DE19639809A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche, insbesondere einer Netzhaut eines Auges - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche, insbesondere einer Netzhaut eines AugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche eines hinter einer
Linse angeordneten Objektes.
In vielen Bereichen der Technik ist es erforderlich, feinstruk
turierte Oberflächen hinsichtlich der Erhebung von einigen oder
vielen Meßpunkten auf der Oberfläche zu vermessen. Beispiele
hierfür finden sich in der Technik der Herstellung integrierter
Halbleiterschaltkreise, aber auch im medizinischen Bereich.
In der Zahnheilkunde ist es beispielsweise erforderlich,
diejenigen Oberflächen exakt zu rekonstruieren, auf die nach
der vorbereitenden zahnärztlichen Behandlung ein Zahnersatz
aufgesetzt werden soll.
In der Augenheilkunde ist es bekannt, zur Diagnose von Erkrankun
gen der Netzhaut eine topographische Vermessung der Netzhautober
fläche vorzunehmen. Die zu vermessenden Erhebungen auf der
Netzhaut liegen dabei in der Größenordnung von Hundertstel-
und Zehntelmillimetern. Für diesen Einsatzzweck ist es bekannt,
sogenannte Scanning-Laser-Tomographen einzusetzen. Derartige
Vorrichtungen sind jedoch sehr aufwendig und teuer.
Darüber hinaus ist es in der allgemeinen Technik bekannt, die
Gestalt von Gegenständen mittels optischer Meßverfahren unter
schiedlichster Art zu vermessen.
Aus der US-A-4 834 528 ist ein Infrarot-Photoretinoskop bekannt.
Das bekannte Retinoskop, das auch als Photoskiaskop bezeichnet
wird, umfaßt eine übliche Videokamera mit Objektiv. Vor der
Öffnung des Objektivs ist jedoch eine lichtundurchlässige Blende
angeordnet, die halbkreisförmig ausgebildet ist und eine Hälfte,
vorzugsweise die untere Hälfte der Objektivöffnung abdeckt.
Vor der Blende sind mehrere Lichtquellen, vorzugsweise Leucht
dioden, angeordnet.
Mit diesem bekannten Infrarot-Photoskiaskop kann die Fehlsichtig
keit und die Akkomodation von Augen vollautomatisch bestimmt
werden. Zu diesem Zweck wird ein Patient in einer Entfernung
von ein bis zwei Metern vor die Videokamera gesetzt. Der Patient
wird angewiesen, mit dem zu untersuchenden Auge in das Objektiv
der Videokamera zu blicken. Die Leuchtdioden senden infrarotes
Licht aus, das für den Patienten nicht sichtbar ist. Das aus
einer exzentrischen Lage abgestrahlte infrarote Licht durchsetzt
die Linse des zu untersuchenden Auges und wird dahinter von
der Netzhaut des Auges reflektiert. Je nachdem, wie exzentrisch
die Leuchtdiode relativ zur optischen Achse des Objektivs
angeordnet ist und je nachdem wie fehlsichtig das zu unter
suchende Auge ist, wird der von der Netzhaut des Auges reflek
tierte Lichtkegel mehr oder weniger von der oberen, offenen
Hälfte des Objektivs der Videokamera erfaßt. Das gemessene
Videobild besteht dann aus einem Kreisabschnitt ("Halbmond"),
dessen Lage (oben/unten) bzw. Größe eine Aussage darüber
ermöglicht, ob das Auge kurzsichtig (myop) oder weitsichtig
(hyperop) und wie die Refraktion, d. h. Fehlsichtigkeit, des
Auges bemessen ist.
Aus der GB-Z "Journal of Physiology", 461, Seiten 301 bis 320,
1993, ist es bekannt, die Funktion des vorstehend beschriebenen
Photoskiaskops dahingehend zu erweitern, daß gleichzeitig mehrere
der unterschiedlich exzentrisch angeordneten Lichtquellen
(Infrarotdioden) betrieben werden. Anstelle eines klar ab
gegrenzten Halbmondes ergibt sich dann bei ansonsten unveränder
tem Untersuchungsaufbau ein Bild des zu untersuchenden Auges,
in dem innerhalb der Pupille sich die Helligkeit entlang einer
Vertikalachse kontinuierlich ändert. Bei dem beschriebenen
Verfahren wird die Helligkeit entlang dieser Achse gemessen,
wobei sich zeigt, daß der Helligkeitsverlauf linear ist. Der
Betrag und das Vorzeichen der Steigung sind wiederum ein Maß
für die Art und die Stärke der Fehlsichtigkeit. Mittels geeig
neter Eichkurven kann auf diese Weise die Refraktion des
untersuchten Auges unmittelbar und quantitativ (in Dioptrien)
angegeben werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiter
zubilden, daß die Erhebung einer Oberfläche eines hinter einer
Linse angeordneten Objektes, insbesondere die Topographie der
Oberfläche, mit einfachen Mitteln vermessen werden kann.
