DE19639381A1 - Elektrooptische und photonische Bauelemente - Google Patents
Elektrooptische und photonische BauelementeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft elektrooptische und photonische Bau
elemente mit einer zwischen zwei Pufferschichten angeordneten
Funktionsschicht aus einem vernetzten NLO-Polymer in orien
tierter Form.
Elektrooptische und photonische Bauelemente sind wesentliche
Elemente in der nichtlinearen Optik und in der optischen
Informationstechnologie. Sie sind planare Wellenleiterstruk
turen, deren Funktion durch eine elektrische Spannung ver
ändert werden kann. Grundlage dieser Bauelemente ist, daß der
Brechungsindex in Teillängen der Wellenleiterstruktur durch
die elektrische Spannung, d. h. durch das anliegende elektri
sche Feld, verändert werden kann, so daß die gewünschten
Schalt-, Modulations- oder Filtereffekte erfolgen. Elektro
optische und photonische Bauelemente sind in ihrem Aufbau
bekannt; siehe dazu beispielsweise R.C. Alferness "Titanium-
Diffused Lithium Niobate Waveguide Devices", in T. Tamir
"Guided-Wave Optoelectronics", Springer-Verlag Berlin Heidel
berg New York, 1988, Seiten 145 bis 210, und K.J. Ebeling
"Integrierte Optoelektronik", 2. Auflage, Springer-Verlag
Berlin Heidelberg New York, 1992, Seiten 152 bis 162. Elek
trooptische und photonische Bauelemente sind Modulatoren,
Mach-Zehnder-Modulatoren, abstimmbare und schaltbare Richt
koppler, Wellenlängenfilter, durchstimmbare Wellenlängen
filter und polarisationsverändernde Wellenleiterbauelemente.
Diese Bauelemente können unter Verwendung von stark aniso
tropen anorganischen Kristallen hergestellt werden, die hohe
Werte der Suszeptibilität 2. Ordnung aufweisen.
In den vergangenen Jahren wurden auch organische Materialien
und Polymere mit hohen Suszeptibilitäten 2. Ordnung ent
wickelt; sie zeichnen sich hinsichtlich Herstellung und der
Verwendung in elektrooptischen und photonischen Bauteilen
durch erhebliche Vorteile aus. Polymere mit nichtlinear-
optischen Eigenschaften sind beispielsweise beschrieben in
S.R. Marder, J.E. Sohn, G.D. Stucky "Materials for Nonlinear
Optics", ACS Symposium Series, Bd. 455 (1991), Seiten 128 bis
157, L.A. Hornak "Polymers for Lightwave and Integrated
Optics", Marcel Dekker, New York, 1992, Seiten 287 bis 320,
und G.J. Ashwell, D. Bloor "Organic Materials for Nonlinear
Optics", Royal Society of Chemistry, Cambridge, 1993, Seiten
139 bis 155 und 332 bis 343.
Damit derartige Polymere, die mit kovalent gebundenen oder
gelösten nichtlinear-optischen Chromophoren versehen sind,
nichtlinear-optisch aktiv werden und eine hohe Suszeptibi
lität 2. Ordnung aufweisen, müssen die Chromophore im elek
trischen Feld orientiert werden (siehe dazu: J.D. Swalen et
al. in J. Messier, F. Kajzar, P. Prasad "Organic Molecules for
Nonlinear Optics and Photonics", Kluwer Acad. Publ., 1991,
Seiten 447 bis 459). Dies geschieht üblicherweise im Bereich
der Glastemperatur, wo die Beweglichkeit der Kettensegmente
der Polymere eine Orientierung der nichtlinear-optischen
Chromophore ermöglicht. Die im Feld erzielte Orientierung
wird dann durch Abkühlung eingefroren. Die dabei erreichbare
Suszeptibilität 2. Ordnung χ(2) ist proportional zur räumli
chen Dichte der Hyperpolarisierbarkeit β, zum Grundzustands
dipolmoment µ₀ der Chromophore, zum elektrischen Polungsfeld
und zu Parametern, die die Orientierungsverteilung nach dem
Polungsprozeß beschreiben (siehe dazu: P.N. Prasad,
D.R. Ulrich "Nonlinear Optical and Electroactive Polymers",
Plenum Press, New York, 1988, Seiten 189 bis 204).
Von großem Interesse sind Verbindungen mit hohem Dipolmoment
und gleichzeitig hohen β-Werten. Deshalb sind insbesondere
Chromophore untersucht worden, die aus konjugierten π-Elek
tronensystemen bestehen, welche an einem Ende einen Elektro
nendonor und am anderen Ende einen Elektronenakzeptor tragen
und kovalent an ein Polymer gebunden sind, beispielsweise an
Polymethylmethacrylat (US-PS 4 915 491), Polyurethan (EP-OS
0 350 112) oder Polysiloxan (US-PS 4 796 976).
Ein Problem der genannten Polymermaterialien mit nicht linear-
optischen Eigenschaften stellt die Relaxation der orientierten
Chromophorbausteine dar und damit der Verlust der nicht
linear-optischen Aktivität. Diese Relaxation verhindert der
zeit noch die Herstellung technisch verwertbarer langzeit
stabiler elektrooptischer Bauelemente.
Aufgabe der Erfindung ist es, langzeitstabile elektrooptische
und photonische Bauelemente anzugeben, d. h. elektrooptische
und photonische Bauelemente der eingangs genannten Art in der
Weise auszugestalten, daß eine Verhinderung bzw. Verlang
samung der Relaxation nach erfolgter Orientierung der nicht
linear-optisch aktiven Gruppierungen in den NLO-Polymeren
erreicht wird; darüber hinaus sollen die nichtlinear-optisch
aktiven Polymeren geringe optische Verluste aufweisen. Insbe
sondere ist es das Ziel der vorliegenden Erfindung, NLO-Poly
mere bereit zustellen, bei denen eine Relaxation der Chromo
phore bis zu Temperaturen von oberhalb 100°C verhindert wird
und die solche nichtlinear-optische Gruppierungen enthalten,
welche eine thermische Stabilität bei Temperaturen von größer
200°C gewährleisten. Zusätzlich dazu soll durch die NLO-Poly
meren eine möglichst breite Variation der optischen Eigen
schaften der elektrooptischen und photonischen Bauelemente
erreicht werden.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Polymeren
nichtlinear-optische Gruppierungen enthaltende Polyaddukte
sind aus
- (a) einem nichtlinear-optisch aktiven Copolymer, das gegen über Cyanatgruppen reaktive Glycidylgruppen aufweist, und
- (b) mindestens einem organischen Di- oder Polycyanat.
Die Verwendung von Polyaddukten auf Cyanatbasis ist an sich
bekannt (siehe dazu: US-PS 5 045 364 sowie "ACS Proc. Div.
Polym. Mater. Sci. Eng.", Vol. 66 (1992), Seiten 500 und
501). Bei diesen Polyaddukten wird ein einfacher, Cyanat
gruppen enthaltender nichtlinear-optisch aktiver Chromophor
einer Polycyclotrimerisierung unterworfen. Es hat sich jedoch
gezeigt, daß derartige Polyaddukte bei der Verwendung in
nichtlinear-optischen Systemen noch Mängel aufweisen. Die
erhaltenen Polyaddukte gestatten nämlich keine Modifizierung
hinsichtlich der Größe des NLO-Koeffizienten und anderer
wichtiger Parameter, wie Brechzahl oder Glastemperatur.
Außerdem sind die eingesetzten Chromophore - bedingt durch
ihre chemische Struktur - nicht ausreichend thermisch stabil,
um die während der Herstellung und/oder Nutzung der optischen
Bauelemente auftretenden thermischen Belastungen ohne Schäden
zu überstehen. Vielmehr wird gezeigt, daß bereits bei 85°C
ein merklicher Abfall der gemessenen elektrooptischen Koef
fizienten durch Relaxationsprozesse der Chromophore in der
Polymermatrix eintritt, während eine Stabilität dieser opti
schen Koeffizienten bei Temperaturen von oberhalb 100°C
wünschenswert ist.
