DE19639895A1 - Rahmenstruktur für eine Fahrzeugkarosserie - Google Patents
Rahmenstruktur für eine FahrzeugkarosserieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rahmenstruktur zur Bildung einer
Skelettstruktur einer Fahrzeugkarosserie.
Ein Beispiel herkömmlicher Karosserierahmen für vierrädrige
Fahrzeuge ist in der Explosionsansicht von Fig. 15 gezeigt.
Wie hieraus ersichtlich, umfaßt der Karosserierahmen 200
Hauptskelettelemente, wie etwa ein oberes Frontquerelement
201, ein oberes Mittelquerelement 202, ein oberes Heckquer
element 203, Frontpfosten 204, 204, Mittelpfosten 205, 205,
Heckpfosten 206, 206, obere Längselemente 207, 207, untere
Längselemente 208, 208 sowie Zwischenelemente 209, 209, die
alle durch Kaltstanzen und/oder Biegepressen von Metallble
chen hergestellt werden.
Der Karosserierahmen 200 wird gemäß Fig. 16 zusammengebaut.
Die Hauptskelettelemente, nämlich die oberen Front-, Mittel- und
Heckquerelemente 201, 202, 203, Frontpfosten 204, 204,
Mittelpfosten 205, 205, Heckpfosten 206, 206, obere Längs
elemente 207, 207, untere Längselemente 208, 208 und Zwi
schenelemente 209, 209, werden durch Punktschweißen oder eine
ähnliche Technik miteinander verbunden, um hierdurch die Ka
rosserierahmenstruktur 200 zu bilden.
Weil die Skelettelemente bisher durch Kaltstanzen von Metall
blechen hergestellt wurden, wurden auch Fragmente oder über
zählige Stücke hergestellt, was die Ausbeute verschlechtert.
Ferner war eine große Anzahl von Komponenten und Elementen
erforderlich, weil die Skelettstruktur durch Kombination im
wesentlichen linearer Elemente 201-209 gebildet wurde. Dies
erfordert eine große Anzahl von Mann-Stunden zum Zeichnen der
Zeichnungen, Anfertigen von Plänen für die Herstellung, die
Herstellung selbst, vorübergehenden Zusammenbau und Schweißen
der Elemente, was die Herstellungskosten des Karosserierah
mens erhöht.
Bei der Forschung zur Überprüfung des herkömmlichen Herstel
lungsverfahrens eines üblichen Karosserierahmens für ein
Fahrzeug wie dem oben beschriebenen haben die vorliegenden
Erfinder erkannt, daß sich der Karosserierahmen als künst
licher Körper von Schleifen beschreiben läßt. Diese Überle
gung führte zur vorliegenden Erfindung.
Erfindungsgemäß wird eine Rahmenstruktur für eine Fahrzeugka
rosserie angegeben, die eine Mehrzahl schleifenförmiger Ele
mente aufweist, die zur Bildung eines Teils der oder der gan
zen Karosserierahmenstruktur seitlich miteinander verbunden
sind, wobei die schleifenförmigen Elemente hohl sind und
durch Extrusion von Leichtmetall geformt sind.
Mit dieser Anordnung läßt sich die Ausbeute verbessern, weil
die aus Leichtmetall extrudierten, hohlen, schleifenförmigen
Elemente zur Formung der Karosserierahmenstruktur verwendet
werden und daher nur wenige überzählige Stücke oder Fragmente
erzeugt werden.
Weil die schleifenförmigen Elemente die Form langgestreckter
Rohre einnehmen, lassen sie sich leicht biegen, was eine sehr
präzise Bearbeitung ermöglicht. Durch seitliches Verbinden,
d. h. Bündeln der schleifenförmigen Elemente, läßt sich ein
dicker Karosserierahmen mit hoher Festigkeit herstellen. Wenn
man zur seitlichen Verbindung der schleifenförmigen Elemente
ein Laserschweißverfahren verwendet, läßt sich die un
erwünschte thermische Verwindung reduzieren.
Ein schleifenförmiges Element ist angenähert vier herkömm
lichen linearen Elementen äquivalent. Somit ermöglicht die
Kombination der schleifenförmigen Elemente eine wesentliche
Reduktion der Anzahl von Elementen, die zur Bildung der Ka
rosserierahmenstruktur erforderlich sind, und somit eine Re
duktion der Kosten, entsprechend der Mann-Stunden, die für
das Zeichnen von Zeichnungen, Anfertigen von Plänen für die
Herstellung, die Herstellung selbst, vorübergehenden Zusam
menbau und das Schweißen der Rahmenelemente erforderlich ist.