Bei dem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß durch die folgenden Schritte gelöst:
- a) Aufnehmen eines Videobildes der Oberfläche mittels einer Kamera, deren Objektiv mittels einer im wesent lichen halbkreisförmigen Blende im wesentlichen halb abgedeckt ist;
- b) Beleuchten der Oberfläche mittels einer Mehrzahl von vor der Blende angeordneten Lichtquellen;
- c) Messen des Helligkeitsverlaufes des Videobildes entlang einer Achse, die im wesentlichen auf dem die Blende begrenzenden Durchmesser senkrecht steht;
- d) Erfassen der Steigung des Helligkeitsverlaufes; und
- e) Bestimmen der Erhebung aus der Steigung anhand einer vorbestimmten, die Refraktion der Linse relativ zur Oberfläche berücksichtigenden Kennlinie.
Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art wird die der
Vorrichtung zugrundeliegende Aufgabe gelöst mit:
- a) einer Kamera, deren Objektiv mittels einer im wesent lichen halbkreisförmigen Blende im wesentlichen halb abgedeckt ist;
- b) einer Mehrzahl von vor der Blende angeordneten Lichtquellen;
- c) Mitteln zum Messen des Helligkeitsverlaufes eines von der Kamera aufgenommenen Videobildes der Ober fläche entlang einer Achse, die im wesentlichen auf dem die Blende begrenzenden Durchmesser senkrecht steht;
- d) Mitteln zum Erfassen der Steigung des Helligkeitsver laufes; und
- e) Mitteln zum Bestimmen der Erhebung aus der Steigung anhand einer vorbestimmten, die Refraktion der Linse relativ zur Oberfläche berücksichtigenden Kennlinie.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise
vollkommen gelöst.
Die Erfindung macht sich nämlich in vorteilhafter Weise das
aus der Augenheilkunde bekannte und oben erläuterte Verfahren
der Infrarot-Photoskiaskopie zunutze, um statt der Refraktion,
d. h. der Fehlsichtigkeit eines Auges, die Erhebung einer hinter
einer Linse angeordneten Oberfläche zu vermessen. Dies kann
innerhalb der Augenheilkunde die Vermessung einer Netzhaut des
Auges sein, die Erfindung ist jedoch nicht auf diesen Anwen
dungsfall beschränkt, da auch andere Objekte, insbesondere
leblose Objekte, Werkstücke und dergleichen mit dem geschilderten
Verfahren vermessen werden können.
Die Erfindung beruht somit auf der Überlegung, daß die Refraktion
eines abbildenden Systems verändert werden kann, indem entweder
die Brennweite der Optik verändert wird (wie dies im Auge
geschieht) oder indem der Abstand zwischen der Hauptebene des
optischen Apparates und der Bildebene verändert wird (wie dies
bei einem Fotoapparat geschieht). Da es aus dem eingangs
geschilderten Verfahren der Infrarot-Photoskiaskopie bekannt
ist, die Refraktion eines Auges genau zu bestimmen, kann dieses
Verfahren erfindungsgemäß dazu verwendet werden, um die genaue
Topographie, allgemeiner ausgedrückt die Erhebung einer Ober
fläche an mindestens einem Punkt, in der Tiefe zu vermessen.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird zum
Vermessen der Topographie der Oberfläche die Erhebung an einer
Vielzahl von Punkten der Oberfläche gemessen.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß es erstmals möglich ist,
nicht nur entlang einer einzigen Achse, sondern bezüglich einer
Vielzahl von Punkten durch Verwendung des an sich bekannten
Verfahrens der Infrarot-Photoskiaskopie eine genaue Abbildung
der Topographie einer Oberfläche vorzunehmen.
Wenn das Meßobjekt eine Netzhaut eines Auges ist, wird dies
bei einer Weiterbildung dieses Ausführungsbeispiels verfah
rensmäßig dadurch erreicht, daß zur Lagebestimmung einzelner
Meßpunkte auf der Netzhaut zunächst die optischen Achsen der
Kamera und des Auges zur Deckung gebracht werden und dann eine
Marke entlang von zur optischen Achse im wesentlichen rechtwink
lig verlaufenden Koordinaten verfahren wird, wobei die Blickrich
tung des der Marke folgenden Auges aus der Position des im
Videobild erscheinenden Purkinje′schen Reflexes auf der Linse
des Auges bestimmt wird.