Vorteilhaft können auch eine oder beide Pufferschichten der
elektrooptischen bzw. photonischen Bauelemente nach der
Erfindung aus einem entsprechenden vernetzten NLO-Polymer
bestehen wie die Funktionsschicht. Wie bekannt, ist dabei
dann der Brechungsindex der Pufferschichten etwas geringer
als derjenige der Funktionsschicht. Die Einstellung des er
forderlichen Brechungsindexunterschiedes (zur lichtleitenden
Funktionsschicht bzw. zu deren Wellenleiterstruktur) erfolgt
durch eine geeignete Zusammensetzung der Copolymeren mit und
ohne nichtlinear-optische Gruppierungen.
Die nichtlinear-optischen Polyaddukte nach der Erfindung
werden in der Weise hergestellt, daß ein nichtlinear-optisch
aktives Copolymer mit einem Anteil von 5 bis 95 Mol-% Glyci
dylgruppen, vorzugsweise 20 bis 80 Mol-%, mit mindestens
einem Di- oder Polycyanat copolymerisiert wird; die Cyanat
komponente kann dabei vorteilhaft auch ein aus dem Di- bzw.
Polycyanat hergestelltes Prepolymer sein. Auf 1 Grammäquiva
lent Glycidylgruppierung des nichtlinear-optischen Copolymers
entfallen vorteilhaft 0,1 bis 5 Grammäquivalente der Cyanat
komponente (bezogen auf die eingesetzte Cyanatgruppenzahl),
vorzugsweise 0,4 bis 2,7 Grammäquivalente. Durch die Coreak
tion der Glycidylgruppen des nichtlinear-optischen Copolymers
und der Cyanatkomponente entstehen im Polymerfilm engver
netzte Polymerschichten.
Die nichtlinear-optischen glycidylgruppenhaltigen Copolymeren
sind vorzugsweise Verbindungen der folgenden Struktur:
Dabei gilt folgendes:
x : y = 1 : 99 bis 99 : 1, vorzugsweise 20 : 80 bis 80 : 20;
R¹ und R² sind - unabhängig voneinander -H, CH₃ oder Halogen;
X¹ und X² sind - unabhängig voneinander -O oder NR³, mit R³ = H oder Alkyl (linear oder verzweigt) mit 1 bis 6 C-Atomen;
Y¹ ist Alkylen (linear oder verzweigt) mit 2 bis 20 C-Atomen, vorzugsweise 2 bis 6 C-Atomen, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH₂-Gruppen, mit Ausnahme der bindenden CH₂-Gruppe zum Rest Z, durch O, S, oder NRW (R⁴ = H oder C₁- bis C₆-Alkyl) ersetzt sein können;
Y² ist Alkylen (linear oder verzweigt) mit 1 bis 3 C-Atomen.
x : y = 1 : 99 bis 99 : 1, vorzugsweise 20 : 80 bis 80 : 20;
R¹ und R² sind - unabhängig voneinander -H, CH₃ oder Halogen;
X¹ und X² sind - unabhängig voneinander -O oder NR³, mit R³ = H oder Alkyl (linear oder verzweigt) mit 1 bis 6 C-Atomen;
Y¹ ist Alkylen (linear oder verzweigt) mit 2 bis 20 C-Atomen, vorzugsweise 2 bis 6 C-Atomen, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH₂-Gruppen, mit Ausnahme der bindenden CH₂-Gruppe zum Rest Z, durch O, S, oder NRW (R⁴ = H oder C₁- bis C₆-Alkyl) ersetzt sein können;
Y² ist Alkylen (linear oder verzweigt) mit 1 bis 3 C-Atomen.
Vorzugsweise gilt folgendes:
R¹ = R² = CH₃,
X¹ = X² = O,
Y¹ = (CH₂)o, mit o = 2 bis 6,
Y² = CH₂.
R¹ = R² = CH₃,
X¹ = X² = O,
Y¹ = (CH₂)o, mit o = 2 bis 6,
Y² = CH₂.
Z ist eine nichtlinear-optisch aktive Gruppierung mit einer
der im Anspruch 5 angegebenen Strukturen (1) bis (5), wobei
bezüglich der einzelnen Strukturen folgendes gilt.
Alle Alkylgruppen können sowohl geradkettig als auch ver
zweigt sein. Substituierte Alkylgruppen weisen in der Regel
1 oder 2 Substituenten auf.
Die Reste Q¹, Q², R⁵, R⁶, R⁷ und R³ sind insbesondere Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl,
Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert.-Pentyl, Hexyl, 2-Methyl
pentyl, Heptyl, Octyl, 2-Ethylhexyl, Isooctyl, Isononyl,
Decyl oder Isodecyl (die Bezeichnungen Isooctyl, Isononyl und
Isodecyl sind dabei Trivialbezeichnungen und stammen von den
bei einer Oxosynthese erhaltenen Alkoholen; sie dazu: "Ull
mann′s Encyclopedia of Industrial Chemistry", 5th Edition,
Vol. A1, Seiten 290 bis 293, sowie Vol. A10, Seiten 284 und
285), sowie Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Methylcyclohexyl.
Die Reste R⁵, R⁶, R⁷ und R⁸ können ferner folgende Bedeutung
haben: Benzyl, 1- oder 2-Phenylethyl, 2-Methoxyethyl, 2-Eth
oxyethyl, 2-Propoxyethyl, 2-Isopropoxyethyl, 2-Butoxyethyl,
2- oder 3-Methoxypropyl, 2- oder 3-Ethoxypropyl, 2- oder
3-Propoxypropyl, 2- oder 3-Butoxypropyl, 2- oder 4-Methoxy
butyl, 2- oder 4-Ethoxypropyl, 2- oder 4-Propoxybutyl,
2- oder 4-Butoxybutyl, 3,6-Dioxaheptyl, 3,6-Dioxaoctyl,
4,8-Dioxanonyl, 3,7-Dioxaoctyl, 3,7-Dioxanonyl, 4,7-Dioxa
octyl, 4,7-Dioxanonyl, 4,8-Dioxadecyl, 3,6,8-Trioxadecyl oder
3,6,9-Trioxaundecyl.
Die Reste R⁵ und Y¹ können zusammen mit dem sie verbindenden
Stickstoffatom beispielsweise 4-Methylpiperazin-1-yl oder
4-Ethylpiperazin-1-yl sein.
Die Reste R¹⁰ und R¹¹ sind insbesondere Methylsulfonyl, Ethyl
sulfonyl, Propylsulfonyl, Isopropylsulfonyl, Butylsulfonyl,
Isobutylsulfonyl, sek.-Butylsulfonyl, Benzylsulfonyl, 2-Phe
nylethylsulfonyl, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxy
carbonyl, Isopropoxycarbonyl, Butoxycarbonyl, Isobutoxy
carbonyl, sek.-Butoxycarbonyl, Pentyloxycarbonyl, Isopentyl
oxycarbonyl, Neopentyloxycarbonyl, tert.-Pentyloxycarbonyl,
Hexyloxycarbonyl, Heptyloxycarbonyl, Octyloxycarbonyl,
2-Ethylhexyloxycarbonyl, Isooctyloxycarbonyl, Nonyloxy
carbonyl, Isononyloxycarbonyl, Decyloxycarbonyl oder Iso
decyloxycarbonyl.
Bevorzugt sind Thiophene der Struktur (1), bei der n = 2 bis
4 ist, insbesondere 2. Weiterhin sind Thiophene bevorzugt,
bei denen Q¹ und Q² jeweils Wasserstoff bedeuten, sowie
Thiophene, bei denen A¹ für Dicyanovinyl oder Tricyanovinyl
steht.
Alle Alkylgruppen können sowohl geradkettig als auch ver
zweigt sein. Substituierte Alkylgruppen weisen in der Regel
1 oder 2 Substituenten auf.
Die Reste R¹², R³, R¹⁵, R¹⁶ und R¹⁸ können beispielsweise
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl oder sek.-
Butyl sein.
