DE19642862A1 - Sicherheitsvorrichtung für Positionsschalter - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung für PositionsschalterInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für
Positionsschalter oder dergleichen nach dem Ober begriff des Anspruchs 1.
Es sind bereits derartige Vorrichtungen bekannt. Die DE 43 03 367 C1
beschreibt einen Sicherheitsschalter bestehend aus einem
Freigabemechanismus und einem diesen Mechanismus entriegelnden
Betätigungsorgan. Dabei besteht der Freigabemechanismus im wesentlichen
aus einer in einem Gehäuse gelagerten Walze, die ihrerseits wiederum aus
einzelnen, drehbar auf einer Welle gelagerten Scheiben mit radial offenen,
steuerkurvenartigen Ausnehmungen besteht. Das Betätigungsorgan ist im
wesentlichen schlüsselartig ausgebildet und weist in Anpassung an die
Ausnehmungen des Freigabemechanismus einzelne Betätigungsabschnitte auf,
so daß durch Einführen des Betätigungsorgans in den Freigabemechanismus
dieser entsprechend entsperrbar ist und somit über die Walze ein
elektrischer Schaltvorgang ausgelöst wird.
Es sind noch weitere mechanisch-kodierte Sicherheitsschalter bekannt. Auch
in der DE 42 38 016 C2 wird eine derartige Lösung offenbart. Hierbei wird
ein schlüsselartiges Betätigungselement in eine Gehäuseöffnung der
Freigabeeinrichtung eingeführt, wodurch dann ein Schlitten innerhalb der
Freigabeeinrichtung nach Entriegelung durch das kodierte
Betätigungselement in Einführrichtung bewegbar ist und in eingeführter
Position des Betätigungselements ein Schaltstößel des Schaltgeräts das
Betätigungselement entgegen der Einführrichtung verriegelt und ebenfalls
ein elektrischer Schaltvorgang ausgelöst wird.
Diese bekannten Lösungen haben alle gemein, daß die erzielte Sicherheit
gegen unbefugtes Schalten lediglich durch mehr oder minder einfache
mechanische Kodierung der Betätigungsorgane und der zugehörigen
Freigabeeinrichtungen erreicht wird. Die somit erzielte Sicherheit ist jedoch
in vielen Fällen unzureichend, da derartige mechanisch kodierte
Betätigungsorgane im Fachhandel erhältlich oder auch einfach
nachzufertigen sind. In der Praxis hat sich gezeigt, daß derartige, durch
mechanische Kodierung realisierte Sicherheitseinrichtungen relativ einfach
zu überlisten sind. Genau das birgt jedoch ein hohes Gefahrenpotential, da
Sicherheitsvorrichtungen, wie Schutztüren, Abschirmgitter und -hauben, die
mit Hilfe derartiger Sicherheitsschalter abgesichert worden sind, umgangen
werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Sicherheitsvorrichtung für Positionsschalter oder dergleichen zu schaffen,
die einerseits einen deutlich höheren Kodierungsgrad gewährleistet und
andererseits ein Fälschen der kodierten Betätigungselemente nahezu
ausschließt und somit die Überlistungssicherheit derartiger Vorrichtungen
deutlich erhöht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das
Betätigungselement und das Freigabeelement zusätzlich elektromagnetisch
kodiert sind derart, daß das Freigabeelement mindestens ein, magnetische
Feldänderungen erfassen des Fühlerelement aufweist und das
Betätigungselement mindestens ein ein Magnetfeld erzeugendes
Magnetelement aufweist, so daß nach erfolgter mechanischer und
elektromagnetischer Dekodierung ein elektrischer Schaltvorgang freigegeben
wird. Erfindungsgemäß weist das Freigabeelement mehrere Fühlerelemente
und das Betätigungselement mehrere Magnetelemente auf. Dabei sind die,
vorzugsweise als Hallsensoren ausgebildeten Fühlerelemente und die
insbesondere in Form von Dauermagneten ausgebildeten Magnetelemente
beispielsweise in einer zwei- oder mehrreihigen Matrix derart angeordnet,
daß im betriebsmäßig zusammengeführten Zustand von Freigabe- und
Betätigungselement, deren Fühler- und Magnetelemente nahezu
deckungsgleich übereinander liegen. Bei entsprechender Matrixanordnung
von Fühler- und Magnetelementen erfolgt dann ein zusätzliches
Dekodierungssignal, so daß nach erfolgter mechanischer und
elektromagnetischer Dekodierung ein elektrischer Schaltvorgang freigegeben
wird.
