DE19644914C2 - Mühlenluftvorwärmer - Google Patents
MühlenluftvorwärmerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen regenerativen konzentrisch aufgebauten Mühlenluftvor
wärmer für eine Kraftwerksanlage mit Kohlenstaubfeuerung mit je einem Sektor und
entsprechenden Anschlußstutzen für Primär- und Sekundärluft und mit je einem Pri
mär- und Sekundärgasteil mit entsprechenden Anschlußstutzen, wobei im Anschluß
stutzen für das Sekundärgas Klappen angeordnet sind.
Insbesondere betrifft die Erfindung einen konzentrischen Mühlenluftvorwärmer für
Dampferzeuger mit Kohlenstaubfeuerung, bei dem die Einstellung der geforderten
Mühlenheißlufttemperatur mit Hilfe eines Primärkaltluftbypasses erfolgt und die da
durch bedingten unterschiedlichen Abgastemperaturen hinter Primär- und Sekundärteil
ausgeglichen werden, indem der Anschlußstutzen für das Sekundärgas in mindestens
zwei separate Strömungsbereiche unterteilt und wenigstens eine dieser Strömungsbe
reiche mit einem Absperr- oder Drosselorgan versehen und mit Hilfe dieser Einrichtung
die Rauchgasmenge zwischen Primär- und Sekundärgasteil verschoben wird.
In fossil beheizten Kraftwerksanlagen wird die zur Verbrennung benötigte Luft übli
cherweise in Regeneratoren, sogenannten Luftvorwärmern, aufgeheizt. Bei Kohlen
staubfeuerungen wird die zur Verbrennung vorgesehene Kohle zunächst in einer
Mahlanlage gemahlen, bevor der so erzeugte Kohlenstaub zur Verfeuerung
gelangt.
Üblicherweise wird ein als Primärluft bezeichneter Teilstrom der im Luftvorwärmer
vorgewärmten Verbrennungsluft benutzt, um den Kohlenstaub in der Mahlanlage zu
trocknen, zu sichten und von der Mahlanlage zu den Brennern zu transportieren,
während die übrige Luftmenge als sogenannte Sekundärluft direkt zu den Brennern
der Feuerung zugeführt wird. Regeneratoren, welche die getrennte Führung von
Primär- und Sekundärluft ermöglichen, werden als Mühlenluftvorwärmer bezeich
net.
Ein Überblick über die Möglichkeiten der konstruktiven Ausführung solcher tech
nisch erprobter Mühlenluftvorwärmer in mehreren unterschiedlichen Bauarten ist
aus der DE-Z VGB Kraftwerkstechnik 61, Heft 7 (Juli 1981) bekannt. Eine der hierin
gezeigten Varianten ist als konzentrischer bzw. Zweistrom-Mühlenluftvorwärmer
bekannt geworden.
Ein besonderes Ausführungsmerkmal der bei konzentrischen Mühlenluftvorwär
mern entsprechend Bauart Ljungström üblichen Bauform ist, daß der Primär- und
Sekundärteil im Rotor konzentrisch angeordnet sind. Dabei befinden sich der Pri
märteil innen und der Sekundärteil außen. Die Abdichtung zwischen beiden Teilen
wird durch eine einfache Ring-Labyrinth-Abdichtung bewirkt. Diese Ring-Labyrinth-
Abdichtung ist an der Radialabdichtung angehängt. Sie wird mit dieser gemeinsam
eingestellt und entsprechend der thermisch bedingten Verformung des Rotors
nachgeführt.
Zur Abdichtung des Rotors gegenüber dem feststehenden Gehäuse des Mühlen
luftvorwärmers ist jeweils ein den Rotor umfassender Stahlgürtel vorgesehen, wel
cher zum einen in radialer und zum anderen in axialer Richtung ausgerichtet ist
und entsprechend den thermisch bedingten Verformungen des Rotors mittels zuge
ordneter Betätigungselemente nachgeführt wird
Die je nach Kessellast und damit entsprechend der Anzahl der in Betrieb befindli
chen Mühlen und Kohlezusammensetzung hinsichtlich deren Feuchtegehalt, des
Anteils an flüchtigen Bestandteilen sowie der Mahlfeinheit geforderte Mühlenluftmenge
und Mühlenlufttemperatur wird bei konzentrischen oder Zweistrom-
Luftvorwärmern, wie bei Mühlenluftvorwärmern allgemein üblich, mit Hilfe eines Pri
märkaltluftbypasses geregelt. Dieser Regeleingriff verursacht naturgemäß Unterschie
de in der Abgastemperatur hinter dem Primär- bzw. Sekundärteil des Luftvorwärmers.
