DE19639978C1 - Wellendichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wellendichtung, insbesondere für
die Welle eines gasgekühlten Generators, mit einem zwischen
einer Führungsplatte und einem mittels Stehbolzen an dieser
befestigten Entlastungsflansch gehalterten Dichtungsring, der
an seiner Innenseite einen Auslaß für Dichtöl aufweist.
Eine derartige Wellendichtung ist aus der Deutschen Patent
schrift DE 37 23 729 C2 bekannt. Die bekannte Wellendichtung
in Scheibenbauweise gewährleistet eine dichte Durchführung
einer rotierenden Welle durch ein mit Gas unter vorgegebenem
Druck gefülltes Gehäuse, z. B. eines Generators. Dazu ist ein
Dichtungsring zwischen einer Führungsplatte und einem über
Stehbolzen mit dieser verbundenen Entlastungsflansch gehal
tert. In dieser zweischaligen Halterungsausführung sitzt die
Wellendichtung im eingebauten Zustand derart auf der Welle,
daß die Führungsplatte dem Gehäuse zugewandt und damit auf
der Gasseite des Dichtungsrings angeordnet ist, während der
Entlastungsflasch auf der sogenannten Luftseite des Dich
tungsrings sitzt.
Zur Abdichtung der rotierenden Welle schwimmt der Dichtungs
ring auf einem Ölfilm, der durch Zuführen von Dichtöl in den
Radialspalt zwischen Dichtungsring und Welle erzeugt wird.
Dazu wird ein Radialspiel der Wellendichtung fertigungstech
nisch vorgegeben, wobei ein Kompromiß zwischen Öldurchsatz
und Laufverhalten der Welle gefunden werden muß. Der Dicht
ring wird dann während des Betriebs durch das ihn umspülende
Dichtöl gekühlt, so daß er sich im Vergleich zur Welle weni
ger stark ausdehnt. Dies bedingt eine Aufzehrung des Radial
spiels. Diese Vorgänge müssen bei der Auslegung des Einbau
spiels des Dichtungsrings berücksichtigt werden. Dies bedeu
tet, daß das Einbauspiel entsprechend groß ausgelegt werden
muß. Außerdem wird zum Ausgleich von am Dichtungsring angrei
fenden Kräften dessen der Führungsplatte und/oder dem Ent
lastungsflansch zugewandte Flanke mit Drucköl beaufschlagt.
Bei einem derartig vom zufließenden Dicht- und/oder Drucköl
vollständig umspülten Dichtungsring ist eine Änderung des Ra
dialspiels nach Inbetriebnahme nicht möglich.
In der DE 29 18 418 C2 ist eine Stevenrohrabdichtung mit ei
ner Radialdichtung beschrieben. Eine Schiffswelle wird von
einem Gleitring umgeben, auf welchem ein Stützring aufsitzt.
Der Stützring ist geteilt und kann mittels einer Hydraulik
vorrichtung zusammengedrückt werden. Damit ist der Anpreß
druck des Gleitrings einstellbar. Mit einem Strömungswächter
wird eine Leckagemenge ermittelt und abhängig von dieser
Leckagemenge die Hydraulikvorrichtung so angesteuert, daß
eine geringe Leckage bei einer gleichzeitig ausreichenden
Schmierung des Gleitringes gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wellen
dichtung anzugeben, bei der auch nach erfolgter Montage in
einfacher Weise Eingriffsmöglichkeiten zur Erzielung eines
besonders günstigen Laufverhaltens möglich sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Wellendichtung der eingangs ge
nannten Art erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1. Die Steuerung oder Einstellung des
Radialspiels erfolgt unter Nutzung der Wärmedehnung des Dich
tungsrings.
Zur Spielsteuerung wird der Dichtungsring beeinflußt durch
die im Radialspalt zwischen dem Dichtungsring und der Welle
während der Wellenrotation anfallende Reibungswärme im Dicht
öl einerseits, und durch eine einstellbare Wärmeabfuhr über
eine abströmende Kühlölmenge andererseits. Als Einflußgröße
für die Kühlölsteuerung oder -regelung kann zusätzlich zum
Öldruck auch die Temperatur des Dichtungsrings, das Reibmo
ment im Radial- oder Ölspalt und/oder die Radialspalthöhe
herangezogen werden.
Eine üblicherweise außerhalb der Wellendichtung vorgesehene
Ölverteilerkammer zur Versorgung der Lauffläche des Dich
tungsrings mit Dichtöl ist in zweckmäßiger Ausgestaltung nun
in die Führungsplatte verlegt. Mit dieser Verteilerkammer
steht eine Zuflußbohrung im Dichtungsring in Verbindung, die
in den Auslaß an der Innenseite des Dichtungsrings mündet.
