DE19638965C1 - Fluidbetätigtes Membran-Ventil - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein fluidbetätigtes Membran-Ventil, bei welchem innerhalb eines
Gehäuses mindestens ein kreisrunder Ventilsitz angeordnet ist, welcher von einem
membranartigen Betätigungselement vom Ventilsitz öffnend oder auf denselben
schließend betätigbar ist, gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ventile dieser Art werden als Membran-Ventile bezeichnet, weil das eigentliche
Ventilglied eine biegsame Membran ist. Genau genommen werden diese Ventile als
Membran-Sitz-Ventile bezeichnet. Aufgrund der Tatsache, daß das Ventilglied eine
Membran ist, sind solche Ventile naturgemäß flachbauend. Oftmals sind innerhalb
solcher Ventile mehrere Ventilsitze und demzufolge auch mehrere Membranen
untergebracht. Diese können entweder einzeln betätigbar und somit vereinzelte
Bauteile, jedoch auch einstückig miteinander verbunden sein. Dies hängt davon ab,
welche Wegeventilfunktion gewünscht ist. Um eine entsprechende Ventilfunktion zu
erreichen, sind daher zumeist zwei Ventilsitze notwendig, auf denen dann auch zwei
Membranen oder zwei Membranabschnitte betätigbar sind. Damit ergeben sich durch
die auch notwendigerweise großen Durchmesser der Ventilsitze auch entsprechend
breite Abmessungen.
Aus der CH 606-878 A5 geht ein gattungsgemäßes fluidbetätigtes Membran-Ventil
hervor, bei dem eine ringförmige, kegelstumpfartige Membran der Unterbrechung
eines Druckmittelflusses dient, welcher an einer Seite der Membran entlangströmt.
Auf der entgegengesetzten Rückseite der Membran ist diese über eine Steuerkammer
fluidisch betätigbar. Mit dieser Bauform ist nur die Funktion eines 2/2-Wegeventils
ausführbar. Die gesamte Rückseite der Membran wird dabei von der Steuerkammer
vereinnahmt.
Aus der JP 62-127.883 (A) ist ein fluidbetätigtes Membran-Ventil bekannt, bei dem
mehrere Druckmittelanschlüsse miteinander verbindbar sind. Die hierfür als
Betätigungselement verwendete Membran ist aber ebenfalls auf ihrer gesamten
Rückseite einer Steuerkammer zugeordnet. Da hierfür die Realisierung einer
Mehrwege-Ventiltunktion auch mehrere Steuerkammern mit den dazugehörigen
Membranen nötig sind, ist diese Bauform recht aufwendig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Membranventil die
Bauform hinsichtlich der Ventilsitze und der Membran so zu verändern, daß das Ventil
nicht nur flachbauend, sondern auch kurz und erheblich kompakter ausgebildet
werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird bei einem Membran-Ventil der gattungsgemäßen Art
erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des
Patentanspruches 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben. Insbesondere sind verschiedenartige
erfindungsgemäße Membraneinspannungen dargestellt.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß konzentrisch um die inneren
Ventilsitze eine erste ventilsitzartige Membraneinspannung von beiden Membranseiten
angeordnet sind. Demzufolge ist es nun möglich, als Betätigungselement lediglich eine
einzige Membran zu verwenden. Diese Membran bedarf auch keiner irgendwie
gearteten Stößelankopplung mehr, sondern die Membran wird in sich entsprechend
gewölbt, was aufgrund der unterschiedlichen Abstände der Dichtkanten der
konzentrisch zum inneren Ventilsitz und der konzentrisch dazu verlaufenden doppelten
Membraneinspannung bewirkt wird. Hinzu kommt, daß die Membran hinsichtlich ihrer
geometrischen Abmessungen bezogen auf die Gehäuseeinspannung im Randbereich
ein wenig gestaucht sein muß. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die
