DE19639780A1 - Verfahren zur Durchführung von optischen und mechanischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik - Google Patents
Verfahren zur Durchführung von optischen und mechanischen Messungen in der KoordinatenmeßtechnikInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung
von optischen und mechanischen Messungen in der Koordina
tenmeßtechnik.
In der Koordinatenmeßtechnik erfordern viele Meßaufga
ben einerseits 2D-Messungen bei flachen Strukturen, ande
rerseits 3D-Messungen bei Merkmalen, die optisch nicht
antastbar sind oder die von der Seite oder von unten ange
tastet werden müssen. Für diese Meßaufgaben müssen optische
(2D-) und mechanische (3D-) Messungen in einer Aufspannung
möglich sein.
Für bestimmte Meßaufgaben ist es notwendig, einen mes
senden Tastkopf zu verwenden, beispielsweise bei einem
Genauigkeitsbereich von circa 1 µm oder bei der Verwendung
von langen oder abgekröpften Tastern oder für den Fall, daß
nur geringe Antastkräfte ausgeübt werden dürfen, oder daß
Scannen, das heißt die Aufnahme sehr vieler Meßpunkte in
kurzer Zeit, erforderlich ist.
Beispiele für Meßaufgaben, die mit zum Stand der Tech
nik gehörenden Verfahren und Geräten nicht oder nicht wirt
schaftlich lösbar sind, sind Messungen folgender Werk
stücke:
- a) Zahnimplantate (Innenkegel nur mechanisch meßbar, insbe sondere durch Scannen und/oder Zentrieren, äußere feine Strukturen sind nur optisch meßbar);
- b) Metall- und Kunststoffteile für die Elektrotechnik, zum Beispiel Federn;
- c) Bildröhrenteile;
- d) Zahnräder für Feinwerktechnik und Uhrenindustrie.
Kanten, die höher als circa 0,5 µm sind (hohe Kanten),
können optisch nicht ohne weiteres absolut gemessen werden,
da von der Höhe der Kante, von der Werkstückoberfläche und
von verschiedenen Parametern des optischen Systems abhän
gige Beugungseffekte die Festlegung einer eindeutigen
Schwelle, die der geometrischen Kante entspricht, im Be
reich von wenigen µm unmöglich machen.
Zum Stand der Technik gehören 3D-Koordinatenmeßgeräte.
Diese weisen einen Meßbereich von mehr als circa 400 mm in
allen Koordinatenrichtungen auf. Die mechanischen Struktu
ren sind aus Granit, Stahl, Keramik, kohlefaserverstärkte
Kunststoffe (CFK) oder Aluminium aufgebaut. Der Tastkopf
ist an einer senkrechten oder waagerechten Pinole angeord
net, um große Werkstücke allseitig antasten zu können. Für
geringere Anforderungen an Genauigkeit und Flexibilität
werden schaltende Tastköpfe eingesetzt, die bei Berührung
der Werkstückoberfläche einen Antastimpuls erzeugen. Für
höhere Anforderungen sind messende Tastsysteme vorgesehen,
die im angetasteten Zustand eine Kennlinie aufnehmen, aus
deren Lage auf die Position der Werkstückoberfläche ge
schlossen wird.
Die Steuerung eines 3D-Koordinatenmeßgerätes mit mes
sendem Tastsystem ist dafür ausgelegt, während des Meßvor
ganges Meßpunkte aufzunehmen, wobei insbesondere beim
Scanning-Betrieb eine Datenrate von circa 1.000/s erforder
lich ist. Für den Scanning-Betrieb muß beim Scannen belie
biger Konturen der Regelkreis von der Tasterauslenkung über
die Antriebe geschlossen und der Dynamik des Systems ange
paßt werden, beim Scannen entlang einer vorgegebenen Kontur
muß das Koordinatenmeßgerät in der Lage sein, in allen Ach
sen der vorgegebenen Kontur mit genügend geringem Schlepp
fehler zu folgen. Bei der Auswertung der Daten werden räum
liche Korrekturen (Tasterradius, Biegung usw.) berücksich
tigt. Es besteht auch die Möglichkeit zum Anschluß an 3D-CAD-Systeme.
