DE19644499C2 - Trocknungseinrichtung sowie Verfahren zum Trocknen von Geschirrteilen und/oder Tabletts in einer Durchlaufgeschirrspülvorrichtung - Google Patents
Trocknungseinrichtung sowie Verfahren zum Trocknen von Geschirrteilen und/oder Tabletts in einer DurchlaufgeschirrspülvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trocknungseinrichtung zum
Trocknen von Geschirrteilen und/oder Tabletts auf einem
Transportband einer Durchlaufgeschirrspülvorrichtung nach den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie ein
Verfahren zum Trocknen von Geschirrteilen und/oder Tabletts
in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch 9.
In Durchlaufgeschirrspülvorrichtungen werden die zu
behandelnden Geschirrteile und/oder Tabletts auf einem
Transportband angeordnet und nacheinander durch die
Behandlungszonen geführt. Nach üblicherweise einer
Vorreinigungs-, einer Reinigungs- sowie einer Spülzone folgt
eine Trocknungszone, in welcher die in der Spülzone mit
klarem Wasser gespülten Geschirrteile und/oder Tabletts mit
erwärmter Luft beaufschlagt werden, welche über die
Oberflächen der zu trocknenden Teile strömt und die Feuchte
aufnimmt.
Da diese Art von Konvektionstrocknung einen hohen
Energieeinsatz für die Erwärmung der Trocknungsluftströme
erfordert, soll die eingesetzte Energie in bestmöglicher
Weise ausgenutzt werden.
Eine Trocknungseinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 ist beispielsweise durch die DE 30 41 635 A1
bekannt. Diese umfaßt ein oberhalb des Transportbands
angeordnetes Trocknungsgebläse, dem die Trocknungsluft durch
ein weiteres Gebläse zugeführt wird. Dabei stammt diese
Trocknungsluft teilweise aus der Umluft in der
Trocknungseinrichtung und teilweise aus über die
Austragsöffnung des Geschirrs aus der Vorrichtung angesaugten
Umgebungsluft. Das Trocknungsgebläse bläst die Trocknungsluft
in freier Luftströmung nach unten in Richtung des
Transportbandes, so daß die Trocknungsluft über die
Geschirrteile und Tabletts geleitet wird und durch das
Transportband hindurchtritt. Unterhalb des Transportbandes
befindet sich eine Luftleitanordnung in Form einer Art
Umlenkwanne. Durch diese Umlenkwanne soll ein Teil der
Trocknungsluft als Umluft dem dem Trocknungsgebläse
vorgeschalteten Gebläse zugeleitet werden. Ein weiterer Teil
der Trocknungsluft soll entgegen der Transportrichtung der
Geschirrteile und/oder der Tabletts nach innen und oben
geleitet und letztlich aus der
Durchlaufgeschirrspüleinrichtung abgezogen werden. Nachdem in
dieser bekannten Einrichtung die Trocknungsluft im
wesentlichen in freier Strömung geführt wird, wird die
gewünschte Luftführung nur ungenügend erreicht, da diese von
verschiedenen Faktoren beeinfluß wird, so z. B. von der Größe
und Form der Geschirrteile und/oder der Tabletts, der Art der
Anordnung dieser Teile etc. Aufgrunddessen wird es sich bei
der bekannten Einrichtung nicht vermeiden lassen, daß die
Trocknungsluft zumindestens teilweise in Richtung der
Spülzonen getrieben wird und/oder aus der
Geschirrauslauföffnung austritt, so daß das mit dieser
Einrichtung angestrebte Ergebnis nicht erreicht wird. Auf
alle Fälle wird die mit der Trocknungsluft eingesetzte
Wärmeenergie nicht optimal ausgenutzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Trocknungseinrichtung sowie ein Verfahren zum Trocknen von
Geschirrteilen und/oder Tabletts vorzuschlagen, die eine gute
Ausnutzung der eingesetzten Energie gestatten.
