DE1964189B - Rechteckiger Flaschenkasten aus Kunststoff - Google Patents
Rechteckiger Flaschenkasten aus KunststoffInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen rechteckigen Flaschenkasten aus Kunststoff mit quadratischen
Gefachen, dessen Boden mit Ausnehmungen zur Festlegung der Flaschenköpfe eines darunter gestapelten
Flaschenkastens versehen ist.
Wenn Flaschenkasten dieser Art gehandhabt oder gelagert werden, ist es üblich, sie in mehreren Lagen
aufeinanderzustapeln, wobei der Kopf der Flaschen eines unten befindlichen Kastens mit der Unterseite
des Bodens eines darüber gestapelten Kastens in Berührung kommen. Es besteht dabei die Möglichkeit,
daß bei Einwirkung einer äußeren Kraft die Kästen verrutschen, so daß sich eine Lautverschiebung
und möglicherweise Bruch der Flaschen ergibt. Daher sollte die Unterseite des Kastenbodens einen
schlupfsicheren Aufbau haben. Es ist ein Flaschenkasten der eingangs beschriebenen Gattung bekannt,
bei dem im Bereich der einzelnen Gefache am Boden zur Bodenmitte weisende Schrägflächen vorgesehen
sind, die ein Verrutschen der Flaschenköpfe verhindem sollen. Diese Wirkung kann jedoch nur unvollständig
auftreten, da die Schrägflächen in ihrer Ausdehnung praktisch geraue bis zum Rand eines
Flaschenmundes einer ordnungsgemäß in Gefachmitte eingestellten Flasche reichen. Wird eine Flasche
mit Rücksicht auf das zwangläufig notwendige Spiel in den Ge'ichen nicht genau zentrisch eingesetzt, so
kommt ein Flaschenhals nicht mit einer eine Richtwirkung ausübende Schrdgfläche in Berührung, so
daß keine optimale Wirkung erzielt werden kann. Es bleibt somit dem Zutall überlassen, ob ein
FIa:;chenkopf tatsächlich an einer schrägen Fläche erfaßt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, durch besondere Ausgestaltung der Bodenplatte des Flaschenkastens
einen schlupfsicheren Aufbau für Flaschenköpfe zu erreichen.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß der Boden unter jedem quadratischen Gefach aus zwei, durch
eine Diagonale getrennten Dreiecksflächen besteht, von denen die eine Dreiecksfläche eben ist und die
andere Dreiecksfläche von der Diagonale zur Dreiecksspitze schräg ansteigt, wobei wenigstens eine
der Dreiecksflächen in eine gegenüber den anderen Dreiecksflächen unterschiedliche Richtung abgeschrägt
ist. Hierdurch wird erreicht, daß für jede einzelne Flasche ein gesonderter definierter Stützbereich
gebildet wird, dem eine schräg anlaufende Fläche derart zugeordnet ist, daß stets der Flaschen kopf
selbst bei nicht genau zentraler Stellung einer Flasche in einem Gefach mit der Schrägfläche in
Berührung kommen muß und dadurch zwangläufig eine Richtwirkung und Stabilisierung auftritt. Wenn
durch den Beginn der Schrägfläche an der Diagonale eines einzelnen Gefachs zwangläufig der Flaschenkopf mit der Schrägfläche in Berührung kommen
muß, so läßt sich dies in günstiger Weise dahin ausnutzen, daß den Flaschen in den einzelnen Quadran
ten des Flaschenkastens durch die Schrägflächen unter dem Gewicht eines darüberstehenden Kastens
eine Kraftkomponente erteilt wird, die so gewählt werden kann, daß alle Flaschen zur Kastenmitiie
hinkippen möchten, so daß sich stets die Hälfte aller
Fleischen bei einer auf einen Flaschenkasten einwirkenden Horizontalkraft gegen ein Verschieben gi;- S3
wissermaßen sträuben.
Die schräg ansteigende Dreiecksfläche kann eine
kontinuierlich abgeschrägte Fläche sein. Im Falle seilten
einer erwünschten größeren Rauhigkeit kann diese Dreiecksfläche auch diskontinuierlich abgeschrägt
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer
Zeichnungen näher erläutert.