Weitere Vorteile der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der
nachfolgenden Figurenbeschreibung enthalten.
Die einzige Zeichnungsfigur zeigt eine mögliche Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Teilschnitt in einer
Perspektivdarstellung, wobei die Vorrichtung an einem Positionsschalter
angeordnet ist.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung in einem
Teilschnitt in einer Perspektivansicht dargestellt. Die Sicherheitsvorrichtung
besteht im wesentlichen aus einem insbesondere schlüsselartigen
Betätigungselement 2 und einem, der Aufnahme des Betätigungselements 2
dienenden Freigabeelement 4. Erfindungsgemäß sind das Betätigungselement
2 und das Freigabeelement 4 zusätzlich zu einer mechanischen Kodierung
elektromagnetisch kodiert derart, daß das Freigabeelement 4 mindestens ein,
magnetische Feldänderungen erfassendes Fühlerelement 6 aufweist und das
Betätigungselement 2 mindestens ein, ein Magnetfeld erzeugendes
Magnetelement 8 aufweist. So wird erfindungsgemäß erst nach doppelter
Freischaltung der Sicherheitsvorrichtung - nach erfolgter mechanischer und
elektromagnetischer Dekodierung - ein elektrischer Schaltvorgang eines mit
der Sicherheitsvorrichtung verbundenen Positionsschalters 10 oder
dergleichen freigegeben. In der dargestellten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung sind auf dem Betätigungselement
2, beispielsweise sechs Magnetelemente 8 in zweireihiger Matrixanordnung
angeordnet. Analog zu dieser Anordnung weist das Freigabeelement 4
ebenfalls sechs, in gleicher Weise angeordnete Fühlerelemente 6 auf. Dabei
sind die Fühlerelemente 6 und die Magnetelemente 8 derart angeordnet, daß
sie im betriebsmäßig zusammengeführten Zustand von Freigabe- und
Betätigungselement 4, 2 im wesentlichen deckungsgleich übereinanderliegen.
In einer bevorzugten Ausfürungsform sind die Fühlerelemente 6 als
Hallsensoren und die Magnetelemente 8 als Dauermagnete ausgebildet.
Zur Funktionsweise der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung:
Durch das betriebsmäßige Zusammenführen von Freigabeelement 4 und
zugehörigem Betätigungselement 2 erfolgt einerseits - aufgrund der äußeren
Form des Betätigungselements 2 - eine mechanische Dekodierung.
Andererseits erfolgt zusätzlich eine elektromagnetische Dekodierung, indem
die Fühlerelemente 6 des Freigabeelements 4 die Anordnung der auf dem
Betätigungselement 2 befindlichen Magnetelemente 8 abfragen,
beziehungsweise erfassen und mit einem vorhandenen Referenzabbild
beziehungsweise -muster vergleichen. Bei Übereinstimmung von
Referenzabbild des Freigabeelements 4 und Magnetelementeanordnung auf
dem Betätigungselement 2, erfolgt die elektromagnetische Dekodierung, so
daß nach erfolgreicher mechanischer und elektromagnetischer
Entschlüsselung ein elektrischer Schaltvorgang des Positionsschalters
freigegeben wird. Für den Vergleich der Magnetelementeanordnung des
Betätigungselements 2 mit dem Referenzabbild des Freigabeelements 4 ist
jedes der Fühlerelemente 6 insbesondere mit einem Komparator verbunden
(nicht dargestellt). Dabei ist jeweils an einen der beiden
Komparatoreingänge eines jeden Komparators eine Referenzspannung
angelegt derart, daß das Referenzabbild entsteht. Der andere Eingang eines
jeden Komparators wird dann jeweils mit dem Signalausgang eines
Fühlerelements 6 verbunden. So wird durch Einbringen des
Betätigungselements 2 in das Freigabeelement 4, die Änderung einzelner
Magnetfelder im Bereich der Fühlerelemente 6 erreicht und eine Art
Spannungs- beziehungsweise Signalmatrix erzeugt. Falls diese Signalmatrix
mit dem vorhandenen Referenzabbild übereinstimmt, wird ein Freigabesignal
erzeugt.