Zum Stand der Technik gehören weiterhin Meßmikroskope,
die in der Regel Meßbereiche von weniger als 200 mm in
senkrechter Richtung (Z-Richtung) aufweisen. Die mechani
schen Strukturen sind üblicherweise aus Stahl aufgebaut.
Der Tastkopf ist an einem in Z-Richtung beweglichen Schlit
ten angebracht. Die Antriebsregler sind aufgrund der unter
schiedlichen Anforderungen in den drei Achsen (X, Y: Werk
stückbewegung, Z: Fokussieren) unterschiedlich aufgebaut.
Der Meßtisch weist eine Glasplatte mit Durchlicht-Beleuch
tung auf, die mit dem Beobachtungsobjektiv einen Strahlen
gang bildet. Meßmikroskope höherer Leistung besitzen neben
dem koaxialen Auflicht auch einzeln ansteuerbare Dunkel
feld- (Schrägauflicht-) Segmente, einen Vergrößerungswech
sel, der automatisch ausgebildet sein kann und/oder
Reticles zur Kontrasterhöhung, die auch automatisch ansteu
erbar sind. Diese Meßmikroskope können gegebenenfalls zu
sätzliche Autofokussysteme aufweisen.
Die Steuerung automatischer Meßmikroskope ist für die
Messung im Stillstand ausgelegt. Hierfür ist eine relativ
geringe Datenrate ausreichend. Dies gilt auch, wenn zusätz
lich ein schaltender mechanischer Tastkopf betrieben wird.
Die Bildauswertung erfolgt manuell oder durch automatische
Bildanalyse, die Meßpunkte können in 2D-CAD-Systeme über
tragen werden.
Gemäß dem Stand der Technik gibt es für die Kombina
tion optischer und mechanischer Koordinatenmeßsysteme
- a) 3D-Koordinatenmeßgeräte mit messendem mechanischen Tast kopf und zusätzlichem optischen (abbildenden) Sensor, das heißt mit zusätzlich angebrachter Optik und Kamera, eventuell auch mit Bildanalyse;
- b) Meßmikroskope mit zusätzlichem schaltenden mechanischen Tastkopf;
- c) Mehrkoordinatenmeß- und Prüfungseinrichtungen gemäß der DE-PS 38 06 686.
Zu a):
Das zum Stand der Technik gehörende 3D-Koordinatenmeß gerät mit messendem mechanischen Tastsystem und zusätzli chem optischen (abbildenden) Sensor hat den Nachteil, daß der optische Sensor entweder fest an der Pinolenspitze neben dem mechanischen Tastkopf montiert ist, oder daß der optische Sensor anstelle des mechanischen Tasters einge wechselt wird. In beiden Fällen besteht eine starke Raum- und Gewichtsbeschränkung. Der Nutzen als Meßmikroskop ist eingeschränkt durch:
Das zum Stand der Technik gehörende 3D-Koordinatenmeß gerät mit messendem mechanischen Tastsystem und zusätzli chem optischen (abbildenden) Sensor hat den Nachteil, daß der optische Sensor entweder fest an der Pinolenspitze neben dem mechanischen Tastkopf montiert ist, oder daß der optische Sensor anstelle des mechanischen Tasters einge wechselt wird. In beiden Fällen besteht eine starke Raum- und Gewichtsbeschränkung. Der Nutzen als Meßmikroskop ist eingeschränkt durch:
- - zu hohe Kosten;
- - unhandliche Größe;
- - nicht optimalen mechanischen Aufbau für die Meßmikrosko pie, zum Beispiel geringe Dynamik mit großer Masse an der Pinolenspitze. Der Z-Meßbereich ist zu groß, das bedeutet lange Wartezeit beim Anfahren der Null-Posi tion;
- - fehlendes Durchlicht, da der Meßtisch für 3D-Werkstücke ausgelegt ist (Stahl oder Granit). Aufgesetzte Lichtkä sten oder Reflexfolien sind zu lichtschwach oder zu ungleichmäßig für hochgenaue Messungen;
- - eingeschränktes Auflicht (nur koaxial oder koaxial mit Ringbeleuchtung, keine Dunkelfeldsektorenbeleuchtung), kein automatischer Vergrößerungswechsel und keine auto matische Reticle-Einspiegelung aufgrund der Raum- und Gewichtsbeschränkung, oft schlechte Qualität der Be leuchtung und Abbildung aufgrund der Raum- und Gewichts beschränkung.