Die Reste R¹², R³, R¹⁴, R¹⁵ und R¹⁶ bedeuten beispielsweise
Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert.-Pentyl, Hexyl, 2-Methyl
pentyl, Heptyl, Octyl, 2-Ethylhexyl, Isooctyl, Nonyl, Iso
nonyl, Decyl oder Isodecyl.
Die Reste R¹², R¹³ und R¹⁴ können ferner folgende Bedeutung
haben: Cyclopentyl, Cyclohexyl, Methoxy, Ethoxy, Propoxy,
Isopropoxy, Butoxy, Isobutoxy, sek.-Butoxy, Pentyloxy,
Isopentyloxy, Neopentyloxy, tert.-Pentyloxy, Hexyloxy,
2-Methylpentyloxy, Heptyloxy, Octyloxy, 2-Ethylhexyloxy,
Isooctyloxy, Nonyloxy, Isononyloxy, Decyloxy oder Isodecyl
oxy.
Die Reste R¹² und R¹³ können weiterhin Fluor, Chlor, Brom oder
Jod sein, der Rest R¹⁴ kann auch Benzyl oder 1- oder 2-Phe
nylethyl bedeuten.
Der Rest R¹⁹ ist beispielsweise Methylsulfonyl, Ethylsulfo
nyl, Propylsulfonyl, Isopropylsulfonyl, Butylsulfonyl, Iso
butylsulfonyl oder sek.-Butylsulfonyl.
Bevorzugt sind Azofarbstoffe der Struktur (2), bei der R¹² und
R¹³ jeweils Wasserstoff bedeutet, sowie Azofarbstoffe, bei
denen der Benzolring nicht benzoanelliert ist. Weiterhin sind
Azofarbstoffe bevorzugt, bei denen A² für C₁- bis C₆-Alkoxy
carbonyl, Formyl, Acetyl, 2,2-Dicyanovinyl oder einen Rest
der Formel
steht, worin R¹⁹ die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt,
sowie A³ Cyano und R¹⁴ Wasserstoff bedeutet. Ferner sind noch
Azofarbstoffe bevorzugt, bei denen R¹⁹ Wasserstoff, Nitro,
Formyl, Cyano, Methylsulfonyl oder Dicyanovinyl bedeutet,
insbesondere Cyano, sowie A³ Cyano und R¹⁴ Wasserstoff.
Die Reste R²⁰ und R²¹ haben dieselbe Bedeutung wie die vor
stehend zur Struktur (1) genannten Reste R⁵ bis R⁸.
Bevorzugt sind Strukturen -D-E-A⁴ mit D = O oder NR⁵, A⁴ = NO₂
oder
und
E=
Die konjugierten π-Systeme können zusätzlich auf der Elektro
nenakzeptorseite mit Elektronenakzeptoren substituiert sein.
Diese Substituenten werden dabei so ausgewählt, daß die Summe
der Hammetkonstanten s nicht den Wert des vorhandenen Substi
tuenten überschreitet.
Die Reste R²² und R²³ sind vorzugsweise Methyl, Ethyl, Propyl,
Cyclopropyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-
Butyl, Pentyl, Cyclopentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert.-
Pentyl, Hexyl, Cyclohexyl, 2-Methylpentyl, Heptyl, Octyl,
2-Ethylhexyl, Isooctyl, Nonyl, Isononyl, Decyl oder Isodecyl.
Besonders bevorzugt sind die Reste R²² und R²³ Wasserstoff.
Der Rest R²⁴ ist vorzugsweise Phenyl, Tolyl, Benzyl, Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-
Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert.-Pentyl, Hexyl,
2-Methylpentyl, Heptyl, Octyl, 2-Ethylhexyl, Isooctyl, Nonyl,
Isononyl, Decyl oder Isodecyl. Besonders bevorzugt ist der
Rest R²⁴ Phenyl.
Die Reste R²⁵, R²⁶ und R²⁷ sind vorzugsweise Wasserstoff,
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek.-
Butyl, tert.-Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert.-
Pentyl, Hexyl, 2-Methylpentyl, Heptyl, Octyl, 2-Ethylhexyl,
Isooctyl, Nonyl, Isononyl, Decyl oder Isodecyl. Besonders
bevorzugt sind die Reste R²⁵, R²⁶ und R²⁷ Wasserstoff.
Vorzugsweise ist Y³ eine chemische Bindung, X³ ein Rest CR³¹
und R³⁰ ein Rest -N=N-G oder
Geeignete Reste G sind beispielsweise
Dabei gilt folgendes:
L¹ = Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder Thienyl,
L² = gegebenenfalls substituiertes C₁- bis C₁₂-Alkyl, das durch 1 bis 3 Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, C₅- und C₆-Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, C₃- bis C₆-Alkenyl, gegebenenfalls substituiertes Benzoyl, C₁- bis C₈-Alkanoyl, C₁- bis C₆- Alkylsulfonyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl sulfonyl,
L³ = Wasserstoff oder C₁- bis C₆-Alkyl,
L⁴ = Cyano, Carbamoyl oder Acetyl,
L⁵ = Wasserstoff oder C₁- bis C₆-Alkyl,
L⁶ = Cyano, Carbamoyl oder Acetyl.
L¹ = Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder Thienyl,
L² = gegebenenfalls substituiertes C₁- bis C₁₂-Alkyl, das durch 1 bis 3 Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, C₅- und C₆-Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, C₃- bis C₆-Alkenyl, gegebenenfalls substituiertes Benzoyl, C₁- bis C₈-Alkanoyl, C₁- bis C₆- Alkylsulfonyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl sulfonyl,
L³ = Wasserstoff oder C₁- bis C₆-Alkyl,
L⁴ = Cyano, Carbamoyl oder Acetyl,
L⁵ = Wasserstoff oder C₁- bis C₆-Alkyl,
L⁶ = Cyano, Carbamoyl oder Acetyl.
Die nichtlinear-optisch aktiven Copolymeren sind amorphe Co
polymere, die aus Comonomeren aufgebaut sind, welche kovalent
gebundene nichtlinear-optische Moleküleinheiten und vernet
zungswirksame funktionelle Gruppen aufweisen. Die Herstellung
der Copolymeren durch radikalische Polymerisation sowie die
Synthese der Vorstufen erfolgt entweder nach an sich bekann
ten Verfahren und/oder ist in den Ausführungsbeispielen be
schrieben.
Die radikalische Polymerisation kann sowohl durch thermisch
zerfallende radikalische Initiatoren erfolgen als auch durch
Initiatoren, die durch Einwirkung von Licht kürzerer Wellen
länge zerfallen. Als thermisch zerfallende, radikalische
Initiatoren dienen vorzugsweise Azoisobuttersäurenitril und
Perverbindungen, wie Dibenzoylperoxid. Als photochemische
Initiatoren werden vorzugsweise Michler′s Keton, d. h. 4,4′-
Bis(dimethylamino)-benzophenon, und dessen Derivate sowie
Anthrachinone, Xanthone, Acridinone, Benzoine, Dibenzosube
rone und Oniumsalze verwendet, vorzugsweise Aryldiazonium-,
Diaryljodonium- und Triarylsulfoniumsalze, die als Anion
Tetrafluoroborat, Hexafluorophosphat oder Hexafluoroantimonat
aufweisen, sowie Aren-Eisen-Salze.
Als Cyanatkomponente werden vorzugsweise die an sich aus der
Klebstoff- und Laminiertechnik bekannten Di- und Polycyanate
- oder deren Prepolymere - der im Anspruch 6 angegebenen
Strukturen (6) bis (8) eingesetzt. Neben den dort genannten
Cyanaten eignen sich auch Dicyanate von perfluorierten
Dihydroxyalkanen mit 4 bis 12 C-Atomen sowie Gemische der
aufgeführten Cyanate. Beispiele für verwendete Cyanate sind:
Die verwendeten Di- und Polycyanate bzw. deren Prepolymere
sind entweder kommerziell verfügbar oder können vorteilhaft
durch Umsetzung der entsprechenden Phenole mit Bromcyan
hergestellt werden (siehe dazu: "Org. Synthesis", Vol. 61
(1983), Seite 35 ff.).