Diese Aufgabe wird durch eine Trocknungseinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst sowie durch ein
Trocknungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruches 9.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, durch den gezielten
Austritt der Trocknungsluft aus Luftaustrittsdüsen sowie
durch das gezielte Umlenken der Trocknungsluft diese so zu
führen, daß ein hoher Anteil der Trocknungsluft in der
Trocknungseinrichtung umgewälzt werden kann.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in der
Luftverteilungseinrichtung die Trocknungsluft in zwei
Teilströme aufgeteilt wird. Der erste Teilstrom der
Trocknungsluft wird frei nach unten in Richtung Transportband
geblasen, quasi konventionell. Der zweite Teilstrom der
Trocknungsluft wird hingegen durch mindestens einen Kanal
zwangsgeführt zur Umlenkwanne geleitet und dort ebenfalls
zwangsgeführt im wesentlichen nach oben geblasen. Durch diese
Zwangsführung der Trocknungsluft läßt sich wesentlich
gezielter als im Stand der Technik ein Teilstrom der
Trocknungsluft zur Rezirkulierung zum Trocknungsgebläse
zurückleiten. Ein anderer Teilstrom der Trocknungsluft kann
gezielt aus der Durchlaufgeschirrspüleinrichtung abgezogen
und dabei z. B. für den Wärmetausch herangezogen werden.
Durch die geschilderte gezielte Führung der Trocknungsluft
wird weitgehend vermieden, daß diese sich in Richtung
Spülzone und/oder sich in Richtung der
Geschirraustrittsöffnung bewegt und aus dieser austritt,
wodurch eine nicht unerhebliche Energie verloren ginge. Im
Gegenteil wird durch die erfindungsgemäß gezielte
Trocknungsluftführung die eingesetzte Energie optimal für den
Trocknungsprozeß eingesetzt.
Durch die DE 30 19 922 C2 ist eine Trocknungseinrichtung in
einer Durchlaufgeschirrspüleinrichtung offenbart, bei der
Luftleitelemente, z. B. in Form von Stegwänden, in der
Umlenkwanne und in Form von schwenkbaren Klappen an der
Tunneldecke für eine gute Umströmung der Geschirrteile
und/oder Tabletts sorgen sollen. Bei dieser
Trocknungseinrichtung ist aber keine Zwangsführung der
Trocknungsluft im Sinne der Erfindung vorgesehen.
Bevorzugte Ausführungsformen sind durch die übrigen Ansprüche
gekennzeichnet.
So weisen die ersten und zweiten Luftaustrittsdüsen nach
einer bevorzugten Ausführungsform Luftaustrittsschlitze auf,
deren Längserstreckung im wesentlichen quer zur
Bewegungsrichtung des Transportbandes verläuft. Durch das
Vorsehen von Luftaustrittsschlitzen wird ein gleichmäßiger
"Luftvorhang" an Trocknungsluft erzeugt, durch den die zu
trocknenden Teile hindurchtreten müssen.
Vorzugsweise ist die Umlenkwanne quer zur Bewegungsrichtung
des Transportbandes verschiebbar angeordnet und
schubladenartig ausziehbar. Dies besitzt den Vorteil, daß
sich die Umlenkwanne auf besonders einfache Weise reinigen
läßt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt
die Luftverteilungseinrichtung einen über dem Transportband
angeordneten Querkanal, der quer zur Bewegungsrichtung des
Transportbandes verläuft und die ersten Luftaustrittsdüsen
aufweist, mindestens einen in Bewegungsrichtung des
Transportbandes verlaufenden Längskanal und mindestens den im
wesentlichen vertikal verlaufenden Zwischenkanal, der mit dem
Querkanal und dem Längskanal verbunden ist, wobei der
Längskanal Luftdurchtrittsöffnungen besitzt, die mit den
zweiten Luftaustrittsdüsen in Strömungsverbindung stehen.