Wegen der sehr starken Temperaturabhängigkeit des elektrischen Staubwiderstandes
und der dadurch beeinflußten Abscheideleistung der Elektrofilter muß mit Rücksicht auf
den Abscheidegrad das Abgastemperaturprofil vor den Filtern möglichst gleichförmig
sein. Es dürfen also einerseits keine großen Temperaturdifferenzen in der Abgastem
peratur hinter Primär- und Sekundärteil der Mühlenluftvorwärmer auftreten und ande
rerseits muß der Auslegungsbereich für die Rauchgastemperatur im Elektrofilter einge
halten werden.
Weiterhin darf die Temperatur der Heizfläche am kalten Ende des Regenerators an
keiner Stelle die Taupunkttemperatur des Rauchgases unterschreiten, um so Konden
sation und damit einhergehende Verschmutzung zu vermeiden. Zum Ausgleich der
durch den Primärkaltluftbypass bedingten unterschiedlichen Abgastemperaturen hinter
Primär- und Sekundärteil muß eine zusätzliche Verschiebung der Rauchgasmengen
zwischen Primär- und Sekundärteil erfolgen.
Entsprechend dem aus der DE-AS 12 52 349 bekannten Stand der Technik sind hierzu
Rauchgasklappen zur Regelung der Abgastemperaturunterschiede zwischen Primär-
und Sekundärteil und zusätzlich ein Kaltluftbypass zur Einstellung der Mühlenheißluft
temperatur vorgesehen, welche mittels einer kombinierten Regelung betrieben werden.
Dabei erfolgt für den Betriebsfall hoher Kohlenfeuchte ein Verschieben der über den
Primärteil geführten Rauchgasmenge und/oder eine Anhebung der Rauchgastempera
tur vor dem Primärteil durch Abnahme eines Rauchgasteilstromes vor dem üblicher
weise zwischen Kessel und Luftvorwärmer eingebauten Economizer.
Die im Stand der Technik bekannten Regelungskonzepte benötigen Drosselorgane, die
meist als mehrzügige Jalousieklappen ausgebildet sind und die Rauchgaskanalquer
schnittsflächen oder die rauchgasseitigen An- oder Abströmstutzenquerschnittsflächen
komplett abdecken. Wegen der zu regelnden hohen Gasvolumenströme
mit mehr als 1.000.000 Nm3/h und deshalb großen abzudeckenden Quer
schnittsflächen braucht man entsprechend große und teuere Klappen. Hinzukommt,
daß die Rauchgasklappen, insbesondere bei gedrosseltem Betrieb, einem hohen
Verschleiß durch Stauberosion ausgesetzt und deshalb sehr wartungsintensiv sind,
was sich wieder in erheblichen Kosten niederschlägt.
Zur Abdeckung von sicherheitstechnischen Anforderungen ist es zudem erforder
lich, daß die einzelnen Klappenorgane umfangreich gegeneinander verschaltet
sind und verriegelt werden können. Dies verursacht zusätzlichen Aufwand hinsicht
lich der erforderlichen Hardware und Software.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, einen Mühlenluftvorwärmer der eingangs genannten Art zu schaffen, bei wel
chem die zur Regelung der Rauchgasmengen durch den Primär- und Sekundärteil
erforderlichen Drossel- und/oder Absperrorgane einen geringeren Aufwand bei
Herstellung, Transport, Montage und Betrieb sowie bei der Wartung verursachen
als die seither eingesetzten Rauchgasklappen. Ferner soll ein Verfahren aufgezeigt
werden, das einen leicht handhabbaren Betrieb des Mühlenluftvorwärmers gestat
tet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Gemäß der Erfindung weist ein Anschlußstutzen, der den Rauchgaskanal mit dem
Sekundärgassektor des Mühlenluftvorwärmers verbindet, wenigstens eine in Strö
mungsrichtung ausgerichtete Trennwand auf, welche ihn in wenigstens zwei sepa
rate Strömungsbereiche unterteilt, wobei wenigstens ein Strömungsbereich mit ei
nem Drossel- und/oder Absperrorgan versehen ist. Bevorzugterweise werden die
Drossel- und/oder Absperrorgane in die von benachbarten Trennwänden gebilde
ten Strömungsbereiche eingebaut.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die wenig
stens eine Trennwand in einem mit dem Rauchgaskanal verbundenen Anschluß
stutzen für das Sekundärgas angeordnet. Dabei ist es entsprechend dem jeweiligen
Einzelfall, das heißt abhängig von der konstruktiven Gestaltung des Luftvorwärmers
als auch von den betriebsabhängigen Randbedingungen, günstig, daß die wenig
stens eine Trennwand in dem anströmseitigen Sekundärgas-Anschlußstutzen, auf
der sogenannten heißen Seite, angeordnet ist.