Membran im Randbereich in einer Ausgestaltungsversion verdickt ausgebildet und
somit in einer Gehäusehinterschneidung eingespannt. Das heißt, die Membran ist in
dieser Ausgestaltungsversion am gesamten Umfang entsprechend eingespannt. Das
Ventilgehäuse weist in der Nähe dieser Membraneinspannung ebenfalls
rotationssymmetrisch und konzentrisch zu den Ventilsitzen verlaufend, im Querschnitt
gesehen zwei umlaufende, sich gegenüber liegende rotationssymmetrische
Kalottenflächen auf, in die bei entsprechender Betätigung sich die Membran wölbend
einlegen kann. Durch die Konkavität dieser Kalottenflächen wird letztendlich eine
Hebelkraft im Querschnitt zur Membran betrachtet auf dieselbe aufgebracht. Zwischen
Kalottenfläche und innerem Ventilsitz ist die besagte konzentrische zweite
Membraneinspannung. Dort befindet sich auch der Drehpunkt bzw. die Drehpunktlinie
der Membran, bezogen auf die beschriebene Hebelwirkung. Diese bewirkt eine
Kraftübertragung auf die Membran in entsprechender Wölbungserzeugung, so daß
sich diese in entsprechendere Weise auf die Ventilsitze anlegt. Die feste
Randeinspannung der Membran ist in der dargestellten Weise eine erste
Ausgestaltungsform der Erfindung. Eine zweite Ausgestaltungsform der Erfindung
besteht darin, daß die Membran im Randbereich zwei umlaufende Dichtlippen aufweist
und im Randbereich nicht ortsfest eingespannt ist, sondern entlang einer Hülse, die
ebenfalls konzentrisch zu dem Ventilsitz außen herum verläuft, verschiebbar
angeordnet ist. Sowohl in der ersten Ausgestaltungsform mit den Kalottenflächen, als
auch in der zweiten Ausgestaltungsform mit den Dichtlippen entstehen durch die
entsprechende Membranführung an der ventilsitzartigen beidseitigen
Membraneinspannung davor und dahinter Druckräume, die bei entsprechender
Druckbeaufschlagung auch die Membran in entsprechender Weise wölben und somit
betätigen. Kurz gesagt erfolgt die Betätigung nicht mehr über einen Hub eines starren
Betätigungselementes, sondern über die entsprechende Druckbeaufschlagung der
Membran, wodurch sich eine Wölbung ergibt, die wiederum eine entsprechende
Anlage öder Abhebung auf bzw. von dem genannten konzentrischen Ventilsitz bewirkt.
Die Membran ist durch eine Einlage verstärkt. Dadurch wird die Kraftübertragung vom
äußeren Schaltbereich auf den inneren Dichtbereich erst möglich. Es ist vorteilhaft,
wenn diese Einlage im Bereich der Einspannung und im Bereich der Ventilsitze
ringförmig geschlossen ausgeführt ist. Mit anderen Worten heißt dies, daß die
Membran bei der Betätigung nicht über den vollen Durchmesser gewölbt wird, sondern
daß um die Einspannlinien der Membran, in der nachfolgenden Zeichnung durch
Positionsnummern 3 und 4 gekennzeichnet, in diesem Bereich ein starrer Hebel (in
Schnittdarstellung) gebildet wird, jedoch im Bereich des Zentrums der Membran
dieselbe wölbfähig ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im nachfolgenden näher
beschrieben:
Die Abbildung zeigt ein Membranventil der erfindungsgemäßen Art, welches im Querschnitt dargestellt ist. Die Symmetrieachse ist bezogen auf die wichtigsten Elemente und soll sagen, daß die Anordnung rotationssymmetrisch um dieselbe angeordnet ist. Das heißt, Ventilsitz 1, 2 und Membraneinspannungen 3, 4 sind konzentrisch und am Außenumfang sind die entsprechenden Steuerkammern PST zur Wölbungsbetätigung der Membran 10 angeordnet. Nicht nur der bzw. die beiden sich auf beiden Membranseiten gegenüberliegenden Ventilsitze 1, 2 sind kreisrund, sondern auch die entstehenden Druckkammern sind toroidal, d. h. verlaufen rotationssymmetrisch um die hier dargestellte Rotationssymmetrieachse.
