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DE19640707A1 - Ballistisches Übungsgeschoß - Google Patents

Ballistisches Übungsgeschoß

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Publication number
DE19640707A1
DE19640707A1 DE1996140707 DE19640707A DE19640707A1 DE 19640707 A1 DE19640707 A1 DE 19640707A1 DE 1996140707 DE1996140707 DE 1996140707 DE 19640707 A DE19640707 A DE 19640707A DE 19640707 A1 DE19640707 A1 DE 19640707A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
charge
deflector
ballistic
projectile according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996140707
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Bock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diehl Stiftung and Co KG
Original Assignee
Diehl GmbH and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Diehl GmbH and Co filed Critical Diehl GmbH and Co
Priority to DE1996140707 priority Critical patent/DE19640707A1/de
Priority to FR9712197A priority patent/FR2754052B1/fr
Priority to GB9720711A priority patent/GB2317942B/en
Publication of DE19640707A1 publication Critical patent/DE19640707A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/40Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information of target-marking, i.e. impact-indicating type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein ballistisches Übungsgeschoß nach dem Oberbe­ griff des Anspruchs 1.
Durch die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung 195 46 049 ist ein Übungsgeschoß für mittel- bis großkalibrige Rohrwaffen bekannt. Dieses Übungs­ geschoß weist dieselbe Außenballistik auf, wie ein gleichkalibriges, scharfes Ge­ schoß. Der Auftreffpunkt des Übungsgeschosses wird durch eine Markierungswol­ ke kenntlich gemacht. Der Austritt der Markierungswolke erfolgt geschoßboden­ seitig, so daß das beim Aufschlag verdrängte Erdreich nicht die Effektivität der Markierungswolke behindert. Dieses Übungsgeschoß weist einen Kopfzünder mit einer kleinen Übertragungsladung, eine, in einem zentralen Rohr angeordnete Deutladung und einen, durch die Deutladung ausstoßbaren Boden auf. Der Aufbau des Geschosses gewährleistet, daß beim Aufschlag keine Geschoßfragmente ent­ stehen. Die Geschoßhülle zerlegt daher nicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das vorgenannte Übungsgeschoß weiter zu vereinfachen, wobei der Markierungseffekt noch effektiver sein soll.
Die Erfindung löst diese Aufgabe entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entneh­ men.
Erfindungsgemäß ist ein standardisierter, und daher kostengünstiger Zünder ver­ wendbar. Zur weiteren Kosteneinsparung trägt das gegenüber dem vorgenannten Stand der Technik wesentlich kürzere, zentrale Rohr bei, das in einfacher Weise in der Geschoßhülle befestigt ist.
Durch einen Deflektor an der Stirnseite des Rohres ist sichergestellt, daß der Sprengdruck weder die Geschoßhülle aufreißt noch das, die Deutladung enthalten­ de Rohr zerstört. Ein Entspannungsraum zwischen der Übertragungsladung und dem, die Anzündladung enthaltenden Zündkanal sowie der Ringraum zwischen dem zentralen Rohr und der Geschoßhülle gewährleisten die erforderliche Ent­ spannung der Gase der Übertragungsladung. Die Konstruktion und die Festigkeit der Geschoßhülle und der, für die Halterung der Deutladung eingebauten Kon­ struktionsteile ist daher nicht beeinträchtigt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein ballistisches Übungsgeschoß,
Fig. 2 eine Einzelheit II nach Fig. 1 und
Fig. 3 einen Teilquerschnitt III nach Fig. 1.
Ein ballistisches Übungsgeschoß 1 besteht aus einem handelsüblichen Kopfzünder 3 mit einer großen Übertragungsladung 5 bestehend aus ca. 20 g Tetryl, einer ge­ kapselten Deutladung 7 in einem zentralen Rohr 9, einer Geschoßhülle 15 mit ei­ nem ausstoßbaren Boden 17 sowie Führungsband 16 und einem Ringraum 23 zwi­ schen der Geschoßhülle 15 und dem Rohr 9. Die Deutladung 7 füllt den gesamten Innenraum des Rohres 9 aus.
Zwischen dem Detonator 5 und der Deutladung 7 liegt ein zentraler, rohrförmiger Zündkanal 19. Der Zündkanal 19 enthält eine pyrotechnische Anzündladung 21. Die Funktion ist auch ohne Anzündladung 21 sichergestellt; es genügt der Zündka­ nal 19.
Der Zündkanal 19 liegt in einem Sprengstoffschwaden-Deflektor 31. Der Deflektor 31 sitzt stirnseitig auf dem Rohr 9 und ist mit diesem bei 11 ringförmig ver­ schweißt.
Der Deflektor weist denselben Außendurchmesser 10 auf wie das Rohr 9. Weiter­ hin besitzt er einen Konus 34 mit einem stirnseitigen Bund 35 zur Halterung einer gelochten Zentrierscheibe 33. Die Zentrierscheibe 33 stützt den Deflektor 31 und damit das Rohr 9 an der Innenwand der Geschoßhülle 15 ab. Hierzu greift die Zentrierscheibe 33 in eine Nut 37 der Geschoßhülle 15 ein und liegt an einem zün­ derseitigen Anschlag 39 an.
Zwischen der Zentrierscheibe 33 und dem Zünder 3 liegt ein Entspannungsraum 25 für die vom Detonator 5 erzeugten Sprengstoffschwaden. Dieser Entspannungs­ raum 25 ist umfangseitig durch die Geschoßhülle 15 begrenzt.
Die Zentrierscheibe 33 wird - wie bereits erwähnt - durch den Bund 35 gehalten und liegt an einem, durch den Konus 34 gebildeten, bodenseitigen Anschlag 40 des Deflektors 31 an.
Das Rohr 9 ist bodenseitig mit einem, in die Geschoßhülle 15 eingeschraubten Zwischenstück 41 bei 13 verschweißt. Das Rohr 9 und das Zwischenstück 41 la­ gern verschiebbar bzw. ausstoßbar einen scheibenförmigen Boden 17. Der Boden 17 ist über ein abscherbares Gewinde 18 mit dem Zwischenstück 41 verbunden.
Bei Zielaufschlag des Üb-Geschosses 1 initiiert der Kopfzünder 3 die Übertra­ gungsladung 5. Die Sprengstoffschwaden der Übertragungsladung 5 entspannen sich sowohl in dem Entspannungsraum 25 als auch - nach Durchtritt durch die Lö­ cher 32 der Zentrierscheibe 33 in dem Ringraum 23, ohne daß das Zwischenstück 41 aus dem Üb-Geschoß 1 ausgestoßen wird.
Die Schwaden der Übertragungsladung 5 zünden die Anzündladung 21 an und diese zündet ihrerseits die Deutladung 7 an.
Die abbrennende Deutladung 7 erzeugt einen derartig großen Gasdruck, daß das Gewinde 18 abgeschert und der Boden 17 aus dem Zwischenstück 41 ausgestoßen wird. Danach tritt die Deutladung 7 aus dem Geschoßheck aus. Das Rohr 9, die Zentrierscheibe 33 und das Zwischenstück 41 verbleiben innerhalb der Geschoßhül­ le 15 und lediglich der Boden 17 wird als Ganzes weggeschleudert. Dadurch ist eine umweltfreundliche Entsorgung gewährleistet. Überraschend ist, daß trotz der großen Übertragungsladung 5 die Geschoßhülle 15 nicht aufreißt und der Boden 17 in unmittelbarer Nachbarschaft von innerhalb zwei Meter zur Aufschlagstelle liegt. Der Gefahrenbereich ist daher drastisch reduziert.
Das Übungsgeschoß 1 besteht aus wenigen und einfachen Teilen. Die Geschoßhül­ le 15 eines nicht dargestellten Sprenggeschosses wird nach dem Ausdüsen bzw. Entfernen des ursprünglich enthaltenen Sprengstoffs nur geringfügig mechanisch bearbeitet. Bodenseitig werden eine Gewindebohrung 41 und zünderseitig die Nut 37 eingebracht.
Anschließend wird in einem einzigen Einschraubvorgang der komplette ÜB-Einsatz, bestehend aus dem Zwischenstück 41 mit Boden 17, Rohr 9 mit Deutla­ dung 7 und Deflektor 31 und mit der aufgesetzten Zentrierscheibe 33 in die Ge­ schoßhülle 15 eingeschraubt und auf herkömmliche Weise gesichert. Es ist dann nur noch der Zünder 3 einzuschrauben. Sämtliche Teile des ÜB-Einsatzes sind Drehteile bzw. sind standardisiert und sind auf einfache Weise miteinander zu ver­ binden.
Das Übungsgeschoß ist zuführ- und abschußfest und beständig gegen Umweltein­ flüsse.

