DE19640332C1 - Fahrwerksrahmen für Schienenfahrzeug-Fahrwerke mit integrierter Luftfeder - Google Patents
Fahrwerksrahmen für Schienenfahrzeug-Fahrwerke mit integrierter LuftfederInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrwerksrahmen für
Schienenfahrzeug-Fahrwerke mit integrierter Luftfeder, vorzugsweise
für zweiachsige Schienenfahrzeuge mit freien und
gesteuerten Lenkachsen
Derartige Fahrzeuge verfügen über Fahrwerke, die
einen Radsatz oder ein Radpaar enthalten, welche
wiederum über verschiedene Federstufen vertikal mit
dem Untergestell des Fahrzeuges verbunden sind. Die
Fahrwerke können mit freien Lenkachsen ausgerüstet
sein, die sich selbsttätig im Bogen radial einstellen
oder über gesteuerte Lenkachsen oder Radpaare, die
durch äußere Einwirkung radial eingestellt werden.
Zur Erfüllung dieser Funktion und zur Übertragung von
Brems- und Antriebskräften ist eine horizontale Ab
stützung der Radsätze bzw. Radpaare am Untergestell
erforderlich. Von der konstruktiven Auslegung dieser
Parameter hängt im wesentlichen der Fahrkomfort ab.
Diese bekannten Federstufen sind jeweils vertikal und
horizontal quer angeordnet und mit geringer Steifig
keit ausgelegt, um möglichst geringe Eigenfrequenzen
in einem Bereich von etwa 0,8 bis 1,2 Hz zu erzielen.
Die geringe Steifigkeit wirkt sich nachteilig auf den
zur Verfügung stehenden Bauraum in der unmittelbaren
Fahrzeugumgebung aus. Bekannterweise werden weiche
Federungen mit einer Niveauregulierung kombiniert,
die beim Beladen des Fahrzeuges den Wagenkasten zur
Vermeidung statischer Federwegverluste anheben.
In der Praxis haben sich Federsysteme bewährt, die
das Medium Luft als Federelement benutzen, welches
eine hohe Elastizität und die Möglichkeit der Niveau
anpassung durch Druckregulierung beinhaltet.
Die Bauelemente der Luftfederung, vordergründig die
Luftfedern, welche die vertikale Abstützung
realisieren sollen, beanspruchen erheblichen
konstruktiven Bauraum, so daß diese oftmals entfernt
von der vertikalen Achse der Kraftübertragung
angeordnet werden müssen. Dieser Versatz führt zu
einem Versatzmoment zwischen unterem und oberem Kraft
abstützpunkt welcher kompensiert werden muß. Bisheri
ge Ausführungen luftgefederter Fahrwerke kompensieren
das Versatzmoment mittels eines starren Zwischenrah
mens, welcher oberhalb der Primärfederstufe und unter
halb der sekundären Luftfederstufe angeordnet wird
und die rechte und linke Fahrwerkseite miteinander
verbindet. Dieser Zwischenrahmen dient gleichzeitig
als Träger für weitere Baugruppen wie Bremse und An
trieb. Der Zwischenrahmen muß aufgrund o.g. Belange
ausreichend dimensioniert werden und verfügt über
eine entsprechend hohe Masse und ein großes Massen
trägheitsmoment. In der DE 43 37 385 A1 ist ein Fahr
werk beschrieben, dessen Lenkmechanismus über einen
Drehzapfen realisiert wird, welcher außerhalb des ver
tikalen Drehpols um die Hochachse des Radsatzes
liegt, jedoch ein Ausdrehen um diesen Punkt gestat
tet. Die vertikale Abstützung erfolgt zwischen
übereinanderliegendem unterem und oberem Kraftabstütz
punkt. Ein Versatzmoment kann mit diesem Prinzip
nicht kompensiert werden.
In der DE 43 09 324 C1 und DE 43 44 469 C1 sind für
Schienenfahrzeuge Einachsfahrwerke beschrieben, die
über einen Zwischenrahmen zur Verwendung von Luftfe
dern verfügen. Bei der DE 43 44 469 C1 ist das Lenk
prinzip so gewählt , daß der tatsächliche Drehpunkt
um die Hochachse zum Ausdrehen des Radsatzes mit dem
Drehzapfen als Anlenkpunkt identisch ist. Diese Anord
nung beeinflußt das Wendeverhalten des Radsatzes
positiv, um dem relativ hohen Massenträgheitsmoment
des Zwischenrahmens entgegenzuwirken. Nachteilig bei
dieser Ausführung ist der zusätzliche Zwischenrahmen.
In der 195 32 832 C1 wird abweichend von DE 43 37
385 A1 ein Fahrwerk beschrieben, welches einen analo
gen Lenkmechanismus bei Zugrundelegung einer Gelenk
funktion mittels Federblattlenkern beschreibt. Bekann
te Ausführungen gelenkiger, in sich beweglicher Dreh
gestellrahmen führen nicht zur Lösung des Problems
der Abstützung des Versatzmomentes der Luftfedern.
