immer unter
Konstantlast arbeitet. Falls die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit einem anderen Kompressormittel als dem dargestellten
Kompressor 204 betrieben wird, kann der Auslaßwiderstand
gegebenenfalls durch einen druckdichten Verschluß (z. B.
Schraubverschluß) ersetzt werden, falls die dann eingesetzte,
externe Druckluftquelle die hochstabile Druckluftversorgung
für den Betrieb des Verneblers sicherstellt.
In Fig. 4 ist beispielhaft ein Anschlußblock 104 in zwei
Ansichten dargestellt, der zur Anbringung an der Seite des
Gehäuses 300 (s. Fig. 3) mit der Druckdurchführung 303, der
Rasterarretierung 306 und der Öffnung 307 vorgesehen ist. Der
Anschlußblock 104 umfaßt ein Basisteil 401, das mit ver
schiedenen Verbindungsmitteln versehen ist. Ein erstes Ver
bindungsmittel 402 führt zum Mundstückadapter (nicht darge
stellt), der vom Mund des Probanden aufgenommen wird. Ein
zweites Verbindungsmittel ist der Filteransatz 403, an dem die
erfindungsgemäß gestalteten Filtermittel (nicht dargestellt)
angebracht werden. Ein weiteres Verbindungsmittel ist der
Vernebleransatz 404, der in geeigneter Weise an das ent
sprechende Anschlußstück eines kommerziell verfügbaren Ver
neblers (nicht dargestellt) angepaßt ist. Schließlich ist eine
Aufnahme 405 vorgesehen, in die die Druckdurchführung 303 mit
dem O-Ring 305 von der Dosier- und Meßeinheit 103 (siehe Fig. 3)
hineinragt. Zum Betrieb einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
können mehrere auswechselbare Anschlußblöcke 104 vorgesehen
sein, die sich jeweils durch die Gestaltung des Vernebler
ansatzes 404 unterscheiden, um universell mit verschiedenen
Verneblertypen betreibbar zu sein.
Die am Filteransatz 403 angebrachten Filtermittel enthalten
einen Aerosol- oder Bakterienfilter. Vorzugsweise werden
Filterbauformen und -materialien verwendet, wie sie in der
Beatmungstechnik der Intensivmedizin üblich sind. Das
Filtermaterial wird derart ausgewählt, daß der Strömungs
widerstand der Filtermittel so hoch ist, daß die Aerosole
vorzugsweise in den tieferen Atemwegsregionen des Probanden
abgeschieden werden. Hierfür ist der Strömungswiderstand etwa
vierfach höher als der Strömungswiderstand von Bakterien
filtern an herkömmlichen Inhalationsgeräten. Vorzugsweise
beträgt der Strömungswiderstand rund 18 kPa/sm2.
Die Dosier- und Meßeinheit 103 und der Anschlußblock 104 sind
so ausgebildet, daß die Druckluftwege insbesondere vom
Magnetventil zum Vernebler kurz sind. Damit wird die
Ansprechzeit der Vorrichtung verringert und die Verneblungs
zeit wird eichbar. Außerdem ist dadurch der Atmungstotraum der
Vorrichtung klein gehalten. Dies ist insbesondere für Unter
suchungen bei Kindern vorteilhaft, da der CO2-Rückstand
minimiert wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann ferner die in Fig. 1
schematisch angegebene Stelleinrichtung 106 umfassen, mit der
die Höhe der Dosier- und Meßeinheit 103 mit angesetztem
Anschlußblock 104 einstellbar ist. Dies ist insbesondere
vorteilhaft, falls die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem
gesonderten Meßsystem mit Bezugsdruck betrieben wird (z. B.
mit einem Bodyplethysmographen).
Im folgenden wird die Verfahrensweise zum Betrieb der
erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.