Weil die Karosserierahmenstruktur teilweise oder ganz durch
die seitlich verbundenen, schleifenförmigen Elemente gebildet
wird, lassen sich groß dimensionierte Presseninstallationen
vermeiden, und statt dessen lassen sich einfache und billige
Installationen verwenden, um die Karosserierahmenstruktur
herzustellen.
Bevorzugt bilden die schleifenförmigen Elemente einen Front
scheibenrahmen zur Aufnahme einer Frontglasscheibe, einen
Türöffnungsrahmen zum Halten einer Tür, einen Heckscheiben
rahmen zum Halten einer kleinen Glasscheibe zum Einsetzen in
ein Heckfenster, Dachrahmen, wie etwa eine Deckenskeletts
truktur, einen Hecktüröffnungsrahmen zum Anbringen einer
Hecktür, und einen Fronthaubenöffnungsrahmen zum Anbringen
einer Fronthaube.
Weil die Öffnungen in der Fahrzeugkarosserie somit durch prä
zise dimensionierte schleifenförmige Elemente gebildet sind,
können Dichtelemente mit hoher Präzision angeordnet werden,
was die Dichtwirkung um die Öffnungen herum verbessert.
Bei der herkömmlichen Rahmenstruktur erhält man die Verbin
dung zwischen beispielsweise der Oberseite des Mittelpfostens
und einem Dach durch eine T-förmige Verbindung, welche durch
Abstützung der Pfostenoberseite gegen einen Zwischenabschnitt
eines Längsträgers gebildet ist. Bei der Erfindung kommen
hingegen drei schleifenförmige Elemente zur Bildung einer
dreistrahligen Struktur zusammen, was im Vergleich zur her
kömmlichen Anordnung der Verbindung eine verbesserte Festig
keit ergibt. Weil sich ferner ein Großteil des Karosserierah
mens durch die schleifenförmigen Elemente bilden läßt, kann
der Karosserierahmen leicht durch einfache und billige In
stallationen hergestellt werden, ohne die herkömmlichen groß
dimensionierten Presseninstallationen verwenden zu müssen.
Bevorzugt ist jedes schleifenförmige Element aus zumindest
zwei hohlextrudierten Stücken geformt, die endseitig durch
eine Kernkupplung miteinander verbunden sind. Das schleifen
formige Element läßt sich leicht herstellen, indem man eine
Mehrzahl von hohlextrudierten Stücken kombiniert, ohne teure
Biegevorrichtungen verwenden zu müssen.
Einige oder alle der schleifenförmigen Elemente lassen sich
mit längserstreckenden Stufenabschnitten versehen, so daß ein
schleifenförmiges Element seitlich mit einem anderen schlei
fenförmigen Element verbunden werden kann, indem die entspre
chend gestuften Abschnitte passend aneinandergesetzt werden.
Auch wenn demzufolge die schleifenförmigen Elemente eine Ver
windung enthalten oder verzogen sind, können sie miteinander
verbunden werden, wobei die Verwindung durch die gegenseitige
Stufenpassung der entsprechenden Stufenabschnitte gemindert
wird oder angeglichen, wodurch die Elemente leicht mit vor
bestimmter Präzision hergestellt werden können.
Jedes schleifenförmige Element kann aus zumindest zwei hohlen
extrudierten Stücken geformt sein, die mittels einer Schalen
kupplung miteinander verbunden sind. Infolgedessen können die
schleifenförmigen Elemente durch einfache Kombination einer
Mehrzahl solcher hohlextrudierten Stücke hergestellt werden,
und zwar ohne Verwendung teurer Biegevorrichtungen.
Bevorzugt sind zwei benachbarte schleifenförmige Elemente
mittels einer Schalenkupplung miteinander verbunden. Durch
Verbindung zweier benachbarter schleifenförmiger Elemente
durch diese Kupplung wird die Rahmenstruktur für das Fahrzeug
steifer.
Zusätzliche Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung und den Ansprüchen in
Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen von Ausführungs
beispielen ersichtlich.