Durch diese Gestaltung der Luftverteilungseinrichtung läßt
sich der von dem Gebläse gelieferte Strom an Trocknungsluft
sowohl den ersten Luftaustrittsdüsen zuführen, die an dem
Querkanal über dem Transportband angeordnet sind, als auch
über die Zwischenkanäle und Längskanäle den zweiten
Luftaustrittsdüsen im Bereich der Umlenkwanne zuführen, die
unter dem Transportband angeordnet sind. Durch diese gezielte
Luftführung tritt die Trocknungsluft sowohl von unten als
auch von oben in Richtung der zu trocknenden Teile aus den
jeweiligen Luftaustrittsdüsen aus.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an dem
mindestens einen Zwischenkanal jeweils mindestens eine dritte
Luftaustrittsdüse angeordnet, deren Geometrie einen
Luftaustritt erzeugt, der im wesentlichen quer zur
Bewegungsrichtung des Transportbandes horizontal ist.
Hierdurch läßt sich in einfacher Weise ein gerichteter Strom
an Trocknungsluft erzeugen, der die zu trocknenden
Geschirrteile und/oder Tabletts von der Seite beaufschlagt.
Vorzugsweise sind die zweiten Luftaustrittsdüsen in
Formkörpern gebildet, die in der Umlenkwanne herausnehmbar
eingelegt sind. Dies erleichtert die Reinigung der
Vorrichtung im Bereich der Umlenkwanne, indem die Formkörper
mit den darauf gebildeten Luftaustrittsdüsen vor der
Reinigung ohne die Verwendung von Werkzeugen lediglich
herausgenommen werden können. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, daß für verschiedene, zu trocknende Teile Formkörper
eingesetzt werden können, deren Düsengeometrie speziell auf
die zu trocknenden Teile in bestmöglicher Weise abgestimmt
ist. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die
Trocknungseinrichtung auf eine sehr schnelle und bequeme
Weise jeweils wechselnden Bedürfnissen anzupassen und auf
unterschiedliche, zu trocknende Teile umzurüsten.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten
Luftaustrittsdüsen in Bewegungsrichtung des Transportbandes
sowohl vor als auch hinter den ersten Austrittsdüsen in der
Umlenkwanne angeordnet. Indem die aus den ersten
Luftaustrittsdüsen austretende Trocknungsluft von oben nach
unten entlang der zu reinigenden Teile geführt und von der
Umlenkwanne aufgefangen wird, bildet sich in der Umlenkwanne
ein Bereich aus, in dem die Trocknungsluft ihre Richtung
ändert und die Umlenkwanne im wesentlichen nach oben wieder
verläßt. Diese Umlenkung der aus den ersten Austrittsdüsen
geförderten Trocknungsluft wird dadurch unterstützt, daß in
Bewegungsrichtung des Transportbandes vor und hinter dem
Umlenkbereich Trocknungsluft mit einer nach oben gerichteten
Bewegung aus den zweiten Luftaustrittsdüsen entweicht.
Hierdurch bildet sich in Bewegungsrichtung des
Transportbandes vor und hinter dem Umlenkbereich in der
Umlenkwanne eine natürliche Barriere, welche die möglichst
weitgehende Umlenkung der aus den ersten Austrittsdüsen
stammenden Trocknungsluft unterstützt. Zudem wirken die aus
den zweiten Luftaustrittsdüsen austretenden Ströme an
Trocknungsluft einen gewissen Schleppeffekt auf die in der
Umlenkwanne strömende Luft aus.
Vorzugsweise besitzen die in Bewegungsrichtung des
Transportbandes vor den ersten Luftaustrittsdüsen gelegenen
zweiten Luftaustrittsdüsen, d. h. diejenigen zweiten
Luftaustrittsdüsen, die von den zu trocknenden Geschirrteilen
und/oder Tabletts auf dem Transportband später erreicht
werden, jeweils eine Austrittsöffnung, die eine
Luftaustrittsrichtung nach oben in einem Winkel gegen die
Bewegungsrichtung des Transportbandes erzeugen. Hierdurch
läßt sich der Wärmeverlust der Trocknungseinrichtung und
somit der Energieausnutzungskraft weiter erhöhen, weil
diejenigen Strömungsanteile, die aus der Vorrichtung
entweichen können, möglichst gering gehalten werden. Der
Neigungswinkel zur Senkrechten liegt hierbei vorzugsweise bei
etwa 5 Grad bis 30 Grad.