Bei Depositionsuntersuchungen sollen Depositionsparameter zu
den einzelnen Depositionsbereichen erfaßt werden. Neben dem
Parameter Regional-Deposition sind dabei sogenannte regionale
Wirksamkeitsparameter von Interesse. Die beim menschlichen
Atemweg unterschiedenen Regionen umfassen die extrathorakale
(zuführende Atemwege: Mund, Rachen und Luftröhre), die
trachiobronchiale (Lunge nach der ersten bis zur zehnten
Bifukation), die bronchiolare (Bronchialbaum nach der
zehnten Bifukation) und die alveolare (Bereich der Lungen
alveolen) Region. Zur Erfassung der Depositionsparameter in
diesen Regionen nach den theoretischen Modellen müssen
Aerosolparameter, morphologisch-physiologische Parameter und
personenbezogene Skalierungsparameter bekannt sein. Die
Aerosolparameter (z. B. geometrischer Partikeldurchmesser,
aerodynamischer Partikeldurchmesser, massenmedianer Durch
messer, Diffusionskoeffizient, Transportgeschwindigkeit,
mittlere Dichte und weitere thermodynamische Größen) sind
abhängig vom verwendeten Vernebler (Herstellerangaben). Die
personenbezogenen Skalierungsparameter umfassen Tabellenwerte
wie z. B. das Verhältnis des Durchmessers der Trachea eines
erwachsenen Mannes zum Tracheadurchmesser des Probanden oder
ähnliche Skalierungsgrößen. Die morphologisch-physiologischen
Parameter werden mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung (zum
Teil in Kombination mit Zusatzeinrichtungen) erfaßt. Diese
Parameter umfassen das Atemzugvolumen (cm3), den sogenannten
volumetrischen Fluß (cm3/s) und die sogenannte funktionelle
Residualkapazität (cm3). Das Atemzugvolumen und der
volumetrische Fluß werden aus der Messung des Druckes im
Anschlußblock 104 (vor den Filtermitteln) und Umrechnung auf
Volumenwerte entsprechend den Gasgesetzen bestimmt. Die
funktionelle Residualkapazität wird durch eine Atmungs
untersuchung in einem an sich bekannten Bodyplethysmographen
oder durch eine He-Einwaschung bestimmt, kann aber auch ohne
Untersuchung in Form eines Sollwerts des Probanden berück
sichtigt werden.
Um die Aerosolparameter genau einzuhalten und die morpho
logisch-physiologischen Parameter genau zu bestimmen, ist das
erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb einer Inhalations
vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebsdruck des
eingesetzten Verneblers stabilisiert wird, daß während der
Verneblung der Druck an den Filtermitteln gemessen wird
und/oder daß Eichschritte vorgenommen werden, um die Ge
nauigkeit und Reproduzierbarkeit der Volumen- und Strömungs
messungen sicherzustellen. Eine erste Eichung (Luftdruck
eichung) findet je nach Wetterlage in geeigneten Abständen
(z. B. einmal pro Tag) statt. Zur Luftdruckeichung wird die
erfindungsgemäße Vorrichtung mit dem Mundstückadapter nicht
mit einem Probanden, sondern mit einer Eichpumpe verbunden.
Die Eichpumpe erlaubt es, manuell oder maschinell genormte
"Atemzüge" zu simulieren und dient dabei als Meßwiderstand mit
bekannten Merkmalen. Eine zweite Eichung (Drucklufteichung)
dient der Ermittlung des Volumens, das bei der Inhalation dem
Atemstrom zugeführt wird. Hierfür wird die erfindungsgemäße
Vorrichtung mit verschlossenem Mundstückadapter betrieben.
Dadurch wird der gesamte Luftstrom vom Kompressormittel und
Vernebler direkt durch die Filtermittel gegeben, an denen das
durchgeflossene Volumen pro Zeiteinheit (l/s) gemessen wird.
Der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann ferner
vorsehen, daß mit der Stelleinrichtung 106 die Höhe der
Dosier- und Meßeinheit 104 mit dem Vernebler 105 eingerichtet
wird.