Die DE 33 42 968 A1 beschreibt ein Doppelfahrwerk für
Schienenfahrzeuge mit Einzelrädern, dessen Rahmen aus
gelenkig zueinander angeordneten Längs- und Querträ
gern besteht, um den Ausschlag der Einzelräder zu ver
größern.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fahrwerk der ein
gangs genannten Art zu schaffen, das eine Baugruppe
zur Aufnahme und Übertragung der vertikalen Federkräf
te bzw. Versatzmomente vorsieht, die basierend auf
einer geringen Eigenmasse und einem geringen Massen
trägheitsmoment und durch ihre besondere Ausbildung
die Anordnung einer Luftfeder im Fahrwerk zuläßt
und geeignet ist das Fahrverhalten positiv zu beein
flussen, wobei bei Stützweitendifferenz zwischen
Primär- und Sekundärfeder die Radsatzführung so ge
staltet ist, daß der Lenkmechanismus in der Horizonta
len des besonders auszubildenden Fahrwerkrahmens auch
unter Wirkung des Versatzmomentes erhalten bleibt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Patentanspruches 1 gelöst, das heißt, daß die
Baugruppe zur Aufrechterhaltung der Lenkerfunktion be
kannter oben genannter Ausführungen so aufgebaut ist,
daß die Einzelelemente des Rahmens die Möglichkeit
haben, sich parallelogrammartig in der horizontalen
Ebene zu bewegen. Im Gegensatz zu verwindungsweichen
Drehgestellrahmen ist der Fahrwerksrahmen derart
konzipiert, daß er verwindungshart durch Gelenke mit
Freiheitsgraden um die Vertikalachse, eine parallelo
grammartige Verdrehung zuläßt.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstan
des sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen anhand der
Zeichnungen näher erläutert werden. Die Zeichnungen
zeigen in:
Fig. 1 die Draufsicht auf den Fahrwerksrahmen,
Fig. 2 die Draufsicht auf diesen ausgelenkten Fahr
werksrahmen,
Fig. 3 die Vorderansicht des Fahrwerkes,
Fig. 4 die räumliche Darstellung des Scharniergelen
kes zwischen Quer- und Längsträger,
Fig. 5 die räumliche Darstellung des aus einem Feder
blatt gebildeten Gelenkes zwischen Quer- und
Längsträger,
Fig. 6 die Draufsicht auf den Fahrwerksrahmen mit
separaten Längsträgern und biegefesten Quer
trägern,
Fig. 7 die Draufsicht auf diesen ausgelenkten Fahr
werksrahmen,
Fig. 8 die Draufsicht auf den Fahrwerksrahmen mit
geschlossenem, gelenkfreiem Rahmenmodul,
Fig. 9 die Draufsicht auf diesen ausgelenkten Fahr
werksrahmen,
Fig. 10: eine schematische Darstellung der Längsmitnah
me für Antriebs- und Bremskräfte,
Fig. 11 eine Darstellung der Vertikalabstützung am
Querträger des Fahrwerkrahmens,
Fig. 12 eine schematische Darstellung des Fahrwerkrah
mens mit sphärischen Gelenken und mit Koppel
stangen als Querträger.
Die Baugruppe Fahrwerksrahmen wird als ein Element
zwischen einer Primärfeder 3 und einer Sekundärfeder
4 eingesetzt, wobei ein Rahmen 15 in geschlossener
Form sich auf den Primärfedern 3 eines Radsatzes
abstützt. Die Verbindung zwischen Primärfedern 3 und
Längsträgern 2 des Rahmens 15 erfolgt über ein sphäri
sches Gelenk, welches eine Relativbewegung zwischen
diesen Elementen zuläßt.
Die Längsträger 2 sind mittels Querträger 1 miteinan
der verbunden und bilden den Rahmen 15. Die Verbin
dungsstellen zwischen Längsträgern 2 und Querträgern
1 stellen Gelenke 6 dar, von denen mindestens ein Ge
lenk an dem Längsträger 2 nur über einen Freiheits
grad um die Senkrechte verfügt, um das Moment, wel
ches durch einen Versatz X der Vertikalkräfte F er
zeugt wird, zu den Querträgern 1 einleiten zu kön
nen.
In Fig. 1 und 2 ist die Draufsicht auf einen derarti
gen Rahmen 15 dargestellt. Es ist erkennbar, wie sich
der Rahmen 15 bei Kurvenfahrt parallelogrammartig ver
ändert. Der Versatz X der Vertikalkräfte F ist in
Fig. 3 dargestellt. Die Verbindung zwischen Längsträ
gern 2 und Querträgern 1 sollte mindestens an einem
Gelenk 6 so gestaltet sein, daß eine Verdrehung des
Längsträgers 2 zum Querträger 1 nur um die Senkrechte
ermöglicht wird. In den verbleibenden Achsen sind
Kräfte bzw. Momente zu übertragen.