Andererseits kann es statt dessen in bestimmten Fällen günstiger sein, daß die
wenigstens eine Trennwand in dem abströmseitigen Anschlußstutzen, auf der so
genannten kalten Seite, angeordnet ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es auch mög
lich, mindestens eine Trennwand in den anströmseitigen und mindestens eine
Trennwand in den abströmseitigen Anschlußstutzen für das Sekundärgas einzu
bauen.
Entsprechend einer zweckmäßigen Ausbildung des erfindungsgemäßen Mühlen
luftvorwärmers kann die mindestens eine Trennwand bei einem beliebigen Niveau
oberhalb bez. und/oder unterhalb der Rotorstirnfläche beginnen, bei Anordnung
auf der heißen Seite in Strömungsrichtung bzw. bei Anordnung auf der kalten Seite
entgegen der Strömungsrichtung des Rauchgases entlang den Stutzenseitenwän
den führen und vor den Rotorradialwänden enden.
Um die so gebildeten separaten Rauchgaswege im Anschlußstutzen für das Se
kundärgas möglichst gut zum Rotor hin abzudichten, kann in weiterer vorteilhafter
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen konzentrischen Mühlenluftvorwärmers vor
gesehen sein, daß die wenigstens eine im Sekundärgasanschlußstutzen befindli
che Trennwand parallel zu den Radialwänden des Rotors angeordnet ist.
Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die wenigstens eine Trennwand
einen möglichst geringen Abstand zu den stirnseitigen Kanten der Rotorradialwän
de aufweist und in besonders vorteilhafter Weiterbildung mit Dichtelementen ver
sehen ist.
Entsprechend einer günstigen Ausführungsform sind die in dem erfindungsgemä
ßen Mühlenluftvorwärmer in den durch die wenigstens eine vorgesehene Trenn
wand im Sekundärgasstutzen gebildeten separaten Strömungsbereichen angeordneten
Drossel- und/oder Absperrorgane z. B. als Flügel- oder Jalousieklappen be
ziehungsweise als Lamellenklappen ausgebildet.
Mit dem erfindungsgemäß ausgeführten konzentrischen Mühlenluftvorwärmer ist es
erstmals möglich, die zum Ausgleich der durch den Primärkaltluftbypass verursach
ten Rauchgastemperaturunterschiede hinter Primär- und Sekundärgasteil notwen
dige Verschiebung der Rauchgasmengen nicht durch eine jeweilige Zwischenstel
lung eines Drosselorganes im Rauchgaskanal zu erreichen, welches hierdurch ei
nem besonders starken erosiven Verschleiß ausgesetzt ist, sondern dadurch, daß
die Rauchgasmenge durch die separaten Strömungsbereiche im Sekundärgasstut
zen mit Hilfe der dort installierten Drosselorgane geregelt wird.
Besonders vorteilhaft kann das Verschieben der Rauchgasmengen erreicht wer
den, indem Rauchgasklappen in einem oder mehreren separaten Strömungsberei
chen voll geöffnet oder komplett geschlossen werden. Damit können die hinsicht
lich Verschleiß besonders nachteiligen Zwischenstellungen von Rauchgasklappen
vermieden werden, in denen das staubhaltige Rauchgas an der einen Strömungs
widerstand bildenden, schräg gestellten Klappenoberfläche mit erhöhter Ge
schwindigkeit vorbeiströmt. Je mehr separate Strömungsbereiche durch Trennwän
de gebildet und mit Absperrorganen versehen werden, um so
feiner kann durch Schließen oder Öffnen eines oder mehrerer Absperrorgane der
zwischen Primär- und Sekundärgasseite zu verschiebende Rauchgasstrom gere
gelt werden.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung zeigt sich darin, daß beim maximalen Rege
leingriff bezüglich der Primärheißgastemperatur, nämlich Primärkaltluftbypass ganz
offen (100%) oder ganz geschlossen (0%), höchstens ein Drittel, das heißt ca. 20-
30%, der an- und /oder abströmseitigen Sekundärgasrotorfläche für Rauchgas mit
Hilfe der Absperrklappen in den separaten Strömungsbereichen des Anschlußstut
zens betätigt, nämlich geöffnet oder versperrt, werden müssen, um so durch Ver
schieben der entsprechenden Rauchgasmengen zwischen Primär- und Sekundär
gasteil und umgekehrt den notwendigen Temperaturausgleich im Rauchgas hinter
dem Primär- und Sekundärgasteil zu bewirken.