Fig. 1 zeigt eine Explosionsperspektivansicht einer Karosse
rierahmenstruktur für ein vierrädriges Fahrzeug;
Fig. 2A-2C zeigen ein Herstellungsverfahren für schleifen
förmige Elemente;
Fig. 3 zeigt im Querschnitt ein Verbindungsverfahren zweier
Rahmen;
Fig. 4 zeigt perspektivisch den zusammengebauten Karosserie
rahmen für ein vierrädriges Fahrzeug;
Fig. 5 zeigt in Explosionsansicht einen Teil 5 von Fig. 4 in
vergrößertem Maßstab;
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt entlang Linie 6-6 von Fig. 5;
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt entlang Linie 7-7 von Fig. 5;
Fig. 8 zeigt im Querschnitt die Verbindung zwischen einem
Frontscheibenrahmen und einem Türrahmen;
Fig. 9 zeigt im Querschnitt die Verbindung zwischen einem
Türöffnungsrahmen und einem Dachrahmen;
Fig. 10A und 10B zeigen im Querschnitt Abwandlungen der Ver
bindung zwischen den in Fig. 9 gezeigten schleifenförmigen
Elementen;
Fig. 11A und 11B zeigen im Querschnitt eine weitere Abwand
lung der Verbindung zweier schleifenförmiger Elemente;
Fig. 12A und 12B zeigen im Querschnitt eine weitere Abwand
lung der Verbindung zweier schleifenförmiger Elemente;
Fig. 13A zeigt einen Querschnitt entlang Linie 13-13 von Fig.
4;
Fig. 13B zeigt im Querschnitt eine Schiene in einer Vertie
fung, die durch den Türöffnungsrahmen und einen daran anlie
genden Heckscheibenrahmen begrenzt ist;
Fig. 14A-14D zeigen in schematischen Perspektivansichten
Schalenkupplungen und ihre Anwendungen;
Fig. 15 ist eine Explosions-Perspektivansicht einer herkömm
lichen Rahmenstruktur für ein vierrädriges Fahrzeug; und
Fig. 16 zeigt in schematischer Perspektivansicht die herkömm
liche Rahmenstruktur einer Fahrzeugkarosserie.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung werden nun anhand der
beigefügten Zeichnungen erläutert. Der hierin verwendete Be
griff "schleifenförmige Elemente" beinhaltet ringförmige Ele
mente, die man durch Extrusion von Ausgangsmaterialien von
Leichtmetallegierungen zu Hohlelementen und Biegen (und bei
Bedarf Ziehen und Pressen) dieser Hohlelemente erhält. Der
Begriff "Fahrzeugkarosserierahmen" beinhaltet eine Fahrzeug
skelettstruktur, die durch Kombination einer Mehrzahl solcher
schleifenförmiger Elemente gebildet ist.
Zunächst zu Fig. 1. Ein Fahrzeugkarosserierahmen 100 umfaßt
eine Bodenplattform 101 und eine Mehrzahl schleifenförmiger
Elemente 102. Die schleifenförmigen Elemente 102 bilden einen
Windschutzscheibenrahmen 102a zum Einsetzen einer Windschutz
scheibe, einen Türöffnungsrahmen 102b zum Anbringen einer
Tür, einen Heckscheibenrahmen 102c zum Einsetzen einer klei
nen Heckscheibe, einen Dachschienenrahmen 102d als Skeletts
truktur einer Decke, einen Hecktüröffnungsrahmen 102e zum
Anbringen einer Hecktür sowie einen Fronthaubenöffnungsrahmen
102f zum Anbringen einer Fronthaube, die gemeinsam den Karos
serierahmen 100 bilden. Dessen Plattform 101 ist aus linken
und rechten Seitenelementen 160, 160 gebildet, einer Mehrzahl
von Querelementen 162, 164, 166, 168 und rechten und linken
Nebenelementen 170, 170.
In den Fig. 2A-2C ist ein Herstellungsverfahren für die
schleifenförmigen Elemente gezeigt.
Gemäß Fig. 2A werden zunächst hohlextrudierte Stücke 104, 105
bereitgestellt. Man erhält sie durch Extrusion von Leicht
metallegierungen, wie etwa Aluminiumlegierungen, Magnesiumle
gierungen und Titanlegierungen, und Biegen zu im wesentlichen
U-förmigen Konfigurationen, sowie Kernkupplungen 106, 106,
deren Außendurchmesser im wesentlichen gleich dem Innendurch
messer jedes hohlextrudierten Stücks ist.