Die Abbildung zeigt ein Membranventil der erfindungsgemäßen Art, welches im Querschnitt dargestellt ist. Die Symmetrieachse ist bezogen auf die wichtigsten Elemente und soll sagen, daß die Anordnung rotationssymmetrisch um dieselbe angeordnet ist. Das heißt, Ventilsitz 1, 2 und Membraneinspannungen 3, 4 sind konzentrisch und am Außenumfang sind die entsprechenden Steuerkammern PST zur Wölbungsbetätigung der Membran 10 angeordnet. Nicht nur der bzw. die beiden sich auf beiden Membranseiten gegenüberliegenden Ventilsitze 1, 2 sind kreisrund, sondern auch die entstehenden Druckkammern sind toroidal, d. h. verlaufen rotationssymmetrisch um die hier dargestellte Rotationssymmetrieachse.
Die dargestellte Zeichnung zeigt jedoch nicht nur ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung, sondern die beiden möglichen Ausgestaltungsformen der Membran. In der
linken Bildhälfte ist dargestellt, wie die Membran nach der ersten
Ausgestaltungsversion, nämlich mit einer festen Randeinspannung aussieht. Die
rechte Bildhälfte zeigt die Membran 10 mit einer losen verschiebbaren
Randeinspannung, bei der jedoch Dichtlippen 12 notwendig und vorgesehen sind.
Außerdem zeigt die linke Bildhälfte gegenüber der rechten Bildhälfte eine andere
Schaltstellung. Bei der ersten Ausgestaltungsversion müßte also die linke Bildhälfte
um die Rotationsachse rotationssymmetrisch gedreht werden, so daß bei der in der
linken Bildhälfte dargestellten Membran und der dort auch dargestellten Schaltposition
die Membran nach unten gewölbt ist; und die rechte Bildhälfte wäre
rotationssymmetrisch zu ergänzen bei der Verwendung der zweiten
Ausgestaltungsversion und in der entsprechend gegenüberliegenden Stellung mit
einer nach oben gewölbten Membran. In beiden Fällen sind also die Membrane
kreisrunde geschlossene Teller aus versteiftem Material.
Die linke Bildhälfte und somit die erste Ausgestaltungsversion der Erfindung zeigt eine
H-förmige Verdickung 11 im Randbereich der Membran 10, die dann in einer
entsprechend komplementär ausgebildeten Einformung oder Hinterschneidungskontur
11 des Gehäuses 20 im montierten Zustand fixiert und dichtend einliegt. Des weiteren
weisen nahe dem Außenumfang des Gehäuses die dort vorgesehenen
Steuerkammern Pst eine kalottenförmige Kontur 11'' auf, in welcher bei
entsprechender Druckmittelbeaufschlagung die Membran 10 in diesem Bereich fest
einliegt bzw. angedrückt wird. Dadurch wird die Wölbung bzw. radiale Kippbewegung
der Membran letztendlich bewirkt und eine entsprechende Kraft der schließenden
Membran 10 auf den Ventilsitz 1 oder 2 erzeugt. In diesem dargestellten linken Fall ist
die untere Steuerkammer belüftet, die ja von der oberen durch die Membran im
übrigen auch getrennt ist. Dadurch wird eine entsprechende Wölbung erzeugt und von
dort aus ist die Membran durch den ersten ventilsitzartigen Spalt geführt. Dieser ist
zwar im übrigen als ventilsitzartig bezeichnet, jedoch liegt die Membran nicht schaltend
auf denselben an, sondern ist zwischen den beiden Dichtkanten 3, 4 fest eingespannt.