Auf diese Weise kann durch die erfindungsgemäß verminderten Strömungsquer
schnitte, welche mittels Drossel- bzw. Absperrorganen zu kontrollieren sind, demzu
folge der Aufwand für diese Organe deutlich verringert werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß bei der erfindungsgemäßen Ausführung auf
Klappen mit stetigem Stellverhalten verzichtet werden kann und statt dessen einfa
che Auf-Zu-Klappen genügen, was den mit der Herstellung der Klappen verbun
denen Aufwand und den Aufwand für die Regelungstechnik im Betrieb deutlich re
duziert.
Anhand eines in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
sollen die Erfindung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen sowie be
sondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Stirnansicht eines konzentrischen Mühlenluftvorwärmers und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Rauchgasstutzen.
In Fig. 1 ist eine Ansicht der Stirnseite eines konzentrischen Mühlenluftvorwärmers
10 mit einem ersten Anschlußstutzen 12 für primäres Rauchgas und mit einem
zweiten Anschlußstutzen 14 für sekundäres Rauchgas sowie mit einem ersten
Auslaß 16 für Primärluft und mit einem zweiten Auslaß 18 für Sekundärluft darge
stellt. Dabei zeigt diese Darstellung die Anströmseite für das Rauchgas und die
Abströmseite für die Luft. Diese Seite wird auch als 'Heiße Seite' des Luftvorwär
mers 10 bezeichnet.
Die erfindungsgemäße Ausführung sieht vor, daß in den Sekundärgaskanalan
schlußstutzen 14, und zwar an- und/oder abströmseitig, vorzugsweise jedoch an
strömseitig, das heißt auf der sogenannten heißen Seite, mindestens eine Trenn
wand 20, vorzugsweise zwei oder mehrere Trennwände 20 angeordnet sind.
Diese wenigstens eine Trennwand 20 ist bei einem beliebigen Niveau oberhalb
bzw. und/oder unterhalb der Stirnfläche 22 eines zentral angeordneten Rotors 24
angeordnet. Sie führt in Strömungsrichtung des Gases entlang den Seitenwänden
26 des betreffenden Stutzens 14 und endet vor den Radialwänden 28 des Rotors
24.
Mit Hilfe der Trennwand 20 wird also der Rauchgasweg im Sekundärstutzen 14 in
mindestens zwei separate An- oder Abströmbereiche 30 unterteilt. Um die so gebil
deten separaten Gaswege mit der Rotorstirnfläche 22 möglichst gut abzudichten,
ist/sind die Trennwand/-wände 20 vorteilhafterweise parallel zu den Rotorradial
wänden 28 ausgerichtet und enden mit möglichst geringem Abstand vor den stirn
seitigen Kanten dieser Rotorradialwände 28. Zusätzlich können sie noch mit hier
nicht im einzelnen dargestellten bekannten Abdichtsystemen ausgestattet werden.
Zwischen der Trennwand 20 und einer Stutzenseitenwand 26, vorzugsweise zwi
schen zwei Trennwänden 20 oder noch vorteilhafter zwischen jeweils benachbarten
Trennwänden 20 wird ein an sich bekanntes Drosselorgan bzw. werden Drosselor
gane eingebaut, z. B. Flügelklappen, Jalousieklappen usw. Mit einem solchen Dros
selorgan kann nun die Rauchgasmenge durch das von diesem Organ bedienten
Sekundärgas-Rotorsegment variiert werden. Drosselt man so die Rauchgasmenge
durch ein Sekundärgassegment oder sperrt dieses ganz ab, nimmt die Gasmenge
und damit die Gasgeschwindigkeit durch den unversperrten Bereich des Rotors 24
im Sekundärgassektor zu, was zur Folge hat, daß der Druckverlust hier ansteigt
und deshalb eine Teilmenge des Sekundärgases den Weg über den Primärgassek
tor nimmt, und zwar so viel, bis sich der Druckverlust über beiden Gassektoren an
geglichen hat.