Das schleifenförmige Elemente 102 wird dann durch Verbinden
der hohlextrudierten Stücke 104, 105 mittels der Kernkupp
lungen 106, 106 hergestellt, wie in Fig. 2B gezeigt.
In Fig. 2C ist ein schleifenförmiges Element 102 gezeigt, das
an seiner Längsmitte gebogen ist.
Durch Verbindung von mehr als zwei hohlextrudierten Stücken
104, 105 mittels der Kernkupplungen 106, 106 läßt sich das
schleifenförmige Element 102 mit Leichtigkeit herstellen.
Fig. 3 zeigt eine Verbindung zweier zusammengehöriger Rahmen.
Beispielsweise stützen sich der Türöffnungsrahmen 102b und
der Heckscheibenrahmen 102c aneinander ab, und die oberen und
unteren Randabschnitte der Anlageflächen der Rahmen werden
durch einen Laser 150 miteinander verschmolzen. Die hierbei
gebildeten Schweißwülste 152 erstrecken sich senkrecht zur
Blattebene der Figur und geben dieser Verbindung eine hohe
Festigkeit.
Fig. 4 zeigt schematisch den Karosserierahmen des vierrädri
gen Fahrzeugs im zusammengebauten Zustand. Die Plattform 101
trägt den Fahrzeugkarosserierahmen 100. Zusammengebaut ist
dieser durch seitliches Miteinanderverbinden des Türöffnungs
rahmens 102b, des Heckscheibenrahmens 102c, des Dachrahmens
102d, des Windschutzscheibenrahmens 102a, des Fronthaubenöff
nungsrahmens 102f und des Hecktüröffnungsrahmens 102e.
Ein mit 5 bezeichneter Kreis bezeichnet einen T-förmigen Ab
schnitt, an dem drei Elemente zusammenkommen, nämlich der
Windschutzscheibenrahmen 102a, der Türöffnungsrahmen 102b und
der Dachrahmen 102d.
Bei einer herkömmlichen Fahrzeugkarosserie hat dieser Ab
schnitt die Form einer T-förmigen Verbindung, die durch An
lage eines Endes eines Querträgers gegen einen mittleren Ab
schnitt eines Längsträgers und Verschweißen der Anlagestelle
gebildet ist. Im Gegensatz zu der T-förmigen Verbindung die
ser zwei Elemente hat der T-förmige Abschnitt von Fig. 4 eine
dreistrahlige Konstruktion, gebildet durch die drei zusammen
kommenden Elemente, wodurch sich im Vergleich zur herkömm
lichen Anordnung an dem dreistrahligen Abschnitt eine höhere
Steifheit erzielen läßt. Wie aus der Figur ersichtlich, gibt
es außer dem einen mit dem Kreis 5 bezeichneten Abschnitt
noch andere dreistrahlige Abschnitte.
Gemäß Fig. 4 ist ein oberer Frontpfosten 180 durch Längsver
bindung linker und rechter Seiten des Windschutzscheibenrah
mens 102a mit einer Seite des Türöffnungsrahmens 102b gebil
det.
Ein oberer Mittelpfosten 182 ist durch Längsverbindung einer
Vorderseite des Heckscheibenrahmens 102c mit einem Teil einer
Seite des Türöffnungsrahmens 102b gebildet.
In ähnlicher Weise ist der obere Heckmittelpfosten 184 durch
Längsverbindung einer Rückseite des Heckscheibenrahmens 102c
mit einem Teil der Seite eines Hecktüröffnungsrahmens 102e
gebildet.
Ein Windlaufrahmen 186 ist durch Längsverbindung einer Unter
seite des Windschutzscheibenrahmens 102a mit einer Oberseite
des Fronthaubenöffnungsrahmens 102f gebildet.
Eine vordere Dachschiene 188 ist durch Verbindung eines Vor
derrands des Dachrahmens 102d mit einem Unterrand des Wind
schutzscheibenrahmens 102a gebildet.
Linke und rechte Dachschienen 190, 192 sind durch Verbindung
rechter und linker Ränder des Dachrahmens 102d und jeweiliger
Oberränder des Türöffnungsrahmens 102b gebildet.