Daher kühlt das zufließende Dichtöl im Dichtungsring nur an
den relativ kleinen Flächen der Zuflußbohrung.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die durch
die Flanken des Dichtungsrings einerseits und die Seitenflä
che der Führungsplatte bzw. des Entlastungsflansches anderer
seits begrenzten Axialspalte mittels Nebendichtungen abge
blockt, so daß im Axialspalt stehendes Öl keine Kühlwirkung
hat. Erst wenn ein Regler mit einem Stellventil zur Einstel
lung des Kühlölstroms öffnet, werden die den Axialspalt be
grenzenden Flächen zur Kühlung des Dichtungsrings aktiviert.
Als besonders geeignete Nebendichtungen für die Axialspalte
haben sich mit Drucköl beaufschlagte U-Profil-Dichtungen her
ausgestellt. Zur Versorgung dieser Nebendichtungen ist zweck
mäßigerweise innerhalb der Führungsplatte und/oder des Entla
stungsflansches eine Zuflußbohrung für das Drucköl vorgese
hen. Da allerdings die Reibung der Nebendichtungen die freie
Einstellbarkeit des Dichtungsrings behindern könnte, wird
mittels einer Regeleinrichtung der Anpreßdruck der Nebendich
tungen soweit abgesenkt, bis die Dichtwirkung der Nebendich
tung gerade aufgehoben ist. Dabei können kleine Leckagen zu
gelassen werden. Da die Regeleinrichtung zur Druckregelung
der Nebendichtungen lediglich Druck bei einer Ölmenge nahe
Null zur Verfügung stellen muß, kann mit sehr kleinen Nenn
weiten und unbedeutenden zusätzlichen Ölmengenverlusten gear
beitet werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbeson
dere darin, daß bei einem derart steuerbaren Dichtungsring
ein besonders kleines Einbauspiel bei gleichzeitig geringem
Ölbedarf möglich ist. Außerdem sind in besonders einfacher
und zuverlässiger Art und Weise Eingriffsmöglichkeiten zur
optimalen Anpassung an eine vorhandene Betriebssituation ge
geben. Desweiteren kann auch ein sehr steifer Dichtungsring
mit relativ großer Bauhöhe eingesetzt werden.
Im folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung beschrieben. Es zeigen die Fig. 1 und
2 in verschiedenen Längsaxialschnitten eine Wellendichtung in
Scheibenbauweise mit steuerbarem Radialspiel.
Einander entsprechende Teile sind in beiden Figuren mit den
gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine Wellendichtung 1 auf einer Welle 2, die Teil
z. B. eines Generators einer Kraftwerksanlage ist. Zwischen
einer Führungsplatte 3 und einem Entlastungsflansch 4 ist ein
Dichtungsring 5 angeordnet. Der Entlastungsflansch 4 ist mit
tels einer Anzahl von Stehbolzen 6 und darauf sitzenden Ge
winde-Muttern 7 an der Führungsplatte 3 befestigt. Jeder
Stehbolzen 6 ist mit Spiel durch eine Bohrung 8 des Dich
tungsrings 5 geführt. Im Bereich der Bohrung 8 trägt der
Stehbolzen 6 eine austauschbare Distanzhülse 9. Die Anzahl
der am Umfang der Wellendichtung 1 verteilt angeordneten
Stehbolzen 6 beträgt z. B. zwölf. Somit läßt sich der Abstand
zwischen der Führungsplatte 3 und dem Entlastungsflansch 4
präzise einstellen. Durch Austausch der Distanzhülsen 9 sind
insbesondere auch ein zwischen der Führungsplatte 3 und der
dieser zugewandten ersten Flanke 10 des Dichtungsrings 5 ge
bildeter erster Axialspalt 11 sowie ein zwischen dem Entla
stungsflansch 4 und der dieser zugewandten zweiten Flanke 12
des Dichtungsrings 5 gebildeter zweiter Axialspalt 13 in ein
facher Weise veränderbar.