Nachfolgend wird die Trocknungseinrichtung schematisch anhand
der beigefügten Figuren beschrieben, in denen:
Fig. 1 die Trocknungseinrichtung im Längsschnitt
schematisch wiedergibt; und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teils der
Trocknungseinrichtung darstellt.
Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung durch eine
erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung, die allgemein mit
Referenzziffer 10 bezeichnet ist. Die Trocknungseinrichtung
10 stellt den Teil einer Durchlaufgeschirrspülvorrichtung
dar, in welcher die zu trocknenden Geschirrteile und/oder
Tabletts 12 in geeigneter Weise auf einem Transportband 14
angeordnet sind und in Pfeilrichtung A durch die
Durchlaufgeschirrspülvorrichtung und somit auch
Trocknungseinrichtung 10 befördert werden. Das Transportband
14 ist vorzugsweise als ein Gliederband mit geringer Masse
ausgeführt, in dem sich zahlreiche Luftdurchtrittsöffnungen
befinden, so daß, wie später beschrieben wird, das zu
trocknende Gut mit einem Strom an Trocknungsluft beaufschlagt
werden kann, der durch das Transportband 14 von unten
hindurchtritt und über die zu trocknenden Geschirrteile
und/oder Tabletts 12 streicht.
Das Kernstück der Trocknungseinrichtung 10, die in der
Geschirrspülvorrichtung in einem Gehäuse (nicht dargestellt)
angeordnet ist, bildet ein Gebläse 16, das vorzugsweise ein
Radialgebläse ist. Durch einen Lufteinlaß 18 wird Luft in das
Gebläse 16 eingesaugt und in einer Heizeinrichtung 20, z. B.
in Form von luftstromdurchflossenen Heizmedien, erhitzt. Die
erhitzte Trocknungsluft gelangt anschließend in eine
Luftverteilungseinrichtung 22, die über dem Transportband 14
und somit den zu trocknenden Geschirrteilen und/oder Tabletts
12 erste Austrittsdüsen 24 für Trocknungsluft aufweist.
Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht die
Luftverteilungseinrichtung 22 aus einem Querkanal 26, dessen
untere Fläche in Fig. 2 dargestellt ist und der im
wesentlichen horizontal und senkrecht zur Bewegungsrichtung A
des Transportbandes 14 verläuft, zwei Zwischenkanälen 28, die
mit dem Querkanal 26 jeweils verbunden sind sowie zwei
Längskanälen 30 (siehe Fig. 2), die mit einer Umlenkwanne 32
verbunden sind.
Sämtliche Bauteile der Luftverteilungseinrichtung 22 sowie
der Umlenkwanne 32 mit den darin eingelegten Formkörpern 38
sind vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt.
Die ersten Austrittsdüsen 24 auf dem Querkanal 26 befinden
sich zwischen den Zwischenkanälen 28 und lenken die erhitzte
Trocknungsluft von oben in Richtung auf das Transportband 14
mit den darauf angeordneten, zu trocknenden Geschirrteilen
und/oder Tabletts 12. Nach dem Entlangstreichen entlang der
zu trocknenden Teile und dem Hindurchtreten durch das
Transportband hindurch trifft die Trocknungsluft auf die
Umlenkwanne 32 und wird, wie in Fig. 1 anhand der
schematischen Pfeile B gezeigt ist, in der Umlenkwanne 32 so
in seiner Richtung verändert, daß die Trocknungsluft
anschließend von unten nach oben wieder durch das
Transportband 14 hindurchtritt und nochmals über die zu
trocknenden Geschirrteile und/oder Tabletts streicht.