Die erfindungsgemäßen Polyaddukte können beispielsweise durch
eine thermisch initiierte oder katalytisch beschleunigte Co
addition der Di- bzw. Polycyanate - oder bevorzugt von deren
Prepolymeren - mit den nichtlinear-optisch aktiven Copoly
meren erhalten werden. Die Polyreaktion wird vor Erreichen
des Gelpunktes abgebrochen, um noch lösliche Produkte zu er
halten. Die Molmassen dieser Produkte liegen im Bereich von
500 bis 10 Mio g/mol, vorteilhaft im Bereich von 1000 bis
1 Mio g/mol.
Zur Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit, der Ver
arbeitbarkeit und/oder der Verträglichkeit mit Polymeren kön
nen den erfindungsgemäßen Polyaddukten - je nach Einsatzzweck
- Verarbeitungshilfsmittel zugesetzt werden. Dies sind bei
spielsweise Thixotropiermittel, Verlaufmittel, Weichmacher,
Netzmittel, Gleitmittel und Bindemittel.
Die Polyaddukte nach der Erfindung werden in gelöster oder
flüssiger Form, gegebenenfalls zusammen mit vernetzungs
wirksamen Verbindungen oder Initiatoren, durch Aufschleudern,
Tauchen, Bedrucken oder Bestreichen auf ein Substrat aufge
bracht. Auf diese Weise erhält man eine nichtlinear-optische
Anordnung, wobei die Polyaddukte oder entsprechende Prepoly
mere vor, während oder nach der Vernetzung in elektrischen
Feldern polar ausgerichtet werden. Nach dem Abkühlen werden
Polymermaterialien mit ausgezeichneten nichtlinear-optischen
Eigenschaften und - bedingt durch die Vernetzung - erhöhter
Orientierungsstabilität und somit erhöhter Langzeitstabili
tät, auch bei erhöhten Gebrauchstemperaturen, erhalten.
Zur Erzeugung der nichtlinear-optischen Materialien werden
besonders vorteilhaft oligomere Prepolymere der erfindungs
gemäßen Polyaddukte verwendet. Die Herstellung dieser Pre
polymeren erfolgt in an sich bekannter Weise, wobei die
nichtlinear-optisch aktiven glycidylgruppenhaltigen Copoly
meren mit einem Überschuß an der vernetzungswirksamen Ver
bindung (Di- bzw. Polycyanat) zur Reaktion gebracht werden.
Nach dem Aufbringen auf ein Substrat werden die Prepolymeren
- oberhalb der Glasübergangstemperatur - polar ausgerichtet
und anschließend zu den nichtlinear-optischen Polyaddukten
(mit verbessertem Eigenschaftsprofil) mit angelegtem elek
trischen Feld vernetzt.
Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung noch
näher erläutert werden, wobei zunächst die Synthese von
nichtlinear-optisch aktiven Verbindungen (Beispiele 1 bis 17)
sowie von Glycidylgruppen enthaltenden nichtlinear-optisch
aktiven Copolymeren (Beispiel 18) und von Cyanatharzen (Bei
spiele 19 bis 21) beschrieben ist, dann die Synthese von
Polyaddukten (Beispiele 22 bis 25) sowie deren Vernetzung
(Beispiel 26) und elektrooptische Untersuchung (Beispiel 27)
und schließlich die Herstellung elektrooptischer Bauelemente
(Beispiel 28).
1,9 mol 4-Fluorbenzaldehyd und 5,6 mol 2-Methylaminoethanol
werden in 1,2 l Dimethylsulfoxid gelöst, dann werden 1,9 mol
Kaliumcarbonat und 3,5 ml Methyltrioctylammoniumchlorid zu
gegeben, und anschließend wird die Reaktionslösung 72 h bei
95°C gerührt. Die Lösung wird dann auf Eis gegossen, die
organische Phase in Chloroform aufgenommen und mit gesättig
ter Natriumchloridlösung und Wasser gewaschen. Anschließend
wird über Natriumsulfat getrocknet, und die flüchtigen Be
standteile werden im Vakuum abdestilliert. Zurück bleibt eine
hochviskose Reaktionsmasse, die nach einiger Zeit auskristal
lisiert (Schmp.: 40 bis 60°C) und für die weiteren Umsetzun
gen geeignet ist; Ausbeute: 95%.
Unter Schutzgas werden 1,9 mol 4-[N-(2-Hydroxyethyl)-N-
methylamino]benzaldehyd (siehe Beispiel 1) in 2,4 l Toluol
suspendiert. Anschließend werden 2,3 g p-Toluolsulfonsäure
zugegeben, und die Reaktionsmischung wird zum Sieden erhitzt.
Dann werden 1,9 mol Anilin zugetropft, und das sich bildende
Reaktionswasser wird azeotrop entfernt. Nach Beendigung der
Reaktion läßt man unter Eiskühlung auskristallisieren, fil
triert das Reaktionsprodukt ab und trocknet bei 40°C im
Vakuum über konzentrierter Schwefelsäure. Das Rohprodukt
(Schmp.: 106 bis 110°C) ist für die weiteren Umsetzungen
geeignet; Ausbeute: 98%.
Zu 1,8 mol N-[4-[N-(2-Hydroxyethyl)-N-methylamino]-
benzyliden]-anilin (siehe Beispiel 2) und 1,8 mol p-Nitro
phenylessigsäure in 2,2 l Toluol werden unter Rühren 3,6 mol
Essigsäure zugetropft. Danach wird 3 h auf 80°C und 2 h unter
Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen läßt man unter Eiskühlung
auskristallisieren, filtriert das Reaktionsprodukt ab und
trocknet im Vakuum über konzentrierter Schwefelsäure. Das
Rohprodukt (Schmp.: 179 bis 181°C) ist für die weiteren Um
setzungen geeignet; Ausbeute: 80%.
0,2 mol 4-[N-(2-Hydroxyethyl)-N-methylamino]-4′-nitrostilben
(siehe Beispiel 3) und 4,9 g N,N-Dimethylaminopyridin werden
in 600 ml Pyridin gelöst. Anschließend werden bei 75°C unter
Rühren 0,5 mol Methacrylsäureanhydrid innerhalb von 30 min
zugetropft, dann wird die Reaktionsmischung 20 h bei 75°C
gerührt. Nach dem Abkühlen wird die Reaktionsmischung in 2 l
Wasser gegossen, das ausgefallene Reaktionsprodukt abfil
triert und mit Wasser neutral gewaschen. Das Rohprodukt wird
nach dem Trocknen aus Essigsäureethylester umkristallisiert
(Schmp.: 148 bis 149°C); Ausbeute 70%.
2,1 mmol 2-[N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethylamino]-5-tri
methylstannylthiophen und 1,8 mmol 2-Nitro-5-iodthiophen
werden unter Stickstoff in 20 ml Tetrahydrofuran gelöst, dann
wird auf 60°C erhitzt. Nach 40 min wird die Reaktionslösung
zu 100 ml Wasser gegeben, dann wird zweimal mit je 100 ml
Methylenchlorid extrahiert und die organische Phase über
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Entfernen des Lösungs
mittels bei 30°C im Vakuum wird der erhaltene Farbstoff durch
Chromatographie an Kieselgel mit Toluol/Hexan (5 : 1 v/v) als
Laufmittel gereinigt; Ausbeute: 80%.
2,2 mmol 2-[N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethylamino]-5-tri
methylstannylthiophen und 1,8 mmol 2-Dicyanovinyl-5-iod
thiophen werden unter Stickstoff in 20 ml Tetrahydrofuran
gelöst, dann wird auf 60°C erhitzt. Nach 60 min wird die
Reaktionslösung zu 100 ml Wasser gegeben, dann wird zweimal
mit je 100 ml Methylenchlorid extrahiert und die organische
Phase über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Entfernen des
Lösungsmittels bei 30°C im Vakuum wird der erhaltene Farb
stoff durch Chromatographie an Kieselgel mit Toluol/Cyclo
hexan (5 : 1 v/v) als Laufmittel gereinigt; Ausbeute: 75%.