Dort ist quasi der Drehpunkt des hier wirkenden Hebels. Die Hebelwirkung wird so auf
die weitere Membran in Richtung Zentrum übertragen, daß die Membran an der
eigentlichen Ventilsitzkante 1 oder 2 entsprechend die Entlüftung R schließt und den
Druckmittelraum P von außerhalb des inneren Ventilsitzes zu dem Druckmittelraum
innerhalb des Ventilsitzes in die dort einmündende Arbeitsleitung A belüftet wird.
Die rechte Bildhälfte zeigt neben der anderen Einspannung der Membran auch die
entgegengesetzte Schaltposition. Durch eine entsprechende Beaufschlagung des
oberen Steuerraumes und der entsprechenden Hebelwirkung über den quasi äußeren
Ventilsitz wird die Membran 10 nach oben gewölbt und der Raum, in dem die
Druckmittelversorgung P einmündet, wird von dem in die Arbeitsleitung mündenden
Druckmittelraum getrennt. Dem gegenüber wird dann auf dem unteren Ventilsitz die
Arbeitsleitung zur Entlüftung geöffnet.
Abgesehen von der anderen Position gemäß der rechten Bildhälfte wird, wenn es sich
um eine feste Randeinspannung wie in der linken Bildhälfte handelt, die rechts
dargestellte Position dadurch erreicht, daß ebenfalls die obere Steuerkammer belüftet
wird und der äußere Abschnitt zwischen Randeinfassung und Membran sich in den
unteren Kalottenabschnitt anlegt.
Die rechte Bildhälfte zeigt überdies die zweite Ausgestaltungsform der Erfindung, bei
der keine feste, sondern eine verschiebbare Randeinfassung der Membran 10 erfolgt.
Notwendigerweise enthält die Membran dann im Randbereich umlaufende Dichtlippen
12. Des weiteren muß der äußere Anschlag der Steuerkammern eine durchgehend
ununterbrochene nahtfreie Oberfläche 13 aufweisen, auf der dann die Dichtlippen 12
dichtend entlanggleiten können. Dies wird durch eine Hülse 14 bewerkstelligt, die
ebenfalls konzentrisch um die hier dargestellte Symmetrieachse angeordnet ist. Diese
enthält entlang des Betätigungsweges eine durchgängige nahtfreie Oberfläche. Diese
Hülse ist dann notwendig, wenn das Gehäuse in der dargestellten Weise aus zwei
Teilen, nämlich einem Ober- und einem Unterteil besteht, welche mittig nach
Zusammensetzung eine Naht erzeugen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung gemäß dem Teilbild des Randbereiches des
Gehäuses können jedoch auch die Gehäuseteile so angeformt sein, daß trotz
Verwendung eines zweiteiligen Gehäuses in dem Aktionsbereich der
Membranaußendichtung keine Nahtstelle entsteht. Dies wird beispielsweise dadurch
erreicht, daß das Gehäuseoberteil 20'' eine Federanformung hat und das
Gehäuseunterteil 20'' eine entsprechende Nuteinformung und dieselben bei Montage
ineinanderfügbar sind. Die Feder bzw. der Federabschnitt muß dabei so weit
angeformt sein, daß gemäß den obigen Ausführungen über den gesamten
Aktionsbereich der Membran die Dichtlippen über eine nahtfreie Oberfläche rutschen
können.
Im übrigen ist insgesamt noch einmal klarstellend auszuführen, daß der äußere
Ventilsitz bzw. die äußeren Dichtkanten in der Abbildung keine Ventilsitze im
herkömmlichen Sinne sind, da die beiden gegenüberliegenden Dichtkanten in jeder
Schaltstellung der Membran auf derselben dichtend anliegen. Die eigentlichen
Ventilsitze sind die zwischen den ringförmigen Druckkammern P und A. Hierbei
entstehen zwei Ventilsitze, die über einen Abstand getrennt gegenüberliegend sind.
