DE19642507C1 - Bauelement für ein Steckbausteinsystem - Google Patents
Bauelement für ein SteckbausteinsystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bauelement für ein Steckbaustein
system in der Form einer Einsteckleiste mit durchgehend oder
nur an den beiden stirnseitigen Enden gewölbtem Querschnitt.
Es sind verschiedene Steckbaukastensysteme bekannt, insbeson
dere aus Holzbauelementen bestehend, die zumeist als Spiel
zeug für Kinder Verwendung finden. Mit solchen Baukästen und
den zugehörigen Bauelementen lassen sich oftmals relativ
naturgetreu Städtebauwerke oder Bauwerke der Landwirtschaft
nachbilden, sowie Phantasiebauten gestalten.
Derartige Baukästen bestehen aus einer Reihe von Grundbauele
menten, die normalerweise bestimmte Verbindungsbereiche auf
weisen, die entweder an allen Grundbauelementen gleichartig
ausgebildet sind, so daß sich sämtliche Bauelemente in belie
biger Reihenfolge zusammenfügen lassen, oder jeweils mit
einem Gegenstück an einem zweiten Bauelement zusammenwirken,
wodurch in der Regel stabilere Verbindungen zwischen den ein
zelnen Bauelementen erzielt und anspruchsvollere Bauwerke
aufgebaut werden können.
In der deutschen Auslegeschrift DE 10 37 342 werden stabför
mige Bauelemente beschrieben, die eine Längsnut aufweisen, in
die eine entsprechende Feder eingefügt werden kann. Soweit
die Längsnut mit rechteckigem Querschnitt ausgelegt ist,
müssen die einzusetzenden Federn ein entsprechendes Übermaß
aufweisen, um stabile Verbindungen herzustellen. Wird als
Material für die Bauelemente Holz verwendet, kommt es je nach
Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu erheblichen Dehnungen des
Materials. Daraus resultieren bei derart gestalteten Verbin
dungen einmal zu lose Verbindungen, ein anderes Mal Klemmun
gen, die das Zusammenfügen der Bauelemente erheblich erschwe
ren. Gerade kleinere Kinder können die Verbindungen zwischen
den Bausteinen in diesem Wall nicht mehr herstellen bzw.
lösen.
In der deutschen Auslegeschrift DE 10 06 768 sind Bauelemente
beschrieben, bei denen die Verbindung durch Zapfen und Löcher
hergestellt wird. Die mit solchen Bauelementen aufbaubaren
Bauwerke sind nicht sehr variabel, insbesondere lassen sich
kaum Zierelemente in das Bauwerk integrieren.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE G 71 24 527 ist ein
Bausatz bekannt, der aus Grundbausteinen und davon getrennten
Verbindungsstücken besteht. Die Verbindungsstücke sind teil
weise als Flachstreifen ausgelegt, die einen gewölbten Quer
schnitt aufweisen können. Diese Verbindungsstücke fungieren
jedoch nur als Verbindungselemente, die nahezu vollständig in
den angrenzenden Bauelementen eingesetzt sind, wodurch sie
nicht selbst die Funktion eines Bauelements oder eines Zier
elements übernehmen können.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE G 91 04 940.7 ist
bereits ein Baukastensystem bekannt, bei welchem einerseits
mit Nuten versehene Grundelemente und andererseits Grundele
mente in der Form einer Einsteckleiste verwendet werden. Die
Einsteckleiste weist einen durchgehend oder nur an den beiden
Enden gewölbten Querschnitt auf.
Diese Einsteckleisten gewährleisten eine relativ gute Verbin
dung, wenn sie mit den Stirnseiten in die entsprechenden
Nuten eingesetzt werden. Das Einstecken der Leisten mit ihren
Längsseiten in die Nuten ergibt jedoch keine stabile Verbin
dung. Außerdem ist es nicht möglich, zwei mit Nuten versehene
Bauelemente jeweils auf einen Teil (ca. die Hälfte) der
Stirnseite der Einsteckleiste aufzusetzen und trotzdem eine
stabile Verbindung herzustellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile
der bekannten Baukastensysteme zu vermeiden, ein Bauelement
zur Verfügung zu stellen, welches stabile Verbindungen unter
wechselnden Umgebungsbedingungen ermöglicht, und gleichzeitig
zu gewährleisten, daß durch Verwendung des Bauelements sowohl
als Verbindungs- als auch als Zierelement viele Variations
möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Bauelement an den
beiden stirnseitigen Enden oder durchgehend einen Querschnitt
mit doppelter Wölbung besitzt.