2,1 mmol 2-[N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethylamino]-5-tri
methylstannylthiophen werden entsprechend Beispiel 6 mit
1,8 mmol 2-Formyl-5-iodthiophen umgesetzt, dann wird in ent
sprechender Weise aufgearbeitet und gereinigt. Die Ausbeute
an Reaktionsprodukt beträgt 84%.
4 mmol der Verbindung der Struktur
(hergestellt gemäß Beispiel 3 der US-PS 4 843 153) werden bei
0 bis 5°C in 20 ml Eisessig/Propionsäure (17 : 3 v/v) suspen
diert und mit 1,6 g Nitrosylschwefelsäure versetzt. Dann wird
1 h bei 5°C gerührt und die entstandene Lösung zu einem Ge
misch von 0,65 g N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethylanilin und
5 ml Eisessig/Propionsäure (17 : 3 v/v) gegeben. Anschließend
wird 30 min gerührt und das Reaktionsgemisch dann zu 250 ml
Eiswasser gegeben. Der ausgefallene Feststoff wird abfil
triert und mit Wasser neutral gewaschen. Nach dem Trocknen
bei 50°C im Vakuum erhält man 1,16 g eines roten Farbstoffes
folgender Struktur:
4 mmol der Verbindung der Struktur
(hergestellt gemäß Beispiel 3 der US-PS 4 843 153) werden
entsprechend Beispiel 8 mit 0,65 g N-(2-Methacryloyloxy
hexyl)-N-ethylanilin umgesetzt, dann wird in entsprechender
Weise aufgearbeitet. Nach dem Trocknen erhält man 1,0 g eines
roten Farbstoffes folgender Struktur:
a) 73,15 g (0,21 mol) der Verbindung der Struktur
werden in 370 ml N,N-Dimethylformamid mit 25,5 g (0,33 mol)
Natriumacetat 7 h auf 100°C erhitzt. Anschließend wird der
ausgefallene Feststoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen und
bei 50°C im Vakuum getrocknet. Man erhält 24,6 g einer Ver
bindung folgender Struktur (Schmp: 243 bis 244°C):
b) 7,8 g (0,023 mol) der gemäß Beispiel 10a) hergestellten
Verbindung werden in 40 ml N-Methylpyrrolidon unter Zusatz
von 4,6 g konzentrierter Salzsäure 2 h auf 100°C erhitzt.
Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf 500 ml Eis/Wasser
gegossen, der ausgefallene Feststoff abfiltriert, mit 200 ml
Wasser gewaschen und bei 50°C im Vakuum getrocknet. Man er
hält 6,6 g einer Verbindung folgender Struktur:
c) 4,78 g (0,017 mol) der gemäß Beispiel 10b) hergestellten
Verbindung werden bei 0 bis 5°C in 170 ml Eisessig/Propion
säure (17 : 3 v/v) suspendiert und mit 5,34 g Nitrosylschwefel
säure versetzt. Dann wird 1 h bei 5°C gerührt und die ent
standene Lösung zu einem Gemisch von 2,94 g N-(2-Methacryl
oyloxyethyl)-N-ethylanilin und 5 ml Eisessig/Propionsäure
(17 : 3 v/v) gegeben. Anschließend wird 30 min gerührt und das
Reaktionsgemisch dann zu 750 ml Eiswasser gegeben. Der aus
gefallene Feststoff wird abfiltriert und mit Wasser neutral
gewaschen. Nach dem Trocknen bei 50°C im Vakuum erhält man
5,6 g eines roten Farbstoffes folgender Struktur:
4,78 g (0,017 mol) der gemäß Beispiel 10b) hergestellten
Verbindung werden entsprechend Beispiel 10c) mit 2,88 g
N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethyl-3-ethylanilin umgesetzt,
dann wird in entsprechender Weise aufgearbeitet. Nach dem
Trocknen erhält man 5,4 g eines roten Farbstoffes folgender
Struktur:
4,78 g (0,017 mol) der gemäß Beispiel 10b) hergestellten
Verbindung werden entsprechend Beispiel 10c) mit 2,88 g
N-(2-Methacryloyloxyethyl)-N-ethyl-3-tert.-butylanilin um
gesetzt, dann wird in entsprechender Weise aufgearbeitet.
Nach dem Trocknen erhält man 5,2 g eines roten Farbstoffes
folgender Struktur:
a) 154 g (1,0 mol) Chloracetophenon werden zu 800 ml Ethanol
gegeben. Anschließend werden 76 g (1,0 mol) Ammoniumrhodanid
zugesetzt, und dann wird 4 h zum Sieden erhitzt. Nachfolgend
kühlt man auf 20°C ab und gibt 66 g (1,0 mol) Malodinitril
und 101 g (1,0 mol) Triethylamin zu. Dann wird 12 h bei 20°C
gerührt, das Reaktionsgemisch zu 2 l Wasser gegeben, mit Eis
essig auf einen pH-Wert von 4 angesäuert und der entstandene
Niederschlag abfiltriert und bei 50°C im Vakuum getrocknet.
Man erhält 131 g einer Verbindung folgender Struktur:
b) 1,61 g 4-N-Ethyl-N-methacryloyloxy-aminozimtaldehyd und
2,55 g der gemäß Beispiel 13a) hergestellten Verbindung
werden in 35 ml Acetanhydrid 2 h auf 80°C erhitzt. Nach dem
Abkühlen auf 20°C wird bei dieser Temperatur weitere 12 h
gerührt. Der entstandene Farbstoff wird dann abfiltriert, mit
Isopropanol gewaschen und bei 50°C im Vakuum getrocknet. Man
erhält 2,07 g einer Verbindung folgender Struktur:
1, 61 g 4-N-Ethyl-N-methacryloyloxy-aminozimtaldehyd und
1,94 g 1-Dicyanomethylnaphthalin werden in 35 ml Acetanhydrid
2 h auf 80°C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 20°C wird bei
dieser Temperatur weitere 12 h gerührt. Der entstandene Farb
stoff wird dann abfiltriert, mit Isopropanol gewaschen und
bei 50°C im Vakuum getrocknet. Man erhält 2,45 g einer Ver
bindung folgender Struktur:
Verbindung folgender Struktur:
Verbindung folgender Struktur:
Verbindung folgender Struktur:
Zur Copolymerisation von 4-[N-(2-Methacryloyloxyethyl)-
N-methylamino]-4′-nitrostilben (siehe Beispiel 4) mit Meth
acrylsäureglycidylester werden die beiden Komponenten zusam
men mit 1 Mol-% Azoisobuttersäurenitril in 20 ml absolutem
sauerstofffreiem Chlorbenzol in einem Schlenkrohr bei 70°C
unter Argon zur Reaktion gebracht; die Reaktionsdauer beträgt
18 h. Das dabei erhaltene Rohprodukt wird in Tetrahydrofuran
gelöst und dann in n-Hexan ausgefällt. Die erhaltenen Ergeb
nisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt (TG = Glasübergangs
temperatur).
10 g des Dicyanats von Bisphenol A (siehe Formel (7): R³⁶ bis
R³⁹ = H, T² = Isopropyl) werden in einer Inertgasatmosphäre
unter Rühren auf 180°C erwärmt. Nach 350 min wird das ent
standene Prepolymer abgekühlt; es erstarrt als transparente,
amorphe, leicht gelblich gefärbte Masse. IR-spektroskopisch
wird ein OCN-Umsatz von 41% ermittelt.
10 g des Dicyanats eines substituierten Bisphenol A (siehe
Formel (7): R³⁶ bis R³⁹ = H, T² = Hexafluoroisopropyl) werden
7 h unter Rühren auf 180°C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird
ein transparentes, amorphes, farbloses Prepolymer erhalten.
IR-spektroskopisch wird ein OCN-Umsatz von 46% ermittelt.