Derjenige Anteil der Trocknungsluft, der nicht durch die
ersten Austrittsdüsen 24 austritt, strömt in die
Zwischenkanäle 28 ein, wobei die vorzugsweise als hohle,
rechteckige Körper ausgebildeten Zwischenkanäle 28 mit dem
Querkanal 26 so in Strömungsverbindung stehen, daß sich ein
kommunizierender Hohlraum für die Trocknungsluft zwischen dem
Querkanal und dem Zwischenkanal befindet. Die Menge der
jeweils durch die ersten Austrittsdüsen und in die
Zwischenkanäle eintretenden Trocknungsluft richtet sich nach
der Geometrie der gesamten Luftverteilungseinrichtung 22 und
dem jeweiligen Druckverlust der einzelnen Teilluftströme in
der Luftverteilungseinrichtung.
Vorteilhafterweise befindet sich jeweils in den
Zwischenkanälen 28 eine seitliche Düse 34, durch welche die
zu trocknenden Gegenstände quer zu ihrer Transportrichtung
und im wesentlichen aus einer horizontalen Richtung
zusätzlich mit Trocknungsluft beaufschlagt werden.
In Fig. 2, in der auf den beiden Zwischenkanälen 28 jeweils
nur die nach unten gerichtete Abschlußfläche des Querkanales
26 dargestellt ist, sind neben den ersten Austrittsdüsen 24
auch Öffnungen 33 dargestellt, welche die Verbindung zwischen
dem Querkanal 26 und den Zwischenkanälen 28 verdeutlichen
sollen. Die Geometrie der Durchtrittsöffnungen 33 ist nur als
Beispiel gezeigt und richtet sich nach den
Strömungsbedingungen in der gesamten
Luftverteilungseinrichtung 22 und insbesondere dem
erwünschten Druckverlust der Trocknungsluft beim Eintritt vom
Querkanal in die Zwischenkanäle.
Nach dem Durchströmen der Zwischenkanäle gelangt die
Trocknungsluft in die sich an diese anschließenden
Längskanäle 30, wobei die Strömungskanäle für die
Trocknungsluft in den Zwischenkanälen 28 und in den
Längskanälen 30 miteinander in Verbindung stehen. Die
Längskanäle 30 dienen dazu, die Trocknungsluft den zweiten
Luftaustrittsdüsen 36 in der Umlenkwanne 32 zuzuführen.
Hierzu sind in der Umlenkwanne 32 Formkörper 38 eingelegt,
welche die zweiten Luftaustrittsdüsen 36 aufweisen sowie
einen geschlossenen Hohlkörper bilden, welcher der Verteilung
der Trocknungsluft von den Längskanälen 30 zu den zweiten
Luftaustrittsdüsen 36 hin dient. Die aus den zweiten
Austrittsdüsen 36 austretende Trocknungsluft gelangt von den
Längskanälen 30 in die Formkörper 38 durch geeignete
Öffnungen (nicht dargestellt) zwischen den Längskanälen 30
und den in die Umlenkwanne 32 eingelegten Formkörpern 38.
Die Formkörper 38 sind vorzugsweise so gestaltet, daß sie aus
der Umlenkwanne 32 bequem und ohne Verwendung von Werkzeugen
herausnehmbar sind, so daß sich die Vorrichtung 10 im Bereich
der Umlenkwanne leicht reinigen läßt. Aus demselben Grund
kann die Umlenkwanne vorteilhafterweise im Rahmen
regelmäßiger Reinigungsarbeiten ohne die Verwendung von
Werkzeugen aus der Vorrichtung 10 entnommen werden,
beispielsweise indem die Umlenkwanne in Form einer Schublade
ausgestaltet ist und in geeigneter Weise auf Schienen oder
einem anderen Führungselement läuft und seitlich, d. h. in
Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene, aus der Vorrichtung 10
entnommen werden kann.