Zu b):
Meßmikroskope mit zusätzlichem schaltenden mechani schen Tastsystem haben den Nachteil, daß der Nutzen als 3D-Koordinatenmeßgerät eingeschränkt ist durch:
Meßmikroskope mit zusätzlichem schaltenden mechani schen Tastsystem haben den Nachteil, daß der Nutzen als 3D-Koordinatenmeßgerät eingeschränkt ist durch:
- - geringe Genauigkeit des schaltenden Tastsystems;
- - Beschädigung empfindlicher Meßobjekte durch hohe nicht einstellbare Antastkräfte. Dieses wirkt sich besonders nachteilig aus, da typische 2D-Werkstücke feine empfind liche Strukturen haben.
Des weiteren ist/sind:
- - kein Scannen möglich;
- - kein Zentrieren möglich;
- - keine langen Taster einsetzbar aufgrund starker Be schränkung der Tastermasse bei schaltenden Tastern;
- - abgekröpfte Taster führen zu starken Genauigkeitsein bußen aufgrund der Antastcharakteristik schaltender Taster;
- - kein automatischer Tasterwechsel möglich;
- - das Meßvolumen eingeschränkt durch den mechanischen Taster.
Zu c):
Die Mehrkoordinatenmeß- und -prüfeinrichtung gemäß der DE-PS 38 06 686 weist die Bauform eines 3D-Koordinatenmeß gerätes auf. An dem Querträger ist ein Schlitten angeord net, welcher zwei in Z-Richtung verschiebbare Pinolen auf weist. Die eine Pinole trägt den Tastkopf, und die andere Pinole trägt einen Videotaster und einen Lasertaster.
Die Mehrkoordinatenmeß- und -prüfeinrichtung gemäß der DE-PS 38 06 686 weist die Bauform eines 3D-Koordinatenmeß gerätes auf. An dem Querträger ist ein Schlitten angeord net, welcher zwei in Z-Richtung verschiebbare Pinolen auf weist. Die eine Pinole trägt den Tastkopf, und die andere Pinole trägt einen Videotaster und einen Lasertaster.
Diese zum Stand der Technik gehörende Mehrkoordinaten
meß- und -prüfeinrichtung hat folgende Nachteile:
- aa) Lasertaster weisen an technischen Oberflächen er hebliche Meßungenauigkeiten auf. Darüber hinaus ist Scannen geneigter Oberflächen oder das Scannen der Innenwand einer Bohrung nicht möglich.
- bb) Lasertaster und mechanischer Taster sind an zwei Pinolen und gemäß Fig. 2 der DE 38 06 686 C2 sogar an zwei Schlitten angeordnet. Dieses hat den Nachteil, daß eine Kombination von optischer mit mechanischer Messung mit re lativ großen Fehlern behaftet ist, da beim Verfahren jeder Pinole Ungenauigkeiten auftreten. Diese Ungenauigkeiten machen sich zum einen beim Verfahren in Z-Richtung bemerk bar. Zum anderen verändern die Pinolen beim Verfahren in Z-Richtung ihre relative Lage zueinander, was bei bestimmten Meßaufgaben von erheblichem Nachteil ist.