25 g des Dicyanats eines substituierten Bisphenol F (siehe
Formel (7): R³⁶ auf R³⁹ = CH₃, T² = CH₂) werden 5 h unter Rüh
ren auf 180°C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird ein trans
parentes, amorphes, gelbliches Prepolymer erhalten. IR-spek
troskopisch wird ein OCN-Umsatz von 39% ermittelt.
10 MT des Dicyanat-Prepolymers entsprechend Beispiel 19 und
90 MT eines glycidylgruppenhaltigen nichtlinear-optischen
Copolymers entsprechend Beispiel 18 werden unter leichtem
Erwärmen homogen in Cyclohexanon gelöst. Dabei erfolgt eine
geringe Vorvernetzung.
20 MT des Dicyanat-Prepolymers entsprechend Beispiel 19 und
80 MT eines glycidylgruppenhaltigen nichtlinear-optischen
Copolymers entsprechend Beispiel 18 werden unter leichtem
Erwärmen homogen in Cyclohexanon gelöst. Dabei erfolgt eine
geringe Vorvernetzung.
40 MT des Dicyanat-Prepolymers entsprechend Beispiel 19 und
60 MT eines glycidylgruppenhaltigen nichtlinear-optischen
Copolymers entsprechend Beispiel 18 werden unter leichtem
Erwärmen homogen in Cyclohexanon gelöst. Dabei erfolgt eine
geringe Vorvernetzung.
20 MT des Dicyanat-Prepolymers entsprechend Beispiel 20 und
80 MT eines glycidylgruppenhaltigen nichtlinear-optischen
Copolymers entsprechend Beispiel 18 werden unter leichtem
Erwärmen homogen in Cyclohexanon gelöst. Dabei erfolgt eine
geringe Vorvernetzung.
Zur Vernetzung werden die Addukte aus Cyanatharz und glyci
dylgruppenhaltigem nichtlinear-optisch aktiven Copolymer
durch Spin-coating aus einer Lösung auf geeignete Träger
materialien, wie Glas, ITO-beschichtetes Glas (ITO = Indium-
Zinn-Oxid) oder Si-Wafer, aufgebracht und in einer Inertgas
atmosphäre bei erhöhter Temperatur ausgehärtet. Die Reak
tionsbedingungen und die erhaltenen Ergebnisse sind in
Tabelle 2 zusammengefaßt (TG = Glasübergangstemperatur).
Für die elektrooptischen Untersuchungen werden die Poly
addukte nach der Erfindung oder entsprechende Prepolymere,
gegebenenfalls zusammen mit vernetzungswirksamen Verbindun
gen, in einem geeigneten Lösemittel durch Spin-coating auf
ITO-beschichtetes Glas aufgebracht; die Schichtdicke der in
dieser Weise hergestellten Filme beträgt üblicherweise 3 bis
6 µm. Für das elektrische Polen, zur Erzielung einer hohen
nicht-zentrosymmetrischen Orientierung, wird auf den Film
(aus dem Polyaddukt) eine Goldelektrode aufgesputtert; die
Gegenelektrode ist dabei die lichtdurchlässige ITO-Schicht.
Nach dem Erwärmen der Probe bis in den Glasübergangstempe
raturbereich wird eine Gleichspannung angelegt, wobei die
erforderliche Spannungserhöhung auf das Orientierungsver
halten der nichtlinear-optischen Moleküleinheiten abgestimmt
wird, um elektrische Durchschläge und damit eine Zerstörung
des Films zu vermeiden. Nach Erreichen einer Polungsfeld
stärke von 50 bis 100 V/µm genügt eine Polungsdauer von
15 min zur Orientierung der nichtlinear-optischen Molekül
einheiten. Anschließend wird die Probe vernetzt, und zwar
thermisch oder photochemisch, und dann wird die Probe - mit
konstant anliegendem Feld - bis auf Raumtemperatur abgekühlt,
womit die Orientierung fixiert wird.
Die elektrooptische Untersuchung der Polymerproben erfolgt
durch interferometrische Messung eines schräg eingestrahlten
Laserstrahls nach Einfachreflexion an der Goldelektrode. Der
dazu erforderliche Meßaufbau und die Meßauswertung sind be
kannt (siehe beispielsweise: "Appl. Phys. Lett.", Vol. 56
(1990), Seiten 1734 bis 1736).
Für die Herstellung elektrooptischer Bauelemente, beispiels
weise eines elektrooptischen Phasenmodulators (siehe R.C.
Alferness, a.a.O., Seite 155) werden nichtlinear-optische
Copolymere entsprechend Beispiel 18 eingesetzt. Auf ein ge
eignetes Substrat, beispielsweise ein Si-Wafer, wird eine
metallische Elektrode aufgebracht oder das Substrat wird -
bei geeigneter elektrischer Leitfähigkeit - selbst als
Elektrode benutzt. Auf das Substrat werden nacheinander zwei
Schichten des Polyadduktes aufgebracht, beispielsweise durch
Spin-coating. Die erste Schicht besteht aus einem entspre
chend Beispiel 23 hergestellten Polyaddukt mit einem Chromo
phoranteil im Copolymer nach Beispiel 18 von 34 bis 37 Mol-%,
die zweite Schicht aus einem Polyaddukt mit dem in Beispiel
18 für das Polymer P1 angegebenen Chromophoranteil im Copoly
mer (40 Mol-%). Die erste Schicht wird entsprechend Beispiel
26 (Polymer aus Beispiel 23) gehärtet, dann wird die zweite
Schicht aufgebracht und 30 min bei 100°C bis zur Filmstabili
tät getempert. Die Zusammensetzung der beiden Schichten ist
geringfügig unterschiedlich, so daß zwischen den beiden
Schichten ein geringer Brechungsindexunterschied von bei
spielsweise 0,01 bis 0,02 besteht. Die Dicke der beiden
Schichten liegt jeweils bei 2 bis 4 µm. In der zweiten
Schicht wird durch bekannte Methoden des Photobleichens und
Anwendung einer geeigneten Photomaske ein Streifenwellen
leiter in einer Breite von 4 bis 7 µm erzeugt. Auf die zweite
Schicht wird dann, lagemäßig über der Wellenleiterstruktur,
eine Elektrode für die Polung der Chromophore aufgebracht;
gegebenenfalls kann hierfür die metallische Photomaske für
die Wellenleiterstrukturierung genutzt werden. Zur Polung und
zur Aushärtung der zweiten Polymerschicht wird ein elektri
sches Feld angelegt, im allgemeinen mit einer Feldstärke von
100 V/µm, und dann wird der Aushärtezyklus entsprechend Bei
spiel 26 (Polymer aus Beispiel 23) durchgeführt. Nach dem
Entfernen der metallischen Elektrode (und gegebenenfalls der
Photomaske) wird eine obere Deckschicht, deren Zusammenset
zung und Schichtstärke der ersten aufgebrachten Schicht ent
spricht, aufgebracht und gehärtet. Auf diese obere Deck
schicht wird dann, lagemäßig über dem Streifenwellenleiter,
eine weitere metallische Elektrode als Streifenelektrode
aufgebracht. Durch Sägen des Substrats mit den aufgebrachten
Polymerschichten können Stirnflächen für die Lichteinkopplung
und -auskopplung erzeugt werden. In einem Bauelement der
genannten Art kann auf diese Weise im Streifenwellenleiter
ein elektrooptischer Koeffizient r von ca. 2 pm/V erzielt
werden.
Claims (9)
1. Elektrooptische und photonische Bauelemente mit einer
zwischen zwei Pufferschichten angeordneten Funktionsschicht
aus einem vernetzten NLO-Polymer in orientierter Form,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Polymer ein nichtlinear-optische Gruppierungen enthaltendes
Polyaddukt ist aus
- (a) einem nichtlinear-optisch aktiven Copolymer, das gegen über Cyanatgruppen reaktive Glycidylgruppen aufweist, und
- (b) mindestens einem organischen Di- oder Polycyanat.
2. Elektrooptische und photonische Bauelemente nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
oder beide Pufferschichten aus einem entsprechenden vernetz
ten NLO-Polymer bestehen wie die Funktionsschicht.