Eine hintere Dachschiene 194 ist durch Verbindung eines Hin
terrands des Dachrahmens 102d mit einem Oberrand des Hecktür
öffnungsrahmens 102e gebildet.
Die Seitenrahmenbaugruppe 196 ist durch Verbindung des Tür
öffnungsrahmens 102b, des Heckscheibenrahmens 102c und des
vorderen Seitenrahmens 102g gebildet.
Fig. 5 zeigt in Explosionsperspektivansicht im vergrößerten
Maßstab den in Fig. 4 mit 5 bezeichneten T-förmigen Ab
schnitt, in dem der Windschutzscheibenrahmen 102a, der Tür
öffnungsrahmen 102b und der Dachrahmen 102d zusammenkommen.
Der Windschutzscheibenrahmen 102a ist ein Hohlelement mit
einer Vertiefung 111, einer ersten Oberfläche 112 und einer
zweiten Oberfläche 113, wobei die ersten und zweiten Ober
flächen 112, 113 gemeinsam Stufenabschnitte oder Stufenober
flächen bilden.
Ähnlich ist der Türöffnungsrahmen 102b ein Hohlelement mit
einer Vertiefung 115, einer ersten Oberfläche 116 und einer
zweiten Oberfläche 117, wobei die ersten und zweiten Ober
flächen 116, 117 gemeinsam Stufenabschnitte oder Stufenober
flächen bilden.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt entlang Linie 6-6 von Fig. 5.
Der Dachrahmen 102d ist ebenfalls ein Hohlelement mit einer
ersten Oberfläche 121 und einer zweiten Oberfläche 122, die
gemeinsam Stufenabschnitte oder Stufenoberflächen bilden.
Somit läßt sich die zweite Oberfläche 113 des Windschutz
scheibenrahmens 102a auf die erste Oberfläche 121 des Dach
rahmens 102d legen, wohingegen sich die erste Oberfläche 112
des Windschutzscheibenrahmens 102a auf die zweite Oberfläche
122 des Dachrahmens 102d legen läßt.
Fig. 7 ist ein Querschnitt entlang Linie 7-7 von Fig. 5. Die
zweite Oberfläche 117 des Türöffnungsrahmens 102b läßt sich
auf die erste Oberfläche 121 des Dachrahmens 102d legen, wo
hingegen sich die erste Oberfläche 116 des Türöffnungsrahmens
102b auf die zweite Oberfläche 122 des Dachrahmens 102d legen
läßt.
Fig. 8 zeigt im Querschnitt die Verbindung zwischen dem Wind
schutzscheibenrahmen und dem Dachrahmen. Der Dachrahmen 102d
ist an den Windschutzscheibenrahmen 102a angepaßt und mit
diesem verschweißt. Ein Basisabschnitt eines Arms 125 eines
Rückspiegels 124 ist in einer Vertiefung 111 des Windschutz
scheibenrahmens 102a aufgenommen. Ein Dach 126, eine Innen
verkleidung 127 und eine Windschutzscheibe 128 sind nach Dar
stellung ebenfalls an dem Karosserierahmen angebracht.
Fig. 9 zeigt im Querschnitt die Verbindung zwischen dem Tür
öffnungsrahmen mit dem Dachrahmen. Der Dachrahmen 102d ist an
den Türöffnungsrahmen 102b angepaßt und mit diesem ver
schweißt. Ein Basisabschnitt einer Türdichtung 131 ist in
einer Vertiefung 115 des Türöffnungsrahmens 102b aufgenommen.
Das Dach 126, eine Innenverkleidung 127 und ein Türrahmen 132
sind gemäß Darstellung ebenfalls angebracht.
Wie gesagt ist das schleifenförmige Element 102 mit Stufen
oberflächen ausgestaltet, so daß es passend in ein weiteres
zugehöriges schleifenförmiges Element eingreift, wobei die
Stufenabschnitte der zwei Elemente aufeinander liegen. Durch
Verbindung eines Paars schleifenförmiger Elemente 102, 102
lassen sich die zwei Elemente gut verbinden, auch wenn sie
eine Verwindung enthalten oder verzogen sind, was das Auf
treten ungeeigneter Verbindungen vermeidet. Der Fachmann wird
leicht erkennen, daß die Stufenoberflächen nur an denjenigen
Abschnitten der schleifenförmigen Elemente vorgesehen sein
brauchen, die zur Verbindung dienen.
