DE19637341B4 - Lüftungs- und Trocknungsgestell - Google Patents
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Abstract
Lüftungs- und Trocknungsgestell mit einem aufrechten Mast (1), an dem ein mehrarmiges Spreizgestell (10) zur Aufnahme einer Wäscheleine gelagert ist, und mit Mitteln zum Einzug der Wäscheleine in die Arme (4) beim Schließen des Spreizgestells, wobei die Wäscheleine bei aufgespanntem Spreizgestell mehrere geschlossene, ineinander angeordnete Seilecke (S1, S2, S3) bildet, deren Eckpunkte (28) an in den Armen (4) verschiebbare gelagerten Schiebern (7a, 7b, 7c) befestigt sind, und wobei jeweils ein auf den äußersten Schieber (7a) jedes Armes (4) wirkendes Betätigungselement zum Einzug der Wäscheleine vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement von einer in Einzugsrichtung auf den äußersten Schieber (7a) wirkenden Zugfeder gebildet ist, die vollständig innerhalb des jeweiligen Armes angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Lüftungs- und Trocknungsgestell entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Bei einem aus der
EP 0 514 561 B1 bekannten, auch als Wäscheschirm bezeichneten Lüftungs- und Trocknungsgestell der gattungsgemäßen Art ist das Betätigungselement als ein auf den äußersten Schieber wirkendes Gewicht ausgebildet. Beim Schließen des Wäscheschirmes ziehen die Gewichte die Wäscheleine praktisch vollautomatisch in die Arme. Diese Gewichte unterstützen zwar gleichzeitig das Schließen des Wäscheschirmes, erhöhen jedoch insgesamt das Gewicht des Wäscheschirmes, was nachteilig ist, wenn der Wäscheschirm zum Aufstellungsort hin und von diesem wegtransportiert wird. Außerdem erfordert die Unterbringung der Gewichte eine Verlängerung der Arme. - Aus
DE 32 00 013 A1 ist ein Lüftungs- und Trocknungsgestell mit einer Wäschenleineneinzugsvorrichtung bekannt. Es sind bei diesem Gestell für jeden Tragarm Zugelemente vorgesehen, die mit einer außerhalb der Tragarme liegenden Betätigungseinrichtung verbunden sind. - Aus
DE 31 33 092 A1 ist eine Freilufttrocken- und Lüftungseinrichtung für Kleidungsstücke bekannt, bei dem ein Armpaar jeweils ein zum Zentrum laufendes Spannelement aufnimmt, an dem die Wäscheleinenabschnitte befestigt sind. Beim Beiklappen der Arme werden durch die Spannkraft der Spannelemente die Wäscheleinenabschnitte in den Arm bzw. die Armstücke gezogen. - Aus
EP 0 272 361 A1 ist ein Wäscheschirm mit einer Rückzugfeder, die an einer Öse befestigt ist, durch welche die Wäscheleine geführt ist. Der in dieser Druckschrift offenbarte Mechanismus wirkt nicht auf die die Wäscheleine haltenden Elemente und dient dazu, ein Wäscheleinenstück aus dem zugeklappten Wäscheschirm herausziehen zu können. Er ist nicht geeignet, alle Seilecke beim Schließen in die Trockenarme einzuziehen. - Aus
EP 0 113 788 A1 ist eine Wäschespinne bekannt, die weitgehend der Konstruktion gemäß derDE 32 000 13 A1 entspricht, wobei jedoch anstatt eines Zugbandes die ausEP 0 514 561 B1 bekannten Schieber verwendet werden. - Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lüftungs- und Trocknungsgestell der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei dem durch die Wäscheleinen-Einzugsvorrichtung keine nennenswerte Erhöhung des Gewichtes erfolgt und keine Verlängerung der Arme erforderlich ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Betätigungselement von einer in Einzugsrichtung auf den äußersten Schieber wirkenden Zugfeder gebildet ist, die vollständig innerhalb der Arme angeordnet ist.