Das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem
besteht darin, ein Verfahren zur Durchführung von optischen
und mechanischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik an
zugeben, bei dem 2D-Messungen mit allen optischen Möglich
keiten zur Kontraststeigerung möglich sind, bei dem ein
optisches Scannen, Messen im Bild, Bildanalyse zum automa
tischen Messen und automatischen Fokussieren möglich ist,
und bei dem 3D-Messungen mit einem mechanischen Tastsystem
höchster Genauigkeit möglich sind sowie ein mechanisches
Scannen. Darüber hinaus besteht das der Erfindung zugrunde
liegende technische Problem darin, eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens anzugeben.
Dieses technische Problem wird durch die Merkmale des
Anspruches 1 sowie durch die Merkmale des Anspruches 11
gelöst.
Dadurch, daß erfindungsgemäß ein Meßmikroskop mit der
Steuerung eines 3D-Koordinatenmeßgerätes betrieben wird,
wobei die zusätzlichen Funktionen eines optischen Meßsy
stems eingefügt werden, zum Beispiel die Beleuchtungssteue
rung und die Bildanalyse, jedoch die Struktur, insbesondere
BUS- und Regelungsstruktur und die Datenrate des 3D-Koordi
natenmeßgerätes beibehalten werden, erlaubt dieses den Be
trieb eines scanfähigen Tastkopfes und gleichzeitig den
Betrieb eines Meßmikroskopes.
Hierdurch ist es möglich, 2D-Messungen durchzuführen
mit sämtlichen optischen Möglichkeiten zur Kontraststeige
rung, wie koaxialem Auflicht, Dunkelfeld-Auflicht und/oder
Durchlicht, automatischem Vergrößerungswechsel, Reticle-
Einspiegelung und so weiter. Es ist ein optisches Scannen
möglich, ein Messen im Bild, eine Bildanalyse zum automati
schen Messen und ein automatisches Fokussieren.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können darüber
hinaus 3D-Messungen mit einem mechanischen Tastsystem
höchster Genauigkeit durchgeführt werden, wobei nach Bedarf
wählbar eine geringe Antastkraft und die Verwendung aller
gängigen Taster (0,5 mm bis 8 mm Durchmesser, Kugel- und
Scheibentaster), langer oder abgekröpfter Taster möglich
ist.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren und gemäß der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein mechanisches Zentrie
ren, ein mechanisches Scannen, ein zentrierendes mechani
sches Scannen und automatische Taster- beziehungsweise Sen
sorwechsel möglich.
Durch den Vergleich der optischen und mechanischen
Daten ist es möglich, eine optische Absolutmessung hoher
Kanten durchzuführen. Dieses hat den Vorteil, daß eine hohe
Kante, die gemäß dem Stand der Technik optisch nicht gemes
sen werden kann, da die Schwelle nicht absolut bestimmbar
ist, in einem ersten Arbeitsschritt mit dem mechanischen
Taster angefahren wird und so die absolute geometrische
Lage der Kante bestimmt wird. Anschließend wird diese Kante
optisch vermessen und einer eindeutigen Schwelle, die der
geometrischen Kante entspricht, zugeordnet. Anschließend
können weitere hohe Kanten desselben Werkstückes aus
schließlich optisch vermessen werden und die absoluten
Lagen der geometrischen Kante eindeutig bestimmt werden.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß der gesamte
Meßvorgang wesentlich schneller durchgeführt werden kann,
da optische Messungen schneller durchgeführt werden können
als mechanische Antastungen und somit ein Werkstück bei
spielsweise mit vielen Bohrungen nicht derart vermessen
werden muß, daß der mechanische Taster jede Bohrung an
fährt. Es ist ausreichend, gemäß der Erfindung eine erste
Bohrung optisch und mechanisch zu vermessen und an
schließend die restlichen Bohrungen ausschließlich optisch
zu vermessen.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, optische und
mechanische Lage-, Abstands- und Formmessungen auf einem
einzigen Meßgerät durchzuführen. Die Abbildungsoptik des
Meßmikroskopes sowie der messende Tastkopf sind an einem Z-Schlitten
angeordnet. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß
Verfahrfehler die relative Lage des Tastkopfes zu der
Abbildungsoptik des Meßmikroskopes nicht verändern, so daß
eine entsprechende Fehlerkorrektur, die gemäß dem Stand der
Technik beispielsweise bei der Anordnung des mechanischen
Tastkopfes und der Abbildungsoptik an zwei Pinolen erfor
derlich ist, gemäß der Erfindung nicht durchgeführt werden
muß.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist sämtliche Vor
teile eines Meßmikroskopes und gleichzeitig sämtliche Vor
teile eines Koordinatenmeßgerätes mit einem messenden Tast
kopf auf.