Fig. I zeigt in schaubildlicher Darstellung die Unterseite eines erfindungsgemäßen Flaschenkasten-in
einer ersten Ausführungsform,
F i". 2 ist eine Draufsicht auf die Unterseite dos
Flaschenkastens nach F i g. 1,
F i g. 3 zeiet eine geschnittene Teilansicht, die den
mit Flaschen"gefüllten erfindungsgemäßen Flaschenkasten
nach dem Aufsetzen auf einen anderen Flaschenkasten verdeutlicht,
Fig. 4a ist eine Teildraufsicht, die eine Abwandlung
der Unterseite des Flaschenkastens verdeutlicht,
Fi". 4 b ist eine Seitenansicht der Ausführungsform nach Fig. 4a,
Fig. 4c ist eine Schnittansicht längs der Linie c-r
in Fig. 4a,
Fig. 5a zeigt in Teildraufsicht eine weitere Abwandlung der Unterseite des Flaschenkastens,
Fig. 5b :st eine Seitenansicht der Ausführunc^-
form nach F i g. 5 a,
Fig. 5c ist eine Schnittansicht längs der Linie c-r
in F i c. 5 a.
Fig. 6 bis 8 sind jeweils Draufsichten, die weitere
abgewandelte Ausführungsformen der Unterseite des Flaschenkastens verdeutlichen.
Gemäß Fig. 1, die eine schaubildliche Ansieht der Unterseite des Bodens eines rechtwinkligen
Flaschenkastens I nach der Erfindung %'erdeutlicht.
ist ein nach oben öffnender Kasten I mit einem Boden durch eine gitterartige Unterteilung in quadratische
Gefache für 24 Fachen unterteilt. Gemäß
F i g. 2, die eine Draufsicht auf die Unterseite des Kastens 1 zeigt, ist eine Unterseite 2 jedes quadratischen
Gefachs in Dreiecksflächen A und B unterteilt, die durch die Diagonale 3 begrenzt sind. Die
Dreiecksfläche A ist eben, während die Dreiecksfläche B von der Diagonale 3 in Richtung auf eine
Ecke oder Spitze 4 ansteigt. In den Figuren sind die 24 quadratischen Gefache in vier Gruppen unterteilt.
Die Dieiecksfläche B der sechs Gefache dieser vier Gruppen fallen in Richtung auf den mittleren
Teil des Kastens ab (somit weisen die Dreiecksflächen aller 24 Gefache nicht gleichförmig in dieselbe
Richtung). Die Richtung, in welche die Dreiecksflächen B abfallen, kann unter künstlerischem
Gesichtspunkt gewählt werden. Da jedoch die Aufgabe der Dreiecksflächen B darin besteht,
Schlupf oder Gleiten in Richtung auf ihre Spitze /11 verhindern, wenn sie sich mit den Köpfen der
Flaschen in dem darunter befindlichen Kasten in Berührung befinden, ist es nicht zweckmäßig, wenn
alle Dreiecksflächen B gleichförmig in dieselbe Richtung abfallen. Wenigstens eine der Dreiecksflächen B
muß in eine andere Richtung abfallen.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Flaschenkasten,
bei dem die verschiedenen Dreiecksflächen B in Richtung auf den Mittelteil der Unterseite des
Behälters abfallen, ist die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Wenn der mit Flaschen gefüllte
erfindungsgemäße Flaschenkasten gestapelt wird, berührt der obere Rand des Mundabschnitts der in
dem darunter befindlichen Flaschenkasten stehenden Flaschen 5,5' gemäß F i g. 3 die vorgenannte Diagonale
auf der Unterseite des darüber gestapelten
Flaschenkastens 1. Selbst wenn von links nach rechts auf den oberen Behälter eine Kraft einwirkt,
wird Rutschen des Flaschenkastens verhindert, da Rutschen zwischen dem oberen Rand der Flasche 5
und der Unterseite des oberen Flaschenkastens durch den Anstieg 6 des vorstehenden Abschnitts oder der
Dreiecksfiäche ß unterbunden wird. Ferner wird der Schlupf oder das Rutschen zwischen dem oberen
Rand der Flaschen 5' und der Unterseite des oberen Flaschenkastens durch den Anstieg 6' der anderen to
Dreiecksfläche B verhindert, die gegenüber der vorgenannten Dreiecksfläche B in die entgegengesetzte
Richtung abfällt, sn daß Rutschen des darüber gestapelten Flaschenkastens durch eine von rechts nach
links wirkende äußere Kraft verhindert wird. Somit kann der darüber gestapelte Flaschenkasten von dem
darunter befindlichen nicht herunterfallen noch gegenüber diesem verrutschen.