Fig. 10A und 10B zeigen im Querschnitt Abwandlungen der Ver
bindungen zwischen den schleifenförmigen Elementen.
In Fig. 10A können die ersten und zweiten Oberflächen 116 und
117 weggelassen sein, wenn beispielsweise der Dachrahmen 102d
mit dem Türöffnungsrahmen 102b verbunden ist.
Wenn gemäß Fig. 10B der Dachrahmen 102d mit dem Türöffnungs
rahmen 102b verbunden wird, bilden die ersten und zweiten
Oberflächen 121 und 122 des Dachrahmens 102d gemeinsam eine
mittlere Trennwand, wodurch die Verbindung eine verbesserte
Biegesteifigkeit erhält. Ferner läßt sich im Vergleich mit
der Anordnung von Fig. 9 der Karosserierahmen vom Gewicht her
leichter machen.
Fig. 11A und 11B zeigen Querschnitte ähnlich den Fig. 10A und
10B, jedoch mit weiteren Abwandlungen der Verbindungen zwi
schen den schleifenförmigen Elementen.
Bei der Verbindung des Dachrahmens 102d mit dem Türöffnungs
rahmen 102b können beispielsweise die ersten und zweiten
Oberflächen 121 und 122 des Dachrahmens 102d weggelassen
sein, wie in Fig. 11A gezeigt.
Wenn der Dachrahmen 102d mit dem Türöffnungsrahmen 102b ver
bunden wird, bilden die ersten und zweiten Oberflächen 116
und 117 des Türöffnungsrahmens 102b gemeinsam eine Mittel
trennwand, wie in Fig. 11B gezeigt, wodurch die Verbindung
eine erhöhte Biegesteifigkeit erhält. Ferner läßt sich im
Vergleich mit der Anordnung von Fig. 9 der Karosserierahmen
vom Gewicht her leichter machen.
Fig. 12A und 12B sind Querschnitte ähnlich Fig. 11A und 11B,
zeigen jedoch weitere Abwandlungen der Verbindung zwischen
den schleifenförmigen Elementen.
Wenn gemäß Fig. 12A der Dachrahmen 102d mit dem Türöffnungs
rahmen 102b verbunden wird, kann man die ersten und zweiten
Oberflächen 121 und 122 des Dachrahmens 102d sowie die ersten
und zweiten Oberflächen 116 und 117 des Türöffnungsrahmens
102b weglassen.
In Fig. 128 ist der Dachrahmen 102d mit dem Türöffnungsrahmen
102b verbunden, wodurch man ein Hohlelement mit großem Quer
schnitt erhält.
Fig. 13A ist ein Querschnitt entlang Linie 13-13 von Fig. 4.
Durch passendes ansetzen des Türöffnungsrahmens 102b an den
Heckscheibenrahmen 102c erhält man eine große oder tiefe Ver
tiefung 135.
Schließlich kann die Schiene 136 in die Vertiefung 135 derart
eingesetzt werden, daß die Schiene 136 zur stabilen Vebindung
des Türöffnungsrahmens 102b mit dem Heckscheibenrahmen 102c
dient. Die Schiene 136 läßt sich so anordnen, daß sie nicht
nur als Verstärkungselement dient, sondern auch als Vorhang
schiene für einen Innenvorhang. Die Bezugszeichen 137, 138
bezeichnen eine Heckscheibe bzw. eine Türscheibe.
Fig. 14A-14D zeigen in schematischen Perspektivansichten
Klemm- oder Schalenmuffenkupplungen und ihre Anwendungen.
Fig. 14A zeigt eine Klemm- oder Schalenmuffenkupplung 140,
die insbesondere dazu geeignet ist, zwei stangenartige oder
rohrartige Stücke zwischen sich aufzunehmen und miteinander
zu verbinden. Sie umfaßt ein Kanalelement 141 als erste Teil
schale und eine der Öffnung gegenüberliegende Verbindungs
platte 142 als zweite Teilschale. Hier steht von der Verbin
dungsplatte 142 ein Montageanschlag 143 vor und hat hierdurch
eine T-förmige Konfiguration.
Alternativ läßt sich eine Klemm- oder Schalenmuffenkupplung
140b gemäß Fig. 14D verwenden, um eine Verbindungsplatte 142b
gemäß Fig. 14D ohne Vorsprung oder Rippe wie dem Montagean
schlag 143 mit dem Kanal 141 zu verbinden.