Das bedeutet, daß mit einem einzigen Gerät optische
und mechanische Messungen durchgeführt werden können. Es
ist möglich, die optischen Messungen eines und/oder mehre
rer Punkte im Bild und/oder das Scannen durch optische
Antastung vorzunehmen und darüber hinaus mechanisch Einzel
punkte aufzunehmen, zu scannen, gegebenenfalls auch selbst
zentrierend zu messen und/oder zentrierend zu scannen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist darüber hinaus
den Vorteil auf, daß für das mechanische Tastsystem ein
Taster- oder Tastkopfwechsel vorgesehen sein kann, so daß
auch andere Sensoren, zum Beispiel Rauhigkeitssensoren,
eingewechselt und betrieben werden können. Soll das Meßvo
lumen bei Betrieb des 2D-Tastsystems nicht durch den mecha
nischen Taster oder Tastkopf eingeschränkt werden, ist es
möglich, die Tasterwechselschnittstelle unbesetzt zu las
sen. Für den Tasterwechsel ist vorteilhaft eine Ablagebank
vorgesehen. Die Umschaltung von optischer auf mechanische
Messung und umgekehrt erfolgt vorzugsweise automatisch, das
heißt CNC-gesteuert.
Das optische System weist vorteilhaft einen Vergröße
rungswechsel, insbesondere einen automatischen Vergröße
rungswechsel auf. Erfindungsgemäß ist die Möglichkeit der
Reticle-Einspiegelung und/oder eines zusätzlichen optischen
Punktsensors vorhanden. Weiterhin ist es möglich, eine
automatische Fokussierung durch eine Kamera oder mit dem
zusätzlichen optischen Punktsensor vorzunehmen und als Z-Antastung
zu verwenden.
Durch die gleichzeitige mechanische Antastung sowie
optische Beobachtung der mechanischen Antastung können
besonders feine Strukturen erfaßt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung können den Unteran
sprüchen entnommen werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er
findung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemaße Vorrichtung in
Ansicht;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung im
Schnitt;
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Steuerung.
Fig. 1 zeigt ein Koordinatenmeßgerät (1) mit einem
Meßtisch (2) und mit einem Portal (3), das, je nach Reali
sierung der beiden waagerechten Bewegungsrichtungen, auch
durch eine starre Säule ersetzt werden kann.
An einem Z-Schlitten (4) ist ein mechanischer Tastkopf
mit Taster (5) angeordnet sowie eine Abbildungsoptik (10)
und die koaxiale und Schrägauflicht-Beleuchtungsoptik des
Meßmikroskopes (nicht dargestellt). Der Meßtisch (2) weist
ein Feld (6) auf mit einer Glasplatte (7) mit einer Durch
lichtbeleuchtung.
An einer Traverse (8) des Portals (3) ist der Z-Schlitten
(4) angeordnet.