3. Elektrooptische und photonische Bauelemente nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß im Polyaddukt auf 1 Grammäquivalent Glycidyl der Kompo
nente (a) 0,1 bis 5 Grammäquivalente, vorzugsweise 0,4 bis
2,7 Grammäquivalente, der Komponente (b) entfallen, bezogen
auf die eingesetzte Cyanatgruppenzahl.
4. Elektrooptische und photonische Bauelemente nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Komponente (b) des Polyadduktes ein Pre
polymer aus Di- oder Polycyanaten ist.
5. Elektrooptische und photonische Bauelemente nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Komponente (a) des Poly
adduktes ein Copolymer folgender Struktur ist:
wobei folgendes gilt:
x : y = 1 : 99 bis 99 : 1, vorzugsweise 20 : 80 bis 80 : 20;
R¹, R² = H, CH₃ oder Halogen;
X¹, X² = O oder NR³,
mit R³ = H oder Alkyl mit 1 bis 6 C-Atomen (linear oder verzweigt);
Y = Alkylen mit 2 bis 20 C-Atomen (linear oder ver zweigt), vorzugsweise mit 2 bis 6 C-Atomen, wobei eine oder mehrere nicht-benachbarte CH₂-Gruppen, mit Ausnahme der bindenden CH₂-Gruppe zum Rest Z, durch O, S, oder NR⁴ (R⁴ = H oder C₁- bis C₆-Alkyl) ersetzt sein können;
Y² - Alkylen mit 1 bis 3 C-Atomen (linear oder ver zweigt);
Z ist eine nichtlinear-optische Gruppierung mit einer der folgenden Strukturen (1) bis (5): mit
n = 2 bis 6,
Q¹, Q² = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Phenyl,
D = O, S, NR⁵, PR⁶ oder NR⁷-NR⁸, mit R⁵, R⁶, R⁷, R³ = H, Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Aryl, wobei R⁵ und Y¹ zusammen mit dem sie ver bindenden Stickstoffatom einen Pyrrolidinyl-, Piperidinyl-, Morpholinyl- oder Piperazinylrest bilden können,
A¹ = CN, NO₂, CHO, Hydroxysulfonyl oder ein Rest der Struktur mit R⁹ = H oder CN,
R¹⁰, R¹¹ = CN, NO₂, C₁- bis C₁₀-Alkoxycarbonyl, C₁- bis C₄-Alkylsulfonyl, wobei der Alkylrest durch Phenyl substituiert sein kann, oder Phenylsulfonyl; wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann,
mit
R¹², R¹³ = H, CN, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cyclo alkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy, C₁- bis C₁₀-Acylamino oder C₁- bis C₁₀-Dialkylamino,
R¹⁴ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy oder Phenyl,
A² = H, CN, NO₂, CHO, Halogen, Hydroxysulfonyl, Carb amoyl, Dicyanovinyl oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵, CONR¹⁵R¹⁶, CH=N-R¹⁷, CH=C (NO₂)-R¹⁸ oder wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann und R¹² und R¹³ die vorstehend genannte Bedeutung besit zen, mit
R¹⁵, R¹⁷, R¹⁸ = C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cyclo alkyl oder Phenyl,
R¹⁷ = OH oder Phenylamino,
R¹⁸ = H oder C₁- bis C₄-Alkyl,
R¹⁹ = H, CN, NO₂, CHO, Hydroxysulfonyl, C₁- bis C₄-Alkylsulfonyl, Dicyanovinyl oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵, CONR¹⁵R¹⁶, CH=N-R¹⁷ und CH=C(NO₂)-R¹⁸ mit der vorstehend genannten Bedeutung für die Reste R¹⁵ bis R¹⁸,
A³ = H, CN, NO₂, COOH oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵ und CONR¹⁵R¹⁶, worin R¹⁵ und R¹⁶ die vorstehend genannte Bedeutung besitzen,
und wobei D wie vorstehend definiert ist;(3) -D-E-A⁴,wobei folgendes gilt:
D ist wie vorstehend definiert,
E ist mit
q = 1 bis 3,
R²⁰, R²¹ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Aryl,
T¹ = (CH=CH)m, N=N, CH=N, N=CH oder C≡C, mit m = 1 bis 3,
M = CH oder N,
A⁴ = CN, NO₂, CHO, Halogen, Hydroxysulfonyl, Alkoxysulfonyl, Alkylamidosulfonyl oder ein Rest der Struktur mit der vorstehend genannten Bedeutung; wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann,
mit
p = 0 bis 2,
R²² = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy, C₁- bis C₁₀-Acylamino, C₁- bis C₁₀-Dialkylamino, C₁- bis C₄-Alkyl sulfonylamino, C₁- bis C₄-Mono- und Dialkylaminosulfo nylamino oder Aryl,
R²³ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁ bis C₁₀-Alkoxy, mit
R²⁴ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das substituiert und/oder durch Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, oder Phenyl, das substituiert sein kann, oder Thienyl,
R²⁵, R²⁶, R²⁷ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert und/oder durch 1 oder 2 Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder Tolyl,
und wobei D wie vorstehend definiert ist; mit
X³ = N oder CR³¹,
Y³ = eine chemische Bindung, S, SO, SO₂, O oder NR³²,
R²⁸ = H, OH, CN, NO₂, NR³²R³³, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁- bis C₁₀-Alkoxy,
R²⁹ = H, OH, CN, NO₂, CHO, Halogen, Dicyanovinyl, Tricyano vinyl, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁- bis C₁₀-Alkoxy,
R³⁰ = N=N-G, wobei G eine heterocyclische Komponente ist, oder ein Rest der Struktur R³¹ = H, CN, NO₂ oder COOR³²,
R³², R³³ = H, Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Phenyl, das substi tuiert sein kann, oder Benzyl,
R³⁴, R³⁵ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₆-Alkoxy, das durch Phenyl oder C₁- bis C₄-Alkoxy substituiert sein kann, C₁- bis C₁₀-Acylamino oder C₁- bis C₁₀-Dialkylamino,
und wobei D wie vorstehend definiert ist.