- Die Zugfedern können ohne zusätzlichen Raumbedarf in den Armen angeordnet werden. Sie erhöhen das Gesamtgewicht des Gestells nur unwesentlich, unterstützen aber wie die bekannten Gewichte das Schließen des Wäscheschirmes.
- Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Gummibändern als Zugfedern erwiesen, da sich diese über fast die ganze Länge der Arme erstrecken und in den Armen neben den Schiebern verlaufen können, so dass sie keinen zusätzlichen Raum beanspruchen. Es kann ein einfaches Gummiband verwendet werden, das einerseits am äußersten Schieber und andererseits am Arm nahe dessen Schwenkachse befestigt ist. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines endlosen Gummibandes, das einerseits um einen am äußersten Schieber angebrachten Stift und andererseits um einen im inneren Bereich des Armes angeordneten Stift herumgeführt ist. Dies ermöglicht eine besonders einfache Montage des Gummibandes.
- Zur Aufnahme und Führung des Gummibandes können die Schieber mit einer entsprechenden Längsnut versehen sein.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
-
1 eine Seitenansicht eines Lüftungs- und Trocknungsgestells, teilweise geschnitten, wobei die linke Hälfte in Spreizstellung und die rechte Hälfte im geschlossenen Zustand dargestellt ist, -
2 eine Teilansicht in Richtung des Pfeils II in1 , -
3 einen Schnitt entlang Linie III-III in2 , und -
4 einen Schnitt entlang Linie IV-IV in2 . - Auf einem Mast
1 ist ein Befestigungsstern2 bezüglich eines Fixpunktes3 verschiebbar, aber arretierbar gelagert. Am Befestigungsstern2 sind bei5 schwenkbar vier Arme4 gelagert, zwischen denen sich die Wäscheleine in Form von Seilecken S1, S2 und S3 erstreckt. Die Arme4 sind über Spreizarme6 gegen den Fixpunkt3 abgestützt. Die Eckpunkte28 der einzelnen Seilecke S1, S2, S3 sind im Inneren der Arme4 jeweils an einem Schieber7a ,7b bzw.7c angebracht. - Die Arme
4 bestehen aus einem einseitig offenen Kastenprofil. Es ist durch Längsrippen19 in einen Gleitkanal20 als Führung für die Schieber7a ,7b ,7c , einen Wäscheleinenschacht21 für die Wäscheleine und einen Schacht23 für Segmentabdeckungen24 aufgeteilt. Die Segmentabdeckungen24 haben die Länge des Seileckabstandes25 (2 ) zweier benachbarter Seilecke und sind am Ende mit einem Durchbruch26 für die Wäscheleine versehen. - Die Schieber
7a ,7b und7c sind, wie aus4 ersichtlich, mit zwei Gleiterhebungen33 versehen. - Die Wäscheleine bildet, wie erwähnt, einzelne Seilecke S1, S2 und S3, welche in der Spreizstellung des Gestells die Seiten von ineinanderliegenden Quadraten darstellen. Die Eckpunkte
28 der Seilecke S1, S2, S3 sind mit Klammern27 versehen, mit denen sie in Aufnahmen29 der Schieber7a ,7b bzw.7c eingehängt sind. - Zum Öffnen des Spreizgestells
10 , es besteht aus den Armen4 und den Spreizarmen6 , ist am Fixpunkt3 ein Zugseil11 befestigt, das vom Fixpunkt3 über eine erste Umlenkung12 im Befestigungsstern2 und eine zweite Umlenkung13 im Fixpunkt3 zurück zum Befestigungsstern2 läuft und von dort über eine Rolle14 nach außen geführt ist. Durch Ziehen des herausgeführten Seilendes bewegt sich der Befestigungsstern2 aus der in der rechten Hälfte der1 gezeigten Stellung in Richtung des Pfeils15 , wobei die Arme4 eine durch die Spreizarme6 erzwungene Spreizbewegung (Pfeil16 ) ausführen. Dabei werden die Schieber7a ,7b und7c in die in der linken Hälfte der1 gezeigte Endstellung gezogen und die Seilecke S1, S2 und S3 gespannt. Dann wird der Befestigungsstern2 über einen nicht dargestellten Riegel am Mast1 arretiert. - Zum Schließen des Spreizgestells