Claims (9)

1. Ballistisches Übungsgeschoß (1) für mittel- bis großkalibrige Rohrwaffen mit einem Kopfzünder (3) mit Übertragungsladung (5), einer Deutladung (7) in einem zentralen, bodenseitig gehaltenen Rohr (9), einer Geschoßhülle (15) mit einem ausstoßbaren Boden (17), wobei zwischen der Übertragungsladung (5) und der Deutladung (7) ein rohr­ seitiger Zündkanal (19) mit einer pyrotechnischen Anzündladung (21) vorge­ sehen ist, und der Gasdruck der Deutladung (7) den Boden (17) ausstößt, und einem Ringraum (23) zwischen der Geschoßhülle (15) und dem Rohr (9), gekennzeichnet durch, einen Entspannungsraum (25) zwischen der Übertragungsladung (5) und dem Zündkanal (19).
2. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (9) vollständig mit der Deutladung (7) ausgefüllt ist.
3. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündkanal (19) in einem Sprengstoffschwaden-Deflektor (31) ange­ ordnet ist, und der Deflektor (31) mit dem Rohr (9) zünderseitig verbunden ist.
4. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (9) oder das Rohr (9) über den Deflektor (31) zünderseitig durch wenigstens eine gasdurchlässige Querstütze (33) an der Geschoßhülle (15) abgestützt ist.
5. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine, als Querstütze ausgebildete, gelochte Zentrierscheibe (33) auf einem Bund (35) des Deflektors (31) angeordnet ist und in einer Nut (37) der Geschoßhülle (15) mit zünderseitigem Anschlag (39) anliegt.
6. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (9) bodenseitig mit einem, in die Geschoßhülle (15) eingesetzten Zwischenstück (41) fest verbunden ist, und in dem Zwischenstück (41) des Rohres (9) der ausstoßbare, scheibenförmige Boden (17) gelagert ist.
7. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deflektor (31) bündig mit dem Außendurchinesser (10) des Rohres (9) ist, und der Deflektor (31) über den größten Teil (30) seiner Länge als Konus (34) ausgebildet ist.
8. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deflektor (31) stirnseitig auf einem Bund (35) mit bodenseitigen An­ schlag (40) die Querstütze (32) trägt.
9. Ballistisches Übungsgeschoß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstütze als gelochte Zentrierscheibe (33) ausgebildet ist.
DE1996140707 1996-10-02 1996-10-02 Ballistisches Übungsgeschoß Withdrawn DE19640707A1 (de)

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