Wenn das Objekt hingegen ein lebloses Meßobjekt ist, so wird
bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Lagebestimmung einzelner Meßpunkte auf dem Meßobjekt dessen
Oberfläche rechtwinklig zur optischen Achse der Kamera angeordnet
und ein Objektiv auf der optischen Achse raumfest zwischen Kamera
und Meßobjekt positioniert, wobei das Meßobjekt entlang von
zur optischen Achse im wesentlichen rechtwinkligen Koordinaten
verfahren und die Position des Schnittpunktes der optischen
Achse mit der Oberfläche aus der Position eines mit dem Meßobjekt
starr verbundenen Leuchtpunktes im Videobild bestimmt wird.
Diese Maßnahmen haben für die genannten Anwendungsfälle den
Vorteil, daß es mit äußerst einfachen Mitteln möglich ist, die
zu vermessende Oberfläche punktweise abzutasten.
Im Bereich der Augenheilkunde kann die Marke beispielsweise
von Hand geführt werden, wobei in dem auf einem Bildschirm sich
aufbauenden Bild der Topographie der Oberfläche erkannt werden
kann, welche Bereiche der Oberfläche noch mit der Marke über
fahren werden müssen. Auf diese Weise kann durch optische
Kontrolle eine Redundanz bei der Meßwertaufnahme minimiert
werden.
Bei den technischen Anwendungsfällen mit leblosen Meßobjekten
kann hingegen eine automatisierte Vorgehensweise gewählt werden,
bei der das Meßobjekt zum Beispiel zeilenweise abgetastet wird
und die Bildpunktlage über die Lage des Leuchtpunktes erfaßt
werden kann.
Zur Durchführung der vorstehend genannten Verfahrensvarianten
können unterschiedliche Vorrichtungen eingesetzt werden.
Wenn die Topographie einer Netzhaut eines Auges vermessen werden
soll, umfaßt eine vorzugsweise eingesetzte Vorrichtung:
- a) eine Anordnung zum Fixieren des Auges auf der opti schen Achse des Objektives;
- b) eine Anordnung zum Verfahren einer Marke entlang von zur optischen Achse im wesentlichen senkrecht ver laufenden Koordinaten; sowie
- c) eine Anordnung zur Bestimmung des im Videobild erscheinenden Purkinje′schen Reflexes auf der Linse des Auges.
Wenn hingegen die Topographie einer Oberfläche eines leblosen
Meßobjektes vermessen werden soll, umfaßt die erfindungsgemäß
vorgesehene Vorrichtung vorzugsweise:
- a) eine Anordnung zum Ausrichten der Oberfläche recht winklig zur optischen Achse der Kamera;
- b) ein raumfest zwischen der Kamera und dem Meßobjekt auf der optischen Achse positioniertes Objektiv;
- c) eine Anordnung zum Verfahren des Meßobjektes entlang von zur optischen Achse im wesentlichen senkrecht verlaufenden Achsen, wobei ein Leuchtpunkt mit dem Meßobjekt starr verbunden ist; und
- d) eine Anordnung zum Bestimmen der Position des Schnitt punktes der optischen Achse mit der Oberfläche aus der Position des Leuchtpunktes im Videobild.
Diese Maßnahmen gestatten es, die Topographie der Oberfläche
mit äußerst einfachen Mitteln zu vermessen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist
das Meßobjekt ein Abdruck eines Gegenstandes.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß zum Herstellen des Abdrucks
eine homogene Abdruckmasse verwendet werden kann, deren optische
Eigenschaften, insbesondere Reflektionseigenschaften, über die
gesamte Oberfläche konstant sind. Meßfehler aufgrund unterschied
lich reflektierender Bereiche der zu vermessenden Oberfläche
werden auf diese Weise vermieden.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachste
hend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Videokamera, wie sie im
Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird;
Fig. 2 bis 4 schematisierte Strahlengänge zur Erläuterung des
erfindungsgemäßen Meßverfahrens in seiner Anwendung
bei der Vermessung der Topographie einer Netzhaut
eines Auges;
Fig. 5 bis 10 schematisierte Videobilder eines Auges, wie es gemäß
den in Fig. 2 bis 4 veranschaulichten Verfah
rensvarianten untersucht wird;
Fig. 11 in vergrößertem Maßstab ein Videobild eines Auges,
das gemäß einer Variante zu den in den Fig. 2 bis 4
veranschaulichten Verfahren untersucht wird;
Fig. 12 einen Helligkeitsverlauf aus dem Videobild gemäß
Fig. 11;
Fig. 13 eine aus der Kurvenschar gemäß Fig. 12 ermittelte
Kennlinie;
Fig. 14 ein schematisiertes Blockschaltbild einer Anordnung
zum Durchführen einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verfahrens in der Augenheilkunde;
Fig. 15 eine Darstellung, ähnlich Fig. 14, jedoch für einen
allgemeinen technischen Anwendungsfall der Vermessung
eines leblosen Meßobjektes.
In Fig. 1 bezeichnet 10 eine im übrigen übliche Videokamera
mit einem Gehäuse 11 und einem vorne aufgesetzten Objektiv 12.