Der Untersuchungsablauf sieht vor, daß die Vorrichtung nach
Einrichtungsschritten und Eichschritten (Wahl des gewünschten
Verneblers 105, des gewünschten Auslaßwiderstandes 304 und der
gewünschten Betriebshöhe, s. Fig. 1, 4, Eichung) mit dem
Probanden verbunden wird. Der Proband wird mit verschlossener
Nase (z. B. mit einer Klemme) an den Mundstückadapter am
Anschlußblock 104 gesetzt. Eine Bedienungsperson gibt die
Parameter für die Verneblungsstufe mit der Steuereinheit 101
vor. Bei jedem Einatemmanöver des Patienten, das durch die
Druckmessung im Anschlußblock 104 vor den Filtermitteln mit
dem Drucksensor 308 erfaßt wird, steuert die Steuereinheit 101
die Dosier- und Meßeinheit 103 an, um eine definierte Aerosol
menge in den Atemweg zu führen. Falls der Drucksensor 308
erfaßt, daß die Filtermittel etwa nicht am Anschlußblock 104
angebracht sind, wird die Verneblung blockiert. Ebenso wird
mit dem Drucksensor 308 erfaßt, falls das Atemmanöver durch
Husten des Probanden oder Lösen vom Mundstückadapter unter
brochen wird. Beim Ausatmen wird durch die Messung des Druckes
und seiner zeitlichen Änderung das Atemzugsvolumen und die
Strömungsgeschwindigkeit ermittelt. Nach Abschluß der letzten
Verneblung werden die physikalischen Daten des Verneblers und
die Probandendaten an die Steuereinheit 101 übergeben und ein
Programmablauf zur Depositionsberechnung gemäß den an sich
bekannten, oben erwähnten theoretischen Modellen aufgerufen.
Eine Verarbeitung der Depositionsdaten schließt sich als
Auswertungsschritt an.
Die Steuereinheit 101 besitzt Anzeigemittel (z. B. Bildschirm)
an denen simultan zum Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrich
tung aktuelle morphologisch-physiologische Parameter des
Probanden während der Inhalation angezeigt werden. Dies ermög
licht eine direkte Kontrolle des Probandenverhaltens durch den
Bediener oder den Probanden und gegebenenfalls die Vornahme
von Korrekturen, um optimale Parameter als Eingangsgrößen für
die Depositionsberechnung zu erhalten. Es können insbesondere
der Schalt-Triggerpunkt des Magnetventils (des Verneblers),
der in Abhängigkeit von der Zeit nach dem Beginn des Einatmens
und vom Atemvolumen gewählt wird, die Dauer der Verneblung pro
Atemzug, gegebenenfalls Erholungsatemzüge sowie ein Strömungs
profil angezeigt werden. Die Anzeige des Strömungsprofils
(Atemvolumen pro Zeit) erlaubt es, eine möglichst geringe
Strömungsgeschwindigkeit beim Einatmen einzuhalten (vorzugs
weise unterhalb von 0,5 l/s), wodurch Impaktabscheidungen von
Aerosol in oberen Atemwegsbereichen reduziert werden. Das
Anzeigemittel kann auch ein Signalmittel umfassen, mit dem
optisch oder akustisch signalisiert wird, falls während der
Verneblungsstufe der Proband für die Auswertung ungeeignete
Meßergebnisse liefert, falls er z. B. zu stark oder hektisch
atmet oder ein zu geringes Volumen in hoher Frequenz ven
tiliert.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform umfaßt eine erfindungs
gemäße Vorrichtung die Kombination eines Inhalationsgerätes
mit Druckstabilisierung mit einem Bodyplethysmographen.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur kontrollierten Inhalation bei Atemwegs
untersuchungen, umfassend eine Verneblereinrichtung (105),
eine Versorgungseinheit (102) mit einem Kompressormittel zur
Bereitstellung eines Betriebsdrucks für die Vernebler
einrichtung (105), eine Dosier- und Meßeinheit (103) zur
Steuerung der Verneblereinrichtung (105) und zur Messung von
Atmungsparametern, und einen Anschlußblock (104), an dem die
Verneblereinrichtung (105), ein Mundstückadapter und Filter
mittel angebracht sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
Stabilisierungsmittel zur Stabilisierung des vom Kompressor
mittel gelieferten Betriebsdrucks vorgesehen sind.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, bei der das Kompressormittel
durch einen Kolbenkompressor (204) gebildet wird und die
Stabilisierungsmittel ein Ausgleichsgefäß (206) umfassen, das
in einer Druckleitung (205) zwischen dem Kolbenkompressor
(204) und der Dosier- und Meßeinheit (103) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, bei der die Dosier- und
Meßeinheit (103) ein 3-2-Magnetventil (302) enthält und
die Stabilisierungsmittel einen Auslaßwiderstand (304) an
einem Zweig des Magnetventils (302) umfassen, wobei der
Strömungswiderstand des Auslaßwiderstandes (304) derart
gewählt ist, daß er im wesentlichen gleich dem Strömungs
widerstand der Verneblereinrichtung (105) ist.