x : y = 1 : 99 bis 99 : 1, vorzugsweise 20 : 80 bis 80 : 20;
R¹, R² = H, CH₃ oder Halogen;
X¹, X² = O oder NR³,
mit R³ = H oder Alkyl mit 1 bis 6 C-Atomen (linear oder verzweigt);
Y = Alkylen mit 2 bis 20 C-Atomen (linear oder ver zweigt), vorzugsweise mit 2 bis 6 C-Atomen, wobei eine oder mehrere nicht-benachbarte CH₂-Gruppen, mit Ausnahme der bindenden CH₂-Gruppe zum Rest Z, durch O, S, oder NR⁴ (R⁴ = H oder C₁- bis C₆-Alkyl) ersetzt sein können;
Y² - Alkylen mit 1 bis 3 C-Atomen (linear oder ver zweigt);
Z ist eine nichtlinear-optische Gruppierung mit einer der folgenden Strukturen (1) bis (5): mit
n = 2 bis 6,
Q¹, Q² = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Phenyl,
D = O, S, NR⁵, PR⁶ oder NR⁷-NR⁸, mit R⁵, R⁶, R⁷, R³ = H, Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Aryl, wobei R⁵ und Y¹ zusammen mit dem sie ver bindenden Stickstoffatom einen Pyrrolidinyl-, Piperidinyl-, Morpholinyl- oder Piperazinylrest bilden können,
A¹ = CN, NO₂, CHO, Hydroxysulfonyl oder ein Rest der Struktur mit R⁹ = H oder CN,
R¹⁰, R¹¹ = CN, NO₂, C₁- bis C₁₀-Alkoxycarbonyl, C₁- bis C₄-Alkylsulfonyl, wobei der Alkylrest durch Phenyl substituiert sein kann, oder Phenylsulfonyl; wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann,
mit
R¹², R¹³ = H, CN, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cyclo alkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy, C₁- bis C₁₀-Acylamino oder C₁- bis C₁₀-Dialkylamino,
R¹⁴ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy oder Phenyl,
A² = H, CN, NO₂, CHO, Halogen, Hydroxysulfonyl, Carb amoyl, Dicyanovinyl oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵, CONR¹⁵R¹⁶, CH=N-R¹⁷, CH=C (NO₂)-R¹⁸ oder wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann und R¹² und R¹³ die vorstehend genannte Bedeutung besit zen, mit
R¹⁵, R¹⁷, R¹⁸ = C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cyclo alkyl oder Phenyl,
R¹⁷ = OH oder Phenylamino,
R¹⁸ = H oder C₁- bis C₄-Alkyl,
R¹⁹ = H, CN, NO₂, CHO, Hydroxysulfonyl, C₁- bis C₄-Alkylsulfonyl, Dicyanovinyl oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵, CONR¹⁵R¹⁶, CH=N-R¹⁷ und CH=C(NO₂)-R¹⁸ mit der vorstehend genannten Bedeutung für die Reste R¹⁵ bis R¹⁸,
A³ = H, CN, NO₂, COOH oder ein Rest der Struktur COR¹⁵, COOR¹⁵ und CONR¹⁵R¹⁶, worin R¹⁵ und R¹⁶ die vorstehend genannte Bedeutung besitzen,
und wobei D wie vorstehend definiert ist;(3) -D-E-A⁴,wobei folgendes gilt:
D ist wie vorstehend definiert,
E ist mit
q = 1 bis 3,
R²⁰, R²¹ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Aryl,
T¹ = (CH=CH)m, N=N, CH=N, N=CH oder C≡C, mit m = 1 bis 3,
M = CH oder N,
A⁴ = CN, NO₂, CHO, Halogen, Hydroxysulfonyl, Alkoxysulfonyl, Alkylamidosulfonyl oder ein Rest der Struktur mit der vorstehend genannten Bedeutung; wobei der Benzolring benzoanelliert sein kann,
mit
p = 0 bis 2,
R²² = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy, C₁- bis C₁₀-Acylamino, C₁- bis C₁₀-Dialkylamino, C₁- bis C₄-Alkyl sulfonylamino, C₁- bis C₄-Mono- und Dialkylaminosulfo nylamino oder Aryl,
R²³ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁ bis C₁₀-Alkoxy, mit
R²⁴ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das substituiert und/oder durch Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, oder Phenyl, das substituiert sein kann, oder Thienyl,
R²⁵, R²⁶, R²⁷ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, das durch Phenyl substituiert und/oder durch 1 oder 2 Sauerstoffatome in Etherfunktion unter brochen sein kann, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder Tolyl,
und wobei D wie vorstehend definiert ist; mit
X³ = N oder CR³¹,
Y³ = eine chemische Bindung, S, SO, SO₂, O oder NR³²,
R²⁸ = H, OH, CN, NO₂, NR³²R³³, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁- bis C₁₀-Alkoxy,
R²⁹ = H, OH, CN, NO₂, CHO, Halogen, Dicyanovinyl, Tricyano vinyl, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder C₁- bis C₁₀-Alkoxy,
R³⁰ = N=N-G, wobei G eine heterocyclische Komponente ist, oder ein Rest der Struktur R³¹ = H, CN, NO₂ oder COOR³²,
R³², R³³ = H, Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Phenyl, das substi tuiert sein kann, oder Benzyl,
R³⁴, R³⁵ = H, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl, C₁- bis C₆-Alkoxy, das durch Phenyl oder C₁- bis C₄-Alkoxy substituiert sein kann, C₁- bis C₁₀-Acylamino oder C₁- bis C₁₀-Dialkylamino,
und wobei D wie vorstehend definiert ist.
6. Elektrooptische und photonische Bauelemente nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Komponente (b) des Poly
adduktes ein Dicyanat mit einer der folgenden Strukturen (6)
bis (8) ist:
wobei folgendes gilt:
R³⁶, R³⁷, R³⁸, R³⁹ = H, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆- Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy oder Phenyl, wobei die Alkyl- und Phenylgruppen ganz oder teilweise fluoriert sein können; wobei folgendes gilt:
T² ist eine chemische Bindung, O, S, SO₂, CF₂, CH₂, CH(CH₃), Isopropyl, Hexafluorisopropyl, NR⁴⁰, N=N, CH=CH, COO, CH=N, CH=N-N=CH, Alkylenoxyalkylen mit einem C₁- bis C₈-Alkylenrest oder ein Rest der Struktur R³⁶, R³⁷, R³⁸ und R³⁹ besitzen die vorstehend genannte Bedeutung,
R⁴⁰ = C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Phenyl; wobei folgendes gilt:
r = 0 bis 20,
R⁴¹ = H oder C₁- bis C₅-Alkyl.
R³⁶, R³⁷, R³⁸, R³⁹ = H, Halogen, C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆- Cycloalkyl, C₁- bis C₁₀-Alkoxy oder Phenyl, wobei die Alkyl- und Phenylgruppen ganz oder teilweise fluoriert sein können; wobei folgendes gilt:
T² ist eine chemische Bindung, O, S, SO₂, CF₂, CH₂, CH(CH₃), Isopropyl, Hexafluorisopropyl, NR⁴⁰, N=N, CH=CH, COO, CH=N, CH=N-N=CH, Alkylenoxyalkylen mit einem C₁- bis C₈-Alkylenrest oder ein Rest der Struktur R³⁶, R³⁷, R³⁸ und R³⁹ besitzen die vorstehend genannte Bedeutung,
R⁴⁰ = C₁- bis C₁₀-Alkyl, C₃- bis C₆-Cycloalkyl oder Phenyl; wobei folgendes gilt:
r = 0 bis 20,
R⁴¹ = H oder C₁- bis C₅-Alkyl.
7. Verfahren zur Herstellung von elektrooptischen und photo
nischen Bauelementen nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auf eine erste Pufferschicht eine Schicht aus einem
nichtlinear-optische Gruppierungen enthaltenden Polymer auf
gebracht wird, daß das Polymer polar ausgerichtet, vernetzt
und strukturiert wird, und daß die Polymerschicht mit einer
zweiten Pufferschicht versehen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die polare Ausrichtung des Polymers
zusammen mit der Vernetzung erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Strukturierung mit
metallischen Masken durchgeführt wird, und daß die Masken
ganz oder teilweise als Elektroden zur Polung des Polymers
verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139381 DE19639381A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Elektrooptische und photonische Bauelemente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139381 DE19639381A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Elektrooptische und photonische Bauelemente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19639381A1 true DE19639381A1 (de) | 1998-03-26 |
Family
ID=7806858
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996139381 Withdrawn DE19639381A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Elektrooptische und photonische Bauelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19639381A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6174961B1 (en) | 1998-03-09 | 2001-01-16 | Siemens Aktiengesellschaft | Nonlinear-optically active copolymers, polyadducts produced from them, and their use for nonlinear-optical media |
| WO2005121150A1 (en) * | 2004-06-09 | 2005-12-22 | Merck Patent Gmbh | POLYMERISABLE THIENO[3,2-b]THIOPHENES |
-
1996
- 1996-09-25 DE DE1996139381 patent/DE19639381A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6174961B1 (en) | 1998-03-09 | 2001-01-16 | Siemens Aktiengesellschaft | Nonlinear-optically active copolymers, polyadducts produced from them, and their use for nonlinear-optical media |
| US6353059B2 (en) | 1998-03-09 | 2002-03-05 | Siemens Aktiengesellschaft | Polyadducts produced from nonlinear-optically active copolymers and polymerizable nonlinear-optically active monomers |
| WO2005121150A1 (en) * | 2004-06-09 | 2005-12-22 | Merck Patent Gmbh | POLYMERISABLE THIENO[3,2-b]THIOPHENES |
| JP2008504370A (ja) * | 2004-06-09 | 2008-02-14 | メルク パテント ゲゼルシャフト ミット ベシュレンクテル ハフトング | 重合性チエノ[3,2−b]チオフェン類 |
| US7700643B2 (en) | 2004-06-09 | 2010-04-20 | Merck Patent Gmbh | Polymerisable thieno[3,2-b]thiophenes |
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