Die dargestellte Wellendichtung 1 ist besonders zur Abdich
tung eines mit Wasserstoff gefüllten Generatorgehäuses geeig
net und weist daher ein Dichtölsystem auf. Eine Zuflußbohrung
14 in der Führungsplatte 3 mündet in eine in der Führungs
platte 3 vorgesehene Verteilerkammer 15 und dient zum Zufüh
ren von Dichtöl DI. Die Führungsplatte 3 ist dem Generatorge
häuse zugewandt, so daß der erste Axialspalt 11 auf der Gas
seite des Dichtungsrings 5 liegt. Der Entlastungsflansch 4
bildet damit die dem Generatorgehäuse abgewandte Seite der
Wellendichtung 1, wobei der zweite Axialspalt 13 auf der so
genannten Luftseite des Dichtungsrings 5 liegt. Der Dich
tungsring 5 ist über eine an der Führungsplatte 3 befestigte
Verdrehsicherung 16 mit Momentenmessung gegen ein Mitdrehen
bei rotierender Welle 2 gesichert.
Der erste Axialspalt 11 ist mittels vorzugsweise zweier Ne
bendichtungen 16a und 16b in Form von U-Profil-Dichtungen ab
sperrbar, von denen jeweils eine auf einer der beiden Seiten
der Stehbolzen 6 angeordnet ist. Analog ist der zweite Axial
spalt 13 mittels Nebendichtungen 17a und 17b absperrbar. Da
bei liegen die U-Profil-Dichtungen 16 und 17 in Nuten 20a,
20b und 21a, 21b der Führungsplatte 3 bzw. des Entlastungs
flansches 4.
Die U-Profil-Dichtungen 16, 17 sind in Abhängigkeit von der
Größe der gewählten oder eingestellten Axialspalte 11, 13 in
einem Material verschiedener Härte ausführbar. Dabei sollte
das Material bei größerer, Axialspalten 11, 13 härter sein,
als bei vergleichsweise kleineren Axialspalten 11, 13.
Der Entlastungsflansch 4 weist außerdem auf der der zweiten
Flanke 12 des Dichtungsrings 5 zugewandten Seite eine Auslaß
nut 22 auf. Auch der Dichtungsring 5 weist auf der der Welle
2 zugewandten Seite - d. h. an seiner Lauffläche 23 - einen
nutenförmigen Auslaß 24 auf. Die Funktionen der Auslaßnuten
22 und 24 werden im folgenden anhand der Fig. 2 erläutert.
Fig. 2 zeigt die Wellendichtung 1 in einer anderen Schnitt
ebene. Sichtbar sind nun ein Druckölkreis und ein offener
Kühlölkreis. Ebenso ist eine Zuflußbohrung 25 im Dichtungs
ring 5 sichtbar, die über eine Bohrung 25a in der Führungs
platte 3 mit der Verteilerkammer 15 in Verbindung steht, und
die über einen Bohrungsabschnitt 25b im Dichtungsring 5 in
den der Welle 2 zugewandten Auslaß 24 mündet. Die Verteiler
kammer 15 ist über weitere, miteinander verbundene Bohrungen
26a und 26b in der Führungsplatte 3 mit der U-Profil-Dichtung
16b in der Nut 20b verbunden.
Zum Druckölkreis gehören Zuflußbohrungen 27 und 28 in der
Führungsplatte 3 bzw. im Entlastungsflansch 4 sowie eine von
der Verteilerkammer 15 ausgehende und die Zuflußbohrungen 27,
28 verbindende Druckölleitung 30. Die Zuflußbohrung 27 steht
dabei mit der U-Profil-Dichtung 16a in der Nut 20a in Verbin
dung, während die Zuflußbohrung 28 mit den U-Profil-Dichtun
gen 17a und 17b in den Nuten 21a bzw. 21b in Verbindung
steht. In der Druckölleitung 30, die über einen Abzweig 30a
in einen Abfluß 29 führt, ist ein Durchflußmesser 31 angeord
net. Der Durchflußmesser 31 und ein steuerbares Stellventil
32 im Abzweig 30a sind Teil einer Regeleinrichtung 33 zur
Druckregelung oder -steuerung der Nebendichtungen 16 und 17.
Damit einstellbar ist der Öldruck pD' von über die Zuflußboh
rung 27 und durch die Druckölleitung 30 sowie über die Zu
flußbohrung 28 zu den Nebendichtungen 16 und 17 geführtem
Drucköl DR und damit der Anpreßdruck der Nebendichtungen 16,
17 gegen die Flanke 10 bzw. 12 des Dichtungsrings 5. Der Öl
druck pD' ist derart eingestellt, daß dieser um z. B. 0,2 bar
geringer ist, als der Öldruck pD in der Verteilerkammer 15.