Obere und untere hohlextrudierte Stücke 146, 147 und obere
und untere hohlextrudierte Stücke 148, 149 werden endseitig
aneinander gelegt oder miteinander verbunden, wie in Fig. 14B
gezeigt. Dann wird das Kanalelement 141 von der Rückseite
gemäß Pfeil (a) eingesetzt, wonach die Verbindungsplatte 142
gemäß Pfeil (b) von der Vorderseite aufgesetzt wird.
Durch Schweißen oder Verkleben des Kanalelements 141 mit der
Verbindungsplatte 142 werden die hohlextrudierten Stücke
146-149 mittels der Kupplung 140 fest miteinander verbun
den. Der Steifheit wegen wird bei Bedarf die Verbindung 144
zwischen den hohlextrudierten Stücken 146, 147 von der Ver
bindung 145 zwischen den hohlextrudierten Stücken 148, 149 in
Höhenrichtung versetzt, wie in der Figur gezeigt.
In Fig. 14D ist eine Schalenkupplung 140 gezeigt, welche den
Türöffnungsrahmen 102b mit einem unteren Rahmen 102h verbin
det, der unterhalb des Heckscheibenrahmens 102c angeordnet
ist. Zwei weitere Kupplungen 140b dienen zur Verbindung des
unteren Rahmens 102h mit dem Heckscheibenrahmen 102c sowie
zur Verbindung des Heckscheibenrahmens 102c mit dem Türöff
nungsrahmen 102b.
Hierbei erfüllen die Kupplungen 140 und 140b zwei Funktionen,
nämlich die Verbindung eines benachbarten Paars schleifenför
miger Elemente 102b, 102c miteinander und die koaxiale Ver
bindung der oberen und unteren hohlextrudierten Stücke 146,
147 (oder 148, 149).
Obwohl nicht gezeigt, kann eine Seite eines schleifenförmigen
Elements 102 mit einer Vertiefung versehen sein, wohingegen
eine zugehörige Seite eines anderen schleifenförmigen Ele
ments 102 mit einem Vorsprung versehen sein kann, wodurch die
zwei Elemente durch Einsetzen des Vorsprungs in die Vertie
fung aneinander passen.
Alternativ können zwei schleifenförmige Elemente 102 vorgese
hen sein, die an ihrer einen Seite jeweils eine Vertiefung
und ein Zwischenelement mit ovalem Querschnitt aufweisen, so
daß die schleifenförmigen Elemente miteinander verbunden wer
den können, indem man sie aufeinander legt, wobei das Zwi
schenelement zwischen diesen angeordnet ist.
Eine Rahmenstruktur für eine Fahrzeugkarosserie umfaßt eine
Mehrzahl schleifenförmiger Elemente 102, die jeweils aus ex
trudierten Leichtmetallhohlstücken gebildet sind. Jedes
schleifenförmige Element 102 ist im Querschnitt polygonal.
Die Rahmenstruktur 100 der Fahrzeugkarosserie ist teilweise
durch eine Mehrzahl solcher schleifenförmigen Elemente 102
gebildet, die seitlich miteinander verbunden sind. Jedes
schleifenförmige Element 102 umfaßt zumindest zwei hohlextru
dierte Stücke 104, 105, die mittels einer Kernkupplung 106
oder einer Schalenmuffenkupplung 140 miteinander verbunden
sind. Ein Teil jedes schleifenförmigen Elements 102 ist ge
stuft, so daß es mit einem zugehörigen schleifenförmigen Ele
ment 102 verbunden werden kann, indem die Stufenabschnitte
der zwei schleifenförmigen Elemente 102 passend aneinander
gelegt werden.
Claims (14)
1. Rahmenstruktur für eine Fahrzeugkarosserie, die aus ex
trudierten Leichtmetallelementen zur Bildung einer Ske
lettstruktur des Fahrzeugs zusammengesetzt ist und eine
Mehrzahl polygonaler, schleifenförmiger Elemente (102)
umfaßt, die aus den extrudierten Elementen gebildet
sind, wobei die polygonalen, schleifenförmigen Elemente
(102) zur Bildung der Skelettstruktur seitlich mitein
ander verbunden sind.