Fig. 4 zeigt ein derartiges Gelenk 6 in Bolzenschar
nierausführung mit einem Scharnierbolzen 8. Fig. 5
zeigt ein derartiges Gelenk 6 in Federblattausfüh
rung, wobei ein Federblatt 9 in Längsrichtung zum
Querträger 1 angebracht ist.
Die Einleitung des Momentes, welches sich aus dem
Versatz X und der Vertikalkraft F ergibt, ist auch
in der Form möglich wie in Fig. 6 dargestellt. Hier
finden separate Längsträger 12 für Primärfeder 3 Ver
wendung. In Fig. 7 ist die Ausdrehung eines derarti
gen Rahmens 15 bei Kurvenfahrt ersichtlich. Die in
den o.g. Ausführungen erwähnte Einleitung von Momen
ten in dem Querträger 1 über Gelenke 6 ist konstruk
tiv relativ aufwendig. Auch stellen derartige Gelenke
6 bei Berücksichtigung der zu erwartenden Lebensdauer
ein konstruktives Problem dar. In Fig. 8 ist ein
Aufbau dargestellt, bei welchem ein Rahmenmodul 10
Verwendung findet, welches eine starre Verbindung zwi
schen Primärfedern 3 und Sekundärfedern 4 ermöglicht.
Dieser Fahrwerksrahmen, der eine parallelogrammartige
Verschiebung zuläßt, wird aus verkürzten Längsträgern
2 und einem Querträger 1 gebildet.
Die Verdrehung des Fahrwerksrahmens mit Rahmenmodul
10 ist in Fig. 9 dargestellt. In horizontaler Rich
tung auftretende Kräfte aus Antrieb und Bremsung wer
den von den Querträgern 1 auf die Längsträger 2 über
tragen und über eine Längsmitnahme 11, wie in Fig. 10
dargestellt, auf ein Untergestell 7 eines Wagenka
stens weitergeleitet. Das Wanken des Wagenkastens auf
der Sekundärfeder 4 wird durch Verwendung von vertika
len Abstützungen 13 vermindernd beeinflußt. In Fig. 11 ist eine derartige Wankabstützung dargestellt.
Fig. 12 stellt eine Ausführung dar, bei welcher die
Momentabstützung in der Art erfolgt, daß der Querträ
ger 1 in der Art verändert wird, daß das Moment in
ein Kräftepaar aufgetrennt wird, welches über Koppel
stangen 14 aufgenommen wird. In Fig. 12 sind anstelle
der Gelenke. 6 nur Gelenkfreiheitsgrade ϕx, ϕy, ϕz,
dargestellt. Die Ausbildung des Querträgers 1 mittels
Koppelstangen 14 erfordert sphärische Gelenke an
deren Enden.
Claims (7)
1. Fahrwerksrahmen für Schienenfahrzeug-Fahrwerke mit integrierter
Luftfeder, der mit einer Primär- und einer Sekundärfe
derung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Rahmen (15) aus torsionssteifen Längsträgern (2) und
biegemomentaufnehmenden Querträgern (1) besteht,
wobei die Längsträger (2) und die Querträger (1) über
Gelenke (6) mit Gelenkfreiheitsgraden (ϕz) nur um die
senkrechte miteinander verbunden sind.
2. Fahrwerksrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gelenke (6) in der Art von Schar
niergelenken mit Scharnierbolzen (8) ausgebildet
sind.
3. Fahrwerksrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gelenke (6) in der Art senkrechtste
hender Federblattlenker (9) am Ende des Querträgers
(1) ausgebildet und fest′ mit dem Längsträger (2) ver
bunden sind.
4. Fahrwerksrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Hälfte des Fahrwerksrahmens
als geschlossenes, nicht gelenkiges Rahmenmodul (10)
ausgebildet ist.
5. Fahrwerksrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein separater Längsträger (12)
seitlich über einen inneren Fahrwerksrahmen hinaus
angeordnet ist.
6. Fahrwerksrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen (15) über eine Längs
mitnahme (11) am Untergestell (7) des Wagenkastens
verbunden ist.
7. Fahrwerksrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß an einem der Querträger (1) in
den Endbereichen vertikale Abstützungen (13) zum Wa
genkasten angebracht sind.
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| DE (1) | DE19640332C1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
| US7556290B2 (en) | 2006-09-27 | 2009-07-07 | Autoliv Asp, Inc. | Airbag cushion with a laced vent to optionally vent gas for out-of-position conditions |
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1996
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| EP0834434A1 (de) | 1998-04-08 |
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