Von einer Linse 13 des Objektivs 12 ist in Fig. 1 nur die obere
Hälfte zu erkennen, da die untere Hälfte mittels einer halbkreis
förmigen Blende 14 abgedeckt ist. Die Blende 14 ist an ihrer
Oberseite entlang eines Durchmessers 15 begrenzt, der durch
das Zentrum des Objektivs 12 verläuft.
Vor der Blende 14 befinden sich mehrere Reihen 20, 21, 22, 23
von Leuchtdioden, die im infraroten Bereich Licht aussenden.
Eine erste Reihe 20 ist um einen Exzentrizitätsbetrag e₁ vom
Durchmesser 15 beabstandet, die übrigen Reihen 21, 22 und 23
sind jeweils mit zunehmender Exzentrizität e₂, e₃ bzw. e₄
angeordnet. Die Anzahl der Leuchtdioden in den Reihen 20 bis 23
nimmt mit der Exzentrizität e₁ bis e₄ zu, um Nichtlinearitäten
infolge der exzentrischen Anordnung zu kompensieren.
In den Fig. 2 bis 4 sind Strahlengänge für verschiedene Meßanord
nungen innerhalb der Augenheilkunde schematisch dargestellt.
Man erkennt jeweils in der rechten Hälfte die Videokamera 10,
deren optische Achse mit 26 bezeichnet ist. In Verlängerung
der optischen Achse 26 befindet sich ein Auge 30. Im Auge 30
sind eine Linse 31 sowie eine Netzhaut 32 schematisch angedeutet.
Die Fokalebene des Auges 30 ist mit 33 bezeichnet.
Wenn gemäß Fig. 2 nur die erste Reihe 20 von Leuchtdioden
eingeschaltet wird, sendet diese einen ersten Lichtstrahl 34
aus, der durch die Linse 31 auf die Netzhaut 32 fällt. Da Fig. 2
den Fall der Kurzsichtigkeit (Myopie) darstellen soll, findet
keine Fokussierung auf der Netzhaut 32 statt. Vielmehr wird
ein diffuses Bild von der Netzhaut 32 reflektiert, wie mit
zweiten Lichtstrahlen 35a und 35b dargestellt. Diese Lichtstrah
len 35a, 35b schneiden sich in der Fokalebene des Auges 33 und
erzeugen einen zum Objektiv 12 hin gerichteten Lichtkegel 36.
Aufgrund des Maßes der Exzentrizität e₁ der ersten Reihe 20 von
Leuchtdioden einerseits und des Ausmaßes der Kurzsichtigkeit
des Auges 30 andererseits ist der Lichtkegel 36 hinsichtlich
Neigungswinkel und Öffnungswinkel in vorbestimmter Weise
ausgestaltet. In dem in Fig. 2 dargestellten Fall gelangt nur
ein Teil des Lichtkegels 36, nämlich die dort schematisch
angedeutete obere Hälfte 37, an der Blende 14 vorbei auf die
Linse 13 des Objektivs 12 der Kamera 10. Diese obere Hälfte
37 ist ein Abbild der unteren Hälfte 38 der Pupille 39, wie
Fig. 5 zeigt, wo das in Fig. 2 aufgenommene Videobild dargestellt
ist.
Man erkennt aus Fig. 5, daß die Kamera 10 ein Videobild der
Pupille 39 aufnimmt, bei dem etwa die untere Hälfte der Pupille
39 hell erscheint, wie bei 38 mit einem "Halbmond", d. h. einem
Kreisabschnitt, angedeutet.
Wird nun gemäß Fig. 3 statt der ersten Reihe 20 von Leuchtdioden
zum Beispiel die vierte Reihe 23 eingeschaltet, so ergibt sich
ein geringfügig modifizierter Strahlengang, bei dem der Licht
kegel 36a gegenüber der Situation in Fig. 2 nach unten gekippt
ist, so daß der gesamte Lichtkegel 36a in den Bereich der Blende
14 fällt.
Die zugehörige Fig. 7 zeigt, daß die Kamera 10 daher ein
Videobild der Pupille 39 aufnimmt, das vollkommen unbeleuchtet
ist.
Bei Zwischenwerten der Exzentrizität e erscheinen entsprechend
kleinere "Halbmonde", wie in Fig. 6 veranschaulicht.