Gemäß Fig. 2 ist der Z-Schlitten (4) an einer Z-Füh
rung (9) der Traverse (8) angeordnet. Der Z-Schlitten (4)
enthält die Abbildungsoptik (10) sowie die koaxiale und die
Schrägauflicht-Beleuchtungsoptik (nicht dargestellt) des
Meßmikroskopes. An dem Z-Schlitten (4) ist über eine Tast
kopfwechselschnittstelle (11) der Tastkopf (12) mit dem
Taster (5) angeordnet. Der Z-Schlitten (4) weist darüber
hinaus einen zusätzlichen Kollisionsschutz (13) für die
Optik auf.
Darüber hinaus ist eine Durchlichtbeleuchtung (14)
vorgesehen. Mit (15) ist die optische Achse bezeichnet.
Gemäß Fig. 3 ist die Steuerung (16) des Koordinaten
meßgerätes (1) gezeigt. Die Steuerung (16) ist über ein
Bedienpult (17) zu bedienen über ein Pult- und Betriebs
überwachungsmodul (18).
Die Steuerung (16) enthält ein Modul (19) für die Op
tik- und Lampenansteuerung (Vergrößerungswechsler), das im
Koordinatenmeßgerät (1) Reticles, Vergrößerungen, Lampen
(20) und dergleichen steuert (OLAS).
über ein Tastkopfmodul (TKM) (21) wird die Antastung
des mechanischen Tasters (5) gesteuert.
Über ein Analogsignalauswertungsmodul (22) wird die
Temperatur während der Messung erfaßt.
Darüber hinaus ist eine CNC-Steuerung (23) vorgesehen
für die Umschaltung zwischen optischer und mechanischer
Messung.
Die Module (18, 19, 21, 22, 23) werden von einem Ma
schinenrechner (IPC) (24) gesteuert.
Der Maschinenrechner (24) stellt andererseits die
Schnittstelle zu einem Server (31) dar, über den die
externen Geräte, wie die Auswerterechner (32), Drucker
(25), Digitalisierer (26), Plotter (27) und/oder CAD-Rechner
(28) angesteuert werden.
Für eine am Koordinatenmeßgerät (1) vorgesehene Kamera
(29) ist ein Bildanalyserechner (30) vorgesehen.
Bezugszeichenliste
1 Koordinatenmeßgerät
2 Meßtisch
3 Portal
4 Z-Schlitten
5 Taster
6 Feld
7 Glasplatte
8 Traverse
9 Z-Führung
10 Abbildungsoptik
11 Tastkopfwechselschnittstelle
12 Tastkopf
13 Kollisionsschutz
14 Durchlichtbeleuchtung
15 optische Achse
16 Steuerung
17 Bedienpult
18 Pult- und Betriebsüberwachungsmodul
19 Optik- und Lampenansteuerung
20 Reticles, Vergrößerungen, Lampen
21 Tastkopfmodul
22 Analogsignalauswertungsmodul
23 CNC-Steuerung
24 Maschinenrechner (IPC)
25 Printer
26 Digitalisierer
27 Plotter
28 CAD-Rechner
29 Kamera
30 Bildanalyserechner
31 Server
32 Auswerterechner
2 Meßtisch
3 Portal
4 Z-Schlitten
5 Taster
6 Feld
7 Glasplatte
8 Traverse
9 Z-Führung
10 Abbildungsoptik
11 Tastkopfwechselschnittstelle
12 Tastkopf
13 Kollisionsschutz
14 Durchlichtbeleuchtung
15 optische Achse
16 Steuerung
17 Bedienpult
18 Pult- und Betriebsüberwachungsmodul
19 Optik- und Lampenansteuerung
20 Reticles, Vergrößerungen, Lampen
21 Tastkopfmodul
22 Analogsignalauswertungsmodul
23 CNC-Steuerung
24 Maschinenrechner (IPC)
25 Printer
26 Digitalisierer
27 Plotter
28 CAD-Rechner
29 Kamera
30 Bildanalyserechner
31 Server
32 Auswerterechner
Claims (22)
1. Verfahren zur Durchführung von optischen und mecha
nischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik,
dadurch gekennzeichnet, daß mit
einem Koordinatenmeßgerät (1) optische Messungen mit einem
abbildenden System (10) und mechanische Messungen mit einem
scanfähigen 3D-Tastsystem (12) durchgeführt werden, wobei
das abbildende System (10) und das 3D-Tastsystem (12) mit
tels eines Z-Schlittens in Z-Richtung bewegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Messungen Lage-, Abstands- und/oder Formmessungen
sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem optischen System (10) ein Punkt im Bild
und/oder mehrere Punkte im Bild gemessen und/oder durch
optische Antastung gescannt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem mechanischen Tastsystem (12) Einzelpunkte auf
genommen und/oder Konturen gescannt und/oder selbstzentrie
rend gemessen und/oder zentrierend gescannt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschaltung von optischer auf mechanische Messung