4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Stabilisierungsmittel eine Stelleinrichtung (106) zur
Einstellung der Höhe der Dosier- und Meßeinheit (103) mit dem
Anschlußblock (104) umfassen.
5. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Filtermittel am Anschlußblock (104) mit einem
Strömungswiderstand eingerichtet sind, der höher als der
Strömungswiderstand von Bakterien- oder Aerosolfiltern ist.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der in der Dosier- und Meßeinheit (103) ein Drucksensor (308)
vorgesehen ist, mit dem während des Betriebs der Vorrichtung
der Druck im Anschlußblock (104) meßbar ist, und bei der
ferner Steuermittel zur Betätigung der Verneblereinrichtung
(105) in Abhängigkeit vom Druck im Anschlußblock (104)
vorgesehen sind.
7. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der erste Eichmittel zur Luftdruckeichung und zweite Eich
mittel zur Drucklufteichung vorgesehen sind.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der ferner Anzeige- und/oder Signalisierungsmittel vorgesehen
sind, die dazu eingerichtet sind, in Reaktion auf den Druck im
Anschlußblock (104) Zustände des Vorrichtungsbetriebs und der
Atemwegsuntersuchung anzuzeigen bzw. signalisieren.
9. Verfahren zum Betrieb eines Inhalationsgerätes zur kontrol
lierten Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen, bei dem eine
Verneblereinrichtung (105) in Abhängigkeit vom Atmungsver
halten eines Probanden betätigt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Betrieb der Verneblereinrichtung (105) druckstabilisiert
erfolgt und daß zur Erfassung des Atmungsverhaltens kontinuier
lich das Atemvolumen und die Atemströmungsgeschwindigkeit
durch eine Druckmessung ermittelt werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, bei dem Eich- und/oder Ein
richtungsschritte durchgeführt werden.
11. Verfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, bei dem Zustände der
Verneblereinrichtung und des Atmungsverhaltens des Probanden
angezeigt und signalisiert werden.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem
physikalische Parameter der Verneblereinrichtung und
morphologisch-physiologische Parameter des Probanden, die aus
dem Atemvolumen und der Atemströmungsgeschwindigkeit abge
leitet werden, erfaßt und mit einem an sich bekannten
Modellierungsverfahren zur Bestimmung regionaler Depositions
parameter verarbeitet werden.
13. Verwendung eines druckstabilisierten Inhalationsgerätes
mit einer Verneblereinrichtung zur Verneblung von wasser
löslichen Wirkstoffen zur Bereitstellung Eingangsparametern
bei der Modellierung der regionalen Deposition von Aerosolen in
Atemwegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996145411 DE19645411A1 (de) | 1996-11-04 | 1996-11-04 | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996145411 DE19645411A1 (de) | 1996-11-04 | 1996-11-04 | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19645411A1 true DE19645411A1 (de) | 1998-05-14 |
Family
ID=7810604
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996145411 Withdrawn DE19645411A1 (de) | 1996-11-04 | 1996-11-04 | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Inhalation bei Atemwegsuntersuchungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19645411A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29908593U1 (de) | 1999-05-14 | 1999-07-22 | Jago Research AG, Hergiswil | Mundstück für einen Inhalator zur Abgabe eines Medikaments |
| US6182655B1 (en) | 1995-12-07 | 2001-02-06 | Jago Research Ag | Inhaler for multiple dosed administration of a pharmacological dry powder |
| EP1201258A3 (de) * | 2000-10-31 | 2003-07-30 | Institut für Aerosol-Medizin InAMed GmbH | Verfahren und Apparatur zur Optimierung einer Dosisabscheidung bei einer inhalatorischen Medikamentenapplikation |
| US7131441B1 (en) | 1995-12-07 | 2006-11-07 | Skyepharma Ag | Inhaler for multiple dosed administration of a pharmacological dry powder |
| CN115413831A (zh) * | 2016-11-18 | 2022-12-02 | 莱战略控股公司 | 用于气溶胶递送设备的压力感测 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0042468B1 (de) * | 1980-06-24 | 1986-05-28 | ERICH JÄGER GmbH & Co. KG | Einrichtung zur Untersuchung der Atemwege auf Reizstoff-Überempfindlichkeit |
-
1996
- 1996-11-04 DE DE1996145411 patent/DE19645411A1/de not_active Withdrawn
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