Dies bietet einerseits den Vorteil, daß die Nut-Feder-Verbin
dung wesentlich haltbarer ausgelegt ist. Gleichzeitig ermög
licht diese Gestaltung das stabile Einsetzen der Einsteck
leiste mit ihren Längskanten in entsprechende Nuten komple
mentärer Bauelemente. Durch die doppelte Wölbung ist es
weiterhin möglich, an der selben Stirnseite der Einsteck
leiste zwei mit einer Nut versehene Bauelemente anzusetzen,
ohne dabei auf eine feste Verbindung verzichten zu müssen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Bauelements zeichnet
sich dadurch aus, daß an der konkaven Seite der doppelten
Wölbung wenigstens im Bereich der Längskanten die Wölbung
abgeflacht ist. Durch diese Gestaltung kommt es insbesondere
beim Einsetzen der Längskante der Einsteckleiste in eine Nut
nicht nur zu einer durch den gewölbten Querschnitt der Nut
hervorgerufenen Federwirkung, sondern gleichzeitig zu einer
Keilwirkung, wodurch der Sitz der Einsteckleiste in der Nut
wesentlich verbessert wird.
Bei einer besonders vorzuziehenden Ausführungsform besteht
das Bauelement aus Holz. Die Materialeigenschaften von Holz
sind besonders geeignet für die angestrebte Federwirkung, die
aufgrund der doppelten Wölbung im Querschnitt der Einsteck
leiste erreicht werden. Außerdem ist Holz besonders für
Spielzeug geeignet, da es einerseits sehr strapazierfähig und
andererseits angenehm in der Handhabung ist. Darüber hinaus
lassen sich auf einfache Weise verschiedenfarbige Bauelemente
herstellen.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die
Dicke der Einsteckleiste ein Übermaß von 0,1-0,3 mm gegen
über der Breite der Nut, in welche die Einsteckleiste einge
steckt werden soll, aufweist. Ein derartiges Übermaß führt
einerseits zu haltbaren Klemmverbindungen und gestattet
andererseits auch kleineren Kindern ohne allzu große Kraftan
strengung das Zusammensetzen und zerlegen der einzelnen Bau
elemente.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausfüh
rungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte perspektivische Ansicht eines Bau
elements in Form einer Einsteckleiste;
Fig. 2 eine vereinfachte perspektivische Ansicht einer zwei
ten Ausführungsform der Einsteckleiste;
Fig. 3 eine teilweise geschnittene, perspektivische Ansicht
der Einsteckleiste, die mit ihrer Stirnseite in die
Nut eines komplementären Bauelements eingesteckt ist;
Fig. 4 eine teilweise geschnittene, perspektivische Ansicht
der Einsteckleiste, die mit einer Längskante in die
Nut eines komplementären Bauelements eingesetzt ist;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer möglichen Bauvari
ante, die unter Verwendung der Einsteckleiste aufbau
bar ist.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Ansicht eine Einsteckleiste
1 dargestellt. Diese Einsteckleiste bildet ein Bauelement
eines Steckbausteinsystems, welches aus mehreren Grundelemen
ten besteht und mit dem verschiedenartige Bauwerke gestaltet
werden können.