Allerdings ist die U-Profil- oder Nebendichtung 16b zweckmä
ßigerweise stets mit dem Öldruck pD beaufschlagt, so daß eine
Leckage zur Gasseite vermieden ist. Dadurch kann, insbeson
dere bei niedrig eingestelltem Öldruck pD', kein H2-Gas rück
wärts durch das Berohrungssystem nach außen gelangen. Die
Auslaßnut 22 im Entlastungsflansch 4 ist - ebenso wie eine in
diese mündende Kühlölleitung 34, in die ein steuerbares
Stellventil 35 geschaltet ist - Teil des offenen Kühlölkrei
ses. Das Stellventil 35 ist wiederum Teil der Regeleinrich
tung 33.
Während des Betriebs, d. h. bei rotierender Welle 2, schwimmt
der Dichtungsring 5 von einem Ölfilm getragen auf der Welle
2. Dazu wird aus der Verteilerkammer 15 und über die Bohrun
gen 25 Dichtöl DI zum Auslaß 24 geführt, von dem es durch den
zwischen Wellenoberfläche 2a und Lauffläche 23 gebildeten
Wellenspalt 2b nach außen sowohl zur Luftseite als auch zur
Gasseite der Wellendichtung 1 hin strömt. Um dabei eine frei
Einstellung des Dichtringes 5 nicht zu beeinträchtigen, wer
den die Anpreßdrücke der U-Profil-Dichtungen 16 und 17 soweit
heruntergefahren, daß gerade noch ein Abdichten der Axial
spalte 11 und 13 gewährleistet ist. Da der kühlende Einfluß
des zufließenden Dichtöls DI an den Flächen der Bohrungen 25
praktisch ausgeschaltet ist, wird sich der Dichtungsring 5
aufgrund von Verlusten im Radial- oder Wellenspalt 2b aufhei
zen, was zu einer Spielvergrößerung führt. Das Einbauspiel
des Radialspaltes 2b kann daher entsprechend eng eingestellt
werden.
Um eine Spieländerung einzustellen und damit eine Einfluß
nahme auf das Laufverhalten des Dichtungsrings 5 zu ermögli
chen, kann der Anpreßdruck der U-Profil-Dichtungen 16a, 17a
und 17b abgesenkt werden. Dies erfolgt durch Einstellen des
Drucks p im Druckölkreis 27, 28, 30 mittels des von der Re
geleinrichtung 33 gesteuerten Stellventils 32 und durch Wär
meabfuhr aus den Axialspalten 11, 13. Die Wärmeabfuhr wiede
rum erfolgt über einen mittels des Stellventils 35 einstell
baren Kühlölstrom KL, der zur Kühlung des Dichtungsrings 5
aus den Axialspalten 11, 13 abgeführt wird. Im Axialspalt 11
stehendes Dichtöl DI wird über die Bohrungen 8 zur Kühlöl
leitung 34 geführt. Von dort wird es zusammen mit im Axial
spalt 13 stehendem Drucköl DR abgeführt. Dabei wird die Kühl
wirkung auf der dem Entlastungsflansch 4 zugewandten Seite
des Dichtungsrings 5 noch dadurch verstärkt, daß die Flanke
12 des Dichtungsrings 5 auf dieser Seite, d. h. auf der Luft
seite, größer ist, als die Flanke 10 auf der Gasseite. Die
größere Flanke 12 kompensiert den von der Gasseite auf die
Flanke 10 wirkenden Gasdruck pG. Die Reibung des Dichtungs
rings 5 kann somit minimiert werden, was eine freie Einstell
barkeit des Dichtungsrings 5 gewährleistet.
Insbesondere bei Nenndrehzahl der Welle 2 kann eine Regelung
oder Steuerung des aus den Axialspalten 11, 13 abströmenden
Kühlöls KL und damit eine einstellbare Wärmeabfuhr in Abhän
gigkeit von der Temperatur T des Dichtrings 5 und/oder vom
Reibmoment erfolgen. Die entsprechende Einstellung wird von
der Regeleinrichtung 33 übernommen. Sollte die Ölmenge im
Axialspalt 11, 13 in unerwünscht hohem Maße unregelmäßig über
den Umfang der Welle 2 austreten, so kann der Abfluß des
Kühlöls KL in nicht näher dargestellter Art und Weise, z. B.
mittels eines weiteren Reglers, zusätzlich oder alternativ
aus einer Sammelnut im luftseitigen Entlastungsflansch 4 er
folgen.
Der Arbeitsbereich der möglichen Spielveränderung Δh läßt
sich bei einer Temperatur des Dichtungsrings 5 von
T = 50 - 75°C und einem Innendurchmesser der des Dichtrings 5
von d = 500 mm sowie einem Einbauspiel h = 0,25 mm abschätzen
zu:
- 1. Δh = 0,14 mm oder 56% des Einbauspiels h bei einem Stahlring mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient α = 11.10 - 6.