Auf diese Weise lassen sich einfach die über den Primär- und Sekundärteil geführ
ten Gasmengen verschieben und so die Gastemperaturen hinter dem Primär- und
Sekundärteil regeln. Um auch die extremen Betriebszustände sicher mit diesem
Regelkonzept abdecken zu können, reicht es aus, maximal 20-30% der Sekun
därgasrotorfläche für das Rauchgas zu versperren. Das bedeutet, daß im Vergleich
zum Stand der Technik, wo die Drosselorgane 100% der Rauchgaskanalquer
schnittsfläche einnehmen, beim hier vorgelegten Konzept sehr viel kleinere Klap
pensysteme ausreichen.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung der erfinderischen Art sieht vor, mehrere
Trennwände 20 in den Sekundärgasstutzen 14 einzubauen und die so gebildeten
Kanalbereiche mit Absperrorganen zu versehen. Je mehr Teilsektoren durch die
Trennwände 20 gebildet und mit Absperrorganen versehen werden, um so feiner
und einfacher kann durch Schließen oder Öffnen eines oder mehrerer Absperror
gane die zwischen Primär- und Sekundärgasstrom zu verschiebende Rauchgas
menge geregelt werden. Es bedarf also keiner Klappen mit stetigem Stellverhalten,
sondern es genügen Auf-Zu-Organe, was zum einen eine preiswerte, regelungs
technisch einfachere und zum anderen eine verschleißarme Lösung darstellt.
Claims (9)
1. Regenerativer, konzentrisch aufgebauter Mühlenluftvorwärmer (10) für eine
Kraftwerksanlage mit Kohlenstaubfeuerung
- a) mit je einem Sektor und entsprechenden Anschlussstutzen (16, 18) für Primär- und Sekundärluft und
- b) mit je einem Primär- und Sekundärgasteil mit entsprechenden Anschlussstutzen (12, 14),
- c) wobei im Anschlußstutzen (14) für das Sekundärgas Klappen angeordnet sind,
- d) dadurch gekennzeichnet,
- e) dass der Anschlußsstutzen (14) für das Sekundärgas wenigstens eine in Strömungsrichtung und in radialer Richtung ausgerichtete Trennwand (20) aufweist,
- f) welche ihn in wenigstens zwei Strömungsbereiche (30) unterteilt, und
- g) dass wenigstens ein Strömungsbereich (3) mit einem Drossel- oder Absperrorgan versehen ist.
2. Mühlenluftvorwärmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlußstutzen für das Sekundärgas (14) mit mehreren in Strömungsrichtung aus
gerichteten Trennwänden (20) versehen ist, welche eine entsprechende Anzahl von
Strömungsbereichen (30) im Sekundärgasanschlußstutzen (14) bilden.
3. Mühlenluftvorwärmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Trennwand (20) im abströmseitigen Anschlußstutzen (15) für das
Sekundärgas angeordnet ist.
4. Mühlenluftvorwärmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Trennwand (20) im anströmseitigen Anschlußstutzen für das Sekun
därgas angeordnet ist.
5. Mühlenluftvorwärmer nach einem der vorherigen Ansprüche, der als kon
zentrischer Mühlenluftvorwärmer (10) der Bauart Ljungström ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die wenigstens eine im Sekundärgasanschlußstutzen vorgese
hene Trennwand (20) parallel zu Radialwänden (28) des Rotors (24) angeordnet ist.
6. Mühlenluftvorwärmer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Trennwand (20) zur Stirnfläche des Rotors (24) hin mit Dichtelemen
ten versehen ist.
7. Mühlenluftvorwärmer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in den durch die wenigstens eine vorgesehene Trennwand (20)
gebildeten Strömungsbereichen (30) angeordneten Drossel- und/oder Absperrorgane
als Jalousieklappen ausgebildet sind.
8. Mühlenluftvorwärmer nach einem der Ansprüche 5 oder 6 und 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Jalousieklappen als Radialklappen mit Radiallamellen aus
gebildet sind.
9. Mühlenluftvorwärmer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß in jedem der durch die wenigstens eine vorgesehene Trennwand
(20) gebildeten Strömungsbereichen (30) Drossel- und/oder Absperrorgane angeord
net sind.
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
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Owner name: ABB PATENT GMBH, 68526 LADENBURG, DE |
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