Die Einsteckleiste 1 besitzt zwei Längskanten 2 und zwei
Stirnseiten 3. Der stirnseitige Querschnitt der Einsteck
leiste weist eine erste Wölbung 4 und eine zweite Wölbung 5
auf, die gemeinsam eine Doppelwölbung bilden. An der Ober
seite der Einsteckleiste beginnen die Wölbungen an den Längs
kanten 2 und besitzen eine konvexe Form. Die Wölbungen 4, 5
sind im gezeigten Ausführungsbeispiel gleichartig gestaltet,
so daß sich die konvexen Wölbungslinien an der Oberseite der
Einsteckleiste etwa in der Mitte der Leiste treffen. Es ist
vorteilhaft, wenn in diesem mittleren Bereich die Wölbungsli
nien nicht spitz aufeinandertreffen, wodurch eine scharfe
Kante entstehen würde, sondern im Material jeweils eine Run
dung ausgearbeitet ist, die in Verbindung mit den beiden
Wölbungen 4, 5 eine Wellenlinie bildet. Es ist besonders vor
teilhaft, die Radien der Wölbungen so auszulegen, daß der
sich im Querschnitt ergebende Niveauunterschied etwa 5-20%
der Dicke der Einsteckleiste beträgt. Geeignete Leistendicken
sind etwa 1-3 mm.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Einsteckleiste.
Diese unterscheidet sich durch die veränderte Gestaltung des
stirnseitigen Querschnitts, wobei die unteren Wölbungslinien
jeweils nur in ihrem mittleren Abschnitt den oberen Wölbungs
linien entsprechen. An den den Längsseiten 2 zugewandten
Außenbereichen befindet sich an der Unterseite der Einsteck
leiste eine linke Anflachung 6 und eine rechte Anflachung 7.
Ebenso ist in der Mitte eine mittlere Abflachung 8 angeord
net, die die beiden unteren Wölbungslinien verbindet. Die
Länge der Abflachungen 6, 7, 8 beträgt jeweils 10-20% der
Gesamtbreite der Einsteckleiste 1.
In teilweise geschnittener, perspektivischer Ansicht zeigt
Fig. 3 die Einsteckleiste 1, die mit ihrer Stirnseite 3 in
eine Nut 10 eines komplementären Bauelements 11 eingesteckt
ist. Sofern die Einsteckleiste 1 und das komplementäre Bau
element 11 aus Holz sind, ist ein Dickenübermaß der
Einsteckleiste von 0,1-0,3 mm besonders geeignet. Beim Ein
stecken der Einsteckleiste 1 in die Nut 10 wirken die Wölbun
gen 4, 5 wie Blattfedern, das heißt der Wölbungsradius wird
beim Einschieben der Einsteckleiste vergrößert und die resul
tierende Federkraft bewirkt das Westklemmen der Einsteck
leiste 1 in der Nut 10. Aufgrund der angearbeiteten
Anflachungen 6, 7, 8 ergeben sich nicht nur Auflagelinien,
sondern weitgehend flächige Auflagen, was den vorzeitigen
Verschleiß in der Nut 10 und der Auflagebereiche selbst ver
hindert.
Die perspektivische Darstellung von Fig. 4 zeigt die Ein
steckleiste 1, die mit ihrer linken Längsseite 2 in die Nut
10 des komplementären Bauelements 11 eingesetzt ist. Bei die
ser Art der Zusammenfügung von Bauelementen kommt die durch
die erste Wölbung 4 erzeugte Federkraft noch in bestimmten
Maße zum Tragen, da aufgrund der doppelten Wölbung kleinere
Wölbungsradien möglich sind, wodurch zumindest ein Teil der
durch die Wölbung gebildeten Feder in die Nut eingeführt wird
und dort eine Verklemmung der Einsteckleiste 1 bewirkt. Durch
die linke Abflachung 6 ist in Verbindung mit der Wölbung an
der Oberseite der Einsteckleiste entlang der Längsseite 2 ein
Keil ausgebildet. Beim Einschieben der Einsteckleiste 1 in
die Nut 10 wird damit eine Keilwirkung erzielt, die wesent
lich zur Befestigung der Einsteckleiste in der Nut beiträgt.
In Fig. 5 ist in vereinfachter, teilweise geschnittener, per
spektivischer Ansicht ein Zusammenbaubeispiel mehrerer
Bauelemente dargestellt. Die erste Einsteckleiste 1 ist mit
ihrer linken Stirnseite in die Nut 10 des ersten komplementä
ren Bauelements 11 eingesetzt. Eine zweite Einsteckleiste 15
gleicher Bauart ist mit ihrer linken Längskante unterhalb der
ersten Einsteckleiste 1 ebenfalls in die Nut 10 eingesetzt.