Wendet man sich wieder der Fig. 1 zu, so ist der Austritt der
Trocknungsluft aus den Formkörpern 38 schematisch durch die
Pfeile C und D dargestellt. Während der in Bewegungsrichtung
des Transportbandes vorne in der Umlenkwanne gelegene
Formkörper 38b drei Austrittsdüsen 36 aufweist, sind in
hinten angeordneten Formkörper 38a zwei Austrittsdüsen
gebildet.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, besitzen die zweiten
Luftaustrittsdüsen 36 in den Formkörpern 38a und 38b eine
Geometrie, die einen Luftaustritt nach oben in einem Winkel
zur Bewegungsrichtung der Geschirrteile und/oder Tabletts auf
dem Transportband 14 erzeugt. Während der in
Bewegungsrichtung A vor den Zwischenkanälen 28 angeordnete
Formkörper 38b eine Luftaustrittsrichtung in einem Winkel
entgegen der Senkrechten zur Bewegungsrichtung A des
Transportbandes 14 erzeugt, besitzt der andere Formkörper 38a
im dargestellten Ausführungsbeispiel Düsen, die sowohl in
einem Winkel in Richtung der Bewegungsrichtung als auch
entgegen der Bewegungsrichtung des Transportbandes angeordnet
sind. Die Winkel α zur Senkrechten liegen hierbei zwischen 5
Grad und 30 Grad und vorzugsweise bei etwa 15 Grad. Da sich
bei der in Fig. 1 gezeigten, unterbrochenen Linie der
Austritt aus der Trocknungseinrichtung 10 und somit der
gesamten Durchlaufgeschirrspülvorrichtung befindet, wird
durch den gezielten Austritt der Trocknungsluft in
Pfeilrichtung C aus den zweiten Luftaustrittsdüsen 36
sichergestellt, daß nur ein geringer Anteil der erwärmten
Trocknungsluft ungenutzt aus der Geschirrspülvorrichtung
entweicht. Die gezielte, zwangsgeführte Zirkulation des
Trocknungsluftstromes führt dazu, daß etwa zwei Drittel der
gesamten Trocknungsluft umgewälzt werden, indem diese durch
den Lufteinlaß 18 dem Gebläse 16 zugeführt werden. Um
insbesondere im Bereich des Lufteinlasses 18 die
Verlustströme an warmer Luft gering zu halten, ist in diesem
Bereich ein geeignetes Abdeckelement 42, zum Beispiel in Form
eines Vorhanges, am ansonsten offenen Austritt 40 aus der
Trocknungseinrichtung 10 angeordnet.
Weil eine zu hohe Zirkulationsrate die Beladungsfähigkeit der
Trocknungsluft mit Feuchte zu stark verringern würde, wird
ein Teilluftstrom D gezielt aus der Trocknungseinrichtung 10
abgeführt und vorzugsweise unter Ausnutzung des Wärmeinhaltes
durch das Durchlaufen eines Wärmetauschers von der
Durchlaufgeschirrspülvorrichtung abgezogen.
Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
liegt darin, daß sowohl die aus den ersten Luftaustrittsdüsen
24 austretende Trocknungsluft als auch die aus den zweiten
Luftaustrittsdüsen 36 abgegebene Trocknungsluft jeweils unter
Verwendung gezielter Umlenkvorrichtungen nach oben,
vorzugsweise sogar in einem geeigneten Winkel zur
Bewegungsrichtung des Transportbandes abgegeben werden, um
die Wärmeverluste durch Trocknungsluft, die aus der
Vorrichtung 10 in die Umgebung austritt, möglichst gering zu
halten.
Claims (9)
1. Trocknungseinrichtung (10) zum Trocknen von
Geschirrteilen und/oder Tabletts auf einem Transportband
(14) einer Durchlaufgeschirrspüleinrichtung, mit
- 1. einem oberhalb des Transportbands (14) angeordneten Trocknungsgebläse (16), mit dem Trocknungsluft nach unten in Richtung des Transportbands (14) geblasen wird, und
- 2. einer unterhalb des Transportbands (14) befindlichen Umlenkwanne (32), die zumindest einen Teil der Trocknungsluft nach oben in Richtung des Ansaugbereichs des Trocknungsgebläses (36) lenkt,
- 1. daß eine Luftverteilungseinrichtung (32) vorgesehen
ist, die
- 1. mit der Druckseite des Trocknungsgebläses (14) verbunden ist,
- 2. erste Austrittsdüsen (24) aufweist, durch die ein erster Teil der Trocknungsluft frei nach unten in Richtung Transportband (14) geblasen wird, und
- 3. die zumindest einen Kanal (28) umfaßt, durch den ein zweiter Teil der Trocknungsluft zwangsgeführt zur Umlenkwanne (32) geleitet wird, und
- 2. daß die Umlenkwanne (32) zweite Luftaustrittsdüsen (36) besitzt, durch die der zweite Teil der Trocknungsluft im wesentlichen nach oben geblasen wird.
2. Tocknungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die ersten (24) und zweiten (36) Luftaustrittsdüsen
jeweils Luftaustrittsschlitze aufweisen, deren
Längserstreckung im wesentlichen quer zur
Bewegungsrichtung (A) des Transportbandes (14) verläuft.
3. Tocknungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umlenkwanne (32) quer zur Bewegungsrichtung (A) des
Transportbandes (14) verschiebbar angeordnet und
schubladenartig ausziehbar ist.
4. Tocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftverteilungseinrichtung (22) umfaßt:
- 1. einen über dem Transportband (14) angeordneten Querkanal (26), der quer zur Bewegungsrichtung (A) des Transportbandes (14) verläuft und die ersten Luftaustrittsdüsen (24) aufweist;
- 2. mindestens den in Bewegungsrichtung (A) des Transportbandes (14) verlaufenden Längskanal (30); und
- 3. mindestens einen im wesentlichen vertikal verlaufenden Zwischenkanal (28), der mit dem Querkanal (26) und dem Längskanal (30) verbunden ist; wobei
- 4. der Längskanal (30) Luftdurchtrittsöffnungen besitzt, die mit den zweiten Luftaustrittsdüsen (36) in Strömungsverbindung stehen.
5. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
an dem mindestens einen Zwischenkanal (28) jeweils
mindestens eine dritte Luftaustrittsdüse (34) angeordnet
ist, deren Geometrie einen Luftaustritt erzeugt, der im
wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung (A) des
Transportbandes (14) und horizontal ist.
6. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zweiten Luftaustrittsdüsen durch Formkörper (38)
gebildet sind, die in der Umlenkwanne herausnehmbar
eingelegt sind.
7. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zweiten Luftaustrittsdüsen (36) in Bewegungsrichtung
(A) des Transportbandes (14) sowohl vor als auch hinter
den ersten Austrittsdüsen (24) in der Umlenkwanne (32)
angeordnet sind.
8. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die stromabwärts der ersten Luftaustrittsdüsen (24)
gelegenen zweiten Luftaustrittsdüsen (36) jeweils eine
Austrittsöffnung besitzt, die eine Luftaustrittsrichtung
nach oben in einem spitzen Winkel zur Senkrechten zur
Bewegungsrichtung und entgegen der Bewegungsrichtung (A)
des Transportbandes (14) besitzen.
9. Verfahren zum Trocknen von Geschirrteilen und/oder
Tabletts in einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 8, umfassend die Schritte:
- 1. Ansaugen von Luft in ein Trocknungsgebläse;
- 2. Erhitzen der Luft;
- 3. Einleiten der erhitzten Luft in eine Luftverteilungseinrichtung;
- 4. gezieltes Ausströmen der vom Trocknungsgebläse bis zu Luftaustrittsdüsen zwangsgeführten Luft, wobei die Luft aus ersten Luftaustrittsdüsen von oben auf die zu trocknenden Geschirrteile und/oder Tabletts gerichtet wird und die Luft aus zweiten Luftaustrittsdüsen von unten nach oben in einem senkrecht zur Bewegungsrichtung des Transportbandes und einem spitzen Winkel zu dieser auf die zu trocknenden Geschirrteile und/oder Tabletts gerichtet wird;
- 5. gezieltes Absaugen eines Teilluftstroms von ca. 1/3 des Luftvolumenstroms aus der Trocknungseinrichtung; und
- 6. Umwälzen von ca. 2/3 des Luftvolumenstroms in der Vorrichtung.
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