2. Karosserierahmenstruktur nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß jedes der polygonalen, schleifenförmi
gen Elemente (102) ein Element aus einer Gruppe bildet,
die umfaßt: einen Windschutzscheibenrahmen (102a) zur
Aufnahme einer Windschutzscheibe, einen Türöffnungsrah
men (102b) zum Anbringen einer Tür, einen Heckscheiben
rahmen (102c) zur Aufnahme einer kleinen Heckscheibe,
einen Dachrahmen (102d) als Deckenskelettstruktur, einen
Hecktüröffnungsrahmen (102e) zum Anbringen einer Heck
tür, einen Fronthaubenöffnungsrahmen (102b) zum Anbrin
gen einer Fronthaube sowie einen Frontseitenrahmen (196)
zur Bildung einer Frontseite der Karosserierahmenstruk
tur.
3. Karosserierahmenstruktur nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine rechte Seite bzw. eine linke Sei
te des Windschutzscheibenrahmens (102a) längs mit einer
Seite des Türöffnungsrahmens (102b) verbunden sind, um
einen oberen Frontpfosten (180) zu bilden.
4. Karosserierahmenstruktur nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vorderseite des Heckscheiben
rahmens (102c) längs mit einem Teil einer Seite des Tür
öffnungsrahmens (102b) verbunden ist, um einen oberen
Mittelpfosten (182) zu bilden.
5. Karosserierahmenstruktur nach Anspruch 2, 3 oder 4, da
durch gekennzeichnet, daß eine Rückseite des Heckschei
benrahmens (102c) längs mit einem Teil einer Seite des
Hecktüröffnungsrahmens (102e) verbunden ist, um einen
oberen Heckpfosten (184) zu bilden.
6. Karosserierahmenstruktur nach einem der Ansprüche 2 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Unterseite des
Frontscheibenrahmens (102a) längs mit einer Oberseite
des Fronthaubenöffnungsrahmens (102f) verbunden ist, um
einen Windlaufrahmen (186) zu bilden.
7. Karosserierahmenstruktur nach einem der Ansprüche 2 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorderrand des Dach
rahmens (102d) längs mit einem Oberrand des Windschutz
scheibenrahmens (102a) verbunden ist, um eine vordere
Dachschiene (188) zu bilden.
8. Karosserierahmenstruktur nach einem der Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß ein linker Rand und ein
rechter Rand des Dachrahmens (102d) längs mit einem
Oberrand des jeweiligen Türöffnungsrahmens (102b) ver
bunden sind, um linke und rechte Dachschienen (190, 192)
zu bilden.
9. Karosserierahmenstruktur nach einem der Ansprüche 2 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hinterrand des Dach
rahmens (102d) längs mit einem Oberrand des Hecktüröff
nungsrahmens (102e) verbunden ist, um eine Hecktürschie
ne (194) zu bilden.
10. Karosserierahmenstruktur nach einem der Ansprüche 2 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß der Türöffnungsrahmen
(102b), der Heckscheibenrahmen (102c) und der Frontsei
tenrahmen (102g) zur Bildung einer Seitenrahmenbaugruppe
(196) miteinander verbunden sind.
11. Karosserierahmenstruktur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der polygo
nalen, schleifenförmigen Elemente (102) aus zumindest
zwei hohlextrudierten Stücken (104, 105) gebildet ist,
die mittels einer Kernkupplung (106) miteinander verbun
den sind.
12. Karosserierahmenstruktur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes polygonale,
schleifenförmige Element (102) einen Stufenabschnitt
aufweist, der zumindest teilweise entlang seiner Länge
verläuft und durch passendes Ansetzen des Stufen
abschnitts an einen entsprechenden Stufenabschnitt eines
zugehörigen polygonalen, schleifenförmigen Elements
(102) mit diesem benachbarten polygonalen, schleifenför
migen Element (102) verbunden ist.
13. Karosserierahmenstruktur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die polygonalen,
schleifenförmigen Elemente (102) aus zumindest zwei
hohlextrudierten Stücken (104, 105) gebildet sind, die
mittels einer Schalenmuffenkupplung (140) miteinander
verbunden sind.
14. Karosserierahmenstruktur nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schalenmuffenkupplung (140) dazu
geeignet ist, ein benachbartes Paar der polygonalen,
schleifenförmigen Elemente (102, 102) miteinander zu
verbinden.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20120403 |