Das erste komplementäre Bauelement 11 besitzt an seiner obe
ren Stirnseite eine zweite Nut 16, in die beim weiteren
Zusammenbau eine dritte Einsteckleiste 17 mit geringer Länge
eingesteckt werden kann, wie dies durch die gestrichelten
Linien verdeutlicht wird. Die gegenüberliegende Stirnseite
der dritten Einsteckleiste 17 greift in eine Nut 18 eines
zweiten komplementären Bauelements 19 ein. Die Länge der
dritten Einsteckleiste 17 ist so gewählt, daß die Einsteck
leiste vollständig in den Nuten 16, 18 aufgenommen wird und
das zweite komplementäre Bauelement 19 unmittelbar auf der
oberen Stirnseite des Bauelements 11 anliegt.
Eine vierte Einsteckleiste 20 mit geringer Länge ist mit
ihrer unteren Stirnseite in die stirnseitige Nut eines
dritten komplementären Bauelements 21 eingesetzt. Beim Zusam
menbau greift die obere Stirnseite der vierten Einsteckleiste
20 in die Nut 18 des zweiten komplementären Bauelements 19
ein. Wie es durch die gestrichelten Linien verdeutlicht ist,
wird dabei nur etwa die linke Hälfte der vierten Einsteck
leiste 20 in die Nut 18 eingeführt. Auf den freibleibenden
rechten Abschnitt der vierten Einsteckleiste 20 kann im wei
teren ein zusätzliches nicht dargestelltes komplementäres
Bauelement aufgesteckt werden, so daß das dritte komplemen
täre Bauelement 21 mit der vierten Einsteckleiste 20 als
Verbindungspfeiler für die beiden aufliegenden Bauelemente
dient. Durch die doppelte Wölbung im stirnseitigen Quer
schnitt der vierten Einsteckleiste 20 ist die stabile
Befestigung der komplementären Bauelemente auch dann gewähr
leistet, wenn nur die Hälfte der Einsteckleiste in die Nut
eingreift.
Das Gestaltungsprinzip der Einsteckleiste läßt sich nicht nur
bei geraden Einsteckleisten, wie sie in der Zeichnung gezeigt
sind, anwenden, sondern auch z. B. bei Einsteckleisten, die
gleichzeitig als Zierelemente ausgestaltet sind. Die Ein
steckleisten erfüllen teilweise nur die Funktion von Verbin
dungselementen zwischen unmittelbar aneinandergrenzenden
komplementären Bauelementen, können aber auch selbst die
Funktion von bauwerkswesentlichen Bauelementen übernehmen,
indem z. B. Wände oder Gatter mit derartigen Einsteckleisten
aufgebaut werden.
Claims (4)
1. Bauelement (1) für ein Steckbausteinsystem in der Form
einer Einsteckleiste mit durchgehend oder nur an den
beiden stirnseitigen Enden (3) gewölbtem Querschnitt,
dadurch gekennzeichnet, daß es an den beiden stirnseitigen
Enden (3) oder durchgehend einen Querschnitt mit doppelter
Wölbung (4, 5) besitzt.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an
der konkaven Seite der doppelten Wölbung (4, 5) wenigstens
im Bereich der Längskanten (2; 6, 7) die Wölbung
abgeflacht ist.
3. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß es aus Holz besteht.
4. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß seine Dicke etwa 0,1 bis 0,3 mm größer
ist als die Breite der Nut (10) eines komplementären
Bauelements (11) des Steckbausteinsystems.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996142507 DE19642507C1 (de) | 1996-10-15 | 1996-10-15 | Bauelement für ein Steckbausteinsystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996142507 DE19642507C1 (de) | 1996-10-15 | 1996-10-15 | Bauelement für ein Steckbausteinsystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19642507C1 true DE19642507C1 (de) | 1998-04-09 |
Family
ID=7808809
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996142507 Expired - Fee Related DE19642507C1 (de) | 1996-10-15 | 1996-10-15 | Bauelement für ein Steckbausteinsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19642507C1 (de) |
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