Fig. 4 zeigt demgegenüber den Fall eines weitsichtigen (hyper
open) Auges. In diesem Fall kreuzen sich die Lichtstrahlen erst
hinter der Netzhaut 32, so daß ein Lichtkegel 36b entsteht,
wie er in Fig. 4 dargestellt ist. Die obere Hälfte 37b des
Lichtkegels 36b, die auf das Objektiv 12 fällt, bildet somit
im Gegensatz zum kurzsichtigen Auge gemäß Fig. 2 und 3 ebenfalls
die obere Hälfte 38b der Pupille ab. Dies ist in Fig. 8 deutlich
zu erkennen, wo der Fall dargestellt ist, daß nur die erste
Reihe 20 von Leuchtdioden eingeschaltet ist. Die Fig. 9 und 10
zeigen analog zu den Fig. 6 und 7 die Situationen, bei denen
die Exzentrizität e der Reihen 20 bis 23 zunimmt.
Wenn nun statt nur einer einzigen Reihe 20 bis 23 von Leucht
dioden sämtliche Leuchtdioden gleichzeitig eingeschaltet werden,
entsteht auf der Pupille 39 ein Bild mit kontinuierlich vari
ierender Helligkeit, wie dies anhand eines Videobildes 50 in
Fig. 11 dargestellt ist. Die Pupille 39 des Auges 30 hat bei
dem Videobild 50 einen kontinuierlich variierenden Hellig
keitsverlauf, bei dem ein unterer Bereich 51 der Pupille 39
hell und ein oberer Bereich 52 der Pupille 39 dunkler ist. Der
Übergang ist dabei kontinuierlich.
Wenn man nun den Helligkeitsverlauf der Pupille 39 quantitativ
vermessen will, so legt man ein Koordinatensystem y-x′ über
die Pupille 39. Die Ordinate y verläuft dann im wesentlichen
rechtwinklig zum Durchmesser 15 der Blende 14. Die Abszisse x′
ist im Fall der Fig. 11 an den unteren Rand der Pupille 39
gelegt.
Fig. 12 zeigt eine Kurvenschar 55 von Kurven 56 bis 58, bei
denen die Helligkeit H in Abhängigkeit von der Ordinatenachse y
dargestellt ist. Die Kurve 56 entspricht dabei in etwa dem
Verlauf der Helligkeit H im Videobild 50 von Fig. 11, da die
Helligkeit H mit zunehmender Ordinatenrichtung y abnimmt. Dies
entspricht einer positiven Refraktion, wie mit positiven
Dioptrien-Werten + D in Fig. 12 angedeutet ist.
Die zweite Kurve 57 betrifft ein im wesentlichen normalsichtiges
Auge, während die dritte Kurve 58 den Fall eines weitsichtigen
Auges mit negativer Refraktion (- D) darstellt. Mit α ist der
Steigungswinkel der näherungsweise geradlinig verlaufenden Kurven
56 bis 58 bezeichnet.
Fig. 13 zeigt als Kennlinie eine Gerade 60. Die Gerade 60 stellt
die lineare Abhängigkeit der Refraktion R (gemessen in
Dioptrien D) von der Steigung tan α dar. Wie mit einem Punkt 61
auf der Geraden 60 veranschaulicht, entspricht zum Beispiel
eine Steigung von 0,3 einer Refraktion von 3 Dioptrien. Dies
bedeutet, daß man mit einer Messung gemäß Fig. 11 den Hellig
keitsverlauf H (y) ermitteln und aus der Steigung des Hellig
keitsverlaufes über die Kennlinie gemäß Fig. 13 unmittelbar
die Refraktion R in Dioptrien D feststellen kann.
Fig. 14 zeigt eine ersten Meßanordnung 70 für Anwendungen in
der Augenheilkunde.
Man erkennt die Videokamera 10 mit den Leuchtdioden-Reihen 20
und der optischen Achse 26. Ein Patient ist so positioniert,
daß sein Auge 30 in der optischen Achse 26 liegt. Die Videokamera
10 nimmt wiederum die Pupille 39 des Auges 30 als Videobild
auf.
Um die anhand der Fig. 11 bis 13 beschriebenen Messungen für
verschiedene Meßpunkte auf der Netzhaut durchzuführen, muß die
Blickrichtung des Auges 30 variiert und jeweils quantitativ
erfaßt werden.
Zu diesem Zweck wird die relative Position des ersten Purkin
je′schen Reflexes 72 in der Pupille 39 innerhalb des aufge
nommenen Videobildes erfaßt.
Die untersuchende Person führt eine Marke 71 entlang von
Koordinatenrichtungen y, x, die zur optischen Achse 26 jeweils
im wesentlichen rechtwinklig verlaufen. Das Koordinatensystem
y-x ist in Fig. 14 mit 73 bezeichnet.
Die von der Videokamera 10 aufgenommenen Videobilder werden
über eine Leitung 75 einer Meß- und Anzeigevorrichtung 80
zugeführt. Die Vorrichtung 80 umfaßt eine Recheneinheit 81,
die unter anderem einen Kennlinienspeicher 82 umfaßt. Die
Vorrichtung 80 umfaßt ferner eine Anzeigeeinheit 85 mit vorzugs
weise fünf verschiedenen Anzeigen 86, 87, 88, 89 und 90.