Solange die Dreiecksfläche ß, d. h der vorstehende Abschnitt die vorbeschriebene Aufgabe erfüllt, muß
tr nicht notwendig ein kontinuierliches Gefälle gemäß den Fig. 1 bis 3 haben. Es können gemäß
F ig. 4a bis 4c rechteckige Stücke7, 7', 7" in
Parallellage oder gemäß Fig. 5a und 5b dreieckiörmige Stücke 8, 8', 8" unterschiedlicher Höhe in
Parallellage angeordnet werden. Es ist lediglich erforderlich, daß eine Sch'ägfläche gebildet wird, die
allmählich von einer Diagonale 3 als Basis zu einer Spitze 4 ansteigt, gleichgültig, ob dies kontinuierlich
oder diskontinuierlich erfolgt. Die F i g. 6 und 7 zeigen abgewandelte Ausführungsformen, bei denen im
Falle der Ausführungsformen nach den F i g. 4 und 5 zur Verstärkung und für weitere Erleichterung des
Transports von aufeinandergestapelten Kästen Rippen 9 vorgesehen sind. Bei der Ausführungsform
nach F i g. 8 wird die weitere Verstärkung dadurch erreicht, daß man die Ausführungsform nach F i g. 6
mit derjenigen nach Fig. 7 kombiniert. Alle vorbeschriebenen Ausführungsformen können erfindungsgemäß
mit dem Zweck verwendet werden, der für den Kasten beabsichtigt ist.
Eei den vorstehenden Abschnitten der Ausführungsformen nach den Fig. 4 bis 8 ist deren Berührungsrvreich
mit der Flaschenoberseite in allen Fällen größer als bei den Ausführungsformen nach
den Fig. 1 und 2. Dadurch ist die Rutschsicherungswirkung größer. Ein weiterer Vorteil der Ausführungsformen
nach den Fig. 4 bis 8 besteht darin, daß weniger Möglichkeit für Unregelmäßigkeiten in
der Dicke des Bodens beim Bilden des Kastens besteht.
Ferner kann gemäß den F i g. 1 und 2 an der Unterseite des Bodens erfindungsgemäß ein kreuzartiger
Vorsprung 10 mit einer gegebenen Höhe vorgesehen werden, die beispielsweise gleich derjenigen der
Spitze 4 U Die Seiten dieser Vorsprünge 10 wirken als Schlupfsicherungswand in den Fällen, bei denen
Schlupf zwischen den Oberflächen der Dreiecksfiächen B und der Oberseite der Flaschen auftritt.
Dies ist insbesondere für den Kasten wirkungsvoll, der sich auf dem Stapel zu aller oberst befindet und
daher besonders der Rutschgefahr ausgesetzt ist.
Da erfindungsgemäß der Kopf jeder Flasche eines in einer unteren Lage befindlichen Kastens mit der
Basisnachbarschaft einer abgeschrägten vorstehenden Dreiecksfläche in Berührung steht, die an der Unterseite
des darübergestapelten Kastens vorgesehen ist, und da wenigstens eine der vorstehenden Dreiecksflächen in eine andere Richtung abgeschrägt ist,
erhält man einen Widerstand gegen äußere Kräfte nach allen Richtungen, womit eine wirkungsvolle
Rutschsicherheit geschao-.n ist. Der erfindung·,-gemäße
Flaschenkasten hat daher einen sehr großen Gebrauchswert für das Verpacken von Flaschen
u. dgl., die durch Stapeln der Kästen befördert und aufbewahrt werden.
Claims (5)
1. Rechteckiger Flaschenkasten aus KunststotT mit quadratischen Gefachen, dessen Boden mit
Ausnehmungen zur Festlegung der Flaschenköpfe eines darunter gestapelten Kastens versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden unter jedem quadratischen Gefach aus zwei durch eine Diagonale (3) getrennten
Dreiecksflächen (A) und (ß) besteht, von denen die Dreiecksfläche (A) eben ist und die Dreiecksfläche (ß) von der Diagonale (3) zur Dreiecksspitze
(4) schräg ansteigt, wobei wenigstens eine der Dreiecksflächen (ß) in eine gegenüber den
anderen Dreiecksflächen (ß) unterschiedliche Richtung abgeschrägt ist.
2. Rechteckiger Flaschenkasten nach Anspruch !, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dreiecksfläche (B) eine kontinuierlich abgeschrägte Fläche besitzt.
3. Rechteckiger Flaschenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dreiecksfläche (ß) eine diskontinuierlich abgeschrägte Fläche aufweist.
4. P.echteckiger Flaschenkasten nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drciecksfläclie (ß) zum Mittelteil des Kastenbodens schräg abfällt.
5. Rechteckiger Flaschenkasten nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Kastenboden ein kreuzförmiger Vorsprung (10) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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