Der einfachen verbalen Darstellung der Geometrie wegen ist jedoch im vorstehenden
Text formuliert, daß die äußeren Dichtkanten ebenfalls ringförmig und daher
konzentrisch zu den eigentlichen Ventilsitzen verlaufen.
Claims (11)
1. Fluidbetätigtes Membranventil, bei welchem innerhalb eines Gehäuses mindestens ein
kreisrunder Ventilsitz angeordnet ist, welcher von einem membranartigen
Betätigungselement vom Ventilsitz öffnend oder auf demselben schließend betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine einen Randbereich einer Membran (10) aufnehmende
Steuerkammer (PST) konzentrisch und fluidisch getrennt zu Druckmittelräumen (P, R), in
denen sich zentrisch Ventilsitze (1, 2) befinden, angeordnet ist und über die
Steuerkammer (PST) auf die Membran (10) derart eingewirkt wird, daß die Membran (10)
durch Wölbbetätigung oder durch radiale Kippbetätigung auf die Ventilsitze (1, 2)
schließbar ist.
2. Membran-Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkammern (PST) bzw. die durch die Membran (10) druckmittelmäßig
geteilte Steuerkammer (PST) toroidal um die Ventilsitze (1, 2) angeordnet sind.
3. Membran-Ventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Membran (10) die Steuerkammer bzw. die Steuerkammern (PST) in
zwei Druckmittelräume aufgeteilt ist.
4. Membran-Ventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (10) am Außenrand und außerhalb der Steuerkammer bzw.
Steuerkammern (PST) mittels einer einstückigen Anformung (11) in einer im
Ventilgehäuse (20) komplementär ausgebildeten formschlüssigen Nut (11'') einliegt.
5. Membran-Ventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (10) am Außenumfang mindestens eine Dichtlippe (12) aufweist,
und daß der äußere Membranrand in die Steuerkammer bzw. die Steuerkammern
(PST) dieselbe in zwei Druckräume aufteilend dichtend im Randbereich verschieblich
anliegt.
6. Membran-Ventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fläche (13) entlang der die besagte Dichtlippe (12) der Membran (10)
gleitet, einstückig und nahtfrei ausgebildet ist.
7. Membran-Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Ventilsitze (1, 2) sich auf unterschiedlichen Membranseiten
gegenüberliegend angeordnet sind.
8. Membran-Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß konzentrisch um die Ventilsitze (1, 2) herum zwei Dichtkanten (3, 4) derart
beabstandet angeordnet wird, daß die Membran (10) dort im montierten Zustand
fest und dichtend einsitzt und der dann freie Membranbereich beweglich in die
Steuerkammern (PST) hineinragt, derart, daß über die Wölbbeanspruchung und die
konzentrische Einspannung (3, 4) der Membran (10) die Wölbkräfte oder radialen
Kippkräfte bis in den Bereich der zu betätigenden Ventilsitze erstreckbar sind.
9. Membran-Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkammern bzw. die Steuerkammer (PST) im Falle der festen
Randeinspannung (11, 11'') der Membran (10) kalottenförmige Flächenabschnitte
(11'') im Bereich der Wölbhubstrecke vorgesehen sind, in die sich bei Betätigung
über die Steuerkammern (PST) die Membran (10) je nach Betätigungsrichtung
einlegen kann.
10. Membran-Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine ringförmige Hülse (14), die an der Außenfläche Krall- oder
Befestigungselemente aufweist, vorgesehen ist, über welche das beispielsweise
aus Gehäusehälften bestehende Ventilgehäuse (20) zusammengehalten wird.
11. Membran-Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran in ihrem Durchmesser so bemessen ist, daß sie bei einem etwa
halben Hub eine Stauchung erfährt, durch die ein Schnappeffekt entsteht, so daß
sie in ihrer jeweiligen Endlage verbleibt und mit einer leichten Vorspannung auf die
Ventilsitze (1, 2) gedrückt wird.
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