Die erste Anzeige 86 stellt das aufgenommene Videobild der
Pupille 39 dar.
Die zweite Anzeige 87 symbolisiert das Koordinatensystem y-x
73 bzw. die Position der darin bewegten Marke 71.
Die dritte Anzeige 88 stellt die Refraktion R über der Zeit
t als Kurve 93 für jede Abtastung dar, die z. B. mit einer
Wiederholfrequenz von 25 Hz automatisch durchgeführt wird.
Die vierte Anzeige 89 zeigt den bereits anhand von Fig. 12
dargestellten Helligkeitsverlauf.
Die fünfte Anzeige 90 schließlich dient der Abtastkontrolle,
d. h. sie ermöglicht der untersuchenden Person, festzustellen,
ob über die handgeführte Marke 71 bereits der gesamte Unter
suchungsbereich abgetastet wurde oder nicht.
Wird die Marke 71 nicht von Hand sondern mittels einer mecha
nischen oder optischen Vorrichtung automatisch geführt, so können
die Koordinaten x und y der Vorrichtung 80 über einen Eingang
95 zugeführt werden.
Wie bereits erwähnt wurde, wird die Versuchsperson in einer
Entfernung von ca. 1,2 m von der Kamera 10 positioniert. Die
Refraktionsmessungen werden dann mit einer Wiederholfrequenz
von z. B. 25 Hz automatisch durchgeführt. Die Blickrichtung des
Auges 30 wird simultan durch die relative Position des ersten
Purkinje′schen Reflexes 72 in der Pupille 39 aufgezeichnet.
Die untersuchende Person führt die Marke 71, bspw. einen
Bleistift oder ein kleines Bild, im Gesichtsfeld der Versuchs
person hin und her. Er bemüht sich dabei, das Gesichtsfeld der
Versuchsperson möglichst flächendeckend zu fahren.
In der weiter oben anhand der Fig. 11 bis 13 erläuterten Weise
werden nun die Refraktionswerte R bestimmt und in Abhängigkeit
von der zugehörigen Blickwinkelposition in der Recheneinheit
81 zwischengespeichert. Die Erhebungswerte z werden nun über
im Kennlinienspeicher 82 abgelegte Kennlinien R(z) ermittelt.
Die Kennlinien werden aus den bekannten optischen Daten des
Auges 30 ermittelt, wobei man sich diejenigen Überlegungen
zunutze macht, die hinsichtlich der Achsenhyperopie bzw.
Achsenmyopie bekannt sind. Danach entspricht nämlich eine gewisse
Fehlsichtigkeit (Refraktion) einem zu kurz bzw. zu weit gebauten
Auge, wobei der Brennpunkt der Augenlinse ohne Einsatz korri
gierender Gläser hinter bzw. vor der Netzhaut liegt. Umgekehrt
kann man daher über die Refraktion eines bestimmten Meßpunktes
auf der Netzhaut dessen Erhebung relativ zu einer Referenzebene
bestimmen.
In der Praxis erreicht man bspw. bei 1 Grad Winkelauflösung
eine Tiefenauflosung in der Größenordnung von 0,1 mm, begrenzt
durch die optische Qualität des Auges.
Bei der in Fig. 15 dargestellten Variante dient eine Meßanordnung
98 zum Vermessen der Topographie eines leblosen Meßobjektes,
bspw. eines Werkstücks, eines integrierten Schaltkreises, eines
Gebißabdrucks oder dergleichen.
Die Meßanordnung entspricht hinsichtlich der Anordnung der
Videokamera 10 sowie der Meß- und Anzeigevorrichtung 80 im
wesentlichen der Anordnung gemäß Fig. 14, so daß gleiche
Bezugszeichen in Fig. 15 für die gleichen Elemente verwendet
wurden und zur Erläuterung insoweit auf die Erläuterungen zu
Fig. 10 verwiesen werden darf.
In Abweichung zur Anordnung gemäß Fig. 14 ist bei der Anordnung
gemäß Fig. 15 ein Objektträger 100 vorgesehen, der von einem
Kreuztisch 101 in Richtung eines Koordinatensystems y-x verfahren
werden kann, wobei die Achsen y und x im wesentlichen recht
winklig zur optischen Achse 26 verlaufen.
Der Objektträger 100 ist seitlich mit einem Arm 103 versehen,
der an seinem freien Ende einen Leuchtpunkt 104, bspw. eine
Leuchtdiode, trägt. Der Leuchtpunkt 104 ist so positioniert,
daß er im Videobild der Videokamera 110 erscheint.
Ein Meßobjekt 105 ist auf dem Objektträger 100 befestigt.
Zwischen Meßobjekt 105 und Videokamera 10 ist ein Objektiv 106
angeordnet, bspw. ein handelsübliches Objektiv einer Film- oder
Fotokamera.