- 2. Δh = 0,22 mm oder 88% des Einbauspiels h bei einem Bron zering mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient α = 18.10 - 6.
Wesentliche Vorteile der beschriebenen Wellendichtung 1 be
stehen in einer einfachen Montage und einer guten Ausrich
tungsmöglichkeit vor einem Einbau des Dichtungsrings 5. Wei
terhin ist kein Entlastungsöl notwendig. Ferner wird der
gasseitige Axialschub durch größere Dichtölflächen auf der
Luftseite aufgefangen, während die Kühlflächen im Dichtungs
ring 5 für das zufließende Dichtöl DI besonders klein gehal
ten sind. Außerdem ist die Breite der Axialspalte 11, 13 und
damit das Axialspiel, z. B. im Reparaturfall, durch einen
Austausch der Distanzhülsen 9 in besonders einfacher Weise
veränderbar. Auch können sehr steife Dichtungsringe 5 mit
vergleichsweise großen Bauhöhen eingesetzt werden. Zudem ist
eine Isolationsmessung der Führungs- oder Halteplatte 3 nach
Lösen der Stehbolzen 6 und Abziehen des Dichtungsrings 5 pro
blemlos möglich.
Claims (14)
1. Wellendichtung, insbesondere für die Welle (2) eines
gasgekühlten Generators, mit einem zwischen einer Führungs
platte (3) und einem mittels Stehbolzen (6) an dieser befe
stigten Entlastungsflansch (4) gehalterten Dichtungsring (5),
der an seiner Innenseite (23) einen Auslaß (24) für Dichtöl
(DI) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Steu
erung des Radialspiels zwischen Dichtungsring (5) und Welle
(2) ein einstellbarer Kühlölstrom (KL) aus mindestens einem
der beiden Axialspalte (11, 13) an den Flanken (10, 12) des
Dichtungsrings (5) abführbar ist.
2. Wellendichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
beiden Axialspalte (11, 13) mittels mindestens einer mit
Drucköl (DR) beaufschlagbaren Nebendichtung (16, 17) absperr
bar ist.
3. Wellendichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreß
druck (p) der Nebendichtung (16, 17) gegen eine Flanke (10,
12) des Dichtungsrings (5) einstellbar ist.
4. Wellendichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füh
rungsplatte (3) eine Zuflußbohrung (27) für das Drucköl (DR)
aufweist, die mit der Nebendichtung (16) des Axialspalts (11)
in Verbindung steht.
5. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß als Neben
dichtung (16, 17) eine U-Profil-Dichtung vorgesehen ist.
6. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb
der Führungsplatte (3) eine mit einer Zuflußbohrung (14) in
Verbindung stehende Verteilerkammer (15) für das Dichtöl (DI)
angeordnet ist.
7. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dich
tungsring (5) eine in den Auslaß (24) mündende Zuflußbohrung
(25) für das Dichtöl (DI) aufweist.
8. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entla
stungsflansch (4) auf der dem Dichtungsring (5) zugewandten
Seite eine mit einer Abführleitung (34) für das Kühlöl (KL)
in Verbindung stehende Auslaßnut (22) aufweist.
9. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstel
lung des Kühlölstroms (KL) eine Regeleinrichtung (33) mit
mindestens einem Stellorgan (32, 35) vorgesehen ist.
10. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entla
stungsflansch (4) eine Zuflußbohrung (28) für das Drucköl
(DR) aufweist, die mit der Nebendichtung (17) des Axialspalts
(13) in Verbindung steht.
11. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß als Steuer
größe zur Einstellung eines Radialspiels (Δh) der Öldruck (p)
des Drucköls (DR) vorgesehen ist.
12. Wellendichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeits
bereich der Einstellung des Radialspiels etwa 50 bis 90% des
Einbauspiels (h) beträgt.
13. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dich
tungsring (5) an seiner am Entlastungsflansch (4) angrenzen
den Flanke (12) eine größere Fläche aufweist, als an seiner
an der Führungsplatte (3) angrenzenden Flanke (10).
14. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stehbol
zen (6) mit Spiel durch eine Bohrung (8) im Dichtungsring (5)
geführt ist und in diesem Bereich eine austauschbare Distanz
hülse (9) trägt.
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| WO2001009536A1 (de) | 1999-08-03 | 2001-02-08 | Siemens Aktiengesellschaft | Dichtung für eine welle, insbesondere für eine generator-welle |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1998013630A1 (de) | 1998-04-02 |
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