Ein weiteres erfinderisches Merkmal der Sicherheitsvorrichtung besteht
darin, daß die Fühlerelemente 6 ferner derart mit einer Rechen- und
Speichereinheit verbunden sind (nicht dargestellt), daß durch erstmaliges
betriebsmäßiges Zusammenführen von Betätigungs- und Freigabeelement 2, 4
ein, der Anordnung der Magnetelemente 8 des Betätigungselements 2
entsprechendes Referenzmuster ab gespeichert wird und alle künftigen
Dekodierungsvorgänge an Hand dieses erstellten Referenzmusters erfolgen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der
Erfindung gleichwirkenden Ausführungsformen.
Claims (7)
1. Sicherheitsvorrichtung für Positionsschalter oder dergleichen,
bestehend aus einem Betätigungselement (2) und einem
Freigabeelement (4), wobei das Betätigungselement (2) und das
Freigabeelement (4) derart mechanisch kodiert sind, daß durch das
betriebsmäßige Zusammenführen von Betätigungs- und Freigabeelement
(2, 4) eine mechanische Dekodierung und zugleich ein mechanischer
Formschluß zwischen diesen beiden Elementen (2, 4) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (2) und das
Freigabeelement (4) zusätzlich elektromagnetisch kodiert sind derart,
daß das Freigabeelement (4) mindestens ein, magnetische
Feldänderungen erfassendes Fühlerelement (6) aufweist und das
Betätigungselement (2) mindestens ein, ein Magnetfeld erzeugendes
Magnetelement (8) aufweist, so daß nach erfolgter mechanischer und
elektromagnetischer Dekodierung ein elektrischer Schaltvorgang
freigegeben wird.
2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das beziehungsweise jedes
Fühlerelement (6) als Hallsensor ausgebildet ist.
3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das beziehungsweise jedes
Magnetelement (8) als Dauermagnet ausgebildet ist.
4. Sicherheitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Freigabeelement (4) mehrere
Fühlerelemente (6) und das Betätigungselement (2) mehrere
Magnetelemente (8) aufweist, wobei die Magnetelemente (8) und die
Fühlerelemente (6) derart angeordnet sind, daß im betriebsmäßig
zusammen geführten Zustand von Freigabe- und Betätigungselement (4,
2) Fühler- und Magnetelemente (6, 8) nahezu deckungsgleich
übereinander liegen.
5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fühlerelemente (6) und die
Magnetelemente (8) in Form einer Matrix angeordnet sind.
6. Sicherheitsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Fühlerelemente (6) ein
Komparator zur Auswertung des elektronischen Dekodiervorgangs
nachgeschaltet ist.
7. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fühlerelemente (6) derart mit einer
Rechen- und Speichereinheit verbunden sind, daß durch erstmaliges
betriebsmäßiges Zusammenführen von Betätigungs- und
Freigabeelement (2, 4) ein, der Anordnung der Magnetelemente (8) des
Betätigungselements (2) entsprechendes Referenzmuster ab gespeichert
wird und alle künftigen Dekodierungsvorgänge an Hand dieses
einmalig erstellten Referenzmusters erfolgen.
Priority Applications (3)
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Legal Events
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Owner name: MOELLER GMBH, 53115 BONN, DE |
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