Zum Vermessen der Erhebung unterschiedlicher Meßpunkte auf der
Oberfläche des Meßobjektes 105 könnte man nun das Objektiv 106
in verschiedene "<Blickrichtungen" kippen, wie dies in ähnlicher
Weise bei der ophthalmologischen Untersuchung gemäß Fig. 14
geschieht. Dies würde bedeuten, daß man auf dem Objektiv 106
ebenfalls den Purkinje′schen Reflex erfassen müsse, was jedoch
bei einem mehrlinsigen Objektiv zu Problemen führen kann, weil
jede Linse des Objektivs jeweils zwei derartige Reflexe, nämlich
jeweils an der Vorderseite und an der Rückseite, erzeugt. Darüber
hinaus verändert sich bei handelsüblichen Objektiven die
Refraktion, wenn der Strahlengang nicht parallel sondern schräg
zur optischen Achse verläuft.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung geht man daher so vor,
daß man das Meßobjekt 105 durch Verfahren des Objektträgers
100 entlang der Koordinaten x, y verschiebt und das Objektiv
106 raumfest zwischen Videokamera 10 und Meßobjekt 105 positio
niert.
Um in diesem Falle die jeweilige Position des Meßpunktes zu
erfassen, wird in starrer Koppler mit dem Meßobjekt 105 der
Leuchtpunkt 104 erfaßt und in dem aufgenommenen Videobild mit
abgebildet, so daß eine exakte Zuordnung des Meßpunktes zur
Oberfläche des Meßobjektes 105 möglich ist.
In einem Beispielsfall kann als Objektiv 106 ein handelsübliches
Objektiv einer Fotokamera mit 50 mm Brennweite verwendet werden.
Einer Refraktionsänderung von 0,1 Dioptrien entspricht dabei
einer Veränderung der Erhebung in der Tiefe (z) von etwa
0,208 mm. Da man mit der beschriebenen Refraktionsmessung eine
Auflösung der Refraktion in der Größenordnung von 0,02 Dioptrien
erreichen kann, liegt die Genauigkeit in der Messung der Erhebung
unter 40 µm. Diese Genauigkeit ist linear über mindestens einen
Bereich von etwa 2 mm in der Tiefe gegeben. Diese Genauigkeit
kann durch Verwendung höherwertiger Objektive jedoch noch
erheblich verbessert werden.
Die Auflösung in der Bildebene x/y hängt von der Auflösung des
Videobildes und von der Präzision des Kreuztischs 101 ab.
Wenn bei einer Anordnung gemäß Fig. 15 Meßobjekte vermessen
werden sollen, deren Oberfläche nicht-homogene Reflexions
eigenschaften aufweist, würde dies zu Meßfehlern führen, wenn
die Helligkeitsverläufe durch das Reflexionsverhalten des
jeweiligen Meßpunktes beeinflußt werden.
In derartigen Fällen ist es daher vorteilhaft, statt des
Meßobjektes selbst einen Negativabdruck des Meßobjektes zu
vermessen, der mit einer optisch homogenen Abdruckmasse (z. B.
Plastilin) hergestellt wurde.
Claims (12)
1. Verfahren zum Vermessen einer Erhebung (z) einer Oberfläche
eines hinter einer Linse (31; 106) angeordneten Objektes
(32; 105) mit den Schritten:
- a) Aufnehmen eines Videobildes (50) der Oberfläche mittels einer Kamera (10), deren Objektiv (12) mittels einer im wesentlichen halbkreisförmigen Blende (14) im wesentlichen halb abgedeckt ist;
- b) Beleuchten der Oberfläche mittels einer Mehrzahl von vor der Blende (14) angeordneten Lichtquellen (20 bis 23);
- c) Messen des Helligkeitsverlaufes (56 bis 58) des Videobildes (50) entlang einer Achse (y), die im wesentlichen auf dem die Blende (14) begrenzenden Durchmesser (15) senkrecht steht;
- d) Erfassen der Steigung (tan α) des Helligkeitsverlaufes (56 bis 58); und
- f) Bestimmen der Erhebung (z) aus der Steigung (tan α) anhand einer vorbestimmten, die Refraktion (R) der Linse (31; 106) relativ zur Oberfläche berück sichtigenden Kennlinie (60, 82).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Vermessen der Topographie der Oberfläche die Erhebung
(z) an einer Vielzahl von Punkten der Oberfläche gemessen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Objektiv eine Netzhaut (32) eines Auges (30) ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Lagebestimmung einzelner Meßpunkte auf der Netzhaut
(32) zunächst die optischen Achsen (26) der Kamera (10)
und des Auges (30) zur Deckung gebracht werden und dann
eine Marke (71) entlang von zur optischen Achse (26) im
wesentlichen rechtwinklig verlaufenden Koordinaten (y,
x) verfahren wird, wobei die Blickrichtung des der Marke
(71) folgenden Auges (30) aus der Position des im Videobild
(50) erscheinenden Purkinje′schen Reflexes (72) auf der
Linse (31) des Auges (30) bestimmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Objekt ein lebloses Meßobjekt (105) ist.