und umgekehrt automatisch durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschaltung von optischer auf mechanische Messung
und umgekehrt mit einer CNC-Steuerung (23)
(Computer-Numerical-Control-Steuerung) durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine automatische Fokussierung des optischen Systems
(10) durch eine Kamera (29) oder mit einem zusätzlichen
optischen Punktsensor durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die automatische Fokussierung als Z-Antastung verwendet
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß während der mechanischen Antastung gleichzeitig eine
optische Beobachtung der mechanischen Antastung durchge
führt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 zum Messen einer hohen
Kante eines Werkstückes, dadurch gekennzeichnet,
- - daß mit dem mechanischen Tastsystem (12) die geometrische Position der Kante festgelegt wird,
- - daß die Schwellen bei einer anschließenden optischen Messung für das konkrete Werkstück eingestellt werden,
- - daß die restlichen Kanten des Werkstückes optisch ver messen werden.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Koordinatenmeß
gerät (1) ein mit der Steuerung (16) eines 3D-Koordinaten
meßgerätes betriebenes Meßmikroskop und einen scannfähigen
(messenden) Tastkopf (12) aufweist, wobei die Abbildungsop
tik (10) des Meßmikroskopes und der Tastkopf (12) an einem
Z-Schlitten (4) des Koordinatenmeßgerätes (1) angeordnet
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Steuerung (16) des 3D-Koordinatenmeßgerätes
(1) zusätzliche Funktionen eines optischen Meßsystems auf
weist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß als zusätzliche Funktion der Steuerung eine Be
leuchtungssteuerung vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß als zusätzliche Funktion der Steuerung eine Bild
analyse vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß eine Vorrichtung für das mechanische Tastsystem
zum Wechseln des Tasters (5) und/oder Tastkopfes (12) vor
gesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß anstelle des mechanischen Tasters oder Tastkopfes
Temperatur-, Rauhigkeits- oder andere Sensoren einwechsel
bar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß eine Ablagebank für den Taster (5) vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das Koordinatenmeßgerät (1) eine CNC-Steuerung
(23) für die Umschaltung von optischer auf mechanische Mes
sung und umgekehrt aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das optische System (10) als optisches System mit
Vergrößerungswechsler ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das optische System (10) als optisches System mit
automatischem Vergrößerungswechsler ausgebildet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das optische System (10) eine Reticle-Einspiege
lung und/oder einen zusätzlichen optischen Punktsensor auf
weist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das optische System (10) zur Kontraststeigerung
eine koaxiale Auflichtbeleuchtung und/oder eine
Dunkelfeld-Auflichtbeleuchtung und/oder eine Durchlichtbeleuchtung
aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139780 DE19639780A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren zur Durchführung von optischen und mechanischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139780 DE19639780A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren zur Durchführung von optischen und mechanischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19639780A1 true DE19639780A1 (de) | 1998-04-02 |
Family
ID=7807094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996139780 Ceased DE19639780A1 (de) | 1996-09-27 | 1996-09-27 | Verfahren zur Durchführung von optischen und mechanischen Messungen in der Koordinatenmeßtechnik |
Country Status (1)
| Country | Link |
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