10 wird die Arretierung des Befestigungssternes2 gelöst und der Schließvorgang wird durch Schwenken der Arme4 in Richtung des Pfeils40 eingeleitet. Zum Zurückziehen der Wäscheleine in die Arme4 ist in jedem Arm ein Betätigungselement in Form eines endlosen Gummibands8 vorgesehen, das einerseits um einen am äußersten Schieber7a vorgesehenen Stift9 und andererseits um einen am Arm4 nahe seiner Schwenkachse5 vorgesehenen Stift17 herumgeführt ist. Dieses Gummiband8 wird beim Öffnen des Spreizgestells10 gespannt und zieht nun beim Schließen den äußersten Schieber7a in Richtung des Pfeils18 (1 ). Damit beginnt der Einzug der Wäscheleine, ausgehend von dem äußersten Seileck S1. Der äußerste Schieber7a wird nach innen gezogen und nimmt den nächsten Schieber7b mit, wodurch der Einzug des zweiten Seilecks S2 eingeleitet wird. Nachdem der Schieber7b an dem dritten Schieber7c zur Anlage gekommen ist, wird dieser mitgenommen, wodurch der Einzug des dritten Seilecks S3 ausgelöst wird. Durch die Zugkraft der Gummibänder8 wird über die Wäscheleine das Einschwenken der Arme4 unterstützt. Im geschlossenen Zustand des Spreizgestells liegen die Schieber7a ,7b ,7c , wie in der rechten Hälfte der1 dargestellt, dicht beieinander und die um den Mast1 liegende Abschnitte41 der Seilecke S1, S2 und S3 sind gespannt und liegen in dem Leinenschacht21 . - Das Gummiband
8 ist, wie in4 gezeigt, in der von den Gleiterhebungen33 gebildeten Längsnut31 der Schieber geführt. - Anstelle eines endlosen Gummibandes kann auch ein einfaches Gummiband verwendet werden, das dann an den Stiften
9 und17 zu befestigen ist. Anstelle eines Gummibandes könnte grundsätzlich auch eine Schrauben-Zugfeder eingesetzt werden, die allerdings einen größeren Raumbedarf hätte und korrosionsanfällig ist.
Claims (4)
- Lüftungs- und Trocknungsgestell mit einem aufrechten Mast (
1 ), an dem ein mehrarmiges Spreizgestell (10 ) zur Aufnahme einer Wäscheleine gelagert ist, und mit Mitteln zum Einzug der Wäscheleine in die Arme (4 ) beim Schließen des Spreizgestells, wobei die Wäscheleine bei aufgespanntem Spreizgestell mehrere geschlossene, ineinander angeordnete Seilecke (S1, S2, S3) bildet, deren Eckpunkte (28 ) an in den Armen (4 ) verschiebbare gelagerten Schiebern (7a ,7b ,7c ) befestigt sind, und wobei jeweils ein auf den äußersten Schieber (7a ) jedes Armes (4 ) wirkendes Betätigungselement zum Einzug der Wäscheleine vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement von einer in Einzugsrichtung auf den äußersten Schieber (7a ) wirkenden Zugfeder gebildet ist, die vollständig innerhalb des jeweiligen Armes angeordnet ist. - Lüftungs- und Trocknungsgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement von einem Gummiband (
8 ) gebildet ist, das sich zwischen dem äußersten Schieber (7a ) und einer Stelle (17 ) nahe dem inneren Ende des Armes (4 ) erstreckt. - Lüftungs- und Trocknungsgestell nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gummiband (
8 ) endlos ist und einerseits um einen am äußersten Schieber (7a ) angeordneten Stift (9 ) und andererseits um einen im inneren Bereich des Armes (4 ) angeordneten Stift (17 ) herumgeführt ist. - Lüftungs- und Trocknungsgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber (
7a ,7b ,7c ) Längsnuten (31 ) aufweisen, in denen das Gummiband (8 ) geführt ist.
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Families Citing this family (2)
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