6. Verfahren nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Lagebestimmung einzelner Meßpunkte auf dem Meßobjekt
(105), dessen Oberfläche rechtwinklig zur optischen Achse
(26) der Kamera (10) angeordnet und ein Objektiv (106)
auf der optischen Achse (26) raumfest zwischen Kamera (10)
und Meßobjekt (105) positioniert wird, daß das Meßobjekt
(105) entlang von zur optischen Achse (26) im wesentlichen
rechtwinkligen Koordinaten (y, x) verfahren wird und daß
die Position des Schnittpunktes der optischen Achse (26)
mit der Oberfläche aus der Position eines mit dem Meßobjekt
(105) starr verbundenen Leuchtpunktes (104) im Videobild
bestimmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßobjekt ein integrierter Schaltkreis ist.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßobjekt ein Abdruck
eines Gegenstandes ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abdruck ein Gebißabdruck ist.
10. Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung (z) einer Ober
fläche eines hinter einer Linse (31; 106) angeordneten
Objektes (32; 105):
- a) einer Kamera (10), deren Objektiv (12) mittels einer im wesentlichen halbkreisförmigen Blende (14) im wesentlichen halb abgedeckt ist;
- b) einer Mehrzahl von vor der Blende (14) angeordneten Lichtquellen (20 bis 23);
- c) Mitteln zum Messen des Helligkeitsverlaufes (56 bis 58) eines von der Kamera (10) aufgenommenen Video bildes (50) der Oberfläche entlang einer Achse (y), die im wesentlichen auf dem die Blende (14) begrenzen den Durchmesser (15) senkrecht steht;
- d) Mitteln zum Erfassen der Steigung (tan α) des Hellig keitsverlaufes (56 bis 58); und
- e) Mitteln zum Bestimmen der Erhebung (z) aus der Steigung (tan α) anhand einer vorbestimmten, die Refraktion (R) der Linse (31; 106) relativ zur Oberfläche berücksichtigenden Kennlinie (60; 82).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Vermessen der Topographie eine Netzhaut (32) eines
Auges (30) vorgesehen sind:
- a) eine Anordnung zum Fixieren des Auges (30) auf der optischen Achse (24) des Objektives (12);
- b) eine Anordnung zum Verfahren einer Marke (71) entlang von zur optischen Achse (24) im wesentlichen senkrecht verlaufenden Koordinaten (y, x); sowie
- c) eine Anordnung zur Bestimmung des im Videobild (50) erscheinenden Purkinje′schen Reflexes (72) auf der Linse (31) des Auges (30).
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Vermessen der Topographie einer Oberfläche eines
leblosen Meßobjektes (105) vorgesehen sind:
- a) eine Anordnung zum Ausrichten der Oberfläche recht winklig zur optischen Achse (24) der Kamera (10);
- b) ein raumfest zwischen der Kammer (10) und dem Meß objekt (105) auf der optischen Achse (24) positio niertes Objektes (106);
- c) eine Anordnung zum Verfahren des Meßobjektes (105) entlang von zur optischen Achse (24) im wesentlichen senkrecht verlaufenden Achsen (y, x), wobei ein Leuchtpunkt (104) mit dem Meßobjekt (105) starr verbunden ist; und
- d) eine Anordnung zum Bestimmen der Position des Schnitt punktes der optischen Achse (26) mit der Oberfläche aus der Position des Leuchtpunktes (104) im Videobild.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139809 DE19639809A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche, insbesondere einer Netzhaut eines Auges |
| PCT/EP1997/005270 WO1998013665A1 (de) | 1996-09-27 | 1997-09-25 | Vorrichtung zum vermessen der erhebung einer oberfläche, insbesonder der netzhaut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139809 DE19639809A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche, insbesondere einer Netzhaut eines Auges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19639809A1 true DE19639809A1 (de) | 1998-04-02 |
Family
ID=7807114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996139809 Ceased DE19639809A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen einer Erhebung einer Oberfläche, insbesondere einer Netzhaut eines Auges |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19639809A1 (de) |
| WO (1) | WO1998013665A1 (de) |
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- 1996-09-27 DE DE1996139809 patent/DE19639809A1/de not_active Ceased
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| DE-Buch: THIELE, G. (Hrsg.): Handlexikon der Medizin (Studienausgabe), Urban & Schwarzenberg, München-Wien-Baltimore, 1982 * |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1998013665A1 (de) | 1998-04-02 |
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